Kriminelle Manager vor Gericht

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Senexx
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Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon Senexx » Fr 4. Mai 2018, 03:31

Gegen Ex-VW-Chef Winterkorn wurde nun Anklage in den USA erhoben. Es geht um den Dieselskandal. Wegen Verschwörung gegen die USA drohen ihm dort bis zu 25 Jahre Haft.

https://www.bild.de/geld/2018/geld/wirt ... .bild.html

Leider dürfte er wohl nicht ausgeliefert werden.

Wann wird ihm eigentlich hierzulande der Prozess gemacht?
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garfield336
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon garfield336 » Fr 4. Mai 2018, 07:46

Senexx hat geschrieben:(04 May 2018, 04:31)

Gegen Ex-VW-Chef Winterkorn wurde nun Anklage in den USA erhoben. Es geht um den Dieselskandal. Wegen Verschwörung gegen die USA drohen ihm dort bis zu 25 Jahre Haft.

https://www.bild.de/geld/2018/geld/wirt ... .bild.html

Leider dürfte er wohl nicht ausgeliefert werden.

Wann wird ihm eigentlich hierzulande der Prozess gemacht?


Vor Gericht ist er noch nicht aber ich hoffe die USA stellt einen Haftbefehlt über Interpol aus. Denn das würde bedeuten, der Herr darf Deutschland nicht mehr verlassen ;)

Er müsste dann selbst im europäischen Ausland jederzeit mit Verhaftung rechnen. Und glauben sie mir, er hat keine Gnade zu erwarten. In Luxemburg z.b. ist man auch verärgert über das Gebahren von VW und der deutschen Politik. Die haben viele Autos hier homologieren lassen. Unsere Behörde fühlt sich genauso verarscht.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon garfield336 » Fr 4. Mai 2018, 08:15

Unmittelbare Auswirkungen hat die Anklage für Winterkorn vorerst nur begrenzt - der Ex-Manager ist derzeit nicht in den USA, und Deutschland liefert seine Staatsbürger nicht aus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 06147.html


Doch es hat Konsequenzen. Er darf jetzt defacto Deutschland nicht mehr verlassen.
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relativ
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon relativ » Fr 4. Mai 2018, 09:18

Es wäre hier zu wünschen, wenn auch mal die deutsche Justiz/Staat gewissen Managergebaren eine Stoplinie aufzeigt.
Denn die Auswirkungen solcher Taten, dieser Sorte Manager, hat meist weitreichende Folgen.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon H2O » Fr 4. Mai 2018, 09:27

In den DLF Frühnachrichten hieß es, daß die Statsanwaltschaft Braunschweig ermittelt, ob Herrn Winterkorn eine Mitwisserschaft nachgewiesen werden kann. Bisher ist das wohl nicht gelungen.
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unity in diversity
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon unity in diversity » Fr 4. Mai 2018, 09:32

relativ hat geschrieben:(04 May 2018, 10:18)

Es wäre hier zu wünschen, wenn auch mal die deutsche Justiz/Staat gewissen Managergebaren eine Stoplinie aufzeigt.
Denn die Auswirkungen solcher Taten, dieser Sorte Manager, hat meist weitreichende Folgen.

Auftragsdamager sind die heiligen Kühe in jedem gefühlten Wirtschaftskrieg. Die sind unantastbar und fallen immer nach oben, wie auch bei der Deuba.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA
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relativ
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon relativ » Fr 4. Mai 2018, 09:37

unity in diversity hat geschrieben:(04 May 2018, 10:32)

Auftragsdamager sind die heiligen Kühe in jedem gefühlten Wirtschaftskrieg. Die sind unantastbar und fallen immer nach oben, wie auch bei der Deuba.

Dann sollte evtl. diese Sorte heilige Kühe eben vom Thron gestoßen werden, damit Platz wird für andere Charaktere in den Chefetagen. Eben die , die bisher keine Chance hatten, weil egomane Silberrücken die breiteren Ellebogen und somit besseren Chancen hatten.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon garfield336 » Fr 4. Mai 2018, 10:45

H2O hat geschrieben:(04 May 2018, 10:27)

In den DLF Frühnachrichten hieß es, daß die Statsanwaltschaft Braunschweig ermittelt, ob Herrn Winterkorn eine Mitwisserschaft nachgewiesen werden kann. Bisher ist das wohl nicht gelungen.


Villeicht ist diese Staatsanwaltschaft "befangen".... Sie wissen ja wer dort im Aufsichtsrat bei VW sitzt ....
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon H2O » Fr 4. Mai 2018, 11:16

garfield336 hat geschrieben:(04 May 2018, 11:45)

Villeicht ist diese Staatsanwaltschaft "befangen".... Sie wissen ja wer dort im Aufsichtsrat bei VW sitzt ....


Das ist stark zu vermuten; deshalb wäre die Zusammenarbeit mit den US-Fahndern vielleicht ein Maß für die Ernsthaftigkeit des Vorgehens.

Ich meine, daß so offensichtlich beabsichtigter Betrug sehr hart abgestraft werden muß. Millionen Kunden in aller Welt wurde etwas verkauft, was ihnen in keiner Weise geliefert wurde. Der Staat oder das Land Niedersachsen als Spießgeselle? Unmöglich! :mad2:
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon relativ » Fr 4. Mai 2018, 12:05

garfield336 hat geschrieben:(04 May 2018, 11:45)

Villeicht ist diese Staatsanwaltschaft "befangen".... Sie wissen ja wer dort im Aufsichtsrat bei VW sitzt ....

Das sollte bei einer unabhängigen Justiz nicht der Fall sein. Ob es persönlich beim Staatsanwalt evtl. vorhanden ist, ist reine Spekulation. Die Frage ist doch eher was kann man ihm Strafrelevant nachweisen und wenn nicht, welche Hebel muss man umlegen, damit man solche Machenschaften zukünftig besser ahnden kann.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon zollagent » Fr 4. Mai 2018, 12:17

relativ hat geschrieben:(04 May 2018, 10:18)

Es wäre hier zu wünschen, wenn auch mal die deutsche Justiz/Staat gewissen Managergebaren eine Stoplinie aufzeigt.
Denn die Auswirkungen solcher Taten, dieser Sorte Manager, hat meist weitreichende Folgen.

Gewisse Managergebaren, das ist sehr euphemistisch ausgedrückt. Ich meine, unsere Wirtschaftsethik muß neu formuliert werden. Wo bitte wird dem Kunden denn nicht etwas vorgegaugelt, was er letztlich nicht erhält? Man sehe sich die "Qualität" der angebotenen Möbel an, alles zusammengepapptes und mit Plastikfolie überzogenes Sägemehl, bei den Lebensmittel schaudert es einen, was da an Ersatzstoffen reingemixt wird, um einen Geschmack vorzugaukeln, der zwar an etwas erinnert, aber von dem Beworbenen gar nicht stammt, zusammengeklebte Fleischreste als "Schnitzel", praktisch überall Unmengen Zucker reingemischt, ob es mit dem Lebensmittel ursächlich nun was zu tun hat oder nicht, man sehe sich die Bekleidungsindustrie an, Billigstware aus Fernost mit Qualitätsmängeln, die einem buchstäblich die Schuhe ausziehen. Und alles noch dazu unter Bedingungen herstellt, die jedweder Ethik, sei es im Umgang mit Menschen, sei es im Umgang mit Tieren, Hohn sprechen. Da paßt das Verhalten der Automobilindustrie nahtlos dazu. Es ist die Denke, die in den Chefetagen vorherrscht, das Umsatzmachen um jeden Preis, kein Geschäft Geld gegen Ware. Geld gegen wertlosen Kram, der viel verspricht, aber nichts hält. Der Betriebswirtschaft müssen Zügel angelegt werden. Und das sage ich als studierter Betriebswirt mit jahrelanger praktischer Erfahrung. Ich weiß, wovon ich rede.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon relativ » Fr 4. Mai 2018, 12:34

zollagent hat geschrieben:(04 May 2018, 13:17)

Gewisse Managergebaren, das ist sehr euphemistisch ausgedrückt. Ich meine, unsere Wirtschaftsethik muß neu formuliert werden. Wo bitte wird dem Kunden denn nicht etwas vorgegaugelt, was er letztlich nicht erhält? Man sehe sich die "Qualität" der angebotenen Möbel an, alles zusammengepapptes und mit Plastikfolie überzogenes Sägemehl, bei den Lebensmittel schaudert es einen, was da an Ersatzstoffen reingemixt wird, um einen Geschmack vorzugaukeln, der zwar an etwas erinnert, aber von dem Beworbenen gar nicht stammt, zusammengeklebte Fleischreste als "Schnitzel", praktisch überall Unmengen Zucker reingemischt, ob es mit dem Lebensmittel ursächlich nun was zu tun hat oder nicht, man sehe sich die Bekleidungsindustrie an, Billigstware aus Fernost mit Qualitätsmängeln, die einem buchstäblich die Schuhe ausziehen. Und alles noch dazu unter Bedingungen herstellt, die jedweder Ethik, sei es im Umgang mit Menschen, sei es im Umgang mit Tieren, Hohn sprechen. Da paßt das Verhalten der Automobilindustrie nahtlos dazu. Es ist die Denke, die in den Chefetagen vorherrscht, das Umsatzmachen um jeden Preis, kein Geschäft Geld gegen Ware. Geld gegen wertlosen Kram, der viel verspricht, aber nichts hält. Der Betriebswirtschaft müssen Zügel angelegt werden. Und das sage ich als studierter Betriebswirt mit jahrelanger praktischer Erfahrung. Ich weiß, wovon ich rede.



Fett: Das meinte ich auch damit.
Bevor man also diese neue Wirtschaftsethik einführen kann sollten m.M. erstmal die Manager weg, bei denen diese nicht ankommt und diese Manager sind auch meist gut mit Ihresgleichen vernetzt. Also nur allein eine neue Wirtschaftsethilk wird wohl bei uns nicht ausreichen um eine signifigante Änderung herbei zu führen, nimmt man noch die globalen Netzwerke dazu, schon mal gar nicht. Denn viele dieser Köpfe aben eine Situation wie mom. ja erst mitzuverantworten. Die würde ich nicht weiterwurschteln lassen, damit die auch noch, die dann neue Wirtschaftsethik, in die Tonne treten können. Da sollten m.M. eine ganz neue "Sorte" vom Managern bevorzugt werden und ich bin auch der Meinung, daß solche Manager aufzufinden wären.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon zollagent » Fr 4. Mai 2018, 13:13

relativ hat geschrieben:(04 May 2018, 13:34)

Fett: Das meinte ich auch damit.
Bevor man also diese neue Wirtschaftsethik einführen kann sollten m.M. erstmal die Manager weg, bei denen diese nicht ankommt und diese Manager sind auch meist gut mit Ihresgleichen vernetzt. Also nur allein eine neue Wirtschaftsethilk wird wohl bei uns nicht ausreichen um eine signifigante Änderung herbei zu führen, nimmt man noch die globalen Netzwerke dazu, schon mal gar nicht. Denn viele dieser Köpfe aben eine Situation wie mom. ja erst mitzuverantworten. Die würde ich nicht weiterwurschteln lassen, damit die auch noch, die dann neue Wirtschaftsethik, in die Tonne treten können. Da sollten m.M. eine ganz neue "Sorte" vom Managern bevorzugt werden und ich bin auch der Meinung, daß solche Manager aufzufinden wären.

Wenn du so grundsätzlich vorgehst, dann hast du das Problem, daß genau dieses Managerverhalten an den Unis und Schulen gelehrt wird, man nur gute Zensuren bekommt, wenn man es sich reinzieht. Da wären dann noch mehr Leute abzulösen, weltweit, ohne Frage. Aber ohne eine zeitgemäße Wirtschaftsethik wird niemand umdenken. Daß Manager, denen solche Vorhaltungen gemacht werden können, zumindest auf Zeit aus der Berufsausübung ausgeschlossen werden können, ist eine denkbare Maßnahme. Und hier darf nicht die unmittelbare Täterschuld greifen, sondern die Führungsverantwortung solcher Personen. Ein einfacher Rücktritt und weitermachen wie bisher an anderer Stelle wird da nicht reichen.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon relativ » Fr 4. Mai 2018, 13:31

zollagent hat geschrieben:(04 May 2018, 14:13)

Wenn du so grundsätzlich vorgehst, dann hast du das Problem, daß genau dieses Managerverhalten an den Unis und Schulen gelehrt wird, man nur gute Zensuren bekommt, wenn man es sich reinzieht. Da wären dann noch mehr Leute abzulösen, weltweit, ohne Frage. Aber ohne eine zeitgemäße Wirtschaftsethik wird niemand umdenken. Daß Manager, denen solche Vorhaltungen gemacht werden können, zumindest auf Zeit aus der Berufsausübung ausgeschlossen werden können, ist eine denkbare Maßnahme. Und hier darf nicht die unmittelbare Täterschuld greifen, sondern die Führungsverantwortung solcher Personen. Ein einfacher Rücktritt und weitermachen wie bisher an anderer Stelle wird da nicht reichen.

Einer meiner Neffen macht gerade BWL oder VBL da werden mittlerweile schon auch andere Inhalte vermittelt, soweit ich dies raushören konnte.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon garfield336 » Fr 4. Mai 2018, 14:03

relativ hat geschrieben:(04 May 2018, 13:05)

Das sollte bei einer unabhängigen Justiz nicht der Fall sein. Ob es persönlich beim Staatsanwalt evtl. vorhanden ist, ist reine Spekulation. Die Frage ist doch eher was kann man ihm Strafrelevant nachweisen und wenn nicht, welche Hebel muss man umlegen, damit man solche Machenschaften zukünftig besser ahnden kann.


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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon Senexx » Fr 4. Mai 2018, 14:45

H2O hat geschrieben:(04 May 2018, 10:27)

In den DLF Frühnachrichten hieß es, daß die Statsanwaltschaft Braunschweig ermittelt, ob Herrn Winterkorn eine Mitwisserschaft nachgewiesen werden kann. Bisher ist das wohl nicht gelungen.

Sie haben vermutlich nur nicht richtig gesucht.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon H2O » Fr 4. Mai 2018, 15:50

Senexx hat geschrieben:(04 May 2018, 15:45)

Sie haben vermutlich nur nicht richtig gesucht.


Diese Befürchtung haben einige Teilnehmer schon gehegt. Staatsanwälte arbeiten weisungsgebunden. Da gibt es also Steuerungsmöglichkeiten der Regierung in Hannover.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon zollagent » Fr 4. Mai 2018, 16:14

relativ hat geschrieben:(04 May 2018, 14:31)

Einer meiner Neffen macht gerade BWL oder VBL da werden mittlerweile schon auch andere Inhalte vermittelt, soweit ich dies raushören konnte.

Wie weit ist er denn? Das Grundstudium ist noch harmlos..... :D :D
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon zollagent » Fr 4. Mai 2018, 16:15

H2O hat geschrieben:(04 May 2018, 16:50)

Diese Befürchtung haben einige Teilnehmer schon gehegt. Staatsanwälte arbeiten weisungsgebunden. Da gibt es also Steuerungsmöglichkeiten der Regierung in Hannover.

Oh, da höre ich doch glatt heraus "die Regierung gibt vor, wonach Staatsanwälte NICHT zu suchen haben". Gibt es dafür Anhaltspunkte? Vielleicht Anweisungen? Und alle schweigen dazu?
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitragvon H2O » Fr 4. Mai 2018, 17:01

zollagent hat geschrieben:(04 May 2018, 17:15)

Oh, da höre ich doch glatt heraus "die Regierung gibt vor, wonach Staatsanwälte NICHT zu suchen haben". Gibt es dafür Anhaltspunkte? Vielleicht Anweisungen? Und alle schweigen dazu?


Das Schweigen kommt nicht von ungefähr. Mit Wikipedia wird man rasch klüger:

https://de.wikipedia.org/wiki/Staatsanwalt

    Als Beamte sind Staatsanwälte – anders als Richter – weisungsgebunden (§ 146 Gerichtsverfassungsgesetz)[1] und unterliegen uneingeschränkt der Dienstaufsicht durch Vorgesetzte (§ 144 GVG) (§ 147 GVG). Damit ist die Einflussmöglichkeit auf die Staatsanwaltschaften und Staatsanwälte gegeben,[2] zumal die Weisungsgebenden nicht an die Schriftform gebunden sind.[3][4] Bekannte Beispiele für Weisungsgebundenheit und ihre Folgen sind der Fall Wörz[5] und der Fall Mollath.[6] Die unterschiedlichen Auffassungen zum Umfang des Weisungsrechts sind bei der Entlassung von Generalbundesanwalt Harald Range erneut deutlich geworden.

Eine Honorarforderung stelle ich nicht! :D

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