Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon Elser » So 16. Sep 2018, 09:06

H2O hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:58)

So etwas ist doch im Zulauf mit dem e.Go Life. Nicht ganz so billig, aber fast, auch nicht ganz so weit fahrend... aber immerhin. Und staatliche Hilfen gab es dafür in NRW auch.



So schliesst sich der Kreis. Das Auto wird nicht verkauft, weil es zu teuer ist. Es ist so teuer, weil nicht viele davon verkauft werden. Lass' Dich nicht verarschen. Du sollst ein solches Auto nicht kaufen !!! Es sind Alibi-Konstruktionen. Wenn man bei der Inmarktstellung eines neuen Golfs genau solche Voraussetzeungen annehmen würde, wäre dieser auch 10 X so teuer und würde dann auch entsprechend wenig gekauft. SO läuft das !

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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon Skull » So 16. Sep 2018, 09:21

Elser hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:39)

Was wir aber wirklich bräuchten ist ein elektrisch betriebener Kleinstwagen (2 Sitze, 300 l-Kofferraum) für kleines Geld (€ 8000), den man zu Hause wieder aufladen kann. Aber genau den, wollen unsere Autokonzerne nicht bauen, weil seine Existens den schönen Hype um das "heilige Blech" kaputt machen würde.

Also müsste die Politik dafür sorgen;
Elser hat geschrieben:(16 Sep 2018, 10:00)

Ein Umdenken ist gefragt. Es wird Zeit das wir Autos als das ansehen was sie sind; ein Transportmittel.
Alles andere ist Anachronismus - leider (finde tolle Autos auch interessant). Leider fehlen uns z. T. die richtigen Autos. Die Politik könnte durch Gesetze und Verordnungen dafür sorgen, dass solche sinnvollen Fahrzeugen gebaut würden.
Eine progressive KFZ-Steuer z.B. könnte die Zulassung so mancher Dreckschleuder verhindern.
Aber auch Fahrverbote sind wohl nicht zu umgehen.
Die Polik muss die nötigen Vorgaben bestimmen UND auch für die strenge Überwachung dieser sorgen. Die Autoindustrie kann sich dann darum bemühen Fahrzeuge herzustellen, die diesen Vorgaben entsprechen. Bisher war das eher umgekehrt.

So...hört sich das für mich schon sinnvoller an. :)

Nur...DAS hat weniger mit dem Threadthema zu tun. HIER geht es ja um die Klage der Aktionäre gegen den Vorstand.
Das DER Informationen der Öffentlichkeit zu spät oder unzureichend mitteilte.

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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon Occham » So 16. Sep 2018, 09:31

Elser hat geschrieben:(15 Sep 2018, 09:14)

Achtung!!! Das entlarvende Wort ist hier: "plappert"

Ich hatte gerade einen genialen Gedanken. Wie wäre es damit, Mensch die "plappern" bzw. "zwitschern" mit Geld zu belohnen.

Das wäre doch eine Rechnung!!
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon odiug » So 16. Sep 2018, 09:43

Skull hat geschrieben:(16 Sep 2018, 10:21)

So...hört sich das für mich schon sinnvoller an. :)

Nur...DAS hat weniger mit dem Threadthema zu tun. HIER geht es ja um die Klage der Aktionäre gegen den Vorstand.
Das DER Informationen der Öffentlichkeit zu spät oder unzureichend mitteilte.

mfg

Das ist schon richtig ... nur geht es halt um ein bisschen mehr, als um die Geldbeutel von Kleinaktionären, wenn VW ins Gerede kommt.
Kennst du die Kodak Geschichte :?
Das bahnt sich gerade bei der deutschen Autoindustrie an ... wenn die nicht schnellstens aufwachen.
Ich mein, es ist doch schon erstaunlich, dass die Post ihren eigenen Lieferwagen entwickeln und bauen muss, weil die Autoindustrie darauf keinen Bock hat :eek:
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon Skull » So 16. Sep 2018, 09:45

odiug hat geschrieben:(16 Sep 2018, 10:43)

Das ist schon richtig ... nur geht es halt um ein bisschen mehr,
als um die Geldbeutel von Kleinaktionären, wenn VW ins Gerede kommt.

In diesem Thread aber nicht. ;)

Dafür gibt es andere Stränge im Forum 1...aber auch im Forum 4.

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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon H2O » So 16. Sep 2018, 09:59

Elser hat geschrieben:(16 Sep 2018, 10:06)

So schliesst sich der Kreis. Das Auto wird nicht verkauft, weil es zu teuer ist. Es ist so teuer, weil nicht viele davon verkauft werden. Lass' Dich nicht verarschen. Du sollst ein solches Auto nicht kaufen !!! Es sind Alibi-Konstruktionen. Wenn man bei der Inmarktstellung eines neuen Golfs genau solche Voraussetzeungen annehmen würde, wäre dieser auch 10 X so teuer und würde dann auch entsprechend wenig gekauft. SO läuft das !

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Sie sollten sich dann doch erst einmal einlesen in das Projekt e.Go, bevor Sie so entschieden Stellung beziehen. Eine Jahresproduktion des neu gegründeten Unternehmens ist schon verkauft, mit der Caritas als Hauptkunden, der damit wohl sein Pflegepersonal ausstattet. Eine andere Zielgruppe dürften kleine Bringdienste sein, etwa von Pizzabäckereien, Apotheken... und Zweitwagen sicher auch.

Das Projekt liegt auch im geplanten Zeitrahmen; ausgewählten Kunden werden die ersten Fahrzeuge ausgeliefert... vermutlich doch ein Reifetest für die große Serie.

Und nun erhöht e.Go die Schlagzahl... wenn ich mich richtig erinnere auf 8.000 Fahrzeuge monatlich in 2019. Mein uralter VW Lupo 3L hat es in 5 Produktionsjahren insgesamt auf 60.000 Stück gebracht... für VW nur ein lästiges Produkt. Da sind 100.000 Fahrzeuge jährlich für einen Neuling am Markt schon ein kräftiger Happen.

Ist aber auch Wurst, was wir beiden dazu meinen; die Kaufentscheidung treffen Leute, die das Fahrzeug für ihre Zwecke wirtschaftlich einsetzen können. Das sind schon überraschend viele.

Durchaus vorstellbar, daß e.Go die vorhandene Marktnische "kleiner Stadtflitzer" so schnell besetzt, daß VW & Co verdutzt erkennen müssen, daß der Zug abgefahren ist, ohne sie zu fragen.
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon Elser » So 16. Sep 2018, 10:23

jorikke hat geschrieben:(15 Sep 2018, 11:08)

Pardon, Zollagent, das war natürlich an Elser gerichtet.



Na Jorikkeken - auch SUV-Fahrer? ;) Du wirst lachen - ich gebe Dir, zum Teil, sogar recht. Ich habe 2 Autos. Einen Kleinwagen und einen Mittelklassekombi - sorry :s . Ich lebe ja auch in dieser Welt in der es eben diese Alternativen nicht, oder nicht bezahlbar gibt. Wenn es dieses Auto, von dem ich hier "fantasiert" habe gebe und ich müsste den Kleinwagen erneuern, dann würde ich diesen Wagen bestimmt kaufen. Eines Tages, wenn ich meine berufliche Tätigkeit aufgebe, werde ich den Größeren ersatzlos abschaffen. Ich werde Ihn aber vorher noch gegen einen Kompaktwagen, austauschen. Weil ich erkannt habe dass der, für meine beruflichen Tätigkeit, ausreichen würde. Ich werde ihn ganz bestimmt nicht, wie viele Oppas es Heute machen, gegen einen SUV austaschen. Und ja - ich kann ihn mir leisten. Sogar bar bezahlen, wenn er nicht zuuuuu groß ist, und muss ihn nicht, wie viele heutzutage, leasen und mir diesen Quatsch dann auch noch gutreden. ICH WILL ABER NICHT ! Weil ich erkannt habe, dass das ökolögischer Unsinn wäre !!! Schade dass Du Dir das nicht vorstellen kannst. Beweist es aber doch meine These vom Auto und dem Hype darum, über das/den sich viele Bürger in diesem Land hauptsächlich definieren. Es wirkt, auf dem ersten Blick, komisch, ist aber , im Wirklichkeit, eher tragisch. Du hast mein aufrichtiger Mitgefühl. :( Dieser SUV-Quatsch ist wie der Hang zu einem Fetish. Ein Oppa ohne SUV ist, in unserer Gesellschaft, ein Schiss. Es ist zum kotzen !

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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon Skull » So 16. Sep 2018, 10:27

Guten Morgen,

nun ist gut. Hier gibt es ein konkretes Threadthema.

Ich bitte dieses NUN zu beachten. Dazu allzu entfernte Postings werden ich ab nun...entsorgen.
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon Skull » So 16. Sep 2018, 10:55

Skull hat geschrieben:(16 Sep 2018, 11:27)

Guten Morgen,

nun ist gut. Hier gibt es ein konkretes Threadthema.

Ich bitte dieses NUN zu beachten. Dazu allzu entfernte Postings werden ich ab nun...entsorgen.

Was ist DARAN nicht zu verstehen ?

Vier Beiträge somit in die Ablage verschoben.
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon zollagent » Di 16. Okt 2018, 09:22

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei waren sehr präsent: In Rüsselsheim und Kaiserslautern. Razzia wegen des Verdachts abgasmanipulierter Fahrzeuge. Und hier ist konkret von einer kompletten Abschaltung der Abgasnachbehandlung während der Fahrt die Rede. Komme mir noch mal Einer mit "Die Fahrzeuge entsprechen doch den Vorschriften". Ich glaube nicht, daß eine solche Komplette Wegschaltung der Systeme der Abgasnachbehandlung Teil der allgemeinen Betriebserlaubnis, die erteilt wurde, ist.

Da liegen in noch mehr Kellern noch mehr Leichen! Nicht nur bei VW! Der Eisberg liegt halt zu 7/8 unter Wasser.

Habe einen fast gleichlautenden Beitrag im Strang Automobilgaunerei eingestellt, habe aber festgestellt, daß der in der Weinstube steht. Dafür erscheint mir das Thema denn doch zu ernsthaft.
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon Klopfer » Di 16. Okt 2018, 10:30

Passend dazu:
VW droht mit massiven Stellenabbau
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.4164002
Erpressung nennt man das, und genau dafür gehört der Mann belangt.
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon zollagent » Di 16. Okt 2018, 12:01

Audi zahlt Bußgeld. Wofür denn, wenn doch, wie einige hier behaupten, "alles mit den Vorschriften im Einklang" sein soll?
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 16. Okt 2018, 12:05

Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt - oder - Der VW-Konzern wird verklagt - :?:

Letzteres als Google Suchanfrage bringt zutage was jeder individuell nach 3 Seiten und 71 Beiträgen "darunter verstehen kann"

Liest man - was offensichtlich nicht jeder tut - den Eingangsbeitrag von zollagent - wird relativ klar, es geht um EINE Klage - die der Aktienbesitzer, die sich nicht "ausreichend" gewarnt sehen.

Schade, das der Thementitel nicht gleich (z.B. ! ) "VW-Aktionäre verklagen den VW-Konzern" hieß und damit die notwendige "Abgrenzung" von vornherein gegeben ist :s

Google fand (ohne Links) :

Deutsche See verklagt Volkswagen AG
VW-Abgasskandal: ADAC unterstützt Klage gegen Volkswagen ...
VW-Abgasskandal: So machen Sie Ihren Schadensersatz geltend: VW ...
Kunden haben Händler und Volkswagen verklagt: Start für zwei ...
Sammelklage wegen Dieselskandals: Wie die Logistikbranche VW ...
VW und VW-Händler können als Streitgenossen verklagt werden ...
Hohe Schäden durch Abgas-Skandal: Händler wollen VW verklagen ...
usw. usf.

Erst wenn man Tante Google so fragt : "Der VW-Konzern wird von Aktionären verklagt" - kommen die wohl gewünschten Antworten :

Volkswagen: Worum es in der Milliardenklage der Aktionäre geht
Anspruch auf Schadensersatz für Anleger der VW-Aktie | Klage gegen ...
Schadensersatz durch VW: So klagen Aktionäre ohne Kostenrisiko - n-tv
VW-Abgasskandal: Deutscher Aktionär verklagt Volkswagen ...
Tübinger Anwalt Tilp gegen VW-Konzern - SWR
VW Abgasskandal - Anspruchsanmeldung für VW Aktionäre
usw. usf.

oder dieser Link : Musterklage: Schadenersatz für Volkswagen-Aktionäre? - 20.02.17 ...
börse-online.de hat geschrieben:20.02.2017

In diesen Tagen fällt mit der Bekanntgabe des Musterklägers der Startschuss für die Schadenersatzklage von VW-Aktionären. Wie sich Anleger Kursverluste zurückholen können. Von Gastautor Roland Klaus

Drei Möglichkeiten haben VW-Aktionäre, sich an dem Verfahren zu beteiligen. Eine davon hat es in dieser Form noch nie gegeben. Doch Eile ist geboten - denn eine Verjährung droht. Mit der Auswahl des Musterklägers verfolgt das Oberlandesgericht Braunschweig vor allem ein Ziel: Im Rahmen dieses Verfahrens soll möglichst umfassend geklärt werden, unter welchen Bedingungen Anleger Anspruch auf Schadenersatz haben. Deswegen wird als Musterkläger ein Großanleger ausgewählt, der über einen längeren Zeitraum in zahlreichen Fällen VW- und Porsche-Wertpapiere gehandelt hat.

Anhand dieser Transaktionen wird das Gericht nun untersuchen, ob und wann Anlegern eine Kompensation zusteht, weil VW die Manipulationen an den Abgasanlagen zu spät an den Finanzmarkt gemeldet hat. Volkswagen-Aktionäre, die auf Schadenersatz aufgrund der erlittenen Kursverluste klagen wollen, haben beste Chancen, wenn Sie Volkswagen-Aktien nach dem 1. Juni 2014 gekauft und diese am 18. September 2015, zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens der Abgasaffäre, im Depot hatten.

Erstmals in Deutschland können private Aktionäre ihre Ansprüche auf Schadenersatz mithilfe der Interessengemeinschaft Widerruf ohne Kostenrisiko geltend machen. Das funktioniert mithilfe einer sogenannten Prozessfinanzierung. In deren Rahmen zahlt der Aktionär lediglich dann ein Erfolgshonorar in Höhe von 33 Prozent, wenn Volkswagen Schadenersatz leistet. Ist dies nicht der Fall, entstehen auch keinerlei Kosten.

Insgesamt gibt es drei verschiedene Wege, mit denen VW-Aktionäre ihr Recht auf Schadenersatz geltend machen können. Diese unterscheiden sich vor allem durch die Höhe der Kosten sowie das Kostenrisiko.

Variante 1: individuelle Klage. Jeder Anleger kann seinen Schadenersatz individuell einklagen. Diese Klagen werden mit Eröffnung des Musterverfahrens zunächst stillgelegt. Eine Klage verursacht die höchsten Kosten. Bei einem Streitwert von 10 000 Euro (das entspricht einem eingeklagten Kursverlust in dieser Höhe) beträgt das Kostenrisiko rund 2000 Euro. Allerdings bekommt man dieses Geld zurück, wenn VW zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt wird.

Variante 2: Anmeldung zum Musterverfahren. Durch die Anmeldung beteiligt sich der Anleger am Musterverfahren, ohne selbst zu klagen. Damit wird das Ergebnis des Musterverfahrens für ihn bindend. Die Kosten für eine Anmeldung sind niedriger, bei einem Streitwert von 10 000 Euro betragen sie rund 675 Euro. Dieses Geld bekommt man aber nicht zurück - auch dann nicht, wenn der Fall gewonnen wird.

Variante 3: Prozessfinanzierung. Wer ein Kostenrisiko grundsätzlich ausschließen will, für den kann die Prozessfinanzierung interessant sein, die die IG Widerruf bietet. Hier übernimmt ein Investor das komplette Kostenrisiko für die Schadenersatzklage. Erst wenn Schadenersatz von VW fließt, erhält der Prozessfinanzierer einen Anteil von 33 Prozent. Voraussetzung für die Prozessfinanzierung ist, dass mindestens 100 VW-Aktien nach dem 1. Juni 2014 gekauft wurden und mindestens bis zum offiziellen Bekanntwerden der Manipulationen am 18. September 2015 im Depot geblieben sind.
Alles was hier gefehlt hat war eine rechtzeitige "Gewinnwarnung" (ad-hog Meldung) :
Quelle hat geschrieben:
Gesetz über den Wertpapierhandel (Wertpapierhandelsgesetz - WpHG)
§ 15 Produktintervention


1) Der Bundesanstalt stehen die Befugnisse nach Artikel 42 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 unter den dort genannten Voraussetzungen, mit Ausnahme der Voraussetzungen nach Artikel 42 Absatz 3 und 4 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014, entsprechend für Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Absatz 2 des Vermögensanlagengesetzes zu. Die Bundesanstalt kann Maßnahmen nach Satz 1 und Artikel 42 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 gegenüber jedermann treffen, soweit die Verordnung nicht unmittelbar anwendbar ist.
(2) Widerspruch und Anfechtungsklage gegen Maßnahmen nach Absatz 1 und Artikel 42 der Verordnung (EU) Nr. 600/2014 haben keine aufschiebende Wirkung.
Denn so trivial das sein mag "Häufig ist eine Gewinnwarnung mit sinkenden Kursen verbunden" :eek:

Nur eine jüngeres Beispiel : 05.10.2018 17:55 "RWE-Aktien rutschen ab: Rodungsstopp im Hambacher Wald löst Gewinnwarnung aus" - "Aktie leidet" :(
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon zollagent » Di 16. Okt 2018, 12:57

Klasse. Der Strangtitel war übrigens nichts weiter als die Widergabe einer Meldung in den SWR1-Nachrichten. Wirklich schön, wie du uns zeigst, wie man eine Datenbank abfragt. Was sagst du eigentlich dazu, daß Audi z.B. ein Bußgeld akzeptiert, obwohl doch angeblich die Autos genau den gesetzlichen Bestimmungen entsprachen. Ganz so kann es denn doch wohl nicht zutreffen, oder?
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 16. Okt 2018, 14:12

Sorry zollagent ich wollte Dich nicht ärgern - nur wie Themen hier "gelegentlich aus dem Ruder laufen" das hat schon was ;)

Was die Betrügereien angeht - hatte man doch schon eine "einsichtige" wunderschöne gesetzlich - bürokratische Vorgabe - die paradiesischen Möglichkeiten bot, „unter Bedingungen, die der liebe Gott nicht schöner gestalten könnte“ wie Herr Professor Dudenhöffer kürzlich anmerkte, nein, das reicht den Heinis nicht :dead: - ich glaube in diesem Sumpf warten noch reichlich Überraschungen. Dabei tun mir die Aktionäre wohl am wenigsten leid. Die sollten auch ohne "Gewinnwarnung" gewisse Gefühle für diese Minenfelder entwickeln.

Der "Ablasshandel" - wer zahlt ist frei von Sünden - kann auch eine "außergerichtliche Einigung" - ein Vergleich sein - legale Möglichkeit Untersuchungen die "zu tief gehen könnten" noch rechtzeitig zu beenden. Nun bin ich keine Fachmann für das Steuerunwesen, glaube aber, solche Zahlungen "schmälern irgendwie" den zu versteuernden Gewinn. Damit wird das Problem von hinten durchs Knie "sozialisiert".

Wenn ich nochmal auf die Welt komme, werde ich sofort Jura studieren und alles und jeden verklagen.... :mad2:
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon H2O » Di 16. Okt 2018, 15:08

zollagent hat geschrieben:(16 Oct 2018, 13:57)

Klasse. Der Strangtitel war übrigens nichts weiter als die Widergabe einer Meldung in den SWR1-Nachrichten. Wirklich schön, wie du uns zeigst, wie man eine Datenbank abfragt. Was sagst du eigentlich dazu, daß Audi z.B. ein Bußgeld akzeptiert, obwohl doch angeblich die Autos genau den gesetzlichen Bestimmungen entsprachen. Ganz so kann es denn doch wohl nicht zutreffen, oder?


Was zeigt uns dieses Beispiel: Unsere Gefängnisse haben nicht genügend viele Zellen, aber der Finanzminister hat noch viel Platz in seinen Schatullen. Immerhin sitzt der gewesene Audi-Chef warm und trocken. Der muß wohl auch etwas ausgefressen haben.
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon Eiskalt » Di 16. Okt 2018, 15:53

Wenn man systemrelevant ist kann man sich so etwas erlauben.
Und wenn die Konsumenten so doof sind die Produkte nach so einer Enthüllung weiter zu kaufen dann haben die es auch nicht anders verdient.
Im (Online)handel gibt es zig Gesetze. Einige zu Recht, andere dienen dazu das andere die Dummheiten der. Verbraucher bezahlen. Aber hier werden die richtig durch den Kakao gezogen und freuen sich das sie sich nun bei den Gaunern ein neues Auto kaufen dürfen. Und das nennen die dann auch noch umtauschen. :p

Also wenn man gerne schön von hinten genommen werden will dann geht das bei jeder Domina aber öfter und günstiger.
Memento mori
-Römisches Sprichwort
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon jorikke » Di 16. Okt 2018, 15:56

Elser hat geschrieben:(16 Sep 2018, 11:23)

Na Jorikkeken - auch SUV-Fahrer? ;) Du wirst lachen - ich gebe Dir, zum Teil, sogar recht. Ich habe 2 Autos. Einen Kleinwagen und einen Mittelklassekombi - sorry :s . Ich lebe ja auch in dieser Welt in der es eben diese Alternativen nicht, oder nicht bezahlbar gibt. Wenn es dieses Auto, von dem ich hier "fantasiert" habe gebe und ich müsste den Kleinwagen erneuern, dann würde ich diesen Wagen bestimmt kaufen. Eines Tages, wenn ich meine berufliche Tätigkeit aufgebe, werde ich den Größeren ersatzlos abschaffen. Ich werde Ihn aber vorher noch gegen einen Kompaktwagen, austauschen. Weil ich erkannt habe dass der, für meine beruflichen Tätigkeit, ausreichen würde. Ich werde ihn ganz bestimmt nicht, wie viele Oppas es Heute machen, gegen einen SUV austaschen. Und ja - ich kann ihn mir leisten. Sogar bar bezahlen, wenn er nicht zuuuuu groß ist, und muss ihn nicht, wie viele heutzutage, leasen und mir diesen Quatsch dann auch noch gutreden. ICH WILL ABER NICHT ! Weil ich erkannt habe, dass das ökolögischer Unsinn wäre !!! Schade dass Du Dir das nicht vorstellen kannst. Beweist es aber doch meine These vom Auto und dem Hype darum, über das/den sich viele Bürger in diesem Land hauptsächlich definieren. Es wirkt, auf dem ersten Blick, komisch, ist aber , im Wirklichkeit, eher tragisch. Du hast mein aufrichtiger Mitgefühl. :( Dieser SUV-Quatsch ist wie der Hang zu einem Fetish. Ein Oppa ohne SUV ist, in unserer Gesellschaft, ein Schiss. Es ist zum kotzen !

Elser

Sehe ich ja jetzt erst.
Bin Opa, war in dieser Woche mit meinem "SUV" 800km unterwegs. Verbrauch 5,2Liter. Wegen deiner wilden Spekulationen extra für dich: Natürlich nicht für die 800km sondern im Schnitt für 100. Übrigens hat mein SUV 1000qcm Hubraum, Benziner selbstverständlich.
Hab drei Kinder und fünf Enkel. Bin für alle, in aller Bescheidenheit gesagt, so ziemlich der Größte, auch ohne SUV.
Wie du auf die Idee kommen kannst so ein krauses Zeug zusammen zu spinnen, musst du mit dir selber ausmachen. Ich hoffe nur, du willst nicht ernst genommen werden.
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon zollagent » Di 16. Okt 2018, 16:11

immernoch_ratlos hat geschrieben:(16 Oct 2018, 15:12)

Sorry zollagent ich wollte Dich nicht ärgern - nur wie Themen hier "gelegentlich aus dem Ruder laufen" das hat schon was ;)

Was die Betrügereien angeht - hatte man doch schon eine "einsichtige" wunderschöne gesetzlich - bürokratische Vorgabe - die paradiesischen Möglichkeiten bot, „unter Bedingungen, die der liebe Gott nicht schöner gestalten könnte“ wie Herr Professor Dudenhöffer kürzlich anmerkte, nein, das reicht den Heinis nicht :dead: - ich glaube in diesem Sumpf warten noch reichlich Überraschungen. Dabei tun mir die Aktionäre wohl am wenigsten leid. Die sollten auch ohne "Gewinnwarnung" gewisse Gefühle für diese Minenfelder entwickeln.

Der "Ablasshandel" - wer zahlt ist frei von Sünden - kann auch eine "außergerichtliche Einigung" - ein Vergleich sein - legale Möglichkeit Untersuchungen die "zu tief gehen könnten" noch rechtzeitig zu beenden. Nun bin ich keine Fachmann für das Steuerunwesen, glaube aber, solche Zahlungen "schmälern irgendwie" den zu versteuernden Gewinn. Damit wird das Problem von hinten durchs Knie "sozialisiert".

Wenn ich nochmal auf die Welt komme, werde ich sofort Jura studieren und alles und jeden verklagen.... :mad2:

Ich fühle mich nicht geärgert, keine Angst, der Zollagent wird schon mal Panzer genannt, die haben bekanntlich eine dicke Haut.

Was Bußgelder angeht, die gehen zwar in die Betriebsrechnung ein, schmälern aber nicht den Gewinn. Auch mit den Aktionären habe ich wenig Mitgefühl. Wenn was aus dem Betrieb rausgeht, schmälert das erstmal das Budget für das Personal.
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Re: Der VW-Konzern wird wieder mal verklagt

Beitragvon Skull » Di 16. Okt 2018, 16:17

jorikke hat geschrieben:(16 Oct 2018, 16:56)

Bin Opa, war in dieser Woche mit meinem "SUV" 800km unterwegs. Verbrauch 5,2Liter.

Kommt mir irgendwie bekannt vor. :D

Passen die Kids und das Enkelkind alle mit rein. Platz satt.
War im Sommer auf Island. Platz und Radstand war da auch hilfreich.
Und meine (mittlerweile verstorbene) Mutter fand die Einstiegshöhe äusserst hilfreich.
(Ich heute übrigens auch)

Kann und will da nicht meckern.
Mit 64 liter Fassungsvermögen bietet der Tank Reichweiten von manchmal 1000 - 1200 km.. :)

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