Wie weiter mit Syrien ?

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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » So 6. Mai 2018, 19:25

Der General hat geschrieben:(06 May 2018, 19:08)

Mir ist es schlicht und ehrlich gesagt, einfach zu blöd mit Dir geworden !

Du bist noch Fanatischer als früher :dead:

Klar doch, wie eigentlich immer, wenn du nicht weiter wußtest. :D :D

Ich bin es ja nicht, der irgendwelchen Unrechtsregimes hier das Wort redet. ;)
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zollagent
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » So 6. Mai 2018, 19:31

EinePerson hat geschrieben:(06 May 2018, 19:57)

Hallo,

wenn ich mir die Berichterstattung von Spiegel, FAZ, ARD und Co über Syrien anschaue, dann drängt sich mir immer den Eindruck auf, dass da ein extrem vereinfachtes und zusätzlich verzerrtes Bild präsentiert wird. Es wird häufig suggeriert, dass es im Syrien-Krieg quasi um einen zwei-Parteien-Krieg ginge, da gibt es das „Assad Regime“ und dann gibt es DIE Opposition – so als ob alles, was nicht zu Assads Regierung gehört zu dieser Opposition gehören würde und gleichzeitig wird suggeriert, dass diese Opposition eine einheitliche Agenda hätte.
Es gibt in Syrien sehr viele Fraktionen, die mitunter sehr unterschiedliche Interessen verfolgen – es gibt nicht DIE Opposition.


Es mag ja sein, daß die Opposition in Syrien aus vielen Gruppen besteht. Das ist aber für Diktatoren völlig egal. Da gilt "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns".


EinePerson hat geschrieben:(06 May 2018, 19:57)Es wird an mancher Stelle erwähnt, dass es durchaus unterschiedliche Gruppierungen gibt, z.B. werden „die Kurden“ erwähnt, oder die „freie syrische Armee“, oder „die Rebellen“, aber gleichzeitig werden sie alle als „DIE Opposition“ wieder zusammengefasst.

Wer gehört denn zu der Gruppe der Opposition? Das hängt davon ab, wie man Opposition definiert. Wenn man z.B. definiert: 1) Alle diejenigen, welche gegen Assad sind/kämpfen gehören zur Opposition, dann gehört z.B. auch der islamische Staat und Al-Quaeda zur Opposition. Wenn man das weiter einschränken will, z.B. indem man sagt: 2)„aber nur diejenigen, welche einen demokratischen Staat anstreben“ - dann wird man leider finden, dass die Opposition gewaltig zusammengeschrumpft ist im Vergleich zu 1). Leider sind sich unsere Medien nicht zu schade, um auch Terroristen wie Al Nusra regelmäßig zu der Opposition, bzw. zu den „Rebellen“ zu zählen – natürlich nicht offen und ehrlich, sondern sie behaupten dann einfach, dass Assads Truppen gegen „Rebellen“ kämpfen würden, obwohl sie tatsächlich gegen Al Nusra kämpfen, wie z.B. in Ost-Aleppo. Siehe dazu mein Beitrag hier:


"Simpel" ist da nur die Vorstellung der Diktaturanhänger, für die das Unrechtsregime irgendeine Art der Legitimation hätte. Die hat sie nicht.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon EinePerson » So 6. Mai 2018, 19:53

Hallo Der General,

"Das ist falsch. Der Bürgerkrieg ist entstanden, weil die "friedliche Bevölkerung" plötzlich Raketenwerfer, Granaten und schwere MG´s erhalten haben und ich glaube nicht, dass man solche Waffen auf dem Basar oder in einem Orientalischen Kiosk bekommt."

Natürlich gehören zu einem Krieg immer auch Waffen, aber eben auch die Motivation einen Krieg führen zu wollen - was das zweite angeht - die Motivation, hat vor allem Hafez al-Assad und danach in geringerem, aber dennoch maßgeblichem Maße Bashar al-Assad seinen Part geleistet, indem sie eine recht repressive Staatsführung an den Tag legten und nicht gerade glimpflich mit der politischen Opposition umgingen. Da gab es also bei Teilen des Volkes, nicht bei allen, schon gehörigen Unmut, der sich dann auch in den friedlichen Demonstrationen zeigte aber auch davor schon in der Gründung von Organisationen, die einen politischen Umbruch anstrebten - Stichwort "Damaszener Erklärung". Dazu kam die wirtschaftliche Situation des Landes, die ebenso wieder bei einem Teil, wieder nicht bei allen, zusätzlich Frustration entstehen lies. Das waren (ganz grob) ein paar der inneren Faktoren, dazu kommen dann noch externe Faktoren, wie z.B. die Bemühungen Seitens der USA, der Golfstaaten, der Türkey und auch der EU Assad zu stürzen, siehe dazu meinen Beitrag hier:

[quote="EinePerson"](28 Apr 2018, 14:16)

bzw. die Quellen direkt hier:

https://wikileaks.org/plusd/cables/06DAMASCUS5399_a.html
https://www.washingtonpost.com/world/us-secretly-backed-syrian-opposition-groups-cables-released-by-wikileaks-show/2011/04/14/AF1p9hwD_story.html?noredirect=on
http://www.judicialwatch.org/wp-content/uploads/2015/05/Pg.-291-Pgs.-287-293-JW-v-DOD-and-State-14-812-DOD-Release-2015-04-10-final-version11.pdf

Der letzte link führt zu einem Bericht des US Verteidigungsministeriums, in welchem die Autoren nicht nur sagen, dass die treibenden Kräfte in der syrischen Opposition islamistische Jihadisten und Terroristen sind (z.B. Al Quaeda), sondern sie geben auch zu, dass sie, "der Westen", die Golfstaaten und die Türkey, diese unterstützen. Ebenso beschreiben sie, dass Al Quaeda, Al Nusra und der IS (sie bezeichneten den IS damals (2012) noch als AQI - Al Quaeda in Iraq) Gebiete beiderseits der syrisch-irakischen Grenze kontrollieren und ausgezeichnete Routen für den Transport von Waffen und Rekruten haben.

Hier z.B. eine von den geleakten Podesta (war der Wahlkampfleiter von Hillary Clinton während ihres 2016 Wahlkampfes) Emails, in welcher Podesta schreibt, dass Saudi-Arabien und Quatar den IS unterstützen und das sie (die Us Regierung) deshalb Druck auf sie ausüben sollten, damit sie das unterlassen.

https://wikileaks.org/podesta-emails/emailid/3774


Aus einem NSA Dokument geht hervor, dass Saudi Arabien hinter dem Angriff auf den syrischen Flughafen 2013 stand:

https://theintercept.com/2017/10/24/syria-rebels-nsa-saudi-prince-assad/?comments=1#comments

Der Ministerpräsident von Quatar von 2007 bis 2013 gab zu, dass Quatar, Saudi Arabien, die Türkey und die USA die Jihadisten on Syrien von Anfang an (2011) mit Waffen belieferten.

https://www.zerohedge.com/news/2017-10-28/shocking-viral-interview-qatar-confesses-secrets-behind-syrian-war
https://www.alternet.org/grayzone-project/us-and-gulf-allies-supported-islamist-extremists-syria-qatars-ex-prime-minister

Hier ein weiterer Bericht über die Waffenlieferung an „Rebellen“, in diesem Fall Ost-Aleppo, durch die USA:

http://blauerbote.com/2016/09/28/reuters-aleppo-rebellen-erhalten-neue-waffen-vom-westen-gegen-regierungsoffensive/

Und wie das US-Verteidigungsministerium hier zugibt, wurde Ost-Aleppo von al Nusra kontrolliert, die Jungs, die von unseren Medien gerne als Rebellen bezeichnet werden:

https://www.defense.gov/News/Transcripts/Transcript-View/Article/739157/department-of-defense-press-briefing-by-col-warren-via-teleconference-from-bagh/

Hier wird darüber berichtet, dass das Pentagon im Balkan alte Soviet-Waffenbestände aufkauft und Dokumente fälscht, um zu verschleiern, dass sie danach nach Syrien geschickt werden. Die Originaldokumente und ihre nachträglichen Fälschungen wurden Reportern zugespielt, darauf angesprochen verweigerte das Pentagon eine Aussage:

http://www.balkaninsight.com/en/article/the-pentagon-s-2-2-billion-soviet-arms-pipeline-flooding-syria-09-12-2017


Worauf ich hinaus will…..meine Vermutung ist die, dass ursprüngliche eine Gruppe von Menschen friedlich demonstrierte um,….manche wollten Assad los werden, andere wollten ein Ende des Ausnahmezustandes, ein Ende der Inhaftierung von politischen Gefangen, eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation, etc. Diese Demonstrationen waren aber nach Einschätzung des Pentagons von Anfang an durch Jihadisten unterwandert:

http://www.judicialwatch.org/wp-content/uploads/2015/05/Pg.-291-Pgs.-287-293-JW-v-DOD-and-State-14-812-DOD-Release-2015-04-10-final-version11.pdf

Nach und nach haben diese dazu beigetragen, dass die Gewalt immer weiter eskalierte – vorsätzlich – und haben die Opposition in Syrien dann quasi übernommen, in dem Sinne, das sie eben die wirkmächtigste Kraft in der Opposition waren, sie hatten die Waffen, sie hatten auch die Bereitschaft dazu extreme Gewalt anzuwenden und vor allem: Sie hatten die Masse an Leuten dazu. Ich glaube nicht, dass große Teile der vorher friedlichen Bevölkerung sich bewaffnet hat und dann gewalttätig wurde, sondern eher dass sie durch den Einsatz von Gewalt durch die Truppen Assads auf der einen Seite und den Jihadisten auf der anderen Seite vertrieben wurden. Die Jihadisten wurden mit Waffen beliefert wie oben beschrieben und führen seitdem den Hauptteil der Kämpfe gegen Assad aus.
Zuletzt geändert von EinePerson am Mo 7. Mai 2018, 06:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon EinePerson » So 6. Mai 2018, 20:42

[url][/url]Hallo zollagent,

wie auch schon in dem anderen Syrien-Strang, in welchem wir uns sprachen, so habe ich auch hier den Eindruck, dass du dir keinerlei Mühe gibst die Komplexität dieser Thematik zu verstehen, bzw. auf die Aussagen anderer wirklich einzugehen - mit wirklich eingehen meine ich nicht lediglich Behauptungen als Antwort zu formulieren, sondern dass du dich wirklich mit dem Inhalt und den verlinkten Quellen auseinandersetzt. Anstatt dessen haust du immer wieder deine 2-3 Sprüchlein raus wie "Assad ist ein Diktator", "Diktatoren haben keine Legitimität", etc und damit scheint sich für dich auch schon die ganze Tiefe des Themas erschöpft zu haben. Keine deiner Behauptungen unterlegst du mit Nachweisen, irgendwas, was ihnen Substanz geben würde und der Zuckerguss auf alle dem ist, dass du auch dazu neigst Unterstellungen zu machen oder beleidigend wirst - was ist das für ein Diskussionsstil?. Alles was nicht in dein Weltbild passt ist schlicht xy-Propaganda (xy ist dann wahlweise Assad, Putin, etc) ("Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" passt da sehr gut zu deinem eigenen Verhalten, merkst du das nicht?), auch hier sehe ich absolut kein Bemühen, dich mit den verlinkten Quellen auseinander zu setzen.

Du schreibst viel darüber, dass Diktatoren keine Legitimität haben, dein Verhalten in einer Diskussion gleicht aber selbst nicht dem eines Demokraten. Eine Demokratie lebt von Meinungsvielfalt und Toleranz - Meinungen sollten in fruchtbaren Diskussionen ausgetauscht werden und idealerweise findet bereits durch den Austausch von Argumenten und Nachweisen eine Annäherung der Positionen statt, wenn nicht, dann kommt es schlussendlich durch eine Abstimmung zu einer Entscheidung, an die sich auch diejenigen halten, die überstimmt wurden. Vergleiche das mal mit deinem eigenen Verhalten: Du tauschst keine Nachweise oder wirkliche Argumente aus, du knallst anderen Behauptungen vor den Latz und das war es. Du zeigst kaum Bereitschaft, dich mit den Aussagen deines Gegenübers auseinander zu setzen. Meinungen, die dir nicht gefallen werden sofort als Propaganda abgestempelt und du greifst zusätzlich die Person an und versuchst sie zu diskreditieren - das alles gleicht den Mitteln einer Diktatur nicht der einer Demokratie. Man muss in einer Demokratie nicht die Meinung eines anderen teilen, man muss sie nicht mal mögen, sollte aber soviel Respekt vor der Person als Wesen haben, dass man nicht seinen Unmut über eine Meinung an ihr auslassen muss.

Was die Legitimität Assads angeht, ich selbst wollte ihn nicht als meinen Herrscher haben, als Anhänger von direkter Demokratie will ich allerdings auch niemanden sonst als meinen Herrscher haben, auch nicht eine Partei. Aber ich bin auch kein Syrer, es steht mir überhaupt nicht zu, darüber zu entscheiden, ob Assad ein legitimer Herrscher von Syrien ist oder nicht, das steht ganz alleine dem syrischen Volk zu - und teile davon stehen hinter Assad und andere sind gegen ihn, so simpel wie du dir das machst ist die Welt nun mal nicht. Das Ergebnis dieser Umfrage zeigt, dass ein großer Teil des Volkes hinter Assad zu stehen scheint - es gehört schon eine ordentliche Portion Arroganz dazu, dass du offenbar den Willen dieser Menschen völlig ignorierst und ganz einfach sagst "Assad ist ein Diktator, der hat keine Legitimität" - wer bist du, dass du darüber entscheidest wer wo welche Legitimität hat? Wie demokratisch ist das von dir, dass du den Willen dieser Menschen ignorierst und anstatt dessen DEINEN Willen über ihren stellst? Auch da gleicht dein eigenes Verhalten viel mehr dem eines Diktators als dem eines Demokraten.

Und als letzter Punkt: Ich empfehle dir, schaue dir mal die Liste von erzwungenen Regierungswechsel an, die durch die USA durchgeführt oder zumindest versucht wurden:

http://www.fourwinds10.com/siterun_data/government/us_military_-_military_industrial_complex/news.php?q=1498321870

Recherchiere mal gründlich in wie vielen Fällen es nach dem (versuchten) regime change der Bevölkerung in dem entsprechenden Land wirklich besser ging und in wie vielen Fällen es der Bevölkerung danach schlechter ging und dann entscheide, ob du dich wirklich auf die Seite derer schlagen willst, die immer wieder nach regime change dürsten. Man muss eben auch darauf schauen, wohin der eigene Weg tatsächlich führt, nicht nur, welches Paradiesszenario man sich am ende erhofft.
Zuletzt geändert von EinePerson am Mo 7. Mai 2018, 06:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die wahren Gründe für den Krieg in Syrien

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » So 6. Mai 2018, 21:20

Alexyessin hat geschrieben:(29 Apr 2018, 17:05)

Der IS ist a) besiegt und hatte b) keine Tragmöglichkeiten für Fassbomben.
guerillas kann der westen nicht besiegen. gestern hießen sie al quaida, heute is und morgen wieder anders...- ;)
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Re: Die wahren Gründe für den Krieg in Syrien

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » So 6. Mai 2018, 21:22

zollagent hat geschrieben:(29 Apr 2018, 17:41)

Diese Angeblichen Nachweise entpuppten sich leider immer wieder als Propagandaaussagen des Herrn Assad oder Putins Hofmedien.

das gilt auch für die andere seite...- ;)
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon van Kessel » Mo 7. Mai 2018, 00:06

Die große Gemeinschaft der Nicht-Moslems in Syrien, ~10% von 21 Mio. EInwohnrn Syriens sind Christen (einschl. der Orthodoxen Christen und allen anderen Gruppierungen). So ~2 Millionen Menschen sind dem Assad schon mal sicher gewesen, weil sie wussten, dass eine christliche Diaspora in einem moslemischen Land, leicht die Sündenbockfunktion übernehmen muss.

DIe Baath-Partei ist der natürliche Feind der Moslem-Brüder (wie in Ägypten auch) da sie säkular ausgerichtet ist, weil sie wohl erkannt hatten, dass der Islam 'Opium fürs Volk' ist. Da sie sozialistisch strukturiert ist (war), war sie so der Feind der 'freien Welt'. Die Destabilisierungen in Ägypten und Syrien - so ist zu vermuten - passen in das CIA-Schema, wie man Staaten (siehe auch die Vorgänge in Chile [Allende]) destabilisiert. Beweisen wird man dies nie können, dies ist klar: so wenig wie Giftgasmorde in London durch die Russen.

Wie ein sehr kluger Kommentar hier schon zeigte, ist die Welt selten schwarz-weiß. Man möchte sie gerne so haben, aber sie ist so nicht. Und selten nur gelingt es, 'des Pudels Kern' aus den Vorgängen in der Welt, zu separieren.

Wie können wir den Holocaust, die 'Killing Fields', die Hutu-Massaker, die Khmer Rouge-Toten oder die 'Nackten und die Toten' in Abu Ghraib, in Einklang bringen mit unserem 'Weltgewissen'?
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mo 7. Mai 2018, 01:19

van Kessel hat geschrieben:(07 May 2018, 01:06)

Die große Gemeinschaft der Nicht-Moslems in Syrien, ~10% von 21 Mio. EInwohnrn Syriens sind Christen (einschl. der Orthodoxen Christen und allen anderen Gruppierungen). So ~2 Millionen Menschen sind dem Assad schon mal sicher gewesen, weil sie wussten, dass eine christliche Diaspora in einem moslemischen Land, leicht die Sündenbockfunktion übernehmen muss.

DIe Baath-Partei ist der natürliche Feind der Moslem-Brüder (wie in Ägypten auch) da sie säkular ausgerichtet ist, weil sie wohl erkannt hatten, dass der Islam 'Opium fürs Volk' ist. Da sie sozialistisch strukturiert ist (war), war sie so der Feind der 'freien Welt'. Die Destabilisierungen in Ägypten und Syrien - so ist zu vermuten - passen in das CIA-Schema, wie man Staaten (siehe auch die Vorgänge in Chile [Allende]) destabilisiert. Beweisen wird man dies nie können, dies ist klar: so wenig wie Giftgasmorde in London durch die Russen.

Wie ein sehr kluger Kommentar hier schon zeigte, ist die Welt selten schwarz-weiß. Man möchte sie gerne so haben, aber sie ist so nicht. Und selten nur gelingt es, 'des Pudels Kern' aus den Vorgängen in der Welt, zu separieren.

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die baath-partei is auch nur säkular im vergleich zu religiösen fanatikern wie den moslem brüdern. tatsächlich is sie sunnitisch geprägt (gewesen)...- ;)
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Alexyessin » Mo 7. Mai 2018, 07:01

Der General hat geschrieben:(06 May 2018, 01:34)

Wann bzw. zu welchen Zeitpunkt kamen denn die "von außen finanzierten Islamistenbarbaren" :?:


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Re: Die wahren Gründe für den Krieg in Syrien

Beitragvon Alexyessin » Mo 7. Mai 2018, 07:02

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(06 May 2018, 22:20)

guerillas kann der westen nicht besiegen. gestern hießen sie al quaida, heute is und morgen wieder anders...- ;)


Auc h dort fehlt die Möglichkeit der Fassbombenlogistik. Ganz einfach ;)
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Mo 7. Mai 2018, 07:22

EinePerson hat geschrieben:(06 May 2018, 21:42)

[url][/url]Hallo zollagent,

wie auch schon in dem anderen Syrien-Strang, in welchem wir uns sprachen, so habe ich auch hier den Eindruck, dass du dir keinerlei Mühe gibst die Komplexität dieser Thematik zu verstehen, bzw. auf die Aussagen anderer wirklich einzugehen - mit wirklich eingehen meine ich nicht lediglich Behauptungen als Antwort zu formulieren, sondern dass du dich wirklich mit dem Inhalt und den verlinkten Quellen auseinandersetzt. Anstatt dessen haust du immer wieder deine 2-3 Sprüchlein raus wie "Assad ist ein Diktator", "Diktatoren haben keine Legitimität", etc und damit scheint sich für dich auch schon die ganze Tiefe des Themas erschöpft zu haben. Keine deiner Behauptungen unterlegst du mit Nachweisen, irgendwas, was ihnen Substanz geben würde und der Zuckerguss auf alle dem ist, dass du auch dazu neigst Unterstellungen zu machen oder beleidigend wirst - was ist das für ein Diskussionsstil?. Alles was nicht in dein Weltbild passt ist schlicht xy-Propaganda (xy ist dann wahlweise Assad, Putin, etc) ("Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" passt da sehr gut zu deinem eigenen Verhalten, merkst du das nicht?), auch hier sehe ich absolut kein Bemühen, dich mit den verlinkten Quellen auseinander zu setzen.

Du schreibst viel darüber, dass Diktatoren keine Legitimität haben, dein Verhalten in einer Diskussion gleicht aber selbst nicht dem eines Demokraten. Eine Demokratie lebt von Meinungsvielfalt und Toleranz - Meinungen sollten in fruchtbaren Diskussionen ausgetauscht werden und idealerweise findet bereits durch den Austausch von Argumenten und Nachweisen eine Annäherung der Positionen statt, wenn nicht, dann kommt es schlussendlich durch eine Abstimmung zu einer Entscheidung, an die sich auch diejenigen halten, die überstimmt wurden. Vergleiche das mal mit deinem eigenen Verhalten: Du tauschst keine Nachweise oder wirkliche Argumente aus, du knallst anderen Behauptungen vor den Latz und das war es. Du zeigst kaum Bereitschaft, dich mit den Aussagen deines Gegenübers auseinander zu setzen. Meinungen, die dir nicht gefallen werden sofort als Propaganda abgestempelt und du greifst zusätzlich die Person an und versuchst sie zu diskreditieren - das alles gleicht den Mitteln einer Diktatur nicht der einer Demokratie. Man muss in einer Demokratie nicht die Meinung eines anderen teilen, man muss sie nicht mal mögen, sollte aber soviel Respekt vor der Person als Wesen haben, dass man nicht seinen Unmut über eine Meinung an ihr auslassen muss.

Was die Legitimität Assads angeht, ich selbst wollte ihn nicht als meinen Herrscher haben, als Anhänger von direkter Demokratie will ich allerdings auch niemanden sonst als meinen Herrscher haben, auch nicht eine Partei. Aber ich bin auch kein Syrer, es steht mir überhaupt nicht zu, darüber zu entscheiden, ob Assad ein legitimer Herrscher von Syrien ist oder nicht, das steht ganz alleine dem syrischen Volk zu - und teile davon stehen hinter Assad und andere sind gegen ihn, so simpel wie du dir das machst ist die Welt nun mal nicht. Das Ergebnis dieser Umfrage zeigt, dass ein großer Teil des Volkes hinter Assad zu stehen scheint - es gehört schon eine ordentliche Portion Arroganz dazu, dass du offenbar den Willen dieser Menschen völlig ignorierst und ganz einfach sagst "Assad ist ein Diktator, der hat keine Legitimität" - wer bist du, dass du darüber entscheidest wer wo welche Legitimität hat? Wie demokratisch ist das von dir, dass du den Willen dieser Menschen ignorierst und anstatt dessen DEINEN Willen über ihren stellst? Auch da gleicht dein eigenes Verhalten viel mehr dem eines Diktators als dem eines Demokraten.

Und als letzter Punkt: Ich empfehle dir, schaue dir mal die Liste von erzwungenen Regierungswechsel an, die durch die USA durchgeführt oder zumindest versucht wurden:

http://www.fourwinds10.com/siterun_data/government/us_military_-_military_industrial_complex/news.php?q=1498321870

Recherchiere mal gründlich in wie vielen Fällen es nach dem (versuchten) regime change der Bevölkerung in dem entsprechenden Land wirklich besser ging und in wie vielen Fällen es der Bevölkerung danach schlechter ging und dann entscheide, ob du dich wirklich auf die Seite derer schlagen willst, die immer wieder nach regime change dürsten. Man muss eben auch darauf schauen, wohin der eigene Weg tatsächlich führt, nicht nur, welches Paradiesszenario man sich am ende erhofft.

Viel zu schreiben bedeutet nicht, viel Inhalt zu haben. Daß eine Diktatur eine Gewaltherrschaft ist, die sich auch nur mit Repression halten kann, ist eine Binsenweisheit, die man ebensowenig mit irgendwelchen Links belegen muß wie den Sonnenaufgang. Und die "Notwendigkeit einer Diktatur" verstehen zu wollen, heißt sie zu billigen. Da gibt es keine "fruchtbare Diskussion", weil solch ein Zustand nun mal für jemanden, der sich hier als Demokrat generieren will, ein untragbarer Zustand ist. Das sind Grundsätze eines Demokraten, sog. Axiome. Google mal nach, was der Begriff bedeutet. Von wegen "du willst nicht beurteilen". Wer sonst, als Menschen, die nicht dem Druck der Diktatur ausgesetzt sind, kann es denn beurteilen? Der "gute König", der für alle die Entscheidungen trifft und damit alle glücklich macht, ist ein Märchen. Es gibt ihn nicht. Und darüber zu diskutieren, hieße, des Kaisers Bart zu diskutieren. Großer, KEIN Diktator fragt nach "dem Willen der Menschen", der drückt ihnen den Seinen auf. Und vor dem Bürgerkrieg ging es den Menschen in Syrien auch nicht besser, sie hatten sich einzuschränken, hatten zu nehmen, was ihnen der Assad-Clan ließ und wer nicht kuschte, verschwand in den Folterkellern. All das weißt du natürlich. Aber du "willst nicht urteilen". Sorry, mein Freund, die Feigheit für das, für das man angeblich steht, auch einzutreten, ist KEIN Argument. Und Umfragen innerhalb einer Diktatur, die sind so viel wert wie Honeckers Wahlergebnisse von 99,irgendwas Prozent. Du belügst dich selber, wenn du hier für jeden sichtbare Dinge einfach als nicht existent hinstellen willst. Wenn Assad eine Legitimation haben will, muß er in einer freien, gleichen und geheimen Wahl, an der jeder syrische Staatsbürger auch teilnehmen darf, gegen andere Kandidaten antreten und den Wahlsieg erringen. Alles andere ist KEINE Legitimation, auch wenn Salonrevolutionäre hier nach Kräften relativieren. Danke, mein Freund, du bist jedenfalls entgegen deiner Aussage KEIN Demokrat, wenn du den Syrern z.B. verwehren willst, nach rechtsstaatlichen Maßstäben sich ihren Präsidenten selbst zu wählen. Du bezeichnest dich so, aber das ist nichts weiter als ein unberechtigtes Etikett. Demokratie zu verlangen, als "diktatorische Verhalten" darzustellen, das ist eine der Schizophrenien, mit der Trolle von Diktatoren sich in die Rolle von Anklägern bringen wollen. Nein, tut mir leid, wer sich für Diktatur ausspricht, der ist Angeklagter. "Undemokratischer" Punkt, denn Grundsätze der Demokratie sind nicht verhandelbar. :mad2:
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Re: Die wahren Gründe für den Krieg in Syrien

Beitragvon zollagent » Mo 7. Mai 2018, 07:27

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(06 May 2018, 22:20)

guerillas kann der westen nicht besiegen. gestern hießen sie al quaida, heute is und morgen wieder anders...- ;)

Das gilt dann allerdings auch für das vorgebliche "Letzte Bollwerk gegen das Chaos", als das sich Diktatoren gerne darstellen. Und in Syrien hat genau dieses "Bollwerk" das Chaos losgetreten.
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Re: Die wahren Gründe für den Krieg in Syrien

Beitragvon zollagent » Mo 7. Mai 2018, 07:28

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(06 May 2018, 22:22)

das gilt auch für die andere seite...- ;)

Nein. Du solltest schon unterscheiden können, zwischen den gesteuerten Verlautbarungen eines Diktators oder den Berichten einer freien Presse. Allein diese Gleichsetzung, die du hier betreiben willst, ist grundfalsch.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Mo 7. Mai 2018, 07:30

van Kessel hat geschrieben:(07 May 2018, 01:06)

Die große Gemeinschaft der Nicht-Moslems in Syrien, ~10% von 21 Mio. EInwohnrn Syriens sind Christen (einschl. der Orthodoxen Christen und allen anderen Gruppierungen). So ~2 Millionen Menschen sind dem Assad schon mal sicher gewesen, weil sie wussten, dass eine christliche Diaspora in einem moslemischen Land, leicht die Sündenbockfunktion übernehmen muss.

DIe Baath-Partei ist der natürliche Feind der Moslem-Brüder (wie in Ägypten auch) da sie säkular ausgerichtet ist, weil sie wohl erkannt hatten, dass der Islam 'Opium fürs Volk' ist. Da sie sozialistisch strukturiert ist (war), war sie so der Feind der 'freien Welt'. Die Destabilisierungen in Ägypten und Syrien - so ist zu vermuten - passen in das CIA-Schema, wie man Staaten (siehe auch die Vorgänge in Chile [Allende]) destabilisiert. Beweisen wird man dies nie können, dies ist klar: so wenig wie Giftgasmorde in London durch die Russen.

Wie ein sehr kluger Kommentar hier schon zeigte, ist die Welt selten schwarz-weiß. Man möchte sie gerne so haben, aber sie ist so nicht. Und selten nur gelingt es, 'des Pudels Kern' aus den Vorgängen in der Welt, zu separieren.

Wie können wir den Holocaust, die 'Killing Fields', die Hutu-Massaker, die Khmer Rouge-Toten oder die 'Nackten und die Toten' in Abu Ghraib, in Einklang bringen mit unserem 'Weltgewissen'?

Wollen wir da nicht noch Ost-Aleppo und den Einsatz der Massenvernichtungswaffen gegen die Wohngebiete hinzufügen? Oder paßt es gerade nicht in die Auswahl "der Schuld des Westens"?
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Der General » Mo 7. Mai 2018, 08:53

EinePerson hat geschrieben:(06 May 2018, 20:53)

Hallo Der General,

Natürlich gehören zu einem Krieg immer auch Waffen, aber eben auch die Motivation einen Krieg führen zu wollen - was das zweite angeht - die Motivation, hat vor allem Hafez al-Assad und danach in geringerem, aber dennoch maßgeblichem Maße Bashar al-Assad seinen Part geleistet, indem sie eine recht repressive Staatsführung an den Tag legten und nicht gerade glimpflich mit der politischen Opposition umgingen. Da gab es also bei Teilen des Volkes, nicht bei allen, schon gehörigen Unmut, der sich dann auch in den friedlichen Demonstrationen zeigte aber auch davor schon in der Gründung von Organisationen, die einen politischen Umbruch anstrebten - Stichwort "Damaszener Erklärung". Dazu kam die wirtschaftliche Situation des Landes, die ebenso wieder bei einem Teil, wieder nicht bei allen, zusätzlich Frustration entstehen lies. Das waren (ganz grob) ein paar der inneren Faktoren, dazu kommen dann noch externe Faktoren, wie z.B. die Bemühungen Seitens der USA, der Golfstaaten, der Türkey und auch der EU Assad zu stürzen, siehe dazu meinen Beitrag hier:



Zunächst einmal Danke für die vielen Seriösen Quellen, die meisten kenne ich bereits, diese vom Balkan und das aufkaufen der Waffen noch nicht !

Auch stimme ich Dir völlig zu was die Kritik an den Medien angeht. Allerdings und das muss ich an dieser Stelle auch sagen, hat sich die eher Einseitige Berichterstattung leicht verbessert. Man ist ein wenig Objektiver geworden und man hört durchaus, dass vieles nicht nachprüfbar wäre ect.pp. Leider viel zu spät und noch nicht von allen Medien !

Mit dem Punkt der "friedlichen Demonstranten" bin ich eher anderer Meinung. Selbstverständlich gab es auch die friedlichen die einfach nur mitmarschiert sind. Aber viele Quellen belegen auch, dass von Anfang an die Proteste, die auch auf Gewalt abzielten Organisatorisch geplant waren. Sie entstanden aus den Moscheen von Gewaltbereiten Islamisten. Von Anfang an hat man auf eine Eskalation gesetzt und ich hatte hier bereits auf Quellen verwiesen die das Belegen. Es wurden Sicherheitskräfte angegriffen und Syrische Soldaten in Zivil regelrecht gelyncht. Trotz dieser Toten und der Gewalt, hat sich Assad für friedliche Lösungen eingesetzt. Er hat Gefangene freigelassen und weitreichende Reformen angekündigt. Letztendlich hat die "Opposition" alles abgelehnt.

Es ist immer wieder Wichtig zu betonen, dass die Verantwortung für diesen mittlerweile schon lang andauernden Konflikt, auf der Seite derjenigen liegt, die diese Rebellen mit Waffen und Munition unterstützen !

Wer das letztendlich ist, kann ja jetzt Jeder anhand Deiner guten Quellen hier nachvollziehen. Es ist schlicht und ergreifend nicht möglich, dass aus "friedlichen Demonstranten" eine Armee entsteht die zu Anfang militärisch gesehen sogar noch stärker war, im Verhältnis zu der Regulären Syrischen Armee.

grüsse
van Kessel
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon van Kessel » Mo 7. Mai 2018, 12:26

"zollagent"
Wollen wir da nicht noch Ost-Aleppo und den Einsatz der Massenvernichtungswaffen gegen die Wohngebiete hinzufügen? Oder paßt es gerade nicht in die Auswahl "der Schuld des Westens"?
die Benutzung des Pluralis Majestatis sollte Personen vorbehalten bleiben, welche diese Anrede beanspruchen können.

Pol Phot hatte nichts mit dem Westen am Hut und auch der Holocaust (von mir erwähnt), ist wohl eher 'home made'. Wenn du sonst keine anderen Blähungen hast, kannst du dich ja mal wieder melden. Die Story mit böser, böser Diktator ist ein wenig ausgelutscht und zeigt lediglich, dass man eigenen Denkens schon nicht mehr fähig ist, sondern vorgekauten Mist als Feinkost anpreist.
EinePerson
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon EinePerson » Mo 7. Mai 2018, 19:15

Hallo Der General,

bevor ich meinen zweitletzten Beitrag schrieb, hatte ich vor auch etwas über die Gewalt von Seiten der.....wer auch immer es war gegen die Sicherheitskräfte zu schreiben. Ich hatte noch in Erinnerung verschiedene Berichte gelesen zu haben, die davon handelten, dass immer wieder Polizei, Armeeangehörige, Sicherheitskräfte in Hinterhalte gelockt und getötet wurden, dass sie zuhause zusammen mit ihrer Familie ermordet wurden, etc, dass es immer wieder vorkam, dass aus einer Demonstranten-Menge heraus auf Sicherheitskräfte geschossen wurde, auch hatte ich noch in Erinnerung gelesen zu haben, dass im ersten Jahr des Syrienkrieges nicht nur 5000 'Zivilisten' starben, sondern auch 5000 Sicherheitskräfte und mich dabei fragte, wie die Story von den gewalttätigen Sicherheitskräften auf der einen Seite und den nur friedlichen Demonstranten/Oppositionellen/etc wer auch immer auf der anderen Seite war, stimmen kann, wenn dabei scheinbar sehr viele Sicherheitskräfte sterben. Wer tötete sie? Aber ich habe die entsprechenden Quellen nicht mehr gefunden, also lies ich es fallen. Das Wort 'Zivilisten' steht in Anführungszeichen, weil diese Angabe von Zivilen Opferzahlen immer auch bewaffnete Kämpfer und Terroristen enthält, weil es eben mindestens schwer, oftmals unmöglich ist, zu unterscheiden, ob es sich bei einer Leiche auf dem Boden um einen wirklichen Zivilisten oder z.B. einen Terroristen handelte, selbst wenn der Name des Toten ermittelt werden konnte. Das gab die UN in diesem Artikel zu:

https://edition.cnn.com/2014/08/22/world/meast/syria-conflict/index.html?hpt=imi_c2

Um so erfreuter lese ich nun, dass du solche Quellen noch hast - dieser Themenstrang ist sehr lange - erinnerst du dich noch auf welchen Seiten ich diese Information finden kann, bzw. hast du die entsprechenden Quellen gespeichert und kannst sie mir zukommen lassen oder nochmal hier posten?

Mich interessieren nicht nur Quellen zur Gewalt gegenüber Sicherheitskräften sondern auch was du gesagt hast über Zugeständnisse von Assad an die Demonstranten.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Der General » Mo 7. Mai 2018, 22:16

EinePerson hat geschrieben:(07 May 2018, 20:15)

Hallo Der General,

bevor ich meinen zweitletzten Beitrag schrieb, hatte ich vor auch etwas über die Gewalt von Seiten der.....wer auch immer es war gegen die Sicherheitskräfte zu schreiben. Ich hatte noch in Erinnerung verschiedene Berichte gelesen zu haben, die davon handelten, dass immer wieder Polizei, Armeeangehörige, Sicherheitskräfte in Hinterhalte gelockt und getötet wurden, dass sie zuhause zusammen mit ihrer Familie ermordet wurden, etc, dass es immer wieder vorkam, dass aus einer Demonstranten-Menge heraus auf Sicherheitskräfte geschossen wurde, auch hatte ich noch in Erinnerung gelesen zu haben, dass im ersten Jahr des Syrienkrieges nicht nur 5000 'Zivilisten' starben, sondern auch 5000 Sicherheitskräfte und mich dabei fragte, wie die Story von den gewalttätigen Sicherheitskräften auf der einen Seite und den nur friedlichen Demonstranten/Oppositionellen/etc wer auch immer auf der anderen Seite war, stimmen kann, wenn dabei scheinbar sehr viele Sicherheitskräfte sterben. Wer tötete sie? Aber ich habe die entsprechenden Quellen nicht mehr gefunden, also lies ich es fallen. Das Wort 'Zivilisten' steht in Anführungszeichen, weil diese Angabe von Zivilen Opferzahlen immer auch bewaffnete Kämpfer und Terroristen enthält, weil es eben mindestens schwer, oftmals unmöglich ist, zu unterscheiden, ob es sich bei einer Leiche auf dem Boden um einen wirklichen Zivilisten oder z.B. einen Terroristen handelte, selbst wenn der Name des Toten ermittelt werden konnte. Das gab die UN in diesem Artikel zu:

https://edition.cnn.com/2014/08/22/world/meast/syria-conflict/index.html?hpt=imi_c2

Um so erfreuter lese ich nun, dass du solche Quellen noch hast - dieser Themenstrang ist sehr lange - erinnerst du dich noch auf welchen Seiten ich diese Information finden kann, bzw. hast du die entsprechenden Quellen gespeichert und kannst sie mir zukommen lassen oder nochmal hier posten?

Mich interessieren nicht nur Quellen zur Gewalt gegenüber Sicherheitskräften sondern auch was du gesagt hast über Zugeständnisse von Assad an die Demonstranten.


@EinePerson;

ich habe jetzt nicht mehr alle Quellen griffbereit und auch keine große Zeit und Lust, alles wieder zusammen zu suchen.

Eine hatte ich aber noch gespeichert bzw. mit Zensierten Bildern neu gefunden.



Die Unruhen in Syrien begannen im Februar 2011.
Von Anfang an gab es Bewaffnete Demonstranten. Diese schossen als erste auf die Polizei.

SIE BEGANNEN NIE FRIEDLICH!

Die Sicherheitskräfte antworteten auf die brutale Gewalt der Aufständischen mit Gegengewalt.


Das Video stammt von TV-Journalist Imad Karim. Ein Mehrfach ausgezeichneter TV Journalist. Seine Filme wurden in den Fernsehanstalten WDR, hr, BR, MDR, ORB, SR, SWR, NDR, 3Sat, Phoenix und im ersten ARD-Programm ausgestrahlt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Imad_Karim

Er ist auch auf Facebook tätig und Informiert ausführlich über Syrien und den Nahen Osten.

PS. Es bringt hier aber auch recht wenig Irgendwelche Quellen zu verlinken, auch nicht solche die sogar in Originalem Bild und Ton sind. Die "Gegenseite" die hier schreibt, interessiert das gar nicht. Es wird dann versucht abzulenken und zum Schluss soll man dann auch noch zu einem Psychologen gehen und wird beleidigend. Also ein Troll Spiel, immer mit den gleichen Mustern. :rolleyes:

Wenn ich wieder mehr Zeit habe, suche ich Dir die Quellen noch mal raus und schicke Sie Dir per PN.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Schnitter » Mo 7. Mai 2018, 22:38

Der General hat geschrieben:(07 May 2018, 23:16)
Das Video stammt von TV-Journalist Imad Karim. Ein Mehrfach ausgezeichneter TV Journalist.


Ja wie "seriös" der Herr ist sieht man hier ab Minute 21:00-27:00:

https://www.ardmediathek.de/tv/Reportag ... d=44858000

Ein rechtsextremer AfD Anhänger der Fake News verbreitet.

Die Verknüpfungen zwischen Kreml und Rechtsextremismus sind ja hinlänglich bekannt. ;)
Zuletzt geändert von Schnitter am Di 8. Mai 2018, 00:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die wahren Gründe für den Krieg in Syrien

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mo 7. Mai 2018, 22:48

zollagent hat geschrieben:(07 May 2018, 08:28)

Nein. Du solltest schon unterscheiden können, zwischen den gesteuerten Verlautbarungen eines Diktators oder den Berichten einer freien Presse. Allein diese Gleichsetzung, die du hier betreiben willst, ist grundfalsch.
die freie presse, die in den irak-feldzug eingebettet war...-? :?:

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