Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon KarlRanseier » Fr 20. Apr 2018, 00:40

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:37)

Man kann natürlich unter Verweis auf Geschichten weiter zusehen, die nächsten 7 Jahre. Womöglich wird sich der Konflikt allerdings ausweiten.

Die Lehre aus Ruanda oder Srebrenica muss eigentlich sein, einen Beitrag zur Krisen- und Konfliktbewältigung zu leisten. Das Erzählen umschweifiger Geschichten allein reicht nicht aus.



Mag sein, aber nicht mit Bomben und Raketen.

Die Bundesregierung scheint das übrigens auch begriffen zu haben, das hätte ich persönlich denen gar nicht zugetraut. Die sind tatsächlich lernfähig!
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon KarlRanseier » Fr 20. Apr 2018, 00:43

Tom Bombadil hat geschrieben:(19 Apr 2018, 22:53)

Ja, eine Welt voller Antiamerikanismus und voller Putinbewunderung ist in der Tat irre.



Kanada, Mexiko und ganz Mittel- und Südamerika haben damit überhaupt nichts zu tun. Die wollen keinen Krieg. Was soll also in dem Zusammenhang "Antiamerikanismus" sein? Sind wir schon so weit gesunken, dass der US-Präsident und sein Militär "Amerika" sind? :?:

Und wenn man gegen einen Angriffskrieg ist, ist man "Putinbewunderer"? :?:
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 20. Apr 2018, 00:46

KarlRanseier hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:36)

Diese Logik erschließt sich mir nicht, denn

1. ist Deutschland überhaupt nicht von "Feinden" umzingelt. Oder meinst Du, dass die Liechtensteiner morgen mit der Eroberung beginnen? Oder die Polen? Vielleicht die Russen?

2. Kein "Verbündeter" wurde angegriffen, insofern besteht auch kein Grund, einen "Verbündeten" zu "verteidigen".

1. Terroristen und Trojaner lassen sich von Grenzen nicht aufhalten, im übrigen ist Europa von Nachbarregionen umgeben. Im 17. Jahrhundert mögen die Dinge etwas anders ausgesehen haben als heute. Zum andern liegt beispielsweise Kiew näher als Lissabon, von Berlin aus.

2. Die Zivilisation ist angegriffen. Aber grundsätzlich meinte ich, wir können uns als starke Macht in der Mitte Europas nicht aus allem heraus halten. Und wir können nicht immer alles anderen überlassen.
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 20. Apr 2018, 00:47

KarlRanseier hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:40)

Mag sein, aber nicht mit Bomben und Raketen.

Die Bundesregierung scheint das übrigens auch begriffen zu haben, das hätte ich persönlich denen gar nicht zugetraut. Die sind tatsächlich lernfähig!

Wenn gutes Zureden nicht hilft, ist es schon eine Option, Verbrechen pro-aktiv zu behindern.
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon KarlRanseier » Fr 20. Apr 2018, 00:49

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:47)

Wenn gutes Zureden nicht hilft, ist es schon eine Option, Verbrechen pro-aktiv zu behindern.



Aber doch nicht mit anderen Verbrechen, die noch viel mehr Menschenleben kosten!
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 20. Apr 2018, 00:54

KarlRanseier hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:43)

Kanada, Mexiko und ganz Mittel- und Südamerika haben damit überhaupt nichts zu tun. Die wollen keinen Krieg. Was soll also in dem Zusammenhang "Antiamerikanismus" sein? Sind wir schon so weit gesunken, dass der US-Präsident und sein Militär "Amerika" sind? :?:
Antiamerikanismus ist ein folkloristischer Reflex, um ahistorisch sein zu können.

Und wenn man gegen einen Angriffskrieg ist, ist man "Putinbewunderer"? :?:

Wenn man Putins Kriege goutiert, wohl schon. Und eine Nothilfe als "Angriff" zu betrachten, zeugt von einer Perspektive, die in letzter Konsequenz zur Aufhebung des Völkerrechts führen muss.
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon KarlRanseier » Fr 20. Apr 2018, 00:56

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:46)

1. Terroristen und Trojaner lassen sich von Grenzen nicht aufhalten, im übrigen ist Europa von Nachbarregionen umgeben. Im 17. Jahrhundert mögen die Dinge etwas anders ausgesehen haben als heute. Zum andern liegt beispielsweise Kiew näher als Lissabon, von Berlin aus.

2. Die Zivilisation ist angegriffen. Aber grundsätzlich meinte ich, wir können uns als starke Macht in der Mitte Europas nicht aus allem heraus halten. Und wir können nicht immer alles anderen überlassen.



1. Trojaner kann man nicht mit Waffen bekämpfen, da braucht man gebildete Leute, auch wenn die Geld kosten. Das ist nun einmal der Preis der "Digitalisierung". Und Terroristen kann man, meiner Meinung nach, nicht mit Waffen besiegen. Im Gegenteil, man hilft denen durch solche Angriffe, weil man ihnen Argumente liefert. Menschen werden bekanntlich nicht als Terroristen geboren.

2. Da bin ich halt anderer Meinung, ich finde nicht, dass Deutschland Weltpolizist bzw. dessen Kampfhund spielen sollte.
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 20. Apr 2018, 00:58

KarlRanseier hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:49)

Aber doch nicht mit anderen Verbrechen, die noch viel mehr Menschenleben kosten!

Ein Verbrechen zu stoppen, wäre kein Verbrechen. Das macht die Polizei öfters, zuweilen auch unter Risiko.

Der aktuelle Schlag war so präzise, dass gar keine Kollateralschäden gemeldet wurden. Wo genau ist jetzt das Problem? Evtl. wird kein Giftgas mehr eingesetzt. In dem Fall wird es auch keine Bilder von verletzten Kindern geben. Aber das ist doch positiv.
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon KarlRanseier » Fr 20. Apr 2018, 00:59

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:54)

Antiamerikanismus ist ein folkloristischer Reflex, um ahistorisch sein zu können.


Wenn man Putins Kriege goutiert, wohl schon. Und eine Nothilfe als "Angriff" zu betrachten, zeugt von einer Perspektive, die in letzter Konsequenz zur Aufhebung des Völkerrechts führen muss.



Die Instanz, die die Einhaltung des Völkerrechts überwacht, ist allerdings die UNO, nicht die USA, die NATO oder andere Kriegsbündnisse.
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon KarlRanseier » Fr 20. Apr 2018, 01:03

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:58)

Ein Verbrechen zu stoppen, wäre kein Verbrechen. Das macht die Polizei öfters, zuweilen auch unter Risiko.

Der aktuelle Schlag war so präzise, dass gar keine Kollateralschäden gemeldet wurden. Wo genau ist jetzt das Problem? Evtl. wird kein Giftgas mehr eingesetzt. In dem Fall wird es auch keine Bilder von verletzten Kindern geben. Aber das ist doch positiv.



Na warten wir mal in Ruhe ab, was da noch kommt...
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 20. Apr 2018, 01:04

KarlRanseier hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:56)

1. Trojaner kann man nicht mit Waffen bekämpfen, da braucht man gebildete Leute, auch wenn die Geld kosten. Das ist nun einmal der Preis der "Digitalisierung". Und Terroristen kann man, meiner Meinung nach, nicht mit Waffen besiegen. Im Gegenteil, man hilft denen durch solche Angriffe, weil man ihnen Argumente liefert. Menschen werden bekanntlich nicht als Terroristen geboren.

2. Da bin ich halt anderer Meinung, ich finde nicht, dass Deutschland Weltpolizist bzw. dessen Kampfhund spielen sollte.

1. Ein Terror-Verein hat eine größere Organisationsfähigkeit, wenn man ihn unbehelligt seine trübseligen Geschäfte verrichten lässt.

2. Die Selbstprivilegisierung zum Wegsehen hat auch Folgen. Ruanda hat gezeigt, zu welch katastrophalen Verbrechen es führen kann, wenn man die Täter einfach ignoriert.
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 20. Apr 2018, 01:10

KarlRanseier hat geschrieben:(20 Apr 2018, 01:59)

Die Instanz, die die Einhaltung des Völkerrechts überwacht, ist allerdings die UNO, nicht die USA, die NATO oder andere Kriegsbündnisse.

Richtig. Die Materie ist ein bißchen komplex, aber versuchen wir´s...

Das humanitäre Völkerrecht ist auch Völkerrecht, wie der Name schon sagt. Und ins Gewohnheitsrecht ist das Prinzip der Schutzverantwortung eingeflossen. Soll praktisch heißen, ein Genozid oder sowas ist derart ungünstig für den Weltfrieden, dass eine dringliche Not besteht. Drittens gibt es dann noch das formale, organisatorische Völkerrecht mit diesem Veto-Recht.

Nun sagen manche, das Veto setzt alles andere außer Kraft. Die Gegenmeinung dazu sagt, das kann nicht sein.
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon Orbiter1 » Fr 20. Apr 2018, 09:17

Die OPCW ist noch immer nicht am Einsatzort in Duma angekommen. Die sollten das Kasperletheater jetzt beenden und wieder nach Hause reisen. Verarschen können die sich selber, da wird nicht unbedingt Russland und Assad benötigt.
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 20. Apr 2018, 11:12

2014 erläuterte der Yale-Professor Snyder die Funktionsweise russischer Propaganda.

Hier ein 10-minütiger Ausschnitt mit deutschen Untertiteln:

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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon relativ » Fr 20. Apr 2018, 11:43

zollagent hat geschrieben:(19 Apr 2018, 13:45)

Mal sehen, ob diese Story nicht in die Reihe "unser Mädchen Lisa" gehört. :D

Mit Sicherheit tun sie das.
Allein schon die ungenaue darstellung wurde gefunden und nach Russland geschickt, wahrscheinlich auch noch im scharfen Zustand, oder wie?
Aussdem dachte ich, die hätten westliches know how schon längst entschlüsselt, wenn sie alles abfangen können dann sollte dies doch so sein, oder?.
Mittlerweile typische innenpolitische Propaganda in Russland.
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon EinePerson » So 22. Apr 2018, 14:36

Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages kommt zu dem Schluss, dass der Angriff von den USA, Frankreich und Großbritannien auf Syrien gegen das Völkerrecht verstoßen hat:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=43623
https://www.welt.de/politik/deutschland/article175655631/US-Angriff-auf-Syrien-Luftschlag-war-laut-Bundestags-Gutachten-voelkerrechtswidrig.html

Der vielfach ausgezeichnete, britische Journalist Robert Fisk berichtet, dass er in Douma war, um sich ein Bild von der Lage und dem angeblichen (ob er wirklich statt gefunden hat weiß ich nicht) Giftgasangriff vor Ort zu machen. Er sprach mit den Anwohnern des Gebietes, wo der Angriff angeblich statt gefunden hat und fand niemanden, der etwas von einem solchen Anschlag weiß. Er traf einen Arzt, der sagte, dass er dabei war, als das bekannte Video von den angeblichen Opfern des Giftgasanschlages gedreht wurde. Nach seiner Aussage litten die in dem Video zu sehenden Menschen nicht an den Folgen von Giftgas, sondern an Hypoxia, verursacht durch den Sand/Staub, der von dem Sturm an diesem Tag in die Luftschutzkeller geblasen wurde, in denen die Menschen Schutz suchten. Unbekannte wären plötzlich hereingestürmt, hätten "Giftgas" geschrien und angefangen mitgebrachte Kinder mit Wasser abzuspritzen und hätten das gefilmt, als sie fertig mit Filmen waren, wären sie so schnell wieder verschwunden wie sie gekommen waren.

https://www.independent.co.uk/voices/syria-chemical-attack-gas-douma-robert-fisk-ghouta-damascus-a8307726.html

Und hier Fisks report ins Deutsche übersetzt:

https://www.rubikon.news/artikel/gewolltes-chaos
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon DarkLightbringer » So 22. Apr 2018, 16:37

Ach so ist das, die armen Kinder haben sich nur mal am Staub verschluckt...

Über Rubikon News:
Einige Beirats-Mitglieder fielen in der Vergangenheit durch eine dezidierte Unterstützung der aktuellen Putin-Regierung in Russland auf. Der Chefredakteur des deutschsprachigen Ablegers RT Deutsch des russischen Staatssenders RT, Ivan Rodionov, war im Dezember 2017 Autor eines Artikels bei Rukikon News.[5]
https://www.psiram.com/de/index.php/Rubikon_News
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon watisdatdenn? » So 22. Apr 2018, 17:03

Hier die Einschätzung der Partei die Partei zu dem Angriff:
https://youtu.be/Sy_BfHXmPx0
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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon DarkLightbringer » So 22. Apr 2018, 17:15

watisdatdenn? hat geschrieben:(22 Apr 2018, 18:03)

Hier die Einschätzung der Partei die Partei zu dem Angriff:
https://youtu.be/Sy_BfHXmPx0

Die deutsch-britische Freundschaft ist unverbrüchlich.
Denke, der gemeinsame Vorbeimarsch am Wachbataillon von 2016 bringt das deutlich zum Ausdruck:

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Re: Westmächte greifen Chemiewaffen-Ziele in Syrien an

Beitragvon EinePerson » So 22. Apr 2018, 18:36

Hallo DarkLightbringer,

die Quelle der verlinkten Information ist Robert Fisk, nicht Rubikon und auch nicht der Beirat von Rubikon. Ich habe einen Link zum Originalartikel geliefert, der hier:

https://www.independent.co.uk/voices/syria-chemical-attack-gas-douma-robert-fisk-ghouta-damascus-a8307726.html

Der Link zu Rubikon ist lediglich eine Übersetzung des englischen Artikels ins Deutsche. Wenn du das ganze als russische Propaganda abtun möchtest, ich habe zumindest den Eindruck darauf zielte dein Beitrag ab, dann bringt es dir wenig Rubikon anzugreifen, dann solltest du uns glaubhaft darlegen, dass Fisk und der Independent russische Propaganda vertreibt.

Die Seite, die du verlinkt hast, auf welcher behauptet wird, dass "Einige Beirats-Mitglieder fielen in der Vergangenheit durch eine dezidierte Unterstützung der aktuellen Putin-Regierung in Russland auf." liefert leider absolut gar keine Hinweise darauf, welche Handlungen diese Beiratsmitglieder durchgeführt haben, um die russische Putin-Regierung zu unterstützen, welche Beiratsmitglieder waren das? Wann und was haben die getan? Das ganze liest sich in dieser Form eher wie "jetzt werfen wir mal blind ein bisschen Dreck in deren Richtung, irgendwas wird schon hängen bleiben". Oder soll es etwa bedeuten, dass alleine dadurch, dass sie einen Artikel von Ivan Rodionov veröffentlicht haben bereits Unterstützer der Putin-Regierung sind? Das wäre ja wirklich eine haarsträubende Behauptung. Würde aber leider zu dem Verhalten passen, dass wir von vielen Politikern und auch Medien gewohnt sind. Alles was Putin oder RT sagen ist Propaganda, alles was ARD, ZDF, Spiegel, Merkel und Co. sagen ist die Wahrheit, wer sich auch nur anschickt die Motive von Putin zu verstehen ist ein "Putin-Versteher" und das ist anrüchig - so einfach kann die Welt sein.

1. Ein Nachrichtenportal sollte in einer Demokratie die Funktion haben nicht nur eine Meinung zu transportieren sondern möglichst viele Meinungen und Positionen. Wenn wir das mit Demokratie wirklich ernst meinen, also dass der Bürger letztendlich die Macht ausübt, dann muss der Bürger auch umfangreich informiert werden und ER SELBST sucht sich dann aus, was er glauben will und wie er sich entscheidet. Das läuft dann aber anders ab als was wir zur Zeit sehen, nämlich eine extrem vorgefilterte Berichtserstattung, in welcher sehr einseitige Berichtserstattungen zu finden sind.

2. Ein Nachrichtenportal muss die veröffentliche Meinung nicht mögen oder teilen, das ist nicht dessen Funktion. Andernfalls landen wir wieder da, dass nicht der Bürger entscheidet, sondern für ihn entschieden wird - er bekommt dann quasi nur das Vor-Entschiedene vorgesetzt und darf noch abnicken.

Dass du die von mir verlinkten Informationen kritisch betrachtest halte ich für völlig angemessen, ich selbst sage ja auch nicht, dass das die reine Wahrheit ist - aber es sind Informationen, denen man kritisch nachgehen sollte. Bist du genau so kritisch wenn es um die Informationen geht, die besagen, dass es einen Giftgasangriff gegeben hat? Was sind denn die Beweise dafür? Du hast ein Video gesehen mit Kindern, die mit Wasser abgespritzt wurden und du hast die Aussage der Weißhelme. Eine Organisation, die ....sagen wir mal mindestens sehr zwielichtig ist, denkst und fragst du bei denen auch kritisch nach, ob die wohl nur die Wahrheit sagen, oder vielleicht doch die Interessen von Al Quaeda vertreten (ihre Medis/Propagandarm sind)? Es gibt ja einige Stimmen, die Zweifel daran haben, dass die Weißhelme sind, was sie vorgeben, die ihnen Verbindungen zu IS und Al Quaeda vorwerfen sowie Manipulation der Rettungsaufnahmen, bzw. das mindestens manche davon gestellt seien.

Der Schweizer Presseclub hatte unter anderem Vanessa Beeley eingeladen, um über dieses Thema zu diskutieren, sie hat hier sehr viele Informationen zusammengetragen, um zu belegen, dass die Weißhelme mit Al Quaeda und co zusammenarbeiten:
http://21stcenturywire.com/2017/11/28/vanessa-beeley-presents-new-white-helmets-expose-to-swiss-press-club-geneva/


Die meisten von uns sind sehr weit weg von dem Geschehen in Syrien - wir haben keinen direkten Zugang zu dem, was dort vor sich geht, um so wichtiger ist es, sich aus vielen UNTERSCHIEDLICHEN Quellen zu bedienen, um mögliche Ungereimtheiten oder ganz einfach ehrliche Fehler in der Berichterstattung finden zu können. So wie "russische Medien" einen tendenziell eher pro-russischen bias haben, so finden man einen ähnlichen "pro-westlichen" bias auch bei "deutschen Medien". D. Gordeeva hat das anhand von "Tagesschau" und "Wremja" zur Erlangung ihrer Masterwürde an der Ludwig-Maximilian Universität München untersucht:

https://f-origin.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/3830/files/2017/12/Masterarbeit-Daria-Gordeeva.pdf


Das schlechteste was man in so einer Situation machen kann ist es die 'Gegenseite' einfach zu verteufeln und für sich festzulegen: Mit denen rede ich erst gar nicht mehr/ deren Medien schaue ich mir nicht mal an. Wenn man den Wahrheitsgehalt von Neuem nur danach beurteilt, wie gut es in das eigene Weltbild passt, dann schafft man sich eine Meinungsblase, aus der man irgendwann nur noch schwer wieder raus findet - selbst wenn man mit den darin enthaltenen Meinungen völlig daneben liegt.

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