Wie weiter mit Syrien ?

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Teamchef
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Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Teamchef » Mi 30. Mai 2012, 21:34

Gewalt ohne Ende: Das Blutvergießen in Syrien hat Hundertausende in die Flucht getrieben. Eine Waffenruhe gab es bisher nur auf dem Papier. :|

UN Bilanz: 10.000 Tote und 500.000 auf der Flucht

Standpunkte der Veto-Mächte:

Vereinigte Staaten

Ein US-Regierungssprecher betonte, alle Optionen lägen weiter auf dem Tisch. Zum derzeitigen Zeitpunkt würden die USA den Einsatz von Truppen allerdings nicht für richtig halten, da dies zu weiterem Chaos und dem massenhaften Tod von Menschen führen würde.

Frankreich

Frankreich zieht Militärintervention in Syrien in Erwägung.

Russische Föderation

Russland hat derweil ein weiteres Handeln der Vereinten Nationen im Syrien-Konflikt als "verfrüht" bezeichnet. "Wir denken, dass ein Inbetrachtziehen von neuen Maßnahmen durch den UN-Sicherheitsrat verfrüht ist", sagte der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax. Russland habe seit Beginn grundsätzlich eine ausländische Intervention in Syrien abgelehnt, "da dies die Situation im Land und der ganzen Region nur verschlimmern würde".

Großbritannien

Bisher keine Festlegung auf eine militärische Intervention, dürften sich aber den USA und Frankreich anschließen sobald es konkret wird, meine Überzeugung.

China

In Peking erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Liu Wimin, sein Land widersetze sich jeder Militärintervention und werde keinen gewaltsamen Regimewechsel zulassen. Der beste Weg, die Krise in Syrien zu bewältigen, bleibe die volle Unterstützung für Annans Vermittlung. Die Volksrepublik werde auch keine syrischen Diplomaten ausweisen, wie dies mehrere Länder getan haben.


Bei all' dem Hin und Her, den Fürs und Widers, militärisches Eingreifen oder nicht - bei all' dem Frage ich mich, wo stünde unser Deutschland, wenn nicht Amerikaner, Franzosen, Engländer und viele andere Nationen diesem Wahnsinn nicht auch durch eigenes Blutvergießen endlich ein Ende bereiten?

Die diplomatischen Mittel sind ja nun ausgeschöpft nach 16 Sanktionsrunden und der Ausweisung der Diplomaten vom Vortag.
Zuletzt geändert von Teamchef am Mi 30. Mai 2012, 21:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Fadamo
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Fadamo » Do 31. Mai 2012, 03:32

Kriege kosten geld.
Europa sollte zu hause bleiben.
Nicht nur in syrien ist bürgerkrieg.
Wollen die europäer jetzt überall wo bürgerkrieg ist, unsere soldaten hinschicken?
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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zollagent
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Do 31. Mai 2012, 07:10

Teamchef » Mi 30. Mai 2012, 22:34 hat geschrieben:Gewalt ohne Ende: Das Blutvergießen in Syrien hat Hundertausende in die Flucht getrieben. Eine Waffenruhe gab es bisher nur auf dem Papier. :|

UN Bilanz: 10.000 Tote und 500.000 auf der Flucht

Standpunkte der Veto-Mächte:

Vereinigte Staaten

Ein US-Regierungssprecher betonte, alle Optionen lägen weiter auf dem Tisch. Zum derzeitigen Zeitpunkt würden die USA den Einsatz von Truppen allerdings nicht für richtig halten, da dies zu weiterem Chaos und dem massenhaften Tod von Menschen führen würde.

Frankreich

Frankreich zieht Militärintervention in Syrien in Erwägung.

Russische Föderation

Russland hat derweil ein weiteres Handeln der Vereinten Nationen im Syrien-Konflikt als "verfrüht" bezeichnet. "Wir denken, dass ein Inbetrachtziehen von neuen Maßnahmen durch den UN-Sicherheitsrat verfrüht ist", sagte der russische Vize-Außenminister Gennadi Gatilow am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax. Russland habe seit Beginn grundsätzlich eine ausländische Intervention in Syrien abgelehnt, "da dies die Situation im Land und der ganzen Region nur verschlimmern würde".

Großbritannien

Bisher keine Festlegung auf eine militärische Intervention, dürften sich aber den USA und Frankreich anschließen sobald es konkret wird, meine Überzeugung.

China

In Peking erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Liu Wimin, sein Land widersetze sich jeder Militärintervention und werde keinen gewaltsamen Regimewechsel zulassen. Der beste Weg, die Krise in Syrien zu bewältigen, bleibe die volle Unterstützung für Annans Vermittlung. Die Volksrepublik werde auch keine syrischen Diplomaten ausweisen, wie dies mehrere Länder getan haben.


Bei all' dem Hin und Her, den Fürs und Widers, militärisches Eingreifen oder nicht - bei all' dem Frage ich mich, wo stünde unser Deutschland, wenn nicht Amerikaner, Franzosen, Engländer und viele andere Nationen diesem Wahnsinn nicht auch durch eigenes Blutvergießen endlich ein Ende bereiten?

Die diplomatischen Mittel sind ja nun ausgeschöpft nach 16 Sanktionsrunden und der Ausweisung der Diplomaten vom Vortag.

So lange es noch eine VETO-Macht gibt, die Interessen in Syrien hat, wie z.B. Russland mit seinem Flottenstützpunkt, oder China, das kein Beispiel eines Regimewechsels zulassen will, könnte ja abfärben auf das eigene Land, wird es bei Worten und dem Zusehen beim Abschlachten der Menschen bleiben.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon yogi61 » Do 31. Mai 2012, 07:25

zollagent » Do 31. Mai 2012, 08:10 hat geschrieben:So lange es noch eine VETO-Macht gibt, die Interessen in Syrien hat, wie z.B. Russland mit seinem Flottenstützpunkt, oder China, das kein Beispiel eines Regimewechsels zulassen will, könnte ja abfärben auf das eigene Land, wird es bei Worten und dem Zusehen beim Abschlachten der Menschen bleiben.



Es ist völlig abwegig die Situation in Syrien mit der in China zu vergleichen, desweiteren haben weder die USA noch Deutschland ein Interesse militärisch in Syrien einzugreifen. Man sagt es natürlich nicht offen, aber insgeheim dürfte man sehr froh über die Vetos im Sicherheitsrat sein.

"Für Spekulationen über militärische Optionen besteht aus Sicht der Bundesregierung kein Anlass. Wir wollen den Menschen in Syrien helfen, und wir wollen einen Flächenbrand in der Region verhindern", geht Außenminister Guido Westerwelle (FDP) indirekt auf Distanz zu Hollande.

"Mich haben die Äußerungen von Herrn Hollande schon überrascht, zumal der neue Außenminister Laurent Fabius kürzlich erklärt hat, niemand erwäge derzeit eine Bodenoffensive", bekennt der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Ruprecht Polenz. Der FDP-Außenpolitiker Rainer Stinner verweist auf die anstehenden Parlamentswahlen in Frankreich: "Hollande ist im Wahlkampf und will sich außenpolitisch profilieren."

http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 35956.html
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon De Boer » Do 31. Mai 2012, 09:03

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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon yogi61 » Do 31. Mai 2012, 09:40



Das ist in Zeiten von US-Wahlen natürlich nie ganz auszuschliessen.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon USA TOMORROW » Do 31. Mai 2012, 09:44


Wäre Bush noch Präsident, würden die Schlagzeilen wohl etwas anders aussehen. :?
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Konder » Do 31. Mai 2012, 10:13

usaTomorrow » Do 31. Mai 2012, 10:44 hat geschrieben:Wäre Bush noch Präsident, würden die Schlagzeilen wohl etwas anders aussehen. :?


Du willst sagen das es ein Unterschied zwischen Buch und Obama existiert ?
Das ich nicht lache.... Ha Ha Ha
Faschismus ist wenn die Unteren klassen in eine Menge-Elitärischen Gesellschaft die Elitäre Diktatur unterschützen.
somit ist in Deutschland keine Demokratie sondern Faschismus.

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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Liegestuhl » Do 31. Mai 2012, 10:37

Konder » Do 31. Mai 2012, 11:13 hat geschrieben:Du willst sagen das es ein Unterschied zwischen Buch und Obama existiert ?


Den kenne ich sogar.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Teamchef » Fr 1. Jun 2012, 09:48

US-General glaubt an schnellen Sieg über Assad

„Syrische Luftabwehr wäre in wenigen Tagen ausgeschaltet“
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Teamchef » Fr 1. Jun 2012, 09:53

Teamchef » Fr 1. Jun 2012, 12:48 hat geschrieben:US-General glaubt an schnellen Sieg über Assad

„Syrische Luftabwehr wäre in wenigen Tagen ausgeschaltet“


Wie würde die Operation ablaufen?

General McPeak: „Zunächst einmal müsste man die syrische Luftabwehr ausschalten. Das ist mit Drohnen und Tarnkappenbombern in wenigen Tagen, vielleicht sogar schneller möglich. Sobald man den Luftraum über Syrien uneingeschränkt kontrolliert, atmen Assads Soldaten ‚feindliche Luft.‘

Das heißt nicht, dass sie schon unschädlich sind. Aber sie wissen plötzlich, dass da feindliche Jets über ihnen sind. Das Kräfteverhältnis am Boden würde sich ändern. Syrische Truppen könnten sich nicht mehr ungehindert bewegen.“

Nato-Jets würden dann syrische Kampfhubschrauber abschießen – und Bodentruppen (Panzer, Artillerie) bombardieren, die sich Städten nähern.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Fr 1. Jun 2012, 10:07

Rein militärisch könnte Syrien den Jets der USA oder Frankreichs eh nicht viel entgegensetzen. Das dürfte ausgemacht sein. Besser und vor allem unblutiger wäre eine politische Lösung. Assad könnte zu seinen Freunden nach Moskau ins Exil gehen. Ob er so viel Vernunft aufbringt? Das Schicksal Gaddafis sollte Warnung für ihn sein.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Chlorobium » Fr 1. Jun 2012, 10:08

Mit oder ohne Taschengeld?

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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon ThorsHamar » Fr 1. Jun 2012, 10:13

zollagent » Fr 1. Jun 2012, 10:07 hat geschrieben:Rein militärisch könnte Syrien den Jets der USA oder Frankreichs eh nicht viel entgegensetzen. Das dürfte ausgemacht sein. Besser und vor allem unblutiger wäre eine politische Lösung. Assad könnte zu seinen Freunden nach Moskau ins Exil gehen. Ob er so viel Vernunft aufbringt? Das Schicksal Gaddafis sollte Warnung für ihn sein.


Vielleicht ist das Schicksal der Libyer ja eher eine Warnung für die Syrer.
Ich finde interessant, wie "der Westen" im Namen von Menschenrechten und Demokratie den Islamisten den Vormarsch freibombt.
Warum wohl? Wahrscheinlich werden damit spätere, noch bessere Absatzmärkte für die Waffenindustrie geschaffen....
"Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst."
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Gutmensch » Fr 1. Jun 2012, 10:19

ThorsHamar » Fr 1. Jun 2012, 11:13 hat geschrieben:
Vielleicht ist das Schicksal der Libyer ja eher eine Warnung für die Syrer.
Ich finde interessant, wie "der Westen" im Namen von Menschenrechten und Demokratie den Islamisten den Vormarsch freibombt.
Warum wohl? Wahrscheinlich werden damit spätere, noch bessere Absatzmärkte für die Waffenindustrie geschaffen....



Dahinter steckt nicht das Kalkül Islamisten den weg frei zu bomben, es geht darum die Spannungsfelder abzubauen, die durch Diktaturen und Unterdrückung stabil bleiben. Eingegriffen wird nur dort, wo man Schlimmeres verhindern will. Dass es nach der Befreiung leider doch schlimmer kommt, sind unangenehme Kollateralschäden, die man mittelfristig in Kauf nehmen muss.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Konder » Fr 1. Jun 2012, 10:20

Gutmensch » Fr 1. Jun 2012, 11:19 hat geschrieben:

Dahinter steckt nicht das Kalkül Islamisten den weg frei zu bomben, es geht darum die Spannungsfelder abzubauen, die durch Diktaturen und Unterdrückung stabil bleiben. Eingegriffen wird nur dort, wo man Schlimmeres verhindern will. Dass es nach der Befreiung leider doch schlimmer kommt, sind unangenehme Kollateralschäden, die man mittelfristig in Kauf nehmen muss.


Tja wenn das so wehre dann sollte man USA befreien.
Zuletzt geändert von Konder am Fr 1. Jun 2012, 10:21, insgesamt 1-mal geändert.
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somit ist in Deutschland keine Demokratie sondern Faschismus.

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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Chlorobium » Fr 1. Jun 2012, 10:24

Die Bürger der USA müssen aber nicht befreit werden; wovon auch?

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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon d'Artagnan » Fr 1. Jun 2012, 10:37

ThorsHamar » Fr 1. Jun 2012, 10:13 hat geschrieben:
Vielleicht ist das Schicksal der Libyer ja eher eine Warnung für die Syrer.
Ich finde interessant, wie "der Westen" im Namen von Menschenrechten und Demokratie den Islamisten den Vormarsch freibombt.
Warum wohl? Wahrscheinlich werden damit spätere, noch bessere Absatzmärkte für die Waffenindustrie geschaffen....

Es ist wohl eher stupide Kurzsichtigkeit und Gier von Seiten der üblichen Verdächtigen (Frankreich, GB, USA): Wetten, dass -wie damals im Falle Lybiens- schon längst Ölförderverträge mit der syrischen Oppositionsführung (welche sich u.a. als "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" tarnt) geschlossen sind?
Hollande's unverhohlene Kriegslust deutet sehr darauf hin!

Hauptprofiteur bei einem Regimewechsel in Syrien wäre aber -neben den Islamisten- Erdogan, dessen neo-osmanische Träume ein weiteres Stück verwirklicht werden würden. Hauptverlierer wären der Iran und die religiösen Minderheiten im Land (u.a. Aleviten und Christen) die dann wohl ebenso gründlich vertrieben und ausgelöscht würden, wie das derzeit im Nachbarland Irak der Fall ist.
Zuletzt geändert von d'Artagnan am Fr 1. Jun 2012, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Platon » Fr 1. Jun 2012, 10:53

Teamchef » Fr 1. Jun 2012, 10:48 hat geschrieben:US-General glaubt an schnellen Sieg über Assad

„Syrische Luftabwehr wäre in wenigen Tagen ausgeschaltet“

Das man militärisch überlegen ist, ist klar.
Ein Militärschlag muss allerdings intelligent geführt werden.
Eine Zerstörung oder starke Schwächung der syrischen Armee beispielsweise würde die Situation langfristig her verschlechtern. Weil irgendeine Institution muss es ja geben, die nach Assad die Ordnung im Land wieder herstellen kann.
Denn das ist ja Sinn und Zweck der internationalen Bemühungen. Es geht darum die Ordnung und Stabilität zurück zu bringen.
Dies geht aber letztlich nur über den Fall des Assad-Regimes - was den Weg frei macht für einen politischen Neuanfang durch Errichtung eines demokratischen Systems, welches alle gesellschaftlichen Gruppen einbezieht. Einen groß angelegten Krieg welcher die militärischen Kapazitäten der syrischen Armee zerstört würde wohl die einzige Institution zerstören die nach Assad in der Lage wäre die Ordnung flächendeckend aufrecht zu erhalten. Natürlich mit einer veränderten Führung, ohne die Kontrolle des Assad-Clans.

Die Rebellen sind viel zu schwach um das Land militärisch zu kontrollieren. Von daher bringt ein militärischer Sieg gegen die syrische Armee gar nichts, zwar würde Assad dann wohl dem Beispiel Gaddafis folgen, aber eine Beruhigung der Lage würde das kaum bringen. Ziel muss es sein den Druck auf Assad zu erhöhen bis er entweder flieht oder persönlich ausgeschaltet wird.

Ein Militärschlag sollte daher begrenzt sein auf Einheiten welche die Rebellen-Hochburgen angreifen. Das heißt in erster Linie die Panzer, welche die Wohnviertel bombardieren in denen sich Rebellen verschanzt haben - dazu braucht es natürlich Leute am Boden die es koordinieren usw.
Wenn Assad dann nicht mehr in der Lage ist den Aufstand militärisch nieder zu schlagen wäre er am Ende - die Frage wird dann sein ob er sich dessen bewusst sein wird.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Konder » Fr 1. Jun 2012, 11:30

Platon » Fr 1. Jun 2012, 11:53 hat geschrieben:Das man militärisch überlegen ist, ist klar.
Ein Militärschlag muss allerdings intelligent geführt werden.
Eine Zerstörung oder starke Schwächung der syrischen Armee beispielsweise würde die Situation langfristig her verschlechtern. Weil irgendeine Institution muss es ja geben, die nach Assad die Ordnung im Land wieder herstellen kann.
Denn das ist ja Sinn und Zweck der internationalen Bemühungen. Es geht darum die Ordnung und Stabilität zurück zu bringen.
Dies geht aber letztlich nur über den Fall des Assad-Regimes - was den Weg frei macht für einen politischen Neuanfang durch Errichtung eines demokratischen Systems, welches alle gesellschaftlichen Gruppen einbezieht. Einen groß angelegten Krieg welcher die militärischen Kapazitäten der syrischen Armee zerstört würde wohl die einzige Institution zerstören die nach Assad in der Lage wäre die Ordnung flächendeckend aufrecht zu erhalten. Natürlich mit einer veränderten Führung, ohne die Kontrolle des Assad-Clans.

Die Rebellen sind viel zu schwach um das Land militärisch zu kontrollieren. Von daher bringt ein militärischer Sieg gegen die syrische Armee gar nichts, zwar würde Assad dann wohl dem Beispiel Gaddafis folgen, aber eine Beruhigung der Lage würde das kaum bringen. Ziel muss es sein den Druck auf Assad zu erhöhen bis er entweder flieht oder persönlich ausgeschaltet wird.

Ein Militärschlag sollte daher begrenzt sein auf Einheiten welche die Rebellen-Hochburgen angreifen. Das heißt in erster Linie die Panzer, welche die Wohnviertel bombardieren in denen sich Rebellen verschanzt haben - dazu braucht es natürlich Leute am Boden die es koordinieren usw.
Wenn Assad dann nicht mehr in der Lage ist den Aufstand militärisch nieder zu schlagen wäre er am Ende - die Frage wird dann sein ob er sich dessen bewusst sein wird.


Das sinn und zweck diese Operation ist Syrien zu erobern um sich weg nach Iran frei zu machen und neben bei die Ganze muslimische Welt gegen Christliche Welt aufzuhetzen.
Faschismus ist wenn die Unteren klassen in eine Menge-Elitärischen Gesellschaft die Elitäre Diktatur unterschützen.
somit ist in Deutschland keine Demokratie sondern Faschismus.

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