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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: Fr 14. Sep 2018, 13:19
von zollagent
Audi hat geschrieben:(14 Sep 2018, 13:46)

Nein weil man gesehen hat wie die tsk vorgeht in Nord Syrien

tsk? :?:

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: Fr 14. Sep 2018, 14:16
von Audi
türkischen Streitkräfte

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: Fr 14. Sep 2018, 15:03
von zollagent
Audi hat geschrieben:(14 Sep 2018, 15:16)

türkischen Streitkräfte

O.K. Dann solltest du auch genauer erklären, "wie sie vorgehen, die tsk". Und was zu bemängeln wäre.

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: Fr 14. Sep 2018, 15:05
von Audi
zollagent hat geschrieben:(14 Sep 2018, 16:03)

O.K. Dann solltest du auch genauer erklären, "wie sie vorgehen, die tsk". Und was zu bemängeln wäre.

Schlechte Taktik wo man schon einige Panzer verloren hat und sogar aus dem Panzer geflogen ist, sogar Islamisten haben intakte Panzer erbeuten können.

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: Fr 14. Sep 2018, 15:24
von zollagent
Audi hat geschrieben:(14 Sep 2018, 16:05)

Schlechte Taktik wo man schon einige Panzer verloren hat und sogar aus dem Panzer geflogen ist, sogar Islamisten haben intakte Panzer erbeuten können.

Das kann vorkommen. Auch die Türken sind keine Überflieger. Was ich von den Syrern auch nicht annehme.

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: So 16. Sep 2018, 09:40
von King Kong 2006
Fake News und Lügenpresse at full speed? Auch dank der Kultivierung des US-Präsidenten Donald T.

Ein US-Senator befürchtet, daß der brit. MI6 ein chemischen Angriff in Syrien faken könnte.

US senator claims Britain's MI6 is planning a fake chemical weapons attack on Syria

Mr Black said Britain’s MI6 intelligence service was planning a chemical weapons attack on the Syrian people, which it would then blame on Mr Assad.

“Around four weeks ago, we knew that British intelligence was working towards a chemical attack in order to blame the Syrian government, to hold Syria responsible,” Mr Black said on Al Mayadeen, an Arab news channel based in Beirut.

https://www.independent.co.uk/news/worl ... 29681.html


Britische undercover Operationen haben in der Region eine gewisse Tradition.

2005 wurden britische Agenten in "arabischer Kleidung" bei einer Straßenkontrolle auffällig. Sie hatten im Kofferraum Munition/Sprengmittel, in der Zeit wurden Besatzungstruppen regelmäßig mit Sprengfallen bekämpft oder Bomben in Menschenmengen, vornehmlich bei Schiiten gezündet. Sie eröffneten sofort das Feuer auf die irakische Polizei und töteten einen Beamten. Die SAS-Agenten konnten allerdings verhaftet und in ein Gefängnis verbracht werden. Die brit. Besatzungsmacht zögerte nicht, da das Thema arabisch verkleidete Spione, militärische Ausrüstung im Auto alles im Kontext der Ereignisse blöd aussah und man nicht abwarten wollte, ob die Agenten dazu etwas sagen würden. Britische Besatzungstruppen stürmten das Gefängnis mit Kampfpanzern, die gleich durch die Wände fuhren. Dabei gab es wieder Tote und über 100 Gefangene/Kriminelle flohen gleich mit. Solche Vorgehen sorg(t)en nicht gerade für Vertrauen.

British tanks storm Basra jail to free undercover soldiers

In a day of dramatic incidents in the heart of the British-controlled area of Iraq, the two undercover soldiers - almost certainly special forces - were held by Iraqi security forces after clashes that reportedly left two people dead and threatened to escalate into a diplomatic incident between London and Baghdad.

The soldiers, who were said to have been wearing Arab headdress, were accused of firing at Iraqi police when stopped at a road block.

https://www.theguardian.com/world/2005/ ... q.military


British “Undercover Soldiers” Caught driving Booby Trapped Car

"They refused to say what their mission was."

A report of Al Jazeera TV, which preceeded the raid on the prison, suggests that the British undercover soldiers were driving a booby trapped car loaded with ammunition. The Al Jazeera report (see below) also suggests that the riots directed against British military presence were motivated because the British undercover soldiers were planning to explode the booby trapped car in the centre of Basra

https://www.globalresearch.ca/british-u ... ed-car/972


Zum Thema Fakeoperationen bzw. "undercover". ;)

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: So 16. Sep 2018, 10:16
von Audi
King Kong 2006 hat geschrieben:(16 Sep 2018, 10:40)

Fake News und Lügenpresse at full speed? Auch dank der Kultivierung des US-Präsidenten Donald T.

Ein US-Senator befürchtet, daß der brit. MI6 ein chemischen Angriff in Syrien faken könnte.



Britische undercover Operationen haben in der Region eine gewisse Tradition.

2005 wurden britische Agenten in "arabischer Kleidung" bei einer Straßenkontrolle auffällig. Sie hatten im Kofferraum Munition/Sprengmittel, in der Zeit wurden Besatzungstruppen regelmäßig mit Sprengfallen bekämpft oder Bomben in Menschenmengen, vornehmlich bei Schiiten gezündet. Sie eröffneten sofort das Feuer auf die irakische Polizei und töteten einen Beamten. Die SAS-Agenten konnten allerdings verhaftet und in ein Gefängnis verbracht werden. Die brit. Besatzungsmacht zögerte nicht, da das Thema arabisch verkleidete Spione, militärische Ausrüstung im Auto alles im Kontext der Ereignisse blöd aussah und man nicht abwarten wollte, ob die Agenten dazu etwas sagen würden. Britische Besatzungstruppen stürmten das Gefängnis mit Kampfpanzern, die gleich durch die Wände fuhren. Dabei gab es wieder Tote und über 100 Gefangene/Kriminelle flohen gleich mit. Solche Vorgehen sorg(t)en nicht gerade für Vertrauen.





Zum Thema Fakeoperationen bzw. "undercover". ;)

Ich dachte schon die Briten und co hätten die Wahrheit für sich gepachtet. Aber die Geschichten sind bekannt

War diesmal und letztes Mal zu auffällig das Theater mit dem Chlor.

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: Do 20. Sep 2018, 08:44
von King Kong 2006
Wie wird sich die Rolle Putins in Syrien entwickeln?

Nach dem Abschuß eines russischen Aufklärers durch die syrische Luftabwehr und einer Rolle der israelischen Luftwaffe, die nicht weiter von Israel kommentiert wird, stellt sich zunehmend die Frage, ob man sich den Pelz waschen kann, also beim russischen Bären, ohne sich naß zu machen.

Die Position Russlands in Syrien ist primär politisch zu sehen. Die Entscheidungen finden auf dem Boden statt. Nicht in der Luft. Das sah man dramatisch, als der IS z.B. die Basis T4 bei Palmyra einfach überrannte, als Bodentruppen abgezogen wurden. Die russische Luftwaffe konnte das nicht verhindern. Als Teheran Boden-Kampfeinheiten zurückbeorderte konnte die Basis wieder gesichert werden.

An entire Russian helicopter unit based in Syria was wiped out in an Islamic State attack, satellite images appear to suggest.

https://www.theguardian.com/world/2016/ ... ack-report


Islamic State militants capture Palmyra despite heavy Russian strikes

https://www.reuters.com/article/us-mide ... SKBN13Z073


Der Abschuß eines russischen Flugzeuges wirft die Frage wieder auf.

The loss of a Russian plane in Syria reveals how Putin is strangely powerless to protect his own troops

Russia's ally Syria shot down one of its planes on Tuesday, and it exposes how Russian President Vladimir Putin is strangely powerless to protect his own people or do much more than enforce the status quo.

Russia has suffered a number of humiliating defeats in Syria while its economy has entered a downward spiral.

Putin portrays himself as powerful, but he has failed to protect Russians time and time again.

https://www.businessinsider.de/russian- ... ?r=US&IR=T


Russland hat bei seinem Engagement natürlich im Sinn ein Gegengewicht zu den Entwicklungen in der Ukraine zu haben. Dadurch höheres politisches Gewicht zu erlangen. Daraus einen Gewinn zu erzielen. Aber einige Entwicklungen in Syrien lassen Putin nicht gut aussehen. Russland soll das S-400 Abwehrsystem nicht einschalten. Weil dann vielleicht Reaktionen stattfinden, die die Situation weiter eskalieren. Andererseits zeigen solche Entwicklungen wie zuletzt beim Flugzeugabschuß die Grenzen auf. Putin will oder kann sich nicht mehr engagieren als auf einem gewissen Niveau.

Neben der Ukraine/Syrien war sicher auch Putins Ansinnen ein wichtiger Broker zwischen Israel und dem Iran zu sein. Etwas, was kein anderes Land in der Form kann. Wenn man aber auf mehreren Hochzeiten tanzt, dann kann das stressig werden.

Muß er jetzt Zeichen setzen? Wenn Putin etwas über die Lufthoheit in Syrien bestimmten will, dann ist er auch "verantwortlich" für den Luftraum. Und seine Verletzungen. Wenn er sich da nicht durchsetzen kann, das wird offenbar, wie bei dem letzten Abschuß, dann sieht das nicht gut aus.

IS ISRAEL’S ERA OF FREELY OPERATING IN SYRIA OVER?

While Israel will very likely continue to strike targets deemed an “intolerable risk” to the Jewish state, Israeli pilots will have to remember the warning Russian Defense Minister Sergei Shoigu told his Israeli counterpart Avigdor Liberman: “Such actions will not be left unanswered.”

https://www.jpost.com/Israel-News/Is-Is ... ver-567554

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: Do 20. Sep 2018, 09:01
von zollagent
Das Problem dabei ist für Putin, daß Israel eine andere Nummer ist als die Schwachköpfe vom IS.

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: So 23. Sep 2018, 19:10
von King Kong 2006
In Moskau sind sich Politiker und Militärs nicht einig, wie es nach dem Abschuß des russischen Flugzeugs weitergehen soll.

Syrischer Abschuss eines russischen Flugzeugs

Russlands Militär erneuert Vorwürfe gegen Israel

Den Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeugs vor Syrien nannte Wladimir Putin ein "Unglück". Das russische Militär widerspricht seinem Präsidenten - und gibt Israel die Schuld an 15 toten Soldaten.


Der Abschuss eines russischen Aufklärungsflugzeugs über Syrien entwickelt sich für Russlands Präsident Wladimir Putin zum Dilemma: Erneut hat das russische Militär der israelischen Luftwaffe die Schuld am Abschuss vor der syrischen Küste gegeben. Das Verhalten der israelischen Piloten sei "unprofessionell oder kriminell fahrlässig" gewesen, sagte der Armeesprecher Igor Konaschenkow in Moskau.


Jetzt erklingen andere Töne: Der Vorsitzende des Außenausschusses im russischen Parlament, Leonid Sluzki, forderte, politische Kontakte zu Israel sollten ausgesetzt werden. Sein Abgeordnetenkollege Juri Schwytkin verlangte, der Luftraum solle für israelische Flugzeuge geschlossen werden.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 29613.html


Für die einen sicherlich eine gute Entwicklung von Politiker und Militärs mit Putin nicht derselben Meinung sind (gerade in Syrien sind russische Militärs und Hardliner wohl eher unzufrieden mit Putins Verhalten), das könnte sich aber durch eine harte Haltung in der Außenpolitik ausdrücken.

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: So 23. Sep 2018, 19:18
von Audi
King Kong 2006 hat geschrieben:(23 Sep 2018, 20:10)

In Moskau sind sich Politiker und Militärs nicht einig, wie es nach dem Abschuß des russischen Flugzeugs weitergehen soll.







Für die einen sicherlich eine gute Entwicklung von Politiker und Militärs mit Putin nicht derselben Meinung sind (gerade in Syrien sind russische Militärs und Hardliner wohl eher unzufrieden mit Putins Verhalten), das könnte sich aber durch eine harte Haltung in der Außenpolitik ausdrücken.

Dann braucht Moskau abr mehr basen um Israel Paroli bieten zu können. Mehr moderne Abfangjäger, mehr Luftabwehr usw. Putin ist nicht blöd, er weiß was es kostet. Für die Militärs wäre es ein teurer Spielplatz

Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Verfasst: So 23. Sep 2018, 22:35
von King Kong 2006
Audi hat geschrieben:(23 Sep 2018, 20:18)

Dann braucht Moskau abr mehr basen um Israel Paroli bieten zu können. Mehr moderne Abfangjäger, mehr Luftabwehr usw. Putin ist nicht blöd, er weiß was es kostet. Für die Militärs wäre es ein teurer Spielplatz


Ich glaube, es ist vielmehr eine politische Frage. Das muß nicht mehr kosten. Es soll ja kein Krieg gegen Israel geführt werden. Nur ernsthaft gedroht und notfalls gehandelt werden. Das ist ganz offensichtlich nicht der Fall.

Russland will letztendlich keine Konfrontation mit Israel. Man bräuchte nur Abwehrsysteme wie das S-400 mal anzuschalten. Lt. JPost ist dies nicht der Fall. Natürlich kann man israelische Kampfflugzeuge abschiessen. Sogar die syrische Luftabwehr schaffte dies im Februar. Ich bin mir sicher, daß die russische Abwehr bzw. Luftwaffe das auch kann. Bzw. damit ernsthaft zu drohen. Das reicht ja. Nur sie machen es nicht.

Dieser Konflikt bricht jetzt offener in Moskau aus. Militärische Hardware ist vor Ort. Schiffe, U-Boote, Flugzeuge, Luftabwehr als Droh- und Abwehrpotential. Das macht Putin aber nicht. Sein Ziel ist in Falle Syriens eher damit wieder international eine Rolle zu spielen. Und im Kontext der Ukraine arbeiten zu können. Die russischen Militärs und einige Parlamentarier fühlen sich dadurch allerdings vorgeführt. Das gilt nicht nur für die Israelis. Bei den Kämpfen bei Khasham Februar 2018 tötete die US-Airforce "hunderte" pro Assad-Kämpfer bei dem Versuch auf weitere Gebiete vorzustossen, die man unter Kontrolle der YPG/PKK/PJAK belassen hatte. Dabei ist eine nicht weiter geklärte Anzahl von "russischen Berufssöldnern" (Wagner-Gruppe), mutmaßlich (Ex-)Militärs getötet worden. Von der US-Airforce. Angeblich bis zu 200. Es war von Rache aus russischen Kreisen zu hören. Putin blieb realpolitisch. Ruhig. Jetzt Israel.

Unofficial Russian sources version

Shortly after the strikes, various Russian unofficial sources began to publicize information that a number of Russian "volunteers" (PMCs) had been killed in the strikes,[2][41] with some posts on Russian social media making claims of over 200 Russian PMCs being killed, although the veracity of this information was questioned[42] and could not be confirmed.[43] A Russian paramilitary chief, a known critic of the company that hired the contractors, also claimed 218 PMCs were killed and that the families were still waiting for their remains.[44] Additionally, a Russian military doctor, a leader of a PMC-linked paramilitary Cossack organization and a source with ties to Wagner claimed 80–100 PMCs were killed and 200 wounded.[45]

Contrary to the claims of hundreds of deaths among the PMCs, a Russian investigative group, the Conflict Intelligence Team (CIT), confirmed 10 contractor deaths[46] and estimated a total of between 20 and 30 had died.[47] A Russian journalist also believed between 20 and 25 PMCs died in the strikes.[42] On 17 February,[48] a Wagner leader, Andrey Troshev, was quoted as saying 14 ″volunteers″ died in the battle.[28] Three other Wagner commanders also stated the claim of 200 dead was an exaggeration and that 15 PMCs were killed at the most.[49]

A Russian newspaper, citing Russian military and contractor sources, reported pro-government forces were attempting to capture the Conoco (locally called Al Tabiyeh) gas field from the SDF.[50][51]

https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Khasham


Russian mercenaries reportedly want revenge after getting whooped by US forces in Syria

https://www.businessinsider.de/russia-m ... ?r=US&IR=T


Putin versucht den Ball flach zu halten. "Shit happens". Das summiert sich aber. Abgeschossene Flugzeuge, getötete Russen. Von den USA, im Kontext Israels und durch die Türkei, der Putin jetzt auch noch bei Idlib entgegengekommen ist. Darauf nicht zu reagieren kann auch als ein Zeichen von Schwäche gelten. Putin hat sicher Prioritäten. Dazu gehört kein Krieg, nicht weil er Pazifist ist, die russische Armee kämpft ja in Syrien, aber gegen die USA, Israel und die Türkei ist das schon etwas anderes. Es geht vielmehr um die Ukraine und Handlungsspielräume. Nur muß er jetzt schauen, daß man ihm in Moskau nicht am Stuhl sägt. Schwäche zeigen kann sich gerade ein Putin nicht erlauben. Ein Dilemma.