Terrorismus und Islam

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Tom Bombadil
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 7. Aug 2017, 19:03

Nathan hat geschrieben:(07 Aug 2017, 18:52)

Die Mädchen haben es satt, ständig in formatfüllender Baumwolle herumlaufen zu müssen und ziehen frech einen Minirock an.

Gibt es dazu empirische Untersuchungen aus islamischen Staaten?

das geschieht unweigerlich.

Woher kommt dann der Trend zum "Islamischen Erwachen? Das hätte doch, würde deine These stimmen, durch den andauernden Kontakt und kulturellen Austausch genau anders herum ablaufen müssen.

Tatsächlich ist die Situation unglaublich unübersichtlich, weil praktisch jeder gegen jeden kämpft...

Das haben Bürgerkriege so an sich, aber danke für den Link.

Einen Vortrag über den Vorteil von Distanzwaffen mus ich dir nicht halten

In Ruanda haben Macheten für einen Völkermord gereicht.

http://www.heute.de/wahlverhalten-von-deutsch-tuerken-referendum-entfacht-integrationsdebatte-46997038.html

Auch hier nochmal danke für den link, aber um die Türken in Deutschland ging es ja gerade nicht, sondern um die Türken in der Türkei. Wer in Deutschland lebt und Erdogan wählt, muss mit den Folgen nicht leben.
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Nathan
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Nathan » Mo 7. Aug 2017, 20:35

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Aug 2017, 20:03)

Gibt es dazu empirische Untersuchungen aus islamischen Staaten?

Keine außer meine. Nur meine persönliche Inaugenscheinnahme sowie diverse Erfahrungsberichte vertrauenswürdiger Freunde. Wirklich, ganz im Ernst: Eine einzige Reise quer durch die Türkei und schon bist du bestens im Bilde... :-)

Woher kommt dann der Trend zum "Islamischen Erwachen? Das hätte doch, würde deine These stimmen, durch den andauernden Kontakt und kulturellen Austausch genau anders herum ablaufen müssen.

Ich kann in der Türkei kein "islamisches Erwachen feststellen. Außer natürlich bei den Islamisten. Ist doch logisch. Die Imame wittern Morgenluft und neue Macht. Daraus wird aber auch unter Erdogan nichts werden. Auch logisch. ER will die Macht und er wird den Teufel tun und diese Macht fragwürdigen himmlischen Mächten überlassen.

In Ruanda haben Macheten für einen Völkermord gereicht.

Ja, stimmt, gruselig. Wenn die Gegenpartei noch schlechter oder gar nicht bewaffnet ist, dann sind Macheten eine überaus gefährliche Waffe. Jeder Einzelkämpfer hat großen Respekt vor Hieb- und Stichwaffen. ich denke aber an die Szene mit dem Crocodile Dundee, als irgend so eine wilde Kung Fu Korpulenz mit Krummsäbel auf ihn einstürmt und er ganz lässig den Revolver zieht... Bäng. Ende der Geschichte.

Auch hier nochmal danke für den link, aber um die Türken in Deutschland ging es ja gerade nicht, sondern um die Türken in der Türkei. Wer in Deutschland lebt und Erdogan wählt, muss mit den Folgen nicht leben.

Ok, ich glaube nicht, dass die Wahlen wirklich seriös abliefen, aber auch unter Betrugsverdacht war das Ergebnis mit knapp über 50% sehr mager. Immerhin mindestens die Hälfte aller Türken lehnt also Erdogan als Kalif definitiv ab, wichtiger noch, die Ablehnung ist bei der Armee noch viel deutlicher und das könnte böse Folgen haben, nicht trotz sondern wegen der vielen Verhaftungen.
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Nomen Nescio » Mo 7. Aug 2017, 21:31

worüber ich staune, ist daß keiner von euch denkt an clintons »it's the economy stupid«.

auf fittiche eines wachsenden wirtschafts kam erdogan. wenn ich gut verstehe, geht es in moment nicht so gut in der türkei.
was wird das bedeuten?
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blues über mich: »du bist ein klassischer Liberaler und das ist auch gut so.«
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 7. Aug 2017, 21:31

Nathan hat geschrieben:(07 Aug 2017, 21:35)

Eine einzige Reise quer durch die Türkei und schon bist du bestens im Bilde...

Die Türkei ist aber nicht DER Repräsentant für sehr religiöse islamische Staaten, noch nicht.

Ich kann in der Türkei...

Es geht nicht rein um die Türkei und mit Verlaub: deine subjektiven Eindrücke sind genauso wenig repräsentativ wie meine. Siehst du heute in Istanbul oder Ankara mehr oder weniger Kopftücher als in den 80er/90er Jahren auf den Straßen? In Kairo sind es mehr, mein subjektiver Eindruck von vor ein paar Jahren.

...und er ganz lässig den Revolver zieht... Bäng. Ende der Geschichte.

In deinem Szenario war aber gerade die Munition ausgegangen. Ist aber auch egal, weder "der Westen" noch Russland noch der Iran oder andere Regionalmächte werden sich aus Syrien oder anderen Konflikten in der Region raushalten.

...die Ablehnung ist bei der Armee noch viel deutlicher und das könnte böse Folgen haben, nicht trotz sondern wegen der vielen Verhaftungen.

Falls der Putschversuch tatsächlich authentisch war, dann hat Erdogan seitens der Armee imho nicht viel zu befürchten, das war einfach nur stümperhaft.
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Nathan » Mo 7. Aug 2017, 21:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(07 Aug 2017, 22:31)

Die Türkei ist aber nicht DER Repräsentant für sehr religiöse islamische Staaten, noch nicht.

nein, ist er nicht und wird er hoffentlich nie werden. Ich will an dem Beispiel nur zeigen, dass es "den islam" nicht gibt. Der Islam ist wie Beton. Es kommt drauf an was man draus macht...


Es geht nicht rein um die Türkei und mit Verlaub: deine subjektiven Eindrücke sind genauso wenig repräsentativ wie meine. Siehst du heute in Istanbul oder Ankara mehr oder weniger Kopftücher als in den 80er/90er Jahren auf den Straßen? In Kairo sind es mehr, mein subjektiver Eindruck von vor ein paar Jahren.

Kairo kenn ich nicht und in den 80ern war ich nicht in der Türkei. Ich sehe aber was ab 2000, besonders ab 2012 in der Türkei los ist. Wenig Kopftücher in den Städten und sogar auf dem Land sind die jungen Frauen kopftuchlos (hoffentlich nicht bald kopflos...). Dafür durchgehend moderne, westliche Kleidung.
In deinem Szenario war aber gerade die Munition ausgegangen. Ist aber auch egal, weder "der Westen" noch Russland noch der Iran oder andere Regionalmächte werden sich aus Syrien oder anderen Konflikten in der Region raushalten.

Das wär natürlich blöd...und ja, leider, da wird sich keiner raushalten, war auch nur eine kurze Vision von mir, ich glaub ich muss mal zum Arzt...


Falls der Putschversuch tatsächlich authentisch war, dann hat Erdogan seitens der Armee imho nicht viel zu befürchten, das war einfach nur stümperhaft.

Authentisch war er wohl, aber sicher auch schon vorher bekannt. Deswegen hatte das nicht funktioniert. Der Aufwand war nämlich durchaus beträchtlich.
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 7. Aug 2017, 22:23

Nathan hat geschrieben:(07 Aug 2017, 22:40)

Ich will an dem Beispiel nur zeigen, dass es "den islam" nicht gibt.

Das ist ja jetzt keine neue Erkenntnis und imho ist das auch ein Teil des Problems, dazu kommt noch die große Bandbreite, wie der Koran ausgelegt werden kann, da ist nunmal für jeden etwas dabei, für den Barmherzigen genauso wie für den Bombenbauer. Wenn der Papst eine Liberalisierung der kath. Kirche durchführt, dann geht das sehr schnell die "Befehlsleiter" runter, im Islam muss jeder der unzähligen Imame von einer Liberalisierung überzeugt sein, ehe das beim Gläubigen ankommt.
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon gödelchen » Fr 18. Aug 2017, 17:06

Langsam wird auch die "Gegenseite" aktiver und problembewusster:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 57757.html

Zur weiteren Erläuterung:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/d ... 17475.html
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Moses » So 3. Sep 2017, 15:30

Der Strang war aber "ordentlich" geschreddert - nun ja, hab mal mit dem groben Besen gesäubert -

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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 24. Nov 2017, 18:14

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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Sa 25. Nov 2017, 06:10

Troh.Klaus hat geschrieben:(24 Nov 2017, 18:14)

Allahu Akbar, mal wieder:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/a ... 80198.html

Sieht eher nach Kopten aus.
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Troh.Klaus » Sa 25. Nov 2017, 11:17

Hm, bisher habe ich keine Infos gefunden, die in diese Richtung deuten würden.
Was weißt Du mehr?
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Platon » So 26. Nov 2017, 13:41

Es war eine Moschee in der ein sufisch geprägter Islam praktiziert wurde. Darum wurde sie angegriffen.
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Tom Bombadil » So 26. Nov 2017, 15:40

Angeblich hatten die Angreifer eine IS-Flagge dabei. Quelle: dpiegel.de
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Troh.Klaus » So 26. Nov 2017, 15:58

sole.survivors "Kopten" sind dann doch nur Nebelkerzen. Wozu?
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Platon » So 26. Nov 2017, 16:16

Klar war das der IS.
Nachdem er dort alle Christen rausgemobbt hat kommen jetzt die Sufis dran.
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Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon Wutbürger » Di 19. Dez 2017, 17:47

Tehemu hat geschrieben:(05 Jun 2017, 09:52)

Ich habe es in der andere Topic geschrieben aber irgendwie werden hier ständig Beiträge geschlossen und man findet nichts mehr xD

Ich finde es traurig das man als Muslim sich für so etwas immer rechtfertigen soll. Was habe ich damit zu tun? Diese Irren, die ganze Ideology hat der Westen doch gezüchtet.

Früher gab es arabische Nationalismus. Nasser, Sadat und das hat der Westen zerstört und die irren Muslim Brüder unterstützt.

In Egypten hat man Mubarak gestürzt. Muslim Brüder massiv unterstützt und den irren Morsi an die Macht gebracht. al-Sisi hat Egypten gerettet. Gegen Willen des Westens. In Libya hat man Gaddafi gestürzt. Und jetzt ist dort DAESH. Afghanistan war immer arm und sehr viel Religion. Aber Taliban wurden von USA gemacht um die Russen zu bekämpfen.

Die Hass Schriften wurden in Kansas gedruckt. DAESH in Iraq und Syrien wird auch vom Westen gemacht. Man erlaubt die Propaganda. Man erlaubt die Gelder.

Ich spreche 4 Sprachen. Ich liebe die Welt zu sehen. Ich liebe Musik und Party. Ich bin nicht sehr stark in der Religion. Ich interessiere mich mehr für Sport, Technologie und Geschichte. Ich will einen guten Abschluss machen.

Ich will nicht rechtfertigen. Ich habe keine Lust das man mich fragt mich von DAESH zu distanzieren. Die Frage alleine ist Beleidigung.

Vielleicht wäre es gut wenn der Westen aufhört sich einzumischen. Niemand will Demokratie. Das ist nicht unsere Kultur und war es nie.

Der Westen muss

1. Aufhören sich in Politik anderer Länder einzumischen
2. Aufhören extreme Religion zu pushen


Das der Westen, und allen voran die USA, Fehler machten (beim Unterstützen) ist unbestritten.
Aber entscchuldige Mal, der Westen pusht doch keine extremen Religionen. Die gedeihen auf dem Nährboden des Islam. Dass die Knallköppe (die ihn predigen) den Islam missbrauchen, ist unwidersprochen. Aber fest steht auch, dass in den letzten Jahren nur der islamische Terror von sich reden machte. Nicht der christliche, nicht der buddhistische.
Heute jährt sich der Anschlag eines tunesischen Terroristen, der nicht dem Christentum anhing und auch nicht dem Buddhismus oder dem jüdischen Glauben...
Spötter/ Zyniker könnten anmerken, dass nicht "alle Araber Terroristen sind- aber alle Terroristen Araber".
Leider zeigt die (kürzere) Vergangenheit, dass der Islam (ob nun missbraucht oder nicht) das Fundament der Gewalt ist, die wir heute, jetzt erleben müssen.
Ich stimme dir in deinem ersten Punkt zu: Aufhören sich in Politik anderer Länder einzumischen aber bitte auch ein rigoroses Durchgreifen bei durch den Isalm hervorgerufenen Gewaltakten!
Nachtrag:
Die vergangenen Tage muss ich mir im Radio und Fernsehen anhören (und sehen), dass der Antisemitismus zurück ist in Deutschland. Der Ruf nach einem Antisemitismus Beauftragten wird laut. Ich vermisse, dass deutlich ausgesprochen wird, von wem dieser Hass gegen die jüdische Gmeinde in Deutschland ausgeht. Von den Muslimen in Deutschland!
Deutschland hat den hardcore Antisemitismus Tür und Tor geöffnet, als die Flüchtlingswelle 2015 anrollte. Mir fehlt die Differenzierung. Nicht die überwiegende Mehrheit der Deutschen hasst die Juden, SONDERN die vorwiegend arabischstämmigen Migranten in diesem Land.
Beschämend.
tabernakel
Beiträge: 521
Registriert: Do 26. Mär 2015, 11:12

Re: Terrorismus und Islam

Beitragvon tabernakel » So 25. Feb 2018, 22:51

Wutbürger hat geschrieben:(19 Dec 2017, 17:47)
Das der Westen, und allen voran die USA, Fehler machten (beim Unterstützen) ist unbestritten. Aber entscchuldige Mal, der Westen pusht doch keine extremen Religionen. Die gedeihen auf dem Nährboden des Islam. Dass die Knallköppe (die ihn predigen) den Islam missbrauchen, ist unwidersprochen. Aber fest steht auch, dass in den letzten Jahren nur der islamische Terror von sich reden machte. Nicht der christliche, nicht der buddhistische.

Ich denke wir sind bei der Betrachtung warum in den letzten Jahren so viel Stress aus muslimischen Staaten kommt noch nicht wirklich zum Bodensatz durchgedrungen. Es geht mitnichten um "die Freiheiten" des Westens, um "Moral", es geht nicht mal wirklich um Glaube. Viel eher geht es um genau EINE kulturell und religiös begründete Freiheit im Mittleren Osten - für Männer! Mein Verdacht ist inzwischen dass wir's letztlich mit Konflikten zu tun haben die am ehesten dem Sezessionskrieg in den USA ähneln, nur dass die Sklaven des mittleren Ostens alle Titten haben.

Das würde erklären warum ausgerechnet Staaten die technologisch nicht wirklich Weltspitze sind aber dafür sehr religiöse Machthaber haben - Iran, Türkei - aktuell so sehr nach politischer Expansion streben: Die sehen sich schlicht ähnlich wie die Südstaatler einer historischen Entwicklung gegenüber die das Fundament ihres Way of Life bedroht. Und sie glauben vielleicht ähnlich wie die Südstaatler zwischen 1840-60 dass nur Expansion und Propaganda diesen Trend aufhalten kann. Und ähnlich wie die Südstaatler bereits 20 Jahre vor dem Sezessionskrieg anfingen aggressiv auf ihre Sklavenhalter-Rechte zu pochen, sich endlos darüber beschwerten dass der Norden entlaufenen Sklaven Asyl bot, und jahrelang vor dem Krieg den ganzen Staat torpedierten weil das alles letztlich "das Vieh verrückt" mache, so reagiert der mittlere Osten darauf dass wir ihnen ihre Frauen verrückt machen - mit "ihre Frauen" im Sinne von Eigentum. Und das westliche Äquivalent zu den Schergen des IS sind dann mitnichten die Nazis, sondern der KKK.

Das erste was der IS politisch entschied waren dann nicht zufällig die Auktionen von gefangenen Frauen. Und es wäre dann auch klar warum es den Palästinensern so wichtig war vor der UN ausgerechnet Israel die Verantwortung für die Unterdrückung der palästinensischen Frauen durch ihre Männer unterzujubeln. Und wenn der Iran "you don't know the power of resistance" proklamiert ist das vielleicht ihre Art drüber zu lachen dass wir bis heute nicht mal verstanden haben worum's eigentlich geht.

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