Kriminelle Manager vor Gericht

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odiug

Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von odiug »

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(13 May 2018, 20:56)

Das kann sein, ist aber letztendlich Spekulation und auch weit weg von deiner ursprünglichen Behauptung, dass der Aufsichtsrat das genehmigt haben muss.
Das ist keine Spekulation :mad2:
Du vergisst einfach, dass es von den US Behörden bereits Anfragen zu den unterschiedlichen Abgaswerten von VW Dieselmotoren in den USA und Europa sowie zu Messungen im Straßenbetrieb gab, lange bevor der Dieselskandal publik wurde.
Und die Reaktion von VW war, die Betrugssoftware besser zu verstecken.
Also das muss zumindest mit Bewilligung des Vorstands gemacht worden sein und spätestens da hätte der Aufsichtsrat Verdacht schöpfen müssen.
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Skull
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Skull »

odiug hat geschrieben:(13 May 2018, 19:34)

Also da noch ein irgendwie geartetes "Unwissen" des Vorstands und auch des Aufsichtsrats zu vermuten,
ist gelinde gesagt schon eine Beleidigung eines jeden denkenden Menschen.
Deswegen sind die ja so stinke sauer dort.

Es ist ja nicht so, dass VW der einzige gewesen wäre, der betrog ... VW war nicht einmal der erste ...
aber VW war mit Abstand am dreistesten :dead:

Also ich bitte dich: dass der "Rechtsstaat" in Deutschland nix tut, ist kein Argument, welches die Sache besser macht ... im Gegenteil ... es sollte uns auf die Palme bringen :mad2:
Sorry. Solchen Betrachtungen werde ICH nicht folgen.

Das VW betrogen hat, steht ausser Frage. Das der Rechtsstaat NICHTS tut, ist dagegen nicht korrekt.
Das der Rechtsstaat in diesem konkreten Fall so zögerlich ist, kritisiere auch ich.

Es muss trotzdem erst bewiesen und nachgewiesen, was wer nun wusste,
und wer KONKRET wofür verantwortlich war.

Von pauschalen und spekulativen (Vor) Urteilen...halte ich...gar NICHTS.

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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(13 May 2018, 17:22)

hab ich. Und?
Dann müßtest du wissen, daß ich mit den Kontrollbefugnissen und -pflichten des Aufsichtsrats Recht hatte.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

odiug hat geschrieben:(13 May 2018, 19:59)

Also das wird immer dreister ... :eek:
Was kümmert mich, dass der Aufsichtsrat nun auf einmal die Aktionäre schützen will :?:
Also bei aller Ehre ... das geht mir echt am Arsch vorbei.
Mal abgesehen davon ... erstens ein bisschen spät und zweitens ein allzu durchsichtiges Ablenkungsmanöver.
Nach dem der Dreck nicht an den Entwicklern allein kleben blieb, dient nun Winterkorn als Klopapier um sich rein zu wischen :rolleyes:
Nicht dass ich dazu allzu traurig wäre ... aber lächerlich dieses Spektakel ... einfach nur noch lächerlich.
Und daß sich hier User noch hergeben, solchen durchschaubaren Unsinn noch nachzubeten. Das ist in der Tat lächerlich!
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von odiug »

Skull hat geschrieben:(13 May 2018, 21:35)

Sorry. Solchen Betrachtungen werde ICH nicht folgen.

Das VW betrogen hat, steht ausser Frage. Das der Rechtsstaat NICHTS tut, ist dagegen nicht korrekt.
Das der Rechtsstaat in diesem konkreten Fall so zögerlich ist, kritisiere auch ich.

Es muss trotzdem erst bewiesen und nachgewiesen, was wer nun wusste,
und wer KONKRET wofür verantwortlich war.

Von pauschalen und spekulativen (Vor) Urteilen...halte ich...gar NICHTS.

mfg
Also das klingt nach Mafia und Omertà :p
Dass man das mal von einem deutschen DAX Unternehmen sagen muss, ist doch schon bedenklich.
Und mal ganz unter uns ... VW ist gar nicht das Problem.
Das Problem sind CSU Verkehrsminister und die Regierung.
Die Regelungen für Diesel SUVs sind einfach zum kotzen.
Ein neuer BMW X6 bekommt Euro 5 und ich mit meinem Citroen Nemo Euro 4.
Dabei wiegt ein BMW X6 fast doppelt soviel wie mein Citroen Nemo und haut dementsprechend auch Stickoxide und Feinstaub in die Luft.
Das soll mir mal einer erklären wieso :?:
Mal abgesehen von den EU Regeln zum Motorenschutz :rolleyes:
Der einzige Grund, warum kein Automanager sich vor Gericht verantworten muss in Deutschland ist, die deutsche Regierung machte die EU Regeln so löchrig, dass die Autobauer mit jedem Dreck durchkommen :mad2:
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Skull hat geschrieben:(13 May 2018, 21:35)

Sorry. Solchen Betrachtungen werde ICH nicht folgen.

Das VW betrogen hat, steht ausser Frage. Das der Rechtsstaat NICHTS tut, ist dagegen nicht korrekt.
Das der Rechtsstaat in diesem konkreten Fall so zögerlich ist, kritisiere auch ich.

Es muss trotzdem erst bewiesen und nachgewiesen, was wer nun wusste,
und wer KONKRET wofür verantwortlich war.

Von pauschalen und spekulativen (Vor) Urteilen...halte ich...gar NICHTS.

mfg
Es sind nun mal die Aufsichts- und Sorgfaltspflichten des Aufsichtsrates, die da ganz offensichtlich ignoriert worden sind. Und dafür können auch nur die verantwortlich sein, die diese Pflichten haben. Das liegt auf der Hand.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Skull »

odiug hat geschrieben:(13 May 2018, 21:48)

Also das klingt nach Mafia und Omertà :p
Auf diesem Niveau beteilige ich mich...noch weniger.

Fakten sind doch...
-VW und andere Automobilfirmen haben betrogen
-staatliche Kontrollbehörden haben versagt und/oder die Augen geschlossen
-der Staat als Anteileigner und auch in Gremien vertreten ... war/ist (oder auch nicht) im Bilde
-der Staat erleichtert NICHT die Aufklärung und Aufarbeitung dieser Betrugsfälle
-es laufen Verfahren und verschiedene Ermittlungen

ICH weiss da eben NICHT, wer was wie wo an KONKRETER Stelle verantwortlich ist.

Du und der User zollagent anscheinend schon.

Warum geht Ihr mit Eurem Wissen und Euren FAKTEN nicht zur Staatsanwaltschaft und an die Presse ? :D

Oder ist es vielleicht doch nicht so einfach ? In einem Rechtsstaat.

mfg
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Skull »

zollagent hat geschrieben:(13 May 2018, 21:50)

Es sind nun mal die Aufsichts- und Sorgfaltspflichten des Aufsichtsrates,
die da ganz offensichtlich ignoriert worden sind.

Und dafür können auch nur die verantwortlich sein, die diese Pflichten haben. Das liegt auf der Hand.
Und Genau DAS ist zu klären und aufzuarbeiten.

Es steht aber heute und auch nicht vor dieser Aufarbeitung...fest.

SO wie Du es gerade machen...willst.

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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Skull hat geschrieben:(13 May 2018, 22:04)

Auf diesem Niveau beteilige ich mich...noch weniger.

Fakten sind doch...
-VW und andere Automobilfirmen haben betrogen
-staatliche Kontrollbehörden haben versagt und/oder die Augen geschlossen
-der Staat als Anteileigner und auch in Gremien vertreten ... war/ist (oder auch nicht) im Bilde
-der Staat erleichtert NICHT die Aufklärung und Aufarbeitung dieser Betrugsfälle
-es laufen Verfahren und verschiedene Ermittlungen

ICH weiss da eben NICHT, wer was wie wo an KONKRETER Stelle verantwortlich ist.

Du und der User zollagent anscheinend schon.

Warum geht Ihr mit Eurem Wissen und Euren FAKTEN nicht zur Staatsanwaltschaft und an die Presse ? :D

Oder ist es vielleicht doch nicht so einfach ? In einem Rechtsstaat.

mfg
So, so, "staatliche Kontrollorgane haben versagt". Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen internen Kontrollen doch offensichtlich auch. Und aufgrund der Struktur dieser Unternehmen geht das halt nur, wenn man entweder gaaaaaaanz krampfhaft Augen und Ohren verschließt, oder aber mittut. Eigentlich zeigt die Art der Argumentation schon, daß du es gar nicht so genau wissen willst.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Skull »

zollagent hat geschrieben:(14 May 2018, 00:30)

So, so, "staatliche Kontrollorgane haben versagt".
Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen internen Kontrollen doch offensichtlich auch.

Und aufgrund der Struktur dieser Unternehmen geht das halt nur,
wenn man entweder gaaaaaaanz krampfhaft Augen und Ohren verschließt, oder aber mittut.

Eigentlich zeigt die Art der Argumentation schon, daß du es gar nicht so genau wissen willst.
Was ist Dein Problem ?

Mit meinen Aussagen und meinen Hinweisen ?

Gerade Dein letzter Satz ist eine weitere reine (völlig unzutreffende) Spekulation.

mfg
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Skull hat geschrieben:(14 May 2018, 00:31)

Was ist Dein Problem ?

Mit meinen Aussagen und meinen Hinweisen ?

mfg
Vor allem mit deinem krampfhaften Nichtwissenwollen. :D :D
Grenzwertig ... aber ich lass das mal stehen, wenn derartige persönliche Angriffe nicht weiter eskalieren deinerseits, weil ich das weiter unten kommentiert habe ... klaro :?:
Dein Mod
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von odiug »

Skull hat geschrieben:(13 May 2018, 22:04)

Auf diesem Niveau beteilige ich mich...noch weniger.

Fakten sind doch...
-VW und andere Automobilfirmen haben betrogen
-staatliche Kontrollbehörden haben versagt und/oder die Augen geschlossen
-der Staat als Anteileigner und auch in Gremien vertreten ... war/ist (oder auch nicht) im Bilde
-der Staat erleichtert NICHT die Aufklärung und Aufarbeitung dieser Betrugsfälle
-es laufen Verfahren und verschiedene Ermittlungen

ICH weiss da eben NICHT, wer was wie wo an KONKRETER Stelle verantwortlich ist.

Du und der User zollagent anscheinend schon.

Warum geht Ihr mit Eurem Wissen und Euren FAKTEN nicht zur Staatsanwaltschaft und an die Presse ? :D

Oder ist es vielleicht doch nicht so einfach ? In einem Rechtsstaat.

mfg
Alles was du aufzählst als Fakten, sind doch klare Zeichen mafiöser Strukturen, bis hin zum Kartell des Schweigens der Verantwortlichen.
Mir kommt deine Argumentation so vor, als sei VW zum Dieselskandal gekommen, wie Maria zum Kind ... keiner will es gewesen sein, aber dummer weise ist das Mädel halt schwanger :eek:
Nun kann es schon vorkommen, dass in einem Konzern wie VW mal einer in die Kasse greift, Geheimnisse verkauft, Pfusch baut und diesen vertuscht ... das ist überall so, da bildet VW keine Ausnahme.
Aber VW wurde auf Unregelmäßigkeiten hingewiesen von Seiten der Behörden und was war die Reaktion von VW :?:
Ich sag es gerne nochmal: Leugnen und den Betrug ungehindert weiterführen, ja sogar noch eine Stufe drauf legen :mad2:
Da kannst du dich nicht mehr herausreden:" da ging was schief, wir haben von nix gewusst, wir korrigieren das und gut ist" ... nein ... das war bewusst angelegter Betrug, der noch weiter geführt wurde, als er schon aufgeflogen ist und das kann nur auf höchster Ebene entschieden worden sein.
Und was passiert in Deutschland :?:
Nix :eek:
Statt dessen stellt sich ein Verkehrsminister vor die Kamera und präsentiert der Öffentlichkeit ein Plastikröhrchen und ein Softwareupdate, während in den Konzernzentralen des VW Konzerns die Schredder heiß laufen und Festplatten formatiert werden :p
Wenn es nicht zum heulen wäre, müsste man sich totlachen ... :s
Und dein Vertrauen in die Justiz in Deutschland ist ja rührend ... aber nicht der Punkt.
Das Problem sind die schwammigen Regeln und Gesetze mit Lücken, durch die zwar kein LKW passt, aber ein TDI sehr wohl :p
Wenn ein 40 Tonner sauberer ist, als ein Golf Diesel, und das ist sogar legal, dann ist da ein mafiöses Kartell am werkeln, das seine Griffel bis in die höchsten Kreise der Politik hat und das wirklich schlimme ist ... nicht einmal die, für die das ein gefundenes Fressen wäre, kümmert es.
Weil ein BaWü Ministerpräsident kann ja keinen Fiat als Dienstwagen präsentieren :p
Und wenn du mich mal persönlich fragst: es geht nicht nur um die Betrügereien des VW Vorstands und die Pflichtverletzung des Aufsichtsrats, es geht auch um SE Porsche und da vor allem um Herrn Piech, der sein Aktienpaket kurz bevor die Scheiße wirklich am kochen ist verkauft und sich so aus der Affäre zieht.
Wir reden hier von einem Typ, des so detailbessesen war, dass er sogar die Spaltbreite der Karosserien nach maß.
Aber von den Widersprüchen bei den Dieselmotoren will er nix gewusst haben ... ja nicht einer hat mal die Chuzpe, da mal den Deckel anzuheben :?:
Warum :?:
odiug

Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von odiug »

zollagent hat geschrieben:(14 May 2018, 00:32)

Vor allem mit deinem krampfhaften Nichtwissenwollen. :D :D
Grenzwertig ... aber ich lass das mal stehen, wenn derartige persönliche Angriffe nicht weiter eskalieren deinerseits, weil ich das weiter unten kommentiert habe ... klaro :?:
Es geht nicht darum was Skull wissen will oder nicht.
Es geht darum, dass in diesem Fall die Staatsanwaltschaft in Deutschland kaum eine Handhabe hat, weil die Lobbyarbeit der deutschen Autoindustrie die EU Abgasregeln so mit Ausnahmen und Sonderregeln durchlöchert hat, dass da fast jeder Dreck noch mit irgend einer schwammig formulierten Ausnahmeregel legitimiert werden kann :mad2:
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Skull »

odiug hat geschrieben:(14 May 2018, 06:08)

Mir kommt deine Argumentation so vor,

als sei VW zum Dieselskandal gekommen, wie Maria zum Kind ...
keiner will es gewesen sein, aber dummer weise ist das Mädel halt schwanger :eek:
Ich verstehe nicht, wie man darauf kommt. VW hat betrogen. Punkt.
Die Verantwortlichen sind zu bestrafen, die Kunden sind zu entschädigen,
der Konzern - bis an das finanziell machbare - dazu heranzuziehen.
Das ist und war schon immer dazu meine Meinung.

Das andere ist eben...wie KONKRET ? Wen konkret und wer ist DA genau verantwortlich ?

Ich halte eben nur nichts von diesen allgemeinen und pauschalen "die" Diskussionen und Vorwürfen.
odiug hat geschrieben:(14 May 2018, 06:48)

Es geht nicht darum was Skull wissen will oder nicht.
Es geht darum, dass in diesem Fall die Staatsanwaltschaft in Deutschland kaum eine Handhabe hat,
weil die Lobbyarbeit der deutschen Autoindustrie die EU Abgasregeln so mit Ausnahmen und Sonderregeln durchlöchert hat,
dass da fast jeder Dreck noch mit irgend einer schwammig formulierten Ausnahmeregel legitimiert werden kann :mad2:
Wenn und weil es so WÄRE, haben wir ja das Problem in Deutschland.
Wie willst Du jemanden anklagen und in Haftung nehmen, wenn es gesetzlich legitimiert gewesen war (wäre) ?

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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Skull hat geschrieben:(14 May 2018, 07:38)

Ich verstehe nicht, wie man darauf kommt. VW hat betrogen. Punkt.
Die Verantwortlichen sind zu bestrafen, die Kunden sind zu entschädigen,
der Konzern - bis an das finanziell machbare - dazu heranzuziehen.
Das ist und war schon immer dazu meine Meinung.

Das andere ist eben...wie KONKRET ? Wen konkret und wer ist DA genau verantwortlich ?

Ich halte eben nur nichts von diesen allgemeinen und pauschalen "die" Diskussionen und Vorwürfen.


Wenn und weil es so WÄRE, haben wir ja das Problem in Deutschland.
Wie willst Du jemanden anklagen und in Haftung nehmen, wenn es gesetzlich legitimiert gewesen war (wäre) ?

mfg
Mal abgesehen von der persönlichen strafrechtlichen Verantwortung gibt es eine Verantwortung derjenigen, die das Sagen im Konzern haben. Und das sind nun mal Aufsichtsrat und Vorstand. Da beißt die Maus keinen Faden von ab. DIE sind es, die ganz offensichtlich versagt haben. Sich hinstellen zu wollen und zu sagen "Das Gesetz hat aber die Möglichkeit zum Beschiss gelassen und deshalb ist allenfalls der Gesetzgeber und die Behörden verantwortlich, aber nicht die Verantwortungsträger im Konzern", das ist schon fast strafbar naiv. Für mich nun mal einfach gewolltes Nichtverstehen. Weißt du, wenn ich solche Argumentation wie die Deine hier lese, erinnere ich mich an einen Vorfall aus Darmstadt-Eberstadt, von dem ich mal betroffen war. Ich war mit einem Dienstwagen Richtung Frankfurt auf der A67 unterwegs als es plötzlich krachte und mir Steine oder Lehmklumpen auf die Scheibe knallten. Gottseidank war ich nicht schnell unterwegs, habe sofort angehalten und auf der Fußgängerbrücke dort einige Jugendliche, von denen ich einen festgehalten habe, angetroffen, die anscheinend einen Heidenspaß daran hatten, weitere Steine auf vorbeifahrende Fahrzeuge zu werden. Dieser Eine war ein ca. 15jähriger Sohn eines US-Soldaten, der dort in der Housing Area wohnte. Die Polizei und die dazugerufene MP verständigten den Vater, der dann auch kam, um seinen Sohn abzuholen. Es war ein recht hoher Offizier, ein Lieutenant-Colonel (Oberstleutnant). Dieser Mann stellte sich allen Ernstes hin und meinte "Es gibt ja da gar kein Schild, das das Werfen von Gegenständen untersagt, also kann mein Sohn keine Schuld haben". Exakt so wie dieser Mann stellst du dich hier auch hin. Man muß nicht bei jeder Gelegenheit mit Gesetzesregeln darauf hingewiesen werden, was richtig und was falsch ist. Leute, die in einen Vorstand berufen oder in einen Aufsichtsrat gewählt werden, bei denen ist vorauszusetzen, daß sie wissen, wann man den Pfad der Ehrlichkeit verletzt. Und wer es denn genau wissen will, der schaue ins BGB und lese nach, was dort im § 242 zum Grundsatz von "Treu und Glauben" geschrieben steht. Ich muß mich als Kunde auch darauf verlassen können, daß mein Geschäftspartner, in Falle VW also der Hersteller eines Fahrzeugs, das ich kaufe, dieses Fahrzeug so herstellt, daß es die Abgasnormen auch außerhalb der Testlabors einhält. Denn die Grenzwerte sind nicht so definiert, daß sie nur unter bestimmten Umständen einzuhalten sind, sondern IM ALLTAGSBETRIEB! Und was VW da veranstaltet hat, ist KEINESFALLS GESETZLICH LEGITIMIERT!
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Skull »

zollagent hat geschrieben:(14 May 2018, 09:13)

Sich hinstellen zu wollen und zu sagen "Das Gesetz hat aber die Möglichkeit zum Beschiss gelassen
und deshalb ist allenfalls der Gesetzgeber und die Behörden verantwortlich,
aber nicht die Verantwortungsträger im Konzern", das ist schon fast strafbar naiv.
Für mich nun mal einfach gewolltes Nichtverstehen. Weißt du, wenn ich solche Argumentation wie die Deine hier ...

[...]

Und was VW da veranstaltet hat, ist KEINESFALLS GESETZLICH LEGITIMIERT!
Ich habe dagegen das Gefühl, das Du nicht verstehst oder nicht verstehen willst.
Vor allen Dingen mich.

Für mich ... hat VW beschissen. Die Kunden, die Umweltbehörden, den Staat.
Das ist für MICH ... eindeutiger Betrug.

Ich bin auch nicht naiv...natürlich kannst Du meine Hinweise als STRAFBAR naiv darstellen ... wollen.

Ich lasse im Gegensatz zu Dir lediglich die "Wahrheit" offen. Du kennst sie ja scheinbar.
Bis ins Detail, konkrete Verantwortliche, konkrete Personen.
Im Gegensatz zu den Strafbehörden...der Öffentlichkeit...und mir.

Dann steht ja der schnellen rechtlichen und einfachen Aufklärung nichts im Wege.

Wenn man ... DIR , Deinem "Wissen" und Deiner "Argumentation" folgt. :p

mfg
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Skull hat geschrieben:(14 May 2018, 09:48)

Ich habe dagegen das Gefühl, das Du nicht verstehst oder nicht verstehen willst.
Vor allen Dingen mich.

Für mich ... hat VW beschissen. Die Kunden, die Umweltbehörden, den Staat.
Das ist für MICH ... eindeutiger Betrug.

Ich bin auch nicht naiv...natürlich kannst Du meine Hinweise als STRAFBAR naiv darstellen ... wollen.

Ich lasse im Gegensatz zu Dir lediglich die "Wahrheit" offen. Du kennst sie ja scheinbar.
Bis ins Detail, konkrete Verantwortliche, konkrete Personen.
Im Gegensatz zu den Strafbehörden...der Öffentlichkeit...und mir.

Dann steht ja der schnellen rechtlichen und einfachen Aufklärung nichts im Wege.

Wenn man ... DIR , Deinem "Wissen" und Deiner "Argumentation" folgt. :p

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Du irrst. Ich verstehe dich sehr gut. Du stellst ab auf die Strafbarkeit, d.h. die Personen, die die Anweisung zum Betrug gegeben haben und die, die diese Anweisung dann ausgeführt haben in dem Bewußtsein, daß hier manipuliert, sprich getäuscht wird. Das wird in der Tat schwierig nachzuweisen sein, gerade, weil die Möglichkeiten zur Verdunkelung schier unbegrenzt sind. Ich versuche hier einfach mal darzustellen, daß ein Aufsichtsrat, unter dessen Ägide solche Dinge geschehen können, schlichtweg versagt hat und der deswegen weder als "Aufräumer" noch als Aufsichtsgremium überhaupt noch tragbar ist. Daß ich persönlich mutmaße, daß all diese Dinge ohne Wissen und Duldung des Aufsichtsrats gar nicht geschehen konnten, entbindet eben dieses Gremium nicht von der Verantwortung, "seinen Laden nicht im Griff gehabt zu haben". Hier müßte die Aufarbeitung von anderen durchgeführt werden als von denen, die unter solchem Verdacht stehen.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Skull »

zollagent hat geschrieben:(14 May 2018, 09:58)

Du irrst. Ich verstehe dich sehr gut.
Weder das eine...noch das andere.

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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Skull hat geschrieben:(14 May 2018, 10:44)

Weder das eine...noch das andere.

mfg
Nicht. Bleibt es also beim gewollten Mißverstehen? :D :D
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von relativ »

zollagent hat geschrieben:(13 May 2018, 21:50)

Es sind nun mal die Aufsichts- und Sorgfaltspflichten des Aufsichtsrates, die da ganz offensichtlich ignoriert worden sind. Und dafür können auch nur die verantwortlich sein, die diese Pflichten haben. Das liegt auf der Hand.
Wenn du interesse hast die allgemeinen Aufsichtsratpflichten in ein neues Gesetz zu gießen , nun gut, aber wie dies normalerweise in Unternehmen mit Aufsichträten läuft wurde dir hier nunmal schon mehrfach erklärt, ich verstehe nicht wieso du das nicht akzeptieren kannst. Keiner hat etwas dagegen, daß du dieses Wischiwaschi prinzig kritisierst, aber Menschen etwas Vorzuhalten, was sie aus deiner Sicht hätten tun muessen, aber evtl. eben nicht zu deren Pflicht gehörte, bzw. ihnen erstmal Nachlässigkeit nachgewiesen werden muss, geht nicht.
Wie ich sagte ich bin sofort bei dir, wenn es heisst hier den Druck zur Prüfung und die Strafen zur erhöhen, aber eine pauschale Vorverurteilung mach ich nicht mit.
Zuletzt geändert von relativ am Mo 14. Mai 2018, 10:55, insgesamt 1-mal geändert.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Skull »

zollagent hat geschrieben:(14 May 2018, 10:45)

Nicht. Bleibt es also beim gewollten Mißverstehen? :D :D
Ich verstehe da nichts "Miß". Auch nicht gewollt.

Der Threadtitel lautet: Kriminelle Manager vor Gericht.
Ich meine da ja. WENN es Grundlagen und Möglichkeiten dazu gibt.

Der Threadtitel lautet nicht: Welche Aufgabe hat ein Aufsichtsrat ?
Das gerade bei manchen DAX-Konzernen, der nahtlose Wechsel aus dem Vorstand in den AR
ein Problem ist, ist für mich auch nichts neues.

Es ist aber KONKRET zu beweisen, was falsch läuft, wer welchen Aufgaben nicht nachkommt
und wo eine Verquickung oder Männerfreundschaften zu Problemen führen.

Da helfen keine Stammtischargumente und deren Diskussionen. Auch keine Vermutungen. :D
relativ hat geschrieben:(14 May 2018, 10:51)

Wie ich sagte ich bin sofort bei dir, wenn es heisst hier den Druck zur Prüfung und die Strafen zur erhöhen,
aber eine pauschale Vorverurteilung mach ich nicht mit.
Genauso ... sehe ich DAS.

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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Positiv Denkender »

zollagent hat geschrieben:(13 May 2018, 09:29)

Ich gehe ja nicht davon aus, daß sie "hinters Licht geführt wurden". Ich gehe eher davon aus, daß ein Vorschlag angenommen wurde, die Software so zu "optimieren", daß sie unter bestimmten Bedingungen die Grenzwerte einhält. Das erspart Entwicklungskosten dafür, Motoren zu konstruieren, die unter ALLEN Bedingungen die Grenzwerte einhalten. Merkst du was? ;)
Nimmst du an oder kannst du Beweise liefern ?
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Skull hat geschrieben:(14 May 2018, 10:53)

Ich verstehe da nichts "Miß". Auch nicht gewollt.

Der Threadtitel lautet: Kriminelle Manager vor Gericht.
Ich meine da ja. WENN es Grundlagen und Möglichkeiten dazu gibt.

Der Threadtitel lautet nicht: Welche Aufgabe hat ein Aufsichtsrat ?
Das gerade bei manchen DAX-Konzernen, der nahtlose Wechsel aus dem Vorstand in den AR
ein Problem ist, ist für mich auch nichts neues.

Es ist aber KONKRET zu beweisen, was falsch läuft, wer welchen Aufgaben nicht nachkommt
und wo eine Verquickung oder Männerfreundschaften zu Problemen führen.

Da helfen keine Stammtischargumente und deren Diskussionen. Auch keine Vermutungen. :D

Genauso ... sehe ich DAS.

mfg
...und bestätigst damit das, was ich dir vorhielt.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Positiv Denkender hat geschrieben:(14 May 2018, 11:08)

Nimmst du an oder kannst du Beweise liefern ?
Ich nehme jetzt mal an, du willst Beweise in der Art notariell bestätigter Geständnisse sehen, ähnlich, wie man es bei unseren Putin-Trollen macht, wenn es wieder mal um Russlands Eskapaden geht.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Positiv Denkender »

zollagent hat geschrieben:(14 May 2018, 11:20)

Ich nehme jetzt mal an, du willst Beweise in der Art notariell bestätigter Geständnisse sehen, ähnlich, wie man es bei unseren Putin-Trollen macht, wenn es wieder mal um Russlands Eskapaden geht.
Deine Annahme ist albern . Unsere Rechtsprechung geht nun einmal davon aus dass man Schuld nachweisen muss.
Letztendlich ist es Sache der Justiz nicht der Regierung . Schon interessant wie einige den Rechtsstaat nach Gefühlslage fordern .
Sicher wäre dir lieb wenn ohne Prozess jeder VW Manger in den Knast käme .Nur nach dir geht's nicht .
Die Ermittlungen der Justiz werden dauern .Ganz schuldlos sind staatliche Institutionen auch nicht .Letztendlich
wurden diese Autos zugelassen .
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von BlueMonday »

Wenn man sich mal auf der Zunge zergehen lässt, dass in Produktionsstätten mehr als das 20fache an Stickoxidwert erlaubt ist als an einer Straße, dann kann man vielleicht auf die Idee kommen, dass da aus einer bestimmten Richtung Ansprüche gestellt werden, die offenbar technisch oder aus ökonomischer Sicht kaum zu erfüllen sind. Man wird nicht ohne Not auf breiter Front manipuliert haben, wenn die Umsetzung der Grenzwerte einfach und unaufwendig gewesen wäre.

Oder so gesagt: Je restriktiver (und damit lebensferner) der Gesetzgeber ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Verfehlung bishin zur Folgekriminalität.

Wenn man morgen den Alkohol komplett verbieten würde oder auf ideologisch begründete geringe Mengen begrenzen würde (was gekauft/konsumiert/verkauft werden darf etc.), dann gäbe es wohl plötzlich Millionen Kriminelle mehr.
ensure that citizens are informed that the vaccination is not mandatory and that no one is under political, social or other pressure to be vaccinated if they do not wish to do so;
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relativ
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von relativ »

BlueMonday hat geschrieben:(14 May 2018, 12:28)

Wenn man sich mal auf der Zunge zergehen lässt, dass in Produktionsstätten mehr als das 20fache an Stickoxidwert erlaubt ist als an einer Straße, dann kann man vielleicht auf die Idee kommen, dass da aus einer bestimmten Richtung Ansprüche gestellt werden, die offenbar technisch oder aus ökonomischer Sicht kaum zu erfüllen sind. Man wird nicht ohne Not auf breiter Front manipuliert haben, wenn die Umsetzung der Grenzwerte einfach und unaufwendig gewesen wäre.

Oder so gesagt: Je restriktiver (und damit lebensferner) der Gesetzgeber ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Verfehlung bishin zur Folgekriminalität.
Wieso hat VW dann damit geworben, diese Grenzwerte einzuhalten bzw. sogar noch darunter zu bleiben , obwohl sie es gar nicht konnten/wollten ? Dann sagt man , es geht nicht und versucht die Autos trotzdem an den Mann zu bringen.
Wenn man morgen den Alkohol komplett verbieten würde oder auf ideologisch begründete geringe Mengen begrenzen würde (was gekauft/konsumiert/verkauft werden darf etc.), dann gäbe es wohl plötzlich Millionen Kriminelle mehr.
Das ist ein Äpfel Birnen Vergleich.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
odiug

Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von odiug »

Skull hat geschrieben:(14 May 2018, 07:38)

Ich verstehe nicht, wie man darauf kommt. VW hat betrogen. Punkt.
Die Verantwortlichen sind zu bestrafen, die Kunden sind zu entschädigen,
der Konzern - bis an das finanziell machbare - dazu heranzuziehen.
Das ist und war schon immer dazu meine Meinung.

Das andere ist eben...wie KONKRET ? Wen konkret und wer ist DA genau verantwortlich ?

Ich halte eben nur nichts von diesen allgemeinen und pauschalen "die" Diskussionen und Vorwürfen.


Wenn und weil es so WÄRE, haben wir ja das Problem in Deutschland.
Wie willst Du jemanden anklagen und in Haftung nehmen, wenn es gesetzlich legitimiert gewesen war (wäre) ?

mfg
Ja ja ... schon klar ... Winterkorn, Piech sowieso und der Rest der Bargage sind mal wieder davon gekommen.
Und es ist richtig ... niemand kann rückwirkend bestraft werden in einem Rechtsstaat.
Aber es ändert sich auch nix, wenn man die Lücken in der Gesetzgebung nicht Anhand von eklatanten Fehlentwicklungen in der Industrie benennt.
Weil das Argument, Niemand hat da gegen Recht und Gesetz verstoßen, kann ja nicht heißen im Fall VW:
spitze ... ham's ja immer schon gesagt ... alles paletti, mit vollgas in die Zukunft ...
oder mit Merkels Worten: " weiter so!"
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Positiv Denkender hat geschrieben:(14 May 2018, 11:29)

Deine Annahme ist albern . Unsere Rechtsprechung geht nun einmal davon aus dass man Schuld nachweisen muss.
Letztendlich ist es Sache der Justiz nicht der Regierung . Schon interessant wie einige den Rechtsstaat nach Gefühlslage fordern .
Sicher wäre dir lieb wenn ohne Prozess jeder VW Manger in den Knast käme .Nur nach dir geht's nicht .
Die Ermittlungen der Justiz werden dauern .Ganz schuldlos sind staatliche Institutionen auch nicht .Letztendlich
wurden diese Autos zugelassen .
Was mir "lieb wäre", solcher Spekulationen solltest du dich enthalten. Ich habe mich dagegen ausgesprochen, daß diejenigen, die den Schlamassel verursachten oder mindestens duldeten ihn dann letztlich "aufklären" sollen. Wie solcherlei Aufklärung aussieht, kann sich jeder an den Fingern einer Hand abzählen. Fakt ist, daß ohne einen Betrug von VW und ohne die Täuschung von Behörden die ganze Diskussion gar nicht stattfinden müßte.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von jorikke »

odiug hat geschrieben:(14 May 2018, 15:29)

Ja ja ... schon klar ... Winterkorn, Piech sowieso und der Rest der Bargage sind mal wieder davon gekommen.
Und es ist richtig ... niemand kann rückwirkend bestraft werden in einem Rechtsstaat.
Aber es ändert sich auch nix, wenn man die Lücken in der Gesetzgebung nicht Anhand von eklatanten Fehlentwicklungen in der Industrie benennt.
Weil das Argument, Niemand hat da gegen Recht und Gesetz verstoßen, kann ja nicht heißen im Fall VW:
spitze ... ham's ja immer schon gesagt ... alles paletti, mit vollgas in die Zukunft ...
oder mit Merkels Worten: " weiter so!"
Die haben für ihr schändliches Handeln noch Gage bekommen, in bar sogar?
Ein gutes Beispiel warum Bargeld nicht abgeschafft werden darf.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Positiv Denkender »

zollagent hat geschrieben:(14 May 2018, 15:39)

Was mir "lieb wäre", solcher Spekulationen solltest du dich enthalten. Ich habe mich dagegen ausgesprochen, daß diejenigen, die den Schlamassel verursachten oder mindestens duldeten ihn dann letztlich "aufklären" sollen. Wie solcherlei Aufklärung aussieht, kann sich jeder an den Fingern einer Hand abzählen. Fakt ist, daß ohne einen Betrug von VW und ohne die Täuschung von Behörden die ganze Diskussion gar nicht stattfinden müßte.
Richtig nur du entscheidest nicht wer dafür verantwortlich war .Das wird die Justiz ermitteln müssen .
Wie soll jemand etwas aufklären obwohl er nicht informiert war ?
Fragt jemand bei den ausl. Autobauern danach ob die Stickoxide Werte eingehalten wurden? Garantiert haben diese
Firmen genau wie VW und Co Laborwerte zu Grunde gelegt .Mehr war auch nicht gefordert .
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Positiv Denkender hat geschrieben:(14 May 2018, 18:33)

Richtig nur du entscheidest nicht wer dafür verantwortlich war .Das wird die Justiz ermitteln müssen .
Wie soll jemand etwas aufklären obwohl er nicht informiert war ?
Fragt jemand bei den ausl. Autobauern danach ob die Stickoxide Werte eingehalten wurden? Garantiert haben diese
Firmen genau wie VW und Co Laborwerte zu Grunde gelegt .Mehr war auch nicht gefordert .
War schon mal so in Deutschland, keiner hat was gewußt, aber alle haben mitgemacht. :D :D :D

Übrigens, es wurden Stickoxid-Werte gefordert, die IMMER eingehalten werden müssen. Ich kann in keiner Vorschrift finden, daß da explizit nach Laborwerten gefragt worden wäre.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Positiv Denkender »

zollagent hat geschrieben:(15 May 2018, 09:53)

War schon mal so in Deutschland, keiner hat was gewußt, aber alle haben mitgemacht. :D :D :D

Übrigens, es wurden Stickoxid-Werte gefordert, die IMMER eingehalten werden müssen. Ich kann in keiner Vorschrift finden, daß da explizit nach Laborwerten gefragt worden wäre.
Dann hätte man diese Autos doch gar nicht zulassen dürfen oder ? Nach welchen Kriterien wurden denn Autos zugelassen ?
Wo hat man die Autos geprüft ? Auf der Autobahn im Stadtverkehr oder ?
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Positiv Denkender hat geschrieben:(16 May 2018, 00:09)

Dann hätte man diese Autos doch gar nicht zulassen dürfen oder ? Nach welchen Kriterien wurden denn Autos zugelassen ?
Wo hat man die Autos geprüft ? Auf der Autobahn im Stadtverkehr oder ?
Was man hätte oder nicht hätte, ist hier unerheblich. Fakt ist, von den Fahrzeugen wurden Emissionswerte verlangt, die nur unter Testbedingungen, wenn die Software feststellte, daß man auf dem Rollenprüfstand war (nicht angetriebene Räder stehen) erreicht wurden. Oder warum glaubst du, wird jetzt kritisiert, daß diese Werte nicht auch im normalen Straßenbetrieb erreicht werden? Wenn deine Fragerei irgendeinen Sinn hätte, brauchte man nicht von Manipulation zu sprechen. Man tut es aber. Und damit sind diese Fragen nichts als dummes Zeug.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Positiv Denkender »

zollagent hat geschrieben:(16 May 2018, 01:37)

Was man hätte oder nicht hätte, ist hier unerheblich. Fakt ist, von den Fahrzeugen wurden Emissionswerte verlangt, die nur unter Testbedingungen, wenn die Software feststellte, daß man auf dem Rollenprüfstand war (nicht angetriebene Räder stehen) erreicht wurden. Oder warum glaubst du, wird jetzt kritisiert, daß diese Werte nicht auch im normalen Straßenbetrieb erreicht werden? Wenn deine Fragerei irgendeinen Sinn hätte, brauchte man nicht von Manipulation zu sprechen. Man tut es aber. Und damit sind diese Fragen nichts als dummes Zeug.
Du magst es für dummes Zeug halten dass Autos durch staatliche Behörden auf Grund der Testverfahren zugelassen wurden .
Warum hat man denn Abgaswerte nicht unter den Bedingungen getestet wie sie heute verlangt werden .
Die Autokäufer sind die letzten die etwas dafür können . Die müssen durch Fahrverbote und Wertverluste ihrer Autos
allein die Zeche zahlen . Also bei der Wahrheit bleiben . Die besteht darin, dass Behörden die Abgastest nicht unter den Bedingungen geprüft haben die du in deinem Beitrag aufführst .(Hatte ich auch nie angezweifelt . )
Entscheidend ist dass die Autokäufer nicht für etwas bestraft werden sollten was sie nicht zu verantworten haben .
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Positiv Denkender hat geschrieben:(16 May 2018, 13:09)

Du magst es für dummes Zeug halten dass Autos durch staatliche Behörden auf Grund der Testverfahren zugelassen wurden .
Warum hat man denn Abgaswerte nicht unter den Bedingungen getestet wie sie heute verlangt werden .
Die Autokäufer sind die letzten die etwas dafür können . Die müssen durch Fahrverbote und Wertverluste ihrer Autos
allein die Zeche zahlen . Also bei der Wahrheit bleiben . Die besteht darin, dass Behörden die Abgastest nicht unter den Bedingungen geprüft haben die du in deinem Beitrag aufführst .(Hatte ich auch nie angezweifelt . )
Entscheidend ist dass die Autokäufer nicht für etwas bestraft werden sollten was sie nicht zu verantworten haben .
Nein, ich halte es für dummes Zeug, wenn hier die Schuld vom Betrüger weggelenkt werden soll. Fakt ist, wenn es solche Manipulationen gibt, daß man bei VW gewußt haben MUSS, daß sie die geforderten Werte nicht im normalen Alltegsbetrieb erreichen. Immer und immer wieder kommt man hier mit Formalismen, um einen Betrug schönzureden.

Ich habe hier schon geschrieben, WER bestraft werden muß, nämlich der VW-Konzern (und mit ihm alle Konzerne, die die gleiche Täuschung vorgenommen haben):
1. Eine Hardwareumrüstung aller Betroffenen Fahrzeuge auf Kosten des VW-Konzerns
2. Für die Zeit der Umrüstung unentgeltlich ein Ersatzfahrzeug der gleichen Klasse
3. Volle Haftung für eventuell auftretende Spätschäden, man greift ja in die Konstruktion des Motors ein
4. Keine Anerkennung dieser Kosten als Betriebskosten, denn kein Betrüger kann seine Aufwendungen für seinen Betrug später noch steuermindernd geltend machen

Ob und an wem sich der VW-Konzern dann evtl. schadlos halten kann, das sollte intern ausgemacht werden. Z.B. auf einige Jahre hinaus keine oder nur verminderte Dividenden, damit die Anteilseigner lernen, daß es sich nicht auszahlt, wenn man in Betrug investiert, Streichung von Boni oder Sonderzuwendungen für alle, die in leitender Position dort tätig sind. Das schließt Vorstand und Aufsichtsrat mit ein.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von jorikke »

zollagent hat geschrieben:(16 May 2018, 13:19)

Nein, ich halte es für dummes Zeug, wenn hier die Schuld vom Betrüger weggelenkt werden soll. Fakt ist, wenn es solche Manipulationen gibt, daß man bei VW gewußt haben MUSS, daß sie die geforderten Werte nicht im normalen Alltegsbetrieb erreichen. Immer und immer wieder kommt man hier mit Formalismen, um einen Betrug schönzureden.

Ich habe hier schon geschrieben, WER bestraft werden muß, nämlich der VW-Konzern (und mit ihm alle Konzerne, die die gleiche Täuschung vorgenommen haben):
1. Eine Hardwareumrüstung aller Betroffenen Fahrzeuge auf Kosten des VW-Konzerns
2. Für die Zeit der Umrüstung unentgeltlich ein Ersatzfahrzeug der gleichen Klasse
3. Volle Haftung für eventuell auftretende Spätschäden, man greift ja in die Konstruktion des Motors ein
4. Keine Anerkennung dieser Kosten als Betriebskosten, denn kein Betrüger kann seine Aufwendungen für seinen Betrug später noch steuermindernd geltend machen

Ob und an wem sich der VW-Konzern dann evtl. schadlos halten kann, das sollte intern ausgemacht werden. Z.B. auf einige Jahre hinaus keine oder nur verminderte Dividenden, damit die Anteilseigner lernen, daß es sich nicht auszahlt, wenn man in Betrug investiert, Streichung von Boni oder Sonderzuwendungen für alle, die in leitender Position dort tätig sind. Das schließt Vorstand und Aufsichtsrat mit ein.
Du hast den seelischen Schaden, den die betrogenen Käufer ertragen müssen, noch gar nicht aufgegriffen.
Der ist monetär noch weitaus höher zu veranschlagen als deine paar Hardware Ersatzforderungen.
Bau das noch ein wenig aus.
...der Konzern muss doch klein zu kriegen sein.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Realist2014 »

zollagent hat geschrieben:(16 May 2018, 13:19)



Ob und an wem sich der VW-Konzern dann evtl. schadlos halten kann, das sollte intern ausgemacht werden. Z.B. auf einige Jahre hinaus keine oder nur verminderte Dividenden, damit die Anteilseigner lernen, daß es sich nicht auszahlt, wenn man in Betrug investiert, .
hm

du kannst sicher erläutern, WIE die Aktionäre das hätten erfahren sollen...
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Realist2014 hat geschrieben:(16 May 2018, 14:26)

hm

du kannst sicher erläutern, WIE die Aktionäre das hätten erfahren sollen...
Das ist mir vollkommen wurscht.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

jorikke hat geschrieben:(16 May 2018, 14:20)

Du hast den seelischen Schaden, den die betrogenen Käufer ertragen müssen, noch gar nicht aufgegriffen.
Der ist monetär noch weitaus höher zu veranschlagen als deine paar Hardware Ersatzforderungen.
Bau das noch ein wenig aus.
...der Konzern muss doch klein zu kriegen sein.
Ein großer Betrug kann eine große Bürde sein......
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Tom Bombadil »

Winterkorn hat jedenfalls frühzeitig vorgesorgt: https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... korns.html
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Realist2014 »

zollagent hat geschrieben:(16 May 2018, 14:46)

Das ist mir vollkommen wurscht.

damit ist dein Argumentationsniveau nun endgültig unter Null.
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Realist2014 hat geschrieben:(16 May 2018, 20:17)

damit ist dein Argumentationsniveau nun endgültig unter Null.
Unter Null ist das Argumentationsniveau derer, die wissen, daß ein Betrug stattgefunden hat, aber für alles und jedes ablenkende und relativierende Ausreden suchen, ganz nach dem Motto derer, die für Diktatoren Leute umbringen und dann kreischen "Keine Beweise". Das Niveau ist das Gleiche.
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Realist2014 »

zollagent hat geschrieben:(16 May 2018, 20:31)

Unter Null ist das Argumentationsniveau derer, die wissen, daß ein Betrug stattgefunden hat, .
es ging um die Aktionäre...

WOHER hätten die das wissen sollen..
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Realist2014 hat geschrieben:(16 May 2018, 20:34)

es ging um die Aktionäre...

WOHER hätten die das wissen sollen..
Tja, vielleicht würden sie dann mal daraus lernen, bei Hauptversammlungen auch mal kritische Fragen zu stellen.
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van Kessel

Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von van Kessel »

'vor Gericht' bedeuet nicht, dass der / die / das schuldig ist. Bekanntlich dort und auf hoher See, ist man in 'Gottes Hand'.
immernoch_ratlos
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von immernoch_ratlos »

van Kessel hat geschrieben:'vor Gericht' bedeuet nicht, dass der / die / das schuldig ist. Bekanntlich dort und auf hoher See, ist man in 'Gottes Hand'.
Hoffentlich weiß Herr Gott das auch :p - ansonsten kommt ein Fall nur dann "vor Gericht", wenn die Beweislage für einen Prozess ausreichend ist. Um mit einer weiteren Plattitüde zu antworten "Wo Rauch ist, ist auch Feuer".

Und da ist ordentlich Rauch "Zuvor hatte Volkswagen – als Konzern – bereits seine Schuld vor einem Gericht in Kalifornien eingestanden und Strafzahlungen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar akzeptiert. Dabei dürfte die frühere Klage für die gegenwärtige Klage den Boden bereitet haben" meint das Handelsblatt vom 04.05.2018.

Im selben Artikel :
Quelle hat geschrieben:Der Autokonzern wurde von der Nachricht auf der Hauptversammlung am Donnerstag überrascht. Das Unternehmen wollte sich zu dem Verfahren zunächst nicht äußern, sagte aber, es kooperiere „weiterhin vollumfänglich mit dem US-Justizministerium (DOJ) in Bezug auf Handlungen von Individuen.“

Auch für die Anwälte des Ex-VW-Chefs kam die jüngste Anklage offenbar überraschend. „Wir sind über die Anklage erstaunt. Die Anklageschrift nehmen wir zur Kenntnis. Das weitere Vorgehen werden wir klären“, sagte Winterkorn-Anwalt Felix Dörr dem Handelsblatt.
Nochmal das Handelsblatt (05.05.2018) :
BerlinDem früheren VW-Chef Martin Winterkorn drohen nach Einschätzung der SPD-Verkehrsexpertin Kirsten Lühmann nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland noch strafrechtlichen Folgen aus den Diesel-Abgasmanipulationen seines Konzerns. Als Winterkorn Anfang 2017 im Bundestags-Untersuchungsausschuss ausgesagt habe, von alledem nichts gewusst zu haben, habe ihm schon damals im Saal kaum einer geglaubt, sagte Lühmann im Deutschlandfunk am Samstag. „Aber wir konnten auch den Gegenbeweis nicht antreten“.

Dass nun in den USA Anklage erhoben und ein Haftbefehl gegen Winterkorn erlassen worden sei, in Deutschland aber bisher nicht, habe mit den unterschiedlichen Rechtssystemen in beiden Ländern zu tun. Sie gehe aber davon aus, dass auch die deutsche Justiz noch handeln werde, sobald sie alle Beweise zusammenhabe. Es sei aber richtig, wenn die deutsche Justiz lange prüfe, um sicher zu sein, dass es nicht nur für eine Anklage, sondern für eine Verurteilung reiche.

Nichts wäre nämlich peinlicher, als würde man jetzt unter dem Druck der Öffentlichkeit ein Verfahren eröffnen und dann reichten die Beweise nicht - mit der Konsequenz, dass das Verfahren eingestellt werde. Lühmann plädierte dafür, dass bei solchen Vorgängen wie dem Diesel-Abgasskandal die Manager stärker strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Wenn der CSU-Abgeordnete Georg Nüßlein derartiges fordere, habe er recht.

Diese Manager erhielten mit dem Argument, sie trügen eine hohe Verantwortung, sehr viel Geld. Wenn das so sei, dann müssten sie auch bei Fehlern dafür einstehen und bestraft werden. Lühmann geht davon aus, dass Winterkorn bei Volkswagen nicht der einzige war, der an der VW-Spitze von den Manipulationen wusste.
Na denn, schau mer mal....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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zollagent
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Mir scheint, die Journalisten des Handelsblattes vertreten durchaus ähnliche Gedankengänge wie ich sie hier formuliert habe. :thumbup:
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
Senexx

Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von Senexx »

Audi-Chef Stadtler wurde nun auch in Untersuchungshaft genommen. Wg. Verdunklungsgefahr.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 13533.html

Hat lange gedauert, nachdem schon Anfang 2017 Durchsuchungen stattfanden. Viel Zeit für Verdunklung.
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zollagent
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Re: Kriminelle Manager vor Gericht

Beitrag von zollagent »

Senexx hat geschrieben:(18 Jun 2018, 12:14)

Audi-Chef Stadtler wurde nun auch in Untersuchungshaft genommen. Wg. Verdunklungsgefahr.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 13533.html

Hat lange gedauert, nachdem schon Anfang 2017 Durchsuchungen stattfanden. Viel Zeit für Verdunklung.
In der Zwischenzeit lagen die beschlagnahmten Akten doch bei der Staatsanwaltschaft. Was soll da noch verdunkelt werden?
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