Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

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Kleinlok
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Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Kleinlok » Fr 6. Apr 2018, 07:02

Seit rund 30 Jahren wird in Deutschland versucht, Löhne und die Würde der Arbeitnehmer zu drücken. Löhne können scheinbar in der Willkür besonders korrupter Arbeitgeber gar nicht tief genug sinken, zumindest scheinen mir da oft die früher üblichen Anstandsgrenzen unterschritten.

Wenn sich auf dem heimischen Arbeitsmarkt nicht genügend Menschen mehr finden lassen, die dauerhaft sich seine solch schlechte Behandlung seitens der Arbeitgeberseite gefallen lassen, sollen neue Billigjobber aus dem Ausland importiert werden. Es dürfte klar sein wer da kommt: Menschen, die auf Grund der instabilen oder schlechten Wirtschaftslage in ihrem Heimatländern durch eine Beschäftigung in Deutschland auf eine Verbesserung ihrer sozialen Lagehoffen. Eine Hoffnung, die sich nur oft nicht erfüllt, weil die in Deutschland dieser Gruppe offerierten Billiglöhne erst einmal vor Ort nicht zu einem anständigen Leben reichen und kaum Rücklagen ermöglichen, die in der Heimat eine zufriedenstellende Kaufkraft abgeben könnten.

Dennoch läuft dieses korrupte Spiel seit Jahren so, Millionen Arbeitnehmer aus Ost- und Südeuropa sind in den letzten 15 Jahren in Deutschland eher verschlissen worden, als dass diesen eine sinnvolle Arbeitsexistenz geboten worden wäre, Aber geizige Arbeitgeber und kranke Kapitalisten sind beständig weiter auf der Suche nach neuen "working poor". Anstatt die Löhne zu erhöhen und an die sozialen Erfordernisse anzupassen, suchen diese kranken Geister neue Opfer, die sich auf das miese (und angesichts der materiellen Ressourcen unnötige!) devote Spiel von Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung einlassen.

In diesem Thread sollen Beispiele für diese miese Praxis dokumentiert werden und wie sich dagegen vielleicht vorgehen lässt.
Das soll ein spannendes Kino werden -verlasst euch drauf. :thumbup:
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zollagent
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon zollagent » Fr 6. Apr 2018, 07:52

Was ist das für ein Schwachsinn? Geht in eine Gewerkschaft, die kann da helfen. Aber so eine Gewerkschaft ist nur so stark, wie ihre Mitglieder sie machen.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Kleinlok » Fr 6. Apr 2018, 08:16

Kleinlok hat geschrieben:(06 Apr 2018, 08:02)

Seit rund 30 Jahren wird in Deutschland versucht, Löhne und die Würde der Arbeitnehmer zu drücken. Löhne können scheinbar in der Willkür besonders korrupter Arbeitgeber gar nicht tief genug sinken, zumindest scheinen mir da oft die früher üblichen Anstandsgrenzen unterschritten. (...) In diesem Thread sollen Beispiele für diese miese Praxis dokumentiert werden und wie sich dagegen vielleicht vorgehen lässt. Das soll ein spannendes Kino werden -verlasst euch drauf. :thumbup:


In 2013/ 2014 recherchiert der Südwestfunk in Form einer verdeckten Reportage die Arbeitsbedingungen von Menschen, die via Werkvertrag bei der Daimler AG beschäftigt sind.



Werkvertrag bedeutet, dass die Daimler AG diese Beschäftigten von Zweitfirmen überstellt bekommt, d. h. diese Arbeitnehmer sind offiziell bei diesen Zweitfirmen angestellt und werden von dieser an die Produktion von Daimler überwiesen. De facto handelt es sich hier um weitere Spielart von Zeitarbeit.

Die so via Werkvertrag bei Daimler beschäftigen Menschen arbeiteten (arbeiten?) nach kurzer Einarbeitung in der Produktion neben der Stammbelegschaft, machen de facto die gleiche bzw. gleichwertige Arbeit, werden aber deutlich, katastrophal deutlich schlechter bezahlt. Während die Mitglieder der Stammbelegschaft über 20 Euro/h Stundenlohn brutto erhalten wurde dem verdeckt ermittelnden SWT Reporter von dem Unternehmen, bei dem er direkt angestellt war nur 8,19 Euro/ h bezahlt.

Als die Reportage im Südwestfunk und der ARD gezeigt wurde, scheint sich die Daimler AG nicht darüber gefreut zu haben. Lohndifferenzen von mehreren 100% innerhalb der eigenen Produktion bezogen auf gleichwertige Arbeit scheinen der Daimler AG peinlich gewesen zu sein. Frage: Warum lässt selbiges Unternehmen solch einen Betrug an den Arbeitnehmerrechten zu? Geht es der Daimler AG inzwischen so schlecht, dass sie auf solche versuchten Lohndrückereien setzen muss?

Mit Hilfe juristischer Schritte sollte der SWR daran gehindert werden, weitere Ausstrahlungen dieser Reportage vorzunehmen. Begründung war, dass diese Reportage in Form einer verdeckten Ermittlung erstellt worden wäre.
Eine direkte Stellungnahme, wie das Unternehmen mit dem behaupteten Umstand der deutlich unterschiedlichen Lohnfindungen für gleichwertige Arbeit innerhalb seiner Produktion umgehen würde, war leider zu diesem Zeitpunkt für mich erkennbar, darum habe ich am Montag, 24. Februar 2014 folgende Anfrage an die Daimler AG gestellt:

Thomas Schüller
D-63303 Dreieich

Daimler AG
D- 70546 Stuttgart

Betr.: öffentliche Anfrage/Kritik Thomas Schüller bez. Lohndrückerei via Werkverträge bei der Daimler AG

Sehr geehrte Damen und Herren!

Mit deutlich negativen Gefühlen habe ich die mehrfach in den Medien verbreiteten Informationen zur Kenntnis genommen, in denen der Daimler AG die Beschäftigung von Mitarbeitern via Werksverträgen nachgesagt wird:

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/i ... eb7ab.html

Zitat: "Demnach hat ein SWR-Reporter während einer verdeckten Recherche Hand in Hand mit Stammbeschäftigten im Untertürkheimer Motorenwerk gearbeitet – mit 8,19 Euro die Stunde aber nur ein Bruchteil von ihnen verdient. Bei einem Monatslohn von etwa 1220 Euro brutto hatte der vierfache Familienvater zusätzlich Anspruch auf Hartz-IV-Aufstockung von 1550 Euro monatlich."

Besonders eindrücklich weist eine Reportage des Südwestfunks auf das Problem schlimmer Dumpinglöhne bei Daimler AG via Werkverträge bzw. Zeitarbeit:

http://www.dailymotion.com/video/x101bn ... n-ard_news

Die Bezahlung der betroffenen Menschen stellt mit Stundenlöhnen knapp über 8 Euro eine massive Unterbezahlung dar, die nicht einmal im Falle eines ledigen Menschen sinnvoll zum Leben reicht, geschweige denn zum Unterhalt einer Lebensgemeinschaft, die auf einen auskömmlichen Lohn des Haupterwerbers angewiesen ist.

Der Lohn ist so miserabel, dass er in jedem Fall nach ALG II auf Antrag aufgestockt werden muss. Das heißt, die Gemeinschaft der ehrlichen Steuerzahler finanziert die von der Daimler AG via Werksverträgen betriebene Lohndrückerei mit. Solch eine Lohndrückerei empfinde ich generell in einem reichen Land wie Deutschland mehr als beschämend. Auf die Firma Daimler bezogen, welche für Fahrzeuge bekannt ist, die nicht gerade mit schmalen Geldbeute zu erwerben sind, empfinde ich die Ihrem Unternehmen nachgesagte Lohndrückerei als Beschämung hoch 3.

Der oben benannte Missstand bedarf der öffentlichen Aufklärung, ob und wenn ja, in welchem Umfang Menschen bei der Daimler AG in Niedriglohnverhätnissen beschäftigt werden oder noch beschäftigt werden (sollen). Dies ist die Intention dieser meiner öffentlichen Anfrage/Kritik, die neben der Hauptadresse der Daimler AG rund 50 Adressen aus Medien und Politik in Sichtkopie und ca. weitere vorerst 20 Adressen in Blindkopie erreicht. Zudem ist diese Anfrage ins Netz eingestellt, z.B.:

http://politopia.de/threads/5569-L%C3%B ... post690522
http://www.politikarena.net/showthread. ... 264&page=8
http://www.politikforen.net/showthread. ... ost6956323

Ich halte eine solche Öffentlichkeit für wichtig, auch vor dem Hintergrund, dass Ihrem Unternehmen diese Negativpresse vermutlich nicht ganz gelegen scheint, nur so kann ich mir die seitens Ihres Unternehmens versuchte Unterbindung des m.E. glaubhaft recherchierten Beitrages des SWR "Hungerlohn am Fließband" erklären:

http://www.manager-magazin.de/unternehm ... 53946.html

Anstatt mit einer Offenlegung der eigentlichen Arbeitsverhältnisse in Ihren Unternehmen zu kontern, welche die besagten Vorwürfe der Niedrigentlohnung entkräften könnten, entbietet die Daimler AG in meiner Sicht ein Verhalten, dass mich nur leider auf eine versuchte Unterdrückung der oben benannten Meldungen schließen lässt. Meldungen, die nachvollziehbar einen nicht unerheblichen Imageschaden für die Diamler AG bilden können, sollten sich die Inhalte der besagten Meldungen bestätigen. Aber das wäre, wenn es dem so wäre, ein von der Daimler AG hausgemachtes Problem.

Ich schalte mich hier als politisch aktive Privatperson ein, die mitunter auf eigene Faust journalistisch ermittelt. In dieser Absicht wende ich mich öffentlich an Ihre Adresse und bitte Sie um sachlich dienliche Antworten auf die folgenden Fragen 1- 7.

Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie mir solche bis zum 15.03.2014 zukommen lassen würden, am besten gleich in Kombination über den Verteiler der Sichtkopien. Fall von Ihnen gewünscht, stelle ich Ihre Antwort ungefiltert den Adressen der Blindkopien zu uns stelle diese in den oben benannten Foren ein, Sie erhalten die dafür notwendigen Belege.

Ich denke, dass eine Aufklärung der hier angesprochenen Problematik Niedriglöhne sowohl für die Daimler AG als auch die Öffentlichkeit von sehr hohem Interesse sein dürfte. Besonders für die Menschen samt familären Anhang, die unter einer solch infamen und für meine Begriffe perversen Niedrigentlohnung leiden müssten, sollte es die wirklich auf den Grundstücken der Daimler AG geben!

Frage 1:

Wie wertet die Daimler AG die in den oben benannten Quellen gemachten Aussagen?

Frage 2:

Wurden oder werden in den Werken der Daimler AG neben der Stammbelegschaft Menschen via Werkverträgen oder weiteren Formen der Zeitarbeit beschäftigt?

Frage 3:

Wenn ja, zu welchen Konditionen?

Frage 4:

Kann die Daimler definitiv die in dem oben verlinkten Artikel gemachte Behauptung dementieren, dass (z.B. im Untertürkheimer Motorenwerk) Menschen in der eigentlichen Automobilproduktion zu Löhnen deutlich unterhalb der Stammbelegschaft gearbeitet haben bzw. noch arbeiten?

Frage 5:

Sollte die Daimler AG die oben benannten Vorwürfe von Beschäftigung zu Niedriglöhnen bestreiten, dürfte ich mich selber bei einem möglichst umfassenden Besuch der Produktion der Daimler AG in 2 Stuttgarter Standorten umsehen und diesen in Bild, Ton und Schrift dokumentieren?

Sollte die Daimler AG die bisherige und evtl. aktuelle Existenz der benannten Beschäftigung zu Niedriglöhnen nicht definitiv ausschließen können/wollen, bitte ich die Daimler AG zusätzlich um Antworten auf die folgenden Fragen 6 und 7:

Frage 6:

Ist die Daimler AG bereit, diese Beschäftigung schnellstmöglich an eine Entlohnung anzupassen, die sich nicht mehr deutlich von den Löhnen der Stammbelegschaft unterscheidet?

Ich denke da z.B. an ein Modell, das bei gleichen Beschäftigungsinhalten bei Einstellung einen Lohn von mind. 80% der Stammbelegschaft vorsieht, der nach guter Arbeitsführung 6 Wochen nach Einstellung auf 100% der Entlohnung der Stammbelegschaft angepasst wird.

Frage 7:

Wäre die Daimler AG bereit allen Menschen, die in der Produktion Ihrer Werke zu den gemeldeten Niedriglöhnen tätig waren bzw. noch tätig sind, auf 2 Jahre rückwirkend bessere Lohnkonditionen anzuwenden (z.B. wie in dem oben von mir benannten Modell) um somit den Vorwurf der miesen Lohndrüclerei zu entkräften und den eventuellen Imageschaden für die Daimler AG zu begrenzen?

Ich würde mich freuen, würden Sie meine Fragen ernst nehmen und beantworten.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Schüller

Zuletzt geändert von Kleinlok am Fr 6. Apr 2018, 08:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Kleinlok » Fr 6. Apr 2018, 08:24

zollagent hat geschrieben:(06 Apr 2018, 08:52)

Was ist das für ein Schwachsinn? Geht in eine Gewerkschaft, die kann da helfen. Aber so eine Gewerkschaft ist nur so stark, wie ihre Mitglieder sie machen.


Eine Gewerkschaft kann helfen? :x

Sorry- wo hast du denn das her?

Die letzte wirkliche Gewerkschaft ist die Gewerkschaft der Lokführer (GdL), die hat es verstanden in den letzten 15 Jahren dem durchgeknallten DB-Vorstand 2 Mal die Krallen nicht nur zu zeigen, sondern auch mit diesen zu zu packen. :thumbup:

Den Rest kannst du inzwischen vergessen. Als Pädagoge erlebe ich die hilflosen Eiertänze der GEW, Kranken- und Altenpfleger/innen, Busfahrer/inne, Erzieher/innen dürfte es mit Verdi weitgehend ähnlich ergehen.

Wenn die Gewerkschaften, wie du behaupten würdest, helfen würden, wieso kam es dann überhaupt zu den vielfach zu erkennenden Reallohnsenkungen und weiteren Entwürdigungen menschlicher Arbeit wie z.B. unbezahlte Überstunden, Missbrauch von Zeit- und Fremdarbeit,intransparenten Lohnfindungen und der Konkurrenz durch von der Arbeitgeberseite gebildeten Pseudo-Gewerkschaften?

Ich bin meine eigene Gewerkschaft und die einzige Gewerkschaft,
die auf meine Solidarität zählen kann ist die Gdl. Da kannst du den Bahnvorstand fragen. :D
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Kleinlok » Fr 6. Apr 2018, 13:20

firlefanz11 hat geschrieben:(06 Apr 2018, 10:20)

EDIT MOD: Spam entfernt. Wäre dankbar, wenn auf offensichtlichen Unsinn nicht geantwortet würde, sonst habe ich noch mehr Arbeit, für die ich nicht bezahlt werde.


Diese Aussage ist genauso falsch wie es die Aussage "Alle Arbeitgeber sind toll" wäre.

Wenn du lesen kannst, kannst du dir das zu Gemüte führen,
was in Beitrag 4 steht. Da hat die Daimler AG eine Politik betrieben,
die Beschäftigte via Werkvertrag zu beschämenden Stundenlöhnen eine harte Arbeit verrichten ließ und
vielleicht immer noch verrichten lässt. Das ist eine Sauerei.
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Positiv Denkender » Fr 6. Apr 2018, 22:38

Kleinlok hat geschrieben:(06 Apr 2018, 09:24)

Eine Gewerkschaft kann helfen? :x

Sorry- wo hast du denn das her?

Die letzte wirkliche Gewerkschaft ist die Gewerkschaft der Lokführer (GdL), die hat es verstanden in den letzten 15 Jahren dem durchgeknallten DB-Vorstand 2 Mal die Krallen nicht nur zu zeigen, sondern auch mit diesen zu zu packen. :thumbup:

Den Rest kannst du inzwischen vergessen. Als Pädagoge erlebe ich die hilflosen Eiertänze der GEW, Kranken- und Altenpfleger/innen, Busfahrer/inne, Erzieher/innen dürfte es mit Verdi weitgehend ähnlich ergehen.

Wenn die Gewerkschaften, wie du behaupten würdest, helfen würden, wieso kam es dann überhaupt zu den vielfach zu erkennenden Reallohnsenkungen und weiteren Entwürdigungen menschlicher Arbeit wie z.B. unbezahlte Überstunden, Missbrauch von Zeit- und Fremdarbeit,intransparenten Lohnfindungen und der Konkurrenz durch von der Arbeitgeberseite gebildeten Pseudo-Gewerkschaften?

Ich bin meine eigene Gewerkschaft und die einzige Gewerkschaft,
die auf meine Solidarität zählen kann ist die Gdl. Da kannst du den Bahnvorstand fragen. :D


Hast du noch nichts davon gehört das AN bei den Autobauern zu den bestbezahltesten Menschen gehören .
Nichts von jährlichen Bonuszahlungen in 5 stelliger Höhe gehört ? Nicht gewusst das Wolfsburg, Stuttgart München
dank der Automobilindustrie zu den Städten mit den höchsten Pro Kopf Einkommen zählen . ?
Oh linker Schreck lass nach . Der Wohlstand ehemaliger Trabbi und Wartburg Mitarbeiter ist natürlich nicht zu toppen .
Leute wie du sollten sich mal in der Welt in Europa umschauen .Außer einige Kleinstaaten wie Lichtenstein
oder Monaco wirst du kaum Staaten mit höherem Wohlstand wie in Deutschland finden .
Tipp falls dir die nicht gegeben wurde mit einem Gehalt auszukommen nutze die Zeit mit einem 2.Job . Hier ist das möglich .
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon zollagent » Sa 7. Apr 2018, 07:48

Kleinlok hat geschrieben:(06 Apr 2018, 09:24)

Eine Gewerkschaft kann helfen? :x

Sorry- wo hast du denn das her?

Die letzte wirkliche Gewerkschaft ist die Gewerkschaft der Lokführer (GdL), die hat es verstanden in den letzten 15 Jahren dem durchgeknallten DB-Vorstand 2 Mal die Krallen nicht nur zu zeigen, sondern auch mit diesen zu zu packen. :thumbup:

Den Rest kannst du inzwischen vergessen. Als Pädagoge erlebe ich die hilflosen Eiertänze der GEW, Kranken- und Altenpfleger/innen, Busfahrer/inne, Erzieher/innen dürfte es mit Verdi weitgehend ähnlich ergehen.

Wenn die Gewerkschaften, wie du behaupten würdest, helfen würden, wieso kam es dann überhaupt zu den vielfach zu erkennenden Reallohnsenkungen und weiteren Entwürdigungen menschlicher Arbeit wie z.B. unbezahlte Überstunden, Missbrauch von Zeit- und Fremdarbeit,intransparenten Lohnfindungen und der Konkurrenz durch von der Arbeitgeberseite gebildeten Pseudo-Gewerkschaften?

Ich bin meine eigene Gewerkschaft und die einzige Gewerkschaft,
die auf meine Solidarität zählen kann ist die Gdl. Da kannst du den Bahnvorstand fragen. :D

Und genau diese Haltung ist es, die die Arbeitnehmer schwächt und die von dir benannten Probleme erst möglich macht. Spartengewerkschaften, deren Mitglieder an Schlüsselpositionen sitzen und die daher mehr Druck als andere ausüben können, bedeuten nicht mehr und nicht weniger als eine Übervorteilung der übrigen Belegschaft.
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Wähler » Sa 7. Apr 2018, 09:22

Kleinlok hat geschrieben:(06 Apr 2018, 09:24)
Den Rest kannst du inzwischen vergessen. Als Pädagoge erlebe ich die hilflosen Eiertänze der GEW, Kranken- und Altenpfleger/innen, Busfahrer/inne, Erzieher/innen dürfte es mit Verdi weitgehend ähnlich ergehen.

Wenn die Gewerkschaften, wie du behaupten würdest, helfen würden, wieso kam es dann überhaupt zu den vielfach zu erkennenden Reallohnsenkungen und weiteren Entwürdigungen menschlicher Arbeit wie z.B. unbezahlte Überstunden, Missbrauch von Zeit- und Fremdarbeit,intransparenten Lohnfindungen und der Konkurrenz durch von der Arbeitgeberseite gebildeten Pseudo-Gewerkschaften?

Ich bin meine eigene Gewerkschaft und die einzige Gewerkschaft,
die auf meine Solidarität zählen kann ist die Gdl. Da kannst du den Bahnvorstand fragen. :D

In den Dienstleistungsbranchen ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad so gering, dass nur der Staat mit dem Mindestlohn die Arbeitnehmer vor Machtmissbrauch schützen kann.
In der Metallbranche gibt es die meisten Leiharbeiter, weil alle Beteiligten sich auch auf Grund des hohen durchschnitlichen Lohnniveaus mit der "Zweiklassengesellschaft" abgefunden haben.
Die Spartengewerkschaften vertreten in der Regel priviligierte Arbeitnehmer.
Früher gab es diese gesellschaftliche Ausdifferenzierung unter der Arbeitnehmern nicht in diesem Maß wie heute. Im Öffentlichen Dienst sind die Unterschiede allerdings noch nicht so stark ausgeprägt. Vielleicht liegt dort ein Ansatzpunkt, mit mehr öffentlichen Unternehmen gesellschaftlich gegenzusteuern.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Kleinlok » So 8. Apr 2018, 09:05

Wähler hat geschrieben:(07 Apr 2018, 10:22)

In den Dienstleistungsbranchen ist der gewerkschaftliche Organisationsgrad so gering, dass nur der Staat mit dem Mindestlohn die Arbeitnehmer vor Machtmissbrauch schützen kann.
In der Metallbranche gibt es die meisten Leiharbeiter, weil alle Beteiligten sich auch auf Grund des hohen durchschnitlichen Lohnniveaus mit der "Zweiklassengesellschaft" abgefunden haben.
Die Spartengewerkschaften vertreten in der Regel priviligierte Arbeitnehmer.
Früher gab es diese gesellschaftliche Ausdifferenzierung unter der Arbeitnehmern nicht in diesem Maß wie heute. Im Öffentlichen Dienst sind die Unterschiede allerdings noch nicht so stark ausgeprägt. Vielleicht liegt dort ein Ansatzpunkt, mit mehr öffentlichen Unternehmen gesellschaftlich gegenzusteuern.


Das hört sich teils überzeugend an, aber nur teils.

Es gibt diese Entwicklungen, alle sind m.E. von der beschissenen marktradikalen Grundeinstellung beeinflusst, die seit gut 30 Jahren die Hirne von Milliarden Menschen vernebelt. "Catch as catch can" - Nehme jeder was er bekommen kann, wer nichts bekommt hat Pech gehabt!

Es grassiert oft nur noch die pure Willkür:

Verwöhnte Bänker-Muttersöhnchen greinen um ihre Bonis, wenn die mit ihren durchgeknallten Spekulationen mal wieder satt ins Klo gelangt haben, jeder Arsch, der es irgendwie nach oben geschafft hat (oft durch jahrelange Arschkriecherei oder sonstige Protektion) glaubt nur noch weiter nach oben fallen zu können, egal wie viel Murks er anstellt (z.B. das von und zu Guttenberg-Findelkind) während solide arbeitende Menschen mit niederen Löhnen und dabei zunehmend richtig miesen Hungerlöhnen abgespeist werden.

Deutschland war noch nie ein wirklich demokratisches Land und mit der sozialen Gerechtigkeit hatten es die Deutschen auch nie so wirklich umfassend. Immer wurde von Seiten der Bonzen getrickst, um dich ein möglichst großes Heer von Hungerleidern halten oder heranziehen zu können, wo man dessen Mitglieder gegeneinander ausspielen kann um Löhne drücken und Arbeitnehmerrechte ausschalten zu können.

Blöd wie viele dieser Hungerleider sind, lassen sie sich das gefallen und diejenigen, denen es etwas besser geht, sind da genauso devot drauf. Gerade die Deutschen waren und sind Weltmeister im Kuchen, Duckmäusern und sich verarschen lassen. Und diese beschissene Grundmentalität wird von diesem korrupten Staat, korrupten Politikern bzw. schwachen Politmarionetten, korrupten Bonzen und weichgespülten genauso korrupten Medienschaffenden verlängert bzw. wurde in den letzten 30 Jahren auf die Spitze getrieben. So grassieren Ausbeutung, Lüge und Unterdrückung bei gleichzeitig zunehmender sozialer Ungerechtigkeit und Verarmung.

Wer sich nicht wehren kann bzw. in einer schwachen Position befindlich ist, soll Pech gehabt haben, andere Schwachmaten verfrühstücken ihre unverdienten Privilegien. Senile Kirchen fürsten babbeln einen nichtssagenden Scheiß, der Ideale beschwurbelt, die nichts mehr mit der traurigen Realität zu tun haben (z.B. die Osterpredigt vom EKD-Ratsvorsitzenden Bedford Strohm).

Es braucht endlich den Mut zur Aufklärung, die mit den vielen Lügen und dem feigen Mitläufertum aufräumt und mit unnachgiebiger Strenge muss auf die Einhaltung sozialer Standards gepocht werden.
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Misterfritz » So 8. Apr 2018, 09:22

Kleinlok hat geschrieben:(08 Apr 2018, 10:05)
grosser Propaganda-Blubb

Vielen Dank für das Gespräch.
Dein Rumgekotze wird Dir sicherlich auf Deinem Weg zur politischen Änderung helfen.
Wir sind keine Demokratie? Es gibt kein Sozialsystem in Deutschland? Also, sehr viele Menschen auf der Welt beneiden uns um unser Sozialsystem.
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Teeernte » So 8. Apr 2018, 10:10

Misterfritz hat geschrieben:(08 Apr 2018, 10:22)

Vielen Dank für das Gespräch.
Dein Rumgekotze wird Dir sicherlich auf Deinem Weg zur politischen Änderung helfen.
Wir sind keine Demokratie? Es gibt kein Sozialsystem in Deutschland? Also, sehr viele Menschen auf der Welt beneiden uns um unser Sozialsystem.

...Sie NUTZEN unser Sozialsystem...

Die Parks ...selbst im Osten sind wieder ...auch nachts "bevölkert" .....mit zahlreichen Müttern und Kindern - die unter freiem Himmel schlafen.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Kleinlok » So 8. Apr 2018, 10:12

Positiv Denkender hat geschrieben:(06 Apr 2018, 23:38)

Hast du noch nichts davon gehört das AN bei den Autobauern zu den bestbezahltesten Menschen gehören .
Nichts von jährlichen Bonuszahlungen in 5 stelliger Höhe gehört ? Nicht gewusst das Wolfsburg, Stuttgart München
dank der Automobilindustrie zu den Städten mit den höchsten Pro Kopf Einkommen zählen . ?
Oh linker Schreck lass nach . Der Wohlstand ehemaliger Trabbi und Wartburg Mitarbeiter ist natürlich nicht zu toppen .
Leute wie du sollten sich mal in der Welt in Europa umschauen .Außer einige Kleinstaaten wie Lichtenstein
oder Monaco wirst du kaum Staaten mit höherem Wohlstand wie in Deutschland finden .
Tipp falls dir die nicht gegeben wurde mit einem Gehalt auszukommen nutze die Zeit mit einem 2.Job . Hier ist das möglich .


Nein, ich habe schon lange nichts mehr davon gehört das AN bei den Autobauern zu den bestbezahltesten Menschen gehören.
Oder willst du mir weismachen der Leiharbeiter bei der Daimler AG wäre mit 8,19 Euro einer dieser bestbezahltesten Menschen? :mad2:

Diese Lohndrückerei läuft auch bei Opel und scheint als ein beliebtes Modell für viele Firmen die Geiz geil finden wollen, wenn es um die Entlohnung ihrer Arbeitnehmer geht. Träum weiter von alten Zeiten, die schon lange vorbeii sind.
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Kleinlok » So 8. Apr 2018, 10:16

Misterfritz hat geschrieben:(08 Apr 2018, 10:22)

Vielen Dank für das Gespräch.
Dein Rumgekotze wird Dir sicherlich auf Deinem Weg zur politischen Änderung helfen.
Wir sind keine Demokratie? Es gibt kein Sozialsystem in Deutschland? Also, sehr viele Menschen auf der Welt beneiden uns um unser Sozialsystem.


Ja ja, wieder einer der auf das Geschwätz unserer Staatspropgandisten reingefallen ist.
H-4 soll ein Grund zum Neid sein? :x

Mag sein, dass arme Scheine aus richtig armen Ländern, die auf die verlogene Rede der Schlepper reinfallen,
sich mit der Illusion behaftet auf den Weg machen, in Deutschland würden Milch und Honig aus dem Gully drängen.
Die erfahren dann aber ganz schnell, dass unser Sozialsystem für Millionen Menschen eine ziemlich große Scheiße geworden ist.
Es dürfte schon einen Grund haben, dass die sich ein paar von denen wie Sau in der Essener Tafel benommen haben.
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Misterfritz » So 8. Apr 2018, 10:19

Kleinlok hat geschrieben:(08 Apr 2018, 11:16)

Ja ja, wieder einer der auf das Geschwätz unserer Staatspropgandisten reingefallen ist.
H-4 soll ein Grund zum Neid sein? :x

Mag sein, dass arme Scheine aus richtig armen Ländern, die auf die verlogene Rede der Schlepper reinfallen,
Es gibt reiche Länder, in denen es keine soziale Absicherung gibt, oder nur sehr kurz.
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Teeernte » So 8. Apr 2018, 10:34

Kleinlok hat geschrieben:(08 Apr 2018, 11:12)

Nein, ich habe schon lange nichts mehr davon gehört das AN bei den Autobauern zu den bestbezahltesten Menschen gehören.
Oder willst du mir weismachen der Leiharbeiter bei der Daimler AG wäre mit 8,19 Euro einer dieser bestbezahltesten Menschen? :mad2:

Diese Lohndrückerei läuft auch bei Opel und scheint als ein beliebtes Modell für viele Firmen die Geiz geil finden wollen, wenn es um die Entlohnung ihrer Arbeitnehmer geht. Träum weiter von alten Zeiten, die schon lange vorbeii sind.



Mehr arbeiten, weniger Lohn: Mit dem Ausbau der Digitalisierung sollte die Entwicklung eigentlich andersherum verlaufen. Nicht so in der Bundesrepublik. Im Land der Rekordüberschüsse für Reiche und Tafeln für Arme liefern sich Lohndrücker einen Wettbewerb. Unbezahlte Mehrarbeit ist an der Tagesordnung, während der Mindestlohn nicht nur häufig umgangen wird, sondern trotz starker Wirtschaft und Anstieg der Preise stagniert.

So stellten deutsche Arbeitsschutzbehörden 2016 bei mehr als jeder zweiten Kontrolle Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz fest. Das besagt eine aktuelle Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Jutta Krellmann (Die Linke). Demnach deckten die Beamten bei 19.208 Inspektionen 10.110 solcher Fälle auf. Das waren zwar rund 1.700 weniger als 2010. Allerdings sank die Zahl der Prüfungen von knapp 26.000 um mehr als ein Viertel. Besonders drastisch übte sich etwa Rheinland-Pfalz im Wegschauen. 2016 kontrollierte es nur gut 600mal seine Unternehmen, halb so oft wie sechs Jahre zuvor. Dabei stellte es mit gut 2.100 fast dreimal so viele Verstöße fest.

Konsequenzen hatte das kaum. Die Behörden verfolgten nur etwa jeden 17. Rechtsbruch dieser Art. In lediglich 589 Fällen wurden verantwortliche Firmen verwarnt, mit Bußgeld belegt oder strafrechtlich angezeigt. Damit zogen in Rheinland-Pfalz gerade einmal 0,75 Prozent der beanstandeten Vergehen – in Zahlen: 16 – solche Folgen nach sich. In Bayern waren es mit 122 immerhin drei Prozent der fast 4.000 Delikte.
https://www.jungewelt.de/artikel/328135 ... unten.html

Allerdings sank die Zahl der Prüfungen...Konsequenzen hatte das kaum....Behörden verfolgten nur etwa jeden 17. Rechtsbruch dieser Art...

Politisch GEWOLLT ! Die SPD besetzt hier die Posten.

Trick 1: Unbezahlte Überstunden
Trick 2: Verstöße gegen die Aufzeichnungspflicht
Trick 3: Unrealistische Zeitvorgaben
Trick 4: Feste zu freien Mitarbeiter machen
Trick 5: Verzichtserklärung des Arbeitnehmers
Trick 6: Teilzeit einführen
Trick 7: Pausen einrechnen
Trick 8: Gutscheine anbieten
Trick 9: Trinkgelder anrechnen
Trick 10: Die "Das-gilt-für-uns-nicht"-Ausrede https://digitaler-mittelstand.de/busine ... ping-19663

Standard bei "Montage"....die An/Abreise Zeit (500km++) zählt nicht...... :D :D :D - Arbeitsort Eu.
(Hohe Noppe....es wird Geld für die Anreise einbehalten !!)

...die ArbeitsschutzSachen//Werkzeug ...sind selbst zu kaufen ....ohne Unterstützung durch den AG...
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Wähler » So 8. Apr 2018, 10:42

Wähler hat geschrieben:(07 Apr 2018, 10:22)
Früher gab es diese gesellschaftliche Ausdifferenzierung unter der Arbeitnehmern nicht in diesem Maß wie heute. Im Öffentlichen Dienst sind die Unterschiede allerdings noch nicht so stark ausgeprägt. Vielleicht liegt dort ein Ansatzpunkt, mit mehr öffentlichen Unternehmen gesellschaftlich gegenzusteuern.

Kleinlok hat geschrieben:(08 Apr 2018, 10:05)
Es gibt diese Entwicklungen, alle sind m.E. von der beschissenen marktradikalen Grundeinstellung beeinflusst, die seit gut 30 Jahren die Hirne von Milliarden Menschen vernebelt. "Catch as catch can" - Nehme jeder was er bekommen kann, wer nichts bekommt hat Pech gehabt!
Es braucht endlich den Mut zur Aufklärung, die mit den vielen Lügen und dem feigen Mitläufertum aufräumt und mit unnachgiebiger Strenge muss auf die Einhaltung sozialer Standards gepocht werden.

Das erzählen PDS und die Partei Die Linke schon seit 25 Jahren. Aber ohne Regierungs- und Koalitonsfähigkeit der letzteren Partei wird sich nichts ändern. Ohne demokratische Mehrheit im Bundestag geht es halt nicht. Eine Ausweitung des öffentlichen Dienstes würde auch Anhänger bei SPD und Grünen finden. Aber es muss ja gleich der 150 Milliarden-Rundumschlag durch Reichensteuer für eine ganze Legislaturperiode sein, das Dreifache von dem, was die jetzige Große Koalition für 2018 bis 2021 in die Hand nehmen will. Das ist dann eher eine reine Konsumhaltung. Für mehr Mitbestimmung will man halt nicht maßvoller sein.
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Realist2014 » Mo 9. Apr 2018, 05:09

Kleinlok hat geschrieben:(08 Apr 2018, 10:05)

Das hört sich teils überzeugend an, aber nur teils.

Es gibt diese Entwicklungen, alle sind m.E. von der beschissenen marktradikalen Grundeinstellung beeinflusst, die seit gut 30 Jahren die Hirne von Milliarden Menschen vernebelt. "Catch as catch can" - Nehme jeder was er bekommen kann, wer nichts bekommt hat Pech gehabt!

Es grassiert oft nur noch die pure Willkür:

Verwöhnte Bänker-Muttersöhnchen greinen um ihre Bonis, wenn die mit ihren durchgeknallten Spekulationen mal wieder satt ins Klo gelangt haben, jeder Arsch, der es irgendwie nach oben geschafft hat (oft durch jahrelange Arschkriecherei oder sonstige Protektion) glaubt nur noch weiter nach oben fallen zu können, egal wie viel Murks er anstellt (z.B. das von und zu Guttenberg-Findelkind) während solide arbeitende Menschen mit niederen Löhnen und dabei zunehmend richtig miesen Hungerlöhnen abgespeist werden.

Deutschland war noch nie ein wirklich demokratisches Land und mit der sozialen Gerechtigkeit hatten es die Deutschen auch nie so wirklich umfassend. Immer wurde von Seiten der Bonzen getrickst, um dich ein möglichst großes Heer von Hungerleidern halten oder heranziehen zu können, wo man dessen Mitglieder gegeneinander ausspielen kann um Löhne drücken und Arbeitnehmerrechte ausschalten zu können.

Blöd wie viele dieser Hungerleider sind, lassen sie sich das gefallen und diejenigen, denen es etwas besser geht, sind da genauso devot drauf. Gerade die Deutschen waren und sind Weltmeister im Kuchen, Duckmäusern und sich verarschen lassen. Und diese beschissene Grundmentalität wird von diesem korrupten Staat, korrupten Politikern bzw. schwachen Politmarionetten, korrupten Bonzen und weichgespülten genauso korrupten Medienschaffenden verlängert bzw. wurde in den letzten 30 Jahren auf die Spitze getrieben. So grassieren Ausbeutung, Lüge und Unterdrückung bei gleichzeitig zunehmender sozialer Ungerechtigkeit und Verarmung.

Wer sich nicht wehren kann bzw. in einer schwachen Position befindlich ist, soll Pech gehabt haben, andere Schwachmaten verfrühstücken ihre unverdienten Privilegien. Senile Kirchen fürsten babbeln einen nichtssagenden Scheiß, der Ideale beschwurbelt, die nichts mehr mit der traurigen Realität zu tun haben (z.B. die Osterpredigt vom EKD-Ratsvorsitzenden Bedford Strohm).

Es braucht endlich den Mut zur Aufklärung, die mit den vielen Lügen und dem feigen Mitläufertum aufräumt und mit unnachgiebiger Strenge muss auf die Einhaltung sozialer Standards gepocht werden.




und DU hast sicher die Loesungen fuer all diese Probleme.......


speziell hinsichtlich der Mentalitaet ...


dann lass mal lesen.....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon zollagent » Mo 9. Apr 2018, 08:16

Teeernte hat geschrieben:(08 Apr 2018, 11:10)

...Sie NUTZEN unser Sozialsystem...

Die Parks ...selbst im Osten sind wieder ...auch nachts "bevölkert" .....mit zahlreichen Müttern und Kindern - die unter freiem Himmel schlafen.

Ehrlich? Wo ist das der Fall?
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon zollagent » Mo 9. Apr 2018, 08:21

Kleinlok hat geschrieben:(08 Apr 2018, 11:12)

Nein, ich habe schon lange nichts mehr davon gehört das AN bei den Autobauern zu den bestbezahltesten Menschen gehören.
Oder willst du mir weismachen der Leiharbeiter bei der Daimler AG wäre mit 8,19 Euro einer dieser bestbezahltesten Menschen? :mad2:

Diese Lohndrückerei läuft auch bei Opel und scheint als ein beliebtes Modell für viele Firmen die Geiz geil finden wollen, wenn es um die Entlohnung ihrer Arbeitnehmer geht. Träum weiter von alten Zeiten, die schon lange vorbeii sind.

So ganz stimmt das halt nicht. Wobei das "Modell" mit Outsourcing von Betriebsteilen zu Leihfirmen und anschließende "Rückmietung" tatsächlich gerne verwendet wird. Selbst der selige Anton Schlecker wollte auf diesen Zug aufspringen. Dem könnte grundsätzlich nur damit begegnet werden, daß die Lohnzahlung vom ersten Tag an voll in der Verantwortung der Entleiher liegt, wobei der Tarifvertrag - falls existent - oder die Lohnstruktur des Entleihers zur Anwendung kommt und der Verleiher nur noch eine Art Entleihprämie, die sich gerne an der gezahlten Lohnhöhe orientieren darf, bekommt.
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Re: Lohndrückerei und Arbeitnehmerentrechtung in Deutschland

Beitragvon Polibu » Mo 9. Apr 2018, 08:35

Kleinlok hat geschrieben:(08 Apr 2018, 10:05)

Das hört sich teils überzeugend an, aber nur teils.

Es gibt diese Entwicklungen, alle sind m.E. von der beschissenen marktradikalen Grundeinstellung beeinflusst, die seit gut 30 Jahren die Hirne von Milliarden Menschen vernebelt. "Catch as catch can" - Nehme jeder was er bekommen kann, wer nichts bekommt hat Pech gehabt!

Es grassiert oft nur noch die pure Willkür:

Verwöhnte Bänker-Muttersöhnchen greinen um ihre Bonis, wenn die mit ihren durchgeknallten Spekulationen mal wieder satt ins Klo gelangt haben, jeder Arsch, der es irgendwie nach oben geschafft hat (oft durch jahrelange Arschkriecherei oder sonstige Protektion) glaubt nur noch weiter nach oben fallen zu können, egal wie viel Murks er anstellt (z.B. das von und zu Guttenberg-Findelkind) während solide arbeitende Menschen mit niederen Löhnen und dabei zunehmend richtig miesen Hungerlöhnen abgespeist werden.

Deutschland war noch nie ein wirklich demokratisches Land und mit der sozialen Gerechtigkeit hatten es die Deutschen auch nie so wirklich umfassend. Immer wurde von Seiten der Bonzen getrickst, um dich ein möglichst großes Heer von Hungerleidern halten oder heranziehen zu können, wo man dessen Mitglieder gegeneinander ausspielen kann um Löhne drücken und Arbeitnehmerrechte ausschalten zu können.

Blöd wie viele dieser Hungerleider sind, lassen sie sich das gefallen und diejenigen, denen es etwas besser geht, sind da genauso devot drauf. Gerade die Deutschen waren und sind Weltmeister im Kuchen, Duckmäusern und sich verarschen lassen. Und diese beschissene Grundmentalität wird von diesem korrupten Staat, korrupten Politikern bzw. schwachen Politmarionetten, korrupten Bonzen und weichgespülten genauso korrupten Medienschaffenden verlängert bzw. wurde in den letzten 30 Jahren auf die Spitze getrieben. So grassieren Ausbeutung, Lüge und Unterdrückung bei gleichzeitig zunehmender sozialer Ungerechtigkeit und Verarmung.

Wer sich nicht wehren kann bzw. in einer schwachen Position befindlich ist, soll Pech gehabt haben, andere Schwachmaten verfrühstücken ihre unverdienten Privilegien. Senile Kirchen fürsten babbeln einen nichtssagenden Scheiß, der Ideale beschwurbelt, die nichts mehr mit der traurigen Realität zu tun haben (z.B. die Osterpredigt vom EKD-Ratsvorsitzenden Bedford Strohm).

Es braucht endlich den Mut zur Aufklärung, die mit den vielen Lügen und dem feigen Mitläufertum aufräumt und mit unnachgiebiger Strenge muss auf die Einhaltung sozialer Standards gepocht werden.


Die Leistungsträger in dieser Gesellschaft ist die Mittelschicht, Und die haben sich ihre sogenannten Privilegien sehr wohl verdient. Die finanzieren das Sozialsystem zum größten Teil und sind die am meisten geschröpfte Schicht. Die haben nicht die Möglichkeit ihre Gelder ins Ausland zu bringen oder irgendwelche Steuertricks anzuwenden. Die Mittelschicht überzeugt durch Leistung und Qualifikation. Ist doch klar, dass die mehr bekommen müssen als unqualifizierte Arbeitnehmer.

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