Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

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Polibu
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Polibu » Mi 11. Apr 2018, 19:03

DarkLightbringer hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:01)

Dann könnten sie doch auch den Westen in ihrem Bemühen verstehen, dem Terrorismus das Wasser abzugraben und sich zurück ziehen.

Im Jemen sind ebenfalls die Iraner vertreten. Und natürlich hat das eine strategische Bedeutung. Deshalb verstehen sich Israelis, Saudis, Jordanier, Libanesen und weitere.


Nein, ich kann es nicht verstehen, wenn zigtausende tote Zivilisten in Kauf genommen werden. Du kannst das bestimmt verstehen, aber ich bin halt nicht so abgebrüht. Mir sind lebendige Zivilisten lieber.

Wer im Jemen vertreten ist spielt keine Rolle. Fakt ist, dass die Saudis mit deutschen und amerikanischen Waffen Zivilisten abschlachten.
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Kritikaster » Mi 11. Apr 2018, 19:03

Polibu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:00)

Ich rechtfertige gar nichts. Ich habe hier lediglich mehr als deutlich aufgezeigt wie es deutlich weniger Opfer gegeben hätte.

Jo, wäre Adam bei Lilith geblieben und hätte die Eva nicht vom Baum der Erkenntnis genascht ... :rolleyes:
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Julian » Mi 11. Apr 2018, 19:04

Ich verstehe die Haltung zu Assad, die der Westen generell und auch viele hier im Forum einnehmen, nicht so ganz.

Ich denke, die meisten, mich inbegriffen, sind sich einig, dass Assad nicht demokratisch gewählt ist, und dass das von ihm und vorher von seinem Vater angeführte Regime repressiv ist und beispielsweise nicht davor zurückschreckt, Menschen zu foltern oder anderweitig massive Gewalt einsetzt, unter der die Zivilbevölkerung leidet. Meinungsfreiheit, Pluralismus, demokratische Teilhabe, all dies wird man unter solch einem Regime nur sehr wenig bis gar nicht finden. Und sicher sind außenpolitisch gesehen auch die Allianz mit dem islamistischen Mullah-Regime, der negative Einfluss auf den Libanon und die unversöhnliche Haltung Israel gegenüber als Minuspunkte zu werden.

Dennoch wird hier meiner Meinung nach mit zweierlei Maß gemessen. Wie steht es denn um Meinungsfreiheit, Pluralismus, und demokratische Teilhabe in Saudi Arabien? Wie um seine Außenpolitk, beispielsweise im Jemen oder auch in Syrien? Ist es so viel verwerflicher, ob sich ein Politiker mit einem Vertreter des Assad-Regimes oder des saudischen Regimes ablichten lässt? Ich finde nicht, und ehrlich gesagt, ist Saudi Arabien in vielen Belangen noch übler als Syrien unter Assad.

Weiterhin stellt sich die Frage, wer denn alternativ Syrien regieren soll. Dazu bitte ich doch, die Berichte über die sogenannten Rebellen in Ost-Ghouta wahrzunehmen, Berichte, die inzwischen auch in der als seriös geltenden Mainstream-Presse erscheinen. Die Wahrheit ist: Es handelt sich bei den Rebellen um Islamisten, deren Ziel es ist, ein islamistisches Regime zu errichten, und die von Terror zur Erreichung ihrer Ziele Gebrauch machen. Es mag sein, dass ganz am Anfang des Konfliktes eine bürgerliche Opposition eine größere Rolle gespielt hat; nun aber sind Islamisten am Drücker, die von Saudi Arabien und der Türkei, aber leider offenbar auch vom Westen unterstützt werden.

Was soll denn passieren, wenn Assad weg ist, außer weiterer Bürgerkrieg, Kampf von Rebellengruppen untereinander, islamistische Anschläge, Chaos allenthalben? Vielleicht noch Mord und Vertreibung an den ungläubigen Schiiten, Christen, Jesiden etc. durch die Sunniten? War das Beispiel Irak nicht lehrreich genug?

Und zum Einsatz von Chemiewaffen ist zu sagen, dass es durchaus möglich ist, dass das Assad-Regime diese eingesetzt hat. Ebenso ist es aber möglich, dass es andere interessierte Kreise waren, die diese eingesetzt haben, beispielsweise die Rebellen selbst. Auffallend ist, dass nun, da die Rebellen stark zurückgedrängt werden, es zum Einsatz solcher Waffen kommt, obwohl Assad das doch gar nicht nötig hätte. Die Rebellen hätten es aber nötig, wenn sie einen Angriff des Westens provozieren wollen.

Ich bin alt genug, die Angelegenheit von 2002/2003 im Irak mitverfolgt zu haben - und wie sehr der Westen bereit war entweder zu lügen oder Falschinformationen aufzusitzen. Für einen Kriegseinsatz wünsche ich mir bedeutend mehr Evidenz, vor allem, wenn dabei eine Eskalation mit weiteren Mächten, etwa Russland, möglich ist.

Und selbst wenn der Krieg in Syrien mit harten Bandagen gekämpft wird - warum sollte das den Westen, vor allem Deutschland interessieren? Manche Kriege müssen ausgefochten werden, damit danach Ruhe ist. Dass ein kleines Land wie Deutschland "Fluchtursachen" wirksam bekämpfen könnte, halte ich für eine Mär; man sieht das ja sehr gut in Afghanistan, wo der versammelte Westen in Jahrzehnten nichts Wesentliches erreicht hat.

Man kann die Leute nicht zu ihrem Glück zwingen; eine Entwicklung, die westliche Länder über viele Jahrhunderte, ja, Jahrtausende vollzogen haben, können nicht in wenigen Jahren oder Jahrzehnten einfach aufgezwungen oder kopiert werden. Und was muslimische Bevölkerungen tun, wenn man sie frei wählen lässt, dürfte klar sein, dafür reicht ein Blick nach Ägypten oder in die Türkei.
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Bleibtreu » Mi 11. Apr 2018, 19:07

Polibu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:00)

Ich rechtfertige gar nichts. Ich habe hier lediglich mehr als deutlich aufgezeigt wie es deutlich weniger Opfer gegeben hätte. Das ignorierst du natürlich. Ohne Unterstützung der Terroristen hätte Assad gar keinen Krieg führen müssen, aber die causalen Zusammenhänge blendest du auch aus.

Und mit der AfD hat das rein gar nichts zu tun.

Du bist es doch, der immer die Haelfte ausblendet! :D

Assad fuehrt Krieg GEGEN SEIN EIGENES VOLK, weil es sich wegen seiner Verbrechen zu Recht gegen ihn erhoben hat. Eine zutiefst demokratische Tat, die dir aus der FDGO bekannt sein sollte, wenn du ein demokratisches GrundGefuehl dein eigen nennst ==> Stichwort wehrhafte Demokratie! Und ein weiteres Mal unterschlaegst du die schiitischen TerrorKroeten des Iran und Russland. Haetten die sich nicht eingemischt und damit noch mehr TerrorKroeten ins Land gelockt, waere der Kaese laengst gegessen und Volkes Wille haette gesiegt. :p
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Polibu » Mi 11. Apr 2018, 19:10

Bleibtreu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:07)

Du bist es doch, der immer die Haelfte ausblendet! :D

Assad fuehrt Krieg GEGEN SEIN EIGENES VOLK, weil es sich wegen seiner Verbrechen zu Recht gegen ihn erhoben hat. Eine zutiefst demokratische Tat, die dir aus der FDGO bekannt sein sollte, wenn du ein demokratisches GrundGefuehl dein eigen nennst ==> Stichwort wehrhafte Demokratie! Und ein weiteres Mal unterschlaegst du die sunnitischen TerrorKroeten des Iran und Russland. Haetten die sich nicht eingemischt und damit noch mehr TerrorKroeten ins Land gelockt, waere der Kaese laengst gegessen und Volkes Wille haette gesiegt. :p


Klar der IS und Al Nusra sind des Volkes Wille. Das kann nicht dein Ernst sein.
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Audi » Mi 11. Apr 2018, 19:12

Bleibtreu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:07)

Du bist es doch, der immer die Haelfte ausblendet! :D

Assad fuehrt Krieg GEGEN SEIN EIGENES VOLK, weil es sich wegen seiner Verbrechen zu Recht gegen ihn erhoben hat. Eine zutiefst demokratische Tat, die dir aus der FDGO bekannt sein sollte, wenn du ein demokratisches GrundGefuehl dein eigen nennst ==> Stichwort wehrhafte Demokratie! Und ein weiteres Mal unterschlaegst du die schiitischen TerrorKroeten des Iran und Russland. Haetten die sich nicht eingemischt und damit noch mehr TerrorKroeten ins Land gelockt, waere der Kaese laengst gegessen und Volkes Wille haette gesiegt. :p

Ja, deswegen fliehen die meisten zu Assad wenn es möglich ist :D Man will ja gerne unter den Islamisten leben, vor allem Damaskus usw . Wo bleiben Berichte über Aleppo? Kein Interesse?
Zuletzt geändert von Audi am Mi 11. Apr 2018, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Bleibtreu » Mi 11. Apr 2018, 19:13

Polibu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:10)

Klar der IS und Al Nusra sind des Volkes Wille. Das kann nicht dein Ernst sein.

Ist es auch nicht, das ist deine boeswillige Verleumdung und Verdrehung dessen, was ich schrieb!
So unfaehig Texte richtig zu lesen kannst du doch nicht sein :x
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Excellero » Mi 11. Apr 2018, 19:13

Alana4 hat geschrieben:(11 Apr 2018, 18:58)

Nur mal kurz eingeworfen: diesen Krieg beginnen würde aber schon die USA !! (ggf. mit den Natoverbündeten) Dann noch davon zu reden, dass die erwartbare Reaktion Russlands darauf der "Angriff" ist, ist schon ziemlich dummdreist.


So wollen sies hindrehn, und die "Qualitäts- und Freiheitspresse" wird wie immer mitmachen.
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Audi » Mi 11. Apr 2018, 19:13

Julian hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:04)

Ich verstehe die Haltung zu Assad, die der Westen generell und auch viele hier im Forum einnehmen, nicht so ganz.

Ich denke, die meisten, mich inbegriffen, sind sich einig, dass Assad nicht demokratisch gewählt ist, und dass das von ihm und vorher von seinem Vater angeführte Regime repressiv ist und beispielsweise nicht davor zurückschreckt, Menschen zu foltern oder anderweitig massive Gewalt einsetzt, unter der die Zivilbevölkerung leidet. Meinungsfreiheit, Pluralismus, demokratische Teilhabe, all dies wird man unter solch einem Regime nur sehr wenig bis gar nicht finden. Und sicher sind außenpolitisch gesehen auch die Allianz mit dem islamistischen Mullah-Regime, der negative Einfluss auf den Libanon und die unversöhnliche Haltung Israel gegenüber als Minuspunkte zu werden.

Dennoch wird hier meiner Meinung nach mit zweierlei Maß gemessen. Wie steht es denn um Meinungsfreiheit, Pluralismus, und demokratische Teilhabe in Saudi Arabien? Wie um seine Außenpolitk, beispielsweise im Jemen oder auch in Syrien? Ist es so viel verwerflicher, ob sich ein Politiker mit einem Vertreter des Assad-Regimes oder des saudischen Regimes ablichten lässt? Ich finde nicht, und ehrlich gesagt, ist Saudi Arabien in vielen Belangen noch übler als Syrien unter Assad.

Weiterhin stellt sich die Frage, wer denn alternativ Syrien regieren soll. Dazu bitte ich doch, die Berichte über die sogenannten Rebellen in Ost-Ghouta wahrzunehmen, Berichte, die inzwischen auch in der als seriös geltenden Mainstream-Presse erscheinen. Die Wahrheit ist: Es handelt sich bei den Rebellen um Islamisten, deren Ziel es ist, ein islamistisches Regime zu errichten, und die von Terror zur Erreichung ihrer Ziele Gebrauch machen. Es mag sein, dass ganz am Anfang des Konfliktes eine bürgerliche Opposition eine größere Rolle gespielt hat; nun aber sind Islamisten am Drücker, die von Saudi Arabien und der Türkei, aber leider offenbar auch vom Westen unterstützt werden.

Was soll denn passieren, wenn Assad weg ist, außer weiterer Bürgerkrieg, Kampf von Rebellengruppen untereinander, islamistische Anschläge, Chaos allenthalben? Vielleicht noch Mord und Vertreibung an den ungläubigen Schiiten, Christen, Jesiden etc. durch die Sunniten? War das Beispiel Irak nicht lehrreich genug?

Und zum Einsatz von Chemiewaffen ist zu sagen, dass es durchaus möglich ist, dass das Assad-Regime diese eingesetzt hat. Ebenso ist es aber möglich, dass es andere interessierte Kreise waren, die diese eingesetzt haben, beispielsweise die Rebellen selbst. Auffallend ist, dass nun, da die Rebellen stark zurückgedrängt werden, es zum Einsatz solcher Waffen kommt, obwohl Assad das doch gar nicht nötig hätte. Die Rebellen hätten es aber nötig, wenn sie einen Angriff des Westens provozieren wollen.

Ich bin alt genug, die Angelegenheit von 2002/2003 im Irak mitverfolgt zu haben - und wie sehr der Westen bereit war entweder zu lügen oder Falschinformationen aufzusitzen. Für einen Kriegseinsatz wünsche ich mir bedeutend mehr Evidenz, vor allem, wenn dabei eine Eskalation mit weiteren Mächten, etwa Russland, möglich ist.

Und selbst wenn der Krieg in Syrien mit harten Bandagen gekämpft wird - warum sollte das den Westen, vor allem Deutschland interessieren? Manche Kriege müssen ausgefochten werden, damit danach Ruhe ist. Dass ein kleines Land wie Deutschland "Fluchtursachen" wirksam bekämpfen könnte, halte ich für eine Mär; man sieht das ja sehr gut in Afghanistan, wo der versammelte Westen in Jahrzehnten nichts Wesentliches erreicht hat.

Man kann die Leute nicht zu ihrem Glück zwingen; eine Entwicklung, die westliche Länder über viele Jahrhunderte, ja, Jahrtausende vollzogen haben, können nicht in wenigen Jahren oder Jahrzehnten einfach aufgezwungen oder kopiert werden. Und was muslimische Bevölkerungen tun, wenn man sie frei wählen lässt, dürfte klar sein, dafür reicht ein Blick nach Ägypten oder in die Türkei.

Amen :thumbup:
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Polibu » Mi 11. Apr 2018, 19:14

Bleibtreu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:13)

Ist es auch nicht, das ist deine boeswillige Verleumdung und Verdrehung dessen, was ich schrieb!
So unfaehig Texte richtig zu lesen kannst du doch nicht sein :x


Du raffst es nicht. Hätte Russland nicht eingegriffen, dann hätten der IS und Al Nusra die Oberhand gewonnen. Nicht das Volk hätte gesiegt, sondern die Terroristen.
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Alexyessin » Mi 11. Apr 2018, 19:14

Interessant, auf diesen Beitrag an Audi, bzw. auf diese Frage
Alexyessin hat geschrieben:(11 Apr 2018, 16:25)

Aha, und wann ?


kommt

CaptainJack hat geschrieben:(11 Apr 2018, 16:36)


Jedenfalls wäre es für Assad die unlogischste Aktion ever gewesen. Alle Augen sind/waren da auf Assad gerichtet.


Welch Wunder - CaptianJack Geschwurbel. Warum, wenn du dich schon einmischt, beantwortest du die Frage nicht?

CaptainJack hat geschrieben:(11 Apr 2018, 16:36)
Der Irakkrieg begann übrigens auch mit Fake News.


Wenn du den letzten Golfkrieg meinst, da gebe ich dir Recht. Aber ich habe mit der Beseitigung von Saddam wirklich keine moralischen Bedenken.
Die Gaukelei davor hätte es nicht gebraucht, aber im Gegensatz zu den jetzigen Sachen in Syrien haben das damals auch nicht wirklich viele Menschen geglaubt. Sogar die Friedensbewegung hatte in dieser Zeit wieder Zulauf.

CaptainJack hat geschrieben:(11 Apr 2018, 16:36)
Wie viele andere Kriege auch.


VIele in der Größenordnung in Bezug auf was? Viel auf alle Kriege der Menschheit? Oder welchen Parameter setzt du da an?

CaptainJack hat geschrieben:(11 Apr 2018, 16:36)
So war das nicht. Die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung stand hinter Assad. Der Bürgerkrieg begann, weil arab. Frühlinge unterstützt wurden. Alle waren für die entspr. Bevölkerung letztlich Horror. Allen ging es danach viel schlechter .... auch anderen Ländern, insbes. Deutschland.


Ich weiß, es ist sinnlos, aber hast du denn eine seriöse Quelle für die Behauptung das die weit überwiegende Mehrheit Wo bewegen wir uns da 70% oder mehr ) hinter Assad und seinem Regime stand? Ich müsste jetzt wirklich in meinem Keller gehen, aber ich glaube mich zu erinnern, das PSL geschrieben hat, das sich Assads Macht, vom Vater vererbt, auf die Säulen Alewiten stützt, die gerade die Polizei, Geheimdienste und Militär dominieren, der Hisbollah um die Abhängigkeit des Libanon zu gewährleisten sowie der Verbündeten Status mit der Russischen Föderation. Weißt du eigentlich welchem Regime du hier zur Seite springst? Entführungen durch die Geheimpolizei, Folter und Mord in den staatlichen Gefängnissen war im vorrevolutionären Syrien nicht gerade selten.

Es ist ja nicht so, das ich mich über jegliche Eskalation in dieser Ecke freue. An sich war ich ja froh, das der IS niedergeschlagen wurde, aber dann flackert der ganze Mist wieder hoch. Aber so hingehen wie du, der hier was von weiter überwiegender Mehrheit herbeiphantasiert, soweit geht mein Verständnis für Frieden nicht. Die strategische Lage Syriens für Russland ist zu wichtig, als das es dort einen Wechsel geben könnte. Und in diesem Windschatten schwimmt natürlich der Iran mit, keine Frage. Ich sehe zwar die Dinge dort nicht so falkenhaft wie gewissen andere User, aber die Tatsache ist nicht von der Hand zu weisen.
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 11. Apr 2018, 19:21

Alana4 hat geschrieben:(11 Apr 2018, 18:58)

Nur mal kurz eingeworfen: diesen Krieg beginnen würde aber schon die USA !! (ggf. mit den Natoverbündeten) Dann noch davon zu reden, dass die erwartbare Reaktion Russlands darauf der "Angriff" ist, ist schon ziemlich dummdreist.


Ich glaube, in Ihrer "neutralen" bzw. etwas bauchbasierten Analyse "dummdreist" liegen Sie in mehrfacher Hinsicht daneben. Soll man Ihnen weiterhelfen oder erkennen Sie den Knoten in Ihrer "Logik" selbst?
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Audi » Mi 11. Apr 2018, 19:21

Vor allem geilen sich der Westen am IS auf. Die 100 anderen Gruppen haben die selbe Ideologie. Wird Zeit, dass Islamisten vernichtet werden und nicht noch Hilfe vom Westen ala Giftgas Märchen. In Ghouta waren Ilsamisten am Werk und die wurden geschlagen und schupps Chemie angriff nach dem Macron gewarnt hatte. Kommt mir so bekannt vor
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Kritikaster » Mi 11. Apr 2018, 19:27

Audi hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:21)

Vor allem geilen sich der Westen am IS auf.

Nicht wirklich.

Aufgeilen an menschenverachtendem Vorgehen zur Sicherung von Macht und Unrechtssystem ist eher Sache der Assadisten und Putinisten - na ja, das weißt Du ja selbst. :D
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Bleibtreu » Mi 11. Apr 2018, 19:29

Polibu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:14)

Du raffst es nicht. Hätte Russland nicht eingegriffen, dann hätten der IS und Al Nusra die Oberhand gewonnen. Nicht das Volk hätte gesiegt, sondern die Terroristen.

Was raffst du immer noch nicht daran, dass weder DAESH, alNusraFront, noch Assad mit Putin und dem Iran/Hetzboellern eine akzeptable Option sind? :cool:
Allesamt Menschen verachtende TerrorKroeten!
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Audi » Mi 11. Apr 2018, 19:31

Kritikaster hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:27)

Nicht wirklich.

Aufgeilen an menschenverachtendem Vorgehen zur Sicherung von Macht und Unrechtssystem ist eher Sache der Assadisten und Putinisten - na ja, das weißt Du ja selbst. :D

Dennoch ist der IS bis auf Damaskus vorgerückt. Palmyra im arsch... erst seit Russlands eintritt hat sich die Lage geändert, da kann man reden was man will.

Russland greift alle anderen an aber nicht den IS. Wie gut kann ich mich erinnern. Nur hat man vergessen zu erzählen wer die anderen sind :D In Ghouta erzählt man es dem Leser ab und zu. Bravo Russland und danke für Palmyra und Damaskus. Wäre schlimm wenn die Städte Islamisten rulen würden
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Audi » Mi 11. Apr 2018, 19:32

Bleibtreu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:29)

Was raffst du immer noch nicht daran, dass weder DAESH, alNusraFront, noch Assad mit Putin und dem Iran/Hetzboellern eine akzeptable Option sind? :cool:
Allesamt Menschen verachtende TerrorKroeten!

und 99 % der Opposition die bewaffnet ist, ISLAMISTEN. Auch in Ghouta
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon Polibu » Mi 11. Apr 2018, 19:32

Bleibtreu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:29)

Was raffst du immer noch nicht daran, dass weder DAESH, alNusraFront, noch Assad mit Putin und dem Iran/Hetzboellern eine akzeptable Option sind? :cool:
Allesamt Menschen verachtende TerrorKroeten!


Das ändert doch nichts daran, dass diese Terrorkröten unterstützt wurden und auf dem Vormarsch waren. Ohne Russlands Eingriff hätten sie vermutlich auch gesiegt und das wäre ganz und gar nicht im Sinne des Volkes gewesen.
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 11. Apr 2018, 19:41

Polibu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:00)

Ich rechtfertige gar nichts. Ich habe hier lediglich mehr als deutlich aufgezeigt wie es deutlich weniger Opfer gegeben hätte. Das ignorierst du natürlich. Ohne Unterstützung der Terroristen hätte Assad gar keinen Krieg führen müssen, aber die causalen Zusammenhänge blendest du auch aus.

Und mit der AfD hat das rein gar nichts zu tun.

Einspruch !

Wieso hat das nichts mit der AfD zu tun ? Diese Partei gilt als Sprachrohr des Assad-Regimes und sie arbeitet mit dem Großmufti Hassun zusammen.
>>We’ll always have Paris<<
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Re: Entwicklung der Bürgerkriege in Syrien/Irak

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 11. Apr 2018, 19:45

Polibu hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:14)

Du raffst es nicht. Hätte Russland nicht eingegriffen, dann hätten der IS und Al Nusra die Oberhand gewonnen. Nicht das Volk hätte gesiegt, sondern die Terroristen.

Die Terroristen sind an der Macht. Das Volk könnte siegen, wenn die Terroristen gehen.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]

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