Türkische Lira Krise

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garfield336
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon garfield336 » Di 14. Aug 2018, 08:26

Quatschki hat geschrieben:(14 Aug 2018, 09:08)

Das ist mir sowieso ein Rätsel
Deutschland hat 250 Milliarden Exportüberschüsse pro Jahr,
hat aber nicht wie Rußland und China riesige Devisenreserven
oder gewaltige Auslandsinvestments in Afrika.
Sondern im Gegenteil: Es wird immer mehr von unserem öffentlichen Eigentum, Land und Immobilien an irgendwelche Kapitalanleger aus eben jenen Handelsbilanzdefizitländern verhökert.


nun sie sind nicht auf grosse Devisenreserven auslänudischer Währung angewiesen.
Dennoch hat man doch grosse Goldbestände.

Die deutschen verleihen ihre Euros in die Türkei damit die hier einkaufen können. Das wird jetzt auch zu einem kleinen Problem.
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Skull
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Skull » Di 14. Aug 2018, 09:17

Quatschki hat geschrieben:(14 Aug 2018, 09:08)

Das ist mir sowieso ein Rätsel
Deutschland hat 250 Milliarden Exportüberschüsse pro Jahr,
hat aber nicht wie Rußland und China riesige Devisenreserven
oder gewaltige Auslandsinvestments in Afrika.
Sondern im Gegenteil: Es wird immer mehr von unserem öffentlichen Eigentum,
Land und Immobilien an irgendwelche Kapitalanleger aus eben jenen Handelsbilanzdefizitländern verhökert.

Da muss man doch unterscheiden.

Die Export-Überschüsse werden von Firmen erzielt.
Diese tauschen die erhaltenen Mittel i.d.R. dann ja auch in Euros.
Oder bekommen sie per Vertrag in Euros.

Öffentliches Eigentum hat damit ja nichts zu tun.
Hat Null und Nichts mit den Handelsbilanzen, noch deren Defizitländern zu tun.

Solche "Bezüge" herzustellen macht keinen Sinn.

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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 14. Aug 2018, 09:24

Quatschki hat geschrieben:(14 Aug 2018, 09:08)

Deutschland hat 250 Milliarden Exportüberschüsse pro Jahr,
hat aber nicht wie Rußland und China riesige Devisenreserven
.


Warum auch? Die Exporte werden sicherlich größtenteils in EUR bezahlt.
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Orbiter1
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Orbiter1 » Di 14. Aug 2018, 09:41

Quatschki hat geschrieben:(14 Aug 2018, 09:08)

Das ist mir sowieso ein Rätsel
Deutschland hat 250 Milliarden Exportüberschüsse pro Jahr,
hat aber nicht wie Rußland und China riesige Devisenreserven
oder gewaltige Auslandsinvestments in Afrika.
Sondern im Gegenteil: Es wird immer mehr von unserem öffentlichen Eigentum, Land und Immobilien an irgendwelche Kapitalanleger aus eben jenen Handelsbilanzdefizitländern verhökert.
Falls du es noch nicht gemerkt haben solltest. Deutschland ist Teil des Eurosystems mit der EZB als zentraler Notenbank. Die Währungsreserven des Eurosystems beliefen sich Ende Juni auf umgerechnet 690 Mrd €. http://www.ecb.europa.eu/stats/balance_ ... ur.en.html
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Orbiter1
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Orbiter1 » Di 14. Aug 2018, 10:02

Hier mal ein Zitat aus einem Artikel von Welt online vom Februar 2014. Kommt einem irgendwie bekannt vor.

"Der Verfall der türkischen Währung trifft die Bevölkerung gleich doppelt. Während Konsumgüter immer teurer werden, steigen die Kosten für Kredite. Immer mehr Familien geraten in die Schuldenfalle. ... Seit dem letzten Jahr hat die türkische Währung konstant an Wert gegenüber Dollar und Euro verloren. So zahlte man vor einem Jahr noch 1,68 Lira für einen Dollar, heute sind es 2,26. Als vergangene Woche der Dollar die Marke von 2,40 erreichte, traf sich die türkische Zentralbank zum Krisengipfel. Ihre Entscheidung, den Leitzins von 4,5 auf 10 Prozent zu erhöhen, fiel unerwartet entschlossen – und gegen den Widerstand des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayip Erdogan – aus. .... Doch die Schwäche der Lira lässt nicht nur ausländische Investoren abwandern, sondern trifft auch die türkischen Verbraucher hart. Viele von ihnen sind hoch verschuldet. .... Ein weiteres Problem für die türkischen Verbraucher stellt ihre Abhängigkeit von importierten Gütern dar. Die Türkei leidet an einem hohen Leistungsbilanzdefizit, die Türken konsumieren mehr, als sie produzieren. Der teure Dollar treibt die Preise vieler Güter in die Höhe." Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... falle.html

Die aktuelle Situation müssten die Türken eigentlich gewohnt sein.
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon schokoschendrezki » Di 14. Aug 2018, 10:15

unity in diversity hat geschrieben:(14 Aug 2018, 00:55)

Das kommt nicht nur im Orient vor.
Die ungarischen Häuslebauer haben mal €-Kredite bei österreichische Banken aufgenommen. So etwas ist kein Problem, solange Währungen stabil bleiben.

Frankenkredite vor allem auch. Und sie wurden den Häuslebauern ohne jede Rückversicherung und Bonitätsprüfung in fast beliebiger Höhe gewährt. Natürlich nicht aus Dummheit sondern mit Bedacht. Das ging sehr häufig schief. Und dann kam die Bankenkrise. Und dann 2011 das von Orbán durchgedrückte Fremdwährungskredittilgungsgesetz. Das er populistisch als "Befreiung aus der Schuldensklaverei" verkaufte. Aber EU-Europa machte mit. Man muss das ganze komplexe Interessengemisch versuchen zu verstehen.
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Orbiter1 » Di 14. Aug 2018, 10:27

Ist das jetzt alles was Erdogan als Antwort auf die Verdoppelung der Stahl- und Aluminiumzölle zu bieten hat?

"Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat als Reaktion auf US-Sanktionen einen "Boykott" elektronischer Geräte aus den USA angekündigt. Die USA hätten iPhones, doch "auf der anderen Seite" gebe es Samsung, sagte er im türkischen Fernsehen."

Das muß man ja schon fast als einen Schritt in Richtung Deeskalation sehen wenn das die einzige Reaktion auf die Zölle ist.
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Audi » Di 14. Aug 2018, 11:31

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Aug 2018, 11:27)

Ist das jetzt alles was Erdogan als Antwort auf die Verdoppelung der Stahl- und Aluminiumzölle zu bieten hat?

"Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat als Reaktion auf US-Sanktionen einen "Boykott" elektronischer Geräte aus den USA angekündigt. Die USA hätten iPhones, doch "auf der anderen Seite" gebe es Samsung, sagte er im türkischen Fernsehen."

Das muß man ja schon fast als einen Schritt in Richtung Deeskalation sehen wenn das die einzige Reaktion auf die Zölle ist.

Was soll Erdogan gegen die USA schon machen? Das schlimmste wäre, man wirft die USA raus und schließt alle US Basen im Land. Dort könnte er höchstens den USA weh tun
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Skull » Di 14. Aug 2018, 12:39

Audi hat geschrieben:(14 Aug 2018, 12:31)

Was soll Erdogan gegen die USA schon machen?

Das schlimmste wäre, man wirft die USA raus und schließt alle US Basen im Land.
Dort könnte er höchstens den USA weh tun

Ich glaube nicht, dass das den USA weh tun wird.

Allenfalls der Türkei.
Weniger Basen, weniger Zuwendungen.
Weniger Zuwendungen...noch weniger Devisen.
Noch weniger Vertrauen...noch schwächere Lira. :D

mfg
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Orbiter1 » Di 14. Aug 2018, 13:19

Skull hat geschrieben:(14 Aug 2018, 13:39)

Ich glaube nicht, dass das den USA weh tun wird.

Allenfalls der Türkei.
Weniger Basen, weniger Zuwendungen.
Weniger Zuwendungen...noch weniger Devisen.
Noch weniger Vertrauen...noch schwächere Lira. :D
Naja, heute und morgen ist ja der russische Außenminister Lawrow in der Türkei. Incirlik wäre sicher auch ein guter Standort für eine russische Luftwaffenbasis.
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 14. Aug 2018, 13:31

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:19)

Naja, heute und morgen ist ja der russische Außenminister Lawrow in der Türkei. Incirlik wäre sicher auch ein guter Standort für eine russische Luftwaffenbasis.

Russland ist Nachbar. Wozu sollten die Basen brauchen? Und außerdem haben die Russen auch kein Geld. Das Renteneintrittsalter wurde erhöht.
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...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Di 14. Aug 2018, 14:05

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:19)

Naja, heute und morgen ist ja der russische Außenminister Lawrow in der Türkei. Incirlik wäre sicher auch ein guter Standort für eine russische Luftwaffenbasis.

Ich glaube, da liegen schon irgendwelche Landebahnen rum.
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Sorgenking » Di 14. Aug 2018, 14:06

Diese Währungskrise war halt so vorhersehbar, ein klassisches Beispiel für das Krisenmodell der 3.Generation.
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Trutznachtigall » Di 14. Aug 2018, 14:32

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Aug 2018, 11:02)

Hier mal ein Zitat aus einem Artikel von Welt online vom Februar 2014. Kommt einem irgendwie bekannt vor.

"... sondern trifft auch die türkischen Verbraucher hart. Viele von ihnen sind hoch verschuldet. "

Ach, die armen Türken. :(

Da kann man nur sagen, selbst schuld. Häufig bin ich in der Türkei gewesen auch schon zu Zeiten, als die Türkei noch kein Touristenland war und man sich hier an die Stirn tippte und meinte, ich wäre wohl plemplem, in das [Mod: editiert] zu reisen. Ich war in allen Regionen - Istanbul, Ankara, Westküste, Südküste, Zentralanatolien, Ostanatolien, Schwarzmeerregion, Kurdengebiete (Diyarbakir). Ich habe sehr wohl mitverfolgen können, wie der Wohlstand in der Türkei wuchs, bis zu dem Zeitpunkt, wo viele Türken offensichtlich den Blick für die finanziellen Realitäten verloren haben. Ich erinnere mich an das Gespräch mit einem türkischen Familienvater - etwa 2012. Er zeigte mir seine Geldbörse und wies ganz stolz auf seine lange Latte von verschiedenen Kreditkarten darin. Er sagte:" Früher haben wir erst gekauft, wenn das Geld dafür da war. Heute kaufen wir immer." Und kam sich dabei super fortschrittlich vor.
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 14. Aug 2018, 14:47

Trutznachtigall hat geschrieben:(14 Aug 2018, 15:32)

Ach, die armen Türken. :(

Da kann man nur sagen, selbst schuld. Häufig bin ich in der Türkei gewesen auch schon zu Zeiten, als die Türkei noch kein Touristenland war und man sich hier an die Stirn tippte und meinte, ich wäre wohl plemplem, in das [Mod: editiert] zu reisen. Ich war in allen Regionen - Istanbul, Ankara, Westküste, Südküste, Zentralanatolien, Ostanatolien, Schwarzmeerregion, Kurdengebiete (Diyarbakir). Ich habe sehr wohl mitverfolgen können, wie der Wohlstand in der Türkei wuchs, bis zu dem Zeitpunkt, wo viele Türken offensichtlich den Blick für die finanziellen Realitäten verloren haben. Ich erinnere mich an das Gespräch mit einem türkischen Familienvater - etwa 2012. Er zeigte mir seine Geldbörse und wies ganz stolz auf seine lange Latte von verschiedenen Kreditkarten darin. Er sagte:" Früher haben wir erst gekauft, wenn das Geld dafür da war. Heute kaufen wir immer." Und kam sich dabei super fortschrittlich vor.


Ja. Private und staatliche Verschuldung haben ein kritisches Niveau erlangt. Zusätzlich hat man viele Leute die wichtig für die Wirtschaft aber keine AKP-Anhänger waren aus dem Land getrieben oder ins Gefängnis geworfen. Das Ergebnis war vorhersehbar.
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Audi » Di 14. Aug 2018, 16:33

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 Aug 2018, 14:31)

Russland ist Nachbar. Wozu sollten die Basen brauchen? Und außerdem haben die Russen auch kein Geld. Das Renteneintrittsalter wurde erhöht.

Russland hat kürzere Wege zum anfliegen in Syrien. Die Infrastruktur ist ausgebaut und man sichert sich Einfluss in der Türkei. Die Basis ist sicher
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Skull » Di 14. Aug 2018, 16:46

Guten Tag,

hier geht es um die Lira-Krise. Nicht um Nato, amerikanische oder potentielle russische Armeestützpunkte.
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon Orbiter1 » Mi 15. Aug 2018, 10:34

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Aug 2018, 11:27)

Ist das jetzt alles was Erdogan als Antwort auf die Verdoppelung der Stahl- und Aluminiumzölle zu bieten hat?

"Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat als Reaktion auf US-Sanktionen einen "Boykott" elektronischer Geräte aus den USA angekündigt. Die USA hätten iPhones, doch "auf der anderen Seite" gebe es Samsung, sagte er im türkischen Fernsehen."

Das muß man ja schon fast als einen Schritt in Richtung Deeskalation sehen wenn das die einzige Reaktion auf die Zölle ist.
Der Boykott elektronischer Geräte war nicht die einzige Reaktion auf die Zollerhöhungen der USA. Jetzt erhöht die Türkei im Gegenzug die Zölle auf bestimmte US-Waren.

"Die Türkei hat im Streit mit den USA über das Festhalten des US-Pastors Andrew Brunson die Einfuhrzölle auf bestimmte US-Produkte drastisch erhöht. Darunter seien Pkw, Alkoholika und Tabak, berichtete die "Resmi Gazete", das Amtsblatt der Türkei, am Mittwoch. Für Pkw werde nach einem von Präsident Recep Tayyip Erdogan unterzeichneten Dekret der Zoll um 120 Prozent angehoben, bei alkoholischen Getränken seien es 140 und bei Tabak 60 Prozent. Auch für andere Waren gelten demnach künftig höhere Zölle, darunter für Kosmetika, Reis und Kohle." Quelle: https://www.tagesspiegel.de/politik/han ... 14180.html

Die Eskalation geht also weiter. Erdogan traue ich es ohne weiteres zu dass er tatsächlich die NATO verlässt und sich mit Russland und/oder China verbündet.
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon H2O » Mi 15. Aug 2018, 11:49

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Aug 2018, 11:34)

...

Die Eskalation geht also weiter. Erdogan traue ich es ohne weiteres zu dass er tatsächlich die NATO verlässt und sich mit Russland und/oder China verbündet.


Das wird diese Partner aber freuen. Endlich einmal ein verlässlicher Partner, der dazu auch gar nichts kostet. :p
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Re: Türkische Lira Krise

Beitragvon unity in diversity » Mi 15. Aug 2018, 12:37

H2O hat geschrieben:(15 Aug 2018, 12:49)

Das wird diese Partner aber freuen. Endlich einmal ein verlässlicher Partner, der dazu auch gar nichts kostet. :p

Neues zum Thema Verläßlichkeit von Trump:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/u ... 23123.html
Aber bevor Erdogan die Seite wechselt, werden die Türken bestimmt in die Demokratie gebombt.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
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