Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 19. Sep 2018, 15:01

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2018, 15:40)

Die aktuellen / zukünftigen Käufer von VW etc. sind inwiefern "Betroffene eines Betruges"?

Wir reden über einen Attraktivitätsverlust als Arbeitgeber. Und wenn jemandem mal so ein Betrugsdreck am Rock klebt, mag das schon ausschlaggebend sein, ob ein Ingenieur nach seinem Abschluß eine Stelle bei einem Automobilhersteller oder vielleicht bei einer Firma einer anderen Branche annimmt.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Eiskalt » Mi 19. Sep 2018, 15:29

So ist es, als Ingenieur kann man zum Beispiel für die Nasa arbeiten und Raumschiffe für den Mars konstruieren.
Oder man kann Interkontinentalraketen und Bomben für den Iran bauen.
Vermutlich zahlen diese auch mehr, jedoch könnte ein schnelleres Ableben im Fall eines Jobs bei den Mullahs die Attraktivität senken.

Und womöglich entwickelt ein Ingenieur dann auch lieber für bislang unverfängliche Firmen auch wenn das Salär bei einem kriminellen Unternehmen ggf lukrativer ist!
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 19. Sep 2018, 15:37

Eiskalt hat geschrieben:(19 Sep 2018, 16:29)

So ist es, als Ingenieur kann man zum Beispiel für die Nasa arbeiten und Raumschiffe für den Mars konstruieren.
Oder man kann Interkontinentalraketen und Bomben für den Iran bauen.
Vermutlich zahlen diese auch mehr, jedoch könnte ein schnelleres Ableben im Fall eines Jobs bei den Mullahs die Attraktivität senken.

Und womöglich entwickelt ein Ingenieur dann auch lieber für bislang unverfängliche Firmen auch wenn das Salär bei einem kriminellen Unternehmen ggf lukrativer ist!

Ich hatte eher Harmloseres im Sinn, z.B. im Maschinen- und Anlagenbau, wo die Berufsaussichten auch gut sind. ;)
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Realist2014 » Mi 19. Sep 2018, 15:42

zollagent hat geschrieben:(19 Sep 2018, 16:01)

Wir reden über einen Attraktivitätsverlust als Arbeitgeber. Und wenn jemandem mal so ein Betrugsdreck am Rock klebt, mag das schon ausschlaggebend sein, ob ein Ingenieur nach seinem Abschluß eine Stelle bei einem Automobilhersteller oder vielleicht bei einer Firma einer anderen Branche annimmt.


Hat denn irgendein deutscher Autohersteller auch nur im Ansatz ein derartiges "Problem" erwähnt?

Diese "Umfrage" hat für mich keine Fakten-Relevanz
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Realist2014 » Mi 19. Sep 2018, 15:44

zollagent hat geschrieben:(19 Sep 2018, 16:37)

Ich hatte eher Harmloseres im Sinn, z.B. im Maschinen- und Anlagenbau, wo die Berufsaussichten auch gut sind. ;)



auch die Bezahlung?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 19. Sep 2018, 16:34

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2018, 16:44)

auch die Bezahlung?

Durchaus. Auch diese Branche ist eine der Vorzeigebranchen der Exportwirtschaft Deutschlands.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 19. Sep 2018, 16:34

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2018, 16:42)

Hat denn irgendein deutscher Autohersteller auch nur im Ansatz ein derartiges "Problem" erwähnt?

Diese "Umfrage" hat für mich keine Fakten-Relevanz

Und warum nimmst du dann an der Diskussion darüber teil? :D
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Realist2014 » Mi 19. Sep 2018, 16:59

zollagent hat geschrieben:(19 Sep 2018, 17:34)

Und warum nimmst du dann an der Diskussion darüber teil? :D


na- um DEINE Meinung zu lesen und mit DIR zu diskutieren... :)

mit den Erstellern der Studie kann ich ja nicht diskutieren... :|
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 19. Sep 2018, 17:01

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2018, 17:59)

na- um DEINE Meinung zu lesen und mit DIR zu diskutieren... :)

mit den Erstellern der Studie kann ich ja nicht diskutieren... :|

Auf Spiegel.de kann man auch diskutieren. Vielleicht sogar mit den Verfassern. http://www.spiegel.de/karriere/studie-a ... 19919.html
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Realist2014 » Mi 19. Sep 2018, 17:21

zollagent hat geschrieben:(19 Sep 2018, 18:01)

Auf Spiegel.de kann man auch diskutieren. Vielleicht sogar mit den Verfassern. http://www.spiegel.de/karriere/studie-a ... 19919.html



aus der Studie:

"Stattdessen setzen Deutschlands Studenten laut Umfrage bei der Berufswahl stärker auf Sicherheit und einen Job beim Staat. Mehr als 40 Prozent halten mittlerweile einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst für attraktiv. In der vorangegangenen Befragung vor zwei Jahren waren es noch 32 Prozent. Kultureinrichtungen (22 Prozent) und die Wissenschaft (20 Prozent) folgen inzwischen auf den Plätzen zwei und drei."

dieses "setzen" wird sich bei Transparenz der Gehaltsunterschiede möglicherweise verändern...

" Die Mehrheit unter den Wirtschaftswissenschaftlern hingegen wünscht sich einen Job in einem Beratungsunternehmen oder bei Wirtschaftsprüfern. "

tja, DA werden aber nur die Besten genommen... ( bei den Top Beratungsunternehmen & Wirtschaftsprüfern)

und ob die kleineren bei den Bezahlungen der Auto-Industrie mithalten können?

Es wäre natürlich interessant, die tatsächliche Entwicklung bei den tatsächlichen Bewerbungszahlen zu sehen . Also eine Umfrage dann NUR bei den Absolventen...
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Eiskalt » Mi 19. Sep 2018, 19:59

zollagent hat geschrieben:(19 Sep 2018, 16:37)

Ich hatte eher Harmloseres im Sinn, z.B. im Maschinen- und Anlagenbau, wo die Berufsaussichten auch gut sind. ;)


Das war ja auch überspitzt ausgedrückt
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon schokoschendrezki » Do 20. Sep 2018, 08:34

Realist2014 hat geschrieben:(19 Sep 2018, 18:21)

aus der Studie:

"Stattdessen setzen Deutschlands Studenten laut Umfrage bei der Berufswahl stärker auf Sicherheit und einen Job beim Staat. Mehr als 40 Prozent halten mittlerweile einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst für attraktiv. In der vorangegangenen Befragung vor zwei Jahren waren es noch 32 Prozent. Kultureinrichtungen (22 Prozent) und die Wissenschaft (20 Prozent) folgen inzwischen auf den Plätzen zwei und drei."


Dabei ist zu beachten, dass nicht nur Studenten Fächer und Arbeitgeber wählen sondern, dass auch Arbeitgeber Standorte wählen. Und dabei ziemlich gut überlegen. Und normalerweise verschiedenste Aspekte berücksichtigen.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Eiskalt » Do 20. Sep 2018, 10:38

jorikke hat geschrieben:(19 Sep 2018, 14:31)

Der Verbraucher hat selbstverständlich eine Macht.
Wenn er sie, wie in diesem Fall offensichtlich nicht nutzt, kann man schon hinterfragen ob die ganzen Alarmisten nicht über reagieren.
Es wird nicht so wahrgenommen, dass sich da finstere Verbrecher ausgetobt haben sondern man versteht es so, einige haben etwas gemauschelt um zu der Zeit zu hoch gesteckte Vorhagen scheinbar erfüllen zu können.
Dies um Umsatzziele und Arbeitsplätze zu sichern.
Das es in euren Augen alles Verbrecher sind, ist mehr euer Problem. Es gelingt offensichtlich nicht dieses Bewusstsein zu vermitteln.


Ex-VW-Chef Winterkorn soll Manipulation von Benzinern verlangt haben
Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn soll schon 2011 illegale Tricks bei Benzin-Motoren befohlen haben. Er selbst schweigt zu den Vorwürfen.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/vw-skandal-ex-vw-chef-winterkorn-soll-manipulation-von-benzinern-verlangt-haben/23085630.html?ticket=ST-9260907-2UKgmqos4oLLhojzK5x6-ap4

Aber das ist ja auch ok so nicht wahr? :)
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon jorikke » Do 20. Sep 2018, 11:11

Eiskalt hat geschrieben:(20 Sep 2018, 11:38)

Ex-VW-Chef Winterkorn soll Manipulation von Benzinern verlangt haben
Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn soll schon 2011 illegale Tricks bei Benzin-Motoren befohlen haben. Er selbst schweigt zu den Vorwürfen.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/vw-skandal-ex-vw-chef-winterkorn-soll-manipulation-von-benzinern-verlangt-haben/23085630.html?ticket=ST-9260907-2UKgmqos4oLLhojzK5x6-ap4

Aber das ist ja auch ok so nicht wahr? :)


Das findest du o.k.?
Merkwürdige Ansicht.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Eiskalt » Do 20. Sep 2018, 11:12

jorikke hat geschrieben:(20 Sep 2018, 12:11)

Das findest du o.k.?
Merkwürdige Ansicht.


Das war eine Frage an dich?
Memento mori
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon jorikke » Do 20. Sep 2018, 11:58

Eiskalt hat geschrieben:(20 Sep 2018, 12:12)

Das war eine Frage an dich?


Denk nach, ich habe sie beantwortet.
Es ist völlig blödsinnig, mir zu unterstellen, ich würde diese Manipulationen nur im geringsten gutheißen.
Ich habe mich nur gegen dieses überzogene Inquisitionsgehabe gewandt.
Ich sage dir auch warum.
Ungefähr 30 Jahre lang habe ich hier im Raum Stgt. die einschlägigen Automobilwerke besucht. Ich habe Messmittel verkauft.
Sowohl die Werkslaboratorien für Abgastechnik als auch die Abgasprüfstände damit ausgestattet.
Das war zu einer Zeit, wo Softwaremanipulationen noch gar nicht möglich waren.
Die Vorschriften waren mir bekannt. Sie bezogen sich immer auf Labor- bzw. Technikums Prüfungen.
Mit welcher Akribie und hohem finanziellen Aufwand sie durchgeführt wurden, war für Außenstehende kaum nachzuvollziehen.
… egal, ich habe nicht schlecht davon gelebt.
Irgendwann ist dann aufgefallen, Labor Bedingungen sagen über die unterschiedlichen Bedingungen in der Realität wenig aus.
Übrigens, Prüfvorschriften darüber gab es gar nicht. Erst heute werden sie erstellt.
Man stand also vor der Problematik Dinge einzuhalten, für die vorher gar keine definierten Parameter bestanden.
In dieser Situation war die Autoindustrie vor ein Dilemma gestellt, das von einer übereifrigen Politik verursacht war.
Der Konkurrenzdruck und Ähnliches gab den Ausschlag.
Man fing an zu Mauscheln und zu Tricksen.
Ergebnis ist bekannt.
Hervorragend geeignet für Purzelbäume der Selbstgerechten und Klugscheißer.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Do 20. Sep 2018, 11:59

Eiskalt hat geschrieben:(20 Sep 2018, 11:38)

Ex-VW-Chef Winterkorn soll Manipulation von Benzinern verlangt haben
Der ehemalige VW-Chef Martin Winterkorn soll schon 2011 illegale Tricks bei Benzin-Motoren befohlen haben. Er selbst schweigt zu den Vorwürfen.

https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/vw-skandal-ex-vw-chef-winterkorn-soll-manipulation-von-benzinern-verlangt-haben/23085630.html?ticket=ST-9260907-2UKgmqos4oLLhojzK5x6-ap4

Aber das ist ja auch ok so nicht wahr? :)

Wenn das wahr sein sollte, paßt das zu meiner These, daß so was ohne Wissen und Wollen der Firmenleitung nicht möglich wäre.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Eiskalt » Do 20. Sep 2018, 12:48

jorikke hat geschrieben:(20 Sep 2018, 12:58)

Denk nach, ich habe sie beantwortet.
Es ist völlig blödsinnig, mir zu unterstellen, ich würde diese Manipulationen nur im geringsten gutheißen.
Ich habe mich nur gegen dieses überzogene Inquisitionsgehabe gewandt.
Ich sage dir auch warum.
Ungefähr 30 Jahre lang habe ich hier im Raum Stgt. die einschlägigen Automobilwerke besucht. Ich habe Messmittel verkauft.
Sowohl die Werkslaboratorien für Abgastechnik als auch die Abgasprüfstände damit ausgestattet.
Das war zu einer Zeit, wo Softwaremanipulationen noch gar nicht möglich waren.
Die Vorschriften waren mir bekannt. Sie bezogen sich immer auf Labor- bzw. Technikums Prüfungen.
Mit welcher Akribie und hohem finanziellen Aufwand sie durchgeführt wurden, war für Außenstehende kaum nachzuvollziehen.
… egal, ich habe nicht schlecht davon gelebt.
Irgendwann ist dann aufgefallen, Labor Bedingungen sagen über die unterschiedlichen Bedingungen in der Realität wenig aus.
Übrigens, Prüfvorschriften darüber gab es gar nicht. Erst heute werden sie erstellt.
Man stand also vor der Problematik Dinge einzuhalten, für die vorher gar keine definierten Parameter bestanden.
In dieser Situation war die Autoindustrie vor ein Dilemma gestellt, das von einer übereifrigen Politik verursacht war.
Der Konkurrenzdruck und Ähnliches gab den Ausschlag.
Man fing an zu Mauscheln und zu Tricksen.
Ergebnis ist bekannt.
Hervorragend geeignet für Purzelbäume der Selbstgerechten und Klugscheißer.


Ich verstehe deinen Ansatz und vielleicht war es technisch gar nicht einzuhalten aber dann kann man das kommunizieren muss sagen es geht nicht.
Warum sind viele andere Hersteller nicht betroffen?
Siehe BMW?
Oder hat man es da nur noch nicht entdeckt?

Wie dem auch sei dem Kunden ist etwas vorgegeben worden was nicht haltbar war.
Aber der Kunde wir nicht entschädigt......
Die Politik und der Gesetzgeber schauen zu das ist schon ein starkes Stück, aber wenn die Verbraucher nun dafür sorgen das diese Unternehmen Rekordgewinne fahren.....
Dann hat man den Herstellern ja die Absolution erteilt.
So blöd kann man ja gar nicht sein.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Eiskalt » Do 20. Sep 2018, 12:51

zollagent hat geschrieben:(20 Sep 2018, 12:59)

Wenn das wahr sein sollte, paßt das zu meiner These, daß so was ohne Wissen und Wollen der Firmenleitung nicht möglich wäre.


Winterkorn wollte doch über ALLES Bescheid wissen, aber genau darüber will er nichts gewusst haben???
Habe ich nie geglaubt.

Übrigens flog alles auf nachdem Piech sich von Winterkorn distanziert hat bzw er auch im Aufsichtsrat verloren hatte.
Es würde mich nicht wundern wenn der selber seine Finger im Spiel hatte und ggf den entescheidenden Tipp gegeben hat.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Occham » Do 20. Sep 2018, 13:08

Soll man es doch einfach so machen, das man "plappern" belohnt. So kann man auch Verbrecher untereinander dazu bringen, an dem Ast zu sägen, auf dem sie gerade sitzen :eek:
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.

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