Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 4. Mai 2018, 14:54

Aghdam hat geschrieben:(04 May 2018, 00:04)

Elon Musk sieht das anders, und der ist klüger als wir beide zusammen, und kennt genau die neusten KI-Entwicklungen

Elon Musk hat derzeit riesige Probleme mit seiner Roboterfabrik und seinen High-Tech Autos. Er kocht eben auch nur mit Wasser. Und was Elon Musk wirklich denkt weiß auch keiner. Er transportiert ja nur Marketing-Geblubber nach draußen und ist damit ziemlich populär. Das muß er auch. Sonst kommt kein frisches Geld für die Milliardengräber die er betreibt.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 4. Mai 2018, 15:03

unity in diversity hat geschrieben:(04 May 2018, 05:31)

Ein weltweiter Crash, mit Zusammenbruch aller Produktions- und Handelsketten, ist unwahrscheinlich. Dazu gibt es zu viele Möglichkeiten, regionale Unterschiede zu verschärfen, oder abzumildern. Zum Beispiel Finanzwetten gegen Währungen und Volkswirtschaften.
Damit festigt man die eigene Position auf Kosten anderer, entscheidend ist die vollere Kriegskasse.
Handelskriege bringen zusätzlich sowohl relative, als auch absolute Verbesserungen in wesentlichen Teilbereichen der Wirtschaft. Also, was förderungswürdig ist und/oder temporär abgeschirmt werden muß.

Abgeschirmt werden dürfen nur Bereiche die die Grundlegendes, auch in Krisen, produzieren und die eigene Bevölkerung so absichern dass keine Hungeraufstände oder Bürgerkriege entstehen. Vor diesem Hintergrund kann man die Energie oder Landwirtschaft sichern und die negativen Effekte in Kauf nehmen. Aber ansonsten ist Protektionismus Gift für die Wirtschaft. Die USA müßte ihre Stahlindustrie Kernsanieren und nicht abschotten.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon unity in diversity » Sa 5. Mai 2018, 01:29

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 May 2018, 16:03)

Abgeschirmt werden dürfen nur Bereiche die die Grundlegendes, auch in Krisen, produzieren und die eigene Bevölkerung so absichern dass keine Hungeraufstände oder Bürgerkriege entstehen. Vor diesem Hintergrund kann man die Energie oder Landwirtschaft sichern und die negativen Effekte in Kauf nehmen. Aber ansonsten ist Protektionismus Gift für die Wirtschaft. Die USA müßte ihre Stahlindustrie Kernsanieren und nicht abschotten.

Stimmt, wenn es zu regional begrenzten Wirtschaftseinbrüchen kommt, sind Infrastruktur und Unternehmen weiterhin vorhanden. Für einen reibungslosen Neustart muß man Strom, Gas, Wasser schützen und Nahrung rationieren. Nichts darf im Chaos untergehen.

Die Sanierung der US-Stahlindustrie geht nicht von heute auf gestern. Wenn etwas neu entwickelt wird, stellen es viele Länder unter "Welpenschutz". Das ist aber zeitlich begrenzt, weil der Sinn der Erneuerung darin besteht, die besseren Produkte dem Binnenmarkt und dann dem Weltmarkt vorzustellen.
Für jedes Problem gibt es zwei Lösungsansätze:
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 5. Mai 2018, 01:54

unity in diversity hat geschrieben:(04 May 2018, 05:31)

Ein weltweiter Crash, mit Zusammenbruch aller Produktions- und Handelsketten, ist unwahrscheinlich. Dazu gibt es zu viele Möglichkeiten, regionale Unterschiede zu verschärfen, oder abzumildern. Zum Beispiel Finanzwetten gegen Währungen und Volkswirtschaften.
Damit festigt man die eigene Position auf Kosten anderer, entscheidend ist die vollere Kriegskasse.
Handelskriege bringen zusätzlich sowohl relative, als auch absolute Verbesserungen in wesentlichen Teilbereichen der Wirtschaft. Also, was förderungswürdig ist und/oder temporär abgeschirmt werden muß.

Das warst du doch mit der Kriegskasse!?
Das ist doch dein Ding, oder!
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon Skull » Sa 5. Mai 2018, 07:15

Guten Morgen,

vier Beiträge in die Ablage verschoben.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon franktoast » Mo 14. Mai 2018, 12:19

zollagent hat geschrieben:(03 May 2018, 18:40)

So ist es. Mietfreies Wohnen ist praktisch eine zweite Rente.


Ist zwar etwas off-Topic:
Also dauerhaft und breit in Aktien zu investieren auch. Außer man meint, dass ein diversiviziertes Aktienportfolio mal dauerhaft sehr viel weniger wert ist. Das ist ungefährt so wahrscheinlich, als dass Wohneigentum entschädigungslos enteignet wird.

Neulich waren bei uns Herren aus von der Allianz bzgl. betrieblicher Altersvorsorge. Klar Aktien/ETFs wären ja doof, weil die Kurse volatil sind. Deswegen sollte man das intransparente, hochgebührige Modell der Allianz nehmen.
Man nehme nur mal 2007.
Klar, es ist sehr wichtig, wie der Kurs 20 Jahre vor Rentenbeginn steht und dass der da stabil bleibt. Und was ist, wenn die Kurse bei Rentenbeginn einstürzen? Als ob man die gesamte Rente innerhalb eines Monats verprassen würde :)

On-Topic:
Wirtschaftscrashs sind per Definition nicht vorhersehbar. Einfach abwarten und Deal-With-It. Ein paar Monatseinkommen als Tagesgeld kann man aber natürlich gerne machen.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon Orbiter1 » Mo 14. Mai 2018, 12:24

franktoast hat geschrieben:(14 May 2018, 13:19)

Ist zwar etwas off-Topic:
Also dauerhaft und breit in Aktien zu investieren auch. Außer man meint, dass ein diversiviziertes Aktienportfolio mal dauerhaft sehr viel weniger wert ist. Das ist ungefährt so wahrscheinlich, als dass Wohneigentum entschädigungslos enteignet wird.
Naja, da spielt das Timing aber schon eine wichtige Rolle. Klar ist jedenfalls dass die Aktienindizes weltweit in der Nähe der Allzeithochs notieren und klar ist auch dass zumindest die US-Notenbank keine Staatsanleihen mehr kauft und nach vielen Jahren damit begonnen hat die Zinsen anzuheben. Auch die EZB lässt das Anleihekaufprogramm im Sommer auslaufen. Scheint mir kein besonders guter Zeitpunkt zu sein langfristig in den Aktienmarkt einzusteigen.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon franktoast » Mo 14. Mai 2018, 15:13

Orbiter1 hat geschrieben:(14 May 2018, 13:24)

Naja, da spielt das Timing aber schon eine wichtige Rolle. Klar ist jedenfalls dass die Aktienindizes weltweit in der Nähe der Allzeithochs notieren und klar ist auch dass zumindest die US-Notenbank keine Staatsanleihen mehr kauft und nach vielen Jahren damit begonnen hat die Zinsen anzuheben. Auch die EZB lässt das Anleihekaufprogramm im Sommer auslaufen. Scheint mir kein besonders guter Zeitpunkt zu sein langfristig in den Aktienmarkt einzusteigen.

Naja, man steigt weder mit allem sofort ein, noch verkauft man alle Aktien auf einen Schlag.
Der Normalfall sollte sein, dass man sich zB. einen Sparplan macht, den man monatlich bespart. Oder man kauft eben einmal pro Jahr für x€ Aktien. Mit 65 geht man in Rente und verkauft dann entsprechend 5% der Aktien, falls man für 20 Jahre plant. Falls die Dividenden nicht ausreichen, denn das Portfolio wirft ja noch einige Prozent Rendite in der restlichen Zeit ab.

Wer im Jahr 2000 zur Hochzeit der Dot-Com-Blase sein gesamtes Geld in DAX-Aktien gesteckt hätte(der DAX ist um 66% danach gefallen), der hätte bis heute eine durchschnittliche Rendite von 2,7% pro Jahr erzielt. Wäre man zum Hochpunkt der Finanzkrise eingestiegen, wären es etwa 4,5% pro Jahr.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Mo 14. Mai 2018, 16:01

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 May 2018, 16:03)
.... Die USA müßte ihre Stahlindustrie Kernsanieren und nicht abschotten.
da gibts nix zum sanieren. die löhne und arbeitsplatzstandards sind nicht so hoch als dass man mit aufweichen derer gegenüber den chinesen nochmal luft holen könnte, zumal die chinesen ihre produktivität noch steigern können. abschotten hilft auch nix, das führt mittel und langfristig nur zu problemen und verstärkt dann die fallhöhe bei der nächsten krise. im prinzip kann der westen alle seine stahlwerke nach china verkaufen, im westen lohnt sich das geschäft ned mehr...- :|
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 14. Mai 2018, 16:43

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(14 May 2018, 17:01)

da gibts nix zum sanieren. die löhne und arbeitsplatzstandards sind nicht so hoch als dass man mit aufweichen derer gegenüber den chinesen nochmal luft holen könnte, zumal die chinesen ihre produktivität noch steigern können. abschotten hilft auch nix, das führt mittel und langfristig nur zu problemen und verstärkt dann die fallhöhe bei der nächsten krise. im prinzip kann der westen alle seine stahlwerke nach china verkaufen, im westen lohnt sich das geschäft ned mehr...- :|

Auch China fährt nur Verluste ein und muß seine Stahlwerke subventionieren. Was lohnt sind Spezialstähle. Auch in Deutschland. Es ist wieder mal so dass man sich eben auf hochwertige Produkte konzentrieren muß. Und dies kann Amerika ganz besonders schlecht. Auch weil so etwas wie ein Strukturwandel nicht zu Amerika passt.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon unity in diversity » Mi 16. Mai 2018, 01:05

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 May 2018, 17:43)

Auch China fährt nur Verluste ein und muß seine Stahlwerke subventionieren. Was lohnt sind Spezialstähle. Auch in Deutschland. Es ist wieder mal so dass man sich eben auf hochwertige Produkte konzentrieren muß. Und dies kann Amerika ganz besonders schlecht. Auch weil so etwas wie ein Strukturwandel nicht zu Amerika passt.

Wenn man sich Panzer, Flugzeugträger ua. Rüstungsgüter anschaut, können die USA Stahl Recht gut, oder?
Vielleicht wollen sie, daß andere Länder ihre Überkapazitäten abbauen und Stahl in den USA kaufen und Rüstungsgüter gleich noch dazu. Daher die 2% BIP-Forderung.
Ungleichgewichte fördern einseitige Abhängigkeitsverhältnisse und Wirtschaftskrisen.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon odiug » Mi 16. Mai 2018, 06:24

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 May 2018, 17:43)

Auch China fährt nur Verluste ein und muß seine Stahlwerke subventionieren. Was lohnt sind Spezialstähle. Auch in Deutschland. Es ist wieder mal so dass man sich eben auf hochwertige Produkte konzentrieren muß. Und dies kann Amerika ganz besonders schlecht. Auch weil so etwas wie ein Strukturwandel nicht zu Amerika passt.

Das ist Blödsinn.
Gerade in den USA ist der Wandel an der Tagesordnung ... ist Teil der DNA dieses Landes.
Fast alle technischen Revolutionen der letzten Jahrzehnte wurden von den USA angestoßen.
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Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon zollagent » Mi 16. Mai 2018, 08:24

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 May 2018, 17:43)

Auch China fährt nur Verluste ein und muß seine Stahlwerke subventionieren. Was lohnt sind Spezialstähle. Auch in Deutschland. Es ist wieder mal so dass man sich eben auf hochwertige Produkte konzentrieren muß. Und dies kann Amerika ganz besonders schlecht. Auch weil so etwas wie ein Strukturwandel nicht zu Amerika passt.

China subventioniert seine Stahlwerke, weil es damit Konkurrenz vom Markt drängen will. Es ist nicht gesagt, daß es bei unsubventioniertem Geschäftsverlauf Verluste machen würde. Die chinesische Kostenstruktur ist eine ganz Andere.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon zollagent » Mi 16. Mai 2018, 08:28

unity in diversity hat geschrieben:(16 May 2018, 02:05)

Wenn man sich Panzer, Flugzeugträger ua. Rüstungsgüter anschaut, können die USA Stahl Recht gut, oder?
Vielleicht wollen sie, daß andere Länder ihre Überkapazitäten abbauen und Stahl in den USA kaufen und Rüstungsgüter gleich noch dazu. Daher die 2% BIP-Forderung.
Ungleichgewichte fördern einseitige Abhängigkeitsverhältnisse und Wirtschaftskrisen.

Es könnte aber doch auch sein, daß die US-Stahlwerke entweder Überkapazitäten haben, die Trump gerne ausgelastet sähe, oder aber, daß die US-Stahlwerke einfach weniger effizient sind. Vielleicht dabei noch unterscheiden zwischen Massenstählen und Spezialstählen, wie sie z.B. für Kriegsschiffe und Panzer gebraucht werden. Die 2%-BIP-Forderung ist eine nicht mal unberechtigte Forderung der USA an die europäischen Partner, sie entspringt einem gemeinsamen Beschluß, der bisher nicht umgesetzt wurde. Auch ein blinder Trump findet mal ein(en) Korn. :D
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 16. Mai 2018, 09:29

unity in diversity hat geschrieben:(16 May 2018, 02:05)

Wenn man sich Panzer, Flugzeugträger ua. Rüstungsgüter anschaut, können die USA Stahl Recht gut, oder?
Vielleicht wollen sie, daß andere Länder ihre Überkapazitäten abbauen und Stahl in den USA kaufen und Rüstungsgüter gleich noch dazu. Daher die 2% BIP-Forderung.
Ungleichgewichte fördern einseitige Abhängigkeitsverhältnisse und Wirtschaftskrisen.


Es geht nicht darum dass Amerika keinen Stahl machen könnte. Es geht um die Wirtschaftlichkeit. Und die ist nicht gegeben. Hab vor kurzem mal so ein Werk von innen gesehen. Schönes 60er Jahre Flair. Und wie gesagt. Bei wirklich hochwertigem Spezialstahl muß importiert werden. Außerdem spielt Stahl bei der Rüstung in vielen Bereichen nicht mehr die Rolle wie vor 40 Jahren. Man verwendet heute z.B. adaptive Panzerungen mit Verbundmaterialien. Das ist schon was ganz anderes als der blanke Stahl am Panzer VI aus alter Zeit.

Wenn Amerika Ungleichgewichte abbauen will muß es auch mal in die produzierende Wirtschaft, in die Bildung und in die Infrastruktur investieren. Und nicht in Steuererleichterungen und Rüstung. Die USA rüsten sich tot. Auch dadurch entstehen Ungleichgewichte.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 16. Mai 2018, 09:31

odiug hat geschrieben:(16 May 2018, 07:24)

Das ist Blödsinn.
Gerade in den USA ist der Wandel an der Tagesordnung ... ist Teil der DNA dieses Landes.
Fast alle technischen Revolutionen der letzten Jahrzehnte wurden von den USA angestoßen.

Du siehst nur die Leuchttürme. Fahr mal in die Apalachen oder nach Chicago. Auch in Amerika ist ist nicht überall silicon valley.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 16. Mai 2018, 09:33

zollagent hat geschrieben:(16 May 2018, 09:24)

China subventioniert seine Stahlwerke, weil es damit Konkurrenz vom Markt drängen will. Es ist nicht gesagt, daß es bei unsubventioniertem Geschäftsverlauf Verluste machen würde. Die chinesische Kostenstruktur ist eine ganz Andere.

Ohne Subventionen müßten viele dieser Staatskonzerne schließen. Das ist der Teil der Wirtschaft der nicht so gerne präsentiert wird.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon zollagent » Mi 16. Mai 2018, 10:43

Alter Stubentiger hat geschrieben:(16 May 2018, 10:31)

Du siehst nur die Leuchttürme. Fahr mal in die Apalachen oder nach Chicago. Auch in Amerika ist ist nicht überall silicon valley.

Man sieht's im weißen Haus! :D :D
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon zollagent » Mi 16. Mai 2018, 10:44

Alter Stubentiger hat geschrieben:(16 May 2018, 10:33)

Ohne Subventionen müßten viele dieser Staatskonzerne schließen. Das ist der Teil der Wirtschaft der nicht so gerne präsentiert wird.

Mag schon sein. Es ist das Erbe Maos, der Schwerindustrie haben wollte, koste es, was es wolle.
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Re: Ursachen des nächsten Wirtschaftscrash& wie sich darauf vorbereiten

Beitragvon Adam Smith » Mi 16. Mai 2018, 10:56

zollagent hat geschrieben:(16 May 2018, 11:44)

Mag schon sein. Es ist das Erbe Maos, der Schwerindustrie haben wollte, koste es, was es wolle.

Könnte man annehmen. Die Tabellen bei Wikipedia zeigen was anderes.

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