Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

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marius84
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Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon marius84 » Fr 17. Aug 2018, 17:18

Innerhalb der letzten Jahre habe ich viele Positionen zum Mindestlohn, aber auch anderen politischen Eingriffen in den Markt, gehört. Die FDP, aber auch andere europäische liberale Parteien, reagieren auf Fragen zu dem Mindestlohn oft nach dem selben Muster. Und zwar gehen Sie oft nicht wirklich auf den Mindestlohn ein (Ideologisch auch schwierig zu vertreten für eine liberale Partei), sondern Sie verweisen oft auf den Weg zu verhindern, dass jemand überhaupt in Gefahr gerät einen niedrigen Lohn zu beziehen. Das ist sicherlich auch sinnvoll, aber generell frage ich mich oft folgendes: Es wird immer Jobs geben, die nicht gut bezahlt werden und es wird immer Menschen geben, die nicht in der Lage sind aus dem Bildungssystem empor zu steigen. Ohne Putzkräfte wären wir in unserer Gesellschaft ziemlich aufgeschmissen, aber die Menschen werden wahrscheinlich immer vergleichsweise relativ wenig verdienen. Aber diese Jobs muss es doch auch geben. Es können schließlich nicht alle Akademiker werden.

Ähnlich verhält es sich bei der Regulation von Mietpreisen. Hier ist oft die Argumentation, dass eine Regulation nur das Symptom, aber nicht die Ursache, nämlich insgesamt zu wenige Wohnungen, ändern würde. Auch das ist natürlich grundsätzlich richtig, aber selbst wenn sofort Gelder für ausreichend neuen bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung steht, wird es Jahre dauern bis diese bezugsfertig sind. Was soll also jetzt, in diesem Augenblick, mit den Menschen passieren, die sich die Miete aufgrund explodierender Preise nicht mehr leisten können.

Ich möchte gar nicht so sehr über die Aspekte an sich inhaltlich diskutieren, sondern viel mehr die Argumentationsweise von zum Beispiel Christian Lindner verstehen. Diese Argumentationsweise ist mir zuletzt im ZDF-Sommerinterview mit Christian Lindner aufgefallen und seltsamerweise stellt auch nie ein Journalist eine Rückfrage, wenn Herr Lindner auf Bildung, Bildung, Bildung verweist.
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Skull » Fr 17. Aug 2018, 17:22

Das ist recht einfach.

In der Opposition oder in der Profilierung/Abgrenzung zu anderen, vertritt man i.d.R. recht klare Positionen.

Im Tagesgeschäft, in Koalitionen und in der realen Politik ... kann man diese SELTENST aufrechterhalten.

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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Polibu » Fr 17. Aug 2018, 17:32

Die FDPlr sind keine Sozialisten wie die SPD. Die FDP verschenkt nichts an Faulenzer, Ungebildete und Asoziale. Das ist sicherlich hart ausgedrückt, aber ganz genau das ist die Position der FDP. Man sollte sich nicht von dem Wort liberal blenden lassen. Liberal sind sie der Wirtschaft gegenüber. Sie haben auch liberale Einstellungen gegenüber den verschiedenen Lebensentwürfen. Aber sie wenden dennoch knallhart das Leistungsprinzip an. Deshalb sind sie ja relativ unbeliebt. Früher noch mehr als heute. Sie galt als Partei der Reichen. Was natürlich Quatsch ist. Aber für die oben genannten Gruppen haben sie jetzt auch nicht gerade viel übrig. Die FDP setzt auf Bildung und Leistung. Und natürlich auf die freie Marktwirtschaft. Verkehrt ist das nicht.

Meines Erachtens besser als die Symptome zu behandeln wie die SPD es gerne tut.
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Quatschki » Fr 17. Aug 2018, 19:38

Polibu hat geschrieben:(17 Aug 2018, 18:32)

Die FDPlr sind keine Sozialisten wie die SPD. Die FDP verschenkt nichts an Faulenzer, Ungebildete und Asoziale. Das ist sicherlich hart ausgedrückt, aber ganz genau das ist die Position der FDP. Man sollte sich nicht von dem Wort liberal blenden lassen. Liberal sind sie der Wirtschaft gegenüber. Sie haben auch liberale Einstellungen gegenüber den verschiedenen Lebensentwürfen. Aber sie wenden dennoch knallhart das Leistungsprinzip an. Deshalb sind sie ja relativ unbeliebt. Früher noch mehr als heute. Sie galt als Partei der Reichen. Was natürlich Quatsch ist. Aber für die oben genannten Gruppen haben sie jetzt auch nicht gerade viel übrig. Die FDP setzt auf Bildung und Leistung. Und natürlich auf die freie Marktwirtschaft. Verkehrt ist das nicht.

2009-2013 hat man dann in der Praxis erlebt, dass sie außer der Mehrwertsteuersenkung auf Hotelübernachtungen kein einziges Wahlversprechen umsetzen konnte oder wollte.
Also sind die markigen Sprüche, mit denen Parteien in der Opposition polarisieren, ohnehin nichts wert.
Und die Sachen, die wirklich tiefgreifende Veränderungen bewirken, wie Bankenliberalisierung oder Agenda 2010 unter Schröder oder eben Merkels berüchtigte Kurswechsel - die werden nicht vor der Wahl thematisiert und somit auch nicht dem Souverän zur Entscheidung vorgelegt.
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Polibu » Fr 17. Aug 2018, 20:06

Quatschki hat geschrieben:(17 Aug 2018, 20:38)

2009-2013 hat man dann in der Praxis erlebt, dass sie außer der Mehrwertsteuersenkung auf Hotelübernachtungen kein einziges Wahlversprechen umsetzen konnte oder wollte.
Also sind die markigen Sprüche, mit denen Parteien in der Opposition polarisieren, ohnehin nichts wert.
Und die Sachen, die wirklich tiefgreifende Veränderungen bewirken, wie Bankenliberalisierung oder Agenda 2010 unter Schröder oder eben Merkels berüchtigte Kurswechsel - die werden nicht vor der Wahl thematisiert und somit auch nicht dem Souverän zur Entscheidung vorgelegt.



Im Wahlkampf bezüglich der Bundestagswahl 2017 hat die FDP die verfehlte Flüchtlingdpolitik angesprochen. Und ihre Positionen waren meiner Meinung auch völlig richtig. Das von der FDP angestrebte Einwanderungsgesetz und die Forderung, dass das Asylgesetz wieder konsequent angewendet wird, entspricht genau meiner Meinung. Aber mir war klar, dass die FDP wieder umfallen wird. Deshalb habe ich sie nicht gewählt. Ich gebe aber zu kurzzeitig geschwankt zu haben.
Zuletzt geändert von Polibu am Fr 17. Aug 2018, 20:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Skull » Fr 17. Aug 2018, 20:30

Quatschki hat geschrieben:(17 Aug 2018, 20:38)

Also sind die markigen Sprüche, mit denen Parteien in der Opposition polarisieren, ohnehin nichts wert.

Dann hoffe ich, das Du das auch für die AfD so stehen lässt. :)

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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Skull » Fr 17. Aug 2018, 20:33

Polibu hat geschrieben:(17 Aug 2018, 21:06)

Im Wahlkampf bezüglich der Bundestagswahl 2017 hat die FDP die verfehlte Flüchtlingdpolitik angesprochen. Und ihre Positionen waren meiner Meinung auch völlig richtig. Das von der FDP angestrebte Einwanderungsgesetz und die Forderung, dass das Asylgesetz wieder konsequent angewendet wird, entspricht genau meiner Meinung. Aber mir war klar, dass die FDP wieder umfallen wird. Deshalb habe ich sie nicht gewählt. Ich gebe aber zu kurzzeitig geschwankt zu haben.

Und was hat DAS nun mit den anderen Postings und dem Threadthema zu tun ?
Hier ist das WiFo und nicht das Innenpolitikforum.

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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Polibu » Fr 17. Aug 2018, 20:37

Skull hat geschrieben:(17 Aug 2018, 21:33)

Und was hat DAS nun mit den anderen Postings und dem Threadthema zu tun ?
Hier ist das WiFo und nicht das Innenpolitikforum.

mfg


Ich habe auf Quatschkis Post geantwortet.
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Skull » Fr 17. Aug 2018, 20:41

Polibu hat geschrieben:(17 Aug 2018, 21:37)

Ich habe auf Quatschkis Post geantwortet.

Guten Abend,

ich bitte aber beim Thema zu bleiben.

Hier geht es wirtschaftspolitische Dinge.
Markteingriffe oder deren fehlender.
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Polibu » Fr 17. Aug 2018, 20:42

Skull hat geschrieben:(17 Aug 2018, 21:41)

Guten Abend,

ich bitte aber beim Thema zu bleiben.

Hier geht es wirtschaftspolitische Dinge.
Markteingriffe oder deren fehlender.



Okay. Tut mir leid. Habe da ehrlich gesagt nicht drauf geachtet. Muss ich mir mal angewöhnen.
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon zollagent » Sa 18. Aug 2018, 06:57

Quatschki hat geschrieben:(17 Aug 2018, 20:38)

2009-2013 hat man dann in der Praxis erlebt, dass sie außer der Mehrwertsteuersenkung auf Hotelübernachtungen kein einziges Wahlversprechen umsetzen konnte oder wollte.
Also sind die markigen Sprüche, mit denen Parteien in der Opposition polarisieren, ohnehin nichts wert.
Und die Sachen, die wirklich tiefgreifende Veränderungen bewirken, wie Bankenliberalisierung oder Agenda 2010 unter Schröder oder eben Merkels berüchtigte Kurswechsel - die werden nicht vor der Wahl thematisiert und somit auch nicht dem Souverän zur Entscheidung vorgelegt.

Letzteres ist Quatsch. Was anderes als eine Entscheidung des Souveräns ist es denn, wenn Wahlen durchgeführt werden?
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 18. Aug 2018, 10:53

Hallo marius.
marius84 hat geschrieben:Ich möchte gar nicht so sehr über die Aspekte an sich inhaltlich diskutieren, sondern viel mehr die Argumentationsweise von zum Beispiel Christian Lindner verstehen. Diese Argumentationsweise ist mir zuletzt im ZDF-Sommerinterview mit Christian Lindner aufgefallen und seltsamerweise stellt auch nie ein Journalist eine Rückfrage, wenn Herr Lindner auf Bildung, Bildung, Bildung verweist.
Das Letzte zuerst:
    Welcher Art der Nachfrage sollte dies sein?
Es ist doch richtig, Bildung ist der Grundstock für (wirtschaftlichen) Erfolg.

Aber zum Thema!

Vermutlich wird innerhalb einiger Themen auch deshalb recht vage argumentiert - mit wenigerTiefenschärfe, weil es nicht unbedingt in einen (einzigen) Kompetenzbereich fällt!?! Im Bereich Bildung etwa sind in der Hauptsache die Länder zuständig - selten kann der Bund dort mitreden. Gleiches gilt inetwa auch, wenn es um Wohnungsbau geht. Im Bereich Mindestlohn spielt einerseits die Wirtschaft ... sprich: die Unternehmen eine Rolle, aber auch der Verbraucher ist gefragt.

Zumal ist es in einer Demokratie Aufgabe einer Opposition, die Regierung zu kritisieren - sie also quasi vor sich her zu treiben, in der Hoffnung, daß dadurch einiges besser wird ... daß der Regierung also (noch) etwas Besseres einfällt, als es bisher der Fall war. Es ist nicht Aufgabe einer Opposition auch Lösungen herbeizuführen - also: die Aufgabe der Regierung zu übernehmen.

Diese ist in mehreren Bereiche zu erkennen. Im Streit Seehofer/Merkel war es zu beobachten - Seehofer hat nun selber feststellen dürfen, daß es gar nicht so einfach ist, adäquate und innovative Abkommen mit verschiedenen Länder auszuhandeln. Seehofer war immer noch im Bayern-Modus.

Aber auch in der jetzigen Debatte um ein Einwanderungsgesetz ... bzw.: dessen Gesetzentwurf der beteiligten Ministerien. Wenn die FDP-Generalsekretärin Nicola Beer kritisiert, daß damit klar zwischen Asylbewerbern, Flüchtlingen mit befristetem Schutz und wirtschaftlicher Migration sortiert werde und feststellt:
    "Und mir fehlt auch ein klares Punktesystem, das dann die wirtschaftliche Migration eben auch nach fairen, transparenten Regeln gestaltet, so daß sich jeder darauf einstellen kann, welche Qualifikation ihn wie nah an ein entsprechendes Aufenthaltsrecht in Deutschland bringt". ...
... warum hat die FDP nicht zu ihrer Regierungsbeteiligungszeit ein derartiges Gesetz auf den Weg gebracht?

Daran kannst Du auch erkennen, daß ein Fordern aus der Opposition heraus wesntlich einfacher ist, aber auch immer recht unkonkret bleibt ... bleiben muß.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Maltrino » Sa 18. Aug 2018, 18:56

marius84 hat geschrieben:(17 Aug 2018, 18:18)
... Und zwar gehen Sie oft nicht wirklich auf den Mindestlohn ein (Ideologisch auch schwierig zu vertreten für eine liberale Partei), sondern Sie verweisen oft auf den Weg zu verhindern, dass jemand überhaupt in Gefahr gerät einen niedrigen Lohn zu beziehen. Das ist sicherlich auch sinnvoll, aber generell frage ich mich oft folgendes: Es wird immer Jobs geben, die nicht gut bezahlt werden und es wird immer Menschen geben, die nicht in der Lage sind aus dem Bildungssystem empor zu steigen. Ohne Putzkräfte wären wir in unserer Gesellschaft ziemlich aufgeschmissen, aber die Menschen werden wahrscheinlich immer vergleichsweise relativ wenig verdienen. Aber diese Jobs muss es doch auch geben. Es können schließlich nicht alle Akademiker werden....


Gut, dass du nicht über den Mindestlohn diskutieren willst, habe ich auch keine Lust zu, sondern nur über die Argumentationslogik:

Ob du die Argumentation der FDP richtig wiedergegeben hast weiß ich gar nicht, ich dachte die sind dafür, dass es auch Leute geben muss die wenig verdienen? Aber ist ja auch egal. Diese Logik sieht man nicht nur bei der FDP sondern auch bei anderen Parteien oder ähm Meinungsträgern, auch bei vielen anderen Themen. Auch hier im Forum gibt es ein Paradebeispiel dafür. Bei der Diskussion um Hartz4 oder BGE gibt es viele die verneinen, dass es Leute geben "muss", die wenig verdienen, sondern sie verweisen darauf, dass es so sein sollte, dass Leute entweder Null Euro verdienen und damit Sozialhilfe kriegen müssen, oder gleich Vollzeit mindestens 2000 Euro und damit gleich vollständig aus dem Bezug fallen. Dass es aber meiner Meinung nach immer so sein wird, dass es unendlich viele Einkommensstufen geben wird, dass es also, wenn es Leute gibt die Null verdienen, und welche die 10.000 Euro im Monat, dass es dann auch welche geben wird die 100 Euro verdienen, oder 400, oder 900, oder 1500 usw. Dies wird aber in der Diskussion von vielen verneint. Besonders von SPD nahen Politikern.

Was ich von dieser Argumentationsweise, dieser Logik halte kann ich dir sagen: Schwachsinn ist das. Das wäre so als wenn ein Schuster sagen würde "Ich stelle nur Schuhe in Schuhgröße 43 und in Kindergröße her. Und wenn jemand Schuhgröße 42 hat, dann muss dafür gesorgt werden, dass er noch ein bischen wächst."

Es ist auch nicht so, dass nur Putzfrauen wenig verdienen. Es kann auch sein, dass jemand freiwillig eine Zeit lang nur sehr wenige Stunden arbeitet.

Die Ursache, warum viele Leute, nicht nur die FDP, trotzdem eine solche Logik haben, kann ich dir nicht vollständig sagen. Ich vermute inzwischen aber stark: Es hat wohl was mit mangelnder Intelligenz zu tun. Wenn man von einer Reihe von Null bis unendlich hoch ausgeht, also einer Reihe mit unendlich vielen Zwischenstufen, dann kann man dies nur abstrakt verarbeiten. Es ist für viele Menschen aber einfach sich folgendes vorzustellen: Ein Mensch hat keine Arbeit und verdient Null. Ein anderer Mensch hat Arbeit und verdient. Dann muss man sich nur zwei Sachen vorstellen. Und die Logik von solchen Leuten ist dann, wenn es Leute gibt die arbeiten und zu wenig Geld haben, dann muss die Arbeit besser bezahlt werden. Das ist natürlich schwachsinn, aber es ist für diese Leute leichte zu begreifen. Aber was diese Leute (Wahrscheinlich durchaus die Mehrheit in diesem Land) übersehen sind zum Beispiel Sachen wie folgende: Wenn jemand in einem Monat nur eine Minute arbeitet, und in dieser einen Minute 800 Euro verdient, weil er vielleicht mit Sachen handelt die sehr wertvoll sind, dann macht es keinen Sinn zu sagen, wir müssen den Mindestlohn für diesen Menschen erhöhen. Er verdient ja schon in einer Minute 800 Euro. Und wenn man sagt "Dann muss dieser Mensch halt 2 Minuten im Monat arbeiten, damit er 1600 Euro hat" dann übersieht man vielleicht, dass es in dieser Branche einfach nicht so viele Kunden gibt...

Nochmal: Ich glaube du versuchst etwas zu verstehen was es nicht zu verstehen gibt. Diese Logik die du meinst muss nicht erforscht werden, sie ist einfach dumm. Unlogisch. Es ist einfach so, dass es Menschen gibt die Blödsinn erzählen. Und es kommt vor, dass diese Leute trotzdem in mächtigen Positionen sind.

Es kann natürlich sein, dass sie so argumentieren weil ihre Zielgruppe einfach nicht in diesem Niedriglohnsektor arbeitet...
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 18. Aug 2018, 19:04

Maltrino hat geschrieben:(18 Aug 2018, 19:56)

Gut, dass du nicht über den Mindestlohn diskutieren willst, habe ich auch keine Lust zu, sondern nur über die Argumentationslogik:

Ob du die Argumentation der FDP richtig wiedergegeben hast weiß ich gar nicht, ich dachte die sind dafür, dass es auch Leute geben muss die wenig verdienen? Aber ist ja auch egal. Diese Logik sieht man nicht nur bei der FDP sondern auch bei anderen Parteien oder ähm Meinungsträgern, auch bei vielen anderen Themen. Auch hier im Forum gibt es ein Paradebeispiel dafür. Bei der Diskussion um Hartz4 oder BGE gibt es viele die verneinen, dass es Leute geben "muss", die wenig verdienen, sondern sie verweisen darauf, dass es so sein sollte, dass Leute entweder Null Euro verdienen und damit Sozialhilfe kriegen müssen, oder gleich Vollzeit mindestens 2000 Euro und damit gleich vollständig aus dem Bezug fallen. Dass es aber meiner Meinung nach immer so sein wird, dass es unendlich viele Einkommensstufen geben wird, dass es also, wenn es Leute gibt die Null verdienen, und welche die 10.000 Euro im Monat, dass es dann auch welche geben wird die 100 Euro verdienen, oder 400, oder 900, oder 1500 usw. Dies wird aber in der Diskussion von vielen verneint. Besonders von SPD nahen Politikern.

Was ich von dieser Argumentationsweise, dieser Logik halte kann ich dir sagen: Schwachsinn ist das. Das wäre so als wenn ein Schuster sagen würde "Ich stelle nur Schuhe in Schuhgröße 43 und in Kindergröße her. Und wenn jemand Schuhgröße 42 hat, dann muss dafür gesorgt werden, dass er noch ein bischen wächst."

Es ist auch nicht so, dass nur Putzfrauen wenig verdienen. Es kann auch sein, dass jemand freiwillig eine Zeit lang nur sehr wenige Stunden arbeitet.

Die Ursache, warum viele Leute, nicht nur die FDP, trotzdem eine solche Logik haben, kann ich dir nicht vollständig sagen. Ich vermute inzwischen aber stark: Es hat wohl was mit mangelnder Intelligenz zu tun. Wenn man von einer Reihe von Null bis unendlich hoch ausgeht, also einer Reihe mit unendlich vielen Zwischenstufen, dann kann man dies nur abstrakt verarbeiten. Es ist für viele Menschen aber einfach sich folgendes vorzustellen: Ein Mensch hat keine Arbeit und verdient Null. Ein anderer Mensch hat Arbeit und verdient. Dann muss man sich nur zwei Sachen vorstellen. Und die Logik von solchen Leuten ist dann, wenn es Leute gibt die arbeiten und zu wenig Geld haben, dann muss die Arbeit besser bezahlt werden. Das ist natürlich schwachsinn, aber es ist für diese Leute leichte zu begreifen. Aber was diese Leute (Wahrscheinlich durchaus die Mehrheit in diesem Land) übersehen sind zum Beispiel Sachen wie folgende: Wenn jemand in einem Monat nur eine Minute arbeitet, und in dieser einen Minute 800 Euro verdient, weil er vielleicht mit Sachen handelt die sehr wertvoll sind, dann macht es keinen Sinn zu sagen, wir müssen den Mindestlohn für diesen Menschen erhöhen. Er verdient ja schon in einer Minute 800 Euro. Und wenn man sagt "Dann muss dieser Mensch halt 2 Minuten im Monat arbeiten, damit er 1600 Euro hat" dann übersieht man vielleicht, dass es in dieser Branche einfach nicht so viele Kunden gibt...

Nochmal: Ich glaube du versuchst etwas zu verstehen was es nicht zu verstehen gibt. Diese Logik die du meinst muss nicht erforscht werden, sie ist einfach dumm. Unlogisch. Es ist einfach so, dass es Menschen gibt die Blödsinn erzählen. Und es kommt vor, dass diese Leute trotzdem in mächtigen Positionen sind.

Es kann natürlich sein, dass sie so argumentieren weil ihre Zielgruppe einfach nicht in diesem Niedriglohnsektor arbeitet...
Was haben wir doch für ein Glück, daß wir Dich haben, der das versteht, was er so zusammen schreibt!
    ... den wir nur zu fragen brauchen.
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Boraiel » Sa 18. Aug 2018, 19:28

marius84 hat geschrieben:(17 Aug 2018, 18:18)

Innerhalb der letzten Jahre habe ich viele Positionen zum Mindestlohn, aber auch anderen politischen Eingriffen in den Markt, gehört. Die FDP, aber auch andere europäische liberale Parteien, reagieren auf Fragen zu dem Mindestlohn oft nach dem selben Muster. Und zwar gehen Sie oft nicht wirklich auf den Mindestlohn ein (Ideologisch auch schwierig zu vertreten für eine liberale Partei), sondern Sie verweisen oft auf den Weg zu verhindern, dass jemand überhaupt in Gefahr gerät einen niedrigen Lohn zu beziehen. Das ist sicherlich auch sinnvoll, aber generell frage ich mich oft folgendes: Es wird immer Jobs geben, die nicht gut bezahlt werden und es wird immer Menschen geben, die nicht in der Lage sind aus dem Bildungssystem empor zu steigen. Ohne Putzkräfte wären wir in unserer Gesellschaft ziemlich aufgeschmissen, aber die Menschen werden wahrscheinlich immer vergleichsweise relativ wenig verdienen. Aber diese Jobs muss es doch auch geben. Es können schließlich nicht alle Akademiker werden.

Ähnlich verhält es sich bei der Regulation von Mietpreisen. Hier ist oft die Argumentation, dass eine Regulation nur das Symptom, aber nicht die Ursache, nämlich insgesamt zu wenige Wohnungen, ändern würde. Auch das ist natürlich grundsätzlich richtig, aber selbst wenn sofort Gelder für ausreichend neuen bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung steht, wird es Jahre dauern bis diese bezugsfertig sind. Was soll also jetzt, in diesem Augenblick, mit den Menschen passieren, die sich die Miete aufgrund explodierender Preise nicht mehr leisten können.

Ich möchte gar nicht so sehr über die Aspekte an sich inhaltlich diskutieren, sondern viel mehr die Argumentationsweise von zum Beispiel Christian Lindner verstehen. Diese Argumentationsweise ist mir zuletzt im ZDF-Sommerinterview mit Christian Lindner aufgefallen und seltsamerweise stellt auch nie ein Journalist eine Rückfrage, wenn Herr Lindner auf Bildung, Bildung, Bildung verweist.

Ich glaube, die meisten Liberalen sind gar nicht gegen einen (niedrigen) Mindestlohn. Geringverdiener wird es in der Tat immer geben. Und ein wirkliches Minimum, wo allerdings auch 98% der Arbeitnehmer drüber liegen sollten, finde ich auch schon sinnvoll.
Zu den Leuten, die sich die Mieten nicht mehr leisten können:
1. Mehr verdienen
2. Zu Freunden oder Bekannten ziehen
3. Mehr Häuser bauen
Solange 3. nicht existieren, kann man nichts außer 1. und 2. machen, außer in einer Notunterkunft oder so schlafen.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 18. Aug 2018, 19:32

Boraiel hat geschrieben:(18 Aug 2018, 20:28)

Ich glaube, die meisten Liberalen sind gar nicht gegen einen (niedrigen) Mindestlohn. Geringverdiener wird es in der Tat immer geben. Und ein wirkliches Minimum, wo allerdings auch 98% der Arbeitnehmer drüber liegen sollten, finde ich auch schon sinnvoll.
Zu den Leuten, die sich die Mieten nicht mehr leisten können:
1. Mehr verdienen
2. Zu Freunden oder Bekannten ziehen
3. Mehr Häuser bauen
Solange 3. nicht existieren, kann man nichts außer 1. und 2. machen, außer in einer Notunterkunft oder so schlafen.
Zynismus aus!
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Boraiel » Sa 18. Aug 2018, 20:02

Der Neandertaler hat geschrieben:(18 Aug 2018, 20:32)

Zynismus aus!

Das war kein Zynismus. Staatliche Mietpreisbremsen verbessern die Lage jedenfalls kein Stück, im Gegenteil sie verschlechtern sie.
Libertas veritasque.
Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Julian » Sa 18. Aug 2018, 20:26

marius84 hat geschrieben:(17 Aug 2018, 18:18)
Ich möchte gar nicht so sehr über die Aspekte an sich inhaltlich diskutieren, sondern viel mehr die Argumentationsweise von zum Beispiel Christian Lindner verstehen. Diese Argumentationsweise ist mir zuletzt im ZDF-Sommerinterview mit Christian Lindner aufgefallen und seltsamerweise stellt auch nie ein Journalist eine Rückfrage, wenn Herr Lindner auf Bildung, Bildung, Bildung verweist.


Hier ist das diesjährige ZDF-Sommerinterview mit Christian Lindner:


Von Mindestlohn war dort, wenn ich mich recht erinnere, nur in Form eines EU-Mindestlohnes (offenbar ein Vorschlag Macrons) die Rede, wozu sich Lindner aber nicht äußerte. Es ging aber um einige weitere Themen der Regulierung des Arbeitsmarktes, etwa Zeitarbeit, befristete Arbeitsverträge, Umgang mit Uber und Airbnb etc. Der Journalist vertrat dabei eine weit links stehende, eigentlich sozialistisch zu nennende Position und wollte die ganze Zeit Herrn Lindner als bösen Marktradikalen darstellen, der Populisten und Nationalisten in die Hände spiele.

Ein Interview, bei dem einem die Augen aufgehen, wie weit links der Staatsfunk inzwischen steht, wie staatsgläubig er ist, und wie sehr er meint, im Besitz der Deutungshoheit zu sein. Meiner Meinung nach war Lindner hier deutlich zu defensiv, was aber taktisch erklärbar ist, weil linke Ideen in Deutschland inzwischen als mittig empfunden werden und Angriffe auf sie unangenehme Folgen haben können.

Unabhängig von diesem Interview besteht eine der gängigen Argumentationen gegen den Mindestlohn, die mir geläufig ist, darin, dass der Mindestlohn entweder zu niedrig sei (und damit keine Auswirkungen auf das tatsächliche, höher liegende Lohnniveau habe), oder aber zu hoch (und dann nicht etwa vor allem für höhere Löhne sorge, sondern in erster Linie für mehr Arbeitslosigkeit).

Die Einführung des Mindestlohnes hat in Deutschland bisher aber keine großen Auswirkungen gehabt, so weit ich das überblicke. Es könnte aber noch interessant werden, wenn es erst einmal zu einem Abschwung kommt.
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Projekt Julian II: 14 Aug 2018 -
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 18. Aug 2018, 20:38

Maltrino hat geschrieben:Ich habe nirgendwo gesagt, dass nur ich intelligent bin und alle anderen dumm. Genauso wird es aber offenbar verstanden.
Richtig! ... genauso kam es auch rüber. Es hat aber auch nichts mit mangelnder oder verkehrter "Diskussionskultur und politische Argumentationsmuster" zu tun, sondern es ergibt sicht einzig und allein aus dem was und wie Du es schreibst ... wie Du Dich ausdrückst.

Ich bin vollkommen bei Dir, wenn es darum geht, daß es Leute geben muß, die unter Wert arbeiten, damit es uns anderen besser geht - egal wo die Armut herrscht. Damit wir uns bei C&A ein T-Shirt für etwa 5€ kaufen können, muß es irgendwo auf der Welt jemanden geben, der dies unter prekären Verhältnissen herstellt. Ebenso verhält es sich, wenn es hierzulande um Konkurenz und Preisen geht. Damit wir (fast jeder) uns einen Billigflug leisten können, muß jemand unter Wert arbeiten - Service muß bezahlt werden ... aber bitte möglichst billig. Busfahrten ... Brief- oder Postzustellung ... etc. ... alles Serviceleistungen, die nur billiger werden können, weil irgendjemand prekär arbeitet .... zu prekären Löhnen.

Aber ich glaube, genau darüber wollte marius nicht diskutieren. Nicht über das WIE?, sondern über das WARUM? ... warum wird so argumentiert und nicht anders?
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Re: Logik liberaler Positionen bzgl. des Mindestlohns

Beitragvon Der Neandertaler » Sa 18. Aug 2018, 20:48

Hallo Boraiel.
Boraiel hat geschrieben:Das war kein Zynismus. Staatliche Mietpreisbremsen verbessern die Lage jedenfalls kein Stück, im Gegenteil sie verschlechtern sie.
Es ging auch in erster Linie nicht darum, was Du geschrieben hast, sondern primär um das Wie! Der Zynismusvorwurf bezieht sich lediglich auf Deine "Vorschläge". Bei dem Nichfunktionieren der Mietpreisbremse bin ich Deiner Meinung - nicht aber bei dem was Du geschrieben hast.
    ... und wie Du versucht hast, das zu begründen.
      ... wobei noch nicht ersichtlich war, was Du meinst.
"Ich teile Ihre Meinung nicht, ich werde aber bis zu meinem letzten Atemzug kämpfen, daß Sie Ihre Meinung frei äußern können." (Voltaire)

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