Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

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Senexx
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Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Senexx » Di 20. Nov 2018, 08:43

Noch vor Weihnachten will das Kabinett einen Entwurf des künftigen Einwanderungsgesetzes verabschieden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 39330.html

Damit erreicht die staatlich geförderte Politik der Lohndrückerei eine neue Stufe. Mit dem Gesetz soll die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt weiter ausgedehnt werden. Während die Grenzöffnung und der Nachzug von Familienangehörigen bisher hauptsächlich die Funktion hatte, eine neue Unterschicht zu etablieren und Druck auf die sozial Schwachen auszuüben, sollen nun die Tore für "qualifiziertes Personal" geöffnet werden. Der nach geltendem Recht bestehende Schutz von Deutschen und EU-Ausländern vor Verdrängung durch aus dem Ausland geholte "Fachkräfte" soll ganz wegfallen.

Darüber hinaus sollen aber nicht nur Arbeitskräfte mit Arbeitsvertrag einreisen dürfen, sondern auch Arbeitslose, die sich hier erst eine Stelle suchen.

Wo sind hier eigentlich die Gewerkschaften? Sehen Sie nicht, was mit diesen Maßnahmen bezweckt werden soll?
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 20. Nov 2018, 08:57

Senexx hat geschrieben:(20 Nov 2018, 08:43)

Noch vor Weihnachten will das Kabinett einen Entwurf des künftigen Einwanderungsgesetzes verabschieden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 39330.html

Damit erreicht die staatlich geförderte Politik der Lohndrückerei eine neue Stufe. Mit dem Gesetz soll die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt weiter ausgedehnt werden. Während die Grenzöffnung und der Nachzug von Familienangehörigen bisher hauptsächlich die Funktion hatte, eine neue Unterschicht zu etablieren und Druck auf die sozial Schwachen auszuüben, sollen nun die Tore für "qualifiziertes Personal" geöffnet werden. Der nach geltendem Recht bestehende Schutz von Deutschen und EU-Ausländern vor Verdrängung durch aus dem Ausland geholte "Fachkräfte" soll ganz wegfallen.

Darüber hinaus sollen aber nicht nur Arbeitskräfte mit Arbeitsvertrag einreisen dürfen, sondern auch Arbeitslose, die sich hier erst eine Stelle suchen.

Wo sind hier eigentlich die Gewerkschaften? Sehen Sie nicht, was mit diesen Maßnahmen bezweckt werden soll?


Nichts von alledem was du so in den Raum stellst wird durch den Spiegel-Artikel untermauert. Unterlasse bitte Falschbehauptungen durch unzulässige Kürzungen von Aussagen die im Spiegel stehen oder die von Foristen gemacht werden. Danke.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Senexx » Di 20. Nov 2018, 09:00

In Zukunft dürfe jeder hier arbeiten, der einen Arbeitsvertrag "und eine anerkannte Qualifikation" vorweisen kann. Die bisher vorgeschriebene Prüfung, ob ein Deutscher oder ein EU-Bürger für die Stelle infrage käme, soll wegfallen....



Wer eine Berufsausbildung habe, dürfe zudem für eine befristete Zeit einreisen, um sich eine Stelle zu suchen. Diese Regelung soll zunächst fünf Jahre lang probeweise gelten...


http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 39330.html
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Skull » Di 20. Nov 2018, 09:22

Senexx hat geschrieben:(20 Nov 2018, 08:43)

Während die Grenzöffnung und der Nachzug von Familienangehörigen bisher hauptsächlich die Funktion hatte,
eine neue Unterschicht zu etablieren und Druck auf die sozial Schwachen auszuüben

Wie kommt man auf solche völlig cruden und unsinnigen Gedankenfolge ? :?:

mfg
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Senexx » Di 20. Nov 2018, 10:26

Skull hat geschrieben:(20 Nov 2018, 09:22)

Wie kommt man auf solche völlig cruden und unsinnigen Gedankenfolge ? :?:

mfg

Das ist die Realität. Die Auswirkung.

Wissen Sie, was der sozialwissenschaftliche Funktionsbegriff besagt? Anscheinend nicht.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Tom Bombadil » Di 20. Nov 2018, 11:00

Ist doch gut, wenn Ausländer zum arbeiten kommen, dann können sich die Deutschen endlich mal ausruhen und die Industrie spart an den Lohnkosten, die Gewinne steigen und die Aktionäre freuen sich. Win-Win-Win-Situation.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Senexx » Di 20. Nov 2018, 11:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Nov 2018, 11:00)

Ist doch gut, wenn Ausländer zum arbeiten kommen, dann können sich die Deutschen endlich mal ausruhen und die Industrie spart an den Lohnkosten, die Gewinne steigen und die Aktionäre freuen sich. Win-Win-Win-Situation.


Die Deutschen können sich doch auch ohne ausländische Hilfe einfacher ausruhen. In der kommenden digitalen Revolution werden Millionen von Arbeitsplätzen wegfallen. Mit Lohndrückern wird diese Revolution ja nur verlangsamt, weil der Anreiz fehlt, zu rationalisieren.

Wir werden ja auch so immer mehr zum Entwicklungsland. Z.B. im Mobilfunk.

In Italien kann ich mit Kreditkarten am Parkautomaten zahlen. Bei uns muss ich nach Kleingeld kramen.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon JJazzGold » Di 20. Nov 2018, 11:31

Senexx hat geschrieben:(20 Nov 2018, 11:24)

Die Deutschen können sich doch auch ohne ausländische Hilfe einfacher ausruhen. In der kommenden digitalen Revolution werden Millionen von Arbeitsplätzen wegfallen. Mit Lohndrückern wird diese Revolution ja nur verlangsamt, weil der Anreiz fehlt, zu rationalisieren.

Wir werden ja auch so immer mehr zum Entwicklungsland. Z.B. im Mobilfunk.

In Italien kann ich mit Kreditkarten am Parkautomaten zahlen. Bei uns muss ich nach Kleingeld kramen.


München, Parkgebühren per App der Stadtwerke mit dem Handy bezahlen.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Senexx » Di 20. Nov 2018, 11:50

JJazzGold hat geschrieben:(20 Nov 2018, 11:31)

München, Parkgebühren per App der Stadtwerke mit dem Handy bezahlen.


Seit dem 19.10.2018. Anderswo schon seit Jahren. Wir sind wirklich fortschrittlich.

Ist aber Off-Topic.

Es geht hier um die neu geplante Variante der Lohndrückerei.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Skull » Di 20. Nov 2018, 12:22

Guten Tag,

dieser Strang ist mir als (eventueller) Hetzstrang gemeldet worden.
Ich sehe das (noch) nicht so. Ich lasse das Thema offen.

Sollte aber der Strang zu einem Ausländer/Einwanderungs/Flüchtings Thread mutieren,
(dafür gibt es ja das Forum 2) werde ich ihn sanktionieren oder ganz entsorgen.
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Beitragvon Kölner1302 » Di 20. Nov 2018, 12:26

Höre gerade aus den Nachrichten, dass CDU und SPD zugestimmt haben, Fachkräfte aus dem Ausland zuzulassen, weil es in Deutschland zu wenig Fachkräfte gibt.
Stimmt das? Kann man nicht hier Fachkräfte ausbilden? Haben wir nicht gerade knapp 1 Mio Flüchtlinge aufgenommen - von denen viele hierbleiben wollen - kann man die nicht ausbilden?
Dient das ganze nicht vielmehr der Lohndrückerei und der Wohnungsspekulation?
(Angebot und Nachfrage - ein hohes Angebot ein Fachkräften senkt deren Preis - den Lohn; eine starke Nachfrage nach Wohnungen treibt deren Preis hoch).
Wer meint, die ausländischen Fachkräfte sind am Ende gut für uns alle / unser aller Wohlstand - und warum?
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Re: Neue Gastarbeiter

Beitragvon Odin1506 » Di 20. Nov 2018, 12:50

Kölner1302 hat geschrieben:(20 Nov 2018, 12:26)

Höre gerade aus den Nachrichten, dass CDU und SPD zugestimmt haben, Fachkräfte aus dem Ausland zuzulassen, weil es in Deutschland zu wenig Fachkräfte gibt.
Stimmt das? Kann man nicht hier Fachkräfte ausbilden? Haben wir nicht gerade knapp 1 Mio Flüchtlinge aufgenommen - von denen viele hierbleiben wollen - kann man die nicht ausbilden?
Dient das ganze nicht vielmehr der Lohndrückerei und der Wohnungsspekulation?
(Angebot und Nachfrage - ein hohes Angebot ein Fachkräften senkt deren Preis - den Lohn; eine starke Nachfrage nach Wohnungen treibt deren Preis hoch).
Wer meint, die ausländischen Fachkräfte sind am Ende gut für uns alle / unser aller Wohlstand - und warum?


Wie du schon richtig bemerkt hast, ist dieses Gefasel vom Fachkräftemangel nur dafür da um den Lohn zu drücken. Fachkräfte selber ausbilden kostet viel Geld und sind durch ihre Lohnkosten auch teuer, da nimmt man lieber schon ausgebildete Flüchtlinge, die für den Bruchteil an Lohnkosten arbeiten.
Ich bin keine Signatur, ich putze hier nur!!! :p
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Re: Neue Gastarbeiter

Beitragvon Ein Terraner » Di 20. Nov 2018, 13:12

Kölner1302 hat geschrieben:(20 Nov 2018, 12:26)

Stimmt das? Kann man nicht hier Fachkräfte ausbilden?


Nein das geht nicht, Deutschland schaffte es ja nicht mal einen Flughafen zu bauen.
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Klopfer
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Klopfer » Di 20. Nov 2018, 13:16

Senexx hat geschrieben:(20 Nov 2018, 08:43)

Noch vor Weihnachten will das Kabinett einen Entwurf des künftigen Einwanderungsgesetzes verabschieden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 39330.html

Damit erreicht die staatlich geförderte Politik der Lohndrückerei eine neue Stufe. Mit dem Gesetz soll die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt weiter ausgedehnt werden. Während die Grenzöffnung und der Nachzug von Familienangehörigen bisher hauptsächlich die Funktion hatte, eine neue Unterschicht zu etablieren und Druck auf die sozial Schwachen auszuüben, sollen nun die Tore für "qualifiziertes Personal" geöffnet werden. Der nach geltendem Recht bestehende Schutz von Deutschen und EU-Ausländern vor Verdrängung durch aus dem Ausland geholte "Fachkräfte" soll ganz wegfallen.

Darüber hinaus sollen aber nicht nur Arbeitskräfte mit Arbeitsvertrag einreisen dürfen, sondern auch Arbeitslose, die sich hier erst eine Stelle suchen.

Wo sind hier eigentlich die Gewerkschaften? Sehen Sie nicht, was mit diesen Maßnahmen bezweckt werden soll?

Welche Gewerkschaften? Die wurden doch sukzessive die letzten 10 Jahre eingedampft.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Nightrain » Di 20. Nov 2018, 14:25

Als Datenmaterial hier die Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Frühjahr 2015, vermutlich auch der Bundesregierung bekannt. Zumindest gab es Ende 2015 vom damaligen Wirtschaftsminiter Gabriel die Aussage, dass 500.000 Flüchtlinge im Jahr problemlos möglich wären. Das entspräche genau der Zahl, die die Studie an Migrationsbedarf jährlich bis 2050 angibt. https://www.bertelsmann-stiftung.de/fil ... 0_2015.pdf

Allerdings habe ich erhebliche Bauchschmerzen damit der Eingang gebrachten These zuzustimmen, dass absichtlich die Flüchtlingssituation dazu genutzt wurde, um quasi die benötigten niedrigqualifizierten Arbeitskräfte in einem Rutsch ins Land zu bringen. Das aus mehreren Gründen. Einerseits ist es essentiell, dass auch bei unqualifizierten Migranten eine Auswahl stattfindet. Eine Prüfung der kulturellen Eignung, eine Identifikation mit dem Einwanderungsland, der dortigen Gesellschaft und auf die demokratische, freiheitliche Lebensweise. Das alles ist bei der Aufnahme von Flüchtlingen nicht möglich. Andererseits schreibt auch die Bertelsmann Stiftung, dass eine positive Einstellung der Bevölkerung zur Migration die absolute Voraussetzung ist, erfolgreiche Migranten dauerhaft im Land zu halten. Bei der unkoordinierten Aufnahme von Millionen Flüchtlingen war aber abzusehen, dass das die Gesellschaft massiv spalten würde und die Möglichkeiten für eine echte, dauerhafte Willkommenskultur damit über Jahre (Jahrzehnte?) zunichte gemacht würden.

Ob die Löhne durch die Zuwanderung sinken werden? Im Arbeitsangebot für unqualifizierte Arbeitskräfte ist das ja kaum noch möglich und im wirklichen Fachkräftebereich ist fraglich, woher die Bundesregierung die Leute bekommen will oder ob man da überhaupt auch nur den Ansatz eines Plans hat. In Afrika ist größenteils einfach nichts zu holen, was einen für Deutschland ausreichenden Bildungsstand haben könnte und Richtung Asien scheint man sich nicht orientieren zu wollen, obwohl speziell China eigentlich ein erhebliches Potential für qualifizierte Zuwanderer bieten würde. Alternativ könnte man so langsam daran denken gezielt Nachwuchs umzusiedeln: junge Familien mit Kleinkindern unter 3 Jahren, die man von Anfang an durch ein Deutschen (zwingendes) Ganztagssystem für Kindergärten und Schulen bringen kann.

Kölner1302 hat geschrieben:(20 Nov 2018, 12:26)
Haben wir nicht gerade knapp 1 Mio Flüchtlinge aufgenommen - von denen viele hierbleiben wollen - kann man die nicht ausbilden?


1,5 Millionen. Die reichen aber laut der oben verlinkten Studie aber gerade einmal aus, um 3 Jahre den Mangel auszugleichen. Nach dieser muss Deutschland bis 2050 ca. 18 Millionen Arbeitsmigranten ins Land holen.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Tom Bombadil » Di 20. Nov 2018, 15:09

Senexx hat geschrieben:(20 Nov 2018, 11:24)

Die Deutschen können sich doch auch ohne ausländische Hilfe einfacher ausruhen.

Die Industrie 4.0 ist noch nicht so weit.

In Italien kann ich mit Kreditkarten am Parkautomaten zahlen. Bei uns muss ich nach Kleingeld kramen.

Bei uns in der Stadt kann ich das Ticket mit einer SMS bzw. App bezahlen. Ich habe es noch nicht ausprobiert, daher weiß ich nicht genau, wie es funktioniert.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Kölner1302 » Di 20. Nov 2018, 15:41

Nightrain hat geschrieben:(20 Nov 2018, 14:25)

Als Datenmaterial hier die Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Frühjahr 2015, vermutlich auch der Bundesregierung bekannt. Zumindest gab es Ende 2015 vom damaligen Wirtschaftsminiter Gabriel die Aussage, dass 500.000 Flüchtlinge im Jahr problemlos möglich wären. Das entspräche genau der Zahl, die die Studie an Migrationsbedarf jährlich bis 2050 angibt. https://www.bertelsmann-stiftung.de/fil ... 0_2015.pdf

Allerdings habe ich erhebliche Bauchschmerzen damit der Eingang gebrachten These zuzustimmen, dass absichtlich die Flüchtlingssituation dazu genutzt wurde, um quasi die benötigten niedrigqualifizierten Arbeitskräfte in einem Rutsch ins Land zu bringen. Das aus mehreren Gründen. Einerseits ist es essentiell, dass auch bei unqualifizierten Migranten eine Auswahl stattfindet. Eine Prüfung der kulturellen Eignung, eine Identifikation mit dem Einwanderungsland, der dortigen Gesellschaft und auf die demokratische, freiheitliche Lebensweise. Das alles ist bei der Aufnahme von Flüchtlingen nicht möglich. Andererseits schreibt auch die Bertelsmann Stiftung, dass eine positive Einstellung der Bevölkerung zur Migration die absolute Voraussetzung ist, erfolgreiche Migranten dauerhaft im Land zu halten. Bei der unkoordinierten Aufnahme von Millionen Flüchtlingen war aber abzusehen, dass das die Gesellschaft massiv spalten würde und die Möglichkeiten für eine echte, dauerhafte Willkommenskultur damit über Jahre (Jahrzehnte?) zunichte gemacht würden.

Ob die Löhne durch die Zuwanderung sinken werden? Im Arbeitsangebot für unqualifizierte Arbeitskräfte ist das ja kaum noch möglich und im wirklichen Fachkräftebereich ist fraglich, woher die Bundesregierung die Leute bekommen will oder ob man da überhaupt auch nur den Ansatz eines Plans hat. In Afrika ist größenteils einfach nichts zu holen, was einen für Deutschland ausreichenden Bildungsstand haben könnte und Richtung Asien scheint man sich nicht orientieren zu wollen, obwohl speziell China eigentlich ein erhebliches Potential für qualifizierte Zuwanderer bieten würde. Alternativ könnte man so langsam daran denken gezielt Nachwuchs umzusiedeln: junge Familien mit Kleinkindern unter 3 Jahren, die man von Anfang an durch ein Deutschen (zwingendes) Ganztagssystem für Kindergärten und Schulen bringen kann.



1,5 Millionen. Die reichen aber laut der oben verlinkten Studie aber gerade einmal aus, um 3 Jahre den Mangel auszugleichen. Nach dieser muss Deutschland bis 2050 ca. 18 Millionen Arbeitsmigranten ins Land holen.


Na hoffentlich reichen die weltweiten Flüchtlingswellen aus um unseren Bedarf zu decken, sonst haben wir ja viel zu wenig Bauarbeiter für die ganzen Wohnungen und sonstigen Infrastrukturmassnahmen, die 18 Millionen neue Familien erforderlich machen.
Mal im Ernst:
Es ist doch auch eine Gemeinheit gegenüber den Menschen in den ärmeren Ländern, die die Mittel für die Ausbildung der Fachkräfte aufgebracht haben, die wir jetzt abwerben. Die Abwanderung gut ausgebildeter junger Leute zieht doch gleich die nächsten Probleme in den Herkunftsländern hinterher: siehe z.B. Bulgarien
Zuletzt geändert von Kölner1302 am Di 20. Nov 2018, 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Kölner1302 » Di 20. Nov 2018, 15:52

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Nov 2018, 15:09)

Die Industrie 4.0 ist noch nicht so weit.


Bei uns in der Stadt kann ich das Ticket mit einer SMS bzw. App bezahlen. Ich habe es noch nicht ausprobiert, daher weiß ich nicht genau, wie es funktioniert.


Entschuldigung, mal abgesehen davon dass ich mich wundere dass hier von einem Moderator und Verantwortlichen des Forums offtopic diskutiert wird - aber auf dieser Ebene ist das Problem wohl eher nicht zu suchen.
Es geht wohl eher daraum, dass Produzenten schnelle Online Verbindungen benötigen, ebenso wie z.B. Ärzte Ingenieure und Rechtsanwälte.
So ist z.B. die Literatur im Bereich der Rechtsberufe, denen ich z.B. beruflich zuhause bin, komplett online zu finden.
Früher hatten Kanzleien eine eigene Bibliothek. Die kann heute nicht mehr betrieben werden, weil es die Zeitschriften und Kommentare nicht mehr in Papierform gibt oder sie unglaublich teuer sind.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Tom Bombadil » Di 20. Nov 2018, 17:27

Komisch, du beschwerst dich über Offtopic, um dann selber noch mehr Offtopic ("schnelle Online Verbindungen") zu schreiben.

Der TE findet Zuwanderung in die Arbeit kritikwürdig, weil damit die Löhne gedrückt werden sollen, ob die Regierung das so will, dafür gibt es keine Beweise.
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Re: Lohndrückerei schaltet einen Gang höher

Beitragvon Skull » Di 20. Nov 2018, 17:29

Guten Abend,

am besten reduzieren nun ALLE ihre OFF TOPIC Beiträge.

Und werfen sich nicht gegenseitug vor, der andere sei Off topic.

Danke.
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