Warum leben.

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Dampflok94
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Re: Warum leben.

Beitrag von Dampflok94 »

Praia61 » Mo 29. Okt 2012, 20:36 hat geschrieben: Würdest du als Robinson leben wollen ?
Wenn ja, wie lange ?
Keine Ahnung. Ich war noch nie in der Situation. (Aber wahrscheinlich würde ich sowieso nicht lange überleben, weil ich kein praktisch veranlagter Mensch bin.) Aber da ja die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, wäre die Einsamkeit allein kein Grund sein Leben zu beenden. Robinson hat ja auch noch den Freitag getroffen.
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Gutmensch
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Re: Warum leben.

Beitrag von Gutmensch »

Ich bin der Meinung wer früher stirbt ist länger tot. :D
the NSA is watching you! :D
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Moses
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Re: Warum leben.

Beitrag von Moses »

Gutmensch » Di 30. Okt 2012, 11:37 hat geschrieben:Ich bin der Meinung wer früher stirbt ist länger tot. :D
Hat aber weniger Zeit, um sich darauf vorzubereiten :|
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Gutmensch »

Moses » Di 30. Okt 2012, 12:38 hat geschrieben:
Hat aber weniger Zeit, um sich darauf vorzubereiten :|
Wozu soll man sich vorbereiten?
the NSA is watching you! :D
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Re: Warum leben.

Beitrag von Freidenker1 »

Zur Lockerung

"Warum leben, wenn man sich für ein paar Dollar beerdigen lassen kann!"

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Re: Warum leben.

Beitrag von Moses »

Gutmensch » Di 30. Okt 2012, 11:43 hat geschrieben:
Wozu soll man sich vorbereiten?
Beichten, beten, Krankensalbung . . .
Der Herr gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich nicht hinnehmen kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Re: Warum leben.

Beitrag von allahu a3lam »

hallo garfield335!
Garfield335 » Fr 15. Jun 2012, 08:42 hat geschrieben:[...]
alles vergänglich ist, sein eigenes leben, dass seiner nachkommen, die gesamte Menschheit, und selbst der Planet und das sonnensystem auf dem wir leben nicht von Dauer sind.
Warum also Leben, und sich diesen Quatsch antun?
[...]
warum misst du der vergänglichkeit einen so großen wert zu? wäre das leben weniger "quatsch", wenn es von dauer wäre?
die frage nach dem sinn des lebens lässt sich nicht beantworten, weil die kategorie "sinn" in der natur nicht vorkommt. da "sinn" ein menschliches konstrukt ist, kannst du den sinn eigentlich beliebig setzen, er muss dich nur überzeugen. da ein willkürlich gesetzter sinn allerdings nur wenig überzeugend ist, werden vermutlich so gerne transzendete sinngeber eingesetzt.
naturalisierende antworten wie die von umetarek
Ich sehe schon einen Sinn: Fortpflanzung. Das ist natürlich bei der momentan Bevölkerungsdichte zweischneidig, aber nicht destotrotz erfüllend ;)
sind besonders irreführend. wir leben nicht UM uns fortzupflanzen. besser wäre es wohl zu sagen: wir pflanzen und fort und deswegen leben wir (hoffe, das klingt nicht zu kryptisch). "wir" (einige von uns) neigen dazu geschlechtsverkehr zu haben und dabei springt nunmal u.U. leben raus, das wiederum.... es ist ein einziger großer selbstzweck.
ich finde den gedanken übrigens sehr beruhigend. so kann man das persönlich beste aus seinem leben machen, ohne dass man irgendeinen "sinn" erfüllen müsste.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Wölfelspitz »

allahu a3lam » Di 30. Okt 2012, 14:32 hat geschrieben:hallo garfield335!

die frage nach dem sinn des lebens lässt sich nicht beantworten, weil die kategorie "sinn" in der natur nicht vorkommt.
Natürlich kommt diese Kategorie in der Natur vor. Sie ist sozusagen voll davon, wenn man Sinn primär mit Zweck übersetzt. Bloß kann der Baum über sein Treiben halt nicht nachdenken, genauso wenig, wie sich eine Amsel nachts in ihrem Nest wohl wertende Gedanken über ihr Dasein macht.

In unserer Welt aber ist die Sinnfrage neben unserer evolutionären Fähigkeit, eben diese Frage überhaupt zu stellen, aber wohl auch von der Erkenntnis getrieben, dass viele Dinge in dieser Welt für den Menschen einfach eine Beleidigung darstellen.
Bukowski

Re: Warum leben.

Beitrag von Bukowski »

Wölfelspitz » Mi 31. Okt 2012, 15:05 hat geschrieben:
Natürlich kommt diese Kategorie in der Natur vor. Sie ist sozusagen voll davon, wenn man Sinn primär mit Zweck übersetzt. Bloß kann der Baum über sein Treiben halt nicht nachdenken, genauso wenig, wie sich eine Amsel nachts in ihrem Nest wohl wertende Gedanken über ihr Dasein macht.

In unserer Welt aber ist die Sinnfrage neben unserer evolutionären Fähigkeit, eben diese Frage überhaupt zu stellen, aber wohl auch von der Erkenntnis getrieben, dass viele Dinge in dieser Welt für den Menschen einfach eine Beleidigung darstellen.
Sinn meint aber nicht "Zweck" sondern "Bedeutung".
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Re: Warum leben.

Beitrag von Wölfelspitz »

Bukowski » Mi 31. Okt 2012, 15:56 hat geschrieben:
Sinn meint aber nicht "Zweck" sondern "Bedeutung".
Ja, auch. Klingt ja auch bei mir schon an, wenn ich etwa über "wertende Gedanken" schreibe.

Also

1. Den Sinn ("im System") verstehen und

2. ihn bewerten; alles toll soweit/das ist doch scheiße und: was soll das alles überhaupt?
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Re: Warum leben.

Beitrag von allahu a3lam »

Hallo Wölfelspitz
Wölfelspitz » Mi 31. Okt 2012, 15:05 hat geschrieben:Natürlich kommt diese Kategorie in der Natur vor. Sie ist sozusagen voll davon, wenn man Sinn primär mit Zweck übersetzt. Bloß kann der Baum über sein Treiben halt nicht nachdenken, genauso wenig, wie sich eine Amsel nachts in ihrem Nest wohl wertende Gedanken über ihr Dasein macht.

[...]
nun, ich teile deine prämisse aus mehreren gründen nicht (das auszuführen würde ein bisschen weit führen). selbst wenn ich es täte, so würde es nichts daran ändern, dass du eine anthropozentrische perspektive einnimmst um ein frage zu stellen/beantworten, die diese perspektive übersteigen soll. das ist ein nicht auflösbarer widerspruch. in "das verschleierte bild zu sais" von schiller heißt es:

"[...]»Was hab ich,
Wenn ich nicht alles habe [von der Wahrheit]?« sprach der Jüngling,
»Gibts etwa hier ein Weniger und Mehr?
Ist deine Wahrheit wie der Sinne Glück
Nur eine Summe, die man größer, kleiner
Besitzen kann und immer doch besitzt?
Ist sie nicht eine einzge, ungeteilte?
Nimm einen Ton aus einer Harmonie,
Nimm eine Farbe aus dem Regenbogen,
Und alles, was dir bleibt, ist nichts, solang
Das schöne All der Töne fehlt und Farben.«"

oder um mit der jungen philosophin lisa s. zu fragen: "Wenn im Wald ein Baum fällt und es ist niemand da. Gibt es ein Geräusch?" ;)
Zuletzt geändert von allahu a3lam am Mi 31. Okt 2012, 19:12, insgesamt 1-mal geändert.
Wer (grobe) Rechtschreibfehler findet, darf mich gerne darauf hinweisen.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Progressiver »

Garfield335 » Fr 15. Jun 2012, 08:42 hat geschrieben:Warum sollte man auf dieser Welt leben, wenn doch klar ist dass

. alles vergänglich ist, sein eigenes leben, dass seiner nachkommen, die gesamte Menschheit, und selbst der Planet und das sonnensystem auf dem wir leben nicht von Dauer sind.

Warum also Leben, und sich diesen Quatsch antun?

Wo doch alle auf das gleiche Ziel hinarbeiten: Der Tod,

:|
Wieso ist der Tod das Ziel? Das Ziel ist doch der Weg, den man gehen darf, bis man stirbt. Und wenn man sich anstrengt, kann dieser auch achtzig Jahre lang begangen werden. Teile dieses Weges können wiederum steinig und furchtbar sein, da man Schicksalschläge verkraften muß. Aber letztendlich kann sich doch jeder so etwas wie Lebensqualität erkämpfen.
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum." Friedrich Nietzsche

"Wer nur einen Hammer als Werkzeug hat, dem wird bald jedes Problem zum Nagel."
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Ich sehe überhaupt keinen Beleg dafür, dass das hier mehr als ein Traum sein soll - das gesamte (irdische) Dasein... nichts als ein einziger Fake....
Zuletzt geändert von Cerberus am Do 13. Dez 2012, 17:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Katenberg »

Cerberus » Do 13. Dez 2012, 15:26 hat geschrieben:Ich sehe überhaupt keinen Beleg dafür, dass das hier mehr als ein Traum sein soll - das gesamte (irdische) Dasein... nichts als ein einziger Fake....
Interessante These :thumbup:

Was ich mich manchmal frage: Existierte die Vergangenheit oder warum ist sie in Gedanken so fern wie die Zukunft?
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Katenberg » Sa 15. Dez 2012, 10:30 hat geschrieben:
Interessante These :thumbup:
Genaugenommen, ist das keine These....
Zuletzt geändert von Cerberus am Sa 15. Dez 2012, 11:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Katenberg »

Cerberus » Sa 15. Dez 2012, 11:54 hat geschrieben:
Genaugenommen, ist das keine These....
Gut, dann Gedankengang.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Katenberg » So 16. Dez 2012, 23:07 hat geschrieben:
Gut, dann Gedankengang.
Ich meinte damit, dass die "Realität" in etwa so bekannt und so real ist (bei genauerer Betrachtung), wie ein Traum - und dieses ist eher wissenschaftlicher Wissensstand, als eine These, "Meinung", ein "Glaube" oder ein Gedankengang.
Zuletzt geändert von Cerberus am Mo 17. Dez 2012, 09:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Praia61 »

Gutmensch » Di 30. Okt 2012, 11:37 hat geschrieben:Ich bin der Meinung wer früher stirbt ist länger tot. :D
10 E26 Tage tot ?
Paar tausend Tage weniger lebendig ?
Ändert doch am Verhältnis null :cool:
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Re: Warum leben.

Beitrag von Praia61 »

Cerberus » Mo 17. Dez 2012, 09:53 hat geschrieben: Ich meinte damit, dass die "Realität" in etwa so bekannt und so real ist (bei genauerer Betrachtung), wie ein Traum - und dieses ist eher wissenschaftlicher Wissensstand, als eine These, "Meinung", ein "Glaube" oder ein Gedankengang.
Realität => individuelle bewußte Wahrnehmung :cool:
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Praia61 » Mo 17. Dez 2012, 16:11 hat geschrieben: Realität => individuelle bewußte Wahrnehmung :cool:
Freut mich zu sehen, dass Sie nicht in allen Belangen so zu sind, wie es mir meine Realität bei vielen anderen Themen suggeriert. :D
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Re: Warum leben.

Beitrag von allahu a3lam »

hallo Praia61,
Praia61 » Mo 17. Dez 2012, 16:11 hat geschrieben: Realität => individuelle bewußte Wahrnehmung :cool:
das ist imho ziemlich großer käse. erstens ist die einschränkung auf die "bewusste" wahrnehmung unsinnig, zweitens ist "individuelle realität" eine contradictio in adiecto. was für eine person real ist, muss nicht der realität entsprechen.
Zuletzt geändert von allahu a3lam am Mo 17. Dez 2012, 18:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Amun Ra »

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Re: Warum leben.

Beitrag von Wölfelspitz »

Ich sag' euch jetzt, was der Sinn des Lebens ist: das innere Nervensystem mit all seinen Wahrnehmungen, Emotionen, Affekten und Kognitionen fortwährend zu beruhigen und zufriedenzustellen. Und was das für die Welt da draußen bedeutet - also was für Handlungen aus diesem Grundantrieb heraus begangen werden - wird sich dann jeweils zeigen. Aber man sieht und erkennt ja schon eine Menge, wenn man sich einfach nur umguckt und die vorangestellte Erkenntnis als den alles verursachenden Grundmotor dabei annimmt.

Um mehr geht es nicht, wenn man metaphysische Sphären, die sich einer eindeutigen Bestimmung entziehen, außen vor läßt.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Wölfelspitz » Di 18. Dez 2012, 11:34 hat geschrieben:Ich sag' euch jetzt, was der Sinn des Lebens ist: das innere Nervensystem mit all seinen Wahrnehmungen, Emotionen, Affekten und Kognitionen fortwährend zu beruhigen und zufriedenzustellen. Und was das für die Welt da draußen bedeutet - also was für Handlungen aus diesem Grundantrieb heraus begangen werden - wird sich dann jeweils zeigen. Aber man sieht und erkennt ja schon eine Menge, wenn man sich einfach nur umguckt und die vorangestellte Erkenntnis als den alles verursachenden Grundmotor dabei annimmt.

Um mehr geht es nicht, wenn man metaphysische Sphären, die sich einer eindeutigen Bestimmung entziehen, außen vor läßt.
Aha, aha. Wir stellen also unser inneres Nervensystem zufrieden. Auch ohne den "verursachenden Grundmotor" möchte ich drum bitten mir zu sagen, ob es in Ihnen ein ICH gibt. Denn wissen Sie, bei mir ist es nun das ICH, das zufrieden gestellt sein will und bei mir tragen Nerven lediglich die Informationen dazu bei. Also, ich finde das jetzt sehr interessant, dass es bei Ihnen nicht das ICH ist, sondern die Nerven selbst sind, die da was wollen. Klingt spannend; bitte gerne näheres.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Wölfelspitz »

Wenn ich das Innere - das ICH - mit Wahrnehmungen, Gefühlen, Stimmungen und Kognitionen (=gleich Reflexionen und Gedanken oder auch einfach "der Verstand") gleichsetze, bleibt für ein irgendwie geartetes, darüberschwebendes ICH kaum noch Raum. Aber rechne von mir aus noch das Unterbewußtsein hinzu, was natürlich auch ein Teil des ICH darstellt, sich aber auch noch einer aktiven Handlungskontrolle weitgehend entzieht.

Blaise Pascal: "Das Herz hat Gründe, die der Verstand nicht kennt". Da bleibt von einem selbstbestimmten ICH bestimmt nicht mehr viel übrig. Und es ist im Hinblick auf die Erkenntnisse hinsichtlich der Evolution des menschlichen Geistes mit Sicherheit auf den von mir postulierten Grundantrieb ausgelegt: "Mach mich glücklich, los."

Nicht zuletzt deswegen schreiben wir ja auch alle hier. Auch das gehört dazu. Und nur ein auf diesen Grundantrieb zurückzuführendes Phänomen von Abertausenden.
Zuletzt geändert von Wölfelspitz am Di 18. Dez 2012, 12:08, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Nur sprachen Sie nicht von einem ICH, oder vom INNEREN, sondern von inneren Nerven.
Zuletzt geändert von Cerberus am Di 18. Dez 2012, 12:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Wölfelspitz »

Das ist alles dasselbe für mich. Du bist dein Gehirn. Auf die Terminologie haben wir uns nun hoffentlich aber geeinigt.
Zuletzt geändert von Wölfelspitz am Di 18. Dez 2012, 12:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Wölfelspitz » Di 18. Dez 2012, 12:37 hat geschrieben:Das ist alles dasselbe für mich. Du bist dein Gehirn. Auf die Terminologie haben wir uns nun hoffentlich aber geeinigt.
Nein, ganz sicher nicht. Ich benutze mein Gehirn - ich bin aber nicht mein Gehirn.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Praia61 »

Cerberus » Di 18. Dez 2012, 12:59 hat geschrieben:Nein, ganz sicher nicht. Ich benutze mein Gehirn - ich bin aber nicht mein Gehirn.
Oder dein Gehirn benutzt den Rest von dir ;)
Das Eine ist ohne das Andere unvollständig, nur in der Symbiose ist das Ich gegeben.
Ansonsten sind wir uns Nahe :thumbup:
Zuletzt geändert von Praia61 am Di 18. Dez 2012, 15:20, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Praia61 » Di 18. Dez 2012, 15:17 hat geschrieben: Oder dein Gehirn benutzt den Rest von dir ;)
Das Eine ist ohne das Andere unvollständig, nur in der Symbiose ist das Ich gegeben.
Ansonsten sind wir uns Nahe :thumbup:
Nein, leider gehen wir hier wieder auseinander (leider, leider). Ich sehe das ICH in keiner Weise in zwingender Symbiose zum Körper. Nur aus Sicht des materiellen Körpers -> der braucht das ICH; das ICH aber braucht - n.m.E. keinen solchen Körper um zu existieren.
Zuletzt geändert von Cerberus am Di 18. Dez 2012, 15:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Praia61 »

Cerberus » Di 18. Dez 2012, 15:25 hat geschrieben: Nein, leider gehen wir hier wieder auseinander (leider, leider). Ich sehe das ICH in keiner Weise in zwingender Symbiose zum Körper. Nur aus Sicht des materiellen Körpers -> der braucht das ICH; das ICH aber braucht - n.m.E. keinen solchen Körper um zu existieren.
Es muss dir nicht leid tun , wir beide sind ja keine Klone. ;)
Hast du ein real existierendes Beispiel für ein körperloses Ich im petto für mich ?
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Praia61 » Di 18. Dez 2012, 15:31 hat geschrieben: Es muss dir nicht leid tun , wir beide sind ja keine Klone. ;)
Hast du ein real existierendes Beispiel für ein körperloses Ich im petto für mich ?
Hätten Sie die Güte mir, zuvor, ein real existierendes Beispiel für einen Körper zu geben?
Zuletzt geändert von Cerberus am Di 18. Dez 2012, 15:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Praia61 »

Cerberus » Di 18. Dez 2012, 15:40 hat geschrieben:Hätten Sie die Güte mir, zuvor, ein real existierendes Beispiel für einen Körper zu geben?
Step by Step ok ?
Fragen beantwortet man nicht mit einer Gegenfrage, das ist kein netter Stil. ;)
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Praia61 » Di 18. Dez 2012, 15:51 hat geschrieben: Step by Step ok ?
Fragen beantwortet man nicht mit einer Gegenfrage, das ist kein netter Stil. ;)
Na, ich musste diese Frage dem voranstellen, da ich nicht weiß, was Sie mit einem real existierende Körper meinen? Wie soll ich ein ICH beschreiben, dass unabhängig davon existiert, wenn ich nicht weiß was das sein soll? Also sobald ich weiß, was ein real existierender Körper ist, werde ich versuchen Ihre Frage zu beantworten. Also, Sie verstehen mein kleines Problem mit Ihrer Frage, oder nicht?
Zuletzt geändert von Cerberus am Di 18. Dez 2012, 15:58, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Praia61 »

Abfolge/Zusammenfassung :
Uhrzeit Schreiber Kernaussage
----------------------------------------------------------------------

12:59 DU Ich bin nicht mein Gehirn
15:17 ICH Der Körper und das Gehirn (Symbiose) ist das Ich
15:25 DU Nein so ist das nicht; Es gibt ein Ich ohne Körper
15:31 ICH Welches körperloses Ich meinst du ?


Die Ich Definition Verbindung Körper und Gehirn hast du verneint.
Das Gehirn als das Ich alleine hast du zuvor auch verneint.
Also fragte ich dich nach deinem ominösen körperlosen Ich , das Gehirn kann es ja nicht sein (siehe zuvor).

Darauf hätte ich gerne eine Antwort ohne große Reden zu schwingen ;)
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Praia61 » Di 18. Dez 2012, 16:28 hat geschrieben:Abfolge/Zusammenfassung :
Uhrzeit Schreiber Kernaussage
----------------------------------------------------------------------

12:59 DU Ich bin nicht mein Gehirn
15:17 ICH Der Körper und das Gehirn (Symbiose) ist das Ich
15:25 DU Nein so ist das nicht; Es gibt ein Ich ohne Körper
15:31 ICH Welches körperloses Ich meinst du ?


Die Ich Definition Verbindung Körper und Gehirn hast du verneint.
Das Gehirn als das Ich alleine hast du zuvor auch verneint.
Also fragte ich dich nach deinem ominösen körperlosen Ich , das Gehirn kann es ja nicht sein (siehe zuvor).

Darauf hätte ich gerne eine Antwort ohne große Reden zu schwingen ;)
Also, so wird das nicht gehen, weil Sie mir immer noch nicht erklärt haben, was sie jetzt unter einem real existierenden Körper verstehen. Ich kenne sowas nicht! Verstehen Sie das, oder nicht? Ich kenne keinen real existierende Körper! Wo, was ist das? Sagen Sie mir was das ist man! Ihr Hervorholen von Aussagen hilft mir nicht dabei! Ich versteh dadurch nicht, was Sie unter einem real existierenden Körper verstehen! Nochmal: Ich weiß nicht was das sein soll! Also bitte, bitte, sagen Sie mir was das ist!
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Re: Warum leben.

Beitrag von Praia61 »

Ein Körper den ich mit meinen Sinnesorganen erfassen kann, der ist für mich real. :cool:
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Praia61 » Mi 19. Dez 2012, 10:56 hat geschrieben:Ein Körper den ich mit meinen Sinnesorganen erfassen kann, der ist für mich real. :cool:
Ja, für Sie. Also der Körper der Ihnen real erscheint - aber das ist doch wohl kein real existierender Körper, oder?
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Re: Warum leben.

Beitrag von Praia61 »

Cerberus » Mi 19. Dez 2012, 11:11 hat geschrieben:Ja, für Sie. Also der Körper der Ihnen real erscheint - aber das ist doch wohl kein real existierender Körper, oder?
Deine Frage lautete : " was Sie unter einem real existierenden Körper verstehen"
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Praia61 » Mi 19. Dez 2012, 11:31 hat geschrieben: Deine Frage lautete : " was Sie unter einem real existierenden Körper verstehen"
Ein real existierender Körper (er ist ja real existierend) existiert de facto und unabhängig vom Betrachter. Und sowas kenne ich nunmal nicht.
Zuletzt geändert von Cerberus am Mi 19. Dez 2012, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Wölfelspitz » Mi 19. Dez 2012, 12:27 hat geschrieben:
Dann sag mir, was du bist und somit dein Ich ausmacht.
Zunächst stellte ich dem allen voran "n.m.E.". Das genau zu wissen, wäre freilich mein Wunsch. Wenn Sie nun wissen wollen, wie ich zu einem Erachten gelangte, dass ICH nicht = Gehirn bin, würden wir viel Zeit brauchen. Dazu bin ich immer gerne bereit - nur ist mir hier schon mehrfach gesagt worden, dass solches dann immer zuviel sei - da hat dann keiner Bock drauf. Auch fehlt häufig von vorn herein die absolute Neutralität, die man schon mitbringen müsste, um sich dem Thema ernsthaft und unbefangen zu nähern.
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Re: Warum leben.

Beitrag von allahu a3lam »

hallo bukowski,
Bukowski » Mi 19. Dez 2012, 12:36 hat geschrieben:
Darauf wollte ich gerade eingehen- aber man weicht ja hier lieber auf Nebenschauplätze aus.

Ich denke aber, Cerberus vertritt - im Gegensatz zu Dir - einen konstruktivistischen Standpunkt, sehe ich das richtig?
ich bin mir nicht sicher, ob man das so sagen kann. konstruktivisten gehen zwar davon aus, dass die gegenstände durch die wahrnehmung "konstruiert" werden, allerdings würden sie nicht sagen, dass es sich bei diesen konstruktionen um die realität handelt.

in der wikipedia steht z.b.:
"Während im Radikalen Konstruktivismus die menschliche Fähigkeit, objektive Realität zu erkennen, mit der Begründung bestritten wird, dass jeder Einzelne sich seine Wirklichkeit im eigenen Kopf „konstruiert“, glauben Anhänger des Erlanger Konstruktivismus an eine gemeinsame Konstruktionsweise: [...(unwichtig)]".

http://de.wikipedia.org/wiki/Konstrukti ... ilosophie)
Wer (grobe) Rechtschreibfehler findet, darf mich gerne darauf hinweisen.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Bukowski » Mi 19. Dez 2012, 12:36 hat geschrieben:

Darauf wollte ich gerade eingehen- aber man weicht ja hier lieber auf Nebenschauplätze aus.

Ich denke aber, Cerberus vertritt - im Gegensatz zu Dir - einen konstruktivistischen Standpunkt, sehe ich das richtig?
Es ist viel einfacher: dadurch das Prahia61 von der INDIVIDUELL wahrgenommenen REALITÄT sprach, sagte er damit auch: Es gibt keine allgemeine Realität - und damit keine Realität in diesem Sinne, sondern lediglich eine INDIVIDUELL wahrgenommene Realität - das Empfinden davon.

Und das ist gleichbedeutend mit: Was für X real ist, muss für Y nicht real sein. Also was für ein verpatztes Getrampel, damit den Prahia61 korrigieren zu wollen. Wie die Kinder.
Zuletzt geändert von Cerberus am Mi 19. Dez 2012, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Bukowski »

allahu a3lam » Mi 19. Dez 2012, 12:48 hat geschrieben:hallo bukowski,
ich bin mir nicht sicher, ob man das so sagen kann. konstruktivisten gehen zwar davon aus, dass die gegenstände durch die wahrnehmung "konstruiert" werden, allerdings würden sie nicht sagen, dass es sich bei diesen konstruktionen um die realität handelt.

in der wikipedia steht z.b.:
"Während im Radikalen Konstruktivismus die menschliche Fähigkeit, objektive Realität zu erkennen, mit der Begründung bestritten wird, dass jeder Einzelne sich seine Wirklichkeit im eigenen Kopf „konstruiert“, glauben Anhänger des Erlanger Konstruktivismus an eine gemeinsame Konstruktionsweise: [...(unwichtig)]".

http://de.wikipedia.org/wiki/Konstrukti ... ilosophie)
Ohne jetzt darauf einsteigen zu wollen - nur mal kurz:
Es gibt ja da verschiedene Ansätze, einige gehen so weit, das alle Realität konstruiert sei.
Auch Teile der asiatischen Religionen sind quasi konstruktivistisch. (häßliches Wort)

Hier gab es schon mal einen Strang zu Konstruktivismus und Religion (leider ist Jabarin im Moment nicht da)
http://politik-forum.eu/viewtopic.php?f=21&t=32369
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Re: Warum leben.

Beitrag von Cerberus »

Bukowski » Mi 19. Dez 2012, 13:05 hat geschrieben:konstruktivistisch. (häßliches Wort)
Dann verwenden Sie es nicht.
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Re: Warum leben.

Beitrag von allahu a3lam »

hallo cerberus,
Cerberus » Mi 19. Dez 2012, 12:52 hat geschrieben: Es ist viel einfacher: dadurch das Prahia61 von der INDIVIDUELL wahrgenommenen REALITÄT sprach, sagte er damit auch: Es gibt keine allgemeine Realität - und damit keine Realität in diesem Sinne, sondern lediglich eine INDIVIDUELL wahrgenommene Realität - das Empfinden davon.

Und das ist gleichbedeutend mit: Was für X real ist, muss für Y nicht real sein. Also was für ein verpatztes Getrampel, damit den Prahia61 korrigieren zu wollen. Wie die Kinder.
das sind philosophie-geschichtlich nun mal höchst relevante unterschiede. beide positionen wurden/werden vertreten. wenn man sich damit nicht so auskennt, sollte man vielleicht wenigstens nicht gleich wie ein rumpelstilzchen reagieren.

eine persönliche anmerkung:
wörter/konzepte "verbieten" zu wollen (lateinische phrasen, "konstruktivistisch") ist kein weg mit wissenslücken (?) umzugehen. der einstieg in die akademische philosophie ist nunmal schwer und erfordert ein bestimmtes fachwissen, das sich nur mit einer hohen frustrationstoleranz erwerben lässt. und um den bogen zu deiner ersten replik mehr gegenüber zu spannen: auf den weg dorthin trifft man auch immer wieder lateinische ausdrücke, die man sich irgendwann selbst aneignet, wenn man sich im entsprechenden diskurs bewegt.
Wer (grobe) Rechtschreibfehler findet, darf mich gerne darauf hinweisen.
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Re: Warum leben.

Beitrag von Praia61 »

Nun, wenn man die letzten Einlassungen von uns als Kriterium hernimmt, leben wir, weil wir es uns gegenseitig zeigen wollen.
War da nicht noch mehr weshalb wir Leben ? :?:
Ignorierte Person/en : Schnitter
Sir Porthos

Re: Warum leben.

Beitrag von Sir Porthos »

Praia61 » Mi 19. Dez 2012, 14:57 hat geschrieben:Nun, wenn man die letzten Einlassungen von uns als Kriterium hernimmt, leben wir, weil wir es uns gegenseitig zeigen wollen.
War da nicht noch mehr weshalb wir Leben ? :?:
Ich weiß nicht, warum ich auf diese Erde kam. Ich weiß auch nicht einmal, warum ich überhaupt noch lebe nach meiner schweren und seltenen Krankheit. Alle anderen von den sieben armen Seelen, die es in Norddeutschland dieses Jahr bekamen, liegen noch im Krankenhaus und siechen ohne Hoffnung dahin.

Entweder unser Herrgott hat einen Plan für jeden von uns oder aber einen grottenmiesen Humor. Ich hoffe und glaube an ersteres.
Praia61
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Re: Warum leben.

Beitrag von Praia61 »

Weshalb manche gut leben,schlecht leben, gesund sind, krank sind, nur kurze Zeit leben oder sehr lange Leben,
hat wenig mit der Frage zu tun Weshalb wir leben
Wir leben , wir sind da . Wie wir unser Leben empfinden, ob wir unser Leben als gerecht empfinden ist eigentlich sekundär dabei.
Ignorierte Person/en : Schnitter
ioanis

Re: Warum leben.

Beitrag von ioanis »

Garfield335 » Fr 15. Jun 2012, 08:42 hat geschrieben:Warum sollte man auf dieser Welt leben, wenn doch klar ist dass

. alles vergänglich ist, sein eigenes leben, dass seiner nachkommen, die gesamte Menschheit, und selbst der Planet und das sonnensystem auf dem wir leben nicht von Dauer sind.

Warum also Leben, und sich diesen Quatsch antun?

Wo doch alle auf das gleiche Ziel hinarbeiten: Der Tod,

:|
Die frage die sich jeder stellen muss ist ob er dem Grund seiner Schöpfung, mit seiner Lebensart gerecht wird.
Das du das produkt einer schoepfung bist sagt dir die wissenschaft.
Wenn du den Grund deiner Schöpfung jetzt nicht kennst, dann frage deinen Schöpfer sein Wort findest du in seinem Buch.
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