Produktionswege ohne Preise

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franktoast
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Mi 13. Jun 2018, 07:09

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 17:46)
Da unterschlägst du jetzt den Wertverlust beim Geld, die Kaufkraft an sich hat sich da nicht großartig geändert. Aber hier finde ich es viel spannender wer eigentlich beschlossen hat das Vollzeit 8Std. am Tag sind, hast du darüber schon mal nachgedacht ?

Wertverlust weiß ich nicht. Ist schwer zu bestimmen. Viele Sachen sind teurer, viele günstiger. Das mit den 8Std hat sich wohl so eingependelt. Wie viel würdest du in der Woche arbeiten, wenn du frei aussuchen könntest. Ich denke, 40std bieten sich da gut an. Hätten wir eine 20std Woche, hätten wir alle deutlich mehr Freizeit, aber auch deutlich weniger Geld zu ausgeben in der Freizeit.


Ein Schokoriegel oder Cola wären ja auch Nahrung und nützlich, mir ging es eigentlich mehr um sinnlosen billigen Plastikschrott den man meistens in Elektromärkten oder im Baumarkt antrifft.

Ja, es gibt heute eben auch die günstigen Alternativen, die weniger gut sind. Wegwerfgesellschaft. Man will die Teile ja auch nicht mehr so lange nutzen. Da hat sich der Markt angepasst.




Niemand weil dieser nicht mehr wichtig wäre, diese Frage ist dann bei dieser Utopie ähnlich der Frage wie man nun den Sprit in das e-Auto tankt, kann man machen wird nur nichts bewirken.

Wenn ich als Bürger ein Vollautomatisierte Fertigung habe wo ich hingehen kann und mir Schrauben hohlen kann und diese Fertigung jetzt pro Sekunde 1000 Schrauben auswirft und dafür 1kg Stahl und 1000w/h verbraucht, was interessiert dann noch ein Wert ? Es interessiert wie viel Ressourcen verbraucht wurden und ob es noch genug gibt wenn noch jemand anderes Schrauben braucht. Hier ist dann nur noch entscheidend ob man vielleicht auch aus dem Material für die 1000 Schrauben mehr raushohlen könnte bzw. weniger Abfall produziert oder für die Produktion weniger Energie verwendet wird.

Und das muss man doch wissen. Wenn es zB. darum geht, einen Ehering zu besorgen. Da gibt es 333er Gold, 585er Gold, 999er Gold und Silber. Und jetzt kann ich mir einfach einen nehmen? Warum sollte ich nicht den 999er Gold nehmen? Oder am besten gleich 5. Und noch 3 Inseln, weil ich die "brauche". Es muss ja jemand festlegen, wie viel ich maximal nehmen darf (und letztlich nimmt sich dann auch jeder das Maximale).
Und so etwas Einfaches wie Schrauben. Man kann die mit Aufwand X, aber auch Aufwand 10X herstellen. 10mal so viel. Bei 10fachen Aufwand bedeutet das, dass zB. 1000 Brücken weniger gebaut werden können. Natürlich ist das wichtig.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Mi 13. Jun 2018, 08:25

franktoast hat geschrieben:(13 Jun 2018, 08:09)

Und das muss man doch wissen. Wenn es zB. darum geht, einen Ehering zu besorgen. Da gibt es 333er Gold, 585er Gold, 999er Gold und Silber. Und jetzt kann ich mir einfach einen nehmen? Warum sollte ich nicht den 999er Gold nehmen? Oder am besten gleich 5. Und noch 3 Inseln, weil ich die "brauche".

Ich hab ja auch geschrieben das dieses Modell Vorne und Hinten Probleme hat, die natürlich Verknappung wäre eines davon. Manche Rohstoffe gibt es nun mal nicht wie Luft zu atmen, und selbst die wird schon knapp. :) Auch wenn ich denke das man hier viel über Recycling Zyklen raushohlen könnte, z.b. Car Sharing. Das alte Modell wird abgegeben kommt zum Recycling und beim nächsten abruf kommt das neue Modell vorgefahren.


Es muss ja jemand festlegen, wie viel ich maximal nehmen darf (und letztlich nimmt sich dann auch jeder das Maximale).

Um solche Mengen zu überblicken bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit, Computer. Wenn ich mich richtig erinnere ist für diesen Punkt ein Globales Rechnersystem angedacht das die Rohstoffverwaltung entsprechend administriert. Das wäre vielleicht sogar mal eine Idee für eine Simulation in form eines Spiels ?


Und so etwas Einfaches wie Schrauben. Man kann die mit Aufwand X, aber auch Aufwand 10X herstellen. 10mal so viel. Bei 10fachen Aufwand bedeutet das, dass zB. 1000 Brücken weniger gebaut werden können. Natürlich ist das wichtig.

Hier ist dann die Effizienzsteigerung gefragt, oder anders. Wie ist der beste Weg eine Brücke zu bauen. :)
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Mi 13. Jun 2018, 09:33

Ein Terraner hat geschrieben:(13 Jun 2018, 09:25)
Ich hab ja auch geschrieben das dieses Modell Vorne und Hinten Probleme hat, die natürlich Verknappung wäre eines davon. Manche Rohstoffe gibt es nun mal nicht wie Luft zu atmen, und selbst die wird schon knapp. :) Auch wenn ich denke das man hier viel über Recycling Zyklen raushohlen könnte, z.b. Car Sharing. Das alte Modell wird abgegeben kommt zum Recycling und beim nächsten abruf kommt das neue Modell vorgefahren.

Das mit dem Recyclen ist ja auch so eine Sache.
Was macht mehr Aufwand? Ein neues Teil herzustellen (und alles was dazu gehört) und das Alte wegzuwerfen, oder das kaputte Teil zu reparieren. So einfach ist das leider nicht.
Ein neues Teil herzustellen ist immer gleich und kann man mit Maschine super machen. Die Zulieferer tun immer das Gleiche, der Vertrieb ist gleich. Bei Reparatur ist das anders. Da muss das Teil begutachtet werden, getestet, garantiert werden etc. Wenn bei meiner Kamera die Garantie abläuft und irgendwas kaputt ist, dann kostet die Reparatur mitunter so viel wie die neue Kamera des neuen Modells. Eben weil der Hersteller alles(!) durchchecken muss und eine Garantie geben muss. Und das Problem zu beheben ist mitunter extrem aufwändig. Der Hersteller kann ja nicht 2 Mannstunden reinstecken und dann kaputt mit Rechnung zurückschicken.

Durch Marktpreise kann man das herausfinden.

Um solche Mengen zu überblicken bleibt eigentlich nur eine Möglichkeit, Computer. Wenn ich mich richtig erinnere ist für diesen Punkt ein Globales Rechnersystem angedacht das die Rohstoffverwaltung entsprechend administriert. Das wäre vielleicht sogar mal eine Idee für eine Simulation in form eines Spiels ?

Im Endeffekt müsste man es so machen, dass jedem Menschen eine Art Grundeinkommen zusteht. Sagen wir 1000 Terra. 1 Terra bedeutet so und so viel Energieaufwand? Und wer vlt. gut arbeitet, Dinge verkauft oder spart, kann auch was ansparen oder mehr bekommen? So gesehen gäbe es nicht wirklich einen Unterschied zu heute. Dass man bestimmte Kontingente verteilt zB. jeder Haushalt bekommt pro Jahr 3 festivaltickets, alle 5 Jahre einen neuen Rasenmäher etc. wird selbst in dir ein Grauen auslösen.

Hier ist dann die Effizienzsteigerung gefragt, oder anders. Wie ist der beste Weg eine Brücke zu bauen. :)

Erstmal gibt es weniger Anreiz zur effizienzsteigerung. Heute bekommt derjenige Reichtum und Anerkennung. In antikapitalistischen System nur Anerkennung. Zum anderen führt uns das wieder zur Ausgangslage. Wie bestimmt man, welcher Weg effizienter ist als der andere?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon BlueMonday » Mi 13. Jun 2018, 11:27

Ein Terraner hat geschrieben:(12 Jun 2018, 19:06)


Oh da wäre ich jetzt gar nicht so voreilig, nach dem Crash 1929 lagen in den USA Unmengen an Ressourcen sinnlos rum.


Wirtschaftskrisen sind ja nichts anderes als das Gewahrwerden von gehäufter Fehlallokation. Und das geschah nicht durch einen allgemeinen Geldmangel, sondern im Gegenteil durch expansive Geldpolitik.
Geld ist nicht das Problem, sondern allenfalls die zentrale Geldplanwirtschaft.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Skull » Mi 13. Jun 2018, 12:39

Guten Tag,

einen Beitrag in den "Kommunismus/Rote_Galaxie" Thread verschoben.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Mi 13. Jun 2018, 16:29

franktoast hat geschrieben:(13 Jun 2018, 10:33)

Das mit dem Recyclen ist ja auch so eine Sache.
Was macht mehr Aufwand? Ein neues Teil herzustellen (und alles was dazu gehört) und das Alte wegzuwerfen, oder das kaputte Teil zu reparieren. So einfach ist das leider nicht.
Ein neues Teil herzustellen ist immer gleich und kann man mit Maschine super machen. Die Zulieferer tun immer das Gleiche, der Vertrieb ist gleich. Bei Reparatur ist das anders. Da muss das Teil begutachtet werden, getestet, garantiert werden etc. Wenn bei meiner Kamera die Garantie abläuft und irgendwas kaputt ist, dann kostet die Reparatur mitunter so viel wie die neue Kamera des neuen Modells. Eben weil der Hersteller alles(!) durchchecken muss und eine Garantie geben muss. Und das Problem zu beheben ist mitunter extrem aufwändig. Der Hersteller kann ja nicht 2 Mannstunden reinstecken und dann kaputt mit Rechnung zurückschicken.

Im Endeffekt müsste man es so machen, dass jedem Menschen eine Art Grundeinkommen zusteht. Sagen wir 1000 Terra. 1 Terra bedeutet so und so viel Energieaufwand? Und wer vlt. gut arbeitet, Dinge verkauft oder spart, kann auch was ansparen oder mehr bekommen? So gesehen gäbe es nicht wirklich einen Unterschied zu heute. Dass man bestimmte Kontingente verteilt zB. jeder Haushalt bekommt pro Jahr 3 festivaltickets, alle 5 Jahre einen neuen Rasenmäher

Du gehst hier schon wieder komplett falsch an die Sache ran, es handelt sich bei diesem Modell nicht um ein umlackiertes Geldsystem wo jedem eine bestimmte Anzahl von irgendwas zu Verfügung steht, der Utopische Hauptgedanke in diesem Modell ist Überfluss. Überfluss von allem, und der soll durch Entwicklung von Vollautomatisierung mit entsprechenden Recyclingprozessen erreicht werden. So nach dem Motto, wenn du 5 Rasenmäher willst, lasse sie dir liefern, bist du ihnen überdrüssig, lasse sie zum Recyclen abholen, Drohne bestellen fertig. Rohstoffe werden Automatisiert aufbereitet und wieder der Fertigung zugeführt. Kein 1 irgendwas steht für Energieaufwand, nur Energieaufwand steht für Energieaufwand. Der Welt stehen x GW/h an Energie und x an benötigten Rohstoff zu Verfügung, die 5 Rasenmäher benötigen y w/h und x Rohstoff, ist das drin, ja, gut wird geliefert, nein -> reichen 4 auch ?


etc. wird selbst in dir ein Grauen auslösen.

Ich finde es amüsant was du hier versuchst. Aber gerne nochmal, ich finde das Modell von Fresco Unausgereift, Fehlerhaft, Ungeeignet und nicht Einsetzbar. Die Menschheit hätte sich eher zerfleischt bevor das umgesetzt wäre weil es eine viel zu große Umstellung wäre von der keiner Sagen kann ob sie am Ende wirklich funktionieren würde. Ich bin jetzt eher dafür mal mit kostenlosen Nahverkehr zu experimentieren und schauen was da dann so rauskommt. Aber du wolltest ja ein Beispiel für ein anderes Wirtschaftsmodell, also bitte.


Wie bestimmt man, welcher Weg effizienter ist als der andere?


Wie bestimmt man denn bei CPUs welche effizienter sind ?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Do 14. Jun 2018, 07:11

Ein Terraner hat geschrieben:(13 Jun 2018, 17:29)
Du gehst hier schon wieder komplett falsch an die Sache ran, es handelt sich bei diesem Modell nicht um ein umlackiertes Geldsystem wo jedem eine bestimmte Anzahl von irgendwas zu Verfügung steht, der Utopische Hauptgedanke in diesem Modell ist Überfluss. Überfluss von allem, und der soll durch Entwicklung von Vollautomatisierung mit entsprechenden Recyclingprozessen erreicht werden. So nach dem Motto, wenn du 5 Rasenmäher willst, lasse sie dir liefern, bist du ihnen überdrüssig, lasse sie zum Recyclen abholen, Drohne bestellen fertig. Rohstoffe werden Automatisiert aufbereitet und wieder der Fertigung zugeführt. Kein 1 irgendwas steht für Energieaufwand, nur Energieaufwand steht für Energieaufwand. Der Welt stehen x GW/h an Energie und x an benötigten Rohstoff zu Verfügung, die 5 Rasenmäher benötigen y w/h und x Rohstoff, ist das drin, ja, gut wird geliefert, nein -> reichen 4 auch ?

Also nach meinem Wissen geht man im kommunistischen Modell davon aus, dass es Überfluss von Allem gibt und eben Maschinen alles herstellen. Ich denke, wenn wir die Produktion von 1950 heute durch menschliche Arbeit und Automatisierung herstellen wollten, könnte jeder auch nur 1/10 so viel arbeiten. Also statt 40std dann 4Std im Schnitt. Aber das hieße dann nicht Golf7, sondern Käfer. Versteht sich. Ansonsten müsste man erstmal definieren, wie hoch die Produktion sein muss, damit der Zustand erreicht wäre. Dann könnte man zB. damit anfangen, jedes Jahr die Arbeitszeit zu verringern.
Beispiel: BIP muss auf 10Billionen Euro (Äquivalent, also etwa 3mal so viel wie heute) steigen. Wenn das erreicht ist, werden Produktivitätssteigerungen durch weniger Arbeitszeit ausgeglichen. Also erreicht man das, wird zB. jedes Jahr die Höchstarbeitszeit pro Woche um 1Std verringert.
Nur dass sich jeder nehmen kann, was er will?

Du kennst das Beispiel von Nauru. Wegen Rohstoffen waren die in den 70ern und 80ern extrem reich. Weißt du, was die gemacht haben, wenn das Auto kaputt war? Sie haben es am Staßenrand stehen gelassen und ein Neues geholt. Menschen sind einfach nicht so, dass sie sich selber zurück nehmen und sagen "Nö, so viel brauch ich nicht, das wäre Verschwendung".



Ich finde es amüsant was du hier versuchst. Aber gerne nochmal, ich finde das Modell von Fresco Unausgereift, Fehlerhaft, Ungeeignet und nicht Einsetzbar. Die Menschheit hätte sich eher zerfleischt bevor das umgesetzt wäre weil es eine viel zu große Umstellung wäre von der keiner Sagen kann ob sie am Ende wirklich funktionieren würde. Ich bin jetzt eher dafür mal mit kostenlosen Nahverkehr zu experimentieren und schauen was da dann so rauskommt. Aber du wolltest ja ein Beispiel für ein anderes Wirtschaftsmodell, also bitte.

Ich finde es wichtig, über Vor- und Nachteile einer Alternative zu diskutieren. Ich bin ja eben so für den Kapitalismus, nicht weil er perfekt ist, sondern weil ich die Alternativen als unausgereif, fehlerhaft und ungeeignet empfinde.


Wie bestimmt man denn bei CPUs welche effizienter sind ?

Das ist nicht die Frage, es geht um die Produktion. Wenn Firma 1 die gleichwertige CPU für 20% weniger Kosten herstellen kann als Firma 2, dann ist Firma 2 effizienter (zB. weil die wo anders produzieren lassen oder sonst was).
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Do 14. Jun 2018, 13:29

franktoast hat geschrieben:(14 Jun 2018, 08:11)

Also nach meinem Wissen geht man im kommunistischen Modell davon aus, dass es Überfluss von Allem gibt und eben Maschinen alles herstellen.


Läuft doch aktuell auch nicht viel anders.




Du kennst das Beispiel von Nauru. Wegen Rohstoffen waren die in den 70ern und 80ern extrem reich. Weißt du, was die gemacht haben, wenn das Auto kaputt war? Sie haben es am Staßenrand stehen gelassen und ein Neues geholt. Menschen sind einfach nicht so, dass sie sich selber zurück nehmen und sagen "Nö, so viel brauch ich nicht, das wäre Verschwendung".

Also ich kann nur von mir sprechen, und ich werde der Dinge irgendwann überdrüssig und muss auch dementsprechend oft ausrümpeln. Wenn man alles jederzeit haben kann verliert es meiner Meinung nach den Reiz.


Das ist nicht die Frage, es geht um die Produktion. Wenn Firma 1 die gleichwertige CPU für 20% weniger Kosten herstellen kann als Firma 2, dann ist Firma 2 effizienter (zB. weil die wo anders produzieren lassen oder sonst was).

Und eine CPU Produziert nichts ? Eine CPU erbringt keine Leistung?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Realist2014 » Do 14. Jun 2018, 14:13

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Jun 2018, 14:29)


Und eine CPU Produziert nichts ?


doch - einen Output ( Ergebnisse)



eine CPU erbringt keine Leistung?


doch

Rechenleistung
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon franktoast » Do 14. Jun 2018, 14:45

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Jun 2018, 14:29)

Läuft doch aktuell auch nicht viel anders.



Wie ich schon sagte. Es kann ressourcenschonender sein, das Teil wegzuwerfen anstatt zu reparieren bzw. wieder an den Mann zu bringen. Marktpreise sagen uns das.

Also ich kann nur von mir sprechen, und ich werde der Dinge irgendwann überdrüssig und muss auch dementsprechend oft ausrümpeln. Wenn man alles jederzeit haben kann verliert es meiner Meinung nach den Reiz.

Genau da ist das Problem. Du gehst von dir aus und überträgst deine (aktuellen Werte im heutigen System) Werte, Normen und Emotionen auf alle anderen Menschen in einer beliebigen Umwelt. Und toi,toi,toi, werden sich die schon alle so verhalten. Das wäre genauso vermessen wie die Arroganz zu behaupten, es würde alles gut, wäre man nur selber der Herrscher.

Nein, ist es nicht.


Und eine CPU Produziert nichts ? Eine CPU erbringt keine Leistung?

Hä? ja, ne CPU ist ein Werkzeug wie ein Hammer. Wenn es um Effizienz in der Produktion geht, geht es darum, was menschliche Arbeit leisten kann. Schnellere CPU -> menschliche Arbeit effizienter.
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Do 14. Jun 2018, 14:53

franktoast hat geschrieben:(14 Jun 2018, 15:45)

Wie ich schon sagte. Es kann ressourcenschonender sein, das Teil wegzuwerfen anstatt zu reparieren bzw. wieder an den Mann zu bringen. Marktpreise sagen uns das.

Es ist billiger, hast du dir das Video angesehen? Amazon macht das nur um Steuern zu sparen.



franktoast hat geschrieben:(14 Jun 2018, 15:45)

Hä? ja, ne CPU ist ein Werkzeug wie ein Hammer. Wenn es um Effizienz in der Produktion geht, geht es darum, was menschliche Arbeit leisten kann. Schnellere CPU -> menschliche Arbeit effizienter.

Eine CPU ist eine Fabrikationsstätte, sie Produziert aus Energie Rechenergebnisse. Die Effizienz steigt wenn mit immer weniger Energie immer schneller und immer mehr Ergebnisse erzielt werden. Wie kommst du auf den Gedanken das eine Maschine nicht effizient Produzieren kann ?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Realist2014 » Do 14. Jun 2018, 14:55

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Jun 2018, 15:53)






Eine CPU ist eine Fabrikationsstätte, sie Produziert aus Energie Rechenergebnisse. ?



sorry

das ist NICHT die normale Begriffsverwendung von "Produktion"

richtig ist, das es einen Output gibt. Nur wird das nicht als "Produkt" bezeichnet
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Do 14. Jun 2018, 15:01

Realist2014 hat geschrieben:(14 Jun 2018, 15:55)

sorry

das ist NICHT die normale Begriffsverwendung von "Produktion"

richtig ist, das es einen Output gibt. Nur wird das nicht als "Produkt" bezeichnet

Ist ein Rechenergebniss ein Gut ?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Realist2014 » Do 14. Jun 2018, 15:16

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Jun 2018, 16:01)

Ist ein Rechenergebniss ein Gut ?



keines , was als "Produkt" in einer "Produktion" betrachtet wird.

zumindest in der normalen Welt...

Aber ihr diskutiert hier ja "Utopia" :x

Dann könnt ihr auch Begriffe "umdefinieren" ... :D
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Do 14. Jun 2018, 15:25

Realist2014 hat geschrieben:(14 Jun 2018, 16:16)

keines , was als "Produkt" in einer "Produktion" betrachtet wird.

Danke
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Do 14. Jun 2018, 16:28

Hier mal ein schöner Artikel wie Intel so eine Effizienzsteigerung angeht.

Intel: Höhere Effizienz zulasten der Leistung


Nur wie bring ich jetzt meinen befreundeten Mathematiker bei das seine errechneten Produkte keine wirtschaftlichen Güter sind. Das wird nicht einfach werden, schließlich bekommt er Geld dafür. :?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Realist2014 » Do 14. Jun 2018, 19:25

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Jun 2018, 17:28)

Hier mal ein schöner Artikel wie Intel so eine Effizienzsteigerung angeht.

Intel: Höhere Effizienz zulasten der Leistung


Nur wie bring ich jetzt meinen befreundeten Mathematiker bei das seine errechneten Produkte keine wirtschaftlichen Güter sind. Das wird nicht einfach werden, schließlich bekommt er Geld dafür. :?


"errechnete Produkte" ?

das Ergebnis seine Berechnungen ist noch kein "Produkt"...

seine Arbeit fällt in die Kategorie Dienstleistung
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Do 14. Jun 2018, 20:35

Realist2014 hat geschrieben:(14 Jun 2018, 20:25)

das Ergebnis seine Berechnungen ist noch kein "Produkt"...


Schön wenn man zwei verschiedene Sprachen spricht, https://de.wikipedia.org/wiki/Produkt_(Mathematik)

Aber jetzt mal Spaß beiseite, wenn er das Ergebnis seiner Berechnungen und Formeln verkauft ist das genauso ein Produkt wie wenn jemand seine komponierten Lieder verkauft. Oder sind Lieder, Software, Texte und ähnliche Dinge bei dir jetzt auch Dienstleistungen ?
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Realist2014 » Do 14. Jun 2018, 20:49

Ein Terraner hat geschrieben:(14 Jun 2018, 21:35)

Schön wenn man zwei verschiedene Sprachen spricht, https://de.wikipedia.org/wiki/Produkt_(Mathematik)

Aber jetzt mal Spaß beiseite, wenn er das Ergebnis seiner Berechnungen und Formeln verkauft ist das genauso ein Produkt wie wenn jemand seine komponierten Lieder verkauft. Oder sind Lieder, Software, Texte und ähnliche Dinge bei dir jetzt auch Dienstleistungen ?



nein. Wenn er seine Ergebnisse genau den Prozessen unterwirft, welche zusätzlich dafür notwendig sind - DANN wird es zum "Produkt"

Nur sind Rechenergebnisse alleine eben noch keines .
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Re: Produktionswege ohne Preise

Beitragvon Ein Terraner » Do 14. Jun 2018, 21:10

Realist2014 hat geschrieben:(14 Jun 2018, 21:49)

Nur sind Rechenergebnisse alleine eben noch keines .


Natürlich sind sie das, alles was man produziert ist ein Produkt. Und wenn eine Maschine etwas produziert ist das auch ein Produkt.
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