Entwicklungshilfe in Afghanistan - So geht es schief

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jack000
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Entwicklungshilfe in Afghanistan - So geht es schief

Beitragvon jack000 » Sa 31. Dez 2016, 15:19

Ein Bericht deckt auf was alles schief läuft beim Thema Entwicklungshilfe und Stromversorgung in Kabul:


Vor allem sind da offensichtlich nicht die Afghanen daran schuld, sondern unfähige Verantwortliche Entwicklungshelferorganisationen, sowie (deutsche) Firmen die aus den Geldern nur Profit schlagen wollen und ob da tatsächlich die Energieversorgung verbessert spielt da nur eine untergeordnete Rolle.
Es werden 3-stellige Mio. Summen locker gemacht und heraus kommt, dass es an einfachsten Werkzeugen und Schutzausrüstung fehlt.

=> Was muss getan werden um die Situation zu verbessern?
=> Wie können die (Un-)Verantwortlichen für ihr Versagen zur Verantwortung gezogen werden?
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"
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schokoschendrezki
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Re: Entwicklungshilfe in Afghanistan - So geht es schief

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 16. Jul 2018, 08:29

Dazu aktuell: "Aufbauhilfe in Afghanistan: Deutschland hilft den Falschen". Aus der Reihe "Das Feature" des Deutschlandfunks.
https://www.deutschlandfunk.de/aufbauhilfe-in-afghanistan-deutschland-hilft-den-falschen.1247.de.html?dram:article_id=420453
Eine der realistischsten und gleichzeitig bzw. gerade deshalb pessimistischsten Reportagen, die ich je gehört habe.

Unfassbar lange Zeit und mit unfassbar vielen Milliarden hat der Westen militärisch und entwicklungshilferisch in Afghanistan operiert. Und das Land heute ist im Prinzip eine No-Go-Area. Dort, wo Deutschland ein Aktivitätszentrum hat, in der Region Masar-e Sharif im Norden fördert die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) u.a. den Bau eines Ausbildungszentrums für Pflegeberufe. Und niemand, niemand von dieser GIZ weiß, welche Firma eigentlich mit den Bauarbeiten bauftragt wurde. Und das ist auch nur ein Beispiel von vielen. Der Grund besteht im wesentlichen darin, dass es Lokalfürsten, Clanführer, Warlords sind, die über die Verwendung dieser Gelder entscheiden. In Zusammenarbeit mit Regierungsbeamten. Ein ziemlicher Teil dieser (und anderer) Gelder geht in Investmentbeteiligungen, Immobilien, Immobilienfonds nach Dubai, Katar, in die VAE usw. Den Lieblingsaufenthaltsorten dieser Regionalfürsten. Dort sorgen sie zusammen mit Drogengeldern, den an Steurbehörden vorbeigelenkten Millionen von Fußballstars für die Entstehung von neuen Weltwundern wie der Palmeninsel in Dubai. Und für Beteiligungen an großen westlichen bzw. deutschen Firmen. Gleichzeitig ist bekannt, dass es vor allem reiche Geschäftsleute aus der Golfregion sind, die islamistische Terrorgruppen unterstützen. Es ist doch klar, dass sich in einer Welt der Angstbesetztheit maffiöse Geschäfte besser praktizieren lassen. So düster sieht das Bild der Welt hinter den Kulissen aus. Vergesst die idiotische Argumentation mit dem Islam als "inkompatibler Kultur". Geld, Korruption und Machtgerangel stehen hinter dem, was in der Welt an Konflikten sichtbar ist.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt

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