Produktionswege ohne Preise

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Betrachter
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Betrachter » Do 20. Sep 2018, 10:55

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(20 Sep 2018, 11:21)

Der Markt sorgt schon für ein gerechtes Tauschverhältnis. Das ist ja das schöne am tauschen.


Deshalb gibt es wohl auch so viele nützliche Dinge wie Brot, das über Preise in alle hungrige Münder findet, nicht wahr?
Was können denn Menschen tauschen, die nur ihre Arbeitskraft haben, welche oft gar nicht von Unternehmern gebraucht wird?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Realist2014 » Do 20. Sep 2018, 11:33

Betrachter hat geschrieben:(20 Sep 2018, 11:55)


Was können denn Menschen tauschen, die nur ihre Arbeitskraft haben, welche oft gar nicht von Unternehmern gebraucht wird?


was limitiert eigentlich permanent deinen Scope extrem?

Inwiefern gibt es "Arbeit" nur als "Arbeitnehmer" bei "Unternehmen"?

Wir haben in D fast 5 Mio Selbständige, die ihre Arbeitskraft- oder genauer gesagt ihre KOMPETENZEN direkt auf dem Markt anbieten.

Somit ,müsste DEINE Frage eigentlich lauten:

Was können Menschen "tauschen" , die über gar keine Kompetenzen verfügen, welche andere benötigen oder haben wollen?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Realist2014 » Do 20. Sep 2018, 11:36

Betrachter hat geschrieben:(20 Sep 2018, 11:08)

Eine Stunde Feldarbeit gegen eine Stunde Arbeit in der Möbelfabrik?


Nein

denn ein Stunde Arbeit ist eben KEINE Tauschwährung

Eine Stunde Arbeit eines Arztes hat eben einen wesentlich höheren "Tauschwert" als eine Stunde eines Hofkehrers...

zumindest in der heutigen Realität auf dem Planeten Erde...
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Winzer » Do 20. Sep 2018, 11:38

Ihre Arbeitskraft eben. Früher hatten die Bauern ihr Gesinde und da war Kost und Logis Teil der Entlohnung. Bei Uropa waren eine Magd und 2 Knechte auf dem Hof. Das war normal in der Region. Heut bekommen die Angestellten ihren Lohn und kaufen sich davon eben Kost und Logis, bleibt sich unterm Strich gleich.
Arbeitskraft ist ein Produkt das jeder vermarkten muss. Hat einer entsprechende Fähigkeiten Qualifikationen ist seine spezialisierte Arbeitskraft gefragt und steht hoch im Kurs, der ohne ist halt beliebig austauschbar und steht tief im Kurs.

Wer nicht mit dem Kopf arbeiten kann muss das eben mit den Muskeln oder halt Arbeiten ausführen die sonst keiner will. Dummheit ist keine Entschuldigung für Faulheit.

Brot kommt auch nur deshalb günstig in die Münder weil der Rohstoff subventioniert ist, sonst wäre der Getreidebau hier schon längst eingestellt, damit der Verbraucher mehr über hat für Konsum.

Wie die alten Römer, Brot und Spiele
... denn wäre nicht der Bauer, so hättest Du kein Brot ...

https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Riesenspielzeug

Nein, ich mag keine Besucher die erst die Tür eintreten und nicht merken wenn die Party vorbei ist.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Raskolnikof » Do 20. Sep 2018, 12:22

Occham hat geschrieben:(19 Sep 2018, 21:08)

... Ein schöner Smart reicht und man hat immer einen Parkplatz...

Wirklich? In meiner Heimatstadt ist wirklich jeder PKW-Stellplatz weiß markiert. Da spielt es überhaupt keine Rolle, ob ich einen Smart oder einen dicken SUV fahre. Einzig bei Dämels, die sich einen Dreck um diese Markierungen scheren ist der Smart-Fahrer hin und wieder mal im Vorteil, weil er in die verbiebene Lücke passt, die ihm ein rücksichtsloser oder Gedankenloser Autofahrer gelassen hat. Da falle ich auf die Smart-Werbung nicht rein. :)
Stell dir vor die Liebe deines Lebens geht an dir vorbei
und du schaust auf dein Smartphone.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Occham » Do 20. Sep 2018, 12:28

Winzer hat geschrieben:(20 Sep 2018, 12:38)
Dummheit ist keine Entschuldigung für Faulheit.


Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wenn schon so.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Occham » Do 20. Sep 2018, 12:36

Raskolnikof hat geschrieben:(20 Sep 2018, 13:22)

Wirklich? In meiner Heimatstadt ist wirklich jeder PKW-Stellplatz weiß markiert. Da spielt es überhaupt keine Rolle, ob ich einen Smart oder einen dicken SUV fahre. Einzig bei Dämels, die sich einen Dreck um diese Markierungen scheren ist der Smart-Fahrer hin und wieder mal im Vorteil, weil er in die verbiebene Lücke passt, die ihm ein rücksichtsloser oder Gedankenloser Autofahrer gelassen hat. Da falle ich auf die Smart-Werbung nicht rein. :)

Du meinst wie die reichen Leute auf die Werbung reinfallen, ein Auto mit viel Power besitzen zu müssen, obwohl in einer Großstadt nicht zur Geltung gebracht werden kann? Und in anderen Großstädten finde ich, hat man sehrwohl Vorteile durch einen Smart. Muss aber natürlich jeder selber wissen...
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Do 20. Sep 2018, 13:06

Occham hat geschrieben:(20 Sep 2018, 13:36)

Du meinst wie die reichen Leute auf die Werbung reinfallen, ein Auto mit viel Power besitzen zu müssen, obwohl in einer Großstadt nicht zur Geltung gebracht werden kann? Und in anderen Großstädten finde ich, hat man sehrwohl Vorteile durch einen Smart. Muss aber natürlich jeder selber wissen...


Und es kümmert dich genau was, wenn irgendwelche Leute auf Werbung "reinfallen" und daher unbedingt ein dickes Auto haben müssen und dafür ne gute Stange von IHREM Geld hinlegen?
Du hast dadurch ja weder mehr, noch weniger. Würde derjenige das Geld sparen, würde er das eben für etwas anderes ausgeben. Du hast ja auch deine ganz persönlichen Vorstellungen, was
du so mit deinem Einkommen veranstaltest!
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon BlueMonday » Do 20. Sep 2018, 13:54

@kroko Das ist ja nun gerade die Pointe an einem Tauschmittel aka Geld, dass es drastisch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es zum Tausche kommt - allein schon durch seine Intertemporalität. Dadurch wird fast jeder nützlich für jemand anderen.

Was kann ich anderen anbieten? Das ist die erste Überlegung in einer marktförmigen, zivilisierten Gesellschaft. Und sie folgt dem Bedürfnis, sich selbst zu erhalten, selbst nachzufragen. Kurz: Angebot schafft Nachfrage (B. Say).
Eine Gesellschaft, die nicht in der Mehrzahl Gesellschaftsglieder hat, die etwas anzubieten haben, ist eine verlorene Gesellschaft.

Und wenn du Brot über hast, dann verbietet es dir "der Markt" ja nicht, dass du es einem anderen gibst, der keines hat und dir nichts im Gegenzug bieten kann. Nur zu!
Es wurde ja auch hier im Forum schon oft dazu ermuntert, dass der Kommunist seinen Kommunismus, von dem er ständig redet und fantasiert, endlich vorlebt.
Stell einen großen öffentlichen Korb in die Mitte der Gesellschaft und fülle ihn reichlich mit deinem Brot und mit deiner Mühe und werde nicht müde, ihn immer wieder neu zu befüllen! Und nur das Beste für den Korb!
Führt freilich schnell zu dem Problem, dass man sich so eine wachsende Zahl von reinen Zugreifern heranzüchtet, die nichts anderes mehr können als zuzugreifen. Und wenn irgendwann alle nur noch zugreifen wollen, haben wir einen chronisch leeren Korb und leere Mägen. Eine unheilvolle Abwärtsspirale, die nur aufgehalten werden kann von selbstlosen Menschen, die unbeirrt den gemeinsamen Korb (Kommunismus, communis = gemeinsam) wieder und wieder auffüllen, ohne zuerst an das eigene Wohl zu denken. Menschen wie du sind da gefordert voranzugehen. Wer sonst soll es tun?

Selbst einer wie Heine wusste allerdings wohl Paulus folgend auch: "Verschlemmen soll nicht der faule Bauch was fleißige Hände erwarben. "
Vor dem Kommunismus war ihm am Ende auch eher bange. Er hatte schon ein feines Gespür für die sozialistischen Grobheiten, die da in der Zukunft warten, und sie kamen ja reichlich und schlimmer.
But who would build the roads?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Occham » Do 20. Sep 2018, 15:02

BlueMonday hat geschrieben:(20 Sep 2018, 14:54)

@kroko Das ist ja nun gerade die Pointe an einem Tauschmittel aka Geld, dass es drastisch die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es zum Tausche kommt - allein schon durch seine Intertemporalität. Dadurch wird fast jeder nützlich für jemand anderen.

Was kann ich anderen anbieten? Das ist die erste Überlegung in einer marktförmigen, zivilisierten Gesellschaft. Und sie folgt dem Bedürfnis, sich selbst zu erhalten, selbst nachzufragen. Kurz: Angebot schafft Nachfrage (B. Say).
Eine Gesellschaft, die nicht in der Mehrzahl Gesellschaftsglieder hat, die etwas anzubieten haben, ist eine verlorene Gesellschaft.

Und wenn du Brot über hast, dann verbietet es dir "der Markt" ja nicht, dass du es einem anderen gibst, der keines hat und dir nichts im Gegenzug bieten kann. Nur zu!
Es wurde ja auch hier im Forum schon oft dazu ermuntert, dass der Kommunist seinen Kommunismus, von dem er ständig redet und fantasiert, endlich vorlebt.
Stell einen großen öffentlichen Korb in die Mitte der Gesellschaft und fülle ihn reichlich mit deinem Brot und mit deiner Mühe und werde nicht müde, ihn immer wieder neu zu befüllen! Und nur das Beste für den Korb!
Führt freilich schnell zu dem Problem, dass man sich so eine wachsende Zahl von reinen Zugreifern heranzüchtet, die nichts anderes mehr können als zuzugreifen. Und wenn irgendwann alle nur noch zugreifen wollen, haben wir einen chronisch leeren Korb und leere Mägen. Eine unheilvolle Abwärtsspirale, die nur aufgehalten werden kann von selbstlosen Menschen, die unbeirrt den gemeinsamen Korb (Kommunismus, communis = gemeinsam) wieder und wieder auffüllen, ohne zuerst an das eigene Wohl zu denken. Menschen wie du sind da gefordert voranzugehen. Wer sonst soll es tun?

Selbst einer wie Heine wusste allerdings wohl Paulus folgend auch: "Verschlemmen soll nicht der faule Bauch was fleißige Hände erwarben. "
Vor dem Kommunismus war ihm am Ende auch eher bange. Er hatte schon ein feines Gespür für die sozialistischen Grobheiten, die da in der Zukunft warten, und sie kamen ja reichlich und schlimmer.

Der erhöhte Tausch ist kein Hexenwerk. Bei großen Wohlstand muss umso mehr gearbeitet werden, um so einen erhöhten Tausch bewerkstelligen zu können. Und da jeder großen Wohlstand will, ist das dadurch gewährleistet. Nun kann aber nicht jeder Überflusswohlstand haben, deswegen gibt es den Rechtsstaat, Regeln und Marktwirtschaft. Wenn du das als zivilisiert betrachten willst, schön... Das heisst aber nicht, das es ärmere Länder nicht auch gut machen... Denne ihr System funktioniert eben nicht anders!
Die beste Lösung eines Problems ist meist die Einfachste.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Maltrino » Do 20. Sep 2018, 23:28

franktoast hat geschrieben:(06 Jun 2018, 16:10)

Man stelle sich das sozialistische oder kommunistische Utopia vor, in dem es keine Preise gibt. Demzufolge hat man auch keine Chance herauszufinden, was aufwändiger herzustellen ist und somit "teurer". Man tappt völlig im Dunkeln. Ich vermute, dass man sich das gar nicht vorstellen kann.

....

Wie will man nun so komplett ohne Preise die besseren Produktionswege finden? Ist es besser Kupfer oder Glaskabel einzusetzen? Ist es besser die TShirt in Bangladesch oder in Deutschland herzustellen?

Wie löst man dieses Rechenproblem im Sozialismus?
...



Das ist aber auch ne merkwürdige Frage.

Ich hätte immer gesagt: Im Sozialismus löst man diese Fragen nicht sondern macht einfach einen PLAN.

Und PLAN heißt eben auch, dass die Plan-Kommission entscheidet, dass etwas hergestellt werden soll was auf dem Markt nicht rentabel oder gewünscht wäre.

Und jeder der das kritisiert, der muss halt auch Hartz4 kritisieren so genau das gemacht wird. Wenn jemand sanktioniert wird weil er zu spät zu irgendeinem Termin kommt, dann ist das eine Form der Planwirtschaft. Der Staat setzt einen Plan und sagt "Wir nehmen Ressourcen und stellen diese Ressourcen Leuten zur Verfügung die pünktlich zu Terminen kommen." Marktwirtschaftlich totaler Unsinn.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 21. Sep 2018, 01:21

Betrachter hat geschrieben:(20 Sep 2018, 11:08)

Warum sollte der Bauer unbedingt tauschen- und wie soll da ein "gerechtes" Tauschverhältnis ermittelt werden? Eine Stunde Feldarbeit gegen eine Stunde
Arbeit in der Möbelfabrik?


So ist es

Ein Bauer hat Produktionskosten. Er braucht Maschinen um Felder zu bestellen, Diesel fuer die Maschinen, Saatgut, Duengemittel, Pestizide usw genauso wie die Moebelfabrik offensichtlichProduktionskosten hat. Allein schon deshalb funktioniert keine Tauschwirtschaft.

Wieviel kg Kartoffeln ist ein Tisch wert? Wieviel Kartoffel muss nun die Moebelfabrik tauschen um Holz zum Tischbau zu ertauschen, Wieviel Tische braucht der Bauer um einen neuen Traktor zu ertauschen? Geht nicht! Unser Wert fuer Gueter und Dienstleistungen ist in Geld gemessen.

Lediglich isolierte, kleine Gesellschaften , wie Indios tief im Amzonas Dchungel haben Produktionswege ohne Preis da diese Produktionswege sich auf Jagen und Sammeln beschraenken. Es gibt keine Tischler die Tische herstellen! Es gibt keine Autohersteller die Autos herstellen und Lebensmittel werden nicht von einem Spezialisten (Landwirt) angebaut und von einem anderen Spezialisten (zB Baecker) verarbeitet. Die Maenner jagen, die Frauen und Kinder sammeln und alles kommt in einen Topf. Ich glaube kaum jemand kann auf die Idee kommen das dies bei uns auch nur annaehernd funktionieren koennte.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Watchful_Eye » Fr 21. Sep 2018, 01:40

Ich glaube, das passt hier gerade ganz gut rein:


Dieser Mann hat ein Sandwich komplett selbst gemacht, indem er selbst Tomaten angebaut hat, ein Huhn geschlachtet hat, Weizen angepflanzt hat etc. Kostete ihn nur 6 Monate und 1500$. Deshalb besser Opportunitätskosten und komparative Vorteile beachten :)
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Maltrino » Fr 21. Sep 2018, 02:15

Watchful_Eye hat geschrieben:(21 Sep 2018, 02:40)

...

Dieser Mann hat ein Sandwich komplett selbst gemacht, indem er selbst Tomaten angebaut hat, ein Huhn geschlachtet hat, Weizen angepflanzt hat etc. Kostete ihn nur 6 Monate und 1500$. Deshalb besser Opportunitätskosten und komparative Vorteile beachten :)


Ja aber betrachte das doch mal so: Wenn das ALLE machen würden, dann wäre die Arbeitslosigkeit besiegt! Dann würde jeder Mensch auf der Welt jährlich 2 Sandwiches haben und wäre die ganze Zeit damit beschäftigt diese herzustellen! Jeder hätte endlich ARBEIT! Ds ist doch GENAU das was SPD, CDU und co. wollen!
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Fr 21. Sep 2018, 07:18

Maltrino hat geschrieben:(21 Sep 2018, 00:28)

Das ist aber auch ne merkwürdige Frage.

Ich hätte immer gesagt: Im Sozialismus löst man diese Fragen nicht sondern macht einfach einen PLAN.

Und PLAN heißt eben auch, dass die Plan-Kommission entscheidet, dass etwas hergestellt werden soll was auf dem Markt nicht rentabel oder gewünscht wäre.

Und jeder der das kritisiert, der muss halt auch Hartz4 kritisieren so genau das gemacht wird. Wenn jemand sanktioniert wird weil er zu spät zu irgendeinem Termin kommt, dann ist das eine Form der Planwirtschaft. Der Staat setzt einen Plan und sagt "Wir nehmen Ressourcen und stellen diese Ressourcen Leuten zur Verfügung die pünktlich zu Terminen kommen." Marktwirtschaftlich totaler Unsinn.

Jep, staatliche Interventionen bzw. der Sozialstaat ansich sind planwirtschaftlich in dem Sinne, dass etwas erreicht werden will, was Menschen in freiwilligen Interaktionen nicht erreichen. Lose Ziele gibt es womöglich auch, aber im Koalitionsvertrag steht nicht drin, dass zB. 2% Arbeitslosigkeit erreicht werden soll.

So viel Marktwirtschaft wie möglich, so viel Planwirtschaft wie nötig.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Realist2014 » Fr 21. Sep 2018, 07:38

Maltrino hat geschrieben:(21 Sep 2018, 00:28)



Und jeder der das kritisiert, der muss halt auch Hartz4 kritisieren so genau das gemacht wird. Wenn jemand sanktioniert wird weil er zu spät zu irgendeinem Termin kommt, dann ist das eine Form der Planwirtschaft. .




der Staat sorgt hier nur für Vertragserfüllung

WENN jemand von der Gesellschaft Geld haben möchte, DANN hat er sich im Falle von ALG II dazu bereit erklärt, ALLES zu tun ( hier Bewerben, Termine einhalten) usw. um SELBER wieder Einkommen zu erzielen


mit dem , was unter Planwirtschaft normalerweise verstanden wird, hat das NICHTS zu tun
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon BlueMonday » Fr 21. Sep 2018, 09:53

Occham hat geschrieben:(20 Sep 2018, 16:02)

Der erhöhte Tausch ist kein Hexenwerk. Bei großen Wohlstand muss umso mehr gearbeitet werden, um so einen erhöhten Tausch bewerkstelligen zu können. Und da jeder großen Wohlstand will, ist das dadurch gewährleistet. Nun kann aber nicht jeder Überflusswohlstand haben, deswegen gibt es den Rechtsstaat, Regeln und Marktwirtschaft. Wenn du das als zivilisiert betrachten willst, schön... Das heisst aber nicht, das es ärmere Länder nicht auch gut machen... Denne ihr System funktioniert eben nicht anders!



Zivilisiert heißt, dass man nicht mit Gewalt vom anderen nimmt, sondern Eigentumsgrenzen respektiert. Also um von einem Fremden etwas zu bekommen, muss man ihm in der Regel etwas im Gegenzug bieten. Nennt sich auch Gegenseitigkeit. Hat man sofort auf der Stelle nichts zu bieten, dann braucht es hingegen ein intertemporales Mittel. Also bspw. schenkt die eine Seite etwas, aber in der Hoffnung auch mal beschenkt zu werden. Durch die damit verbundene Unkonkretheit wird das freilich selten zu existentiell bedeutsamen Austäuschen führen. Oder man konkretisiert es: Heute geben wir euch 10 Wolfsfelle. Und im Sommer bekommen wir von euch soundsoviel Getreide. Und schon hat man in den Anfängen so etwas wie Geld, wenn eine Schuld auf irgendeine Weise festgehalten wird und diese Schuld etwas "gilt" und evtl sogar transferierbar, also zum Zahlungsmittel wird.

Gewalt funktioniert wenn überhaupt nur auf einem sehr niedrigen Niveau. Jeder Aufbau, jede Investition wird durch Gewalt eben wieder eingerissen, zahlt sich nicht aus, bleibt irgendwann aus.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon TheManFromDownUnder » Fr 21. Sep 2018, 10:35

Watchful_Eye hat geschrieben:(21 Sep 2018, 02:40)

Ich glaube, das passt hier gerade ganz gut rein:


Dieser Mann hat ein Sandwich komplett selbst gemacht, indem er selbst Tomaten angebaut hat, ein Huhn geschlachtet hat, Weizen angepflanzt hat etc. Kostete ihn nur 6 Monate und 1500$. Deshalb besser Opportunitätskosten und komparative Vorteile beachten :)


Fantastisch 1 Sandwich in 6 Monaten und das fuer $ 1500. Ich kann das fuer wesentlich weniger wenn ich in den Supermarkt gehe, alle Zutaten kaufe und mit weniger Zeitaufwand. Ich stelle das Sandwich fuer $ 2 her und Dank meiner secrety Mayo Sauce verkaufe ich es fuer $ 7,50.

Ich habe einen Fisch gefangen! Die Beach Worms kosteten mich $ 10

Der Fisch war gross genug fuer 2 Personen. Ein frischer Fisch zum Abendessen! Super! Kosten fuer den Fisch $ 10. Erlebnis unbezahlbar fuer alles andere Mastercard :D
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Occham » Fr 21. Sep 2018, 10:43

BlueMonday hat geschrieben:(21 Sep 2018, 10:53)

Zivilisiert heißt, dass man nicht mit Gewalt vom anderen nimmt, sondern Eigentumsgrenzen respektiert. Also um von einem Fremden etwas zu bekommen, muss man ihm in der Regel etwas im Gegenzug bieten. Nennt sich auch Gegenseitigkeit. Hat man sofort auf der Stelle nichts zu bieten, dann braucht es hingegen ein intertemporales Mittel. Also bspw. schenkt die eine Seite etwas, aber in der Hoffnung auch mal beschenkt zu werden. Durch die damit verbundene Unkonkretheit wird das freilich selten zu existentiell bedeutsamen Austäuschen führen. Oder man konkretisiert es: Heute geben wir euch 10 Wolfsfelle. Und im Sommer bekommen wir von euch soundsoviel Getreide. Und schon hat man in den Anfängen so etwas wie Geld, wenn eine Schuld auf irgendeine Weise festgehalten wird und diese Schuld etwas "gilt" und evtl sogar transferierbar, also zum Zahlungsmittel wird.

Gewalt funktioniert wenn überhaupt nur auf einem sehr niedrigen Niveau. Jeder Aufbau, jede Investition wird durch Gewalt eben wieder eingerissen, zahlt sich nicht aus, bleibt irgendwann aus.

Es gibt also tatsächlich keine Zwangsvollstreckung bei Zahlungsverweigerung :thumbup:

Demnach wäre unser System und jedes andere nicht funktionsfähig
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon BlueMonday » Fr 21. Sep 2018, 12:56

Occham hat geschrieben:(21 Sep 2018, 11:43)

Es gibt also tatsächlich keine Zwangsvollstreckung bei Zahlungsverweigerung :thumbup:

Demnach wäre unser System und jedes andere nicht funktionsfähig


Dein kommunistisches System? Ja da bist du und andere Proponenten gefragt, vorzuleben, wie es ohne Leistung vs Gegenleistung, ohne Vertrag, ohne Eigentum, ohne Tauschmittel, ohne Preise usw. funktionieren soll.
Bisher kam da nur so etwas auf dem Niveau: jeder schreibt einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann, und der kommt dann halt vorbei. Es gibt auch keine Knappheit. Genug für alle da.
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