Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

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UncleSams_Berater
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon UncleSams_Berater » Di 29. Sep 2015, 14:02

US-Luftwaffe greift Kundus an
Die USA und das afghanische Militär versuchen, die Stadt von den Taliban zurückzuerobern. Der Verlust von Kundus hat eine Debatte über den Bundeswehreinsatz ausgelöst.

Die US-Luftwaffe und das afghanische Militär versuchen, die radikalislamischen Taliban aus Kundus zu vertreiben. Die Angriffe der USA hätten eine Bedrohung der Streitkräfte beseitigen sollen, sagte ein US-Militärsprecher. Afghanische Soldaten seien am Morgen in die nordafghanische Provinzhauptstadt eingedrungen, sagte Polizeisprecher Sajed Sarwar Hussaini. "Wir haben das Polizeihauptquartier und das Provinzgefängnis zurückerobert", sagte Hussaini. Angaben zu Opfern machte er nicht.


Weiterlesen: http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-09/afghanistan-kundus-taliban-angriff-usa

Die Rückeroberung durch die Afghanische Armee beginnt und wird durch US Luftangriffe unterstützt
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Alexyessin
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon Alexyessin » Di 29. Sep 2015, 14:05

King Kong 2006 » Mo 28. Sep 2015, 21:16 hat geschrieben:In Afghanistan war es immer schon so, daß man immer nur das Stückchen Land beherrschte, auf dem man stand. Als ausländische Macht. Verlässt man das Stückchen Erde, dann ist es verloren. Schon die Achämeniden und später Alexander kauften sich deshalb die Gunst der lokalen Anführer. Letztendlich macht es heute Pakistan nicht anders. Das ist die Crux an der Sache, man fördert und kultiviert die Taliban um einen gewissen Einfluß zu erhalten.


Nicht nur als Ausländische Macht. Selbst der eine oder andere Paschtunenclan hat seinen Einfluß nie mehr ausbauen können als bis zum Ende des Tals oder des Opiumfelds.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon yogi61 » Di 29. Sep 2015, 14:06

UncleSams_Berater » Di 29. Sep 2015, 15:02 hat geschrieben:
Weiterlesen: http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-09/afghanistan-kundus-taliban-angriff-usa

Die Rückeroberung durch die Afghanische Armee beginnt und wird durch US Luftangriffe unterstützt



Das wird leider alles nichts bringen.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 29. Sep 2015, 14:16

Tom Bombadil » Mo 28. Sep 2015, 13:01 hat geschrieben:Bis zum ersten Putsch der Kommunisten gegen den König herrschte in dem Land Frieden, Frauen durften zur Schule gehen und hatten das Wahlrecht.


Lol.

Und dann noch etwas deutlicher: Es gibt ein paar hübsche Fotos die belegen sollen wie modern dieses Land früher doch war. Afghanistan war jedoch nie modern. Es war auch nie kommunistisch. Eine wie auch immer geartete Modernität reichte nie über den Dunstkreis von Kabul hinaus. Im Land herrschen die Clans wie immer schon. Und das sind und waren fast alles Traditionalisten. Im besten Fall. Im Schlimmsten sind es Drogenkönige oder Taliban.

Also erzähl hier nichts vom Telebubbieland. Denn das ist SPAM.
Zuletzt geändert von Alter Stubentiger am Di 29. Sep 2015, 14:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon relativ » Di 29. Sep 2015, 14:19

yogi61 » Di 29. Sep 2015, 14:06 hat geschrieben:

Das wird leider alles nichts bringen.

Auf jedenfall keinen dauerhaften Frieden.
Klar könnte die USA bis zu Sankt Nimmerleinstag, die Regierungen in Kabul militärisch so Unterstützen, daß sie sich eine zeit lang noch halten kann. Aber ich befürchte, dies wird die Bevölkerung nicht lange mitmachen und dann gehen ihnen die Menschen aus, die so eine Regierung stützen. Schon jetzt flüchten diese Menschen ja schon zu hauf und ich ahne wo diese Mehrheitlich hin wollen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon GrünLinker » Di 29. Sep 2015, 14:23

yogi61 » Di 29. Sep 2015, 15:06 hat geschrieben:Das wird leider alles nichts bringen.


Doch. Ein paar Schmaliban weniger. :)
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relativ
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon relativ » Di 29. Sep 2015, 14:26

Alter Stubentiger » Di 29. Sep 2015, 14:16 hat geschrieben:
Lol.

Und dann noch etwas deutlicher: Es gibt ein paar hübsche Fotos die belegen sollen wie modern dieses Land früher doch war. Afghanistan war jedoch nie modern. Es war auch nie kommunistisch. Eine wie auch immer geartete Modernität reichte nie über den Dunstkreis von Kabul hinaus. Im Land herrschen die Clans wie immer schon. Und das sind und waren fast alles Traditionalisten. Im besten Fall. Im Schlimmsten sind es Drogenkönige oder Taliban.

Also erzähl hier nichts vom Telebubbieland. Denn das ist SPAM.

Du meinst, weil die Lebenswirklichkeit bzw. Tradition eine andere war als bei uns, muss es dort für alle Menschen grausam gewesen sein?
Es gab in Afghanistan zu Zeiten den Königs eine relative Sicherheit (natürlich nicht für die feinde der Monarchie) und Freizügigkeit (meist in den Städten), daß auf dem Land meist immer ein traditionelleres Leben gelebt wird und wurde, ist jetzt wirklich nix weltbewegendes Einzigartiges.
Ein Teletubbyland war Afghanistan nie, auch wenn du offensichtlich dieser Serie zu lange ausgesetzt warst.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon GrünLinker » Di 29. Sep 2015, 14:26

Außerdem, was ihr immer sabbelt - -niemand kann Afghanistan dauerhaft halten bla bla bla -

jonge, aber die Taliban können es?


Gegen den Widerstand der Bevölkerung, die mal so eben auf diese Bekloppten einen dicken Schiß gibt?
Kannste vergessen. Afghanistan ist nicht das Land der Schmaliban.

Da hat Obama noch mehr Anspruch auf das Land.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 29. Sep 2015, 14:39

relativ » Di 29. Sep 2015, 13:26 hat geschrieben: Du meinst, weil die Lebenswirklichkeit bzw. Tradition eine andere war als bei uns, muss es dort für alle Menschen grausam gewesen sein?
Es gab in Afghanistan zu Zeiten den Königs eine relative Sicherheit (natürlich nicht für die feinde der Monarchie) und Freizügigkeit (meist in den Städten), daß auf dem Land meist immer ein traditionelleres Leben gelebt wird und wurde, ist jetzt wirklich nix weltbewegendes Einzigartiges.
Ein Teletubbyland war Afghanistan nie, auch wenn du offensichtlich dieser Serie zu lange ausgesetzt warst.


Ich schrieb daß das Land einen ungeheurer harten Menschenschlag hervorgebracht hat. Dies ist nicht von mir sondern von Peter-Scholl Latour der 1983 mit den Mudschaheddin am Cyber-Pass war und dies in "Allah ist mit den Standhaften" sehr plastisch beschrieben hat.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon UncleSams_Berater » Di 29. Sep 2015, 15:00

yogi61 » Di 29. Sep 2015, 14:06 hat geschrieben:

Das wird leider alles nichts bringen.


Natürlich bringt es was die mächtigste Luftwaffe der Welt auf der Seite zu haben, die Taliban werden jetzt ausgeräuchert.
Kunduz wird zurückerobert.

Ich finde im Irak haben wir gesehen was es bringt sich zu früh zurückzuziehen und die Verantwortung den dortigen Sicherheitskräften zu übergeben
Was erwarten die Leute eigentlich? Eine stabiles Land und eine gute Armee brauchen mehr Zeit um sich zu entwickeln.
Die USA sollten militärisch weiterhin in Afghanistan aktiv bleiben.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon GrünLinker » Di 29. Sep 2015, 15:12

Alter Stubentiger » Di 29. Sep 2015, 15:39 hat geschrieben:Ich schrieb daß das Land einen ungeheurer harten Menschenschlag hervorgebracht hat. Dies ist nicht von mir sondern von Peter-Scholl Latour der 1983 mit den Mudschaheddin am Cyber-Pass war und dies in "Allah ist mit den Standhaften" sehr plastisch beschrieben hat.


ja eben, jonge.
und diese standhaften weichen vor den schmaliban?

Nö. Und die Amis helfen den Standhaften
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon Tom Bombadil » Di 29. Sep 2015, 15:33

Alter Stubentiger » Di 29. Sep 2015, 15:16 hat geschrieben:Afghanistan war jedoch nie modern.

Was ja auch niemand behauptet hat. Und jetzt darfst du auf der Ignoreliste still vor dich hintrollen :cool:
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon GrünLinker » Di 29. Sep 2015, 15:51

Ich sag mal so. Kraft des Christlichen Gottes, hat Deutschland genausoviel Anspruch auf seine neue Heimat, Afghanistan, wie die Taliban.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon yogi61 » Di 29. Sep 2015, 16:34

UncleSams_Berater » Di 29. Sep 2015, 16:00 hat geschrieben:
Natürlich bringt es was die mächtigste Luftwaffe der Welt auf der Seite zu haben, die Taliban werden jetzt ausgeräuchert.
Kunduz wird zurückerobert.

Ich finde im Irak haben wir gesehen was es bringt sich zu früh zurückzuziehen und die Verantwortung den dortigen Sicherheitskräften zu übergeben
Was erwarten die Leute eigentlich? Eine stabiles Land und eine gute Armee brauchen mehr Zeit um sich zu entwickeln.
Die USA sollten militärisch weiterhin in Afghanistan aktiv bleiben.



Träum weiter, macht ja nichts.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon Platon » Di 29. Sep 2015, 17:48

Die Taliban haben ihre Herrschaft damals auch nur mit Massakern und Militärhilfe (inklusive Luftangriffe) der Pakistaner durchsetzen können. Wenn die westlichen Truppen abziehen würde der Krieg nur eskalieren, weil die Kräfte die noch von der Allianz aus afghanischem Militär und NATO beschäftigt werden, sich dann wieder hemmungslos untereinander bekriegen.

Die sinnvollste Lösung in Afghanistan ist eine Teilung der Macht zwischen allen relevanten Gruppe, so dass niemand glaubt durch die Fortführung des Krieges gewinnen zu können. Doch das ist ziemlich schwierig, weil man eben durch Entführungen und Waffen mehr verdienen kann, als durch die Verwaltung völlig unterentwickelter Gebiete, die auch völlig abgelegen liegen und kaum Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufschwung haben.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon harry52 » Mi 30. Sep 2015, 09:07

yogi61 » Di 29. Sep 2015, 14:06 hat geschrieben:Das wird leider alles nichts bringen.

Nichts kann nicht sein.

Irgendwas bringt es immer, wenn man in irgendeiner Form aktiv wird. Ich zitiere mal etwas aus Wikipedia, was auf den ersten Blick offtopic ist, aber nur auf den ersten Blick:

"Das neuzeitliche Vorkommen der Blutrache ist nicht fest an bestimmte Gebiete gebunden. Auf dem Balkan in Griechenland auf Kreta und in Mani (Peloponnes), in Albanien[2] und in einigen Ländern Ex-Jugoslawiens wie in Kosovo und Bosnien-Herzegowina sowie in der Region Sandžak und in Montenegro,[3] in östlichen Teilen der Türkei ... Völkern des Nordkaukasus wie Tschetschenen und Osseten[4] ... zum Teil noch heute praktiziert. Das Clansystem der Somali in Nordostafrika beinhaltet ebenfalls Blutrache-Elemente.

Vendetta ist der italienische Begriff für Blutrache. Sie ist die in Süditalien vorkommende Variante ... in Sizilien, in Kalabrien und auf Sardinien"


Wir müssen die Dinge realistischer sehen.

Manche Afghanistan-Einsatzbefürworter haben sich Illusionen darüber gemacht, wie schnell Länder mit mittelalterlicher Bildung und Traditionen in moderne, friedliche und wirtschaftlich erfolgreiche Staaten verwandelt werden könnnen. Und der Fehler vieler Einsatzgegner ist, dass sie immer glauben, das alles bringt gar nichts und der Westen sei immer Schuld an den Verhältnissen.

Wir sehen an den oben genannten Beispielen aus Europa, dass selbst in Europa immer noch ähnliche Dinge geschehen. Also: Das ist alles nicht so einfach und die Amis (und der Westen) sind nicht Schuld an den Verhältnissen.

Umgekehrt gibt es auch andere Beispiele wie z.B. die anderen europäischen Länder, oder ein Land wie Japan. Die waren auch lange Zeit "mittelalterlich" und haben den Weg in einen funktionierenden Staat geschafft, indem die Menschrechte geachtet werden und der Staat weitestgehend sein Gewaltmonopol durchsetzt.

Und wenn man Japan und auch Deutschland betrachtet. Der Weg aus der Barbarei hinein in eine funktionierende Demokratie ist durchaus zum Teil den USA (den Briten, dem Kapitalismus...) und auch dem US Militär zu verdanken. So erfolglos sind Militäreinsätze auch nicht immer und immer vermeidbar sind sie auch nicht. Ober siehe Südkorea und vergleiche mit dem kommunistischen Nordkorea. Also so schlecht sind die Amis nicht.

Im übrigen wird auch gerne von Gysi, Wagenknecht und Co. verschwiegen,

dass vor dem Afghanistan Einsatz, als die Taliban in Kabul regierten, ebenfalls millionen Afghanen auf der Flucht vor ihnen waren. Nur damals war der Weg nach Deutschland kaum zu schaffen und die damaligen Afghanen hatten kein Internet und soziale Netzwerke. Und die millionen Flüchtlinge flohen damals nach Pakistan, oder in den Norden.

Guter Rat ist nun teuer

Nichts machen ist ganz sicher auch kein gutes Rezept und die Linken Vereinfacher sollten mal weniger Wahlkampf machen und gegen den Westen hetzten und sich mal etwas mehr Mühe geben, die Dinge zu verstehen. Faulheit und Antisemitismus, Antiamerikanismus, Antiwestlich ... hilft ganz sicher nicht, zu verhindern, dass Afghanistan noch mehr ins Chaos stürzt und wieder Millionen vor den Taliban fliehen und diesmal nicht nach Pakistan, sondern nach Deutschland.
Zuletzt geändert von harry52 am Mi 30. Sep 2015, 09:11, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 30. Sep 2015, 09:27

Es wirfd vor allem deshalb wenig bringen, weil nach neueren Meldungen die afghanischen Taliban inzwischen als das "kleinere Problem" anzusehen sind, da sich der IS in Afghanistan in den letzten Wochen neu formiert habe und schnell erstarke. Die Taliban geben sich inzwischen bereits als volksnahe Beschützer vor den rivalisierenden IS-Leuten.
(http://www.n-tv.de/politik/IS-breitet-sich-in-Afghanistan-aus-article16039491.html)
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon Provokateur » Mi 30. Sep 2015, 09:36

Die haben einander auch schon etwas länger den Djihad erklärt. Ich frage mich, ob es schon zu Gefechten zwischen Taliban und IS gekommen ist.
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon NMA » Mi 30. Sep 2015, 10:13

@ UncleSams_Berater

Wieso hat dann die "mächtigste Luftwaffe der Welt" die Taliban nicht schon vor 14 Jahren ausgeräuchert? Ich fürchte, die mächtigste Luftwaffe der Welt, die mächtigste Armee der Welt, ist mal wieder nicht das geeignete Mittel, ein Land zu befrieden. Wieso kommt das in den Köpfen der US-Falken nicht an?
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Re: Afghanistan, ISAF, NATO und Deutschland

Beitragvon Provokateur » Mi 30. Sep 2015, 10:16

In Afghanistan wurde ein Fehler gemacht, der in Deutschland nicht gemacht wurde: Es hätte eine konsequente Enttalibanisierung stattfinden sollen.
Angefangen mit einer mehrjährigen Schulpflicht. Wer 2001 eingeschult worden wäre, hätte dann spätestens jetzt seinen Abschluss. Und die Taliban rekrutieren sich nun einmal vorrangig aus den Stämmen, in denen die Ideologie gelebt wird.
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