Wie weiter mit Syrien ?

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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Cobra9 » Do 10. Mai 2018, 09:48

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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Fr 11. Mai 2018, 11:26

Alexyessin hat geschrieben:(09 May 2018, 09:40)

Gut, rein militärisch ist Damaskus in Reichweite. Die Frage ist, ob sie sich das wirklich antun werden wollen.

Ich glaube nicht, daß Israel seine Waffen dafür verschwendet, eine Millionenstadt zu bombardieren. Einen Präzisionsschlag auf einen Ort, wo man vielleicht Assad lokalisiert, das halte ich hingegen für sehr gut möglich. Sowohl technisch als auch politisch. Dafür reicht ja dann auch eine Rakete.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon van Kessel » Fr 11. Mai 2018, 15:07

Politischen Mord für 'toll' zu befinden, hat schon ein G'schmäckle. Eine Rakete auf Damaskus könne das Ende Israels bedeuten, weil bekanntlich zurückgeschossen werden kann. Iran & Syrien ist groß, Israel ist klein. Und bei einem flächenmäßig kleinen Staat genügen wenige Raketen, die großen Zentren in Schutt und Asche zu legen. Und die Tore des Gazastreifen sind so dicht auch nicht, dass nicht die Welle der Palästinenser über die Israelis kommt. EIn Spiel mit dem Feuer, das sollte Israel bedenken und der Trump ist weit und sitzt in seinem Ovalen Büro und feixt. Und ehe seine Flugzeugträger vor Ort sind, ist Israel Geschichte.

Und ich denke, auch die Araber wissen, wo die Israelis ihre A-Bomben gebunkert haben; selbst in U-Booten Made in Germany, dürften sie inzwischen bekannt sein.

Alle strategischen Ansichten sind unsinnig, denn das 'gemeine Volk' hat von diesen Spielchen nichts als den Tod. Kein Jehova, Allah oder Gott hält die 'Shells of Fury' auf, dies muss schon die 'vermutete' Vernunft des Homo Sapiens schon selbst machen.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Cobra9 » Fr 11. Mai 2018, 15:44

zollagent hat geschrieben:(11 May 2018, 12:26)

Ich glaube nicht, daß Israel seine Waffen dafür verschwendet, eine Millionenstadt zu bombardieren. Einen Präzisionsschlag auf einen Ort, wo man vielleicht Assad lokalisiert, das halte ich hingegen für sehr gut möglich. Sowohl technisch als auch politisch. Dafür reicht ja dann auch eine Rakete.


Israel könnte Assad ausschalten. Bringt nur nicht viel. Ändert nichts daran das Iran und Russland weiter aktiv sind. Gerechtfertigt dagegen ist eine Reaktion auf Angriffe
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Schnitter » Fr 11. Mai 2018, 15:50

van Kessel hat geschrieben:(11 May 2018, 16:07)
EIn Spiel mit dem Feuer, das sollte Israel bedenken und der Trump ist weit und sitzt in seinem Ovalen Büro und feixt. Und ehe seine Flugzeugträger vor Ort sind, ist Israel Geschichte.


Es sind bereits amerikanische Flugzeugträger vor Ort.

Iran und Syrien wären im Falle eines Krieges hoffnungslos unterlegen.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 11. Mai 2018, 16:06

Schnitter hat geschrieben:(11 May 2018, 16:50)

Es sind bereits amerikanische Flugzeugträger vor Ort.

Iran und Syrien wären im Falle eines Krieges hoffnungslos unterlegen.


Diese Flugzeugträger kurven seit Jahrzehnten da herum. Unter Bush hatten einige besorgte Teilnehmer ein sehr genaues Auge darauf, welcher Träger gerade wo war. Sozusagen einen Fahrplan. Der ist praktisch nicht geheimzuhalten. Da seinerzeit minütlich mit einem US-Angriff auf den Iran gerechnet wurde. Bis US-Militärs und am Ende Bush selbst ein Machtwort dazu sprachen.

Träger hin oder her. Das alleine bringts nicht. Damals nicht, heute noch weniger.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 11. Mai 2018, 16:07

Denke, Israel hat ziemlich unmissverständlich eine Rote Karte gezeigt und die Botschaft ist klar - eine weitere Ausbreitung des Terrorismus in Syrien wird nicht geduldet.
Nötigenfalls wird auch Assad als symbolischer Statthalter ausgeschaltet.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Cobra9 » Fr 11. Mai 2018, 16:33

King Kong 2006 hat geschrieben:(11 May 2018, 17:06)

Diese Flugzeugträger kurven seit Jahrzehnten da herum. Unter Bush hatten einige besorgte Teilnehmer ein sehr genaues Auge darauf, welcher Träger gerade wo war. Sozusagen einen Fahrplan. Der ist praktisch nicht geheimzuhalten. Da seinerzeit minütlich mit einem US-Angriff auf den Iran gerechnet wurde. Bis US-Militärs und am Ende Bush selbst ein Machtwort dazu sprachen.

Träger hin oder her. Das alleine bringts nicht. Damals nicht, heute noch weniger.



Träumt doch nicht das Syrien und der Iran eine Chance gegen die USA hätten. Außerdem ist längst nicht jeder Staat pro Iran. Gibt genug Staaten die den Usa eher zugeneigt wären und ihre Chancen nutzen würden.

Ja es würde die USA einiges kosten. Aber den Krieg würden Sie de facto gewinnen. Nur betet lieber das niemand diesen Krieg führen wird. Der Iran hat ca. 300 Kampfflugzeuge. Das können die USA locker schlagen.

Es wäre trotzdem nicht klug einem.offenen Krieg zu führen
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon van Kessel » Fr 11. Mai 2018, 16:48

"DarkLightbringer"
Denke, Israel hat ziemlich unmissverständlich eine Rote Karte gezeigt und die Botschaft ist klar - eine weitere Ausbreitung des Terrorismus in Syrien wird nicht geduldet. Nötigenfalls wird auch Assad als symbolischer Statthalter ausgeschaltet.
erschreckend wie 'moralisch' hier einige sind, wenn es um die Tötung eines Menschen geht. Von diesem Aspekt einmal abgesehen, wäre es sinnlos einen Menschen zu eliminieren, weil Niemand weiß, ob nicht dadurch ein schlimmerer Diktator an die Macht kommt.

Syrien hat mit seinem Kampf gegen den IS und des Kampfes gegen all die Fraktionen denen dieser Staat nicht gefällt (man denke dabei auch an die Türkei) schlimmeres erlebt als ein paar Raketen auf eine Stadt. Ob die WIderstandskraft von Menschen in Tel Aviv auch so ausgeprägt ist, wage ich - bei einem Bombardement syrisch/iranischer Raketen - zu bezweifeln.

Also bitte, lasst das Gelaber vom 'ausknipsen missliebiger' Politiker; dadurch ändert sich nichts. Die christliche Moral verbietet dies (auch den USA, welche diese Drohnen-Hinrichtungsvideos gerne 'dokumentieren'). Wer Wind sät, wird Sturm ernten; genau so ist es gekommen im Zweistromland und in Palästina.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon van Kessel » Fr 11. Mai 2018, 16:56

"Cobra9"
Träumt doch nicht das Syrien und der Iran eine Chance gegen die USA hätten. Außerdem ist längst nicht jeder Staat pro Iran. Gibt genug Staaten die den Usa eher zugeneigt wären und ihre Chancen nutzen würden.
wenn da nur nicht die Russen in Syrien wären und die, welche ihren Stützpunkt in Tartus verteidigen würden; nicht wahr? :mad2:

Lasst die Kriegspielerei lieber bleiben, denn Niemand ist mehr eine Insel, auch Deutschland nicht. Der maroden Bundeswehr käme momentan ein Krieg (du versteht NATO und so?) gar nicht gelegen.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 11. Mai 2018, 17:25

van Kessel hat geschrieben:(11 May 2018, 17:48)

"DarkLightbringer"
erschreckend wie 'moralisch' hier einige sind, wenn es um die Tötung eines Menschen geht. Von diesem Aspekt einmal abgesehen, wäre es sinnlos einen Menschen zu eliminieren, weil Niemand weiß, ob nicht dadurch ein schlimmerer Diktator an die Macht kommt.
Ausschalten heißt nicht unbedingt töten, es heißt so viel wie außer Funktion bringen.
Assads Neutralisierung wäre eher symbolischer Natur, aber ein weiterer Gesichtsverlust der IR Iran.
Aber die Israelis haben das verkündet, nicht ich. Vermutlich ist das militärisch gemeint. Da wird nicht gefragt, was "danach" kommt, es meint einfach, man verstehe nicht viel Spaß.

Syrien hat mit seinem Kampf gegen den IS und des Kampfes gegen all die Fraktionen denen dieser Staat nicht gefällt (man denke dabei auch an die Türkei) schlimmeres erlebt als ein paar Raketen auf eine Stadt. Ob die WIderstandskraft von Menschen in Tel Aviv auch so ausgeprägt ist, wage ich - bei einem Bombardement syrisch/iranischer Raketen - zu bezweifeln.

Die Menschen in Syrien leiden seit fast 50 Jahren unter dem niederträchtigen Regime der Familie Assad. Zu den perfiden Strategien des Regimes gehörte es, dem IS den Weg zu bereiten.

Falls der Iran Tel Aviv angreifen sollte, wird Teheran zwei mal angegriffen.

Also bitte, lasst das Gelaber vom 'ausknipsen missliebiger' Politiker; dadurch ändert sich nichts. Die christliche Moral verbietet dies (auch den USA, welche diese Drohnen-Hinrichtungsvideos gerne 'dokumentieren'). Wer Wind sät, wird Sturm ernten; genau so ist es gekommen im Zweistromland und in Palästina.
Eben an diesem Wind hat Teheran einen großen Anteil und im Sturm könnten die Schwarzröcke fallen.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 11. Mai 2018, 17:28

van Kessel hat geschrieben:(11 May 2018, 17:56)

"Cobra9"
wenn da nur nicht die Russen in Syrien wären und die, welche ihren Stützpunkt in Tartus verteidigen würden; nicht wahr? :mad2:

Lasst die Kriegspielerei lieber bleiben, denn Niemand ist mehr eine Insel, auch Deutschland nicht. Der maroden Bundeswehr käme momentan ein Krieg (du versteht NATO und so?) gar nicht gelegen.

Tartus können die Russen behalten, mit oder ohne Assad. Nur die Terror-Achse soll ihre Stellungen nicht weiter ausbauen. Der Albtraum von der Landbrücke ans Mittelmeer muss eben begraben werden.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Fr 11. Mai 2018, 18:12

van Kessel hat geschrieben:(11 May 2018, 16:07)

Politischen Mord für 'toll' zu befinden, hat schon ein G'schmäckle.....

"Toll" steht bitte wo?
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Fr 11. Mai 2018, 18:20

van Kessel hat geschrieben:(11 May 2018, 16:07)

Politischen Mord für 'toll' zu befinden, hat schon ein G'schmäckle. Eine Rakete auf Damaskus könne das Ende Israels bedeuten, weil bekanntlich zurückgeschossen werden kann. Iran & Syrien ist groß, Israel ist klein. Und bei einem flächenmäßig kleinen Staat genügen wenige Raketen, die großen Zentren in Schutt und Asche zu legen. Und die Tore des Gazastreifen sind so dicht auch nicht, dass nicht die Welle der Palästinenser über die Israelis kommt. EIn Spiel mit dem Feuer, das sollte Israel bedenken und der Trump ist weit und sitzt in seinem Ovalen Büro und feixt. Und ehe seine Flugzeugträger vor Ort sind, ist Israel Geschichte.

Und ich denke, auch die Araber wissen, wo die Israelis ihre A-Bomben gebunkert haben; selbst in U-Booten Made in Germany, dürften sie inzwischen bekannt sein.

Alle strategischen Ansichten sind unsinnig, denn das 'gemeine Volk' hat von diesen Spielchen nichts als den Tod. Kein Jehova, Allah oder Gott hält die 'Shells of Fury' auf, dies muss schon die 'vermutete' Vernunft des Homo Sapiens schon selbst machen.

Bei diesen "U-Booten made in Germany" ist das einzige Kriterium die vier Seitentorpedorohre vom Kaliber 65 cm. Zufällig das Kaliber, wo eine Cruise Missile durchpassen würde. Allein auf dieser einen Übereinstimmung wird rumgeblökt "Deutschland liefert Israel Raketen-U-Boote". Das ist und das bleibt dummes Zeug. Die eigentliche Zweckbestimmung dieser Torpedorohre ist der Ein- und Ausstieg von Froschmännern im getauchten Zustand des U-Bootes. Es mögen Cruise-Missiles in die Rohre reinpassen, aber es gibt keine elektronische Ausrüstung an Bord, solche Flugkörper zu starten und auf Kurs zu bringen. Und Nachladen dürfte am Raumproblem scheitern.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 11. Mai 2018, 19:36

Cobra9 hat geschrieben:(11 May 2018, 17:33)

Träumt doch nicht das Syrien und der Iran eine Chance gegen die USA hätten. Außerdem ist längst nicht jeder Staat pro Iran. Gibt genug Staaten die den Usa eher zugeneigt wären und ihre Chancen nutzen würden.

Ja es würde die USA einiges kosten. Aber den Krieg würden Sie de facto gewinnen. Nur betet lieber das niemand diesen Krieg führen wird. Der Iran hat ca. 300 Kampfflugzeuge. Das können die USA locker schlagen.

Es wäre trotzdem nicht klug einem.offenen Krieg zu führen


Das hat mit Träumen nichts zu tun. Das ist das andere Extrem. Es ist auffällig, daß die beiden "extremen Enden" bei der Betrachtung eines Konfliktes dominieren. Zumindest macht es bei den Diskussionen den Eindruck.

Es gibt Vertreter in der Diskussion, die meinen, man bräuchte nur das Waffensystem x oder y einem "gefährdeten" Staat liefern, dann wäre das fast schon eine Sicherheit im militärischen Konflikt. Das war, ist und bleibt natürlich Unsinn. Selbst wenn man Patriot Raketen, Leopard Panzer und brit. Angriffs U-Boote Kongo, Irak, dem Iran oder Norwegen liefern würde, bedeutet das nicht, daß damit eine Parität oder dergestalt mit z.B. den USA hergestellt wäre. Absolut nicht. Es hängt von viel mehr Parametern ab. Selbst, wenn man einem Staat praktisch 1 zu 1 dassselbe Gerät zur Verfügung stellen würde, wie es die US-Streitkräfte haben, bedeutet das überhaupt nichts.

Auf der anderen Seite machen es sich die Diskussionsvertreter aber auch zu leicht, wenn man einfach nur Erbsen zählt. Staat X hat 600 Kampfflugzeug, Staat Y 100 und ersterer Flugzeuge der 5. Generation und letztere der 2. Generation. Ergo, der Sieg ist sicher! Ebenso Blödsinn. Der Vietcong hatte nicht einen Flugzeugträger. Verloren ging der Krieg trotzdem. Die Mudschahedin hatten keine Panzerdivisionen. Trotzdem versagte die sowjetische Panzerwaffe und es wurde eine schallenden Niederlage. Die Frage lautet, was Sieg genau bedeutet oder Niederlage bedeutet. Wenn US-Militärs sagen, daß man einen Krieg mit dem Iran vermeiden sollte hat das weder mit Pazifismus, noch mit der Angst vor der totalen Niederlage der USA und anschließendem Einmarsch Irans zu tun. Es werden einfach die Ziele nicht erreicht. Die Kosten übersteigen den Nutzen. Zudem.

Von daher sollte man mit diesen kindischen Sandkastenstrategien auffhören. Weder empfiehlt sich ein Waffengang der USA gegen den Iran, weil sie mehr und bessere Waffen haben noch bedeutet das im Kehrschluß, daß man deshalb z.B. den Iran "überschätzt", oder träumt. Ich denke, daß z.B. die Militärs da nicht träumen, wenn sie davon abraten.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 11. Mai 2018, 20:49

King Kong 2006 hat geschrieben:(11 May 2018, 20:36)
Von daher sollte man mit diesen kindischen Sandkastenstrategien auffhören. Weder empfiehlt sich ein Waffengang der USA gegen den Iran, weil sie mehr und bessere Waffen haben noch bedeutet das im Kehrschluß, daß man deshalb z.B. den Iran "überschätzt", oder träumt. Ich denke, daß z.B. die Militärs da nicht träumen, wenn sie davon abraten.

Ja, passt.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Cobra9 » Sa 12. Mai 2018, 04:33

van Kessel hat geschrieben:(11 May 2018, 17:56)

"Cobra9"
wenn da nur nicht die Russen in Syrien wären und die, welche ihren Stützpunkt in Tartus verteidigen würden; nicht wahr? :mad2:

Lasst die Kriegspielerei lieber bleiben, denn Niemand ist mehr eine Insel, auch Deutschland nicht. Der maroden Bundeswehr käme momentan ein Krieg (du versteht NATO und so?) gar nicht gelegen.



Ein Krieg dürfte niemand gelegen kommen, hatte Ich auch geschrieben. Aber die Reaktion von Russland müsste man abwarten. Wer behauptet aber das man deeen Stützpunkt angreifen sollte ?

Russland wird das tun was es für richtig hält. Ob es wegen Assad und Iran mit den USA anlegen würde ist Spekulation. Erstmal müsste ein NATO Partner angegriffen werden damit überhaupt der NATO Fall greift. Konventionell ist man gemeinsam in der Lage noch immer Bedrohungen zu begegnen.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Cobra9 » Sa 12. Mai 2018, 04:42

King Kong 2006 hat geschrieben:(11 May 2018, 20:36)

Das hat mit Träumen nichts zu tun. Das ist das andere Extrem. Es ist auffällig, daß die beiden "extremen Enden" bei der Betrachtung eines Konfliktes dominieren. Zumindest macht es bei den Diskussionen den Eindruck.

Es gibt Vertreter in der Diskussion, die meinen, man bräuchte nur das Waffensystem x oder y einem "gefährdeten" Staat liefern, dann wäre das fast schon eine Sicherheit im militärischen Konflikt. Das war, ist und bleibt natürlich Unsinn. Selbst wenn man Patriot Raketen, Leopard Panzer und brit. Angriffs U-Boote Kongo, Irak, dem Iran oder Norwegen liefern würde, bedeutet das nicht, daß damit eine Parität oder dergestalt mit z.B. den USA hergestellt wäre. Absolut nicht. Es hängt von viel mehr Parametern ab. Selbst, wenn man einem Staat praktisch 1 zu 1 dassselbe Gerät zur Verfügung stellen würde, wie es die US-Streitkräfte haben, bedeutet das überhaupt nichts.

Auf der anderen Seite machen es sich die Diskussionsvertreter aber auch zu leicht, wenn man einfach nur Erbsen zählt. Staat X hat 600 Kampfflugzeug, Staat Y 100 und ersterer Flugzeuge der 5. Generation und letztere der 2. Generation. Ergo, der Sieg ist sicher! Ebenso Blödsinn. Der Vietcong hatte nicht einen Flugzeugträger. Verloren ging der Krieg trotzdem. Die Mudschahedin hatten keine Panzerdivisionen. Trotzdem versagte die sowjetische Panzerwaffe und es wurde eine schallenden Niederlage. Die Frage lautet, was Sieg genau bedeutet oder Niederlage bedeutet. Wenn US-Militärs sagen, daß man einen Krieg mit dem Iran vermeiden sollte hat das weder mit Pazifismus, noch mit der Angst vor der totalen Niederlage der USA und anschließendem Einmarsch Irans zu tun. Es werden einfach die Ziele nicht erreicht. Die Kosten übersteigen den Nutzen. Zudem.

Von daher sollte man mit diesen kindischen Sandkastenstrategien auffhören. Weder empfiehlt sich ein Waffengang der USA gegen den Iran, weil sie mehr und bessere Waffen haben noch bedeutet das im Kehrschluß, daß man deshalb z.B. den Iran "überschätzt", oder träumt. Ich denke, daß z.B. die Militärs da nicht träumen, wenn sie davon abraten.



Zum xten mal.....ein Krieg wäre nicht wünschenswert. Aber zu glauben das Iran und Co. die USA derzeit konventionell schlagen können ist Träumerei.

Die USA allein können den Iran aus dee Luft so zerschlagen das Öl nicht mehr fließen kann, kein schlagkräftiges Militär mehr vorhanden wäre. Das alles ohne einen Fuß in den Iran setzen zu müssen. Dann macht der Iran was ?

Einen militärischen Konflikt gewinnen die USA mit Sicherheit. Mehr war nicht gesagt.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon unity in diversity » Sa 12. Mai 2018, 04:53

Cobra9 hat geschrieben:(12 May 2018, 05:42)

Zum xten mal.....ein Krieg wäre nicht wünschenswert. Aber zu glauben das Iran und Co. die USA derzeit konventionell schlagen können ist Träumerei.

Die USA allein können den Iran aus dee Luft so zerschlagen das Öl nicht mehr fließen kann, kein schlagkräftiges Militär mehr vorhanden wäre. Das alles ohne einen Fuß in den Iran setzen zu müssen. Dann macht der Iran was ?

Einen militärischen Konflikt gewinnen die USA mit Sicherheit. Mehr war nicht gesagt.

Er setzt seine Menschenmassen als Waffe über die Grenzen in Richtung Westen ein.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 12. Mai 2018, 07:19

Cobra9 hat geschrieben:(12 May 2018, 05:42)

Zum xten mal.....ein Krieg wäre nicht wünschenswert. Aber zu glauben das Iran und Co. die USA derzeit konventionell schlagen können ist Träumerei.

Die USA allein können den Iran aus dee Luft so zerschlagen das Öl nicht mehr fließen kann, kein schlagkräftiges Militär mehr vorhanden wäre. Das alles ohne einen Fuß in den Iran setzen zu müssen. Dann macht der Iran was ?

Einen militärischen Konflikt gewinnen die USA mit Sicherheit. Mehr war nicht gesagt.


Ok, zum xten mal. ;)

Es kommt nicht darauf an, "wer stärker ist". Wenn das der einzige Parameter wäre, dann wäre der Krieg schon längst begonnen und längst zu Ende. Das gilt gegen Russland, China, Nordkorea, Kuba usw. Putin im Knast, Castro und das chinesische ZK. Und die saudischen Prinzen usw.

Die US-Militärs (und Politiker und Diplomaten) haben sich nicht gegen den Krieg mit dem Iran positioniert weil sie der Meinung sind, daß die US-Navy kein Gegner für die mächtige iranische Navy wäre. Natürlich sind "die stärker". Auch "stärker" als die Chinas oder Russlands. Clever wäre so ein Krieg gegen solche Gegner aber trotzdem nicht. Auch nicht gegen den Iran. Seinerzeit war man in Think Tanks (wie von Oxford/GB) sogar der Auffassung, daß nicht einmal die Atomwaffenproduktion im Iran aufgehalten werden könnte. Im Kriegszustand sogar entfesselt werden würde. Von den Implikationen im Irak (Nachschublinien für die US-Besatzungstruppen) und der ganzen Region (z.B. US-Truppen in Afghanistan) ganz abgesehen.

Am Ende sah man beschädigte Interessen, bedrohte Truppen und Infrastruktur der USA in der gesamten Region, einen atomar bewaffneten Iran (zu Recht, wie man dann sagen müsste, zur Abwehr) und eine USA die soviel investieren müsste, daß sie das ökonomisch nicht anderswo herausholen könnte.

Die USA haben die stärksten Streitkräfte der Welt. Zur Zeit. Das heißt nicht, daß sie gegen alle möglichen Länder kämpfen würden und es ja auch nicht getan haben. Das ist nicht der Kehrschluß. Man hat sich seinerzeit im Falle Irans klar positioniert. Und Trump droht, anders als Bush, dem Iran nicht mal militärisch. Der mußte nämlich am Ende die Karten offenlegen. War ja nicht so gemeint... Er mußte das, weil sogar US-Militärs ihn in (praktisch subversiv!) öffentlichken Aussagen "entkräftet" haben. Die hielten nämlich einen Krieg mit dem Iran nicht für empfehlenswert. Auch wenn man soviel "stärker" ist.
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