Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

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Winzer
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Winzer » Di 10. Jul 2018, 08:32

Gruwe hat geschrieben:(09 Jul 2018, 22:47)

Wundert mich als Saarländer jetzt nicht, dass es in der Pfalz so zugeht! :cool:

Kleiner Spaß am Rande... :p


Saarländer halt :D ;)
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Senexx
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Senexx » Di 10. Jul 2018, 08:36

Winzer hat geschrieben:(09 Jul 2018, 20:57)

bla bla bla ... glaubst Du Dein Geschwurbel selbst? Das ist Bullshit.

Grüne wissen es besser.
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Winzer » Di 10. Jul 2018, 08:42

Welfenprinz hat geschrieben:(09 Jul 2018, 22:22)

Damit ist jedes Bauernkind zwischen Flensburg und Garmisch-Partenkirchen konfrontiert. Meine Jungs waren so schlau sich das still anzuhören und zu hause darüber abzulästern.

Zu den SV-Angelegenheiten (der Winzer möge mich berichtigen,wenn sich da was verändert hat). In den Regelungen zur “geringfügigen Beschäftigung“ gibt es nicht nur die 450€ Bestimmung. Ein Arbeitsverhältnis,das von seiner Art bedingt nur bis zu 60 Tage umfasst(eine Spargelernte von Mitte April bis Mitte Juni) wird,genauso behandelt wie ein 450€/m Arbeitsverhältnis. Der AN erhält den Bruttolohn ausbezahlt ,der AG führt die pauschale Abgabe ab.vollkommen egal,ob da 300 oder 3000€ ausbezahlt werden

Die Arbeitszeit kann gar nicht lang genug sein. Ich hatte Erdbeeren,ab der zweiten Erntewoche waren wöchentliche Stundenzettel von 80-90 h die Regel. Und als ich eine Reservetruppe bereit hielt,um die ärgsten Druckspitzen rauszunehmen,stand Kaszyk vor mir und fragte wütend ,was das solle.

Obst,Gemüse,Sonderkulturen waren nie subventioniert,immer freie Marktwirtschaft.

Die Erscheinung des zurück gehenden Anbauumfangs in Abhängigkeit von zurückgehenden Arbeitskräftepotential ist nicht neu. Vor 1990 waren die Anbauflächen schon auf historischem Tiefstand(Erdbeeren 1990: 3000 ha,2002: 12000 ha). Das zu dem Zeitpunkt nicht mehr zur Verfügung stehende AK Potential waren Rentner aus dem Dorf,die sich was dazu verdienen mussten,die Leute,die nur für einfache Tätigkeiten geeignet waren und auch Italiener und Spanier.
Auf meinem Lehrhof liefen noch 1978 noch 1ha Spargel,Zuckermais,Eierdirektvermarktung und Kartoffelverkauf so nebenher. Das machten die Chefin,ihre Mutter und noch 2oder 3Rentnerinnen aus dem Dorf. 10 Jahre später war das bis auf die Kartoffeln eingestellt.

Ergo: die Anbaufläche wird zurück gehen. Ausser mehr Anbaufläche im Ausland wird es noch einen erheblichen Substitutionseffekt geben. Sprich,dann essen wir statt Spargel eben was anderes.


Ist im wesentlichen korrekt, SV geht pauschal, Lohnsteuer vom Betrag pauschal 5%

die coolnes muss ich meinen noch beibringen :D
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Winzer » Di 10. Jul 2018, 08:48

H2O hat geschrieben:(09 Jul 2018, 21:34)

Dann entschuldige ich mich hier für meine Vermutungen; ist ja auch schon 10 Jahre her, daß ich mir diese Dinge zusammengereimt hatte.

Ihre Entscheidung, nur wegen dummer Redensarten Ihre Kinder in einem anderen Bereich tätig werden zu lassen, halte ich vor dem Hintergrund aber für verfehlt. Wichtig ist doch, daß man sich selbst bewußt an Recht und Gesetz hält. Kleine Pannen sind immer möglich. Wenn Ihr Betrieb unter diesen Voraussetzungen eine Familie ernähren kann, dann gibt es doch nichts Schöneres, als jeden Tag darüber nach zu denken: "Was ist heute vorrangig an zu gehen?" und niemand quakt dazwischen.

Ich hatte einen nahezu familiären Kontakt zu einem Winzer aus Trittenheim an der Mosel. Dessen Sohn hatte sich auch auf einen ganz anderen Beruf verlegt... und nach einigen Jahren, als die Eltern nicht mehr allein zurecht kamen, hat er sich doch dazu durchgerungen, den über 150 Jahre alten Familienbetrieb weiter zu führen. Mich als Außenstehenden hat das gefreut... für die Eltern natürlich, aber auch für das Land.


Kein Ding ...

das mit dem dazwischenquaken wäre ja schön, entspricht nur leider nicht den Realitäten. Da sind immer Leute mit nem Dienstausweis die einem sagen was man zu tun oder zu lassen hat. Meldungen, Fristen, Dokumentationen etc. etc.
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Elser » Di 10. Jul 2018, 18:28

frems hat geschrieben:(07 Jul 2018, 21:21)

Machen die Betriebe halt dicht. Mir ist es gleich, ob ich Äpfel aus dem Alten Land oder aus Neuseeland esse.



Ja - hier haben wir ein Transportpreisproblem. Dieser sorg wiederrum für den Treibhauseffekt und andere Umweltverschmutzungen. So ist das - das eine hängt mit dem anderen zusammen. Interessant - nich' ? Die Würmer sind überall.

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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Realist2014 » Di 10. Jul 2018, 18:36

Elser hat geschrieben:(10 Jul 2018, 19:28)

Ja - hier haben wir ein Transportpreisproblem. Dieser sorg wiederrum für den Treibhauseffekt und andere Umweltverschmutzungen.

Elser



stimmt

warum braucht die ökonomische Unterschicht eigentlich jeden Tag Fleisch?

Fleisch ist zu billig

Der Begriff "Sonntagsbraten" sollte wieder reaktiviert werden.

so wie zu Lebzeiten von "Elser"....
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Welfenprinz » Di 10. Jul 2018, 18:48

Eine der vielen,kleinen Skurrilitäten in unserer griinpissverseuchten Öffentlichkeitsbildung.
Ich ess Kartoffeln ausm Nachbarort,Sauerkraut aus eigenem Anbau und Eisbein von gutfleisch/Edeka(also Osnabrück /Südoldenburg), und bin ne Umweltsau und n Klimakiller.


Andere auf den rechten Pfad der heimischen, regionalen ,ressourcenschonenden Ernährung verzehren Quinoa,Tofu,Kichererbsen ,Falafel so ganz heimisch und klimaschonend und sind wahre Weltenretter.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Boracay » Di 10. Jul 2018, 20:37

Elser hat geschrieben:(10 Jul 2018, 19:28)

Ja - hier haben wir ein Transportpreisproblem. Dieser sorg wiederrum für den Treibhauseffekt und andere Umweltverschmutzungen.


Der größte CO2 Verbrauch kommt vom lokalen Transport. Ein Apfel aus einer großen Farm aus Neuseeland hat meist eine wesentlich bessere CO2 Bilanz als ein Apfel eines deutschen kleinen Bio Betriebs.

Besonders die Biolandwirtschaft ist durch
- Ausfräßen statt spritzen
- Viel häufigeres Spritzen mit wesentlich weniger wirksamen Mitteln
- Warmwasser Tauchbäder statt Fungizide
- Wesentlich größere Abstände
- Im Schnitt deutlich kleinere Höfe
- Ineffizienter Eigenanbau

deutlich Energieintensiver.
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Winzer » Di 10. Jul 2018, 22:13

Boracay hat geschrieben:(10 Jul 2018, 21:37)

Der größte CO2 Verbrauch kommt vom lokalen Transport. Ein Apfel aus einer großen Farm aus Neuseeland hat meist eine wesentlich bessere CO2 Bilanz als ein Apfel eines deutschen kleinen Bio Betriebs.

Besonders die Biolandwirtschaft ist durch
- Ausfräßen statt spritzen
- Viel häufigeres Spritzen mit wesentlich weniger wirksamen Mitteln
- Warmwasser Tauchbäder statt Fungizide
- Wesentlich größere Abstände
- Im Schnitt deutlich kleinere Höfe
- Ineffizienter Eigenanbau

deutlich Energieintensiver.


Hab die letzten 2 Jahre herbizidlos gewirtschaftet und die Nase voll davon.
+ Überfahrten ~ 120 Betriebsstunden Traktor + Anbaugeräte
-> + 600l Diesel p.a. verheizen soll ökologischer sein? Im Leben nicht.
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Welfenprinz » Di 10. Jul 2018, 22:21

Ach, 10 x Branntkalk spritzen oder 3x Kupfer ist einfach gesünder für Umwelt und Verbraucher als 1x Teldor.
Das müsst ihr schon einsehen,das hat die Lehrerin eurer Kinder ja auch gesagt.
Und wenn nix mehr geht,gibts eben Ausnahmegenehmigungen. :p

Edit: und dann schliesst sich der Kreis zum Strangthema “Arbeitskräfte“ :p
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Senexx » Di 10. Jul 2018, 22:30

Winzer hat geschrieben:(10 Jul 2018, 23:13)

Hab die letzten 2 Jahre herbizidlos gewirtschaftet und die Nase voll davon.
+ Überfahrten ~ 120 Betriebsstunden Traktor + Anbaugeräte
-> + 600l Diesel p.a. verheizen soll ökologischer sein? Im Leben nicht.

Was hat Sie zu diesem Irrweg geführt?
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 10. Jul 2018, 22:32

The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Skull » Di 10. Jul 2018, 22:44

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jul 2018, 23:32)

Das sind die besten Arbeitnehmer: http://magazin.wein.com/news/die-entena ... ergenoegd/

Ist das jetzt ein Beitrag zum Thema ERNTEHELFER ? :?:

mfg
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Tom Bombadil » Di 10. Jul 2018, 22:54

Nein, zum Subthema Ungezieferbekämpfung. Warum hast du nicht schon bei den Beiträgen von gruwe, frems, elser, realist2004, Winzer und Welfenprinz nachgefragt?
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Winzer » Mi 11. Jul 2018, 08:12

Tom Bombadil hat geschrieben:(10 Jul 2018, 23:32)

Das sind die besten Arbeitnehmer: http://magazin.wein.com/news/die-entena ... ergenoegd/


Insekten und Weichtiere sind nicht das Problem, sondern Diesteln Zaunwinde schwarzer Nachtschatten Brennnesseln.

Was mich auf die Idee brachte? Schlicht die Erwartungshaltung der Endverbraucher.
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon sünnerklaas » Mi 11. Jul 2018, 10:31

Winzer hat geschrieben:(09 Jul 2018, 16:02)

Bin im Weinbau (siehe Nickname), eine Saisonkraft hat bei mir rund 11,- EUR Brutto / Stunde.
PS: + frei Wohnen, 2 Mann eigene Wohnung, Parterre 70qm FbH erbaut 2014 2 Schlafzimmer, Wohnzimmer Bad Küche eigener Zugang kleiner Garten u. Hof.

.

Im Spargel- und Erdbeerbereich liegen die Löhne - abhängig von der Erfahrung der eingesetzten Kräfte - bei Direktvermarktern ähnlich. Die Arbeitskräfte kommen meist schon seit vielen Jahren, teilweise schon seit Jahrzehnten. Das Problem, das man im Moment hat: viele von den alten Arbeitskräften erreichen inzwischen das Rentenalter. Und da nehmen nun einmal die körperlichen Zipperlein zu.
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Mi 11. Jul 2018, 10:44

sünnerklaas hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:31)

Im Spargel- und Erdbeerbereich liegen die Löhne - abhängig von der Erfahrung der eingesetzten Kräfte - bei Direktvermarktern ähnlich. Die Arbeitskräfte kommen meist schon seit vielen Jahren, teilweise schon seit Jahrzehnten. Das Problem, das man im Moment hat: viele von den alten Arbeitskräften erreichen inzwischen das Rentenalter. Und da nehmen nun einmal die körperlichen Zipperlein zu.


Kann ich das machen! Ich bin in Rente aber fit! Das ist eine gut Art sich einen Europa Urlaub zu finanzieren.

Beim Winzer waere super! Eventuell "Freitrunk"

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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Welfenprinz » Mi 11. Jul 2018, 10:48

Oder haben sich von dem Geld selber was in Polen aufgebaut. “Mein“ Kaszyk hat nach 5Jahren ne Maschinenhalle gebaut (40 x 10 für 8000 DM vom Handwerker ,nicht Eigenleistung),das Jahr drauf Mähdrescher und n paar Maschinen und hüdelt seit 20 Jahren als Lohnunternehmer durch Masuren. Der muss nicht mehr nach Deutschland
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon Winzer » Mi 11. Jul 2018, 13:42

Welfenprinz hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:48)

Oder haben sich von dem Geld selber was in Polen aufgebaut. “Mein“ Kaszyk hat nach 5Jahren ne Maschinenhalle gebaut (40 x 10 für 8000 DM vom Handwerker ,nicht Eigenleistung),das Jahr drauf Mähdrescher und n paar Maschinen und hüdelt seit 20 Jahren als Lohnunternehmer durch Masuren. Der muss nicht mehr nach Deutschland


Ja, die Saisonarbeitskräfte sind schon auch ne Art Entwicklungshilfe, darf man nicht unterschätzen. Mein Mihai hat sich daheim n Häuschen zusammengespart, das er vermietet, das nächste ist schon in Planung, ist nur noch ne Frage der Zeit bis der nicht mehr kommt. In Rumänien bekommt er Handwerker für 2-3 EUR die Stunde, da ist das so richtig Geschäft für die Fleißigen.
Früher gingen hier viele Rentner und Hausfrauen in den 'Herbst', also zur Weinlese, die sind aber so mit Fitness beschäftigt heute, da bekämen wir die Leute nie zusammen.
Daher bei mir Ernte maschinell ... wenn da die Leute nicht mehr kommen sollten würden sich technische Lösungen etablieren, da ginge schon noch so einiges mechanisierbar zu machen. Die Technik ist heute schon viel weiter als noch vor 20 Jahren ...

z.B.: https://www.youtube.com/watch?v=u8YPOsqvZIY

https://www.youtube.com/watch?v=KEx5a4aCLzE
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Re: Erntehelfer aus Osteuropa bleiben weg - Welche Lösung gibt es?

Beitragvon sünnerklaas » Mi 11. Jul 2018, 17:05

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(11 Jul 2018, 11:44)

Kann ich das machen! Ich bin in Rente aber fit! Das ist eine gut Art sich einen Europa Urlaub zu finanzieren.

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Viele Osteuropäer nehmen dafür extra Urlaub. Kost und Logis sind frei, das Geld, was man bekommt, ist verdient. Das war für beide Seiten - Landwirt und osteuropäischen Erntehelfer - schon immer ein gutes Geschäft.

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