Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

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Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon GLÜ2010 » So 30. Sep 2018, 12:06

Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Z.Zt. , das heißt seit einigen Jahrzehnten wird uns in immer stärkerem Maße Neo-Liberale-Marktwirtschaft mit ihrer obersten Gottheit , der Profit-Maximierung , als Soziale-Marktwirtschaft verkauft .

Nach dem Krieg waren wir auf dem WEG zu einer Sozialen-Marktwirtschaft , wie gesagt auf dem Weg .

Nach dem Ende der Sowjet-Union war die Furcht vor kommunistischen Einflüssen in Wirtschaftskreisen verschwunden und man wandte sich von der Politik eher gefördert als gehemmt der VOLKS-Wirtschaft feindlichen einseitigen Profit-Maximierung zu . Möglichst ohne staatliche Rahmen-Gesetze , denn der Markt regelt sich ja von alleine , FDP-Maxime .

Ludwig Erhardts Soziale-Marktwirtschaft beruht nicht auf dem Neo-Liberalismus sondern auf dem Ordoliberalismus mit zusätzlich stärkeren sozialen Komponenten .
Siehe auch :
https://de.wikipedia.org/wiki/Ordoliber ... beralismus

Ordoliberalismus und Soziale Marktwirtschaft (Alfred Müller-Armack)
Aufbauend auf dem Konzept des Ordoliberalismus entwickelte Alfred Müller-Armack seine wirtschaftspolitische Leitidee der Sozialen Marktwirtschaft.
Karl Georg Zinn schreibt: „Jedoch bestehen […] erhebliche Differenzen zwischen Müller-Armack und den neoliberalen Anhängern einer freien bzw. liberalen Marktwirtschaft. …....
Müller-Armack gab der Sozialpolitik und der staatlichen Konjunktur- und Strukturpolitik ein weit größeres Gewicht als Eucken

Im Ordoliberalismus und der auf ihm beruhenden Sozialen-Marktwirtschaft gibt der Staat Rahmen-Gesetze vor , innerhalb derer sich die Wirtschaft frei im volkswirtschaftlichen Sinn entwickeln kann .

Ich höre schon : Wieder neue Gesetze .
Rahmengesetze heißt aber nicht mehr Gesetze , sondern Festlegung eines volks- oder weltwirtschaftlichen Rahmens innerhalb dessen Betriebswirtschaften sich frei entfalten können ohne die Gesamtheit zu gefährden .

Dirigistische Eingriffe in einzelne Betriebe von Seiten des Staates sind dagegen Gift , genauso wie einseitige Profitmaximierungen der Unternehmen oder übertriebene Lohnforderungen (seitens der Gewerkschaft) .
Schwarze Zahlen müssen sein für Investitionen , ja .
Hauptziel sehr hohe Dividende für Aktionäre , nein .

Marktwirtschaft ist ein Kreislauf ; überdreht man eine dieser Stellschrauben so gerät der Wirtschaftskreislauf in Schieflage und bricht irgendwann zusammen .

Marktwirtschaft blüht mittel- bis langfristig nur nach dem Motto : Leben und leben lassen .

Dazu benötigen wir allerdings entsprechende Rahmengesetze .

Wann begreifen unsere Politiker die Volks- Weltwirtschaft endlich als eine Art geschlossenen Kreisprozeß des gegenseitigen Geben und Nehmens .

Und genau hier , bei den dringend erforderlichen Rahmengesetzen , haben unsere Politiker in den letzten 25 Jahren versagt .
Darum leben wir " in dieser besten aller möglichen Welten " und nicht zu vergessen , wegen unserer Einstellung .

Wir haben als Säuger nun mal eine lange Entwicklung vom Baby zum selbstständigen Menschen und konnten daher nur in Sozialgemeinschaften überleben . Das heißt , um zu überleben , mußten wir den Antriebsmotor Egoismus kanalisieren . Anfangs durch Ethik , später durch Gesetze in die erforderlichen Bahnen lenken .

Der Kommunismus ist gescheitert , weil er den Egoismus des Menschen ausschalten wollte , anstatt diesen starken Antriebsmotor zu kanalisieren.
Jedes Lebewesen besitzt nun mal Egoismus , um zu überleben .

Alle Systeme die den biologisch-entwicklungsgeschichtlichen inneren Bedürfnissen des Menschen widersprechen , werden auf Dauer scheitern .


In Rahmen-Gesetze gehört z.B. Leiharbeit . Sie wird benötigt zur Abdeckung von Auftragsspitzen und sollte nicht wie z.Zt. zum Lohndumping verkommen . Wenn man per Rahmengesetz festlegt , für Zeitarbeit ist mindestens der gleiche Tarif-Lohn zu zahlen wie für Festangestellte , so würde Leiharbeit auch nur zur erforderlichen Abdeckung von Auftragsspitzen eingesetzt .

Andere Mißbräuche wie Zeitverträge gehören ebenfalls durch Rahmen-Gesetze gestoppt .


Wie oben bereits gesaagt : Dirigistische Eingriffe in einzelne Betriebe von Seiten des Staates sind dagegen Gift .
Infrastruktur wie z.B. Straßen- Schienen- und Strom-Netze , Schulen etc. gehören hingegen in die Öffentliche-Hand .

Es macht keinen Sinn , z.B. Schienen und Staßen privat betreiben zu lassen . Bestes Beispiel Englisches-Schienennetz , sehr marode .

Der Privat-Investor ist nur an hoher Rendite interessiert nicht an Investitionen (dank Bankenrettungen wir auch nicht) .
Beispiel Straßen über Maut finanziert : Wir finanzieren mit Maut , Straßenbau und Erhalt + hohe Privatrendite oder + niedriger Öffentlicher-Rendite . Statt auf der Schwarzen-Null herum zu reiten , stehen wir uns besser , wenn die Öffentliche-Hand selber das Geld in die Hand nimmt . Außerdem müssen wir die notwendige Infrastruktur nicht wieder von maroden Unternehmen zurück kaufen .

Darüber ob Banken auch zur Infrastruktur gehören , lässt sich streiten . Siehe Pleite Landesbanken . Zumindest gehören sie stärker unter Öffentliche-Aufsicht .
Als dann auch noch Schröder die Regulierung der deutschen Banken lockerte , segelten wir , ausgelöst durch die Immobilien-Blase in den Staaten , in die Bankenkrise , die wir immer noch nicht ganz verdaut haben .


Zur Frage , Soziale-Marktwirtschaft oder NEO-Liberale-Marktwirtschaft :

Ich ziehe eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaft einer NEO-Liberalen-Marktwirtschaft vor , mit ihren Lohndumping-Spiralen und sonstigen Errungenschaften der Umverteilung von unten nach oben .

Für die NEO-Liberale-Marktwirtschaft gilt allerdings der Satz von Warren Buffett :
„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen“

Wir sollten es also nicht zulassen , dass das Flüchtlingsproblem als Haupt-Problem oder gar „Mutter aller Probleme ´´ uns einsuggeriert wird , um uns gegeneinander zu hetzen , nach dem Motto : Teile und herrsche .

Siehe hierzu Schramm ab 6. Min :
https://www.youtube.com/watch?v=U46bbmFaq74

Es ist allerdings auch interessant , was Schramm hierin zum wahren Auslöser der Flüchtlingswelle sagt . Wir , die reichen Länder haben die Unterstützungsgel der für die Flüchtlingslager im Nahen-Osten halbiert .
Diesen Fehler sollten wir nicht bei der zu erwartenden Massenflucht aus der Enklave Idlib nicht wiederholen , sondern Flüchtlingslager möglichst direkt in Syrien betreiben .



Es wird Zeit , das Wir für eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaft kämpfen .

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon BlueMonday » So 30. Sep 2018, 15:35

GLÜ2010 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 13:06)

Ludwig Erhardts Soziale-Marktwirtschaft beruht nicht auf dem Neo-Liberalismus sondern auf dem Ordoliberalismus mit zusätzlich stärkeren sozialen Komponenten .
Siehe auch :
https://de.wikipedia.org/wiki/Ordoliber ... beralismus



Offenbar liest du deine eigenen Links nicht. Also siehe mal:

"Der Ordoliberalismus gehört zu einer heterogenen wirtschaftswissenschaftlichen Strömung, die unter dem Oberbegriff Neoliberalismus zusammengefasst wird."

Oberbegriff vielleicht auch noch mal nachschlagen. Kurz: der Ordoliberalismus ist ein Neoliberalismus.
Und der Neoliberalismus grenzt sich vom klassischen Liberalismus ja gerade mit einer stärkeren Betonung des Staates ab. Statt des Nachtwächterstaats des Altliberalismus, der rahmende, federnde, absichernde, eingreifende... starke Staat. Der Neoliberalismus ist ein Interventionsimus, der irgendwann nahtlos in den Sozialdemokratismus übergeht.
Ludwig Erhard (Erhardt ist der Komiker) hat diese Entwicklungen vorhergesehen und immer davor eindringlich gewarnt. Der würde Sturm laufen gegen das heutige überbordende Staatswesen.

Also musst noch mal neuprobieren alles, denn so steht es ungeschichtlich auf dem Kopfe bei dir.
But who would build the roads?
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon GLÜ2010 » So 30. Sep 2018, 17:36

BlueMonday hat geschrieben:(30 Sep 2018, 16:35)

Offenbar liest du deine eigenen Links nicht. Also siehe mal:

"Der Ordoliberalismus gehört zu einer heterogenen wirtschaftswissenschaftlichen Strömung, die unter dem Oberbegriff Neoliberalismus zusammengefasst wird."

.




Weiterlesen lohnt

https://de.wikipedia.org/wiki/Ordoliber ... beralismus

…........Laut Andreas Renner erfuhr der Begriff Neoliberalismus ab den 1990er Jahren einen Bedeutungswandel und werde seither regelmäßig mit einem „Marktfundamentalismus“ identifiziert. Der Wirtschaftsethiker Peter Ulrich stellt den Ordoliberalismus als eine Position der „zivilisierten Marktwirtschaft“ dem Neoliberalismus als einer Position der „totalen Marktwirtschaft“ gegenüber.



Es wird Zeit , das Wir für eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaft kämpfen .


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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » So 30. Sep 2018, 17:42

GLÜ2010 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 18:36)

Weiterlesen lohnt

https://de.wikipedia.org/wiki/Ordoliber ... beralismus

…........Laut Andreas Renner erfuhr der Begriff Neoliberalismus ab den 1990er Jahren einen Bedeutungswandel und werde seither regelmäßig mit einem „Marktfundamentalismus“ identifiziert. Der Wirtschaftsethiker Peter Ulrich stellt den Ordoliberalismus als eine Position der „zivilisierten Marktwirtschaft“ dem Neoliberalismus als einer Position der „totalen Marktwirtschaft“ gegenüber.


Es wird Zeit , das Wir für eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaft kämpfen .


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Ich würde da eher sagen...eigenständiges Denken lohnt sich. :)

Nur weil wer wie den Begriff Neoliberalismus benutzt...sagt noch gar nichts.

Ich zum Beispiel sehe diesen Begriff als "Kampbegriff" zum "tot schlagen".
Für mich...eine reine Worthülse in der politischen Auseinandersetzung.

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » So 30. Sep 2018, 20:57

GLÜ2010 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 13:06)

[
Rahmengesetze heißt aber nicht mehr Gesetze , sondern Festlegung eines volks- oder weltwirtschaftlichen Rahmens innerhalb dessen Betriebswirtschaften sich frei entfalten können ohne die Gesamtheit zu gefährden .


wie sollte denn dieser "volkswirtschaftliche Rahmen ausschauen?

.
Hauptziel sehr hohe Dividende für Aktionäre , nein .


Machen wir es doch konkret:

Was wäre denn eine "angemessene Dividendenrendite" bei den DAX 100 Unternehmen ?




Dazu benötigen wir allerdings entsprechende Rahmengesetze .


welche da wären für D?



In Rahmen-Gesetze gehört z.B. Leiharbeit
.

Haben wir in D. Außerdem betrifft Leiharbeit nur 3% der AN. Also eine Randerscheinung


Ich ziehe eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaft



dann beschreibe die doch mal an konkreten Punkten.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Mo 1. Okt 2018, 07:24

BlueMonday hat geschrieben:(30 Sep 2018, 16:35)

...Der Neoliberalismus ist ein Interventionsimus, der irgendwann nahtlos in den Sozialdemokratismus übergeht.
Ludwig Erhard (Erhardt ist der Komiker) hat diese Entwicklungen vorhergesehen und immer davor eindringlich gewarnt. Der würde Sturm laufen gegen das heutige überbordende Staatswesen.
...

Wenn man sich schon an Begrifflichkeiten hochzieht und solch hanebüchenen Blödsinn schreibt sollte man die Begriffe wenigsten korrekt schreiben. Sozialwesen und Rücksichtnahme sind libertären Arbeitnehmerfeinden selbstverständlich ein Dorn im Auge. Verhindern sie doch die ungehemmte, rücksichtslose, einseitige Vorteilnahme ihrer Anhänger. Vielleicht sollte man für die arbeitnehmende Bevölkerung Kolonien unter der Herrschaft der Vermögenden etablieren. So wie vor ca. 130 Jahren in belgisch Kongo vielleicht. Der rücksichtslosen Ausbeutung von Land, Leuten und Natur durch die "Eigentümer" stünde dann nichts mehr im Wege.
Der "Eigentümer" weiss ja immer am besten was gut und richtig ist. :x
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Skull » Mo 1. Okt 2018, 07:32

Klopfer hat geschrieben:(01 Oct 2018, 08:24)

Wenn man sich schon an Begrifflichkeiten hochzieht und solch hanebüchenen Blödsinn schreibt
sollte man die Begriffe wenigsten korrekt schreiben.
Sozialwesen und Rücksichtnahme sind libertären Arbeitnehmerfeinden selbstverständlich ein Dorn im Auge.

Ich würde schon Unterschiede zwischen...
-libertär
-libereral
-neoliberal
-ordolibral

sehen.

Du...gehst ja weniger auf irgendetwas hier ein, sondern schreibst NUN von libertären Arbeitnehmerfeinden.

Da passte ja mein erster Beitrag. :D

mfg
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Mo 1. Okt 2018, 09:00

Skull hat geschrieben:(01 Oct 2018, 08:32)

Ich würde schon Unterschiede zwischen...
-libertär
-libereral
-neoliberal
-ordolibral

sehen.

Du...gehst ja weniger auf irgendetwas hier ein, sondern schreibst NUN von libertären Arbeitnehmerfeinden.

Da passte ja mein erster Beitrag. :D

mfg

Ich behaupte lediglich dass die These Neoliberalismus würde in Sozialdemokratie münden absoluter Blödsinn ist. Und ja, Libertäre und ihre Derivate halte ich für Arbeitnehmerfeinde.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Liegestuhl » Mo 1. Okt 2018, 09:19

In Deutschland haben wir eine Staatsquote von 44%. Die Sozialausgaben sind bei einer Billionen Euro.

Da kann man getrost von einer staatlich gelenkten Marktwirtschaft sprechen. Mit "liberal" hat das alles wenig zu tun. In Deutschland darfst du keinen Hühnerstall bauen, ohne Vater Staat zu fragen.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Der Neandertaler » Mo 1. Okt 2018, 11:20

Hallo GLÜ2010.
Ich habe grundsätzlich ein generelles Problem:
    wenn ich mit jemandem wirtschaftspolitische Themen diskutiere ... über Wirtschaft und deren Inhalt oder Auswirkungen, und er die Phrase "Neoliberalismus" verwendet, daß ich ihm erstmal erklären muß, woher ... also: aus welcher Zeit diese Wortschöpfung stammt und wozu diese gebraucht wurde Alles, um erstens: Waffengleichheit zu schaffen - zweitens: was dies bedeutet?
      ... bevor es an's Eingemacht geht.
Nun aber zu Deinem Beitrag!
Deine Ansicht, sowie Deine Ausführung ist mir etwas zu pauschal ... zu sehr einseitig. Wenn Du etwa die "Profitmaximierungen der Unternehmen oder übertriebene Lohnforderungen" geißelst - wobei Du anerkennst: "Schwarze Zahlen müssen sein für Investitionen , ja ." aber "sehr hohe Dividende für Aktionäre" verneinst, ... Du vergißt aber eines: von (Provit-) Maximierung ... also: von Gewinnen profitieren sowohl die Gesellschaft - weil eventuell von dem Gewinn neue Arbeitsplätze geschaffen werden, als auch die schon vorhandenen Arbeitnehmer - weil deren Vertreter "(übertriebene) Lohnforderungen" stellen können.
    ... wobei ich "übertriebene Lohnforderungen" für etwas übertrieben halte, da diese ja doch nur, einerseits, die Inflation etwas ausgleichen ... ausgleichen sollen, andererseits: am Gewinn ... an der "Profitmaximierungen der Unternehmen" sollen ja so auch die Beschäftigten einen kleinen Anteil abbekommen.
GLÜ2010 hat geschrieben:Marktwirtschaft ist ein Kreislauf ; überdreht man eine dieser Stellschrauben so gerät der Wirtschaftskreislauf in Schieflage und bricht irgendwann zusammen .
Ich bin, ebenso wie Du es scheinst, ein Freund und Fürsprecher des "Ordoliberalismus" ... einer "Sozialen Marktwirtschaft", die auf der Basis der Wettbewerbswirtschaft und einer freie Initiative (allerdings mit Rahmenbedingungen) einen, durch die wirtschaftliche Leistung, sozialen Fortschritt sichert. Wenn Du aber von "überdreht man eine dieser Stellschrauben ..." redest: ab wann überdreht man diese Stellschraube? ... wo ist die Grenze? Anscheinend scheinst Du den Kern der Wahrheit in Dir zu tragen? ... oder warum sprichst Du von:
    "Wann begreifen unsere Politiker die Volks- Weltwirtschaft endlich als eine Art geschlossenen Kreisprozeß des gegenseitigen Geben und Nehmens . Und genau hier , bei den dringend erforderlichen Rahmengesetzen , haben unsere Politiker in den letzten 25 Jahren versagt . "
      Erhelle uns!
Es ist nämlich eher ein Dilemma, in dem Politik sich dreht. Rahmengesetze! Schön! Aber in unserer heutigen globalisierten Welt ist es ja dann für Wirtschaftunternehmen recht einfach (und schnell gemacht), wenn diese Rahmenbedingungen nicht genehm ... also zu rigide sind, geht dies Unternehmen eben dort hin, wo dies nicht so ist. Folge: Arbeitsplatzabbau! Ebenso verhält es sich in Bezug auf Steuern: zu hohe Steuern könnten Gewinneinbußen bedeuten - Gewinneinbußen wiederum könnten Arbeitsplatzabbau nach sich ziehen ... oder direkt Unternehmensverlagerung in's Ausland. Zu niedrige Steuern könnten in "sehr hohe Dividende für Aktionäre" münden oder in neu geschaffene Arbeitsplätze?!? Wie Du es auch drehst und wendest: es ist eine Zwickmühle! Es muß also ein Mittelweg gefunden werden ... zwischen Gesetzen, die einerseits die Marktwirtschaft nicht zu sehr gängelt, die aber andererseits: durch eine freie Initiative (der Wirtschaft) und mit einem durch die wirtschaftliche Leistung, gesicherten sozialen Fortschritt begleitet und absichert. Deshalb ist es auch nicht sehr hilfreich, wenn nun jemand daherkommt und, ideologisch behaftet, seine Thesen einer besseren Wirtschaft verbreitet.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon GLÜ2010 » Di 2. Okt 2018, 14:57

Wie oben dargelegt unterliegt der Begriff Neoliberalismus ab den 1990er Jahren einen Bedeutungswandel
Definitions-Streitereien lenken nur vom eigentlichen Thema ab . Das scheint ja leider häufig die Hauptbeschäftigung unserer zahlreichen Rechts(hansel)anwälte im Parlament zu sein .

Es geht mir hier darum , dass die Markt-Wirtschaft der letzten Jahrzehnte nicht von der Politik als Soziale-Marktwirtschaft verkauft wird .

Der Neandertaler

Zu niedrige Steuern könnten in "sehr hohe Dividende für Aktionäre" münden oder in neu geschaffene Arbeitsplätze?!?


In AG`s zum größten Teil in Dividende . Ihre Vorstandsmitglieder sind keine Unternehmer sondern sehr sehr gut dotierte Angestellte die nach ¼ Jahres-Bilanz hohe Prämien beziehen . Verhökert er das Tafelsilber so steigt die ¼ Jahres-Bilanz und somit seine Prämie . Natürlich auch die Dividende des Aktionärs , dem man sich ja am meisten verpflichtet fühlt . Ist der Aktionär einigermaßen helle , so verhökert er möglichst schnell seine so aufgewertete Aktie . Fährt der Vorstand nach einigen Jahren das Unternehmen gegen die Wand , so erhält er für diese Leistung eine Abfindung in mehrfacher Millionen Höhe .

In Mittelständischen-Unternehmer-Betrieben sieht das anders aus . Der Unternehmer will schließlich SEIN Unternehmen an seine Nachkommen weiter geben . Für Ihn zählen keine ¼ Jahres-Bilanzen . Er plant in Zeiträumen von mindestens 5 Jahren .

Der Neandertaler

Wie Du es auch drehst und wendest: es ist eine Zwickmühle! Es muß also ein Mittelweg gefunden werden ... zwischen Gesetzen, die einerseits die Marktwirtschaft nicht zu sehr gängelt, die aber andererseits: durch eine freie Initiative (der Wirtschaft) und mit einem durch die wirtschaftliche Leistung, gesicherten sozialen Fortschritt begleitet und absichert.


Zwickmühle und Mittelweg - ja .
Selbstverpflichtung der Wirtschaft - - - - selten so gelacht . Moral - - - ? ? Moral gehört auf die Kanzel . - Allerdings nicht nur - - - - , Sie gehört in Gesetze gegossen . Punkt . In diesem Fall in Rahmen-Gesetze ! !

Mit der Selbstverpflichtung der Wirtschaft versucht es die Groko seit 3 in Worten DREI Legislaturperioden .
Erfolg CDU/CSU 26 % , AFD 18,5% zweit stärkste Partei , SPD 16 % .
CSU Bayern 35% , da mit mit einzigem AFD-Thema : ´ Flüchtlinge Mutter aller Probleme ` Wahlkampf gemacht . Na Bravo . Noch irgendwelche Fragen - - .

Anscheinend genügt es doch nicht , nur ein klares Feindbild aufzubauen , um dahinter dringende Probleme , die man in Jahrzehnten der Macht nur vor sich hergeschoben hat , zu verstecken .
Das stärkt nur die AFD . Natürlich haben wir ein Flüchtlingsproblem , dass gelöst werden muß .

Hierzu Siehe u.a. : viewtopic.php?f=8&t=65847&p=4232652&hilit=Asyl+auf+Zeit#p4232652

Ich verstehe nicht , was Otto-Normalverbraucher sich von der AFD oder Trump verspricht . Alles was Sie braucht , ist ein klares Feindbild . Oder hat Sie sich schon zu anderen Themen geäußert . - - - Doch kürzlich hat sich hat sich z.B. AFD-Chef Meuthen (seines Zeichens promovierter Volkswirt) auf dem Parteitag in Augsburg verplappert .
AfD-Chef Meuthen will gesetzliche Rente abschaffen

Siehe : http://derwaechter.net/afd-chef-meuthen ... abschaffen

https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... affen.html

Die AFD will (insgeheim) IHRE sogenannten abgehängten Wähler befreien in dem Sie von den Gesetzlichen-Sozialsystemen befreit und Sie verpflichtet , sich selbst privat zu versichern . Wahrlich eine wahre Befreiung ala AFD (FDP ohne braunen Dünnschiß)

Es sollte inzwischen den meisten klar sein , dass die AFD auch nur eine Neo-Liberale-Partei ist d.h. Sie huldigt unserer obersten Gottheit der Profit-MAXIEMIERUNG , wie die FDP u.a. , dies aber kredenzt in braunem DÜNNSCHISS !

Wundert das noch jemand , wenn man sich mit dem Arsch ständig an der Wand vorbei drückt wie z.B. die SPD . Sie weiß nach 3 Legislaturperioden anscheinend immer noch nicht , warum Ihr die Hälfte Ihrer Mitglieder und vorallem IHRER Wähler abhanden gekommen ist .

Sie hat sich bisher daran vorbei gedrückt Schröders Fehler sofort nachhaltig zu korrigieren .
Fehler wie : Lohndumping-Spirale z.B. verursacht durch Lohn-Dauer-Subventionierung und Mißbrauch von Zeitarbeit usw. . Lockerung der Bankenaufsicht etc. .

Fehler lassen sich nicht vermeiden (nur wenn man nichts macht , was allerdings der größte Fehler ist) . Sie müssen allerdings schnellstens korrigiert werden . Punkt .

Ich habe ½ Jahr lang Lohn-Subventionierung auch für einen praktikablen Versuch gehalten . Dann habe ich erkannt , dass sie als Lohn-DAUER-Subventionierung nur zum Lohn-Dumping missbraucht wurde . Als ich dann in Foren forderte , dies durch Mindestlohn zu korrigieren , setzten sehr viele dies einem Weltuntergang gleich .
Es hat ca. 1 ½ Legislaturperioden gedauert bis die Mehrheit der Wähler für einen Mindestlohn war . Für die Union incl. Merkel allerdings nicht erforderlich , die Wählermeinung dann auch umzusetzen . 3 Legislaturperioden wurden für eine Minimallösung benötigt .

Siehe 13.11.10
https://www.politik-sind-wir.net/showth ... konjunktur

oder 28.9.12
viewtopic.php?f=4&t=32760&p=1678329&hilit=Mindestlohn#p1678329


Der Neandertaler

Deshalb ist es auch nicht sehr hilfreich, wenn nun jemand daherkommt und, ideologisch behaftet, seine Thesen einer besseren Wirtschaft verbreitet.


Ideologien sind in Parteien beheimatet . Welcher Partei sollte ich denn nahe stehen? Mir geht es so , wie inzwischen anscheinend den meisten Wählern . Bei diesem Einheitsbrei der bei dem Arsch-an-die-Wanddrücken entsteht , weiß ich nicht , wen ich wählen kann . Die Politik produziert so immer mehr Nichtwähler . Sie sollte endlich mehr Konturen zeigen , damit wir wieder Unterschiede Wählen können .



Es wird Zeit , das Wir für eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaft kämpfen .

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Di 2. Okt 2018, 17:16

GLÜ2010 hat geschrieben:(02 Oct 2018, 15:57)




In AG`s zum größten Teil in Dividende . Ihre Vorstandsmitglieder sind keine Unternehmer sondern sehr sehr gut dotierte Angestellte die nach ¼ Jahres-Bilanz hohe Prämien beziehen . Verhökert er das Tafelsilber so steigt die ¼ Jahres-Bilanz und somit seine Prämie . Natürlich auch die Dividende des Aktionärs , dem man sich ja am meisten verpflichtet fühlt . Ist der Aktionär einigermaßen helle , so verhökert er möglichst schnell seine so aufgewertete Aktie . Fährt der Vorstand nach einigen Jahren das Unternehmen gegen die Wand , so erhält er für diese Leistung eine Abfindung in mehrfacher Millionen Höhe .


[/b]


Welche DAX Unternehmen wurden denn so gegen die Wand gefahren?

auf eine Antwort bezüglich der angemessenen Dividenenrendite warte ich auch noch...
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Maltrino » Mi 3. Okt 2018, 17:16

GLÜ2010 hat geschrieben:(30 Sep 2018, 13:06)

Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

...

Es wird Zeit , das Wir für eine WIRKLICHE Soziale-Marktwirtschaft kämpfen .

GLÜ2010


Zitat aus dem Wikipedia Artikel über Soziale-Marktwirtschaft https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Marktwirtschaft
:  „...das Prinzip der Freiheit auf dem Markt mit dem des sozialen Ausgleichs zu verbinden“

Ich glaube dieser einfache Anspruch ist immer noch nicht vollständig erkannt wurden, bzw. wird sogar von selbsternannten Kämpfern für die "Soziale-Marktwirtschaft" oft sogar bekämpft.

Wirtschaftliche Freiheit ist in erster Linie Wettbewerb, welcher (meist) zu Ungleichheit führt. Ausgleich heißt demgegenüber immer Angleichung. Die Anhäufung von Kapital bei wenigen, durch den Wettbewerb, muss also erstmal im gewissen Maße ausgeglichen werden durch Umverteilung. Das müsste eigentlich die Grundlage sein, die dann ergänzt wird durch spezielle Gesetze die den wirtschaftlichen Wettbewerb ermöglichen oder regulieren oder bestimmte soziale Gruppen befördert oder bestraft. Dieses geschieht aber so nicht. Bzw nur zum Teil. Es gibt zwar die besagten speziellen Gesetze die den wirtschaftlichen Wettbewerb ermöglichen oder regulieren oder bestimmte soziale Gruppen befördert oder bestraft und somit gibt es auch durchaus einen allgemein und dauerhaft stattfindenden wirtschaftlichen Wettbewerb, aber es wird übersehen, dass die speziellen Gesetze im Sozialstaat nicht wirklich geeignet sind um eine allgemeine Umverteilung zu erreichen. Ergebnis ist, dass es immer wieder Ungerechtigkeiten und skurile "Einzelfälle" die durchs Raster der Sozialpolitik fallen, gibt.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Mi 3. Okt 2018, 18:10

Maltrino hat geschrieben:(03 Oct 2018, 18:16)

Zitat aus dem Wikipedia Artikel über Soziale-Marktwirtschaft https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Marktwirtschaft
:  „...das Prinzip der Freiheit auf dem Markt mit dem des sozialen Ausgleichs zu verbinden“

Ich glaube dieser einfache Anspruch ist immer noch nicht vollständig erkannt wurden, bzw. wird sogar von selbsternannten Kämpfern für die "Soziale-Marktwirtschaft" oft sogar bekämpft.

Wirtschaftliche Freiheit ist in erster Linie Wettbewerb, welcher (meist) zu Ungleichheit führt. Ausgleich heißt demgegenüber immer Angleichung. Die Anhäufung von Kapital bei wenigen, durch den Wettbewerb, muss also erstmal im gewissen Maße ausgeglichen werden durch Umverteilung. D t.


diese Umverteilung HABEN wir durch das progressive Steuersystem bei den Einkünften.

Eine "Umverteilung bei den Vermögen" ist da NICHT vorgesehen.

So nach dem Motto "Reiche enteignen" und " den Armen schenken"

derartiger Mumpitz war niemals vorgesehen

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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Realist2014 » Mi 3. Okt 2018, 18:11

Maltrino hat geschrieben:(03 Oct 2018, 18:16)

. Ergebnis ist, dass es immer wieder Ungerechtigkeiten und skurile "Einzelfälle" die durchs Raster der Sozialpolitik fallen, gibt.



WER "fällt" durch das Raster der Existenzsicherung, wenn er bedürftig ist?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Mi 3. Okt 2018, 19:51

Realist2014 hat geschrieben:(03 Oct 2018, 19:10)

diese Umverteilung HABEN wir durch das progressive Steuersystem bei den Einkünften.

Eine "Umverteilung bei den Vermögen" ist da NICHT vorgesehen.

So nach dem Motto "Reiche enteignen" und " den Armen schenken"

derartiger Mumpitz war niemals vorgesehen

genau so wenig wie ein BGE

Keine Sorge, kann man alles ändern, durch eine Erbschaftssteuer die diesen Namen auch verdient zum Beispiel.
Wo du dein "Motto" her hast bleibt allerdings dein Geheimnis. Den sozialen Frieden gibts nicht umsonst, gabs noch nie.
Und wer den riskiert wird das bereuen. Das unverhältnismässige Wachstum und die Akkumulation grosser Vermögen wird
bald gebremst werden, wird auch höchste Zeit.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Kiwikopf » Mi 3. Okt 2018, 20:04

Klopfer hat geschrieben:(03 Oct 2018, 20:51)

Keine Sorge, kann man alles ändern, durch eine Erbschaftssteuer die diesen Namen auch verdient zum Beispiel.
Wo du dein "Motto" her hast bleibt allerdings dein Geheimnis. Den sozialen Frieden gibts nicht umsonst, gabs noch nie.
Und wer den riskiert wird das bereuen. Das unverhältnismässige Wachstum und die Akkumulation grosser Vermögen wird
bald gebremst werden, wird auch höchste Zeit.



Inwiefern ist das Wachstum von Vermögen unverhältnissmäßig? Im Gegensatz zu was? Vermögen werden immer und immer wieder versteuert, bevor sie vererbt werden. Welcher Steuersatz wäre für vererbtes Gerecht?

Wie kann man den sozialen Frieden riskieren wenn es den (laut ihnen) eh nie gab?
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Misterfritz » Mi 3. Okt 2018, 20:13

Klopfer hat geschrieben:(03 Oct 2018, 20:51)

Keine Sorge, kann man alles ändern, durch eine Erbschaftssteuer die diesen Namen auch verdient zum Beispiel.
Wo du dein "Motto" her hast bleibt allerdings dein Geheimnis. Den sozialen Frieden gibts nicht umsonst, gabs noch nie.
Und wer den riskiert wird das bereuen. Das unverhältnismässige Wachstum und die Akkumulation grosser Vermögen wird
bald gebremst werden, wird auch höchste Zeit.
Kannst Du mir da mal die Zusammenhänge, die wirklich existieren, erklären?
Wenn ein Vermögen mehr wird, heisst das ja nicht automatisch, dass andere dadurch ärmer werden. Es gibt ja keine festgelegte Menge an Vermögen, um deren Verteilung sich alle kloppen müssen.
Tatsächlich ist es so, dass sich der Wohlstand in Deutschland seit dem Krieg kontinuierlich für ALLE erhöht hat.
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Mi 3. Okt 2018, 20:15

Kiwikopf hat geschrieben:(03 Oct 2018, 21:04)

Inwiefern ist das Wachstum von Vermögen unverhältnissmäßig? Im Gegensatz zu was? Vermögen werden immer und immer wieder versteuert, bevor sie vererbt werden. Welcher Steuersatz wäre für vererbtes Gerecht?

Wie kann man den sozialen Frieden riskieren wenn es den (laut ihnen) eh nie gab?

Ach, meine Aussagen sind neu für dich?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 89111.html
Wenn du mir mit Gerechtigkeit kommst, ist es gerecht dass die Reichen im Übermass von allem profitieren und die gesellschaftlich untere Hälfte fast gar nicht? Genau das ist in Deutschland der Fall. Die Schonung, gerade grosser Vermögen, in Deutschland in jeglicher Hinsicht ist bekannt und widerspricht Deiner Aussage.
https://www.google.de/url?sa=t&source=w ... uZVP5FAuME
https://www.google.de/url?sa=t&source=w ... hVKONgBdFs
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Re: Soziale-Marktwirtschaft oder Neo-Liberale-(Profit-Maximierungs) Marktwirtschaft

Beitragvon Klopfer » Mi 3. Okt 2018, 20:17

Misterfritz hat geschrieben:(03 Oct 2018, 21:13)

Kannst Du mir da mal die Zusammenhänge, die wirklich existieren, erklären?
Wenn ein Vermögen mehr wird, heisst das ja nicht automatisch, dass andere dadurch ärmer werden. Es gibt ja keine festgelegte Menge an Vermögen, um deren Verteilung sich alle kloppen müssen.
Tatsächlich ist es so, dass sich der Wohlstand in Deutschland seit dem Krieg kontinuierlich für ALLE erhöht hat.

Dein letzter Satz ist erwiesenermassen falsch.

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