Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

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Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon frems » Mi 25. Jul 2018, 10:05

Zumindest unter Schülern und Studenten:

Nach dem Software-Betrug in der Dieselaffäre haben die Tricksereien der Automobilhersteller bislang noch wenig Konsequenzen. Doch der Imageschaden für VW, Audi und Co ist womöglich größer als gedacht. Denn die gesamte Branche hat als Arbeitgeber massiv an Attraktivität verloren. Das geht aus zwei aktuellen Studien hervor, die Studenten und Schüler zu ihrer Berufswahl befragten.

Im Beliebtheitsranking unter Studenten stürzte die Automobilindustrie von Platz drei auf acht, wie die "Studentenstudie 2018" des Beratungsunternehmens EY ergab. Nur noch acht Prozent der rund 2000 Befragten aus 27 Universitätsstädten in Deutschland halten die Branche für attraktiv. Vor zwei Jahren waren es noch 22 Prozent.

Stattdessen setzen Deutschlands Studenten laut Umfrage bei der Berufswahl stärker auf Sicherheit und einen Job beim Staat. Mehr als 40 Prozent halten mittlerweile einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst für attraktiv. In der vorangegangenen Befragung vor zwei Jahren waren es noch 32 Prozent. Kultureinrichtungen (22 Prozent) und die Wissenschaft (20 Prozent) folgen inzwischen auf den Plätzen zwei und drei.

http://www.spiegel.de/karriere/studie-a ... 19919.html

Persönlich finde ich zwei Aspekte interessant. Zum einen ein Abschwung von 22% auf 8% innerhalb von zwei Jahren. Mit einem gesellschaftlichen Trend lässt sich so ein rapider Absturz nicht erklären. Zum anderen die Zunahme des öffentlichen Dienstes, was man eigentlich eher aus konjunkturell schwächeren Phasen kennt und nicht bei niedriger Arbeitslosigkeit und vollen Auftragsbüchern, zumal vielerorts beklagt wird, dass im Staatsdienst häufiger befristet wird (nicht nur im Hochschulbereich). Eure Meinung? Macht die Dieselaffäre die Automobilhersteller unsexy? Sind die Zukunftsperspektiven nicht mehr so rosig?
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 25. Jul 2018, 10:21

frems hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:05)

Zumindest unter Schülern und Studenten:


http://www.spiegel.de/karriere/studie-a ... 19919.html

Persönlich finde ich zwei Aspekte interessant. Zum einen ein Abschwung von 22% auf 8% innerhalb von zwei Jahren. Mit einem gesellschaftlichen Trend lässt sich so ein rapider Absturz nicht erklären. Zum anderen die Zunahme des öffentlichen Dienstes, was man eigentlich eher aus konjunkturell schwächeren Phasen kennt und nicht bei niedriger Arbeitslosigkeit und vollen Auftragsbüchern, zumal vielerorts beklagt wird, dass im Staatsdienst häufiger befristet wird (nicht nur im Hochschulbereich). Eure Meinung? Macht die Dieselaffäre die Automobilhersteller unsexy? Sind die Zukunftsperspektiven nicht mehr so rosig?

Ich sehe das eher als einen Ausfluß der massiven Abgasbetrügereien. Es sind nicht so sehr die Verdienstmöglichkeiten, die sind nach wie vor sehr gut. Es ist mehr das Problem, bei mit Betrugsverdacht vorbelasteten Arbeitgebern zu arbeiten.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 10:28

zollagent hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:21)

Ich sehe das eher als einen Ausfluß der massiven Abgasbetrügereien. Es sind nicht so sehr die Verdienstmöglichkeiten, die sind nach wie vor sehr gut. Es ist mehr das Problem, bei mit Betrugsverdacht vorbelasteten Arbeitgebern zu arbeiten.


Das glaube ich nicht. Falls Deine Vermutung doch zuträfe, müsste man ja nur etwas warten, bis die Sache vergessen ist, denn Betrugsverdacht gab es doch bei praktisch fast jeder Arbeitsmöglichkeit.
Ich bin der Überzeugung, dass Jobs in Autoindustrie für junge Menschen einfach zu viel Arbeit bedeutet ....
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 25. Jul 2018, 10:30

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:28)

Das glaube ich nicht. Falls Deine Vermutung doch zuträfe, müsste man ja nur etwas warten, bis die Sache vergessen ist, denn Betrugsverdacht gab es doch bei praktisch fast jeder Arbeitsmöglichkeit.
Ich bin der Überzeugung, dass Jobs in Autoindustrie für junge Menschen einfach zu viel Arbeit bedeutet ....

Das sehe ich nicht. Faulheit für Mensche, die Karriere machen wollen? Betrugsmöglichkeit gibt es immer, aber bei der Autoindustrie steht nachgewiesener Betrug im Raum!
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon frems » Mi 25. Jul 2018, 10:33

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:28)

Das glaube ich nicht. Falls Deine Vermutung doch zuträfe, müsste man ja nur etwas warten, bis die Sache vergessen ist, denn Betrugsverdacht gab es doch bei praktisch fast jeder Arbeitsmöglichkeit.
Ich bin der Überzeugung, dass Jobs in Autoindustrie für junge Menschen einfach zu viel Arbeit bedeutet ....

Ja, die Überzeugung ist älter als die Bibel, aber vor nur zwei Jahren waren die Werte ja noch völlig anders. Dass die Studentenschaft in so kurzer Zeit radikal ihre Vorstellung vom Arbeitsleben geändert hat, erscheint sehr unwahrscheinlich.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 10:39

zollagent hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:30)

Das sehe ich nicht. Faulheit für Mensche, die Karriere machen wollen? Betrugsmöglichkeit gibt es immer, aber bei der Autoindustrie steht nachgewiesener Betrug im Raum!


Ich habe bewusst den Terminus "Faulheit" nicht benutzt, weil ich das nämlich auch nicht gemeint habe.
Ich meine tatsächlich zu viel Arbeit in festen Strukturen.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 10:40

frems hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:33)

Ja, die Überzeugung ist älter als die Bibel, aber vor nur zwei Jahren waren die Werte ja noch völlig anders. Dass die Studentenschaft in so kurzer Zeit radikal ihre Vorstellung vom Arbeitsleben geändert hat, erscheint sehr unwahrscheinlich.


Für Kreative sind in der Autoindustrie Deutschlands offenbar die Möglichkeiten begrenzt ...
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 25. Jul 2018, 10:47

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:40)

Für Kreative sind in der Autoindustrie Deutschlands offenbar die Möglichkeiten begrenzt ...

Kommt auf die Art der Kreativität an. Beim Schreiben von Software war sie jedenfalls bisher ziemlich groß. :D :D
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 25. Jul 2018, 10:51

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:39)

Ich habe bewusst den Terminus "Faulheit" nicht benutzt, weil ich das nämlich auch nicht gemeint habe.
Ich meine tatsächlich zu viel Arbeit in festen Strukturen.

Genau das ist eigentlich nur die Montagearbeit an der Transferstraße. In den Entwicklerbüros ist das ganz offensichtlich nicht der Fall. Ebensowenig im Vertrieb oder den Werbeabteilungen. Sogar im technischen Dienst (die Schlosser, die den Laden in Gang halten) ist das nicht so. Einer meiner Brüder arbeitet da.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 10:52

zollagent hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:47)

Kommt auf die Art der Kreativität an. Beim Schreiben von Software war sie jedenfalls bisher ziemlich groß. :D :D


Ja, das dachte ich auch schon. ;) Aber das waren wohl eher "alte" Profis ...
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 25. Jul 2018, 10:57

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:52)

Ja, das dachte ich auch schon. ;) Aber das waren wohl eher "alte" Profis ...

Ich sehe da eher ein ganzes Netzwerk. Die Software wird ja nicht im Haus erstellt. Da haben Automobilhersteller, Zulieferer (z.B. Bosch und andere) und Softwareersteller zusammengearbeitet. Alles unter der Prämisse "wir müssen das so hindrehen, daß die Abgaswerte auf dem Prüfstand erreicht werden. Was auf der Straße aus dem Auspuff kommt, ist nicht wichtig". Alles im Sinne einer möglichst niedrigen Kostenstruktur.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Teeernte » Mi 25. Jul 2018, 11:01

Die Generation FUN ....Y will sich nicht TOTRACKERN. Spass ...ist angesagt. Etwas Arbeit - die man mit nem Krankenschein "begrenzt" ..... da ist man bei Beamtens "richtig"...


Eine teuere Flüssigkeit ????

...beamtenschweiß... :D :D :D

Abgas ? Man meint WIRKLICH - DIE sind an TECHNIK "interessiert" ?? Zukunft ?


Arbeit - "SEX"...Y ? >>> Genderkrams .... ? Die werden Dich anglotzen wie eine Kuh wenns blitzt....

Halbtags.. nach möglichkeit.... Null Verantwortung....und Geld - für den Standard -- aber nicht mehr knuffen - oder gar seine FREIZEIT mit ARBEIT VERSAUEN.

PÜNKTLICHST Feierabend... mit "Zeigersprung" !
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 11:01

zollagent hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:51)

Genau das ist eigentlich nur die Montagearbeit an der Transferstraße. In den Entwicklerbüros ist das ganz offensichtlich nicht der Fall. Ebensowenig im Vertrieb oder den Werbeabteilungen. Sogar im technischen Dienst (die Schlosser, die den Laden in Gang halten) ist das nicht so. Einer meiner Brüder arbeitet da.


Ich meinte nicht nur den tatsächlichen Arbeitsprozess in einer Fertigungsabteilung. Ich meine mit meiner Bemerkung die Gesamtsituation, vom Betrieb selbst bis hin zu den politischen Strukturen.
Wäre ich jetzt nochmal Student und müsste über einen entsprechenden Einstieg nachdenken, fielen mir sofort die imho dümmlichen und verdummenden Aktionismen von Politik und Lobbyismus ein.
Die politisch verantwortlichen Leute, die es geschafft haben, den Transport von der Schiene auf LKW zu verlagern und nun nach Dieselverbot schreien, die Leute, die mir Abwrackprämien anboten, die, sorry, Idioten, die mir E-Autos als plakativ umweltfreundlich verkaufen wollen, möchte ich nicht in meinem Team haben müssen.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 11:03

zollagent hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:57)

Ich sehe da eher ein ganzes Netzwerk. Die Software wird ja nicht im Haus erstellt. Da haben Automobilhersteller, Zulieferer (z.B. Bosch und andere) und Softwareersteller zusammengearbeitet. Alles unter der Prämisse "wir müssen das so hindrehen, daß die Abgaswerte auf dem Prüfstand erreicht werden. Was auf der Straße aus dem Auspuff kommt, ist nicht wichtig". Alles im Sinne einer möglichst niedrigen Kostenstruktur.


Ja, klar, macht es trotzdem nicht besser oder gar attraktiver ..... :cool:
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 25. Jul 2018, 11:03

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 12:01)

Ich meinte nicht nur den tatsächlichen Arbeitsprozess in einer Fertigungsabteilung. Ich meine mit meiner Bemerkung die Gesamtsituation, vom Betrieb selbst bis hin zu den politischen Strukturen.
Wäre ich jetzt nochmal Student und müsste über einen entsprechenden Einstieg nachdenken, fielen mir sofort die imho dümmlichen und verdummenden Aktionismen von Politik und Lobbyismus ein.
Die politisch verantwortlichen Leute, die es geschafft haben, den Transport von der Schiene auf LKW zu verlagern und nun nach Dieselverbot schreien, die Leute, die mir Abwrackprämien anboten, die, sorry, Idioten, die mir E-Autos als plakativ umweltfreundlich verkaufen wollen, möchte ich nicht in meinem Team haben müssen.

Das aber hat doch nichts mit "engen Strukturen" zu tun. Sondern einfach mit Ideen, die dir nicht zusagen.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon zollagent » Mi 25. Jul 2018, 11:04

ThorsHamar hat geschrieben:(25 Jul 2018, 12:03)

Ja, klar, macht es trotzdem nicht besser oder gar attraktiver ..... :cool:

Habe ich auch nicht aussagen wollen. Schau mal in den Strang über kriminelle Manager, was ich dazu schrieb.
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon ThorsHamar » Mi 25. Jul 2018, 11:25

zollagent hat geschrieben:(25 Jul 2018, 12:03)

Das aber hat doch nichts mit "engen Strukturen" zu tun. Sondern einfach mit Ideen, die dir nicht zusagen.


Nicht die idiotischen Ideen sind die Enge, sondern die Trägheit bis Unmöglichkeit, diese Ideen ins Klo zu spülen.
Autoindustrie in D wird, wie alles Andere auch, sowieso bald China gehören ... :cool:
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 25. Jul 2018, 18:32

zollagent hat geschrieben:(25 Jul 2018, 11:21)

Ich sehe das eher als einen Ausfluß der massiven Abgasbetrügereien. Es sind nicht so sehr die Verdienstmöglichkeiten, die sind nach wie vor sehr gut. Es ist mehr das Problem, bei mit Betrugsverdacht vorbelasteten Arbeitgebern zu arbeiten.

Daimler ist in unserem Wohnort nach wie vor der größte Arbeitgeber ..
Ich denke dort arbeiten zu dürfen ist für viele AN immer noch sehr erstrebenswert .
Du meinst aus moralischen Bedenken kündigen die AN von Daimler oder VW ?
Lach
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 25. Jul 2018, 18:52

Positiv Denkender hat geschrieben:(25 Jul 2018, 19:32)

Daimler ist in unserem Wohnort nach wie vor der größte Arbeitgeber ..
Ich denke dort arbeiten zu dürfen ist für viele AN immer noch sehr erstrebenswert .
Du meinst aus moralischen Bedenken kündigen die AN von Daimler oder VW ?
Lach



Zu arbeiten bei nachweislichen Betrüger Konzernen mit kriminellen Machenschaften ( denen der Bankenbranche ähnlich) soll also weiterhin erstrebenswert sein? Gesetzesbruch hin oder her!? Wohl des lieben Geldes wegen was man da verdienen kann? Tolle Einstellung passt aber zur Gegenwartsmentalität in der Konsumgesellschaft erst kommt das Geld , dann vielleicht irgendwann mal die Moral
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Re: Autoindustrie als Arbeitgeber verliert an Attraktivität

Beitragvon Misterfritz » Mi 25. Jul 2018, 19:35

Alpha Centauri hat geschrieben:(25 Jul 2018, 19:52)

Zu arbeiten bei nachweislichen Betrüger Konzernen mit kriminellen Machenschaften ( denen der Bankenbranche ähnlich) soll also weiterhin erstrebenswert sein? Gesetzesbruch hin oder her!? Wohl des lieben Geldes wegen was man da verdienen kann? Tolle Einstellung passt aber zur Gegenwartsmentalität in der Konsumgesellschaft erst kommt das Geld , dann vielleicht irgendwann mal die Moral
Ich denke, wenn man sich einen Arbeitsplatz sucht, dann geht es in erster Linie eher um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung - und die Sicherheit des Arbeitsplatzes.

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