Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Bielefeld09 » Mi 2. Jan 2019, 23:44

Skull hat geschrieben:(02 Jan 2019, 23:20)

Die bleiben hier. :)

Und müssen weniger auswandern oder ins Ausland pendeln, weil es hier erkennbar mehr Arbeit gibt.

mfg


Bürger müssen in ihrem Land leben können!
Das sollte Deutschland liefern!
Und das ist Marktwirtschaft!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Mi 2. Jan 2019, 23:49

Bielefeld09 hat geschrieben:(02 Jan 2019, 23:44)

Bürger müssen in ihrem Land leben können!

Das tun sie ja. Und können es auch.

Und den meisten auch sicherlich recht gut.

Und die Probleme (die ja unbestritten existieren) müssen angesprochen und auch angegangen werden.

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Bielefeld09 » Do 3. Jan 2019, 00:13

Skull hat geschrieben:(02 Jan 2019, 23:49)

Das tun sie ja. Und können es auch.

Und den meisten auch sicherlich recht gut.

Und die Probleme (die ja unbestritten existieren) müssen angesprochen und auch angegangen werden.

mfg

Es scheinen nette Menschen zu sein,
die ihnen zu Füßen liegen.
Aber eine soziale Marktwirschaft sieht eben anders aus!
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Do 3. Jan 2019, 00:18

Bielefeld09 hat geschrieben:(03 Jan 2019, 00:13)

Aber eine soziale Marktwirschaft sieht eben anders aus!

Wie denn ?

Hast Du da Beispiele ? Länder oder soziale Marktwirtschaften, die keinerlei Probleme haben
und in denen es DEUTLICH besser aussieht und die mit Ländern (in Grösse und Struktur) wie Deutschland
... vergleichbar sind ?

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Bielefeld09 » Do 3. Jan 2019, 00:41

Skull hat geschrieben:(03 Jan 2019, 00:18)

Wie denn ?

Hast Du da Beispiele ? Länder oder soziale Marktwirtschaften, die keinerlei Probleme haben
und in denen es DEUTLICH besser aussieht und die mit Ländern (in Grösse und Struktur) wie Deutschland
... vergleichbar sind ?

mfg

Tja, die Zahl der Obdachlosen steigt ständig.
Tja, die Zahl Geringverdiener steigt ständig.
Und ja,
die Zahl der Afd-Wähler steigt weiter!
Das liegt aber alles an der Bürgerfreundlichen Politik.

Oder nicht?
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Do 3. Jan 2019, 08:04

Bielefeld09 hat geschrieben:(03 Jan 2019, 00:41)

Tja, die Zahl der Obdachlosen steigt ständig.
Tja, die Zahl Geringverdiener steigt ständig.
Und ja,
die Zahl der Afd-Wähler steigt weiter!
Das liegt aber alles an der Bürgerfreundlichen Politik.

Oder nicht?

Nö. Liegt es nicht. Schreibe ich auch nicht.

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Maltrino » Do 3. Jan 2019, 08:51

Skull hat geschrieben:(03 Jan 2019, 00:18)

Wie denn ?

Hast Du da Beispiele ? Länder oder soziale Marktwirtschaften, die keinerlei Probleme haben
und in denen es DEUTLICH besser aussieht und die mit Ländern (in Grösse und Struktur) wie Deutschland
... vergleichbar sind ?

mfg


Liste der Länder nach Vermögen pro Kopf:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... n_pro_Kopf
Besonders in der Reihenfolge wo der Median angegeben ist sind 26 Länder vor Deutschland, darunter Italien, Frankreich, Belgien...

Aber ich habe spontan eine andere Vermutung warum so Leute wie du so emotional auf sowas reagieren: Wenn man hier so mitliest, dann gibt es hier ja so einige, vor allem auch "Moderatoren", die immer mal wieder mit so seltsam naiven "Nicht-Fähigkeiten" glänzen, [Mod: beleidigender AD-Personam - Spam entfernt]

Anders Beispiel: Ich kenne so einige Leute, meist über 50, die zwar nett sind, nicht besonders dumm, aber ehrlich gesagt auch nicht besonders helle, die haben ganz offensichtlich Geld ohne Ende. Ohne dass ich überhaupt kapiere womit die Geld verdienen. Und ich finde es auch nicht heraus. Und so langsam habe ich das Gefühl: Die machen auch nichts besonderes. Aber die haben es nunmal geschafft irgendeinen "Job" zu kriegen, der wahrscheinlich indirekt oder direkt aus Steuermitteln bezahlt wird, und haben schonmal ein gutes Leben, ohne dass sie irgendwie die Gesellschaft vorranbringen.

Aber es gibt in Deutschland irgendwelche seltsamen Mechanismen die dafür sorgen, dass bestimmten Menschen dies alles verschlossen bleibt. Was glaubste was ich schon alles für 50 jährige Typen getroffen habe die zum Beispiel an ner Kunsthochschule Dozentin sind, so lustige Veranstaltungen wie "Individuelles Selbst Empowering in der Kunst" unterrichten, wo dann 4 Studenten teilnehmen, die sich irgendwie einen Arbeitsraum da einrichten können mit nem Bett für den Mittagsschlag und die dann Sätze sagen "Wir leben in Deutschland ja im Paradies"... Joa... Und dann treff ich nen 25 jährigen streng gläubigen Kumpel, der gerade geheiratet hat, auf Anraten seiner Eltern und Kirchenleiter einen "soliden" Beruf gelernt hat um auf der sicheren Seite zu sein um genug Geld zu haben, und der mich dann fragt "Du, was würdest du mir denn raten was ich studieren könnte damit ich irgendwann mal Geld verdiene" Und ich so "Hä, wieso jetzt, ich dachte du hast nen ordentlichen Beruf als Erzieher gelernt???" , "Ja, aber ich verdien kein Geld, das reicht nicht um Familie zu gründen", "Wie kein Geld? Ich dachte das war der Sinn der ganzen Sache???"

So, und dieses Beispiel dieses Kerles der jetzt irgendwas mit Erziehung studiert und natürlich erstmal wieder 4 Jahre oder so nichts verdient steht für eine Entwicklung die dafür steht, dass in Deutschland immer öfter Phänomene zu beobachten sind, die eigentlich typisch für Entwicklungsländer sind. Leute die etwas "ordentliches", etwas "normales" gelernt haben, oder dies eigentlich tun sollten, wollen plötzlich irgendwas studieren, ind er Hoffnung da mal, als Kindergartengeschäftsführer oder was weiß ich, ganz viel Geld zu verdienen.

Es ist diese Gesamtsituation die viele Leute verzweifeln lässt. Nicht zu vergessen: Die Generation der Babyboomer ist heute in der Mehrheit. Das heißt fast alles was heute als Maßnahmen gemacht werden um die Situation besser zu machen kommt dieser Generation zu Gute, da sie bei den Wahlen die Mehrheit stellt. Das ist vielleicht sogar der Hauptgrund dafür, dass hier so viele 50 jährige Wutbürger rumlaufen, die wirtschaftlich abgesichert sind und auf irgendwelche "Schmarotzer", Ausländer schimpfen und ständig sagen "Deutschland gehts gut".

So, aber genug gefaselt. Ich werd jetzt mich drum kümmern, dass ich einen CNC Frässervice auftreibe. Auch das ist schwierig, da ich das stark Gefühl hab, dass das alles gar keine "Services" sind, sondern einfach 50 jährige Typen, die aus irgendeinem mir unbekanntem Grund soviel Geld haben, dass sie sich solche Maschinen kaufen können, und jetzt im Internet sich als "professioneller CNC Dienstleister" anbieten. Und ich weiß gar nicht warum und über was ich mit denen reden soll. Die können genausowenig wie ich, aber haben halt so ne Maschine, deshalb muss ich mich mit denen abgeben. Und das nervt tierisch! Guten Tag.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Do 3. Jan 2019, 09:59

Maltrino hat geschrieben:(03 Jan 2019, 08:51)

Liste der Länder nach Vermögen pro Kopf:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... n_pro_Kopf
Besonders in der Reihenfolge wo der Median angegeben ist sind 26 Länder vor Deutschland, darunter Italien, Frankreich, Belgien...

Aber ich habe spontan eine andere Vermutung warum so Leute wie du so emotional auf sowas reagieren:


DU willst jetzt das durchschnittliche Vermögen pro Kopf als Vergleich heranziehen ? :D
DIe USA somit als sozialere und bessere Marktwirtschaft heranziehen ?
Mit kaum oder keinen Problemen ? :p

Und Deine unsäglichen AD-PERSONAM Postings, Mutmassungen und Unterstellungen solltest Du besser einstellen.
Die sind allenfalls unwahr, falsch und völlig unsachlich.

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon franktoast » Do 3. Jan 2019, 12:22

Bielefeld09 hat geschrieben:(03 Jan 2019, 00:41)

Tja, die Zahl der Obdachlosen steigt ständig.
Tja, die Zahl Geringverdiener steigt ständig.
Und ja,
die Zahl der Afd-Wähler steigt weiter!
Das liegt aber alles an der Bürgerfreundlichen Politik.

Oder nicht?

Was sind denn für dich die Ursachen? Es gibt auch immer mehr Aussteiger und Minimalisten. Also Menschen, die ein Leben mit weniger Erwerbsarbeit (zB. durch weniger Stunden) und weniger Konsumgüter bzw. kleinerer Wohnung vorziehen. Aus meiner Erfahrung sind Statistiken schön und gut. Aber man kann eben immer Zahlen finden, die einem in den Kram passen.

Vor 5 jahren gab es wie viele Beschäftigte mit einem Stundenlohn von unter 9€? Und wie viele sind es heute? Man kann auch immer nur die negativen Seiten sehen. Es kommt eben drauf an, ob man als Pessimist oder Optimist leben will. Manche ziehen Ersteres vor, aber gesund kann das nicht sein...

PS: Die AFD hat ihre Auswüchse, allerdings gibt es in einer Gesellschaft eben auch immer rechtskonservative Meinungen. Wenn die Union das nicht abdecken kann, gibt es eben eine Partei rechts von ihr. So wie in praktisch jedem anderen Land der Erde auch.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Maltrino » Do 3. Jan 2019, 12:53

Skull hat geschrieben:(03 Jan 2019, 09:59)

DU willst jetzt das durchschnittliche Vermögen pro Kopf als Vergleich heranziehen ? :D
DIe USA somit als sozialere und bessere Marktwirtschaft heranziehen ?
Mit kaum oder keinen Problemen ? :p
...


Ich hab explizit gesagt, dass es mir vor allem um den "Median" Wert geht, oder weißt du auch nicht was das ist? Braucht noch jemand Nachhilfe in Mathematik oder Statistik...? Aber selbst beim Median Wert ist USA noch besser, heißt, der Amerikaner der genau in der Mitte zwischen den oberen und den unteren 50% liegt, hat sogar etwas mehr Vermögen als der mittlere (nach Median betrachtet) Deutsche. Dieses Realativieren hilft uns nicht weiter. Als nächstes kommt dann jemand uns sagt "Ist doch nicht so schlimm wenn es bei uns Terroranschläge gibt, die gibt es anderswo ja auch"?
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon franktoast » Do 3. Jan 2019, 13:00

Maltrino hat geschrieben:(03 Jan 2019, 08:51)

Liste der Länder nach Vermögen pro Kopf:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der ... n_pro_Kopf
Besonders in der Reihenfolge wo der Median angegeben ist sind 26 Länder vor Deutschland, darunter Italien, Frankreich, Belgien...


Da muss man eben auch Obacht geben. Solche Statistiken sind mit Vorsicht zu genießen und sagen relativ wenig aus. Ja, Median ist schon mal aussagekräftiger als Mittelwert, aber sonst?
Im Vergleich mal Niederlande und Deutschland. Erstere haben eine Medianvermögen von 114k, Deutschland nur 35k.

Ich meine, sind die Niederländer wirklich 3mal so reich? Sind die Belgier wirklich doppelt so reich wie die Norweger, weil deren Medianvermögen doppelt so hoch ist? Also ich meine, so rein vom Gefühl. Fahr mal durch beide Länder und sag mir dein Gefühl. Und nein, die ganzen teuren Teslas siehst du nicht in Belgien. Allein der norwegische Staatsfonds enthält pro Kopf 195 000$ an Vermögen.

Gründe, die man immer wieder hört, spielen natürlich eine Rolle:
1. niedrige Eigenheimquote in Deutschland.
-> Ja, das stimmt. Wenn man sich ein Eigenheim kauft und dieses abbezahlt, steigt mit jedem Monat das Immobilienvermögen. Beim Mieten nicht. Aber dann ist man unflexibel an einen Ort gebunden.
2. Niedrige Aktienquote
-> Klar, die Deutschen haben Angst vor Aktien.
3. Bei der Rente wird relativ viel über den Staat abhandelt. Das bedeutet, kurz vor der Rente hat der Deutsche kein riesigen Vermögen, an dem er zerrt, sondern hat Ansprüche gegen den Staat.

Aber da ist noch mehr. Nehmen wir an, es gibt zwei Gesellschaften mit jeweils 5 Jungen(30 Jahre alt) und 5 Alten(70 Jahre alt). Klar ist, dass mit zunehmenden Alter das Vermögen steigt. In Gesellschaft 1 wird mit 60 Jahren die Hälfe des Vermögens an die Jungen vererbt. In Gesellschaft 2 wird erst im Alter von 80 vererbt. Wie wirkt sich das auf die Vermögensverteilung aus? Jep, das hat enormen Einfluss. Wie groß der Effekt ist, ist jedoch nur schwer bezifferbar.

Ein anderer Grund ist der vielgelobte deutsche Mittelstand. Der sei ja so super, auch weil diese Unternehmen oft familiengeführt seien. Ja, Konzerne gehören in der Regel Hundertausenden von Individuen. Wie wirkt sich so eine Kultur der Familienunternehmen auf die Vermögensverteilung aus? Dreimal darfst du raten...

Es gibt sicherlich noch zig andere Gründe, die ins Gewicht fallen.

Auch mal so als Beispiel: In Frankreich gibt es 22 Wirtsschaftsregionen (in Europa), davon haben alle außer Paris ein BIP/Kopf von unter 30k €. Deutschland teilt man in 38 Regionen auf, von denen 27 ein BIP/Kopf über 30k haben. 6 der schwächsten Regionen Frankreich sind schwächer als das schwächste Glied in Deutschland (MeckPomm). Mir ist das auch aufgefallen, als ich im Dreiländereck nähe Schengen rumgefahren bin.
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_E ... ons_by_GDP
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Do 3. Jan 2019, 13:49

Du meinst also auch dass die überzogenen und ständig überproportional wachsenden Vermögen (also im Verhältnis zu Löhnen und Arbeitnehmervermögen) des vielgelobten deutschen Mittelstands den Median deutscher Vermögen im internationalen Vergleich runterziehen?
Vielleicht sollte man dann eine Erbschaftssteuer oder eine Vermögenssteuer nicht immer gleich abschmettern, sonst wachsen die Vermögen dieser neuen Feudalschicht immer weiter.
Aber wahrscheinlich geht die Welt unter wenn Firmenerben plötzlich (genannte) Steuern zahlen sollen. Man weiss es ja nicht, kommt in Deutschland ja praktisch nicht vor.
Sind vielleicht die Familienunternehmer der Adel der heutigen Zeit?
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Do 3. Jan 2019, 14:04

Maltrino hat geschrieben:(03 Jan 2019, 12:53)

Ich hab explizit gesagt, dass es mir vor allem um den "Median" Wert geht

DU willst jetzt (explizit) das durchschnittliche (Median) Vermögen pro Kopf als Vergleich heranziehen ? :D

DIe USA somit als sozialere und bessere Marktwirtschaft heranziehen ?
Mit kaum oder keinen Problemen ?
:p

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon franktoast » Do 3. Jan 2019, 14:46

Klopfer hat geschrieben:(03 Jan 2019, 13:49)

Du meinst also auch dass die überzogenen und ständig überproportional wachsenden Vermögen (also im Verhältnis zu Löhnen und Arbeitnehmervermögen) des vielgelobten deutschen Mittelstands den Median deutscher Vermögen im internationalen Vergleich runterziehen?
Vielleicht sollte man dann eine Erbschaftssteuer oder eine Vermögenssteuer nicht immer gleich abschmettern, sonst wachsen die Vermögen dieser neuen Feudalschicht immer weiter.
Aber wahrscheinlich geht die Welt unter wenn Firmenerben plötzlich (genannte) Steuern zahlen sollen. Man weiss es ja nicht, kommt in Deutschland ja praktisch nicht vor.
Sind vielleicht die Familienunternehmer der Adel der heutigen Zeit?

Also irgendjemand muss die Produktionsmittel (Fabriken, Büros etc.) besitzen. Nimm ein Mittelstandsunternehmen mit irgendeinen Nischenprodukt. Das Unternehmen ist zB. 10Mio.€ wert und es erwirtschaftet einen Gewinn von 1Mio., von denen der Großteil reinvestiert wird.
Nun wird das Unternehmen vererbt, allerdings fallen 5Mio. Gewerbesteuer an. Der Nachfolger muss verkaufen. Käufer kommen oft aus China. Den Chinesen fehlt jedoch womöglich die Expertise. Oder sie liquidieren die Firma, da sie nur Konkurrenz zum eigenen Unternehmen ist.

Wer profitiert von einer hohen Vermögens- oder Erbschaftssteuer?

Ich meine, das Unternehmen muss jemand sein Eigentum nennen. Und wer soll das sein? Der Staat? Die Chinesen? Du und ich, die keine Ahnung vom Unternehmen haben und wegen weniger Reichtum kaum 9/10 vom Gewinn reinvestieren würden?
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Do 3. Jan 2019, 15:09

Und wir kommt man auf 50% Erbschaftssteuer und auf die These es würden 9/10 reinvestiert?
Gehts vielleicht etwas weniger dramatisch oder doch Weltuntergang, wie von mir befürchtet?
Momentan kaufen die Chinesen übrigens auch ganz ohne Steuer genug Familienunternehmen auf.
Also die Vaterlandsliebe der lieben Familienunternehmer ist deutlich geringer als die Gier.
Oder willst du damit ausdrücken es passt schon dass ein gewisser, kleiner, stinkreicher Bevölkerungsteil über Mass von Abgaben und Steuern verschont bleibt und über Mass profitieren soll?
Dann hat sich jede weitere Diskussion erübrigt.
Du hast übrigens den Einfluss der Vermögen der Mittelstandsunternehmen auf den Median ins Spiel gebracht.
Warum, wenn es dich nicht stört? Hältst du also eine neofeudalistische Gesellschaft mit grösstmöglichen Klassenunterschieden für erstrebenswert? Auch dann ist hier Schluss für mich.
Aber all das sind die Folgen deiner These.
Es soll zivilisierte Länder geben die trotz Erbschaftssteuer existieren.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Do 3. Jan 2019, 15:28

Klopfer hat geschrieben:(03 Jan 2019, 15:09)

Und wir kommt man auf 50% Erbschaftssteuer und auf die These es würden 9/10 reinvestiert?
Gehts vielleicht etwas weniger dramatisch oder doch Weltuntergang, wie von mir befürchtet?

Er schrieb übrigens...von Gewerbesteuer...50 Prozent. :D

Klopfer hat geschrieben:(03 Jan 2019, 15:09)

Es soll zivilisierte Länder geben die trotz Erbschaftssteuer existieren.

Stimmt. Eines nennt sich da übrigens...Deutschland.

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Do 3. Jan 2019, 15:59

Skull hat geschrieben:(03 Jan 2019, 15:28)

Er schrieb übrigens...von Gewerbesteuer...50 Prozent. :D


Stimmt. Eines nennt sich da übrigens...Deutschland.

mfg

Du hast ja so recht, Diskussion beendet. :dead:
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 3. Jan 2019, 16:11

Iwan der Liebe hat geschrieben:(02 Jan 2019, 20:55)

Was denn, weil die Arbeitslosenzahlen stiegen, musste man den Betroffenen den Brotkorb hoch hängen, die drangsalieren, bespitzeln und das Grundgesetz mit Füßen treten -Schröders Agenda wurde ja immer wieder bescheinigt, insbesondere gegen Artikel 1GG zu verstoßen?

Krasse Sicht. Natürlich darf ein Soze das GG als Klopapier betrachten, welches allenfalls dem Bundespräsidenten als Vorlage für inhaltsleere Reden dient. Aber dann sollte man den Rechtsaußen deren Grundgesetzfeindlichkeit nicht zum Vorwurf machen.

Seit Schröder haben wir eine asoziale Marktwirtschaft.


Schröder´s Agenda verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Hör auf mit solche Unwahrheiten in den Raum zu stellen. Die Hartz IV Gesetze waren notwendig und wirksam. Aber gut man kann es auch machen wie die 5 Sterne und die Lega in Italien. Freibier für alle verteilen und hoffen dass Europa dann den Haushalt rettet. Tolle Strategie.

Wie hättest du denn die Sozialsysteme reformiert? Mit Gepolter?
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Do 3. Jan 2019, 16:17

Bielefeld09 hat geschrieben:(02 Jan 2019, 23:04)

Möglicherweise liegst du falsch.
Schröder hat den Strukturwandel für die Marktwirtschaft erträglich gemacht.
Und wo blieben die Bürger?


Das hat andere Ursachen die nun angegangen werden müssen. Die Agenda war gut. Kann man weiterentwickeln aber eine Rolle rückwärts wäre verheerend.
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Maltrino » Do 3. Jan 2019, 18:06

franktoast hat geschrieben:(03 Jan 2019, 13:00)

...
1. niedrige Eigenheimquote in Deutschland.
-> Ja, das stimmt. Wenn man sich ein Eigenheim kauft und dieses abbezahlt, steigt mit jedem Monat das Immobilienvermögen. Beim Mieten nicht. Aber dann ist man unflexibel an einen Ort gebunden. ...

Uiuiui!! Tiffy!! Das Vermögen was man dann als Ferienwohnung über rbnb vermieten kann ist unflexibel an an einen Ort gebunden! Ja so ein Mist aber auch!! :mad2:

franktoast hat geschrieben:...
2. Niedrige Aktienquote
-> Klar, die Deutschen haben Angst vor Aktien.
...


Ähm, ja aber sie haben offenbar obwohl sie keine Aktien kaufen kein Geld über um sie in andere Vermögenswerte zu stecken oder? Seh ich jetzt nicht wirklich als Ausrede...

franktoast hat geschrieben:...
3. Bei der Rente wird relativ viel über den Staat abhandelt. Das bedeutet, kurz vor der Rente hat der Deutsche kein riesigen Vermögen, an dem er zerrt, sondern hat Ansprüche gegen den Staat.

...


Tja, und wenn er zwei Jahre vor der Rente in einem tollen deutschen Krankenhaus abkratzt, dann hat er gar nichts davon. Aber ich geb zu, wenn er dann in Rente geht, und nicht die BGE Heinis alles über den Haufen werfen, dann kann er dann in hohem Alter von der Rente sich ein Haus kaufen und eine Familie gründen mit einer 20 jährigen Medizinstudentin. Oder so. Oder auch auch nicht...

franktoast hat geschrieben:...
Aber da ist noch mehr. Nehmen wir an, es gibt zwei Gesellschaften ...


Oder... Nehmen wir mal an es gibt zwei Gesellschaften die jeweils exakt gleich viel Einwohner haben, das gleich BIP haben, exakt das gleiche Durchschnittseinkommen und exakt das gleiche Durchscnittsvermögen haben. Aber in der einen Gesellschaft besitzen 100 Millionen Leute je 100.000 Euro als "Vermögen", in der anderen Gesellschaft besitzt einer eine Vermögen von 1.000.000.000.000.000 Euro (ich hoffe ich hab die Nullen richtig gezählt) und die restlichen 99.999.999 Leute besitzen Null Vermögen. In welcher Gesellschaft ist die "soziale Marktwirtschaft" (Um mal so zu tun als bleibe zumindest ich beim Thema) mehr verwirklicht?

PS: Natürlich kann man immer lustig ruminterpretieren, aber ich bin ja nicht der erste der sagt, dass das eigentlich irgendein Zeichen von Armut ist https://www.stern.de/wirtschaft/geld/ve ... 80210.html

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