Krieg in Syrien - Ursache und Auswirkung

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Schnitter
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Re: Krieg in Syrien - Ursache und Auswirkung

Beitragvon Schnitter » Mi 23. Nov 2016, 20:29

Wildermuth hat geschrieben:(23 Nov 2016, 05:43)
Klingt nach einem fremdenfeindlichen vorurteil. Ist das noch linientreu zum putinismus? oder ist für dich alles gut, hauptsache es riecht irgendie braun?


Putin und "Braun" passt doch wie Arsch auf Eimer.....oder warum denkst du dass die rechten Aluhüte bei den Pegidioten Demos Russland Fahnen schwenken ?
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Satori
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Re: Wächst die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland?

Beitragvon Satori » Do 24. Nov 2016, 01:30

firlefanz11 hat geschrieben:(23 Nov 2016, 09:36)

So isses... Das ganze Problem fing mit Afghanistan an... Hätten die Amis bzw. die Weltgemeinschaft, nachdem die Russen vertrieben wurden, sich nicht einfach zurück gezogen sondern beim Aufbau des Landes geholfen, wäre es vermutlich nie zur Ausbreitung des Islamismus in der Region gekommen, und genauso war es später in allen anderen Krisenherden auch.


Der Aufbau des Jihhad-Islamismus begann aber schon während der russischen Besetzung Afghanistans:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mudschahe ... fghanistan



.
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Re: Wächst die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland?

Beitragvon firlefanz11 » Do 24. Nov 2016, 10:30

Texas41 hat geschrieben:(23 Nov 2016, 09:45)

Das bezweifle ich! Es hätte in der Bevölkerung immer Strömungen gegeben, die das Ganze als Verwestlichung oder Christianisierung empfunden hätten und die damit nicht einverstanden gewesen wären. Man kann in diesen mittelalterlich geprägten Regionen einfach keine westlichen Maßstäbe ansetzen und dann meinen, was hier zu großen Teilen funktioniert hat, muß dort auch funktionieren.

Doch kann man. Bildung u. Unterstützung verhindert Anfälligkeit für Extremismus. Hätte man dort ein brauchbares Bildungssystem aufgebaut, und weitere humanitäre Unterstützung geleistet, hätten die Taliban nie so stark Einfluss gewonnen...
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Re: Wächst die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland?

Beitragvon firlefanz11 » Do 24. Nov 2016, 10:33

Satori hat geschrieben:(24 Nov 2016, 01:30)
Der Aufbau des Jihhad-Islamismus begann aber schon während der russischen Besetzung Afghanistans:

Ja, der AUFBAU... Aber er wäre klein gehalten oder gar eliminiert worden wenn man dort ein brauchbares Bildungssystem aufgebaut-, und weitere humanitäre Unterstützung geleistet hätte...
So hätte man dort eine stabile Regierung und sichere Verhältnisse schaffen können.
Menschen die in Sicherheit leben, Bildung zur Verfügung haben, und auch sonst keine Not leiden sind nicht so leich radikalisierbar...
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Re: Wächst die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland?

Beitragvon Satori » Fr 25. Nov 2016, 01:03

firlefanz11 hat geschrieben:(24 Nov 2016, 10:33)

Ja, der AUFBAU... Aber er wäre klein gehalten oder gar eliminiert worden wenn man dort ein brauchbares Bildungssystem aufgebaut-, und weitere humanitäre Unterstützung geleistet hätte...
So hätte man dort eine stabile Regierung und sichere Verhältnisse schaffen können.
Menschen die in Sicherheit leben, Bildung zur Verfügung haben, und auch sonst keine Not leiden sind nicht so leich radikalisierbar...


Genau das war das Programm der kommunistisch demokratischen Volkspartei Afghanistans während der Sowjet-Besatzung.

.
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Re: Krieg in Syrien - Ursache und Auswirkung

Beitragvon firlefanz11 » Fr 25. Nov 2016, 10:08

Satori hat geschrieben:(25 Nov 2016, 01:21)
Wenn die Kultur stark auf der unreformierten Religion basiert, wie in Afghanistan,
dann werden die Landesbewohner keine Ausländer akzeptieren, die ihnen eine schönen neue Welt näher bringen wollen,
ein Fortschritt kann nur langsam gehen und muss von der eigenen "Elite" gutgeheissen werden.

In den Emiraten, wo es so richtig streng islamisch zugeht, funktioniert die Verwestlicheung doch auch...

Syrien hatte ein relativ gutes Bildungssystem, das Land war fortschrittlicher und westlicher als die Golfdiktaturen.

Zweifelsohne. Syrien ist ja auch nur Opfer des IS geworden weil zum Einen das Land durch den Kampf gegen Assad schon geschwächt war, und zum Anderen weil der IS nur durch Machtvakuum in den anderen Krisenherden so richtig groß geworden ist...

Syrien stand genauso wie Libyen auf der Umsturz-Liste der USA nach 20011.

:eek: So lange planen die Amis voraus?! ;)
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Re: Krieg in Syrien - Ursache und Auswirkung

Beitragvon Audi » Fr 25. Nov 2016, 10:30

firlefanz11 hat geschrieben:(25 Nov 2016, 10:08)

In den Emiraten, wo es so richtig streng islamisch zugeht, funktioniert die Verwestlicheung doch auch...


Zweifelsohne. Syrien ist ja auch nur Opfer des IS geworden weil zum Einen das Land durch den Kampf gegen Assad schon geschwächt war, und zum Anderen weil der IS nur durch Machtvakuum in den anderen Krisenherden so richtig groß geworden ist...


:eek: So lange planen die Amis voraus?! ;)

Als ob es dort nur die IS gäbe.... :rolleyes:

Die anderen sind genau so schlimm heißen aber anders
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Re: Krieg in Syrien - Ursache und Auswirkung

Beitragvon Provokateur » Fr 25. Nov 2016, 10:34

Audi hat geschrieben:(25 Nov 2016, 10:30)

Als ob es dort nur die IS gäbe.... :rolleyes:

Die anderen sind genau so schlimm heißen aber anders


Es gab und gibt säkulare Gruppen und es gibt auch noch christliche Milizen z.B. bei den Assyrern, die sowohl gegen den IS als auch gegen Assad sind.
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Re: Krieg in Syrien - Ursache und Auswirkung

Beitragvon firlefanz11 » Fr 25. Nov 2016, 10:50

Audi hat geschrieben:(25 Nov 2016, 10:30)

Als ob es dort nur die IS gäbe.... :rolleyes:

Die anderen sind genau so schlimm heißen aber anders

Das war nur EIN Beispiel. Piss Dir nicht ins Hemdchen... :rolleyes:
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Re: Krieg in Syrien - Ursache und Auswirkung

Beitragvon Audi » Fr 25. Nov 2016, 11:24

firlefanz11 hat geschrieben:(25 Nov 2016, 10:50)

Das war nur EIN Beispiel. Piss Dir nicht ins Hemdchen... :rolleyes:

Ins Hemd wirst du pissen, wenn der Teufel Aleppo 100 % hat.
Peter Scholl hat damals vor der FSA gewarnt, dass es Islamisten seien. Wurde aber überhört und von "Experten" als Schwachsinn abgetan. Es ist überall das eingetreten was PL voraus gesagt hat. Libyen, Syrien...
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Re: Krieg in Syrien - Ursache und Auswirkung

Beitragvon Audi » Fr 25. Nov 2016, 11:33

Provokateur hat geschrieben:(25 Nov 2016, 10:34)

Es gab und gibt säkulare Gruppen und es gibt auch noch christliche Milizen z.B. bei den Assyrern, die sowohl gegen den IS als auch gegen Assad sind.

Wie stark sind die? kämpfen die noch?

Aber angenommen, es käme irgendwann zu freien Wahlen in Syrien, dann würde aufgrund der Mehrheitsverhältnisse der nächste Präsident sicher ein Sunnit sein. Würden die Christen das akzeptieren oder das Land verlassen?
Wie es in Zukunft mit einem anderen Regime sein würde, kann ich nicht sagen. Ich kann nur sagen, dass die Christen als Minderheit Syrien anderen Regimen in der Gegend vorgezogen haben. Sie waren glücklich, dass sie in Ruhe leben und arbeiten konnten. Ich weiß das auch von christlichen Geschäftsleuten aus Syrien, die jetzt in Jordanien leben, dass sie sehr gut mit Assad, mit diesem Regime gelebt und zusammengearbeitet haben.

Wünschen Sie sich die Jahre unter Assad vor 2011 zurück? Obwohl er als brutaler Diktator gilt?
Wenn Sie unsere Leute in Syrien fragen, dann sicher. Das sagen die Christen dort und auch meine Brüder Bischöfe. Sie waren zufrieden mit dem Regime. Sie konnten unbehelligt leben und arbeiten. Dieses Regime war hart gegen islamische Fanatiker. Dieses Regime hat nie einen Schuss gegen Israel abgegeben, obwohl der syrische Golan von Israel besetzt ist. Sicher war Assad kein heiliger Mann. Aber wir haben ihn vielen anderen arabischen Führern vorgezogen. Und wenn man von Menschenrechten spricht, dann gab es schlimmere Situationen. Außerdem haben wir die Lektionen aus dem Irak-Krieg von 2003 und dem Libyen-Krieg nicht gelernt. Wenn man einen Mann absetzt, wer soll ihm nachfolgen? Wir haben mehr Angst vor dem danach als vor dem davor

Nun hat sich seit dem Herbst auch Russland in Syrien eingeschaltet. Viele sagen, Russland gehe es bei seiner Militärintervention nur um seine eigenen Interessen und nicht den Kampf gegen den IS.
Jeder hat seine Interessen. Russland hat seinen letzten Militärstützpunkt in Syrien. Außerdem folgt der ganze Nahe Osten sonst den USA. Alle, außer eben Syrien. Aber Russland war die realistischste Macht von allen. Russland bekämpft diese dschihadistischen Gruppen. Niemand hier kann verstehen, warum die Supermacht Amerika so viel Zeit braucht, um Daesch und andere Gruppen zu bekämpfen. Sie konnten Saddam Hussein im Irak in kurzer Zeit besiegen. Sie könnten diese Leute noch viel schneller erledigen.

Aber sind Sie nicht zu hart mit dem Westen? Es sind doch vor allem regionale Mächte wie Saudi-Arabien und der Iran, die sich in Syrien einen blutigen Stellvertreterkrieg liefern.
Ja. Natürlich haben sie ihre Verantwortung. Wir wissen, dass viele Waffen, die nach Syrien geliefert wurden, von Saudi-Arabien bezahlt wurden. Sie tragen eine große Verantwortung. Ich frage deshalb Frankreich und die USA: Wen ihr euch so um die Menschenrechte kümmert, warum habt ihr damit in Syrien anfangen wollen? Warum habt ihr damit nicht in Saudi-Arabien begonnen? Syrien war ein Land mit Kultur, Bildung und einer guten Wirtschaft. Viele meiner jordanischen Landsleute beispielsweise sind dorthin in die Ferien gefahren. Ich habe nie gehört, dass irgendjemand nach Saudi-Arabien in die Ferien gefahren wäre. Wenn es euch also um Menschenrechte geht, fangt da an.

http://www.die-tagespost.de/bdquo-Unter ... GwodA6IC8w

Syrische Christen unterstützen die Regierung Assad, da diese Christen und Minderheiten tolerieren würde. Putins Militärintervention gegen den IS wird als große Rettungsaktion gesehen. Bei westlichen Christen rufen derlei Aussagen große Verwirrung hervor.

Jean-Clément Jeanbart, im Schweizer Fernsehen. „Die russische Militärintervention gibt den Christen Syriens neue Hoffnung“, erklärte der Geistliche bei einem Besuch in Genf. „Wladimir Putin hilft der Sache der Christen, er hilft ihnen heraus aus einer unentwirrbaren Situation.“ Durch Moskau bekomme der Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) endlich absolute Priorität.

Trotzdem lebt der 72-Jährige weiterhin in seiner Geburtsstadt, die heute zwischen Rebellen und Regierungstruppen aufgeteilt ist. „Hier ist mein Platz“, sagt der Kleriker, der mit seinen Ansichten zu Assad unter den Kirchenführern Syriens und Libanons keineswegs alleine steht

http://www.fr-online.de/syrien/christen ... 97540.html



Die Verfolgung der Christen durch Gruppen wie die Muslimbrüder bestärkte ihre Unterstützung für die syrische Regierung der Baath-Partei, unter der die Christen weder religiös verfolgt noch gesellschaftlich diskriminiert werden. Aus diesem Grund betrachten viele syrische Christen die Assad-Regierung als ein Bollwerk gegen radikale islamistische Strömungen

https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_in_Syrien

Es dürfte genug Sunniten geben die auch für Assad sind anstatt für Steinzeit Islam.
Für viele dürfte Assad doch besser sein als Nusra, IS, die ganzen anderen Banden
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Re: Krieg in Syrien - Ursache und Auswirkung

Beitragvon firlefanz11 » Mo 28. Nov 2016, 09:37

Audi hat geschrieben:(25 Nov 2016, 11:24)
Ins Hemd wirst du pissen, wenn der Teufel Aleppo 100 % hat.

Ich meinte Du sollst Dir nicht gleich ins Hemdchen machen nur weil ich lediglich den IS angeführt habe. Dass es da noch ganz andere Gruppen gibt weiss jeder, der sich auch nur Ansatzweise für die Regionen dort interessiert... :rolleyes:

Peter Scholl hat damals vor der FSA gewarnt, dass es Islamisten seien. Wurde aber überhört und von "Experten" als Schwachsinn abgetan. Es ist überall das eingetreten was PL voraus gesagt hat. Libyen, Syrien...

Selbstverständlich ist es das... Umso dämlicher ist es, dass nicht nur selbsternannte Experten seine Voraussagen nicht ernst genommen haben sondern auch unsere linksgedrehten Gutmeinenden behaupten er würde Rechtspopulismus betreiben wenn er sagt wir sollten bei den Flüchtis drauf achten wer da so alles rein kommt. Und auch DA hat er wieder vollkommen Recht behalten...
Cassandra war nur dazu verdammt, dass ihr niemand ihre Voraussagen glaubt weil die griechischen Götter es so wollten. PSLs Voraussagen glauben manche schlicht aus Ignoranz u. Dummheit nicht...

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