Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon King Kong 2006 » So 4. Sep 2016, 10:13

Kardux hat geschrieben:(04 Sep 2016, 10:41)

Ja, sie stecken jetzt schon in derselben Situation, aber der Krieg gegen die Jihadisten ist der Grund weshalb die einfachen Menschen noch immer still halten.

Ich persönlich halte auch nicht viel von den Autokraten am Arabischen/Persischen Golf, aber man muss schon zugeben das diese im Vergleich zu den Autokraten in Südkurdistan ihre Staaten besser organisieren. Alleine die Infrastruktur spricht Bände.


Dabei muß man aber auch sagen, daß die Golfaraber des Persischen Golfes jahrzehntelange enge Wirtschaftsbeziehungen, sowie ausgezeichnete diplomatische Beziehungen mit ihren Milliarden Petro-Dollars mit dem Westen haben. Wäre ein kurdischer Staat mit ähnlichem Vermögen ausgestattet und man 50 Jahre investieren würde, dann würde das sicher auch anders aussehen. Allerdings ist vieles auch Show auf der arabischen Halbinsel.

Die Korruption in den Verwaltungsstrukturen auf der arabischen Halbinsel ist eine Katastrophe. Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum von Dubai muß persönlich Stipvisiten machen, ob überhaupt gearbeitet wird. Er kam in leere Amtstuben. Kündigungen folgten.

Dubais Scheich allein in der Beamtenstube

Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum kontrollierte überraschend seine Beamten. Die waren jedoch nicht bei der Arbeit und wurden entlassen

Der vergangene Sonntagmorgen dürfte ein eher frustrierender Tagesbeginn für Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Herrscher über das Golfemirat Dubai, gewesen sein.

Der umtriebige Wüstensohn stattete mehreren Behörden der Stadt frühmorgendliche Überraschungsbesuche ab. Eine Angewohnheit, für die der 67-Jährige bekannt und mitunter gefürchtet ist. Einige der Mitarbeiter und Behördenleiter rechneten offenbar nicht mit der Ankunft seiner Hoheit, offiziell war nämlich ein Besuch von Dubais Schulen geplant.

Aufnahmen, die vom Dubai Media Center veröffentlicht wurden, zeigen den Scheich recht verdutzt blickend in leeren Büros.


Die mutmaßlich leeren Büros offenbaren eine Haltung gegenüber Staatsposten, die im Nahen Osten nicht unüblich ist. Eine hohe Anstellung im Staatsapparat wird oft als lebenslange finanzielle Absicherung ohne wirkliche Anforderungen auf harte Arbeit angesehen. Dass Dubais Scheich persönlich Büros kontrollieren muss, um sicherzustellen, dass seine Spitzenbeamten auch arbeiten, mag aus PR-Sicht geschickt sein, offenbart aber auch eine Schwäche im Staatsapparat von Dubai.

derstandard.at/2000043584680/Dubais-Scheich-allein-in-der-Beamtenstube


Selbstverständlich sind diese Posten mit Staatsbürgern besetzt. Die Legionen von Pakistanis, Ägyptern, Bangladeschis, Indern, Südostasiaten, Türken, Iranern, Europäern und US-Amerikanern malochen dort. Sei es für einen Hungerlohn oder Spitzenverdienst. Das sind Kunststaaten, die mit Erdölgeld gesegnet sind. Und sie funktionieren nur auf diesem Niveau, weil Ausländer es möglich machen. Auf sich alleine zurückgeworfen würde es wie in den Amtsstuben aussehen. Wüst und leer.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon Alter Stubentiger » So 4. Sep 2016, 13:12

Kardux hat geschrieben:(04 Sep 2016, 10:41)

Ja, sie stecken jetzt schon in derselben Situation, aber der Krieg gegen die Jihadisten ist der Grund weshalb die einfachen Menschen noch immer still halten.

Ich persönlich halte auch nicht viel von den Autokraten am Arabischen/Persischen Golf, aber man muss schon zugeben das diese im Vergleich zu den Autokraten in Südkurdistan ihre Staaten besser organisieren. Alleine die Infrastruktur spricht Bände.

Nur da wo die reichen Araber und vermögenden Ausländer wohnen. In den ärmeren Vororten von Riad gibts nicht mal ne funktionierende Müllabfuhr.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon Alter Stubentiger » So 4. Sep 2016, 13:24

Kardux hat geschrieben:(04 Sep 2016, 07:12)

Meiner Meinung nach ist die ganze Diskussion über die Unabhängigkeit Kurdistans seitens der PDK (die Quelle die Sie verlinkt haben ist ein PDK- Medium) lediglich eine Ablenkung von den inneren Problemen. Beamte in Kurdistan haben im Jahr 2014 vier Monatsgehälter bis zum heutigen Tag nicht erhalten, ab dem Jahr 2015 wurden die Gehälter dann drastisch gesenkt (oftmals bis zu 50%) aber selbst diese Gehälter werden nicht zeitgerecht ausgezahlt. Das letzte Monatsgehalt das Beamte erhalten haben ist für den Juni 2016. Alle Projekte in Kurdistan wurden auf Eis gelegt, die Wirtschaft liegt am Boden und gleichzeitig wurden keine Massnahmen gegen die omnipräsente Korruption getätigt. Das Leben in Kurd ist wie gelähmt, hinzu kommt der Krieg gegen die Jihadisten der viele Tote und Verletzte mit sich bringt. Von einer Unabhängigkeit kann keine Rede sein, die USA haben schon vor dem Einmarsch des IS eine Absage erteilt und haben das jetzt nochmal unterstrichen, deshalb waren Vertreter der KRG auch gezwungen nach Baghdad zu gehen um die Wogen zu glätten. Die Haltung der beiden kurdophoben Staaten Iran und Türkei hat sich diesbezüglich auch nicht verändert. Kurz gesagt, das Thema der Unabhängigkeit verschafft den unfähigen und korrupten Herrschern in Kurdistan eine Atempause - nicht mehr, und nicht weniger.


Wer ist denn in dem Gebiet nicht korrupt? Realistisch gesehen funktioniert der kurdische Norden im Irak im Vergleich zum Irak selber sehr gut. Eine Unabhängigkeit ist freilich nicht durchsetzbar. Man hält mit aller Gewalt an den sinnlosen Grenzen fest die die Briten und Franzosen mit dem Lineal gezogen haben. Sinnvoll ist das nicht. Weißt du. Als die Norweger sich Anfang des vorigen Jahrhunderts vom schwedischen Staat trennen wollten haben die Schweden sie ziehen lassen. Auch da köchelte fast 100 Jahre lang ein leiser Unabhängigkeitskrieg auf kleiner Flamme. Und diese Entscheidung die Norweger ziehen zu lassen war eine Gute. Keinem ging es hinterher schlechter. Da stellt sich Frage was die Syrer, Iraker, Iraner und Türken eigentlich verlieren wenn sie die Kurden einfach gehen lassen.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon Kardux » So 4. Sep 2016, 15:18

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 Sep 2016, 14:24)

Wer ist denn in dem Gebiet nicht korrupt? Realistisch gesehen funktioniert der kurdische Norden im Irak im Vergleich zum Irak selber sehr gut. Eine Unabhängigkeit ist freilich nicht durchsetzbar. Man hält mit aller Gewalt an den sinnlosen Grenzen fest die die Briten und Franzosen mit dem Lineal gezogen haben. Sinnvoll ist das nicht. Weißt du. Als die Norweger sich Anfang des vorigen Jahrhunderts vom schwedischen Staat trennen wollten haben die Schweden sie ziehen lassen. Auch da köchelte fast 100 Jahre lang ein leiser Unabhängigkeitskrieg auf kleiner Flamme. Und diese Entscheidung die Norweger ziehen zu lassen war eine Gute. Keinem ging es hinterher schlechter. Da stellt sich Frage was die Syrer, Iraker, Iraner und Türken eigentlich verlieren wenn sie die Kurden einfach gehen lassen.


Ich denke das Sie mich missverstehen. Ich teile auch Ihre Meinung das die Korruption ein allgemeines Problem ist im Nahen Osten und sich die jeweiligen Völker nicht viel nehmen in der Hinsicht. Und die Korruption innerhalb der kurdischen Gesellschaft ist natürlich kein Grund um das Selbstbestimmungsrecht der Kurden zu negieren, auch nicht die Unfähigkeit der kurdischen Eliten geordnete Staatsstrukturen aufzubauen. Wenn man dieser Logik folgen würde dürfte es weltweit nur sehr wenige Staaten geben.

Nichtsdestotrotz würde ich mir in die eigene Tasche lügen wenn ich die enormen Defizite nicht ansprechen würde. Was die Eliten in Südkurdistan derzeit abziehen ist Hochverrat. Sie spielen nach Belieben mit den Reichtümern der Region während die Menschen stetig zu Grunde gehen. Dabei wird gebetsmühlenartig der heroische Kampf gegen den IS und die Revolution in den 60er, 70er, und 80er Jahren hervor gehoben um Kritiker mundtot zu machen.

Aber wie schon zuvor gesagt, rechtfertigt dies noch immer keinen Kolonialismus.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 5. Sep 2016, 14:30

Werden die Gesellschaften - z.B. die Syriens und Iraks - durch die Art der Kriegsführung automatisiert "zerstückelt"? Sprich durch die vielen Milizen? Und die Unterstützung derer. Syrien und Irak sind Vielvölkerstaaten, mit mehreren Religionen, Konfessionen und Ethnien. Gut, das sind die Türkei und der Iran auch. Allerdings sind erstgenannte viel stärker tribalistisch organisiert. Oder in Familienclans.

Das sorgt u.a. auch dafür, daß eine unübersehbare Anzahl von Milizen in diesen Staaten agieren. Sie haben tatsächlich oft die wirkliche Macht.

Syrien-Konflikt: "Wir erleben die Milizionierung ganzer Nationalstaaten"
STANDARD: Mit dem IS gibt es einen gemeinsamen Feind. Aber selbst in dieser Situation geraten arabische Rebellen, kurdische Rebellen und die Türkei aneinander. Selbst wenn der IS eines Tages besiegt sein sollte: Gibt es dann überhaupt ein Rezept für ein friedliches Zusammenleben?

Stein: Das ist die Millionen-Dollar-Frage. Wenn man den IS "besiegt", überlässt man das Gebiet letztlich Leuten, die im Grunde nichts anderes als Warlords sind. Und all diese Warlords sind erbitterte Rivalen. Die Frage ist dann: Werden all diese Warlords gegeneinander Krieg führen? Wir erleben letztlich die Milizionierung ganzer Nationalstaaten. Ich beschuldige die USA nicht, aber wenn man sich entscheidet, in einem ausländischen Konflikt einzugreifen, ohne eigene Soldaten hinzuschicken – das ist übrigens die intelligente Variante –, trägt man zu einer solchen Entwicklung bei. In Syrien sind mittlerweile so viele internationale Akteure involviert, und das Land wurde mit so unglaublich vielen Waffen überschwemmt, dass Milizen das Sagen haben werden – egal was passiert.

derstandard.at/2000043835342/Syrien-Konflikt-Wir-erleben-letztlich-die-Milizionierung-ganzer-Nationalstaaten


Wie soll sich da, nicht nur der Form nach, ein Nationalstaat halten bzw. etablieren? (Bis dato z.B. durch totalitäre Führer) Eigentlich betonen die beteiligte Mächte drumherum die Integrität nur aus dem Grund, weil sie sonst fürchten noch viel mehr Krisen, Konflikte und Probleme zu bekommen. Nüchtern betrachtet ist das stoische Festhalten nicht unbedingt logisch.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 9. Sep 2016, 06:53

Nicht wirklich überraschend.

CIA-Chef hat Zweifel, ob Irak und Syrien je wieder funktionieren

Ich weiß nicht, ob man Syrien und den Irak wieder zusammenfügen kann", sagte der CIA-Chef John Brennan zum Militär-Blatt "CTC Sentinel"

Bagdad/Damaskus/Washington – Die staatlichen Strukturen in den arabischen Krisenländern Irak und Syrien könnten nach Einschätzung von US-Geheimdienstchef John Brennan irreparabel zerstört sein. "Ich weiß nicht, ob man Syrien und den Irak wieder zusammenfügen kann", sagte Brennan, der dem US-Auslandsgeheimdienst CIA vorsteht, in einem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Interview.

"Ich habe Zweifel, ob wir zu meinen Lebzeiten noch die Etablierung von Zentralregierungen, die in diesen beiden Ländern einigermaßen ordentlich regieren können, sehen werden." In dem Gespräch mit der Fachpublikation "CTC Sentinel", die von der Militärakademie West Point herausgegeben wird, verwies der CIA-Direktor auf "all das Blutvergießen, all die Zerstörung, die vielen anhaltenden brodelnden Spannungen und religiösen Verwerfungen".

Vorstellen könne er sich, dass sich in diesen Ländern autonome Regionen etablierten, wie es bereits in den syrischen und irakischen Kurdengebieten geschehen sei, sagte Brennan. Der CIA-Chef berichtete in dem Interview auch von der zunehmenden Expansion der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ins südarabische Bürgerkriegsland Jemen. Dort sei eine zunehmende Zusammenarbeit des IS mit etablierten Verbänden des Terrornetzwerks Al Kaida zu beobachten. "Wir sehen das nun im Jemen: Es gibt Anzeichen, dass sie in der Tat zusammenarbeiten", sagte Brennan. Kerngebiet des IS sind der Irak und Syrien.

derstandard.at/2000044106129/CIA-Chef-hat-Zweifel-ob-Irak-und-Syrien-je-wieder
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon Audi » Fr 9. Sep 2016, 10:23

ach vorher konnte man sich da keine Gedanken machen? lol
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon Fuerst_48 » Fr 9. Sep 2016, 10:32

Wenn es einen solchen Zerfall geben sollte, wären die KURDEN die ersten, die ein Staatsgebiet bitter nötig hätten.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon King Kong 2006 » So 11. Sep 2016, 08:55

"Rojava" - "Westkurdistan" eine realistische Möglichkeit?

Die USA sind in einem Dilemma.

Seit zwei Jahren kämpfen die Milizionäre der kurdischen Kaderpartei PKK, die mit einer verwirrenden Zahl von Ablegern wie der YPG, YPJ und SDF (mit einer kleinen Zahl arabischer Kämpfer) in Syrien Vielfalt suggeriert, mit Verve gegen den IS. Die Sympathien der Welt waren ihnen sicher, als sie gegen die 2014 noch übermächtigen Dschihadisten die Kurdenstadt Kobane verteidigten. Unter den Augen der türkischen Armee auf der anderen Seite der Grenze, die keinen Finger rührte. Ankara ließ stattdessen jahrelang den IS fast unbehelligt in der Türkei und an ihrer Grenze gewähren.

Die USA entdeckten in den Kurden Verbündete nach ihrem Geschmack: keine Islamisten, sondern brennende Nationalisten, in deren Reihen auch Frauen Waffen tragen und die gar nicht gegen die Assad-Diktatur, sondern nur gegen den IS zu Felde ziehen wollten. Das ging gut, solange sie ihre eigenen, kurdischen Ortschaften freikämpften. Doch in Nordsyrien siedeln die Kurden seit Ewigkeiten vor allem in den drei weit auseinanderliegenden Bezirken Afrin, Kobane, Qamischli, zwischen denen arabische Städte und Dörfer liegen.

Aus drei räumlich isolierten "Kantonen" aber ließe sich nur schwerlich der Staat "Rojava", West-Kurdistan, formen, den die PKK/YPG aus Nordsyrien herauslösen will. Also müssen die Gebiete dazwischen eingenommen werden.

In Tall Rifaat vertrieben die Kurden nicht den IS, sondern die Bewohner

Und damit begannen die Probleme: Schon im Februar 2016 eroberten die kurdischen Truppen die Kleinstadt Tall Rifaat nördlich von Aleppo. Allerdings vertrieben sie hier nicht den IS, der gar nicht da war, sondern die Bewohner, die seit Anfang 2014 alle Attacken des IS zurückgeschlagen hatten.


Aber so, wie die USA die Kurdenpartei benutzen wollten, benutzte diese die USA. Und tat exakt das Gegenteil, marschierte gen Norden auf Jarablus zu, die nächste arabische Stadt, die vom IS besetzt war. Was folgte, waren der Einmarsch der türkischen Armee in Syrien, die Flucht des IS aus Jarablus und Verwirrung in Washington: Vizepräsident Joe Biden versicherte der Türkei amerikanische Unterstützung. Brett McGurk, US-Sonderbeauftragter für die internationale Anti-IS-Allianz, pries die Kurden.


Internetcafés geschlossen, neue Lehrer eingestellt

Doch dem ist nicht so. Mehrere Zeugen in der Stadt geben an, dass ortsfremde kurdische Einheiten ihre Stellungen ausbauen, ebenso hat der berüchtigte Partei-Geheimdienst "Assaish" sich dort eingerichtet. Auf einer Pressekonferenz versicherte YPG-Sprecher Redur Khalil am Dienstag, seine Partei habe nach der Befreiung von Manbidsch die Macht an den "Militärrat" der Stadt übergeben. Allerdings verschwieg er, dass die YPG diesen Rat aus handverlesenen Mitgliedern selbst mitgebracht hatte, während sie den gewählten Vertretern der Stadt die Rückkehr verweigert. "Sie besetzen einfach die Häuser von Rebellen oder Ratsleuten", so ein Bewohner, der aus Angst seinen Namen nicht nennen mag, "oder sie schmeißen die Bewohner raus, um dort ihre Kämpfer unterzubringen."

Drei Internetcafés, die nach der Vertreibung des IS aufgemacht hatten, seien bereits wieder geschlossen worden. An den Schulen sollen in den kommenden Wochen vor allem neue kurdische Lehrer anfangen. Junge Männer und Frauen aus der kleinen kurdischen Minderheit von Manbidsch, die sich nicht der Kurden-Miliz anschlössen, würden bedroht, ihre Familien müssten sonst 1000 Dollar zahlen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 11703.html


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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon Kardux » So 11. Sep 2016, 16:24

King Kong 2006 hat geschrieben:(11 Sep 2016, 09:55)

"Rojava" - "Westkurdistan" eine realistische Möglichkeit?

Die USA sind in einem Dilemma.







Macht man nicht so einen neuen Staat?


Der ganze Artikel verschweigt die Tatsache das weite Teile Nordsyriens arabisiert wurden, und zu Zeiten der Osmanen siedelte man turkophile Völker an. Hinzu kommen natürlich die vielen Christen die den Völkermord überlebt haben und im heutigen Syrien eine neue Heimat gefunden haben. Auch viele yezidische Kurden fanden damals Zuflucht im heutigen Syrien. Von einem homogenen Gebiet kann gar keine Rede sein, aber Fakt ist das orientalische Christen und Kurden in den letzten zwei Jahrhunderten demographisch verdrängt wurden. Das gilt nicht nur für Syrien.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon King Kong 2006 » So 11. Sep 2016, 19:17

Kardux hat geschrieben:(11 Sep 2016, 17:24)

Der ganze Artikel verschweigt die Tatsache das weite Teile Nordsyriens arabisiert wurden, und zu Zeiten der Osmanen siedelte man turkophile Völker an. Hinzu kommen natürlich die vielen Christen die den Völkermord überlebt haben und im heutigen Syrien eine neue Heimat gefunden haben. Auch viele yezidische Kurden fanden damals Zuflucht im heutigen Syrien. Von einem homogenen Gebiet kann gar keine Rede sein, aber Fakt ist das orientalische Christen und Kurden in den letzten zwei Jahrhunderten demographisch verdrängt wurden. Das gilt nicht nur für Syrien.


Das mag stimmen. Nur das Problem heutzutage ist, daß eine "Korrektur" für die Betroffenen oft genauso schwer hinzunehmen ist, wie seinerzeit. So gesehen, um den Zeitraum von 200 Jahren zu nehmen, müsste man so einige Grenzen überschlagen. Israels, der Türkei, Irans, Russlands, um in der Ecke zu bleiben.

Das die Kurden versuchen jetzt soviel zu schaffen, wie möglich erscheint logisch. Aber das geht dann auch mit ähnlich rechten Dingen zu, wie damals.

Die Türkei und vermutlich auch Syrien versuchen die Schließung des kurdischen Territoriums zu verhindern. Die USA scheint mitzumachen.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon bennyh » Di 13. Sep 2016, 10:12

Fuerst_48 hat geschrieben:(09 Sep 2016, 11:32)
Wenn es einen solchen Zerfall geben sollte, wären die KURDEN die ersten, die ein Staatsgebiet bitter nötig hätten.

Das Problem ist, dass die Kurden ebenfalls in der Türkei, im Irak und Iran siedeln und diese Staaten werden es mit aller Macht zu verhindern versuchen, dass ein Kurdenstaat in Syrien entsteht, da dieser dazu führen würde, dass kurdische Rufe nach Unabhängigkeit in besagten Staaten deutlich lauter würden.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon bennyh » Di 13. Sep 2016, 10:18

King Kong 2006 hat geschrieben:(09 Sep 2016, 07:53)

Nicht wirklich überraschend.

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CIA-Chef hat Zweifel, ob Irak und Syrien je wieder funktionieren

Ich weiß nicht, ob man Syrien und den Irak wieder zusammenfügen kann", sagte der CIA-Chef John Brennan zum Militär-Blatt "CTC Sentinel"

Bagdad/Damaskus/Washington – Die staatlichen Strukturen in den arabischen Krisenländern Irak und Syrien könnten nach Einschätzung von US-Geheimdienstchef John Brennan irreparabel zerstört sein. "Ich weiß nicht, ob man Syrien und den Irak wieder zusammenfügen kann", sagte Brennan, der dem US-Auslandsgeheimdienst CIA vorsteht, in einem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Interview.

Wie hat man eigentlich gemeinläufig die Situation während des Bürgerkriegs im Libanon eingeschätzt? Es hat zwar 15 Jahre gedauert, aber das Land hat ja auch wieder zusammengefunden. War man damals in Washington und co. der Meinung, das Land würde zerbrechen oder hat daran damals kaum jemand geglaubt?
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon King Kong 2006 » So 6. Nov 2016, 11:40

bennyh hat geschrieben:(13 Sep 2016, 11:18)

Wie hat man eigentlich gemeinläufig die Situation während des Bürgerkriegs im Libanon eingeschätzt? Es hat zwar 15 Jahre gedauert, aber das Land hat ja auch wieder zusammengefunden. War man damals in Washington und co. der Meinung, das Land würde zerbrechen oder hat daran damals kaum jemand geglaubt?


Kann ich so nicht beantworten.

In Jordanien finden Wahlen statt. Dabei die Muslimbrüder.

Jordanische Wahl dreht sich um die Muslimbrüder

Amman/Wien – Dass eine islamistische Partei vor Wahlen nicht mit "Islam" wirbt, sondern mit "Reform", ist an sich nicht so außergewöhnlich: Aber bei der jordanischen Muslimbruderschaft, die sich am nächsten Dienstag den Parlamentswahlen im haschemitischen Königreich stellt, hat sich in den vergangenen Jahren tatsächlich einiges verändert. Die Frage, wie die Muslimbrüder abschneiden werden – ob und mit wie vielen Mandaten sie die stärkste Gruppe im Parlament werden -, scheint Jordanien-Analysten rund um die Wahlen am meisten zu beschäftigen.

Dabei gibt es diese Muslimbruderschaft genau genommen gar nicht mehr. Vergangenen April schlossen die Behörden deren Büros, beschlagnahmten ihr Vermögen und erkannten eine Muslimbrüder-Abspaltung als die legale Muslimbruderschaft an (unter dem Namen Muslimbruderschaft-Gesellschaft). Legal ist jedoch auch weiterhin der politische Arm der "alten" Muslimbrüder, die Islamische Aktionsfront (IAF), ein starker Spieler in der jordanischen Politik, der jedoch die Wahlen 2010 und 2013 boykottierte.

Nach einer einschneidenden Wahlrechtsreform nimmt die IAF nun wieder an den Wahlen teil, aber, was viele überraschte, mit einer erweiterten Plattform als "Nationale Allianz für Reform" (NAR). Für fast alle Wahlbezirke hat die NAR Listen aufgestellt, auf denen sich auch Unabhängige, Frauen und Christen finden.

derstandard.at/2000044445996/Jordanische-Wahl-dreht-sich-um-die-Muslimbrueder


Jordanien scheint trotz vieler in der Grundstruktur des Staates verankerten Probleme und in der Nachbarschaft noch recht stabil.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon King Kong 2006 » So 6. Nov 2016, 20:30

In Jordanien sind drei US-Soldaten auf einer Basis getötet worden.

Army identifies three Special Forces soldiers killed in Jordan

The three service members killed Friday in Jordan were Green Berets from 5th Special Forces Group, the Army announced Sunday.

https://www.armytimes.com/articles/army ... -in-jordan
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon King Kong 2006 » Do 29. Dez 2016, 15:48

Wird der Staat Syrien bereits neu strukturiert?

Russia, Turkey, and Iran are reportedly discussing splitting Syria into three autonomous sub-states in a final deal to end the ongoing Syrian civil war, Reuters reports.

The three sub-states would be regionally autonomous and nominally remain under the power of a federal administrative system. This federal system would retain Syrian President Bashar Al-Assad in the beginning, before a less divisive figure took the helm. Assad’s religious sect, Shiite Alawites, would remain in charge of the federal system and have their own zone of influence under the terms of the deal.


Turkey wants to deny Syria’s Kurdish minority a de-facto state on its border, whom they regard as an existential threat on the same level with the Islamic State. Iran wants to retain a friendly Shiite ally along its border, and remains invested in Assad’s leadership. Russia conversely backs Assad but ultimately wants to retain its basing rights in Syria, and broker a successful deal to signal leadership role in world affairs.

Read more: http://dailycaller.com/2016/12/28/russi ... z4UErS9Acv


Spannend wird die kurdische Frage werden.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon Audi » Do 29. Dez 2016, 15:52

Dann müsste sich Erdogan mit den USA direkt anlegen. Ob er das wagt? Die IS Beweise gegen die USA von Erdogan kommen ja nicht aus heiterem Himmel
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon King Kong 2006 » Do 29. Dez 2016, 15:58

Audi hat geschrieben:(29 Dec 2016, 15:52)

Dann müsste sich Erdogan mit den USA direkt anlegen. Ob er das wagt? Die IS Beweise gegen die USA von Erdogan kommen ja nicht aus heiterem Himmel


Wichtig werden vor allen Dingen Arrangements mit Moskau sein. Ob, wie und wo dort ein kurdischer "substate" entsteht ist nicht unwesentlich von Russland abhängig. Und vom Iran, der auch kein Interesse hat. Weil sie die beiden sind, die dort vor Ort gestalten können. Der Iran wird politisch kein Problem sein. Russland wird sicher irgendwie und irgendwo ein Entgegenkommen der Türkei wünschen, wenn man sich nicht zu sehr für einen kurdischen Teil stark machen soll.

Im wesentlichen geht es wie so oft nicht um die vordergründigen Geschehnisse. Sondern was nützt es mir? Umsonst ist in Syrien da keiner. ;)

Natürlich ist es im Interesse der USA und Israels das es dort ein kurdisch verwaltetes Gebiet gibt. Ich denke, daß das auch kaum zu verhindern ist.
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon Audi » Do 29. Dez 2016, 16:15

King Kong 2006 hat geschrieben:(29 Dec 2016, 15:58)

Wichtig werden vor allen Dingen Arrangements mit Moskau sein. Ob, wie und wo dort ein kurdischer "substate" entsteht ist nicht unwesentlich von Russland abhängig. Und vom Iran, der auch kein Interesse hat. Weil sie die beiden sind, die dort vor Ort gestalten können. Der Iran wird politisch kein Problem sein. Russland wird sicher irgendwie und irgendwo ein Entgegenkommen der Türkei wünschen, wenn man sich nicht zu sehr für einen kurdischen Teil stark machen soll.

Im wesentlichen geht es wie so oft nicht um die vordergründigen Geschehnisse. Sondern was nützt es mir? Umsonst ist in Syrien da keiner. ;)

Natürlich ist es im Interesse der USA und Israels das es dort ein kurdisch verwaltetes Gebiet gibt. Ich denke, daß das auch kaum zu verhindern ist.

doch es ist zu verhindern. Wenn SAA ihre Regionen zurück erobern und Moskau und Iran UND die Türkei hinter sich haben, kann man nicht mehr viel tun. Wer soll denn da was tun? Mit was
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Adam Smith
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Re: Staatenzerfall in Nahost? Die Ära nach Sykes-Picot

Beitragvon Adam Smith » Do 29. Dez 2016, 16:51

Audi hat geschrieben:(29 Dec 2016, 16:15)

doch es ist zu verhindern. Wenn SAA ihre Regionen zurück erobern und Moskau und Iran UND die Türkei hinter sich haben, kann man nicht mehr viel tun. Wer soll denn da was tun? Mit was

Die USA sind mit Waffen und Soldaten in Syrien. Aus dem Grund tobt doch Erdogan. Die Türkei ist ja erst dann in Syrien einmaschiert als der IS geschwächelt hat. Und nun treffen die dort auf US-Soldaten und können dann nicht alles tun lassen was sie so gerne möchten.
Zuletzt geändert von Adam Smith am Do 29. Dez 2016, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.

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