Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 4. Jun 2018, 07:24

Der Irak und Iran kommen wirtschaftlich in Sachen oil-swapping überein. Durchaus üblich. Das Öl kommt von Kirkuk.

Iraq and Iran swap Kirkuk oil in strategic boost for Tehran

https://www.reuters.com/article/us-oil- ... SKCN1IZ0QA
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 13. Jun 2018, 10:43

Der Gewinner der irakischen Wahl, Sadr, wendet sich dem irakischen Politiker Hadi al-Amiri zu. Zusammen will man die neue Regierung bilden.

Shi'ite Leaders In Iraq Form Unexpected, Pro-Iran Political Alliance

Powerful Shi'ite cleric Muqtada al-Sadr has announced an unexpected political alliance with pro-Iranian militia chief Hadi al-Amiri in a bid to lead Iraq over the next four years.

The two blocs won first and second place in the country's May 12 parliamentary election. By forming a coalition with Amiri on June 12, Sadr moves a step closer to forming a coalition with enough seats to hold a majority in the 329-seat parliament.

The two Shi'ite figures said they would keep the door open for other winning blocs to join them in forming a new government.

https://www.rferl.org/a/shiite-leader-i ... 87791.html


Iraq's al-Sadr joins forces with Iran-backed coalition

http://www.tampabay.com/iraqs-al-sadr-j ... 2b92e36689
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 13. Jun 2018, 15:27

NATO-Mitglied Türkei führt Operationen im Nordirak aus. Informiert sind Bagdad, die USA und der Iran.

Turkey in contact with Iran over military op on PKK by Iran-Iraq border: FM Çavuşoğlu

“We are in contact with Iran,” Çavuşoğlu told private broadcaster Habertürk.

“PKK is a threat to them as well. Kandil is very close to the Iranian border ... We will improve cooperation with Iran.”

Turkish forces begin striking Kandil, Sinjar


‘Turkey in contact with US, Baghdad over operation’

In a recent interview, Çavuşoğlu also said Turkey was in talks with the United States, the central Iraqi government in Baghdad, and the Kurdistan Regional Government (KRG) in Arbil for a four-way coordination to finally put an end to the presence of the PKK in northern Iraq.

http://www.hurriyetdailynews.com/turkey ... glu-133214
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon Kardux » Mi 13. Jun 2018, 20:43

King Kong 2006 hat geschrieben:(13 Jun 2018, 16:27)

NATO-Mitglied Türkei führt Operationen im Nordirak aus. Informiert sind Bagdad, die USA und der Iran.


Erdogan kann Wahlen. Das hat er schon oft bewiesen. Seine derzeitigen Militäroperationen in Südkurdistan sind nichts weiter als Aktionismus. Dieser genügt anscheinend um die Mehrheit der Türken von weitaus wichtigeren Dingen (ihrer Wirtschaft) abzulenken. Er wollte auf genau dieser militaristisch-faschistischen Welle weiterreiten (die ja in Efrîn begonnen hatte) und verschob die Wahlen ja auch deshalb vor.

Eines ist aber klar, die PKK wird nicht militärisch besiegt - egal was die Türkei noch vor hat. Das Kurdenproblem kann nur politisch gelöst werden. Die Türkei muss seinen Kolonialismus aufgeben - dies ist die einzig nachhaltige Lösung.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon Kardux » Mi 13. Jun 2018, 20:48

King Kong 2006 hat geschrieben:(13 Jun 2018, 11:43)

Der Gewinner der irakischen Wahl, Sadr, wendet sich dem irakischen Politiker Hadi al-Amiri zu. Zusammen will man die neue Regierung bilden.


Darüberhinaus wollen die beiden korrupten kurdischen Parteien (die mitunter für den Fall von Kerkûk verantwortlich sind) sich an genau dieser Koalition beteiligen. Der Iran scheint derzeit am längeren Hebel zu sitzen. Das wird der Iran auch immer, solange die USA noch immer an einen geeinten Irak glauben.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 13. Jun 2018, 20:59

Kardux hat geschrieben:(13 Jun 2018, 21:43)

Erdogan kann Wahlen. Das hat er schon oft bewiesen. Seine derzeitigen Militäroperationen in Südkurdistan sind nichts weiter als Aktionismus. Dieser genügt anscheinend um die Mehrheit der Türken von weitaus wichtigeren Dingen (ihrer Wirtschaft) abzulenken. Er wollte auf genau dieser militaristisch-faschistischen Welle weiterreiten (die ja in Efrîn begonnen hatte) und verschob die Wahlen ja auch deshalb vor.

Eines ist aber klar, die PKK wird nicht militärisch besiegt - egal was die Türkei noch vor hat. Das Kurdenproblem kann nur politisch gelöst werden. Die Türkei muss seinen Kolonialismus aufgeben - dies ist die einzig nachhaltige Lösung.


Ich glaube auch nicht, daß die PKK/YPG/PJAK militärisch besiegt werden können.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 15. Jun 2018, 00:03

Assad hebt die Beziehungen zu Russland und Iran hervor. Es gäbe keine iranische Basen (entsprechen praktisch syrischer militärischer Infrastruktur), wäre aber dem nicht abgeneigt bei Anfrage.

Assad says he's open to establishing Iranian bases in Syria


Regarding reports about differences within the coalition of Syria, Iran and Russia, Assad first said that relations between Iran and Syria have been stable for 40 years. He added that Syria has had relations of varying degrees with Russia for seven decades. On the issue of differences, Assad said it is natural to have differences on “daily tactical” issues, but these differences are resolved through negotiations between the sides involved.


However, he indicated that what is meant by "advisers" is that there are no Iranian units fighting in Syria— meaning no battalions, brigades or divisions.

When asked why Russia has military bases in Syria but Iran does not, Assad said Iran has not requested a military base — but that if there was a need, he added, it would definitely be possible. He suggested the need for Russian military bases is due to the air support Russia is offering.

Read more: http://www.al-monitor.com/pulse/origina ... z5IRWov1o1


Late last year it was reported that Syrian army forces, backed by Iranian-backed militias, were pushing deeper into the last rebel-held enclave near a strategic border area with Israel.

http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/247431


US could close Syria base in exchange for Iran’s withdrawal from border: report


Die Problematik "iranischer Basen" ist praktisch, daß die syrischen Militäreinrichtungen - lt. diversen Berichte, auch vor dem syrischen Bürgerkrieg - praktisch auch bei Bedarf vom Iran genutzt werden. Somit ist die Forderung nach "Schliessung" der iranischen Basen praktisch die Schliessung syrischer Militäreinrichtungen...

However, much of the Iranian infrastructure is constructed upon Syrian bases and Israel has also frequently struck Syrian air defense during attacks on Tehran’s posts

https://www.i24news.tv/en/news/internat ... der-report


Auf den Iran will Assad logischerweise bei den Gegnern wie dem IS, Al-Qaida/Nusra, FSA, YPG/PKK/PJAK uvm. nicht verzichten. Oder auf Russland. Sonst wäre der IS nicht nur in Rakka, sondern auch in Damaskus gelandet. Teile von Damaskus wurden ja von ähnlichen Milizen bis vor kurzem noch gehalten.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 18. Jun 2018, 16:02

Gehts jetzt ans Eingemachte? Verfassung am Horizont.

Russian, Iranian, Turkish officials to discuss Syrian Constitutional Committee

High representatives of the countries acting as guarantors of ceasefire in Syria - Russia, Iran and Turkey - meet in Geneva on Monday to discuss the setting up of the Syrian Constitutional Committee with the special envoy of the UN Secretary General for Syria, Staffan de Mistura, TASS reports.

https://en.trend.az/world/russia/2918429.html
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Do 28. Jun 2018, 20:07

Das Weiße Haus betont, daß die Oppositionsgruppen bei der Rückeroberung der syrischen Armee keine Unterstützung erwarten dürfen.

US tells Syria rebels 'not to expect help against expected army assault' on provinces of Daraa and Sweida

A copy of a message sent by Washington to heads of Free Syrian Army (FSA) groups, which was seen by Reuters, said the US government wanted to make clear that "you should not base your decisions on the assumption or expectation of a military intervention by us".

https://www.telegraph.co.uk/news/2018/0 ... cted-army/


Gipfel von Trump und Putin

Auf eigene Gefahr

Das geplante Treffen mit Wladimir Putin soll für US-Präsident Trump der nächste PR-Erfolg werden. Doch was springt noch für die Amerikaner dabei heraus? Und welche Zugeständnisse machen sie den Russen?

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 15664.html


Das Regime von Machthaber Assad attackiert gemeinsam mit Russland Rebellen in Südsyrien. Nächstes Ziel: Daraa. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht. Die Uno warnt vor der größten Schlacht seit Kriegsbeginn.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 15456.html


Trump wird kaum coole Fotos mit Putin aufs Spiel setzen? Für "Rebellen"?
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 30. Jun 2018, 19:23

Von Trump alleine gelassen haben die Oppositionsgruppen für Russland eine Anwort:

‘No surrender,’ say Syrian rebels as talks with Russia collapse

http://www.arabnews.com/node/1330806/middle-east


Widerstand:

The jihadist rebels in northern Syria have vowed to start a new battle against the Syrian Army in retaliation for the latter’s Daraa offensive.

https://www.almasdarnews.com/article/ji ... operation/
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 11. Jul 2018, 19:09

US-Basis in Syrien vakant?

Wir hier bereits berichtet versucht Washington noch politischen Gewinn dadurch zu erreichen, daß man den Abzug der US-Boys mit einem Abzug "iranischer Truppen" aus dem syrischen Südwesten verknüpft. Da aber iranische Truppen schwer zu lokalisieren sind ist das eher unwahrscheinlich. Vielleicht müssen die USA einfach so abziehen?

FATE OF U.S. SYRIAN BASE IN QUESTION

Former US ambassador to Syria Robert Ford wrote at the Middle East Institute this week that in Washington, policymakers in the administration plan to retain the Tanf base until Iran withdraws its fighters from Syria.

“Russian foreign ministry officials keep saying that their [Iran’s] presence is reasonable, and Syria and Iran will not trade Tanf for withdrawal of Iranian forces.”

Assad has claimed Iran doesn’t have troops in Syria, so the regime is unlikely to agree to any sort of deal about Iran’s withdrawal. The Russians, meanwhile, will insist the US leave

https://www.jpost.com/Middle-East/Fate- ... ion-562180


Derweil geht die Rückeroberung im Südwesten Syriens weiter.

Syria war: Government attacks IS enclave in south-west

https://www.bbc.com/news/world-middle-east-44795525


Die Hizbollah media unit berichtet über die Fortschritte.

With critical help from Russia and Iran, Assad has recovered control of most of Syria from rebels seeking to topple him and Islamic State jihadists, though the north and a chunk of the east remain outside his grasp.

A military media unit run by Iran-backed Hezbollah, which fights alongside Damascus, said the rebel town of Tafas in west Deraa province agreed on Wednesday to a "reconciliation" with the state.

https://www.devdiscourse.com/Article/55 ... -is-pocket
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » So 29. Jul 2018, 09:17

Die USA (Trump) und die Abkehr von der massiven Präsenz in Nahost.

Trump versucht sich selbst als Dealmaker zu präsentieren. So sieht er sich gerne, so wollen es seine kernigen Wähler. Faktisch ist die USA unter seiner Ägide weiter auf dem Rückzug. Praktisch sieht man das daran, daß er jetzt alle (irgendwie bis auf Putin, Netanjahu und den saudischen Prinzen) als gefährliche Gegner sieht. Von Europa, über China, völlig egal. Das sind keine Handlungen der Macht, sondern Rückzugsgefechte.

Bush Junior mit seinem hervorragenden Beraterstab mit Neocons durchsetzt hat den Motor der USA bereits mit Afghanistan und Irak überdreht und vor die Wand gefahren. Obama betrieb Schadensbegrenzung. Trump macht faktisch noch weniger. Vermutlich hat Obama wesentlich mehr Menschen ("Terroristen" und Hochzeitsgesellschaften) töten lassen als Trump trotz Großmäuligkeit je hinbekommen wird. Fakt ist, Trump macht noch weniger, legt aber genau dies Obama als schwäche aus. Naja, sein ehemaliger Anwalt hält Trump eh für einen pathologischen Lügner.

The Syrian war is a lost cause that America can't win — here's what the US should do now

The civil war in Syria has virtually ended — this month, Syrian regime forces hoisted their flag in victory above the town of Daraa, where uprising began in 2011.

Bashar al-Assad, president of Syria, has prevailed with the help of Russia, Iran, and Hezbollah.

Now that the Syrian conflict has been decided, it's worth thinking about the purpose and place of the United States in the new Middle East.


Many of the analysts and policymakers who preferred that the United States stay out or minimize its role in Syria came to that position honestly. They looked at the 2003 invasion of Iraq and decried how it destabilized the region, empowered Iran, damaged relations with Washington's allies, and fueled extremist violence, undermining the US position in the region. It seems lost on the same group that US inaction in Syria did the same: contributed to regional instability, empowered Iran, spoiled relations with regional friends, and boosted transnational terrorist groups. The decision to stay away may have nonetheless been good politics, but it came at a noticeable cost to Washington's position in the Middle East.


Syria is now the centerpiece and pivot of Russia's strategy to reassert itself as a global power, and its renewed influence in the Middle East stretches from Damascus eastward through the Kurdistan Regional Government to Iran and from the Syrian capital south to Egypt before arcing west to Libya.

Israel, Turkey, and the Gulf States still look to Washington for leadership but have also begun seeking help securing their interests at the Kremlin. The Israeli prime minister has become a fixture at Putin's side; the Turkish president and his Russian counterpart are, along with Iran's leaders, partners in Syria; King Salman made the first ever visit by a Saudi monarch to Moscow in October 2017; and the Emiratis believe the Russians should be "at the table" for discussions of regional importance. The era when the United States determined the rules of the game in the Middle East and maintained a regional order that made it relatively easier and less expensive to exercise US power lasted 25 years. It is now over.


Ist die Präsenz der USA immer noch vonnöten? Öl, Israel usw.? Mag sein, daß diese Gründe schwinden, aber neue könnten interessant sein, wenn auch kein Ersatz.

Finally, the situation in Syria reveals the profound ambivalence of Americans toward the Middle East and the declining importance of what US officials have long considered Washington's interests there: oil, Israel, and US dominance of the area to ensure the other two. Americans wonder why US military bases dot the Persian Gulf if the United States is poised to become the world's largest producer of oil. After two inconclusive wars in 17 years, no one can offer Americans a compelling reason why the Assad regime is their problem. Israel remains popular, but over 70 years it has proved that it can handle itself.


Perhaps now that the Assad-Putin-Khamenei side of the Syrian conflict has won, there will be an opportunity for Americans to debate what is important in the Middle East and why.


There is a compelling argument to be made that American interests demand an active US role in the region; there is an equally compelling argument that US goals can be secured without the wars, social engineering projects, peace processes, and sit-downs in Geneva. In between is what US policy in the Middle East looks like now: ambivalence and inertia. Under these circumstances, Syria, Russia, and Iran will continue to win.

https://www.businessinsider.de/what-us- ... ?r=UK&IR=T


Staaten wie Russland und Iran haben trotz wesentlich schlechterer ökonomischer Ausgangslage einen Vorteil im Spiel (zugleich auch Fluch) mit den USA in der Region, sie sind bereits dort ansässig. Den USA kostet es viel Diplomatie, Geld und Ressourcen um dort sich entsprechend Abbilden zu könnnen, intervenieren zu können. Die USA zeigen bereits mit der Inaktivität der letzten Jahren dort, das es sich so verhält. Iran und Russland sind praktisch dort Anwohner. Man muß nicht anreisen oder Miete bezahlen. Das birgt natürlich auch Gefahren, anders als die Bequemlichkeit eines großen Teichs zwischen sich und dem Bolzplatz auf dem man gerne herumschreit und kämpft, aber die Präsenz kostet Kraft. Und Trump ist kein Typ der es einsieht dort zu kämpfen wo er nicht als klarer Sieger hervorgeht. Das kann seine Persönlichkeit nicht ab und seine Wähler auch nicht.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 1. Aug 2018, 22:39

Angebliche Übereinkunft von Israel und Iran mit dem Mediator Russland. Militärpersonal aus dem Iran soll nicht näher als 85 km an die Grenze zu Israel. In Syrien.

RUSSIAN ENVOY: ISRAEL AGREES TO REMOVAL OF IRANIAN TROOPS 85KM FROM GOLAN

Last month, Israel refused a Russian offer to keep Iranian troops in Syria 100 km. from Israel’s border, with officials stating that Israel wanted Iranian troops to fully withdraw from Syria, something Russia warned would be unrealistic.

https://www.jpost.com/Middle-East/Russi ... lan-563909


So ärgerlich für die USA, die Präsenz Russlands in Syrien, hilfreich für Israel.
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Re: Geopolitik - Interventionen/Präventionen im Sykes-Picot Raum

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 11. Aug 2018, 15:35

Jetzt wirds ernst. Syrische und russische Einheiten bereiten sich offenbar vor die letzte Bastion der Rebellen zu erobern.

Russische Armee und syrische Regierungstruppen haben mit ihrer Offensive gegen das letzte große von Rebellen kontrollierte Gebiet in Syrien begonnen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 22732.html


Die Türkei hat Beobachtungsposten in dieser Region errichtet und gilt als Schutzmacht der Rebellen. Wenn sich allerdings Damaskus und Moskau aufmachen jetzt loszumarschieren, kann man davon ausgehen, das sie das nicht tun würden, wenn Ankara sich dagegen stemmen sollte. Offenbar sind die Würfel gefallen.

Offenbar steht man mit der UN in Kontakt, es geht darum die Sache nicht zu sehr auf Kosten der Zivilisten auszutragen. Moskau, Teheran und Ankara sprechen sich ab.

Russia and Iran keen to avoid bloodbath in Syria's Idlib - U.N.

Russia, Iran and Turkey told a meeting of the Syria humanitarian taskforce on Thursday that they would do their utmost to avoid a battle that would threaten millions of civilians in rebel-held Idlib, U.N. humanitarian adviser Jan Egeland said.

https://uk.reuters.com/article/uk-midea ... KKBN1KU1EZ
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