Wie weiter mit Syrien ?

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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Mi 19. Sep 2018, 11:02

Audi hat geschrieben:(19 Sep 2018, 11:54)

Natürlich :D

So hat Israel eigentlich immer und konsequent gehandelt.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Kritikaster » Mi 19. Sep 2018, 11:05

Audi hat geschrieben:(19 Sep 2018, 11:52)

Auf dein spam ala die russen werden nichts exportieren weil das S-200 keine genau freund feind Erkennung hast ist einfach absurd. D

Wäre schön, wenn Du auch noch auf wahrheitswidrige Unterstellungen verzichten könntest und Dich zur Abwechslung mal an Fakten orientiertest:
Kritikaster hat geschrieben:Nun ist Putin offensichtlich klar, dass sich Moskau für diesen unnötigen Verlust an die eigene Nase fassen müsste. Dies nicht an die große Glocke gehängt zu bekommen, dürfte ein wesentlicher Grund sein, weshalb er von der Schuldzuweisung an Israel wieder zurück rudert. Er braucht nun wirklich nicht noch eine weitere Katastrophe an seiner Propagandafront, die die Exportchancen der eigenen Rüstungsindustrie schmälert.

Niemand zwingt Dich in diesem Forum, die Kreml-Propagandamethode des Tatsachenverdrehens gegen andere Foristen anzuwenden.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Mi 19. Sep 2018, 11:08

Kritikaster hat geschrieben:(19 Sep 2018, 12:05)

Wäre schön, wenn Du auch noch auf wahrheitswidrige Unterstellungen verzichten könntest und Dich zur Abwechslung mal an Fakten orientiertest:

Niemand zwingt Dich in diesem Forum, die Kreml-Propagandamethode des Tatsachenverdrehens gegen andere Foristen anzuwenden.

G'lernt ist halt G'lernt. Und er große Bruder hat halt immer Recht. Das muß man schon irgendwie unterbringen. :D
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Mi 19. Sep 2018, 11:10

Audi hat geschrieben:(19 Sep 2018, 11:51)

Ah ja, Es ist also eine Erfindung, dass die Israelis in der nähe des Flugzeugs angriffe geflogen haben :D :D Bist du der neue forentroll?

Erfunden dürfte sein, daß die Israelis den "Ortungsschatten" eines russischen Flugzeugs gebraucht hätten. Die haben andere Mittel und die sind durchaus besser.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Audi » Mi 19. Sep 2018, 11:34

zollagent hat geschrieben:(19 Sep 2018, 12:10)

Erfunden dürfte sein, daß die Israelis den "Ortungsschatten" eines russischen Flugzeugs gebraucht hätten. Die haben andere Mittel und die sind durchaus besser.

Ach so, man hat die S-200 Irgendwo hin geschossen :D

Hier noch mal extra für dich

https://www.therussophile.org/russian-m ... over.html/

Es war grob fahrlässig von Israel. Ob gewollt oder nicht
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 19. Sep 2018, 11:37

Audi hat geschrieben:(19 Sep 2018, 11:54)

Natürlich :D

Diese Haltung ist schon länger bekannt.

"Wir werden um jeden Preis verhindern, dass der Iran auf syrischem Boden einen Vorposten gegen Israel errichtet", erklärt Verteidigungsminister Lieberman.
"Wir behalten uns vor, überall in Syrien einzugreifen."
https://www.tagesschau.de/ausland/israel-iran-105.html
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Audi » Mi 19. Sep 2018, 11:40

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Sep 2018, 12:37)

Diese Haltung ist schon länger bekannt.

https://www.tagesschau.de/ausland/israel-iran-105.html

Nach dem Abschuss wird sich was ändern. Hat Putin schon angedeutet
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Europa2050 » Mi 19. Sep 2018, 11:52

Audi hat geschrieben:(19 Sep 2018, 12:40)

Nach dem Abschuss wird sich was ändern. Hat Putin schon angedeutet


Wenn er schlau ist, sorgt er dafür, dass keine Syrer mehr in die Nähe einer Raketenabschussbasis kommen, solange russische Flugzeuge da rumfliegen.

Denn unabhängig davon, ob da jetzt ein israelisches Flugzeug beteiligt war oder nicht, die Syrer haben geschossen obwohl bekanntermaßen ein russisches Flugzeug dort oben war.

Das ist mehr als stümperhaft. Das können die Russen nicht akzeptieren.
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Audi » Mi 19. Sep 2018, 12:03

eine Zusammenfassung

Ist Israel wirklich an Il-20-Abschuss schuld?


Manche meinen, israelische Piloten hätten die russische Il-20 wissentlich und heimtückisch als Schutzschild missbraucht. Die Israelis behaupten jedoch, ihre Kampfjets seien längst wieder weg gewesen, als die syrische Flugabwehr das Feuer eröffnet habe. Wer sagt nun die Wahrheit? Prüfen wir die Positionen.
Eine „Verkettung tragischer Zufälle“ – so erklärt Wladimir Putin die Ursache für den Abschuss des russischen Seefernaufklärers vor der syrischen Küste. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem russischen Präsidenten sein Beileid wegen des Todes der russischen Flugzeugcrew ausgesprochen und versichert, Israel werde alle Informationen hinsichtlich des Vorfalls bereitstellen.
Netanjahu schickt sogar den Oberkommandeur der israelischen Luftwaffe nach Moskau. Er soll persönlich dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu Bericht erstatten. Dieser hat bereits frank und frei erklärt, die israelischen Piloten hätten sich absichtlich und zielgerichtet hinter dem russischen Flugzeug vor der Flugabwehr versteckt.

Heißt das nun, die israelische Luftwaffe ist dafür verantwortlich, dass ihr fliegender Schutzschild getroffen wurde? Mitnichten, sagen die Israelis. Schuld hätten die syrische Flugabwehr, der Iran und die proiranische Hisbollah.

Das Ziel der israelischen F-16, wird behauptet, seien Einrichtungen in Latakia gewesen, wo im iranischen Auftrag Massenvernichtungswaffen für die proiranische Miliz hergestellt würden. Dass in dem Gebiet eine russische Il-20 patrouilliere, habe man gar nicht gewusst.
Eine Erklärung, die nur schwer zu glauben ist. Denn die russische Il-20 ist, wie gesagt, ein Seefernaufklärer. Ihre Aufgabe ist es, stundenlang in der Luft zu patrouillieren und ein großes Gebiet zu überwachen. Dass die russische Maschine immer planmäßig startet und nach mehreren Stunden wieder auf den Stützpunkt zurückkehrt, hätten die Israelis wissen können und müssen.
Die Il-20 hebt stets zur gleichen Zeit in Richtung des Mittelmeers ab und setzt bei der Rückkehr noch über dem Meer zur Landung an – so ist die Maschine am stärksten vor möglichem Raketenbeschuss geschützt.

Und ausgerechnet die Zeit, zu der das russische Patrouillenflugzeug normalerweise landet, haben die israelischen F-16 ausgesucht, um die Einrichtungen in Latakia anzugreifen.
Womöglich hätte das Unglück verhindert werden können, wäre die Il-20 von russischen Jagdflugzeugen begleitet worden. Dass Seefernaufklärer einen Begleitschutz bekommen, sei aber unüblich, erklärt der Militärexperte Wassili Kaschin vom Zentrum für Strategie- und Technologieanalyse.
Überhaupt: „Um Jagdflugzeuge im besagten Gebiet ständig patrouillieren zu lassen, müsste die Anzahl der russischen Kampfjets auf dem Stützpunkt Hmeimim praktisch verdoppelt werden“, sagt der Analyst. Laut dem russischen Generalstab bekommen gegenwärtig nur jene Flugzeuge in Syrien eine Deckung, die zu Kampfeinsätzen ausfliegen.
Fraglich ist aber auch das Verhalten der syrischen Flugabwehr. Haben deren Systeme etwa keine Freund-Feind-Erkennung? Wie war es überhaupt möglich, dass die syrische Flugabwehr ein russisches Flugzeug anzielen konnte?
Diesbezüglich muss man einige Details kennen – nämlich: Eine Freund-Feind-Erkennung verringert zwar die Wahrscheinlichkeit von Friendly Fire, verhindert aber nicht automatisch Fehlbeschüsse. Das System warnt den Operator lediglich, dass er das falsche Ziel anvisiert habe, blockiert aber nicht den Abschuss.
„Unter Stress, wenn es einen massiven Luftangriff gab, könnte das Bedienpersonal des syrischen Abwehrsystems die Warnung einfach ignoriert haben“, vermutet der Experte Kaschin. Zudem ist es nicht ausgeschlossen, dass die Israelis das System elektronisch gestört haben.
Auch die israelische Luftwaffe verweist auf angebliche Fehler syrischer Soldaten: Die syrische Flugabwehr habe wirr und ungenau geschossen – und dazu noch zu spät. Stimmt diese Version, trifft Israel keine Schuld. Aber die Schlüsselfrage ist immer noch, ob sich die israelischen F-16-Jets hinter dem russischen Flugzeug aufhielten.

Ist dem so, dann hat die syrische Flugabwehr nicht die russische Il-20, sondern die israelischen Kampfflugzeuge angepeilt. Die Israelis behaupten indes, ihre Jets seien längst wieder weg und im israelischen Luftraum gewesen, als die Flugabwehrrakete das russische Flugzeug traf. Also doch ein Fehler der Syrer?
Versuchen wir, das zu klären. Die Entfernung zwischen Latakia und der israelischen Grenze beträgt 280 Kilometer. Die Marschgeschwindigkeit einer F-16 liegt bei 1.140 Stundenkilometern. Demnach muss die syrische Flugabwehr das Feuer eröffnet haben, nachdem die israelischen Jets das Gebiet bereits für 15 Minuten verlassen hatten.
Das ist doch schon sehr fragwürdig – erst recht, wenn man bedenkt, dass die syrischen S-200-Systeme ihre Ziele auf einer Distanz von 400 Kilometern erfassen können.
Aber auch wenn man die israelische Version so stehen lässt, bleibt noch etwas ungeklärt. Das russische Verteidigungsministerium hat mitgeteilt, Israel habe die russischen Streitkräfte erst weniger als eine Minute vor dem Angriff auf Latakia gewarnt.
Im Gespräch mit Netanjahu hat Präsident Putin die israelischen Generäle geradewegs beschuldigt, gegen die Vereinbarung zur Vermeidung gefährlicher Vorfälle verstoßen zu haben. Diese Vereinbarung ist zwar nie veröffentlich, aber von Israel schon mal befolgt worden.

Bekanntlich hat das israelische Militär die russischen Streitkräfte im Mai dieses Jahres rechtzeitig gewarnt, einen Angriff gegen iranische Kräfte in Syrien vornehmen zu wollen. Und auch sonst muss man anerkennen: Das Unglück mit der Il-20 ist der erste Vorfall dieser Art im Verlauf des nunmehr dreijährigen russischen Einsatzes in Syrien. Hoffen wir, dass es der letzte ist.
Verantwortungsloses Verhalten auf Seiten des israelischen Militärs erkennen in diesem konkreten Fall auch israelische Experten. Es sei unverantwortlich gewesen, die F-16 starten zu lassen, während die russische Il-20 im Gebiet patrouillierte, sagt der Sicherheitsberater Jakob Kedmi.
„Die Verantwortungslosigkeit besteht erstens darin, dass der israelische Einsatz in direkter Nähe des russischen Militärs stattfand. Zweitens wurde nicht berücksichtigt, dass währenddessen eine russische Maschine in der Luft war“, erklärte Kedmi. „Solcherart Nachlässigkeit und Schlamperei kommt in Israel leider viel zu oft vor.“
„Nachlässigkeit“ wäre für die Verantwortlichen in Israel sicherlich eine willkommene Erklärung für den Vorfall. Nur: In das Bild der israelischen Armee – einer der effektivsten Armeen des Nahen Ostens – passt diese Erklärung irgendwie nicht.
Es kann beim Abschuss der russischen Il-20 zwar durchaus zu einer Fehleinschätzung der Lage gekommen sein – aber zu einer, wenn man so will, bewussten. Nehmen wir an, ein mittelhoher Offizier der israelischen Luftwaffe hatte tatsächlich die Idee, den Angriff der F-16-Jets irgendwie zu decken.

in russisches Flugzeug würde sich dafür logischerweise anbieten. Die israelische Luftwaffe war früher schon ähnlich vorgegangen, bei Angriffen gegen den Irak beispielsweise. Warum also nicht auch in diesem Fall die gleiche Taktik einsetzen? Dies würde auch die verspätete Warnung der russischen Streitkräfte durch die israelischen Generäle erklären.

Ob irgendwer diese „Schlamperei“ wird büßen müssen, ist auch offen: „Die Lage ist ziemlich angespannt, es sind auch sehr radikale Forderungen zu hören. Aber man wird das Thema wohl allmählich drosseln“, sagt Israels ehemaliger Russland-Botschafter Zvi Magen.
Keine der Seiten sei an einem Streit interessiert, zumal Israel schon seit drei Jahren Russland vor möglichen Angriffen gegen syrische Einrichtungen warnt. „Bislang gab es keine Vorfälle, obwohl bereits an die 200 Schläge erfolgten“, so der Ex-Botschafter.
Nicht zu vergessen ist aber auch die Mahnung des russischen Verteidigungsministers: Ohne Reaktion werde die Tat Tel Avivs nicht bleiben, sagte Sergej Schoigu. In russischen Netzwerken sind bereits Forderungen nach Sanktionen gegen Israel und nach besserer Ausstattung der syrischen Flugabwehr laut geworden – mit russischen S-300-Raketensystemen zum Beispiel.
https://de.sputniknews.com/zeitungen/20 ... -abschuss/
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Mi 19. Sep 2018, 12:12

Audi hat geschrieben:(19 Sep 2018, 12:34)

Ach so, man hat die S-200 Irgendwo hin geschossen :D

Hier noch mal extra für dich

https://www.therussophile.org/russian-m ... over.html/

Es war grob fahrlässig von Israel. Ob gewollt oder nicht

Auch, wenn noch so viele recht fragwürdige Wiederholungen verlinkt werden, so halte ich Israels Militär denn doch für ein bißchen cleverer als die Syrer. Und vor allem für technisch um Einiges fähiger. Fahrlässig ist es von Syrien, solche drittländischen Umtriebe zu dulden, in die es dann hineingezogen wird. Das zeigt doch schon, wie wenig Assad Herr im eigenen Haus ist. Er ist nur die Symbolfigur, das Sagen hat Putin und haben die Mullahs. Und die Letzteren haben nun mal Israel im Blick.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Kardux » Mi 19. Sep 2018, 14:25

Orbiter1 hat geschrieben:(18 Sep 2018, 16:36)

Der einzige der sich nicht für die Zivilbevölkerung interessiert sind sie. Für sie zählt nur die Beseitigung der Al Quaida Jidahisten, sonst gar nichts. Wenn dabei als Kollateralschaden massenhaft Zivilisten sterben, wie z. B. in Aleppo haben sie absolut Null Probleme damit. Was wäre denn wenn dafür massenhaft kurdische Zivilisten sterben müssten? Wären sie dann immer noch bereit Al Quaida auszumerzen? Mit Erdogan ergibt sich die Möglichkeit einen großen Teil der in Idlib eingeschlossenen Zivilisten zu schonen. Obwohl ich alles andere als ein Fan von Erdogan bin muß man ihm das hoch anrechnen. Der Westen hat in dieser Frage gar nichts erreicht. Der jammert nur rum und warnt vor massenhaften Blutvergießen.
Ja klar, wieder das einzige Thema das sie interessiert.


Für mich zählt in erster Linie eine nachhaltige Lösung, die Frieden für ALLE verspricht - ohne das sich dabei Volksgruppen politisch ausgeschlossen bzw. hintergangen fühlen. Das wäre natürlich das Optimum. Ob es so kommt? Sieht wohl nicht danach aus. Was jedoch die Sicherheit der Region betrifft bin ich viel rigoroser. Al Qaida Jihadisten und Konsorten sind nunmal eine ständige Bedrohung. Nicht nur für die Menschen über die sie gerade herrschen, sondern auch für Volksgruppen in angrenzenden Gebieten, die als Ungläubige abgestempelt werden. Natürlich ist es für die Zivilbevölkerung in Idlib eine Katastrophe, wenn Russland seine Kriegsmaschinerie wieder aufrollt. Und wie genau ist der Status quo für die Bevölkerung? Die Menschen in Idlib werden von den dort ansässigen Menschen wie Schutzschilder benutzt. Darüber hinaus verwandeln die Jihadisten das Leben der sunnitischen Syrer (die mehrheitlich moderate Muslime sind!) in eine Hölle auf Erden.

Ich finde es fast schon amüsant, dass ich mich in einem deutschen Forum rechtfertigen muss, dass ich Gruppen wie Al Qaida keine Daseinsberechtigung (egal wo!) ausstellen möchte. Natürlich steht die Beseitigung solcher Gruppen für mich ganz oben. Was sonst? Wer im 21. Jahrhundert Menschen als Sexsklaven benutzt, Massen an Menschen auf brutalste Art hinrichtet (köpfen, verbrennen, usw.), rigoros konfessionelle Minderheiten verfolgt, ständig damit droht weitere Region zu erobern, regelmäßig im Ausland Anschläge verübt und sogar die Volksgruppe gnadenlos unterdrückt für die sie angeblich einsteht (sunnitische Araber), dann muss ich zumindest keinen Augenblick zögern um sich die Beseitigung solcher Gruppen zu wünschen. Und ja, in diesen Befreiungsoperationen vonseiten der Russen aber auch der USA sind auch sehr viele kurdische Zivilisten gestorben - Ihren Konjunktiv können Sie sich getrost sparen. Glauben Sie etwa in Aleppo leben keine Kurden? Glauben Sie in Mosul sind nicht unzählige kurdische Zivilisten gestorben? Haben Sie eigentlich den Bombenkrieg der USA in Mosul verurteilt? Wenn nein, wieso nicht? Als die USA kurdische Städte wie Shingal und Kobanê in Schutt und Asche gebombt haben (wobei kaum noch Zivilisten dort gelebt haben), konnte man auch nicht sagen, nein lasst die Jihadisten mal gewähren.

Nun durch den Deal zwischen Erdo und Putin werden die Zivilisten geschont. Jetzt dürfen sie weiter von ausländischen Jihadisten regiert werden, die wenn es darauf ankommt, gar keinen Skupel haben die gesamte Zivilbevölkerung zu opfern. Von einer Gruppe die den Zivilisten nicht einmal die Flucht gewährt.

Und jetzt noch einmal zu Ihrer Lobhudelei von Erdo: dieser Diktator ist ein Teil des Problems. Als es auf der Kippe stand ob Assad und Russland Idlib angreifen, war die erste Reaktion der Türkei die Verschärfung der Grenzkontrolle zu Idlib. Die Zivilisten (bzw. das Schutzschild) sollten bleiben wo sie sind. Erdo ist deshalb ein Teil des Problems weil er zusammen mit den Golfarabern für die Radikalisierung der syrischen Opposition verantwortlich ist. Er ist mitverantwortlich für das Leid in Syrien, für die Millionen Flüchtlinge. Er benutzt die Flüchtlinge (die mitunter auch wegen seinen finanzierten Jihadisten fliehen) als beliebige Verhandlungsmasse (gegenüber dem Westen) und teils auch als demographischer Faktor (in Kurdengebieten). Die Zahl der Flüchtlinge welche die Türkei aufgenommen hat sind peanuts, wenn man sich die prozentuale Aufnahme der Flüchtlinge in deutlich kleineren Nachbarländern von Syrien betrachtet. Und diese Staaten haben sicher nicht dieselbe Verantwortung für diesen Krieg zu tragen wie die Türkei. Erdo spielt sich als Retter der sunnitischen Araber auf, während er gleichzeitig irgendwelche geheimen Deals mit Russland eingeht. Am Ende möchte er lediglich so viel vom Kuchen abbekommen wie nur möglich. Seine "Protektorate" in Nordsyrien sind für ihn kein Teil Syriens mehr. So hatten sich das also die sunnitischen Araber vorgestellt. Gegen Assad zu revoltieren um am Ende als Flüchtlinge zu enden und im besten Fall als türkische Staatsbürger.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Do 20. Sep 2018, 01:02

Audi hat geschrieben:(19 Sep 2018, 12:40)

Nach dem Abschuss wird sich was ändern. Hat Putin schon angedeutet

Am sichersten wäre es, man meidet die Nähe von Terroristen.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 21. Sep 2018, 01:04

Audi hat geschrieben:(18 Sep 2018, 17:00)

Hier war Israel Schuld und der Auslöser

Oder der Iran und die Hisbollah.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 21. Sep 2018, 01:31



Sputnik News :D Offensichtlicher geht es nicht! Das Sprachrohr der Putin Freunde
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Audi » Fr 21. Sep 2018, 06:02

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(21 Sep 2018, 02:31)

Sputnik News :D Offensichtlicher geht es nicht! Das Sprachrohr der Putin Freunde

Steht da drin was falsches?
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 21. Sep 2018, 10:19

Audi hat geschrieben:(21 Sep 2018, 07:02)

Steht da drin was falsches?


Sputnik ist die Newsquelle der Rechtspopulisten, Trump Fans und Putin Trolle, die alle andere News als Fake News bezeichnen. So sei es erlaubt das wer nicht in diese Kategorie faellt Sputnik News als Fake News aber Real News Quelle fuer besagte Individuen bezeichnet. Eine Inspiration fuer die im Putin Gagaland lebenden. :D :cool:
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon zollagent » Sa 22. Sep 2018, 10:09

Audi hat geschrieben:(21 Sep 2018, 07:02)

Steht da drin was falsches?

Da steht drin, was Putin publiziert haben möchte. Und womit er seine Trolle füttern möchte. Ungefähr genauso wahrhaft wie die PRAWDA, die zwar auch "Wahrheit" hieß, aber nur wenig mit ihr zu tun hatte.
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Audi » Sa 22. Sep 2018, 11:05

zollagent hat geschrieben:(22 Sep 2018, 11:09)

Da steht drin, was Putin publiziert haben möchte. Und womit er seine Trolle füttern möchte. Ungefähr genauso wahrhaft wie die PRAWDA, die zwar auch "Wahrheit" hieß, aber nur wenig mit ihr zu tun hatte.

Geh auf den Artikel ein und hör auf zu weinen. Sputnik mimimimim böse
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon DarkLightbringer » So 23. Sep 2018, 23:16

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(21 Sep 2018, 11:19)

Sputnik ist die Newsquelle der Rechtspopulisten, Trump Fans und Putin Trolle, die alle andere News als Fake News bezeichnen. So sei es erlaubt das wer nicht in diese Kategorie faellt Sputnik News als Fake News aber Real News Quelle fuer besagte Individuen bezeichnet. Eine Inspiration fuer die im Putin Gagaland lebenden. :D :cool:

Sehr richtig. :thumbup:

Man könnte aber auch iranische Quellen verwenden, zur Inspiration. ;)
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Re: Wie weiter mit Syrien ?

Beitragvon Audi » Mo 24. Sep 2018, 10:30

Laut Medien will Russland S-300 an Damaskus liefern. Und das binnen 2 wochen

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