Produktionswege ohne Preise

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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Di 12. Jun 2018, 13:58

Gruwe hat geschrieben:(12 Jun 2018, 13:42)
Ja, aber auch der Super-Computer bräuchte einen Input, eben das oben beschriebene. Dann könnte dieser - rein theoretisch - ein Maximierungsproblem lösen und so "Marktpreise" festlegen.

Naja, aber nicht mal das, da es zu viele Kombinationen gäbe. Zu viel Input, dass sich ja ständig ändert und sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt. Es ist ja schon so wie mit Schröders Katze. Wenn man die Präferenzen erhebt, kommt man zu einem anderen Ergebnis als wenn man nichts erhebt. (zB. durch Suggestivfragen)
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 14:01

franktoast hat geschrieben:(12 Jun 2018, 14:27)

Aber da war ich wieder etwas naiv.


Ich kenne aktuell nur eine Alternative zum aktuellen System, das wäre Jacque Frescos Ressourcen basiertes Wirtschaftssystem. Aber das ist auch Vorne und Hinten nicht ausgereift und Ökonomen bekommen davon Schnappatmung, wäre aber ein alternativer Ansatz und es geht ja um Utopien.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Di 12. Jun 2018, 14:50

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 15:01)

Ich kenne aktuell nur eine Alternative zum aktuellen System, das wäre Jacque Frescos Ressourcen basiertes Wirtschaftssystem. Aber das ist auch Vorne und Hinten nicht ausgereift und Ökonomen bekommen davon Schnappatmung, wäre aber ein alternativer Ansatz und es geht ja um Utopien.

Na das ist doch mal was. Hast du dich damit intensiver beschäftigt, um Fragen beantworten zu können, oder nur den Wikipediaabschnitt?
Also ich denke, dass er da natürlich recht hat. Die Frage nach "Genug Geld" stellt sich gar nicht. Ein Knopfdruck und jeder hat 100Mrd. auf dem Konto. Es geht immer um reale Ressourcen. Das Beispiel mit den Kampfflugzeugen ist so eine Sache. Im Endeffekt hat der Zentralstaat entschieden, dass Ressourcen, die für was anderes gedacht waren, eben für diese Produktion eingesetzt wurde. Ich denke, da geht es viel um das Seen and Not-Seen. Wenn der Staat für 100Mio. einen Staudamm baut, der Strom erzeugt und Arbeitsplätze schafft, freut sich jeder. Was jedoch die, denen der Staat das Geld - und somit die Ressourcen weggenommen - mit dem Geld gemacht hätten, sieht man nicht. Es wären auch eh statt ein riesiges Bauwerk überall nur kleine Verbesserungen gewesen. In der Summe jedoch gleich oder gar größer.
Ich denke, das sollte klar sein. Wenn ich dir 1000€ wegnehme, dann kauf ich nen fetten Fernseher, der Menschen Arbeit gegeben hat, die sie ansonsten nicht hätten. Also schafft es den Fernseher und Arbeitsplätze, wenn ich dir 1000€ wegnehme.
-> Das kann ja wohl nicht stimmen...

Aber ich denke, da geht es viel um Basics im ökonomischen Verständnis. Aber ok, worin liegt deiner Ansicht nach der Vorteil des Fresco-Systems gegenüber heute? Wer profitiert?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 15:25

franktoast hat geschrieben:(12 Jun 2018, 15:50)

Na das ist doch mal was. Hast du dich damit intensiver beschäftigt, um Fragen beantworten zu können, oder nur den Wikipediaabschnitt?

Hier gäbe es Marketing Material. https://www.youtube.com/watch?v=Yb5ivvcTvRQ

Ich denke, das sollte klar sein. Wenn ich dir 1000€ wegnehme, dann kauf ich nen fetten Fernseher, der Menschen Arbeit gegeben hat, die sie ansonsten nicht hätten. Also schafft es den Fernseher und Arbeitsplätze, wenn ich dir 1000€ wegnehme.
-> Das kann ja wohl nicht stimmen...

So gesehen schaffen ja auch Verbrechen Arbeitsplätze bei der Polizei, hier ist schlicht abwägen gefragt. Was soll erreicht werden, ist es Sinnvoll und wem nützt das ganze am Ende?


Aber ich denke, da geht es viel um Basics im ökonomischen Verständnis. Aber ok, worin liegt deiner Ansicht nach der Vorteil des Fresco-Systems gegenüber heute? Wer profitiert?

Das Hauptproblem, welche Ressourcen stehen auf der Erde überhaupt verfügen und wie sollen diese verteilt werden. Und wer von einem neuen System profitiert kann man nicht sagen, man kann sich höchsten vornehmen wer davon profitieren soll und das wären im Idealfall alle, inkl. unserer Biospäre.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Di 12. Jun 2018, 15:48

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 16:25)
Hier gäbe es Marketing Material. https://www.youtube.com/watch?v=Yb5ivvcTvRQ

Kann ich mir mal anschaun.

So gesehen schaffen ja auch Verbrechen Arbeitsplätze bei der Polizei, hier ist schlicht abwägen gefragt. Was soll erreicht werden, ist es Sinnvoll und wem nützt das ganze am Ende?

Also Arbeit zu schaffen ist ja nicht wirklich ein Problem. Zur Not können die Polizisten auch Löcher ausheben und wieder zuschütten. Oder man zerstört alle Straßen, dann würden Millionen von Arbeitsplätzen im Transportwesen gefordert. Die Schaffung von Arbeit(splätzen) kann kein Ziel oder Problem von Wirtschaft sein, denn es ist kein Problem. Möglichst viele Güter mit möglichst wenig Arbeitsstunden zu erzeugen, das ist die Kunst und natürlich das Ziel jeglichen menschlichen Handelns. Du versuchst ja auch herauszufinden, wie du deine Wäsche in statt einer Stunde in 30min machen kannst. Oder ist das was Schlechtes, weil du dann 30min am Tag nun "arbeitslos" geworden bist?

Das Hauptproblem, welche Ressourcen stehen auf der Erde überhaupt verfügen und wie sollen diese verteilt werden.

Meinst du hier Rohstoffe oder Ressourcen im Allgemeinen (auch Maschinen, Menschen, etc.)? Und ja. Das ist eines der zwei Probleme.
1. Was wollen die Menschen (geordnet nach Wertschätzung)?
2. Wie können die Ressourcen möglichst so eingesetzt werden, um möglichst viel von dem herzustellen, was die Menschen am ehesten wollen?

Dazu gehören natürlich Anreize, also Menschen leisten mehr, wenn sie bessere Anreize haben. Dadurch sind die Ressourcen höher. Der Anreiz muss ja nicht unbedingt Geld sein.
Aber dazu gehört auch die Information, welcher Produktionsweg nun effizienter ist. Und das ist ohne Marktpreise deutlich schwieriger.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 16:02

franktoast hat geschrieben:(12 Jun 2018, 16:48)

Oder ist das was Schlechtes, weil du dann 30min am Tag nun "arbeitslos" geworden bist?

Nein, ganz im Gegenteil, das stellt mehr so ein Ziel dar.

Meinst du hier Rohstoffe oder Ressourcen im Allgemeinen (auch Maschinen, Menschen, etc.)? Und ja. Das ist eines der zwei Probleme.
1. Was wollen die Menschen (geordnet nach Wertschätzung)?
2. Wie können die Ressourcen möglichst so eingesetzt werden, um möglichst viel von dem herzustellen, was die Menschen am ehesten wollen?

Kennst du das Phänomen Kassenramsch ? Möglichst billiger unnützer Schrott vor Kassen der Ressourcen verschwendet nur damit der Kunde vielleicht noch kurz vor dem Kaufabschluss beim warten zulangt.

Aber dazu gehört auch die Information, welcher Produktionsweg nun effizienter ist.

Wenn der Faktor Geld fehlt, bleiben bei einer Automatisierung dann die Einheiten Energie, Rohstoff und Zeit.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Di 12. Jun 2018, 16:05

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 17:02)
Wenn der Faktor Geld fehlt, bleiben bei einer Automatisierung dann die Einheiten Energie, Rohstoff und Zeit.


Nein!
Wofür brauchst du denn das Geld? Na um die Energie, die Rohstoffe oder die Arbeitszeit zu bezahlen.

Geld ist ja quasi nur eine Abbildung dieses Ressozrcenverzehrs/gebrauchs in einem Finanzsystem!

Ohne das Tauschmittel Geld hast du wieder eine reine Realtauschwirtschaft...und die ist ineffizient.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 16:11

Gruwe hat geschrieben:(12 Jun 2018, 17:05)

Nein!
Wofür brauchst du denn das Geld? Na um die Energie, die Rohstoffe oder die Arbeitszeit zu bezahlen.


Bevor du jetzt wieder irgendwas einwirfst was nicht zu Thema passt, worüber haben frakentoast und ich gerade gesprochen ? Na ?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Di 12. Jun 2018, 16:14

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 17:11)

Bevor du jetzt wieder irgendwas einwirfst was nicht zu Thema passt, worüber haben frakentoast und ich gerade gesprochen ? Na ?


Nicht darüber das Finanzsystem abzuschaffen! Das war ganz alleine deine Idee!
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 16:17

Gruwe hat geschrieben:(12 Jun 2018, 17:14)

Nicht darüber das Finanzsystem abzuschaffen! Das war ganz alleine deine Idee!


Wenn du jetzt auch noch die Unterhaltung von frankentoast und mir von Anfang an durchliest spreche ich vielleicht weiterhin mit dir.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Di 12. Jun 2018, 16:20

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 17:02)
Nein, ganz im Gegenteil, das stellt mehr so ein Ziel dar.

Eben. Und so ist es in einer Wirtschaft genauso. Es geht darum produktiver zu sein. Dann kann man entweder gleich so viel arbeiten und stellt mehr her, oder man arbeitet weniger und stellt gleich viel her. Das kann man sich aussuchen. So gibt es heute immer noch die 40std Woche, aber man kann ja auch 30 oder 20 std arbeiten, um das Gleiche wie vor 20 Jahren in 40std zu verdienen.

Kennst du das Phänomen Kassenramsch ? Möglichst billiger unnützer Schrott vor Kassen der Ressourcen verschwendet nur damit der Kunde vielleicht noch kurz vor dem Kaufabschluss beim warten zulangt.

Kann ja auch n Schokoriegel sein. Nichts gegen Schokoriegel. Warum schreibst du das? Was der Konsument will und von wem er sich beeinflussen lassen will, ist doch seine Sache. Wenn die exakt gleiche Cola durch einen Schriftzug "Coca Cola" besser schmeckt (wegen der Werbung) als ohne den Schriftzug, ist doch auch gut. Das ist keine Verarsche, sondern gut.
Ein Liter Cola kann zB. rein materiell für 35Cent hergestellt werden. Man kann nun ohne Werbung für 40Cent im Laden verkaufen und sie schmeckt.
Nun kann der Hersteller pro Flasche nochmal 40 Cent für Werbung investieren und für 80Cent verkaufen. Durch die Werbung schmeckt die Cola dann eben doppelt so gut, so dass sie vom Käufer bevorzugt wird.
Das wird oft kritisiert und ich weiß nicht, warum.


Wenn der Faktor Geld fehlt, bleiben bei einer Automatisierung dann die Einheiten Energie, Rohstoff und Zeit.

Ne, so einfach ist das nicht. Siehe Eingangsbeitrag. Und eine Stunde ist nicht eine Stunde. Das hängt ab von Tätigkeit, Fähigkeit, Uhrzeit etc.
Geld hat ja 3 Funktionen:
1. Wertspeicher
2. Tauschmittel
3. Messfunktion

Man könnte ja nun auch nur noch die dritte Funktion verwenden. Man müsste irgendwie Energie, Rohstoff, Zeit etc. auf eine Einheit umrechnen. Wenn du das nicht Geld nennen willst, vonmiraus. Nennen wir es Terra. Eine Unze Gold entspricht 1200 Terra, eine Unze Silber 14 Terra, eine Arbeitsstunde als Dachdecker von Rudi während der Hauptarbeitszeit bei Firma Meier nach 3 Ausbildungsjahren und 5 Berufserfahrungsjahren (bei Firmen Schmitt und Kuhler) eben im Schnitt 20 Terra.
-> Da kann man aber genauso die gewohnten Euro benutzen.

Nun, wie dem auch sei. Wer legt in deinem System fest, was relativ zu was wert ist. Wie sieht es zB. mit einer Unze Gold und Silber aus. Aktuell ist Gold etwa 70mal so viel wert wie Silber.
Wer legt diesen Faktor fest?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Di 12. Jun 2018, 16:21

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 17:17)

Wenn du jetzt auch noch die Unterhaltung von frankentoast und mir von Anfang an durchliest spreche ich vielleicht weiterhin mit dir.


Zu dem "neuen Ökonomiedingsbums" schreib ich später was. Das ist zu umfangreich als dass ich das jetzt ins Smartphone eintippe!

Es ging entsprechend weiterhin um die Verwendung von Ressourcen (also wie immer in der Ökonomie). Und dann hast du plötzlich geschrieben:

"Wenn der Faktor Geld fehlt, bleiben bei einer Automatisierung dann die Einheiten Energie, Rohstoff und Zeit."

Was genau willst du denn damit aussagen, wenn nicht das, was ich vermute?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 16:46

franktoast hat geschrieben:(12 Jun 2018, 17:20)

Eben. Und so ist es in einer Wirtschaft genauso. Es geht darum produktiver zu sein. Dann kann man entweder gleich so viel arbeiten und stellt mehr her, oder man arbeitet weniger und stellt gleich viel her. Das kann man sich aussuchen. So gibt es heute immer noch die 40std Woche, aber man kann ja auch 30 oder 20 std arbeiten, um das Gleiche wie vor 20 Jahren in 40std zu verdienen.

Da unterschlägst du jetzt den Wertverlust beim Geld, die Kaufkraft an sich hat sich da nicht großartig geändert. Aber hier finde ich es viel spannender wer eigentlich beschlossen hat das Vollzeit 8Std. am Tag sind, hast du darüber schon mal nachgedacht ?

Kann ja auch n Schokoriegel sein. Nichts gegen Schokoriegel. Warum schreibst du das? Was der Konsument will und von wem er sich beeinflussen lassen will, ist doch seine Sache. Wenn die exakt gleiche Cola durch einen Schriftzug "Coca Cola" besser schmeckt (wegen der Werbung) als ohne den Schriftzug, ist doch auch gut. Das ist keine Verarsche, sondern gut.
Ein Liter Cola kann zB. rein materiell für 35Cent hergestellt werden. Man kann nun ohne Werbung für 40Cent im Laden verkaufen und sie schmeckt.
Nun kann der Hersteller pro Flasche nochmal 40 Cent für Werbung investieren und für 80Cent verkaufen. Durch die Werbung schmeckt die Cola dann eben doppelt so gut, so dass sie vom Käufer bevorzugt wird.
Das wird oft kritisiert und ich weiß nicht, warum.

Ein Schokoriegel oder Cola wären ja auch Nahrung und nützlich, mir ging es eigentlich mehr um sinnlosen billigen Plastikschrott den man meistens in Elektromärkten oder im Baumarkt antrifft.


Wer legt diesen Faktor fest?


Niemand weil dieser nicht mehr wichtig wäre, diese Frage ist dann bei dieser Utopie ähnlich der Frage wie man nun den Sprit in das e-Auto tankt, kann man machen wird nur nichts bewirken.

Wenn ich als Bürger ein Vollautomatisierte Fertigung habe wo ich hingehen kann und mir Schrauben hohlen kann und diese Fertigung jetzt pro Sekunde 1000 Schrauben auswirft und dafür 1kg Stahl und 1000w/h verbraucht, was interessiert dann noch ein Wert ? Es interessiert wie viel Ressourcen verbraucht wurden und ob es noch genug gibt wenn noch jemand anderes Schrauben braucht. Hier ist dann nur noch entscheidend ob man vielleicht auch aus dem Material für die 1000 Schrauben mehr raushohlen könnte bzw. weniger Abfall produziert oder für die Produktion weniger Energie verwendet wird.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 16:52

Gruwe hat geschrieben:(12 Jun 2018, 17:21)

Was genau willst du denn damit aussagen, wenn nicht das, was ich vermute?


Hauptsächlich das frankentoast und ich uns über das Utopische Wirtschaftssystem von Jacque Fresco unterhalten in dem es nun mal kein Geld gibt.

viewtopic.php?p=4227063#p4227063

Komm damit klar oder lass mich in ruhe.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Gruwe » Di 12. Jun 2018, 17:20

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 17:52)

Hauptsächlich das frankentoast und ich uns über das Utopische Wirtschaftssystem von Jacque Fresco unterhalten in dem es nun mal kein Geld gibt.

viewtopic.php?p=4227063#p4227063

Komm damit klar oder lass mich in ruhe.


Und? Mit meiner Erläuterung habe ich doch dargelegt, dass ich der Ansicht bin, dass diese Abschaffung des Geldsystems rein garnix an den ökonomischen Prozessen die dahinter stecken ändern wird! Oder darf man sich nur äußern, wenn man die Meinung des Herrn Fresco teilt?

In jedem Wirtschaftssystem, von der Subsistenzwirtschaft abgesehen, tritt der Mensch in Tauschhandlungen. Diese Tauschhandlungen wird er, da diese bei solch großen Gesellschaften logischerweise sehr schnell asynchron werden, immer versuchen möglichst einfach zu halten. Er benötigt also ein Tauschhilfsmittel, um die Asynchronität zu überwinden. Dieses nennt sich dann Geld...wie auch immer dieses nun genau aussehen mag!

Es erschließt sich mir im Übrigen nicht, wie die Aufhebung der ökonomisch sinnvollen Begrenzung der Fördermenge von Ressourcen ein Weg sein soll, nachhaltiger zu wirtschaften. Imho widerspricht sich dies!
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 17:31

Gruwe hat geschrieben:(12 Jun 2018, 18:20)

Oder darf man sich nur äußern, wenn man die Meinung des Herrn Fresco teilt?


Wieso gehst du eigentlich davon aus das ich diese Meinung teile ? Wieso behauptest du das ich das Geldsystem abschaffen möchte ? Du greifst ein Stichwort auf und spamst irgend einen BWL Müll dazwischen und denkst du hättest irgend etwas dargelegt ohne dich auch nur annähernd mit dem Kontext beschäftigt zu haben oder zu wissen worum es eigentlich geht. Mit tut eigentlich nur Skull leid der heute Abend den ganzen Müll wieder aufräumen wird.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Sanity » Di 12. Jun 2018, 17:39

BlueMonday hat geschrieben:(09 Jun 2018, 12:09)
Er hing quasi zwischen Klassik und Neoklassik fest ohne wirkliche Anworten zu finden, weil er sich nicht grundsätzlich von den alten Vorstellungen der Klassik lösen konnte.


das ist Unsinn und zeugt davon, dass du die Werttheorie von Marx nicht verstanden hast. Er braucht sich nicht grundsätzlich von der Arbeitswerttheorie zu lösen. Seine "epochale Leistung" liegt darin, dass er die Theorien von Ricardo und Smith erweitert hat, die Probleme mit der Erklärung von Preisen hatten (Wertparadoxon). Daraus ergaben sich andere Ableitungen zur Erklärung der ökonomischen Wirklichkeit, als z.b. bei Smith.

"Die durchschnittlichen Preise auf Märkten werden durch die darin durchschnittlich enthaltene gesellschaftlich nützliche Arbeit bestimmt. "
Klassik. Alle Preise werden also zu einem Durchschnittspreis aggregiert. Allein das ist ja schon mehr als fragwürdig. Verdeckt die wirklichen Tauschvorgänge.

einfach ausgedrückt, du hast die Werttheorie von Marx nicht verstanden und lehnst diese deshalb ab. Was jedoch nichts über die Theorie von Marx aussagt, sondern vielmehr über dich

Was fängt man mit so einem Wert an? Angenommen das allgemein anerkannte Tauschmittel(=Geld) ist Käse. und dann kommt ein Durchschnittspreis für alle Austauschvorgänge von 1 kg Käse heraus. Allein was heißt "alle"? Räumlich, zeitlich.
Und diese nutzlose Zahl soll dann durch "gesellschaftlich nützliche Arbeit" bestimmt sein?


das kommt ganz darauf an, was du von dieser Theorie erwartest. Marx erklärt mit seiner Theorie, dass die kapitalistische Ökonomie eben nicht zur Versorgung der Menschen mit "nützlichen Gütern" dient, wie von den Neoklassikern und den daraus abgeleiteten Denkschulen propagiert wird, sondern einzig zur Akkumulation von Kapital und damit der Vermehrung von Reichtum durch Umverteilung der Ergebnisse gesellschaftlicher Produktionsprozesse. Die Produktion von "nützlichen Gütern" ist dabei nur Mittel zum Zweck. Falls du erwartest, in den Theorien eine "praktische Anleitung für eine bessere kapitalistische Ökonomie" zu finden, wirst du enttäuscht sein. Marx erklärt nichts, dass der kapitalistischen Ökonomie nützen könnte. Wer versucht, die Werttheorie von Marx an einem Anspruch zu messen, den sie nicht hat und den auch die bürgerlichen Theorien nicht erfüllen, der versucht lediglich Marx und dessen Werke zu diskreditieren.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. (Gandhi)
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon BlueMonday » Di 12. Jun 2018, 17:52

Das ist das übliche kommunistische Utopia, verpackt in einem unpassenden Namen, denn Wirtschaften ist immer ressourcenbasiert.

"Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges hatten die Vereinigten Staaten knapp 600 first-class Kampfflugzeuge. Dieser Mangel wurde rapide ausgeglichen, indem man 90.000 Flugzeuge pro Jahr produzierte.[9] Die Frage zu Beginn des Zweiten Weltkrieges: Hatten wir genug Geld, um das benötigte Kriegsmaterial herzustellen? Die Antwort war Nein, wir hatten weder genug Geld noch hatten wir genug Gold, aber wir hatten genug Ressourcen. Es waren die verfügbaren Ressourcen, die den Vereinigten Staaten eine höhere Produktion und Effizienz erlaubten, was wiederum nötig war, um den Krieg zu gewinnen. Unglücklicherweise passiert so was nur in Zeiten des Krieges"

Dass der Staat nicht "genug Geld" hatte, bedeutet schlicht, dass die Menschen nicht freiwillig diesen Krieg finanzieren wollten, bzw nicht bereit waren, eine deutlich höhere Steuerbelastung dafür zu akzeptieren. Die "genügenden Ressourcen" lagen ja nicht brach und nutzlos herum, sondern wurden anders verwendet als für "Kriegsmaterial" eingesetzt zu werden. Das hat man durch "easy money" versucht zu lösen, also durch massives Gelddrucken und gleichzeitig strenge Preiskontrollen, um die Teuerung zu begrenzen, also letztlich mit Gewalt. Effektiv hat man also damit auf Kosten des privaten Sektors den Krieg finanziert. Das ist so als wenn ein gewaltätiger Räuber sich hinstellt und sagt: Seht her, wie ich meinen Geldmangel beseitigt habe und was ich all mit dem zusammengeraubten Geld nun anstellen kann. Vielleicht baut er ein großes Monument, ihm zu Ehren. Man muss eben nur die unsägliche Geldknappheit beseitigen, und vieles wird möglich. Dass dann die Beraubten weniger in der Brieftasche haben und weniger Ressourcen für sich nutzen können, stört nicht. Das sieht man im Grunde gar nicht mehr neben dem großen Monument des geraubten Geldes.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 18:01

Gruwe hat geschrieben:(12 Jun 2018, 18:51)

Es kann keiner was dafür, dass Du nicht in der Lage bist, deine Beiträge vernünftig zu gestalten.


Klar, einfache Sätze nicht begreifen und mir ad personam Unfähigkeit unterstellen, klapp klapp klapp großartig. Frankentoast wollte ein Beispiel, ich hab ihm eines gegeben. Wenn das für dich unverständlich war kann ich dir auch nicht mehr helfen und jetzt hör mit dem gespamme auf.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Di 12. Jun 2018, 18:06

BlueMonday hat geschrieben:(12 Jun 2018, 18:52)

Das ist das übliche kommunistische Utopia, verpackt in einem unpassenden Namen, denn Wirtschaften ist immer ressourcenbasiert.

Alles schmeckt nach Hühnchen. :D

BlueMonday hat geschrieben:(12 Jun 2018, 18:52)

Die "genügenden Ressourcen" lagen ja nicht brach und nutzlos herum, sondern wurden anders verwendet als für "Kriegsmaterial" eingesetzt zu werden.

Oh da wäre ich jetzt gar nicht so voreilig, nach dem Crash 1929 lagen in den USA Unmengen an Ressourcen sinnlos rum.
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