Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Option?

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Welfenprinz
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Welfenprinz » Di 17. Nov 2015, 17:14

garfield336 » Di 17. Nov 2015, 17:09 hat geschrieben:
Jeder zivilisierte Mensch erkennt plötzlich die Notwendigkeit zu handeln, und dann sind auf einmal Bündnisse möglich, die man sich niemals hätte erträumen können.

Iran-USA-Russland-Frankreich-Assad. :


Das würde ich so nicht unterschreiben.
Es liegt noch im Bereich des möglichen, dass Paris und Moskau zusammenarbeiten um die USA raus zu halten.haben ja schliesslich bisher nur Mist gemacht, die hillbillies.

oder die Ansage Putins ist reine Rhetorik und bexdeutet de facto gar nix. Liegt auch im Bereich des möglichen.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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King Kong 2006
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon King Kong 2006 » Di 17. Nov 2015, 17:28

Die Frage lautet zu allererst ob man überhaupt ernsthaft den IS möglichst schnell kaputtmachen will. Ich habe nicht den Eindruck.

Irgendwie bomben Russen, Syrer, Iraner, Israel, schiitische Milizen, Iraker, Türkei, die USA, Frankreich bloß nicht maßgeblich auf den IS. Es trifft "die Rebellen", die syrische Armee, die Kurden. Jetzt hatte man sich entschlossen ganze 20 Bomben (Frankreich) auf zwei Ziele des IS im Vorderen Orient zu schmeissen. Überwältigend... Wieso nicht vor den Anschlägen in Paris? Warum wurden diese Ziele nicht schon längst bombardiert? Und mit mehr als 20 Bomben? Ging das aus esotherischen oder religiösen Gründen nicht? Oder eher politischem Interesse?

Offenbar braucht jeder oben erwähnte Beteiligte auf die eine oder andere Seite den IS. Und diese wissen das. Wenn die alle mal zusammen ihre Bomben und Marschflugkörper im rollenden Einsatz über Monate auf Stellungen der IS werfen würden, dann könnte die syrische und irakische Armee (mit iranischer Unterstützung und der Hisbollah) und die kurdischen Kräfte mit Sicherheit auf dem Boden zumindest mehr Erfolg erringen. Den IS schwere Niederlagen zufügen, wenn nicht zwangsläufig besiegen. Dazu braucht es keine Bodentruppen aus Übersee. Aber das macht keiner. Zu sehr sind die oben Beteiligten bemüht der jeweils anderen Seite durch ein Zurückdringen des IS keine Vorteile zu verschaffen.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Jekyll » Di 17. Nov 2015, 23:29

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Dem IS-Wahnsinn kann nur die deutsche Gründlichkeit und Effizienz Einhalt gebieten.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon bakunicus » Di 17. Nov 2015, 23:42

Jekyll » Mi 18. Nov 2015, 00:29 hat geschrieben:Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Dem IS-Wahnsinn kann nur die deutsche Gründlichkeit und Effizienz Einhalt gebieten.


da sagst du was ...
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Billabong
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Billabong » Di 17. Nov 2015, 23:45

Jekyll » Di 17. Nov 2015, 23:29 hat geschrieben:Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Dem IS-Wahnsinn kann nur die deutsche Gründlichkeit und Effizienz Einhalt gebieten.


Möglich. Mit der Türkei wird das auf jeden Fall nichts mit dem Kampf gegen den IS. Die Sympathie in der Bevölkerung für Terroristen und Islamisten scheint zu gross zu sein.

http://www.welt.de/sport/fussball/article148968918/Pfiffe-und-Parolen-bei-Schweigeminute-in-Tuerkei.html
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon DarkLightbringer » Di 17. Nov 2015, 23:53

Quatschki » Dienstag 17. November 2015, 12:48 hat geschrieben:Die sogenannte Opposition besteht aus 40 verschiedenen Räuberbanden, die sich untereinander teilweise spinnefeind sind.
Wenn Du mit denen Syrien stabilisieren willst, wünsch ich Dir viel Spass.

Eine Stabilisierung wäre neu, in den vergangenen 4 Jahren gab es nur Destabilisierung. Man wird in Syrien keine Perspektive haben, wenn man ganz ohne Einbindung der Syrer auskommen will. Allerdings glaube ich nicht an eine rasche gesamtsyrische Lösung, das iranisch-russische Protektorat Assads wird außen vor bleiben. In den anderen Gebieten wäre nach dem Kobane-Modell eine Kooperation von Alliierten und freisyrischen Verbänden möglich - was eben politisch begleitet werden sollte.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Fadamo » Mi 18. Nov 2015, 00:00

Billabong » Di 17. Nov 2015, 00:09 hat geschrieben:Der Einsatz von Bodentruppen würde wieder zu einem Guerillakrieg führen. Und den kann man nicht gewinnen.


Das wäre selbstmord der nato.
Man darf auch nicht vergessen,dass der terrorist europa erreicht hat und somit auch der dschihad zu spüren wäre.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 18. Nov 2015, 00:03

H2O » Dienstag 17. November 2015, 13:02 hat geschrieben:
Man nehme einmal an, der IS wird tatsächlich
ausgeschaltet: Was kommt danach? Ist dann
nicht damit zu rechnen, daß ein anderer durch-
geknallter Verein dort zur Macht greift? Will man
danach erst über einen stabilen Endzustand
nachdenken?

Diese Frage stellt sich unabdingbar und deshalb wäre es perspektivisch wichtig, sich mit den sog. Moderaten vor Ort zu beraten und ins Einvernehmen zu setzen. Das schließt ja nicht aus, Flüchtlingslager der Leitung des UNHCR zu unterstellen.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Watchful_Eye » Mi 18. Nov 2015, 01:58

pikant » Di 17. Nov 2015, 17:07 hat geschrieben:jetzt muss man mal schauen ob Russland und Frankreich zusammen es schaffen IS zu beseitigen!
das wird spannend zu beobachten sein, wie jetzt dort bamardiert wird!

Und mir ist es als Deutscher sehr peinlich, dass wir in einem solch offensichtlichen Fall nur beobachten. Frankreich hätte mehr Solidarität verdient als in Form von Worten.
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Fadamo
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Fadamo » Mi 18. Nov 2015, 03:59

Watchful_Eye » Mi 18. Nov 2015, 01:58 hat geschrieben:Und mir ist es als Deutscher sehr peinlich, dass wir in einem solch offensichtlichen Fall nur beobachten. Frankreich hätte mehr Solidarität verdient als in Form von Worten.



Warum meldest du dich nicht freiwillig für den kampf gegen die isis ?
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 18. Nov 2015, 08:31

Watchful_Eye » Mittwoch 18. November 2015, 01:58 hat geschrieben:Und mir ist es als Deutscher sehr peinlich, dass wir in einem solch offensichtlichen Fall nur beobachten. Frankreich hätte mehr Solidarität verdient als in Form von Worten.

Deutschland hält sich raus, duckt sich weg. Das ist wohl einer Kanzlerin geschuldet, die eben nicht Helmut Schmidt ist, es ist Politikern geschuldet, die als Süßwasserkapitäne zwar oft besorgt sind, aber zu keiner sonderlichen Entschlossenheit neigen. Angela Merkel sorgt sich um Image-Fragen - dabei wäre es der Moment, um aus der ruhende Raute einen gerichteten Pfeil zu machen. Man erinnere sich an Joschka Fischer, der es sich auch hätte leicht machen können - die schöne Geschichte vom Taxifahrer, der zum Turnschuh-Minister avanciert, das hätte genügen können. Tat es aber nicht.

Im Wembley-Stadion sangen französische und englische Fans gemeinsam die Marseillaise und verdeutlichten damit symbolisch, worum es tatsächlich geht.
Die Anschläge von Paris treffen das Herz von Europa, die Werte und Prinzipien der französischen Republik und jeder Republik, die das Banner der Freiheit trägt. Die Franzosen nennen es Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, wir Einigkeit, Recht und Freiheit - gemeint ist das gleiche.

Frankreichs Premierminister Manuel Valls fordert eine "heilige Union" im Geist des Widerstandes, zur Verteidigung der Demokratie und in der Fähigkeit zur Einigkeit.
Hierzu hätte es von deutscher Seite nur eine Antwort geben können - die Erklärung uneingeschränkter Solidarität.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Alexyessin » Mi 18. Nov 2015, 09:51

DarkLightbringer » Mi 18. Nov 2015, 08:31 hat geschrieben:Deutschland hält sich raus, duckt sich weg. Das ist wohl einer Kanzlerin geschuldet, die eben nicht Helmut Schmidt ist, es ist Politikern geschuldet, die als Süßwasserkapitäne zwar oft besorgt sind, aber zu keiner sonderlichen Entschlossenheit neigen. Angela Merkel sorgt sich um Image-Fragen - dabei wäre es der Moment, um aus der ruhende Raute einen gerichteten Pfeil zu machen. Man erinnere sich an Joschka Fischer, der es sich auch hätte leicht machen können - die schöne Geschichte vom Taxifahrer, der zum Turnschuh-Minister avanciert, das hätte genügen können. Tat es aber nicht.

Im Wembley-Stadion sangen französische und englische Fans gemeinsam die Marseillaise und verdeutlichten damit symbolisch, worum es tatsächlich geht.
Die Anschläge von Paris treffen das Herz von Europa, die Werte und Prinzipien der französischen Republik und jeder Republik, die das Banner der Freiheit trägt. Die Franzosen nennen es Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, wir Einigkeit, Recht und Freiheit - gemeint ist das gleiche.

Frankreichs Premierminister Manuel Valls fordert eine "heilige Union" im Geist des Widerstandes, zur Verteidigung der Demokratie und in der Fähigkeit zur Einigkeit.
Hierzu hätte es von deutscher Seite nur eine Antwort geben können - die Erklärung uneingeschränkter Solidarität.


Die gab es doch. Flintenuschi am Samstag.

Aber Kriegsrhetorik hat noch nie jemanden geholfen. Das ist dir immer noch nicht bewusst.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 21. Nov 2015, 01:57

nichtkorrekt » Mo 16. Nov 2015, 21:49 hat geschrieben:Ich halte es für ein unwägbares Risiko, der IS ist keine reguläre Armee wie Saddams Truppen die man mit Panzern einfach zusammenwalzen könnte, der IS hat Rückhalt im sunnitischen Stammesgebiet, er könnte sich unter die Zivilbevölkerung mischen und sich sogar einfach vorübergehend auflösen, nur um sich dann bei nächstbester Gelegenheit neu zu formieren, ich denke dem IS wird es gelingen sich langfristig zu etablieren ähnlich wie den Taliban, die konnten in Afghanistan letztlich auch nicht besiegt werden. Die größere Gefahr sehe ich ohnehin in einheimischen Jihadisten. Vielleicht sollte man dem IS die Sunnitengebiete überlassen, aber jede weitere Ausdehnung darüber hinaus gnadenlos bekämpfen.



Das wird nicht gelingen.


Wenn man die Nationen teilt, dann vielleicht.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 21. Nov 2015, 01:57

nichtkorrekt » Mo 16. Nov 2015, 21:49 hat geschrieben:Ich halte es für ein unwägbares Risiko, der IS ist keine reguläre Armee wie Saddams Truppen die man mit Panzern einfach zusammenwalzen könnte, der IS hat Rückhalt im sunnitischen Stammesgebiet, er könnte sich unter die Zivilbevölkerung mischen und sich sogar einfach vorübergehend auflösen, nur um sich dann bei nächstbester Gelegenheit neu zu formieren, ich denke dem IS wird es gelingen sich langfristig zu etablieren ähnlich wie den Taliban, die konnten in Afghanistan letztlich auch nicht besiegt werden. Die größere Gefahr sehe ich ohnehin in einheimischen Jihadisten. Vielleicht sollte man dem IS die Sunnitengebiete überlassen, aber jede weitere Ausdehnung darüber hinaus gnadenlos bekämpfen.



Das wird nicht gelingen.


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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon frems » Do 26. Nov 2015, 14:40

Die Luftwaffe ist schon einmal dabei:

Deutschland schickt nach CDU-Angaben Aufklärungsjets nach Syrien, um Frankreich im Kampf gegen die Extremistenmiliz Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) zu unterstützen. Die Bundesrepublik werde ihr Engagement im Kampf gegen die Extremisten mit Aufklärungstornados in Syrien vorantreiben, kündigte der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Henning Otte, am Donnerstag an.

http://www.tagesspiegel.de/politik/sond ... 42084.html

Da kann man nur hoffen, daß niemand die Flieger abschießt und deutsche Piloten in den Händen der Terroristen landen.
Labskaus!

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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon relativ » Do 26. Nov 2015, 14:48

DarkLightbringer » Mi 18. Nov 2015, 08:31 hat geschrieben:Deutschland hält sich raus, duckt sich weg. Das ist wohl einer Kanzlerin geschuldet, die eben nicht Helmut Schmidt ist, es ist Politikern geschuldet, die als Süßwasserkapitäne zwar oft besorgt sind, aber zu keiner sonderlichen Entschlossenheit neigen. Angela Merkel sorgt sich um Image-Fragen - dabei wäre es der Moment, um aus der ruhende Raute einen gerichteten Pfeil zu machen. Man erinnere sich an Joschka Fischer, der es sich auch hätte leicht machen können - die schöne Geschichte vom Taxifahrer, der zum Turnschuh-Minister avanciert, das hätte genügen können. Tat es aber nicht.

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Die Anschläge von Paris treffen das Herz von Europa, die Werte und Prinzipien der französischen Republik und jeder Republik, die das Banner der Freiheit trägt. Die Franzosen nennen es Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, wir Einigkeit, Recht und Freiheit - gemeint ist das gleiche.

Frankreichs Premierminister Manuel Valls fordert eine "heilige Union" im Geist des Widerstandes, zur Verteidigung der Demokratie und in der Fähigkeit zur Einigkeit.
Hierzu hätte es von deutscher Seite nur eine Antwort geben können - die Erklärung uneingeschränkter Solidarität.

Du meinst die Solidarität, die Deutschland in der Flüchtlingskrise um die Ohren gehauen wurde und dies auch von Frankreich?
Ausserdem was soll dieses hysterische Vorverurteilen. Noch ist gar nix entschieden, nur weil einige sich gewünscht haben, daß Deutschland sofort mit in eine Kriegsrhetorik verfällt und mit wehnenden Fahnen, ohne nachzudenken, in den nächsten "heiligen Krieg" zieht. Es hat sich auch bei den Krieghandlungen davor, immer als klug herrausgestellt, zuerst einmal zu schauen, was die Länder eigentlich wollen, die nach derartige Solidarität rufen. Solidarität ja, aber nicht blinder Aktionismus.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Letzter-Mohikaner » Do 26. Nov 2015, 15:07

Deutschland schickt Tornados zur Aufklärung. Leider ein Tropfen auf den heißen Stein. Aus der Luft wird das nichts und von uns ausgebildete Milizen sind auch nicht effektiv genug. Wenn jedes Land Europas, die USA, Russland etc auch nur ein Btl Bodentruppen schicken würde, wäre der Spuk schnell vorbei. Danach an lokale Kräfte wie Kurden etc über geben um Ordnung zu halten.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon relativ » Do 26. Nov 2015, 15:14

Letzter-Mohikaner » Do 26. Nov 2015, 15:07 hat geschrieben:Deutschland schickt Tornados zur Aufklärung. Leider ein Tropfen auf den heißen Stein. Aus der Luft wird das nichts und von uns ausgebildete Milizen sind auch nicht effektiv genug. Wenn jedes Land Europas, die USA, Russland etc auch nur ein Btl Bodentruppen schicken würde, wäre der Spuk schnell vorbei. Danach an lokale Kräfte wie Kurden etc über geben um Ordnung zu halten.

Du meinst wenn die Kurden übernehmen, kehrt dort Friede ein....? Frag mal den Erdogan was der dazu sagt.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Letzter-Mohikaner » Do 26. Nov 2015, 15:34

relativ » Do 26. Nov 2015, 16:14 hat geschrieben: Du meinst wenn die Kurden übernehmen, kehrt dort Friede ein....? Frag mal den Erdogan was der dazu sagt.


Ich habe lediglich die Kurden als Beispiel erwähnt, in den von Ihnen kontrollierten Gebieten funktioniert sowas wie ein Staat. Allerdings können Kurden natürlich nicht über ein alavitisches Gebiet zum Beispiel herrschen etc. Da muss man wohl trennen.

Erdogan?! Der terrorpate?! Was auf syrischem oder irakischem Gebiet unter internationaler Billigung passiert sollte er wohl respektieren. Mit den Russen hat er es sich schon verscherzt, mit den NATO Mitgliedern sollte er das nicht.
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Re: Deutsche bzw Nato-Bodentruppen ggn IS eine sinnvolle Opt

Beitragvon Loki » Do 26. Nov 2015, 17:40

King Kong 2006 » Di 17. Nov 2015, 17:28 hat geschrieben:Jetzt hatte man sich entschlossen ganze 20 Bomben (Frankreich) auf zwei Ziele des IS im Vorderen Orient zu schmeissen. Überwältigend... Wieso nicht vor den Anschlägen in Paris? Warum wurden diese Ziele nicht schon längst bombardiert?

Wurde doch !?
Guckst Du hier:

"Frankreich bombardiert IS-Miliz in Syrien

Stand: 27.09.2015 10:53 Uhr


Die französische Luftwaffe hat erstmals Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien bombardiert. Ob das völkerrechtlich legitim ist, ist allerdings umstritten. Eine Kehrtwende in der französischen Außenpolitik ist es aber auf jeden Fall.

[...]
"
https://www.tagesschau.de/ausland/syrie ... s-101.html

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