Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

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Iwan der Liebe
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Iwan der Liebe » So 6. Jan 2019, 18:48

Misterfritz hat geschrieben:(05 Jan 2019, 15:47)

Das ist nun wirklich Quatsch!
Der Staat soll die persönliche Entscheidung, zu studieren und was, abfedern?



Warum denn nicht? Hat nicht der Staat ein Interesse daran, dass viele Menschen studieren, weil auf diese Weise den Unternehmen ordentliches Humankapital entsteht? Von der Arbeit eines Handwerkers kann ein Unternehmer deutlich schlechter leben als von der Arbeit eines Akademikers.


Nebenbei verdient der Staat an Spitzenkräften vielfach mehr als an Autoschraubern oder Straßenkehrern, weil sie ein Vielfaches an Steuern zahlen.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Misterfritz » So 6. Jan 2019, 18:50

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Jan 2019, 18:48)

Warum denn nicht? Hat nicht der Staat ein Interesse daran, dass viele Menschen studieren, weil auf diese Weise den Unternehmen ordentliches Humankapital entsteht? Von der Arbeit eines Handwerkers kann ein Unternehmer deutlich schlechter leben als von der Arbeit eines Akademikers.


Nebenbei verdient der Staat an Spitzenkräften vielfach mehr als an Autoschraubern oder Straßenkehrern, weil sie ein Vielfaches an Steuern zahlen.
Was nutzt es dem Staat, wenn jeder studiert, aber keiner mehr Autos reparieren kann oder einen Wasserrohrbruch beheben oder Häuser bauen oder oder oder ... ?
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » So 6. Jan 2019, 18:58

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Jan 2019, 18:48)

Warum denn nicht? Hat nicht der Staat ein Interesse daran, dass viele Menschen studieren, weil auf diese Weise den Unternehmen ordentliches Humankapital entsteht? Von der Arbeit eines Handwerkers kann ein Unternehmer deutlich schlechter leben als von der Arbeit eines Akademikers.


Nebenbei verdient der Staat an Spitzenkräften vielfach mehr als an Autoschraubern oder Straßenkehrern, weil sie ein Vielfaches an Steuern zahlen.

Das ist natürlich kompletter Quatsch und zur Gänze in seiner einfältigen Schlichtheit falsch.
Nicht jedes Unternehmen benötigt Akademiker, im Gegenteil, ich bin überzeugt es sind die wenigsten.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Iwan der Liebe » So 6. Jan 2019, 19:10

Misterfritz hat geschrieben:(06 Jan 2019, 18:50)

Was nutzt es dem Staat, wenn jeder studiert, aber keiner mehr Autos reparieren kann oder einen Wasserrohrbruch beheben oder Häuser bauen oder oder oder ... ?



Im Zeitalter der "Digitalisierung" werden immer weniger Menschen benötigt, die mit den Händen arbeiten. Außerdem gibt es wohl auch genügend Leute, die froh sind, wenn die Schule vorbei ist und sie Geld verdienen können, anstatt ein Studium aufzunehmen.

Oder meinst Du, dass sich sehr viele Leute für Quantenmechanik oder ähnlichen Käse interessieren? :D
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » So 6. Jan 2019, 20:31

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Jan 2019, 18:39)

Fakt ist ebenfalls, dass die Steuern für Unternehmer dermaßen gesenkt wurden,
dass die Hartzgesetze wohl kaum mit der Belastung des Staatshaushaltes begründet werden können.

Könntest Du mal bitte den FAKT darlegen, wann und wie in Deutschkand in den letzten 14 Jahren
die Steuern für Unternehmen "dermaßen" gesenkt wurden ?

Danke.

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » So 6. Jan 2019, 20:33

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Jan 2019, 18:44)

Die Geschichte mit dem Risiko gilt für Banken.

Thema verfehlt. :(

Noch sachlich zutreffend.

Es ging um das Risiko des Studiums.

Danke.

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Iwan der Liebe » So 6. Jan 2019, 20:43

Skull hat geschrieben:(06 Jan 2019, 20:31)

Könntest Du mal bitte den FAKT darlegen, wann und wie in Deutschkand in den letzten 14 Jahren
die Steuern für Unternehmen "dermaßen" gesenkt wurden ?

Danke.

mfg



Willst Du mich verarschen? Im "Informationszeitalter" stellst Du solche Fragen? Aber bitte:

"...
„Einmalige Steuerentlastungen“

Personengesellschaften sind faktisch von der Gewerbesteuerlast befreit worden. Kapitalgesellschaften zahlen nunmehr einen deutlich niedrigeren Steuersatz...
"
(aus https://www.faz.net/aktuell/politik/fin ... 52927.html)

Schröder ist doch nicht umsonst der Genosse der Bosse, oder hast Du diesen Ausdruck auch noch nicht gehört? :rolleyes:

Man kann doch nicht den Leuten erzählen, dass die Kassen leer seien, und zeitgleich die Reichen und Unternehmer reichlich beschenken. Blöder geht es wirklich nicht, oder Schröder hat die SPD absichtlich abgewrackt...
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » So 6. Jan 2019, 20:46

Skull hat geschrieben:(06 Jan 2019, 20:31)

Könntest Du mal bitte den FAKT darlegen, wann und wie in Deutschkand in den letzten 14 Jahren
die Steuern für Unternehmen "dermaßen" gesenkt wurden ?

Danke.

mfg

Da liegt er nicht verkehrt.
http://m.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und ... enssteuern
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Iwan der Liebe » So 6. Jan 2019, 20:46

Skull hat geschrieben:(06 Jan 2019, 20:33)

Thema verfehlt. :(

Noch sachlich zutreffend.

Es ging um das Risiko des Studiums.

Danke.

mfg



Das Thema ist (a)soziale Marktwirtschaft.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » So 6. Jan 2019, 20:52

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Jan 2019, 20:43)

Willst Du mich verarschen? Im "Informationszeitalter" stellst Du solche Fragen? Aber bitte:

"...
„Einmalige Steuerentlastungen“

Personengesellschaften sind faktisch von der Gewerbesteuerlast befreit worden. Kapitalgesellschaften zahlen nunmehr einen deutlich niedrigeren Steuersatz...
"
(aus https://www.faz.net/aktuell/politik/fin ... 52927.html)

Nö. Du mich aber anscheinend.

Ich fragte NACH der Zeit der HartzIV Einführung und die bringst eine Grafik von Zeiten davor. :D

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » So 6. Jan 2019, 20:55

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Jan 2019, 20:46)

Das Thema ist (a)soziale Marktwirtschaft.

Nö. Das Thema ist und BLEIBT ... die soziale Marktwirtschaft.

Und das Thema wird auch nicht "allgemeines Abkotzen" werden. ;)

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Iwan der Liebe » So 6. Jan 2019, 20:57

Skull hat geschrieben:(06 Jan 2019, 20:52)

Nö. Du mich aber anscheinend.

Ich fragte NACH der Zeit der HartzIV Einführung und die bringst eine Grafik von Zeiten davor. :D

mfg



1. Ich habe überhaupt keine Grafik gebracht.

2. Aus der Grafik des Users "Klopfer" kann man entnehmen, dass in Schröders Regierungszeit die Steuern für Unternehmer ganz besonders freundlich gesenkt wurden. Gleichzeitig faselte man von "leeren Kassen". Soetwas funktioniert in unserer Zeit nicht mehr. Vor 30 Jahren konnte man den Wählern jeden Unsinn erzählen, heute fällt das sehr schnell auf, die Leute sind weit weniger dumm, als die meisten Politiker denken. Und es ist oft relativ leicht und bequem, Falschinformationen als solche zu erkennen. Wenn ich mir morgen einen neuen Lamborghini in die Garage stelle, dann kann ich ihn nicht den Nachbarn zeigen und ihnen sagen, dass die Brotpreise in Deutschland mich zum Hungern zwingen. Das passt einfach nicht zusammen... Und wenn ich den Großverdienern die Steuern senke und gleichzeitig behaupte, nicht genug Geld für Soziales zu haben, dann glaubt das in Wirklichkeit absolut kein Mensch...
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » So 6. Jan 2019, 21:03

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Jan 2019, 20:57)

1. Ich habe überhaupt keine Grafik gebracht.

https://www.faz.net/aktuell/politik/fin ... 52927.html

Tja dann. :D

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon franktoast » Mo 7. Jan 2019, 09:09

Maltrino hat geschrieben:(04 Jan 2019, 20:08)
Das hat als Auswirkung, dass man als 25 jähriger entweder exakt in dem Beruf, den man im Studium oder in der Ausbildung gelernt hat, startet und gerade so von der Hand in den Mund gut über die Runden kommt und irgendwann im Alter vielleicht Vermögen hat, oder auch nicht. Wenn man als 25 jähriger aber es NICHT schafft exakt in dem Beruf den man vorher gelernt oder studiert hat Fuß zu fassen ist man in Null Komma Nichts Sozialfall. Soll ich das lange ausführen oder glaubt man mir das so? Ok. So, und welche Schlussfolgerungen sieht man daraus? Ja ich weiß, generell alle jungen Leute beschimpfen und sanktionieren, ich weiß. Aber ich glaube besser wäre: Entweder den jungen Leuten das nahe legen und ermöglichen, was "früher" der Fall war, also quasi "Kinderarbeit" um schonmal was anzusparen und fließend ins Berufsleben u wechseln (So wie das Karl Albrecht und co. gemacht haben)....[...]

Es ging ja gerade um die Vermögensverteilung. Ich habe nicht gesagt, dass es verkehrt wäre, wenn jemand studiert und in der Regel dann entsprechend mehr verdient und auch mehr Vermögen anhäuft. Aber es sollte klar sein, je mehr Menschen studieren, desto weiter sinkt das Medianeinkommen und -vermögen. Desto ungleicher ist die statistische Verteilung. Das ist nun mal Statistik.

Welche Person ist ärmer, beide sind gleich alt?
A: Verdient mit 18 1500€ und jedes Jahr 3% mehr.
B: Verdient bis 25 nix, ab da dann 3500€ und jedes Jahr 3% mehr?

Übers Leben verteilt denke ich B, sofern sie prozentual gleich viel sparen. Was wäre, wenn B 0 spart und A jedes Monat 20% weglegt?

Was wäre hiermit. Beide Personen sind 25 Jahre alt.
A: Maurer, verdient 2500€ brutto, und hat 50 000€ Vermögen
B: Gerade mit Studium fertig und fängt Stelle als Steuerberater an und 5000€ netto Startgehalt. Hat 0 Vermögen.

Statistisch gesehen ist B ärmer als ne Kirchenmaus. Sollte nun A etwas an B abgeben?


Statistik kann die Lebensrealität nun bedingt bzw. fast gar nicht abbilden.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 7. Jan 2019, 15:03

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Jan 2019, 18:39)

Freibier für alle? Wer fordert denn soetwas? Als guter Soze fordert man Freibier natürlich nur für Bänker und Versicherungsbonzen, die Gerhard Schröder so massiv unterstützten, dass er ihnen die Reformen schuldig war. Und natürlich für Mittelständler, aber abhängig Beschäftigte sollten mal ihr Anspruchsdenken überprüfen, denn die vielen hundert Milliarden Euro für die guten Freunde müssen ja von irgendjemandem erwirtschaftet werden, nicht wahr?

Warum waren die Hartzgesetze nötig, und wer hat davon profitiert? Und komme mir nicht mit der Konkurrenz aus dem Niger und Madagaskar! :mad2:
Fakt ist, dass die Produktivität massiv gestiegen ist. Das wirkte sich in Deutschland bekanntlich fast ausschließlich auf die Gewinne der Unternehmen aus. Denen wuchs das Geld dermaßen aus den Ohren heraus, dass sie ihre Propagandaorganisation INSM mit Geld vollstopften und Politiker sowie "unabhängige Experten" en masse kauften. Die tauchten täglich im Fernsehen und in allen großen Zeitungen auf, ihr Gesülze vom "Reformstau" grenzte an Psychoterror. Das ist alles bekannt und kann wohl kaum geleugnet werden.

Fakt ist ebenfalls, dass die Steuern für Unternehmer dermaßen gesenkt wurden, dass die Hartzgesetze wohl kaum mit der Belastung des Staatshaushaltes begründet werden können.

Die Sozen, aber auch andere Parteien, halten die Menschen in diesem Lande offenbar für umnachtet. Das ist übrigens einer der Gründe dafür, dass hier eine Partei wie die AfD, die, abgesehen von ihrem Hass, überhaupt nichts zu bieten hat, deutlich über 10% der Stimmen bekommt.

Und wenn die Sozen weiter abschmieren, dann liegt das nicht daran, dass sie dem aus ihrer Sicht offenbar dummen Wähler ihr tolles Programm nicht richtig kindgerecht erklärt haben, sondern es liegt an ihrer kaum zu überbietenden Unglaubwürdigkeit. Wer seit etlichen Jahren an der Regierung ist und das Unsoziale in diesem Lande kritisiert, der wird für seine Scheinheiligkeit abgestraft, und das ist auch gut so.


Also dann wie in Frankreich alle Reformen verweigern und all die sozialen Wohltaten die man sich nicht mehr leisten kann bis aufs Messer verteidigen.

Vor den Hartz-Gesetzen hatte Deutschland dieselben Probleme wie die Franzosen. Viele Arbeitslose. Zu hohe Sozialabgaben. Die Wirtschaft schwächelte. In Frankreich ist dies noch heute so. In Deutschland nicht. Da kann man sehr gut sehen was die Hartz-Gesetze gebracht haben. Und viele Schwächen der Hartz-Gesetzgebung wurden mittlerweile ausgemerzt. Vor allem ein Mindestlohn wurde gegen den erbitterten Widerstand der Wirtschaftsliberalen durchgesetzt...... ohne Schaden für Deutschland, was vor allem die FDP ja prophezeite.

Dein Rumgepolter ist jedenfalls keine Alternative für Deutschland.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 7. Jan 2019, 15:11

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 Jan 2019, 18:48)

Warum denn nicht? Hat nicht der Staat ein Interesse daran, dass viele Menschen studieren, weil auf diese Weise den Unternehmen ordentliches Humankapital entsteht? Von der Arbeit eines Handwerkers kann ein Unternehmer deutlich schlechter leben als von der Arbeit eines Akademikers.

Nebenbei verdient der Staat an Spitzenkräften vielfach mehr als an Autoschraubern oder Straßenkehrern, weil sie ein Vielfaches an Steuern zahlen.


Ja? Viele Akademiker gucken ganz schön doof aus der Wäsche weil sie eben nur Mittelmaß sind und akademischer Durchschnitt nicht so gefragt ist. Ein Dachdeckermeister kann heute eher Millionär werden als einer der vielen Bauingenieure mit denen man die Straßen pflastern kann. Von den Taxifahrern die eigentlich mal Germanisten waren ganz zu schweigen...
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Iwan der Liebe » Mo 7. Jan 2019, 18:48

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Jan 2019, 15:11)

Ja? Viele Akademiker gucken ganz schön doof aus der Wäsche weil sie eben nur Mittelmaß sind und akademischer Durchschnitt nicht so gefragt ist. Ein Dachdeckermeister kann heute eher Millionär werden als einer der vielen Bauingenieure mit denen man die Straßen pflastern kann. Von den Taxifahrern die eigentlich mal Germanisten waren ganz zu schweigen...



Das hast Du richtig erkannt. Wir leben im Kapitalismus, nicht in einer Leistungsgesellschaft. Es kommt nicht darauf an, etwas zu leisten, sondern Geld zu haben lohnt sich am meisten. Ob das aus einer Erbschaft oder der Arbeit Anderer kommt, spielt dabei keine Rolle.

Ein Selbständiger, der auch auf Kosten seiner Knechte lebt, kann natürlich eher reich werden als ein Arzt oder Wissenschaftler, der nur angestellt ist. Dabei ist es letztlich völlig egal, in welchem Bereich der Selbständige tätig ist. Hat er genügend Lohnsklaven, wird er dadurch reich. Das ist Kapitalismus.

Ärgerlich ist übrigens das ständige Geblubber von den "Arbeitsplätzen". Stellt der Staat Unternehmen über das Gesetz, schanzt er ihnen gelegentlich mal die eine oder andere Million zu oder senkt er ihre Steuern, so begründet er das grundsätzlich mit "Arbeitsplätzen", was auch in die Kategorie "versuchte Volksverdummung" gehört. Zwar hat sicherlich nicht jeder BWL studiert, aber dass Arbeitsplätze nicht durch niedrigere Steuern entstehen, dürfte auch dem letzten Dummbatz einleuchten.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 8. Jan 2019, 09:37

Iwan der Liebe hat geschrieben:(07 Jan 2019, 18:48)

Das hast Du richtig erkannt. Wir leben im Kapitalismus, nicht in einer Leistungsgesellschaft. Es kommt nicht darauf an, etwas zu leisten, sondern Geld zu haben lohnt sich am meisten. Ob das aus einer Erbschaft oder der Arbeit Anderer kommt, spielt dabei keine Rolle.

Ein Selbständiger, der auch auf Kosten seiner Knechte lebt, kann natürlich eher reich werden als ein Arzt oder Wissenschaftler, der nur angestellt ist. Dabei ist es letztlich völlig egal, in welchem Bereich der Selbständige tätig ist. Hat er genügend Lohnsklaven, wird er dadurch reich. Das ist Kapitalismus.

Ärgerlich ist übrigens das ständige Geblubber von den "Arbeitsplätzen". Stellt der Staat Unternehmen über das Gesetz, schanzt er ihnen gelegentlich mal die eine oder andere Million zu oder senkt er ihre Steuern, so begründet er das grundsätzlich mit "Arbeitsplätzen", was auch in die Kategorie "versuchte Volksverdummung" gehört. Zwar hat sicherlich nicht jeder BWL studiert, aber dass Arbeitsplätze nicht durch niedrigere Steuern entstehen, dürfte auch dem letzten Dummbatz einleuchten.


Hört sich alles ziemlich arbeitsscheu an. Glaubst du wirklich es ist einfach selbstständig zu sein? Weil es ja die Lohnsklaven gibt? Dann mach dich doch selbstständig. Dann wirst schon sehen dass es gar nicht so einfach ist reich zu werden. Ich bin übrigens Betriebsleiter. Ich weiß wovon ich rede. Was machst du?
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Iwan der Liebe » Di 8. Jan 2019, 18:51

Alter Stubentiger hat geschrieben:(08 Jan 2019, 09:37)

Hört sich alles ziemlich arbeitsscheu an. Glaubst du wirklich es ist einfach selbstständig zu sein? Weil es ja die Lohnsklaven gibt? Dann mach dich doch selbstständig. Dann wirst schon sehen dass es gar nicht so einfach ist reich zu werden. Ich bin übrigens Betriebsleiter. Ich weiß wovon ich rede. Was machst du?

"Arbeitsscheu"? [Mod: Beleidigungsversuch entfernt]

Du wirst lachen, ich bin selbständig. Zur herrschenden Klasse bzw. zum herrschenden Stand gehöre ich trotzdem nicht, da ich von meiner eigenen Arbeit lebe und nicht schmarotze. Das ist nicht immer leicht, und es führt schon gar nicht zu Reichtum. Aber ich bin zufrieden damit. Allerdings wurde ich auch einmal verHartzt und weiß, wie dieser Staat Menschen drangsalieren kann.

Ich hatte direkt nach dem Studium in einem kleinen Unternehmen gearbeitet, was ich dort erlebt habe, sprengte jegliche Vorstellungskraft, so z.B.
- unbezahlte Überstunden (Nulltarif)
- Urlaub nicht zur gewünschten Zeit, obwohl 6 Monate im Voraus beantragt
- Erwartung des Arbeitgebers, dass ich auch zu Hause arbeite, selbstverständlich ebenfalls zum Nulltarif.

Erzähle mir nicht, dass das die Ausnahme ist. Gerade in kleinen deutschen Klitschen ist Ausbeutung wohl eher die Regel als die Ausnahme. Die Mittelständler vergessen meist, wie wichtig Zufriedenheit ihrer Arbeitnehmer für deren Produktivität ist. In anderen Ländern (B, NL, F, ...) geht es da deutlich zivilisierter und menschlicher zu.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 12. Jan 2019, 15:09

Iwan der Liebe hat geschrieben:(08 Jan 2019, 18:51)

"Arbeitsscheu"? [Mod: Beleidigungsversuch entfernt]

Du wirst lachen, ich bin selbständig. Zur herrschenden Klasse bzw. zum herrschenden Stand gehöre ich trotzdem nicht, da ich von meiner eigenen Arbeit lebe und nicht schmarotze. Das ist nicht immer leicht, und es führt schon gar nicht zu Reichtum. Aber ich bin zufrieden damit. Allerdings wurde ich auch einmal verHartzt und weiß, wie dieser Staat Menschen drangsalieren kann.

Ich hatte direkt nach dem Studium in einem kleinen Unternehmen gearbeitet, was ich dort erlebt habe, sprengte jegliche Vorstellungskraft, so z.B.
- unbezahlte Überstunden (Nulltarif)
- Urlaub nicht zur gewünschten Zeit, obwohl 6 Monate im Voraus beantragt
- Erwartung des Arbeitgebers, dass ich auch zu Hause arbeite, selbstverständlich ebenfalls zum Nulltarif.

Erzähle mir nicht, dass das die Ausnahme ist. Gerade in kleinen deutschen Klitschen ist Ausbeutung wohl eher die Regel als die Ausnahme. Die Mittelständler vergessen meist, wie wichtig Zufriedenheit ihrer Arbeitnehmer für deren Produktivität ist. In anderen Ländern (B, NL, F, ...) geht es da deutlich zivilisierter und menschlicher zu.


Andere Länder haben andere Probleme. Du erwähnst Frankreich aber dann darfst du auch die Probleme Frankreichs nicht ignorieren all die Wohltaten zu finanzieren die natürlich jeder gerne hätte.

Dass es Mißstände in D. gibt bestreitet ja keiner. Nur bitte diese auch differenziert betrachten und hier nicht rumbrüllen und alles zu einer Sklavenrepublik erklären. Da machst du es dir ein bißchen einfach.
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