Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Sa 6. Okt 2018, 18:31

GLÜ2010 hat geschrieben:(06 Oct 2018, 13:33)
Sozialsysteme am Beispiel Rente :

Weiterer Hebel für Sozial-Systeme am Beispiel Schweiz : ALLE ob Arbeitnehmer , Beamte , Politiker , Selbstständige etc. zahlen in Sozial-Systeme wie Renten- , Gesundheits-Versicherungen etc. ein .


DU möchtest also die Regelungen wie in der Schweiz.

Das bedeutet:

1) SENKUNG des Spitzensteuersatzes

2) Abschaffung der GKV als "Familienversicherung" und dafür Kopfpauschale
Beiträge zur GKV nicht mehr abhängig vom Einkommen, sondern vom Alter und Wohnsitz

3) Rentenbeiträge halbieren
Dafür, wie von dir gefordert, alle Einkommen beitragspflichtig machen
Die daraus resultierende Rente ist gedeckelt
Die daraus resultierende Rente enthält eine Mindestrente, die jedoch niedriger ist als das Existenzminimum


Und DAS möchtest DU?????????
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Sa 6. Okt 2018, 18:35

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Oct 2018, 18:31)

Ich habe bereits einiges vorgeschlagen. Der Punkt ist doch dass keiner verzichten will. Egal wieviel er hat und wie gerechtfertigt leistungsloses Einkommen z.B. aus Finanztransaktionen
ist

bei einer derartigen Steuer NUR für D gibt es dann keine derartigen Transaktionen mehr in D.

Also ist dieser Vorschlag NICHT wirksam und somit sinnlos


Es ist einem Superrreichen schlicht egal ob der Staat in Zukunft noch existieren kann. Die ziehen dann eben dahin wo die Sonne immer scheint und lassen ihr Geld arbeiten.


eben


also nochmal- WAS ist denn nun dein Vorschlag für die "Supereichen" in D wie eine Frau Klatten?
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Der Neandertaler » So 7. Okt 2018, 10:05

Hallo Wähler.
Wähler hat geschrieben:... und daher abgeschafft gehört. Die SPD hat dazu leider aber nicht den Mut.
Das ist doch mal eine Aussage ... ein Standpunkt, mit dem was anfangen kann.
    ... bisher hab ich nämlich immer nur gehört, was nicht geht.
      ... oder jemand hat, faktenignorierend und ideologisch verdreht, immer wieder die selbe Frage nach der "Selbstverständlichkeit" aufgeworfen ... gestellt.
Unabhängig der "Details", die man an Hartz-IV bemängeln kann, hast Du Dir über die Konsequenz Deiner pauschalen Forderung Gedanken gemacht?

Betrachten wir es erstmal nüchtern und nicht unter Berücksichtigung Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit seitens der Betroffenen:
    Unser niedrige Arbeitlosenzahl ... unsere gute Beschäftigungslage ist wohl teilweise auch ein "Erfolg" der Hartz-Reformen.
      (Stichwort: Fördern und Fordern)
Mit diesen Reformen sollte ein gewißer "Druck" auf die Arbeitslosen ausgeübt werden - hat ja wohl auch funktioniert. Wie bitte schön möchtest Du denn nach einer Abschaffung von ALG-II ... von Hartz-IV ... vielleicht sogar der gesamten Hartz-Gesetze diesen "Druck" weiter hochhalten?
    ... besonders in Hinsicht auf zukünftige (Langzeit-) Arbeitslose
Der Mensch definiert sich zwar in erster Linie über Arbeit ... wie und ob er gebraucht wird, aber wie etwa der Diskurs ... die Debatte über das BGE zeigt, sind Einige ja wohl nicht abgeneigt, infolge des BGE das "zur-Arbeit-gehen-müssen" nicht mehr ganz so Ernst zu nehmen.

Und was die (finanziellen) Auswirkungen von Hartz-IV angeht:
    vergangenheitlich hat es immerhin auch Gerichte gegeben, die den Herrn Abgeordneten gesagt haben, daß es so nicht geht ... daß nachjustiert werden müsse.
Die Hartz-Reformen ... bzw.: ALG-II oder Hartz-IV muß nicht abgeschafft werden - es muß relativiert werden. An den Stellen, an denen es nicht zur Realetität paßt, wird es zudem durch Gerichte angepaßt.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Wähler » So 7. Okt 2018, 10:35

Wähler hat geschrieben:(06 Oct 2018, 16:45)
An Hartz-IV kann man nur Details bemängeln, wie die geringe Anerkennung von Vermögen zur Altersvorsorge. Hartz-I war allerdings auch ein Geschenk an die Wirtschaft, welches jetzt bei nahezu Vollbeschäftigung nicht mehr nötig ist und daher abgeschafft gehört. Die SPD hat dazu leider aber nicht den Mut.

Der Neandertaler hat geschrieben:(07 Oct 2018, 11:05)
Hallo Wähler.Das ist doch mal eine Aussage ... ein Standpunkt, mit dem was anfangen kann. Unabhängig der "Details", die man an Hartz-IV bemängeln kann, hast Du Dir über die Konsequenz Deiner pauschalen Forderung Gedanken gemacht?...Die Hartz-Reformen ... bzw.: ALG-II oder Hartz-IV muß nicht abgeschafft werden - es muß relativiert werden. An den Stellen, an denen es nicht zur Realetität paßt, wird es zudem durch Gerichte angepaßt.

Mein Vorschlag betrifft Hartz I, Leiharbeit, und nicht Hartz IV.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Der Neandertaler » So 7. Okt 2018, 10:46

Hallo Wähler.
Wähler hat geschrieben:(07 Oct 2018, 11:35)

Mein Vorschlag betrifft Hartz I und nicht Hartz IV.
Noch einer, der nicht im Kontext lesen kann. Nun reagiere ich mal wie ein Politiker - meine Antwort:
    "... dies wurde aus dem Zusammenhang gerißen!"
Deinen Hinweis auf Hartz-I habe ich vernommen, deshalb schrieb ich ja auch im Allgemeinen über "Hartz-Reformen"
    ... und nur als Beispiel über Hartz-IV ... über ALG-II
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Wähler » So 7. Okt 2018, 10:51

Wähler hat geschrieben:(07 Oct 2018, 11:35)
Mein Vorschlag betrifft Hartz I, Leiharbeit, und nicht Hartz IV.

Der Neandertaler hat geschrieben:(07 Oct 2018, 11:46)
Hallo Wähler.Noch einer, der nicht im Kontext lesen kann. Nun reagiere ich mal wie ein Politiker - meine Antwort:
    "... dies wurde aus dem Zusammenhang gerißen!"
Deinen Hinweis auf Hartz-I habe ich vernommen, deshalb schrieb ich ja auch im Allgemeinen über "Hartz-Reformen"
    ... und nur als Beispiel über Hartz-IV ... über ALG-II

Ich kann sehr wohl im Kontext lesen. Deine Aussagen über die Hartz-Reformen im Allgemeinen sind mir aber zu ungenau. Deshalb habe ich auf Hartz-I zugespitzt. ;)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Der Neandertaler » So 7. Okt 2018, 11:01

Wähler hat geschrieben:Ich kann sehr wohl im Kontext lesen. Deine Aussagen über die Hartz-Reformen im Allgemeinen sind mir aber zu ungenau. Deshalb habe ich auf Hartz-I zugespitzt. ;)
Gut, so ungenau Deine Aussage ... Dein Hinweis war - lediglich in einer Bemerkung und ohne Detail, so ungenau und im Allgemeinen habe ich geantwortet - mit Bezug auf ALG-II als Beispiel auf diese Ungenauigkeit. Wenn Du Dich über die "Hartz-Reformen" im Allgemeinen unterhalten möchtest ... wenn Du darüber diskutieren möchtest?
    Na, dann los - aber konkret!
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon GLÜ2010 » So 7. Okt 2018, 12:24

lili hat geschrieben:(06 Oct 2018, 08:20)

Ich bin auch für die Freiheit. Die Frage ist nur wie man sie für sich definiert. Die Freiheit der neoliberalen FDP ist z.B. nicht meine Freiheit. Ich habe manchmal das Gefühl nichts funktioniert richtig. Die soziale Marktwirtschaft hat nichts gutes gebracht und vor dem freien Markt habe ich auch ziemlich Angst.



Wenn man die Angst nicht (selbst) überwindet , kann einem halt kaum einer helfen .
Ich bekomme es allerdings auch fast mit der Angst zu tun , wenn ich sehe , dass immer mehr mündige Wähler die Neo-Liberale-Profit-MAXIMIERUNGS-Markrktwirtschaft als SOZIALE-Marktwirtschaft gläubig schlucken , da sie Ihnen ja von Schröder/Merkel und FDP als solche verkauft wurde - - - . Richtig Angst bekomme ich , wenn immer mehr gläubige Bürger das ganze , dann noch von der AFD in braunem Dünnschiss kredenzt , als Rettung ansehen .
Was uns erwartet hat uns Maltrino auf S9 mehr als klar beschrieben .

Siehe Maltrino S 9
…..was man so plakativ mit "Schröder, der Genosse der Bosse" zusammenfassen kann wörtlich nimmt, und mit dem vergleich was du angedeutet hast, dann ergibt sich ein Bild einer Art "Sozialismus für Arbeitgeber". Es wurde offenbar versucht die Arbeitgeber mit "billigen" Arbeitskräften zu versorgen. …
…... Die Folge sehen wir heute: Jedes Popel-Unternehmen hat bis heute überlebt, da dank Jobcenter die Leute auch die schlechtesten und schlechtsbezahltesten Jobs bei den miesesten und untalentiertesten "Unternehmen" annahmen. Aber irgendwann hat auch das seine Grenze. Und so kommen immer mehr "Unternehmen" die verzweifelt nach "Fachkräften" schreien, offenbar auch in der Erwartung, dass der Staat weitere Maßnahmen unternimmt um irgendwie "Fachkräfte" billig zu verpflichten oder billig heranzukarren. …..



Es lohnt sich wirklich Seinen ganzen Beitrag zu lesen . Ich wundere mich , dass keiner darauf geantwortet hat . Es ist doch immerhin der Beitrag eines (nicht Neo) Liberalen .

Alter Stubentiger » Fr 5. Okt 2018, 19:32
Europa2050 hat geschrieben:(05 Oct 2018, 17:34)

Das ist jetzt blöd da können wir gar nicht mehr diskutieren/streiten - da geh ich nämlich zu 99% mit.Hast Du Snyder oder Harari gelesen? Klingt so.

Und deshalb: Keine Gier, kein Neid - gesellschaftlicher Kompromis.


Alter Stubentiger » Fr 5. Okt 2018, 19:32
Ob du es glaubst oder nicht. Das ist auf meinem eigenen Mist gewachsen. Geschichte und Wirtschaft sind mein Hobby und wenn man sich viel damit beschäftigt kann man durchaus eigene Schlüsse ziehen. Synder und Haraki kenne ich gar nicht. Aber nett dass auch anerkannte Größen ähnlich denken.



Genau . - - - Es genügt halt nicht eifrig zu Googeln . Wichtiger ist es selbständig Zusammenhänge zu erkennen , sonst wird einem alles Mögliche unter einem falschen Etikett verkauft .

Was ich unter SOZIALER-Marktwirtschaft verstehe siehe S.1 und vorallem Seite 11 .


Es gibt viel zu tun , - - - also lassen WIR es liegen - - - oder ergehen wir uns in Wort-Definitions-Streitigkeiten .

Es wird Zeit , das Wir für eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaft kämpfen .


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Zuletzt geändert von GLÜ2010 am So 7. Okt 2018, 14:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » So 7. Okt 2018, 13:14

GLÜ2010 hat geschrieben:(07 Oct 2018, 13:24)

Wenn man die Angst nicht (selbst) überwindet , kann einem halt kaum einer helfen .
Ich bekomme es allerdings auch fast mit der Angst zu tun , wenn ich sehe , dass immer mehr mündige Wähler die Neo-Liberale-Profit-MAXIMIERUNGS-Markrktwirtschaft als SOZIALE-Marktwirtschaft gläubig schlucken , da sie Ihnen ja von Schröder/Merkel und FDP als solche verkauft wurde - - - . R


Es wird Zeit , das W[b]ir für eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaf
t kämpfen .
[/b]

GLÜ2010


Die soziale Marktwirtschaft in der BRD geht ja zurück auf Ludwig Erhard in den 50ern des letzten Jahrhunderts.

Machen wir es daher doch mal konkret.

Was genau war denn damals- also vor 60 Jahren - "besser" als heute?

bezüglich Arbeitszeiten

bezüglich Arbeitsschutz

Bezüglich der Zeit, wie lange ein "Arbeiter" arbeiten musste, um sich folgendes leisten zu können:
a) ein Auto
b) ein Fernreise nach Thailand
c) ein Kilo Schnitzelfleisch

usw...
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Wähler » So 7. Okt 2018, 13:58

Wähler hat geschrieben:(06 Oct 2018, 16:45)
An Hartz-IV kann man nur Details bemängeln, wie die geringe Anerkennung von Vermögen zur Altersvorsorge. Hartz-I war allerdings auch ein Geschenk an die Wirtschaft, welches jetzt bei nahezu Vollbeschäftigung nicht mehr nötig ist und daher abgeschafft gehört. Die SPD hat dazu leider aber nicht den Mut.

Der Neandertaler hat geschrieben:(07 Oct 2018, 12:01)
Gut, so ungenau Deine Aussage ... Dein Hinweis war - lediglich in einer Bemerkung und ohne Detail, so ungenau und im Allgemeinen habe ich geantwortet - mit Bezug auf ALG-II als Beispiel auf diese Ungenauigkeit. Wenn Du Dich über die "Hartz-Reformen" im Allgemeinen unterhalten möchtest ... wenn Du darüber diskutieren möchtest?
    Na, dann los - aber konkret!

"Hartz-I war allerdings ... daher abgeschafft gehört"- was ist daran unkonkret? ;)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » So 7. Okt 2018, 14:01

Wähler hat geschrieben:(07 Oct 2018, 14:58)

"Hartz-I war allerdings ... daher abgeschafft gehört"- was ist daran unkonkret? ;)


Was genau möchtest du hier den "abschaffen"?

Bzw in welche Richtung "ändern" oder "anpassen"
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon lili » So 7. Okt 2018, 14:42

GLÜ2010 hat geschrieben:(07 Oct 2018, 13:24)

Wenn man die Angst nicht (selbst) überwindet , kann einem halt kaum einer helfen .
Ich bekomme es allerdings auch fast mit der Angst zu tun , wenn ich sehe , dass immer mehr mündige Wähler die Neo-Liberale-Profit-MAXIMIERUNGS-Markrktwirtschaft als SOZIALE-Marktwirtschaft gläubig schlucken , da sie Ihnen ja von Schröder/Merkel und FDP als solche verkauft wurde - - - . Richtig Angst bekomme ich , wenn immer mehr gläubige Bürger das ganze , dann noch von der AFD in braunem Dünnschiss kredenzt , als Rettung ansehen .
Was uns erwartet hat uns Maltrino auf S9 mehr als klar beschrieben .

Siehe Maltrino S 9



Es lohnt sich wirklich Seinen ganzen Beitrag zu lesen . Ich wundere mich , dass keiner darauf geantwortet hat . Es ist doch immerhin der Beitrag eines (nicht Neo) Liberalen .

Alter Stubentiger » Fr 5. Okt 2018, 19:32



Genau . - - - Es genügt halt nicht eifrig zu Googeln . Wichtiger ist es Zusammenhänge zu erkennen .

Was ich unter SOZIALER-Marktwirtschaft verstehe siehe S.1 und vorallem Seite 11 .


Es gibt viel zu tun , - - - also lassen WIR es liegen - - - oder ergehen wir uns in Wort-Definitions-Streitigkeiten .

Es wird Zeit , das Wir für eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaft kämpfen .


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Und wie sieht eine wirkliche Soziale Martkwirtschaft aus? Das heißt ja nur Korporatismus. Das haben wir bereits und gut finde ich es nicht.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » So 7. Okt 2018, 14:42

Realist2014 hat geschrieben:(07 Oct 2018, 14:14)

Die soziale Marktwirtschaft in der BRD geht ja zurück auf Ludwig Erhard in den 50ern des letzten Jahrhunderts.

Machen wir es daher doch mal konkret.

Was genau war denn damals- also vor 60 Jahren - "besser" als heute?

bezüglich Arbeitszeiten

bezüglich Arbeitsschutz

Bezüglich der Zeit, wie lange ein "Arbeiter" arbeiten musste, um sich folgendes leisten zu können:
a) ein Auto
b) ein Fernreise nach Thailand
c) ein Kilo Schnitzelfleisch

usw...

Besser war dass es noch möglich war die soziale Marktwirtschaft immer wieder zu verbessern. Sozialer zu machen. Und es herrschte ein Konsens darüber dass dies nötig sei. Schon allein damit die Leute es so gut hatten dass die nicht nach dem Kommunismus im Osten strebten. Man orientierte sich also an der Lebenswirklichkeit derer die sich noch kein Auto, Fernreisen und das tägliche Schnitzel leisten konnten. Heute schauen Politiker eher nach den Befindlichkeiten der Konzerne und Kapitalanleger. Die Rendite dieser Leute wird über das Allgemeinwohl gestellt. Und darum kannst du hier die These vertreten dass steuerfreie Finanztransaktionen so enorm wichtig für Deutschland seien. Sind sie aber nicht. Sie sind nur wichtig für die welche zuviel Geld haben und dieses anstrengungslos weiter vermehren wollen. Volkwirtschaftlich sinnlos. Sollen sie nach England gehen.

Und dass macht es den Populisten so einfach. Die versprechen einfache Lösungen für die echten und eingebildeten Probleme des Volks. Und sie sind sogar so schlau dem Volk einige wenige Feinde zu präsentieren die am angeblichen Unglück Deutschlands schuld sind. Das diese Populisten die eigentlichen Probleme aber auch nicht anpacken wollen bleibt verborgen. So sieht es aus.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » So 7. Okt 2018, 14:55

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Oct 2018, 15:42)

B . Heute schauen Politiker eher nach den Befindlichkeiten der Konzerne und Kapitalanleger. Die Rendite dieser Leute wird über das Allgemeinwohl gestellt.


Beleg das doch mal. So ganz konkret mit den Eigenkapitalrenditen in den 50ern und denen der DAX-Unternehmen heute...
Und dann natürlich die Dividendenrenditen der DAX 30
Ich nehme an, du kennst nicht mal die heutigen...

Und darum kannst du hier die These vertreten dass steuerfreie Finanztransaktionen so enorm wichtig für Deutschland seien.


Wat? Ich habe geschrieben, dass eine derartige Steuer in D allein nix bringt...
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » So 7. Okt 2018, 14:56

lili hat geschrieben:(07 Oct 2018, 15:42)

Und wie sieht eine wirkliche Soziale Martkwirtschaft aus? .



da gibt es definitiv KEIN "BGE"

denn diese baut auf LEISTUNG auf...
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon lili » So 7. Okt 2018, 15:02

Realist2014 hat geschrieben:(07 Oct 2018, 15:56)

da gibt es definitiv KEIN "BGE"

denn diese baut auf LEISTUNG auf...


Das es jetzt kein BGE gibt weiß ich. Es ist ziemlich schade. :(

Dennoch müssen wir jetzt beim Thema bleiben, sonst Sanktionen. Das Hartz 4 Regime gefällt dir ja so. :D
Zuletzt geändert von lili am So 7. Okt 2018, 17:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » So 7. Okt 2018, 15:03

lili hat geschrieben:(07 Oct 2018, 16:02)

Das es jetzt kein BGE gibt weiß ich. D


nein

Der Sachverhalt ist, dass es in einer "sozialen Marktwirtschaft" kein BGE geben KANN
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon lili » So 7. Okt 2018, 15:07

Realist2014 hat geschrieben:(07 Oct 2018, 16:03)

nein

Der Sachverhalt ist, dass es in einer "sozialen Marktwirtschaft" kein BGE geben KANN



ja deswegen will ich ja keine soziale Marktwirtschaft.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » So 7. Okt 2018, 15:45

lili hat geschrieben:(07 Oct 2018, 16:07)

ja deswegen will ich ja keine soziale Marktwirtschaft.



tja

dieses seit Jahrzehnten Modell wird aber bleiben....
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon lili » So 7. Okt 2018, 16:02

Realist2014 hat geschrieben:(07 Oct 2018, 16:45)

tja

dieses seit Jahrzehnten Modell wird aber bleiben....


Das werden wir noch sehen.
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