Produktionswege ohne Preise

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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Realist2014 » Mo 11. Jun 2018, 19:50

Ein Terraner hat geschrieben:(11 Jun 2018, 20:40)

Vielleicht in der Buchhaltung, aber nicht in der Fertigung.



da bist du schwer auf dem Holzweg.

Der Begriff Vollkostenrechnung würde dir da helfen...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Mo 11. Jun 2018, 20:03

Realist2014 hat geschrieben:(11 Jun 2018, 20:50)

da bist du schwer auf dem Holzweg.

Der Begriff Vollkostenrechnung würde dir da helfen...

Was auch sonst, erkläre doch mal bitte um was es in diesem Thread hier geht.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Mo 11. Jun 2018, 20:04

Ein Terraner hat geschrieben:(11 Jun 2018, 20:40)
Vielleicht in der Buchhaltung, aber nicht in der Fertigung.


Deine Aussage war ja:

Ein Terraner hat geschrieben:(11 Jun 2018, 17:35)
Ja kann man, aber auch das wiederpicht der Ursprünglichen Aussage das der Preis in einer Marktwirtschaft den Produktionsaufwand wiederspiegelt. Die Produktion einer Schraube wird in Deutschland nicht aufwändiger sein als in China, wenn man die Dinger in Deutschland nicht gerade von Hand geklöppelt hat.


und genau darum gehts ja auch in diesem Thread!

Es geht um ökonomische Prozesse und damit ist auch ökonomischer Aufwand gemeint, wenn es um die Effizienzfrage geht! Und selbstverständlich beinhaltet das auch den effizienten Umgang mit der Ressource "Arbeit", ob Dir das nun gefällt oder eben nicht!


Weil es da aktuell noch niedrige Lebensstandards und geringeren Wohlstand gibt.


Ja, danke!

Und warum gedenkst du, ist das so? Sind die Leute dort zu doof oder haben die einfach keine Lust den Wohlstand der westlichen Welt auch in ihr Land zu holen?
Oder warum?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Mo 11. Jun 2018, 20:06

Ein Terraner hat geschrieben:(11 Jun 2018, 21:03)

Was auch sonst, erkläre doch mal bitte um was es in diesem Thread hier geht.


Ich helfe Dir mal ein wenig auf die Sprünge:

Es gibt durchaus verschiedene technische Prozesse, um ein gewisse Gut herzustellen. Was denkst du, welcher diese Prozesse zum Einsatz kommt in deiner Fertigung?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Mo 11. Jun 2018, 20:14

Gruwe hat geschrieben:(11 Jun 2018, 21:04)

und genau darum gehts ja auch in diesem Thread!

Es geht um ökonomische Prozesse und damit ist auch ökonomischer Aufwand gemeint, wenn es um die Effizienzfrage geht! Und selbstverständlich beinhaltet das auch den effizienten Umgang mit der Ressource "Arbeit", ob Dir das nun gefällt oder eben nicht!


Was interessieren in einem Utopia Ökonomische Prozesse ? Spätestens bei einer Vollautomatisierung haben sich Personalkosten eh erledigt. Wenn eine Schraube gefertigt werden muss, ist die richtige Frage nicht danach wo die billigsten Menschen wohnen sondern wie dafür der einfachste und sicherste Weg ist.


Und warum gedenkst du, ist das so? Sind die Leute dort zu doof oder haben die einfach keine Lust den Wohlstand der westlichen Welt auch in ihr Land zu holen?
Oder warum?


Ja, die haben da keine Lust darauf. :rolleyes:
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Mo 11. Jun 2018, 20:20

Ein Terraner hat geschrieben:(11 Jun 2018, 21:14)
Was interessieren in einem Utopia Ökonomische Prozesse ? Spätestens bei einer Vollautomatisierung haben sich Personalkosten eh erledigt. Wenn eine Schraube gefertigt werden muss, ist die richtige Frage nicht danach wo die billigsten Menschen wohnen sondern wie dafür der einfachste und sicherste Weg ist.


Ich glaube, dass wir das Thema hier sein lassen können! Du kannst oder willst es einfach nicht verstehen!

Die Überschrift beinhaltet den Begriff "Produktionswege"! Was hat das wohl mit ökonomischen Prozessen zu tun?
Jegliche Produktion hat als Grundlage einen ökonomischen Auslöser. Denn nix wird produziert nur aus Selbstzweck. Auch in der Produktion gilt: Ursache -> Wirkung. Es ist nicht mein/unser Problem hier, wenn du das nicht verstehen willst.


Ja, die haben da keine Lust darauf. :rolleyes:


Ich nehme an, dass ich aus dieser Aussage interpretieren darf, dass Du also keine Ahnung hast, warum das so ist? Na dann...
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Skull » Mo 11. Jun 2018, 22:57

Guten Abend,

den Thread vom grössten Teil des (nicht nur) themenfremden Spam befreit.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Di 12. Jun 2018, 07:16

Ein Terraner hat geschrieben:(11 Jun 2018, 16:42)

Willkürlich, bei Motorrad hab ich mir kurz die Angebote im Netz angesehen, willkürlich im Rahmen beschlossen das ich mindestens 2500€ haben möchte und noch einen Verhandlungsspielraum aufgeschlagen. Kann aber auch sein das es viel zu tief oder viel zu hoch ist, wer kann da schon sagen ?

Und bei Fossilien ist es wie mit Kunst, einfach mal einen Preis ranklatschen, entweder geht es weg oder nicht.

Das war ja dann nicht Willkür. Du hast ja nicht alle Zahlen von 0bis unendlich genommen und eine davon ausgewählt. Du hast dich an anderen Marktpreisen orientiert. Bei Kunst ist das allerdings schwieriger, da es sich um Unikate handelt. Ich weiß gar nicht, ob man da von Marktpreisen reden kann. Hm, womöglich.

Aber nehmen wir doch mal ein einfacheres Beispiel, eine Feinunze Silber. Der Börsenkurs, also der Schmelzpreis liegt aktuell bei, 14,3€ und bleiben wir mal bei Anlagemünzen mit niedriger Prägequalität dann haben wir aktuell einen Bereich zwischen 16-19€ für die gängigsten Prägungen Neuware frisch vom Hersteller. Jetzt lassen sich diese Preisunterschiede leicht erklären, verschiedene Hersteller, unterschiedliche Prägeverfahren etc.. Nur woher kommen jetzt die Preisunterschiede bei einer Münze und den unterschiedlichen Händlern bei prägefrische Neuware direkt vom Hersteller? Kann es nicht doch sein das der Händler hier willkürlich seinen Gewinnwunsch aufschlägt oder gibt es für die Händler unterschiedliche Einkaufspreise so das hier schon die Prägeanstalt mit ihren Wünschen ansetzt ? Vielleicht auch beides ?

https://www.gold.de/kaufen/silbermuenze ... can-eagle/

Das ist wie bei allen anderen Produkten auch. Der Verkäufer hat ja auch noch andere Kosten wie Miete, Mitarbeiter, Webseite etc. Dadurch kann er zB. Beratung anbieten, was ja auch Teil vom Verkaufsprodukt sein kann. Deswegen sind Direktbanken zB. auch günstiger, weil die keine bzw. nur rudimentäre Beratung anbieten. Wenn einem das nicht wichtig ist, macht das Sinn. Genauso kann der Verkäufer zB. beim Zulieferer gleich viele kaufen, um Mengenrabatte zu realisieren. Nicht zuletzt gibt es unterschiedliche Strategien. Man kann viele Münzen mit niedriger Marge verkaufen oder wenige mit höherer Marge. Die Fernseher und Computer sind bei Aldi deswegen so günstig, weil die sich bei dem Preis und den gekauften Mengen sicher sein können, dass das nach 2 Tagen weg ist (= praktisch keine Lagerkosten, keine Ladenhüter).
Das alles hättest du dir aber auch selber denken können.

Nein, was nicht geht: Hey, wir verlangen jetzt mal 1€ mehr pro Münze und verdoppeln dadurch unsren Gewinn. Obwohl das auch klappen kann. Ein Verkäufer kann sich denken - bei allen anderen gleich: WIe viele Münzen verkaufe ich bei 14,50€, wie viel bei 15€, wie viel bei 15,50€ usw. Je höher der Preis, desto höher die Marge, desto weniger verkauft er. Irgendwo gibt es einen Sweetspot.

Bei deinem Motorrad ist es ja auch so. Wenn du den Preis niedriger ansetzt, bekommst du es schneller los. Wie lange kannst du noch warten?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Di 12. Jun 2018, 07:23

Ein Terraner hat geschrieben:(11 Jun 2018, 16:42)
Aber nehmen wir doch mal ein einfacheres Beispiel, eine Feinunze Silber. Der Börsenkurs, also der Schmelzpreis liegt aktuell bei, 14,3€ und bleiben wir mal bei Anlagemünzen mit niedriger Prägequalität dann haben wir aktuell einen Bereich zwischen 16-19€ für die gängigsten Prägungen Neuware frisch vom Hersteller. Jetzt lassen sich diese Preisunterschiede leicht erklären, verschiedene Hersteller, unterschiedliche Prägeverfahren etc.. Nur woher kommen jetzt die Preisunterschiede bei einer Münze und den unterschiedlichen Händlern bei prägefrische Neuware direkt vom Hersteller? Kann es nicht doch sein das der Händler hier willkürlich seinen Gewinnwunsch aufschlägt oder gibt es für die Händler unterschiedliche Einkaufspreise so das hier schon die Prägeanstalt mit ihren Wünschen ansetzt ? Vielleicht auch beides ?

https://www.gold.de/kaufen/silbermuenze ... can-eagle/


Es hat ja Niemand ausgeschlossen, dass solche Dinge wie Preisdifferenzierung ausgeschlossen sind!

Im Übrigen kann ein Produkt verschieden gestaltet sein bzw. mit verschiedenen Services behaftet sein. Nicht nur die Kernleistung zählt!
Des Weiteren geht es ja um die Preise innerhalb eines Marktes. Für das ein und selbe Produkte kann es durchaus verschiedene Märkte geben (z.b. differenziert nach Region, etc.). Weiterhin sind die meisten Güter inhomogen!
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 08:11

franktoast hat geschrieben:(12 Jun 2018, 08:16)

Das war ja dann nicht Willkür. Du hast ja nicht alle Zahlen von 0bis unendlich genommen und eine davon ausgewählt. Du hast dich an anderen Marktpreisen orientiert. Bei Kunst ist das allerdings schwieriger, da es sich um Unikate handelt. Ich weiß gar nicht, ob man da von Marktpreisen reden kann. Hm, womöglich.


Das ist wie bei allen anderen Produkten auch. Der Verkäufer hat ja auch noch andere Kosten wie Miete, Mitarbeiter, Webseite etc. Dadurch kann er zB. Beratung anbieten, was ja auch Teil vom Verkaufsprodukt sein kann. Deswegen sind Direktbanken zB. auch günstiger, weil die keine bzw. nur rudimentäre Beratung anbieten. Wenn einem das nicht wichtig ist, macht das Sinn. Genauso kann der Verkäufer zB. beim Zulieferer gleich viele kaufen, um Mengenrabatte zu realisieren. Nicht zuletzt gibt es unterschiedliche Strategien. Man kann viele Münzen mit niedriger Marge verkaufen oder wenige mit höherer Marge. Die Fernseher und Computer sind bei Aldi deswegen so günstig, weil die sich bei dem Preis und den gekauften Mengen sicher sein können, dass das nach 2 Tagen weg ist (= praktisch keine Lagerkosten, keine Ladenhüter).
Das alles hättest du dir aber auch selber denken können.

Nein, was nicht geht: Hey, wir verlangen jetzt mal 1€ mehr pro Münze und verdoppeln dadurch unsren Gewinn. Obwohl das auch klappen kann. Ein Verkäufer kann sich denken - bei allen anderen gleich: WIe viele Münzen verkaufe ich bei 14,50€, wie viel bei 15€, wie viel bei 15,50€ usw. Je höher der Preis, desto höher die Marge, desto weniger verkauft er. Irgendwo gibt es einen Sweetspot.

Bei deinem Motorrad ist es ja auch so. Wenn du den Preis niedriger ansetzt, bekommst du es schneller los. Wie lange kannst du noch warten?



Und in wie fern bekommst du da jetzt noch die Ableitung des Produktionsaufwands unter diesen Hut ? Das ist es doch worum es eigentlich geht.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Di 12. Jun 2018, 09:35

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 09:11)

Und in wie fern bekommst du da jetzt noch die Ableitung des Produktionsaufwands unter diesen Hut ? Das ist es doch worum es eigentlich geht.

Was für ne Ableitung?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 09:45

franktoast hat geschrieben:(12 Jun 2018, 10:35)

Was für ne Ableitung?


Diejenige von der du meinst das die in einer Marktwirtschaft existiert.

franktoast hat geschrieben:(06 Jun 2018, 16:10)

Man stelle sich das sozialistische oder kommunistische Utopia vor, in dem es keine Preise gibt. Demzufolge hat man auch keine Chance herauszufinden, was aufwändiger herzustellen ist


Dieser Satz von dir sagt aus das in einer Marktwirtschaft über den Marktpreis der Produktionsaufwand abzuleiten ist, was ich für falsch halte.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Di 12. Jun 2018, 09:53

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 10:45)
Dieser Satz von dir sagt aus das in einer Marktwirtschaft über den Marktpreis der Produktionsaufwand abzuleiten ist, was ich für falsch halte.


Der ökonomische Aufwand ist EINE von mehreren Determinanten für den Marktpreis! Eine andere Determinante ist z.B. das Käuferverhalten bzw. deren Konsumpräferenzen.

Wie wäre es denn, wenn du mal deine eigene Theorie hier vorstellst, die man dann diskutieren kann!?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 10:00

Gruwe hat geschrieben:(12 Jun 2018, 10:53)

Der ökonomische Aufwand ist EINE von mehreren Determinanten für den Marktpreis! Eine andere Determinante ist z.B. das Käuferverhalten bzw. deren Konsumpräferenzen.

Was es eben als Instrument unbrauchbar macht, was bringt dir ein Thermometer was noch 5 beliebige Werte zum Ergebnis addiert ?

Gruwe hat geschrieben:(12 Jun 2018, 10:53)

Wie wäre es denn, wenn du mal deine eigene Theorie hier vorstellst, die man dann diskutieren kann!?


Welche Theorie, für was ?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Di 12. Jun 2018, 10:21

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 10:45)
Diejenige von der du meinst das die in einer Marktwirtschaft existiert.

Dieser Satz von dir sagt aus das in einer Marktwirtschaft über den Marktpreis der Produktionsaufwand abzuleiten ist, was ich für falsch halte.

Achso ja. Wenn etwas teurer ist, dann ist der Aufwand höher.
Nehmen wir an, Produktionsweg A ist komplett anders wie Produktionsweg B, aber es kommt unterm Strich für den Konsumenten das exakt Gleiche dabei heraus.
Bei A wird zB. in Asien produziert, bei B hauptsächlich in Deutschland. Bei A kommen die Rohstoffe aus Chile, bei B aus Kanada. Bei A setzt man einfache Geräte und viele Arbeitsstunden ein, bei B große Maschinen und wenige hochausgebildete Fachkräfte.
Welcher Produktionsweg ist effizienter?
Naja der Weg, der weniger kostet, ist effizienter.

Und ja, da spielt eben auch die Knappheit von Gütern eine Rolle. Und wie Menschen Güter (oder auch Arbeitsstunden) wertschätzen. usw. Da fließen Millionen von Faktoren ein. Das ist ein N hoch N Problem. Kein Rechner der Welt wird das je ausrechnen können, denn das Universum bietet zu wenig Energie, um alles durchrechnen zu können. Man ist zu Heuristiken gezwungen.

Nun kannst du wieder mit deinen externen Kosten kommen. Ja. Richtig. Aber es ist quasi unmöglich herauszufinden, bei welchem Produktionsweg die externen Kosten höher sind.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Di 12. Jun 2018, 10:24

Gruwe hat geschrieben:(12 Jun 2018, 10:53)

Der ökonomische Aufwand ist EINE von mehreren Determinanten für den Marktpreis! Eine andere Determinante ist z.B. das Käuferverhalten bzw. deren Konsumpräferenzen.

Wie wäre es denn, wenn du mal deine eigene Theorie hier vorstellst, die man dann diskutieren kann!?

In dem Thread geht es darum, dass Marktpreise dazu dienen, den effizienteren Produktionsweg für ein Gut zu finden. Marktpreise steuern die Produktion.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Di 12. Jun 2018, 10:31

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 11:00)

Was es eben als Instrument unbrauchbar macht, was bringt dir ein Thermometer was noch 5 beliebige Werte zum Ergebnis addiert ?


Dieses "Instrument", also der Allokationsmechanismus den wir anwenden, funktioniert in großen Teilen einwandfrei!
Natürlich bringt es nur etwas, so lange Ressourcen zur Produktion aufzuwenden, solange der aus dem Gut erzielbare Nutzen höher ist, als der Nutzen, der dadurch verloren geht,
dass diese verwendete Ressourcen (physische Ressourcen, Arbeitskraft, etc.) nicht mehr für andere Anwendungen eingesetzt werden können!

Im Übrigen ist die Marktwirtschaft kein Instrument, sondern ein "Zustand", der sich einstellt, wenn du den Individuen die Freiheit gibt's, nach ihrem Gutdünken wirtschaftliche Handlungen durchzuführen.
Und dieses versucht man dann mittels Theorien zu beschreiben. So funktioniert Wissenschaft!


Welche Theorie, für was ?


Nun, du bist der Meinung, dass die gängigen ökonomischen Theorien fehlerhaft sind (100% korrekt ist im Übrigen keine Theorie). Dann musst du schon auch darlegen (am besten unter Zuhilfenahme von geeigneten Analysemethoden), in welchen Fällen die Theorien versagen und diese somit falsifizieren. Im Idealfall hast du auch eine Theorie parat, die die genannten Fälle besser abbildet.

Sinnvoll wäre für dich aber erst einmal, dich mit den Grundlagen der Mikroökonomie zu beschäftigen. https://epub.ub.uni-muenchen.de/3424/1/3424.PDF
Denn willst du eine Theorie falsifizieren, so solltest du diese zumindest halbwegs verstanden haben!
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Di 12. Jun 2018, 10:33

franktoast hat geschrieben:(12 Jun 2018, 11:24)

In dem Thread geht es darum, dass Marktpreise dazu dienen, den effizienteren Produktionsweg für ein Gut zu finden. Marktpreise steuern die Produktion.


Sicher!
Insofern ist die Thematik, wie Marktpreise zustande kommen, essentiell für diesen Thread.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 11:09

Gruwe hat geschrieben:(12 Jun 2018, 11:31)

Nun, du bist der Meinung, dass die gängigen ökonomischen Theorien fehlerhaft sind


Ich finde es beeindruckend das du das Thema immer noch nicht verstanden hast.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Di 12. Jun 2018, 11:40

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 12:09)

Ich finde es beeindruckend das du das Thema immer noch nicht verstanden hast.


Auch das wäre erst einmal zu beweisen!

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