Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Sa 6. Okt 2018, 10:14

lili hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:02)

du siehst ja dass sie es müssen.


NEIN, es MUSS niemand

Die Tafel übernimmt das, weil der Staat versagt hat.



nein , hat er nicht. Er setzt die Vorgaben der Verfassung ja um.

Ja dann haben wir amerikanische Verhältnisse. Food Stamps gibt es bereits in Amerika und da steuern wir bereits hin.


Echt? Es ist für D geplant, die Regelsätze zu reduzieren und durch Essensmarken zu ersetzen? Wo kann ich das nachlesen?


Der Wirtschaftsflügel der CDU wollte Sozialleistungen für unter 50 jährige komplett streichen. .


Dafür hast du sicher auch eine Quelle? Was GENAU da gestrichen werden sollte?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Sa 6. Okt 2018, 10:15

lili hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:12)

Es leisten viele für den Staat die kriegen aber nichts wieder.



WER soll das sein?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon lili » Sa 6. Okt 2018, 10:25

Realist2014 hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:14)

NEIN, es MUSS niemand




nein , hat er nicht. Er setzt die Vorgaben der Verfassung ja um.



Echt? Es ist für D geplant, die Regelsätze zu reduzieren und durch Essensmarken zu ersetzen? Wo kann ich das nachlesen?




Dafür hast du sicher auch eine Quelle? Was GENAU da gestrichen werden sollte?




Ja sonst kommt derjenige nicht über die Runden. Dann muss er ja zu Tafel. Nein ist es noch nicht. Ich meine nur wenn es so weiter geht.


Wirtschaftsflügel CDU: https://www.welt.de/politik/deutschland ... ichen.html

Es wird nicht mehr gekürzt, sondern ganz gestrichen.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Sa 6. Okt 2018, 10:29

lili hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:25)

Wirtschaftsflügel CDU: https://www.welt.de/politik/deutschland ... ichen.html

Es wird nicht mehr gekürzt, sondern ganz gestrichen.

Es wird da gar nichts gestrichen.
Nur weil der eine oder andere sich plakativ vor einem halben Jahr vor die Presse stellt...

wurde und WIRD da trotzdem nichts gestrichen. :D

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Sa 6. Okt 2018, 10:31

lili hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:25)

J

Wirtschaftsflügel CDU: https://www.welt.de/politik/deutschland ... ichen.html

Es wird nicht mehr gekürzt, sondern ganz gestrichen.


nein

es geht es um einen ERSATZ verbunden mit der PFLICHT zur ARBEIT...

boah ey

ARBEITEN

welche Zumutung für einige ....
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon lili » Sa 6. Okt 2018, 10:35

Skull hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:29)

Es wird da gar nichts gestrichen.
Nur weil der eine oder andere sich plakativ vor einem halben Jahr vor die Presse stellt...

wurde und WIRD da trotzdem nichts gestrichen. :D

mfg



Ja es kann nur leider dazu kommen. Es war ja auch nur der Wirtschaftsflügel das vorgeschlagen hat. Die Sicherheit gibt es aber immer noch nicht. Man kann nicht 100% ausschließen dass es dazu kommen kann.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Sa 6. Okt 2018, 10:40

lili hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:35)

Man kann nicht 100% ausschließen dass es dazu kommen kann.

Das ist korrekt. zu 100 Prozent, kann man fast GAR NICHTS ausschliessen.

Deine Ursprungsaussage war aber anders. :D

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon lili » Sa 6. Okt 2018, 10:42

Realist2014 hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:31)

nein

es geht es um einen ERSATZ verbunden mit der PFLICHT zur ARBEIT...

boah ey

ARBEITEN

welche Zumutung für einige ....


Es geht nicht darum, sondern das die Atmosphäre härter wird. Gerade diese Arbeitspflicht die die CDU da vorschwebt ist ziemlich gruselig. Deswegen funktioniert die soziale Marktwirtschaft nicht. Es kommen immer so abstruse Forderungen die sie durchsetzten wollen. Selbst auf dieser Internetseite stand, dass sie möglicherweise Probleme mit dem Grundgesetz bekommen können. Der Politiker ist aber ein Optimist und er denkt das werden wir schon schaffen. Na dann Prost Mahlzeit. :rolleyes:
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon lili » Sa 6. Okt 2018, 10:43

Skull hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:40)

Das ist korrekt. zu 100 Prozent, kann man fast GAR NICHTS ausschliessen.

Deine Ursprungsaussage war aber anders. :D

mfg



Es war eine Schlussfolgerung bzw. Befürchtung. Für positive Veränderungen bin ich aber offen. :)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Sa 6. Okt 2018, 10:51

lili hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:42)

Es geht nicht darum, sondern das die Atmosphäre härter wird. Gerade diese Arbeitspflicht die die CDU da vorschwebt ist ziemlich gruselig. :



genau

die Vorstellung ARBEITEN zu müssen ist für einige offensichtlich "gruselig".. :|

daher muss bei denen mit SANKTIONEN nachgeholfen werden, um sie von der Couch zu bekommen .. :x
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon lili » Sa 6. Okt 2018, 10:54

Realist2014 hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:51)

genau

die Vorstellung ARBEITEN zu müssen ist für einige offensichtlich "gruselig".. :|

daher muss bei denen mit SANKTIONEN nachgeholfen werden, um sie von der Couch zu bekommen .. :x



Verdrehe doch nicht die Wörter. Ich habe geschrieben, dass ich die Vortellung von einigen CDU Politiker gruselig finde.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon unity in diversity » Sa 6. Okt 2018, 10:55

lili hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:53)

Wie soll das funktionieren? Wir haben komplett andere Vortstellungen???? :?

Die Kunst des Machbaren besteht darin, Ecken und Kanten soweit abzuschleifen, bis Kontaktflächen entstehen.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Sa 6. Okt 2018, 10:56

lili hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:54)

Verdrehe doch nicht die Wörter. Ich habe geschrieben, dass ich die Vortellung von einigen CDU Politiker gruselig finde.



nein

du hast geschrieben:

"Gerade diese Arbeitspflicht die die CDU da vorschwebt ist ziemlich gruselig. "
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon lili » Sa 6. Okt 2018, 11:07

Realist2014 hat geschrieben:(06 Oct 2018, 11:56)

nein

du hast geschrieben:

"Gerade diese Arbeitspflicht die die CDU da vorschwebt ist ziemlich gruselig. "



Genau die die CDU vorschwebt.

Weißt du ich mache regelmäßig den Wahl O Mat und die CDU belegt immer den letzten Platz. Ich leide richtig darunter.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon unity in diversity » Sa 6. Okt 2018, 11:33

lili hat geschrieben:(06 Oct 2018, 12:10)

In dem Forum ist es doch für Realist realtiv einfach Verbündete zu finden.

Es sei denn, Realist2014 wird widerlegt.
Das geht aber nur faktenorientiert.
Polemikorientiertheit ist ein deutliches Zeichen von argumentativen Schwächen.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Sa 6. Okt 2018, 11:35

Guten Tag,

wieder...jede Menge Spam ... entfernt.

Die letzten Warnungen waren somit erfolglos.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon GLÜ2010 » Sa 6. Okt 2018, 12:33

Da in diesem Thread alle für Markt-Wirtschaft sind , die meisten scheint´s auch für eine Soziale-Marktwirtschaft (im Gegensatz zu einer Profit-Maximierungs-Marktwirtschaft) , sollten wir auch vor irgendwelchen (Um)Verteilungs-Strategien vorrangig an 1. Stelle nach einer rein marktwirtschaftlichen Lösung der vorhandenen Schieflagen suchen .

Die 1. Frage ist doch wo und wie entsteht zuerst diese nicht zu leugnende Schieflage ?

Die Schieflage entsteht bei der Verteilung des Gewinns , der durch die Zurverfügungstellung von Kapital und Arbeit entsteht . Also müssen wir auch hier den 1. Hebel ansetzen . Der Kapital-Geber muß in jedem Fall Schwarze-Zahlen schreiben , um seinen Betrieb konkurrenzfähig zu halten . Der Arbeitnehmer muß bei Vollzeittätigkeit von seinem Lohn angemessen
(WDS?)leben können und auch die von anderen Arbeitnehmern produzierten Waren (möglichst im Binnenmarkt) kaufen können .
Es handelt sich also um einen Kreislauf(prozess ) . Wenn man eine der beiden Stellschrauben überdreht
(WDS?) so läuft der Kreisprozess nicht ideal und kommt mittel- bis langfristig häufig zum Stillstand .

Leider sind die durch Schröder mit Hartz 4 eingeleiteten Lohn-Dumping-Spiralen verursacht z.B. durch Lohn-Dauer-Subventionierung , Mißbrauch von Zeitarbeit , befristetet Arbeitsverträge usw. in 3 Legislaturperioden nur zum Teil behoben worden . Hier gehört in 1. Linie der Hebel angesetzt und zwar durch entsprechende Rahmen-Gesetze . (siehe S 1)
Erst wenn hiernach weitere Schieflage besteht sind sogenannte Verteilungsmaßnahmen erforderlich .



Realist2014 S 7 » Fr 5. Okt 2018, 09:00

schokoschendrezki hat geschrieben:(05 Oct 2018, 09:48)

Der Klassiker bei der Parlamentszustimmungspflichtigkeit sind ja die Militärausgaben bzw. Kriegskreditie. Das ist der Punkt, wo auch ..- Königshäusern Grenzen setzen konnten. ….Es stellt sich mir eher die Frage, warum von einer scheinbar nicht beeinflussbaren "Umverteilungsmaschine" die Rede ist, wenn man es doch zumindest indirekt in der Hand hat.


Gut, der Begriff "Umverteilung" wird natürlich auch unterschiedlich interpretiert.

Sämtliche "Sozialleistungen" sind natürlich eine Art Umverteilung, allerdings auch wesentlicher Bestandteil unseres Sozialstaates.
Der Ausgangspunkt war aber ja die "Vermögensungleichheit"
Diesbezüglich gibt es natürlich KEINE "Umverteilung" in dem Sinne , dass den Vermögenden Vermögen weggenommen wird und den Nicht-Vermögenden "geschenkt" wird.
Das wäre auch bei Reaktivierung der Vermögenssteuer nicht der Fall, da diese ja ebenfalls in den normalen Steuerhaushalt fallen würde.





In dem Begriff "Umverteilung" stimmen wir überein .

Bei "Sozialleistungen" sollte allerdings auch zuerst beim Lohn angesetzt werden . Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muß endlich per Rahmen-Gesetz durchgesetzt werden . Oder ist es für die Union so unchristlich und unsozial (cSu) .

Sozialsysteme am Beispiel Rente :

Den zukünftigen Rentner in den unteren Lohnbereichen droht massive Altersarmut . Durch Lohndumping sind Sie nicht in der Lage entsprechend in die Sozial-Systeme einzuzahlen . (Die Riester-Rente ist bekanntlich gut für Riester und die Versicherungsbranche . - - Man muß ja den Gaul füttern …. - Didi/Merkel)
Wenn wir (marktwirtschaftlich) direkt am Lohn den Hebel ansetzen vermeiden wir einen großen Teil der staatlichen (Um)Verteilungs-Mechanismen mit ihren Verlusten . (Und wir müssen uns wie Liegestuhl nicht ständig fragen , ob solche Eingriffe gerechtfertigt sind .)
Weiterer Hebel für Sozial-Systeme am Beispiel Schweiz : ALLE ob Arbeitnehmer , Beamte , Politiker , Selbstständige etc. zahlen in Sozial-Systeme wie Renten- , Gesundheits-Versicherungen etc. ein . Wer höhere Leistungen will schließt eine Zusatzversicherung ab .


Europa2050 s 7 » Fr 5. Okt 2018, 10:46


Liegestuhl hat geschrieben:(05 Oct 2018, 11:16)


…..So ist es. Politiker machen Versprechungen zu Gunsten und zu Lasten Dritter, um letztlich Stimmen zu erkaufen. Und das ist inzwischen Selbstverständlichkeit geworden.
Das ist richtig. Kann aber kein Argument sein.


In allen Punkte: Ja!

….Mit Gier meine ich die Gier derer, die durch eigene Leistung, Erbe, glückliche Umstände oder einer Kombinaton der drei Faktoren entsprechende Möglichkeiten haben, nach immer astronomischerem Vermögen und Macht.
Gier ist aber auch das Verlangen derer, die von den Leistungen anderer leben (müssen), nach immer mehr Umverteilung bis hin zur Enteignung.

Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
Leute zu hassen, denen Du nie begegnet bist.



Von mir ebenfalls in allen Punkten : Ja

Es gibt viel zu tun , - - - also lassen WIR es liegen - - - oder ergehen wir uns in Wort-Definitions-Streitigkeiten
(WDS)

Es wird Zeit , das Wir für eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaft kämpfen .

GLÜ2010
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 6. Okt 2018, 15:04

Hallo GLÜ2010.
Ich geh mal davon aus, ... Du hast noch Geschwister!? Denn einer alleine kann nicht soviel Bockmist erzählen.
GLÜ2010 hat geschrieben:... , sollten wir auch vor irgendwelchen (Um)Verteilungs-Strategien vorrangig an 1. Stelle nach einer rein marktwirtschaftlichen Lösung der vorhandenen Schieflagen suchen .

Die 1. Frage ist doch wo und wie entsteht zuerst diese nicht zu leugnende Schieflage ?

Die Schieflage entsteht bei der Verteilung des Gewinns , ... Der Arbeitnehmer muß bei Vollzeittätigkeit von seinem Lohn angemessen [/b](WDS?)leben können ... durch Schröder mit Hartz 4 ... Lohn-Dauer-Subventionierung , Mißbrauch von Zeitarbeit , befristetet Arbeitsverträge usw. ...Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ... zukünftigen Rentner ... droht massive Altersarmut . Durch Lohndumping sind Sie nicht in der Lage entsprechend in die Sozial-Systeme einzuzahlen . ... am Lohn den Hebel ansetzen vermeiden wir einen großen Teil der staatlichen (Um)Verteilungs-Mechanismen mit ihren Verlusten .
Erstens entspricht Deine Forderung nach [b]"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" nicht unbedingt der Realität und sind daher zweitens eher dem Sozialismus nahe. Wenn Du also von "marktwirtschaftlichen Lösung der vorhandenen Schieflagen" redest, ... das paßt irgendwie nicht zusammen.

Darüberhinaus sind Lohntabellen zwischen den Sozialpartnern (Arbeitgeber und Gewerkschaften) vereinbart. Was Du aber vermutlich mit Deiner phrasenhaften Aussage meinst, ist, daß Frauen-Löhne denen der Männer-Löhne angepaßt werden sollen - darin bin ich bei Dir. Aber etwas nur nachplappern, ohne es zu erläutern, führt meistens zu Missverständnissen.

Thema Rente:
    auch hier scheinst Du einfach nur nachzuplappern. Es stimmt: zukünftigen Rentnern droht Altersarmut. Ob diese aber "massiv" ist ... sein wird, wage ich zu bezweifeln. Auch werden in erster Linie Frauen unter diese Altersarmut fallen. Aber zumeist deshalb, weil sie weniger verdienen als (ihre) Männer. Meist verdienen sie deshalb weniger, weil sie nur teilzeit arbeiten (müssen) - oder eben nur einen Minijob (450€) ausüben und daher eben wenig oder nichts für ihre Rente tun. Kommt dann noch eine Scheidung hinzu, haben eben diese Frauen (als Alleinerziehende) schlechtere Karten - es droht in der Tat Altersarmut. Aber weniger wegen Lohndumping, sondern wegen anderer ... wegen der vorbeschriebenen Umstände.
Ich bin kein Freund von Herrn Schroeder, aber hier tust Du ihm vielleicht Unrecht. Schroeder hat erkannt (was etwa Dr. Helmut Kohl vorher vehement nicht sehen wollte), daß es etwa unsinnig ist, daß zwei fast identische Leistungen von zwei verschiedenen Ämtern ausgezahlt werden. Nämlich einerseits bekommt der, der arbeitslos wird, nach dem Arbeitslosengeld Arbeitslosenhilfe - wurde vom Arbeitsamt gezahlt. Der, der etwa nie gearbeitet hat ... oder der sonstwie bedürftig war, bekam Sozialhilfe. Um diesen Aufwand zu verkleinern (und ebenso die anfallenden Kosten) wollte er Sozial- und Arbeitlosenhilfe zusammenlegen. Das war der Hauptgrund!

"Lohn-Dauer-Subventionierung":
    Mit Einführung von ALG-II (Hartz-IV) war seltsamerweise plötzlich auch der bedürftig - und beantragte ALG-II, der vorher nie zum Sozialamt gegangen wäre.
      ... das dürften also Deine "staatlichen (Um)Verteilungs-Mechanismen mit ihren Verlusten" sein!?!
"Mißbrauch von Zeitarbeit , befristetet Arbeitsverträge usw."Schroeder hat die Rahmenbedingungen gesetzt ... hat diese so erst ermöglicht - STIMMT! Aber vorher stand die Forderun seitens der Unternehmung im Raum:
    entweder rechtliche Bedingungen für alle Arbeitnehmer ändern, oder eben Zeitarbeit und befristetet Arbeitsverträge erweitern. Er entschied sich für Letzteres.
Es bringt also wenig bis nichts, einfach nur Parolen und Phrasen zu propagieren, ... Du solltest erstmal darüber nachdenken.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Wähler » Sa 6. Okt 2018, 15:45

Der Neandertaler hat geschrieben:(06 Oct 2018, 16:04)
"Mißbrauch von Zeitarbeit , befristetet Arbeitsverträge usw."Schroeder hat die Rahmenbedingungen gesetzt ... hat diese so erst ermöglicht - STIMMT! Aber vorher stand die Forderun seitens der Unternehmung im Raum:
    entweder rechtliche Bedingungen für alle Arbeitnehmer ändern, oder eben Zeitarbeit und befristetet Arbeitsverträge erweitern. Er entschied sich für Letzteres.

An Hartz-IV kann man nur Details bemängeln, wie die geringe Anerkennung von Vermögen zur Altersvorsorge. Hartz-I war allerdings auch ein Geschenk an die Wirtschaft, welches jetzt bei nahezu Vollbeschäftigung nicht mehr nötig ist und daher abgeschafft gehört. Die SPD hat dazu leider aber nicht den Mut.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 6. Okt 2018, 17:31

Realist2014 hat geschrieben:(06 Oct 2018, 09:54)

Gut.

Gehen wir davon aus, das würde stimmen.

WAS schlägst du vor?

Verfassungswidrige Enteignungen?

Ich habe bereits einiges vorgeschlagen. Der Punkt ist doch dass keiner verzichten will. Egal wieviel er hat und wie gerechtfertigt leistungsloses Einkommen z.B. aus Finanztransaktionen ist. Es ist einem Superrreichen schlicht egal ob der Staat in Zukunft noch existieren kann. Die ziehen dann eben dahin wo die Sonne immer scheint und lassen ihr Geld arbeiten.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)

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