neoliberal oder neosozial

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lili
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon lili » So 1. Jul 2018, 19:50

Misterfritz hat geschrieben:(01 Jul 2018, 20:47)

Man kann aber von der arbeitenden Bevölkerung keine Solidarität erwarten, wenn man die Leute sich einfach einen schönen Lenz auf Kosten der Gesellschaft machen lässt.


Diese Leute sollen lieber in die seelische Stabilität kommen. Das wäre viel wichtiger. Das hat mit ausruhen nichts zu tun. Sie leben von der Grundsicherung nicht mehr und nicht mehr. Was hast du als Steuerzahler davon, wenn derjenige im Niedriglohnsektor wieder aufstockt?
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Misterfritz
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Misterfritz » So 1. Jul 2018, 20:09

lili hat geschrieben:(01 Jul 2018, 20:50)

Diese Leute sollen lieber in die seelische Stabilität kommen.
Und dann?
Und noch mal: Wir reden über Leute, die arbeiten KÖNNEN, aber nicht WOLLEN. Diejenigen, die nicht arbeiten können, aus welchen Gründen auch immer, um die geht es doch gar nicht.
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zollagent
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon zollagent » So 1. Jul 2018, 21:37

Selina hat geschrieben:(01 Jul 2018, 16:18)

So war er mal dieser zweite Arbeitsmarkt. Stimmt. Der, über den heute diskutiert wird, soll besser funktionieren, mit echten sozialversicherungspflichtigen Jobs, wo nicht mehr aufgestockt werden muss... Na gut, so wurde es jedenfalls von SPD-Leuten diskutiert. Obs kommt, ist ungewiss. Trauen kann man denen ja nicht.

Für mich klingt das wie die Quadratur des Kreises. Wenn es auf diesem Arbeitsmarkt nämlich Jobs, die deinen Vorstellungen genügen, geben sollte, wären das Kandidaten für den ersten Arbeitsmarkt.
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Selina
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Selina » Mo 2. Jul 2018, 09:36

Misterfritz hat geschrieben:(01 Jul 2018, 20:47)

Man kann aber von der arbeitenden Bevölkerung keine Solidarität erwarten, wenn man die Leute sich einfach einen schönen Lenz auf Kosten der Gesellschaft machen lässt.


Keiner, der von Hartz vier lebt, kann sich davon einen "schönen Lenz" machen. Und auch die Aufstocker und Niedriglöhner machen sich keinen Bunten. Deren Leben dreht sich immer nur darum, jeden einzelnen Cent dreimal herumzudrehen. Wie viele Hartz-vier-Bezieher kennst du persönlich?
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zollagent
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon zollagent » Mo 2. Jul 2018, 09:45

Selina hat geschrieben:(02 Jul 2018, 10:36)

Keiner, der von Hartz vier lebt, kann sich davon einen "schönen Lenz" machen. Und auch die Aufstocker und Niedriglöhner machen sich keinen Bunten. Deren Leben dreht sich immer nur darum, jeden einzelnen Cent dreimal herumzudrehen. Wie viele Hartz-vier-Bezieher kennst du persönlich?

Tja, das ist aber das Bild, das die Menschen so haben. Gerade in kleinen Orten, wie unsere Kreisstadt, wo praktisch jeder jeden kennt, da sehen die, die morgens zur Arbeit fahren, Transferleistungsbezieher von den Parties nach Hause wanken. Die, die zuhause bleiben, sieht man ja nicht, daher ist dieses einseitige Bild das, das bestimmend ist.
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Rote_Galaxie » Mo 2. Jul 2018, 14:17

Misterfritz hat geschrieben:(01 Jul 2018, 21:09)

Und dann?
Und noch mal: Wir reden über Leute, die arbeiten KÖNNEN, aber nicht WOLLEN. Diejenigen, die nicht arbeiten können, aus welchen Gründen auch immer, um die geht es doch gar nicht.


Es gab mal jemanden der hat über das "Recht auf Faulheit" geschrieben...
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Gruwe
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Gruwe » Mo 2. Jul 2018, 15:15

Rote_Galaxie hat geschrieben:(02 Jul 2018, 15:17)

Es gab mal jemanden der hat über das "Recht auf Faulheit" geschrieben...


...das es nicht gibt, solange man von anderen etwas haben möchte!
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Selina
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Selina » Mo 2. Jul 2018, 16:33

Rote_Galaxie hat geschrieben:(02 Jul 2018, 15:17)

Es gab mal jemanden der hat über das "Recht auf Faulheit" geschrieben...


Ja, das war der Schwiegersohn von Karl Marx, Paul Lafargue.

Zitat:

Das Recht auf Faulheit (Im Original: Le droit à la paresse) ist ein literarisches Werk von Paul Lafargue aus dem Jahre 1880 zur Widerlegung des „Rechts auf Arbeit“ von 1848. Es handelt sich um die bekannteste Schrift Lafargues. Sie erschien zuerst in der Zeitschrift L’Égalité und drei Jahre später als Broschur. Eduard Bernstein übersetzte die Schrift ins Deutsche für die Zeitschrift Sozialdemokrat.

Lafargue kritisiert in seiner Schrift die ideologischen (moralischen), bürgerlichen („Bourgeoisie“) und kapitalistischen Grundlagen des Arbeitsbegriffs seiner Zeit. Dabei kritisiert er auch die Arbeiterbewegung, die von der „seltsamen Sucht“, der „Arbeitssucht“ beherrscht sei. Bei ihm ist die Rede von der „Liebe zur Arbeit, die rasende, bis zur Erschöpfung der Individuen und ihrer Nachkommenschaft gehende Arbeitssucht“. Ziel seiner Kritik ist nicht die Forderung eines Grundrechts auf Faulheit, sondern die Abschaffung kapitalistischer Produktionsweisen. Die „kapitalistische Moral“ sei „eine jämmerliche Kopie der christlichen Moral, belegt das Fleisch des Arbeiters mit einem Fluch; ihr Ideal besteht darin, die Bedürfnisse des Produzenten auf das geringste Minimum zu drücken, seine Freude und seine Leidenschaften zu ersticken und ihn zur Rolle einer Maschine zu verurteilen, aus der man pausenlos und gnadenlos Arbeit herausschindet.“


https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Recht_auf_Faulheit
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon sünnerklaas » Mo 2. Jul 2018, 17:05

Gruwe hat geschrieben:(02 Jul 2018, 16:15)

...das es nicht gibt, solange man von anderen etwas haben möchte!


Nicht falsch verstehen!
Das Recht auf Faulheit bedeutet nicht, dass man nicht arbeiten soll. Es bedeutet viel mehr, dass man seinen Fokus auch auf andere Dinge im Leben richten soll.
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 2. Jul 2018, 17:09

Selina hat geschrieben:(02 Jul 2018, 10:36)

Keiner, der von Hartz vier lebt, kann sich davon einen "schönen Lenz" machen. Und auch die Aufstocker und Niedriglöhner machen sich keinen Bunten. Deren Leben dreht sich immer nur darum, jeden einzelnen Cent dreimal herumzudrehen. Wie viele Hartz-vier-Bezieher kennst du persönlich?

Hab einige kennengelernt. Und deren Tricks sich einen schönen Lenz zu machen. Mal durc hSchwarzarbeit, mal auf Kosten der Kinder, mal durch die Hilfe der Tafel oder alles zusammen. Für Smartphone , Bier und Zigaretten war auch irgendwie immer Geld da. Keine Ahnung wie die dass machen.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Realist2014 » Mo 2. Jul 2018, 17:36

lili hat geschrieben:(01 Jul 2018, 20:50)

. Was hast du als Steuerzahler davon, wenn derjenige im Niedriglohnsektor wieder aufstockt?


Niedriglohn mit Vollzeit und "Aufstocken" gibt es nicht
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Realist2014 » Mo 2. Jul 2018, 17:37

Selina hat geschrieben:(02 Jul 2018, 10:36)

Keiner, der von Hartz vier lebt, kann sich davon einen "schönen Lenz" machen. Und auch die Aufstocker und Niedriglöhner machen sich keinen Bunten. Deren Leben dreht sich immer nur darum, jeden einzelnen Cent dreimal herumzudrehen. Wie viele Hartz-vier-Bezieher kennst du persönlich?


Auftstocker & Niedriglöhner ARBEITEN ja...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Gruwe » Mo 2. Jul 2018, 17:52

sünnerklaas hat geschrieben:(02 Jul 2018, 18:05)

Nicht falsch verstehen!
Das Recht auf Faulheit bedeutet nicht, dass man nicht arbeiten soll. Es bedeutet viel mehr, dass man seinen Fokus auch auf andere Dinge im Leben richten soll.


Sicher, mach doch jeder von uns und da spricht auch nix dagegen!

Nur wenn ich möchte, dass Jemand anderes irgendwas für mich tut, dann darf ich micht nicht beschweren, wenn er eine Gegenleistung will..und auch nicht, wenn er seine Leistung für mich nicht erbringt, weil ich ihm was von meinem Recht auf Faulheit erzähle. Dieses Recht nimmt er dann in diesem Fall auch für sich in Anspruch!
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon zollagent » Di 3. Jul 2018, 08:48

Alter Stubentiger hat geschrieben:(02 Jul 2018, 18:09)

Hab einige kennengelernt. Und deren Tricks sich einen schönen Lenz zu machen. Mal durc hSchwarzarbeit, mal auf Kosten der Kinder, mal durch die Hilfe der Tafel oder alles zusammen. Für Smartphone , Bier und Zigaretten war auch irgendwie immer Geld da. Keine Ahnung wie die dass machen.

Wenn das immer so wäre, bei einigen klappt das natürlich, aber auch immer nur zeitweise, dann wären das doch geniale Wirtschaftler. Der "schöne Lenz" hat halt den Nachteil des dauernden Mangels. Damit muß man leben können.
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Selina » Di 3. Jul 2018, 11:06

Ich kenne etliche Hartz-vier-Bezieher persönlich und auch mit Mitarbeitern ausm Jobcenter hab ich mich schon intensiver unterhalten. Die sagen allesamt: Diese ständig vorgetragenen Vorurteile, Hartz-vier-Bezieher machen sich nen Lenz, seien faul und tricksten herum, um an die Sozialleistungen zu kommen, sind falsch. Das Netz der Kontrollen und Sanktionen ist so dicht gewebt, da rutscht keiner durch. Faul und verlogen zu sein, würde da rein technisch schon gar nicht gehen. Mal abgesehen von dieser Unverschämtheit, die da pauschal unterstellt wird. Das sagt viel über das Menschenbild derjenigen aus, die sowas verbreiten. Diese verbale Verurteilung der Hilfebezieher dient einzig und alleine dem Zweck, zu sagen: Unser wunderschönes kapitalistisches System trägt keine Schuld an den miesen Zuständen, das sind ganz alleine die Betroffenen selbst. Verlogene Geschichte. Sekundiert von Bildzeitung und co.
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon BlueMonday » Di 3. Jul 2018, 11:58

Beim Lob der"Faulheit" kann "man" sich ja schon mal darin üben, Menschen mit Kapitaleinkommen zu beglückwünschen.
Denn wird nicht gerade die vermeintliche "Leistungslosigkeit" dieser Einkommen "kritisiert"? Von Anfang an. "Geraubter Mehrwert" etc. Das ist doch gerade diese paulinische "wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen"-Attitüde. Die hat ja nun nicht der "Kapitalismus" erfunden. Das kommt vielmehr aus der Ecke der "Arbeitereinheitsfront". Reih dich ein!
https://www.youtube.com/watch?v=-Bik58dejcc

Die Idee des Kapitalismus ist hingegen mit dem gleichen Input(Arbeit, Ressourcen) mehr Output(quantitativ/qualitativ) zu erreichen, eben durch den Einsatz von Kapitalgütern (roundaboutness).
But who would build the roads?
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Realist2014 » Di 3. Jul 2018, 12:09

Selina hat geschrieben:(03 Jul 2018, 12:06)

I . Mal abgesehen von dieser Unverschämtheit, die da pauschal unterstellt wird. Das sagt viel über das Menschenbild derjenigen aus, die sowas verbreiten. Diese verbale Verurteilung der Hilfebezieher dient einzig und alleine dem Zweck, zu sagen: Unser wunderschönes kapitalistisches System trägt keine Schuld an den miesen Zuständen, das sind ganz alleine die Betroffenen selbst. Verlogene Geschichte. Sekundiert von Bildzeitung und co.


wir warten immer noch auf den Nachweis eines BESSEREN "Systems" als das in D( = soziale Marktwirtschaft)...

WO und WANN gab es das auf diesem Planeten?

Oder nur in der Galaxie "Utopia"?
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Selina » Di 3. Jul 2018, 12:12

Realist2014 hat geschrieben:(03 Jul 2018, 13:09)

wir warten immer noch auf den Nachweis eines BESSEREN "Systems" als das in D( = soziale Marktwirtschaft)...

WO und WANN gab es das auf diesem Planeten?

Oder nur in der Galaxie "Utopia"?


Wer sagt denn, dass es das schon mal gab? Keiner. Also ich nicht. Das werden immer einzelne Elemente aus den diversen Gesellschaften sein, die man übernehmen und transformieren könnte in was Neues. Aber ansonsten wäre das ein völlig neues System. Gabs noch nicht.
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon Realist2014 » Di 3. Jul 2018, 12:18

Selina hat geschrieben:(03 Jul 2018, 13:12)

Wer sagt denn, dass es das schon mal gab? Keiner. Also ich nicht. Das werden immer einzelne Elemente aus den diversen Gesellschaften sein, die man übernehmen und transformieren könnte in was Neues. Aber ansonsten wäre das ein völlig neues System. Gabs noch nicht.


das, was DU dir vorstellst, wird es auch nicht geben ( in der überschaubaren Zukunft)

Liegt ganz einfach an der Realität der Menschen.

Das sind KEINE Altruisten.

DEINE "Probleme" sind:

Wettbewerb
Leistungsgesellschaft
Vertragsfreiheit
Eigentum ( speziell an Produktionsmitteln)
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Re: neoliberal oder neosozial

Beitragvon relativ » Di 3. Jul 2018, 12:20

lili hat geschrieben:(01 Jul 2018, 12:25)

Hallo ihr Lieben,

ich habe mal auf einer Seite gelesen, dass die Agenda 2010 eher neosozial wäre. Der Begriff neoliberal wäre somit nicht richtig. Als Begründung wurde geliefert, dass es um kollektive Interessen geht. Der Hilfesuchende muss für die Allgemeinheit etwas tun bzw. zurückgeben. Der neoliberale würde wahrscheinlich ihm ein wenig Sozialleistungen geben und ihn dann in Ruhe lassen. So nach dem Motto: Er muss zusehen wie er damit klar kommt.


Was sagt ihr dazu?


Was Neoliberalismus verkörpert kann man gerade in Russland gut erkennen.
Da wird für einen Präsidenten und einige Unternehmer Millardenteure Ereignisse wie Olympia und die Fußball WM ins Land geholt und bezahlen lässt man diese von den normalen Bürgern, indem man mal eben das Renteneintrittsalter um 5 Jahre erhöht. ;)
Das Banale braucht man nicht zu schälen.

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