26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Skull » Fr 6. Apr 2018, 21:38

Guten Abend,

der User Rote_Galaxie wird davor gewarnt, weitere Threads mit seinen speziellen Betrachtungen zu fluten.
Es sind somit diverse Beiträge in seinen Sammelstrang...oder in die Ablage gewandert.
Man dient für Lohn und liebt sich für Geschenke
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Positiv Denkender » So 8. Apr 2018, 14:19

Provokateur hat geschrieben:(05 Apr 2018, 17:17)

Es kommt auch darauf an, wie Lehrlinge behandelt werden.

Mein Bruder ist gelernter Koch. Seit bald 11 Jahren ist er als Mannschaftssoldat bei der Bundeswehr. Er hat als Fallschirmjäger angefangen...richtig, verrückte Leute, die aus Flugzeugen fallen und nichts als Tod und Verderben im Gepäck haben.
Wenn er mir sagt, dass er in seiner Grundausbildung bei der verrücktesten und krankesten Truppengattung, die unsere Armee hat, besser behandelt wurde als in seiner Ausbildung zum Koch, dann will das schon etwas bedeuten.

Und es kann einen Hinweis darauf geben, warum so viele Kochazubis abbrechen.

In der Küche geht es nun mal rau zu . Ich habe einige Familienmitglieder die in der Gastronomie gearbeitet haben
u. a .mein Vater . Wer Koch werden will muss da durch .Lehrjahre sind keine Herrenjahre .
Weicheier sind fehl am Platz . Wer getätschelt werden will soll in den Kindergarten zurückgehen .
Schon mal etwas von Durchsetzungsvermögen gehört ? Heute genießen Azubis Rechte von denen wir in der Ausbildung
nur träumen konnten .Hinzu kommt heute das gute Azubi Einkommen .
In der Fankurve lässt sich leichter einen auf dicke Hose zu machen aber jammern wenn der Ton am Arbeitsplatz etwas rauer ist -
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Provokateur » So 8. Apr 2018, 15:22

Positiv Denkender hat geschrieben:(08 Apr 2018, 15:19)

In der Küche geht es nun mal rau zu . Ich habe einige Familienmitglieder die in der Gastronomie gearbeitet haben
u. a .mein Vater . Wer Koch werden will muss da durch .Lehrjahre sind keine Herrenjahre .
Weicheier sind fehl am Platz . Wer getätschelt werden will soll in den Kindergarten zurückgehen .
Schon mal etwas von Durchsetzungsvermögen gehört ? Heute genießen Azubis Rechte von denen wir in der Ausbildung
nur träumen konnten .Hinzu kommt heute das gute Azubi Einkommen .
In der Fankurve lässt sich leichter einen auf dicke Hose zu machen aber jammern wenn der Ton am Arbeitsplatz etwas rauer ist -


Es gibt einen Unterschied zwischen einem Weichei und einem Azubi, der mit einem Schlüsselbund beworfen wird, weil er die Sauce versaut hat. Das ist meinem Bruder nicht passiert, aber jemandem in seiner Berufsschule.

Es gibt auch einen Unterschied zwischen Härte und Robustheit - und Schinderei. Manche sagen dazu auch Dummfick.
Harry riss sich die Augen aus dem Kopf und warf sie tief in den Wald. Voldemort schaute überrascht zu Harry, der nun nichts mehr sehen konnte.
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Positiv Denkender » So 8. Apr 2018, 17:42

Provokateur hat geschrieben:(08 Apr 2018, 16:22)

Es gibt einen Unterschied zwischen einem Weichei und einem Azubi, der mit einem Schlüsselbund beworfen wird, weil er die Sauce versaut hat. Das ist meinem Bruder nicht passiert, aber jemandem in seiner Berufsschule.

Es gibt auch einen Unterschied zwischen Härte und Robustheit - und Schinderei. Manche sagen dazu auch Dummfick.

Es wird immer Unterschiede geben . Wie du das benennst ist deine Sache . Sei froh das deine Ausbildungszeit nicht in den ersten
30 Jahren nach Gründung der BRD lag . Da wussten Azubis allerdings das Lehrjahre keine Herrenjahre sind .
Heute wird nur gejammert , geplärrt . Am liebsten gleich als Chef anfangen .
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon immernoch_ratlos » So 8. Apr 2018, 17:47

Nachdem sich einige u.a. frems diesem Thema schon sehr deutlich angenommen haben, kann etwas Information sicher nicht schaden :
Quelle : Ausbildung.net "Der Ausbildungsabbruch und seine Gründe"

Quelle : AZUBI.DE "Ausbildung abbrechen – so geht's weiter"

Quelle : AHS Kanzlei.de "Angemessene Ausbildungsvergütung – wann muss nachgezahlt werden?"

Der Hinweis auf "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" mit Ideen die in eine Bootcamp sicher gut aufgehoben sind, durfte ja nicht fehlen. Erstaunliches ist geschehen - die Welt hat sich weitergedreht und "Lehrlinge" aka "Auszubildende" erhalten - je nach Branche und Standort - inzwischen eine "angemessene Ausbildungsvergütung" - es sei denn, sie entschließen sich zu Berufen, deren Abbruchrate deutlich höher ist, als die von anderen. Ein sehr deutlicher Hinweis auf die späteren Aussichten sich seine Arbeit "auskömmlich" bezahlen zu lassen. Sozusagen ein erster "Warnhinweis" außer den wenigen Häuptlingen, wirst du lebtaglang und auch später "unten" zu finden sein. Dafür eine der hier schon geschilderten "rauen" Verhältnisse hinzunehmen, wenn man Aussicht auf günstigere Verhältnisse hat, ist schon etwas irre - nun offensichtlich merken das deutlich mehr Auszubildende und wagen den Sprung in günstiger Gefilde. Das Gejammere der betroffenen Betriebe ist typisch, statt sich um eine gute Ausbildung und vernünftige Bezahlung ("vorher" UND erst recht "nachher"), setzen sie in der Hoffnung auf Bewerber die sich (noch) nicht mehr zutrauen ihre Politik fort. Sicher nicht alle, aber immer noch zu viele.

Wer in "seine" Auszubildende nichts investieren möchte, hat eigentlich an echten Fachleuten "danach" meist auch kein Interesse - der billige Helfer geht eben aus den Köpfen genauso langsam heraus, wie die Vorstellung, die Ausbildung sein eben nur eine andere Art von quasi militärischem Drill mit Gelegenheit sein "Lehrlinge" zum Abreagieren von allerlei Frust missbrauchen zu dürfen. Das man da "gelegentlich starke Nerven braucht" und einige (früher wo das wirklich noch besser war) "kulturelle Gepflogenheiten" bei Auszubildenden leider keine Allgemeingut mehr sind, muss mancher Betrieb nun selbst als "Zusatzausbildung" mit übernehmen. Kommt noch hinzu - die meisten Auszubildenden sind um einiges älter und erwarten (mit Recht) als Zweiwegideal, dass dies Ausbilder das stärker respektieren.

Doch das alles ist etwas, was man von guten Ausbildern auch erwarten können muss....
"Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." (aus China)
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Positiv Denkender » So 8. Apr 2018, 18:20

immernoch_ratlos hat geschrieben:(08 Apr 2018, 18:47)

Nachdem sich einige u.a. frems diesem Thema schon sehr deutlich angenommen haben, kann etwas Information sicher nicht schaden :
Quelle : Ausbildung.net "Der Ausbildungsabbruch und seine Gründe"

Quelle : AZUBI.DE "Ausbildung abbrechen – so geht's weiter"

Quelle : AHS Kanzlei.de "Angemessene Ausbildungsvergütung – wann muss nachgezahlt werden?"

Der Hinweis auf "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" mit Ideen die in eine Bootcamp sicher gut aufgehoben sind, durfte ja nicht fehlen. Erstaunliches ist geschehen - die Welt hat sich weitergedreht und "Lehrlinge" aka "Auszubildende" erhalten - je nach Branche und Standort - inzwischen eine "angemessene Ausbildungsvergütung" - es sei denn, sie entschließen sich zu Berufen, deren Abbruchrate deutlich höher ist, als die von anderen. Ein sehr deutlicher Hinweis auf die späteren Aussichten sich seine Arbeit "auskömmlich" bezahlen zu lassen. Sozusagen ein erster "Warnhinweis" außer den wenigen Häuptlingen, wirst du lebtaglang und auch später "unten" zu finden sein. Dafür eine der hier schon geschilderten "rauen" Verhältnisse hinzunehmen, wenn man Aussicht auf günstigere Verhältnisse hat, ist schon etwas irre - nun offensichtlich merken das deutlich mehr Auszubildende und wagen den Sprung in günstiger Gefilde. Das Gejammere der betroffenen Betriebe ist typisch, statt sich um eine gute Ausbildung und vernünftige Bezahlung ("vorher" UND erst recht "nachher"), setzen sie in der Hoffnung auf Bewerber die sich (noch) nicht mehr zutrauen ihre Politik fort. Sicher nicht alle, aber immer noch zu viele.

Wer in "seine" Auszubildende nichts investieren möchte, hat eigentlich an echten Fachleuten "danach" meist auch kein Interesse - der billige Helfer geht eben aus den Köpfen genauso langsam heraus, wie die Vorstellung, die Ausbildung sein eben nur eine andere Art von quasi militärischem Drill mit Gelegenheit sein "Lehrlinge" zum Abreagieren von allerlei Frust missbrauchen zu dürfen. Das man da "gelegentlich starke Nerven braucht" und einige (früher wo das wirklich noch besser war) "kulturelle Gepflogenheiten" bei Auszubildenden leider keine Allgemeingut mehr sind, muss mancher Betrieb nun selbst als "Zusatzausbildung" mit übernehmen. Kommt noch hinzu - die meisten Auszubildenden sind um einiges älter und erwarten (mit Recht) als Zweiwegideal, dass dies Ausbilder das stärker respektieren.

Doch das alles ist etwas, was man von guten Ausbildern auch erwarten können muss....

Es wird gut ausgebildet . Mag einige Ausnahmen geben . Jammern tun nicht Betriebe sondern einige wenige verpäppelte Azubis .
Unser Wirtschaftsstandort Deutschland wäre sicher nicht so erfolgreich würde in diesem Land nicht gut ausgebildet .
Übrigens mein Bruder bekam im 1. Jahr damals 5.- DM Ausbildungsvergütung im 1. ,10 .- im 2. 15 .im 3 .Lehrjahr .
Es gab auch Betriebe wo Eltern für die Ausbildung zuzahlen mussten . Mit dem Zeugnis aus dem Lehrbetrieb waren für ihn ,trotz
harter 3 Lehrjahre, später die Türen der besten Hotels und Restaurants geöffnet . Seine erfolgreiche berufliche Laufbahn
bis zur Selbstständigkeit basierte auf diese harte aber erfolgreiche Ausbildung .
Wir haben früher in unserer Berufsausbildung leider nur Ausbildung im eigenen Betrieb und Berufsschulen erfahren .-
Heute werden Azubis zu Seminaren geschickt um dort mit zubekommen was nicht jeder Betrieb vermitteln kann .
Ich weiß wovon ich spreche. .Es muss für einige besonders schwer sein nicht gleich Chef zu sein oder ?
Übrigens gibt es für alle Azubis Beschwerde Möglichkeiten bei Handelskammern ,Handwerkskammern usw.
Natürlich gibt es auch Zustände die wenig akzeptabel sind .Nur deshalb muss man die Lehre nicht abrechen sondern
lediglich mit Hilfe von Gewerkschaft , Interessenverbände den Betrieb wechseln .
Erstaunlich ist lediglich dass Azubis die heute zumindest 3 Jahre oder später als frühere Generationen mit 18 20 oder älter
nicht einmal wissen was sie werden wollen . Kommt davon wenn man die technischen Möglichkeiten nur zum Volldröhnen der
Ohren nutzt .
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon frems » So 8. Apr 2018, 19:00

immernoch_ratlos hat geschrieben:(08 Apr 2018, 18:47)
Doch das alles ist etwas, was man von guten Ausbildern auch erwarten können muss....

Schikanen gehören in einigen Betrieben eben noch dazu, was sich dann gerne mit Verstößen gegen das Arbeitsschutzgesetz überschneidet. "Interessant" finde ich, dass die Abbrecherquoten vor allem in den Bereichen hoch sind, wo die Konditionen bekanntlich sehr schlecht sind (auch nach der Ausbildung) und wo die Lobbyverbände jedes Jahr jammern, dass sie nicht genug Bewerber haben.

Als mir ein Bekannter sagte, was seine Tochter in ihrer Ausbildung (Friseurin) an Gehalt bekam, wie viele Stunden sie täglich arbeitet und was für Kosten sie hat, war ich echt überrascht. Vor allem bei letzterem ging ich davon aus, dass sowas der Betrieb übernimmt und nicht jeder sein eigenes "Set" an Scheren, Kämmen und sonstigen Mitteln hat. Und da kosten professionelle Mittel richtig Asche. Anfangs hieß es noch, wer gut sei, müsse sich über eine Übernahme keine Gedanken machen. Als dann aber ältere Azubis nach und nach fertig wurden und trotz sehr guter Noten und Leistung im Betrieb nicht übernommen wurden, wusste man, was man davon zu halten hat: nichts. Sie will aber die Lehre beenden und ihren Meister dranhängen, um sich selbstständig zu machen. Das sei zwar auch kein Zuckerschlecken, aber eine andere Perspektive sieht sie erstmal nicht in ihrer Kleinstadt. Und dann liest man sowas:

Berliner Friseur-Azubis gehen im ersten Lehrjahr mit 265 Euro monatlich nach Hause. Ein prekärer Einstieg in ein prekäres Arbeitsleben. An dessen Ende steht oft die staatliche Unterstützung, weil die Rente nicht zum Leben reicht.

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag ... erlin.html
Lisa wollte unbedingt Friseurin werden. Aber schon nach ein paar Monaten als Azubi kam der Frust: Statt Haare schneiden zu lernen, musste sie den Salon putzen. Am Ende zog sie die Notbremse.

https://www.br.de/puls/themen/azubi-bay ... t-100.html
Vollzeit arbeiten für 153 Euro im Monat
Friseurlehrlinge werden so mies bezahlt, dass Eltern oder der Staat helfen müssen. Viele Azubis brechen die Ausbildung deshalb ab - oder leiden jahrelang. [...]

"Viele machen den Beruf aus Leidenschaft und lassen sich deshalb ausbeuten", sagt Ver.di-Sprecher Reschinsky. Sich zu wehren, sei gerade in kleinen Betrieben schwer. Die Azubis arbeiteten tagtäglich mit ihrem Arbeitgeber, einen Betriebsrat gebe es selten. Julia Müller erzählt, dass in ihrer Berufsschulklasse nur noch acht von ursprünglich 28 Friseur-Azubis sitzen - der Rest hat abgebrochen.

Neben der Gewerkschaft beklagen auch die Arbeitgeber den Nachwuchsmangel

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/jo ... 65131.html

Da hilft "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" wenig. Ich kann es da wirklich niemandem verdenken, wenn er sich etwas Besseres sucht. Für mich ein Zeichen von Intelligenz, Weitsicht und Verantwortung. Andere sprechen dann trotzig-bockig von "Weicheiern".
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Provokateur » So 8. Apr 2018, 21:54

Positiv Denkender hat geschrieben:(08 Apr 2018, 18:42)

Es wird immer Unterschiede geben . Wie du das benennst ist deine Sache . Sei froh das deine Ausbildungszeit nicht in den ersten
30 Jahren nach Gründung der BRD lag . Da wussten Azubis allerdings das Lehrjahre keine Herrenjahre sind .
Heute wird nur gejammert , geplärrt . Am liebsten gleich als Chef anfangen .


Ich habe studiert. Eine Ausbildung wäre auch nichts für mich gewesen. Zwei linke Hände, alle Finger Daumen.
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 11. Apr 2018, 13:45

Provokateur hat geschrieben:(08 Apr 2018, 22:54)

Ich habe studiert. Eine Ausbildung wäre auch nichts für mich gewesen. Zwei linke Hände, alle Finger Daumen.

macht nichts :Führerschein hast du doch oder ? Fahrradfahren kannst du auch ? Wer ein abgeschlossenes Studium vorweisen
kann hat alle Möglichkeiten der Welt einen Job auszuüben .Wenn dir niemand einen Job als Vorstandsvorsitzender anbietet
musst du eben was anderes machen .Recht auf Arbeit bedeutet nicht Recht auf eine bestimmte Arbeit.
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Provokateur » Mi 11. Apr 2018, 13:47

Positiv Denkender hat geschrieben:(11 Apr 2018, 14:45)

macht nichts :Führerschein hast du doch oder ? Fahrradfahren kannst du auch ? Wer ein abgeschlossenes Studium vorweisen
kann hat alle Möglichkeiten der Welt einen Job auszuüben .Wenn dir niemand einen Job als Vorstandsvorsitzender anbietet
musst du eben was anderes machen .Recht auf Arbeit bedeutet nicht Recht auf eine bestimmte Arbeit.


Oh, ich bin auch berufstätig und mache genau das, was ich machen will.
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 11. Apr 2018, 17:00

Provokateur hat geschrieben:(11 Apr 2018, 14:47)

Oh, ich bin auch berufstätig und mache genau das, was ich machen will.

Dann ist ja alles ok,.
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Teeernte » Mi 11. Apr 2018, 17:31

frems hat geschrieben:(08 Apr 2018, 20:00)


Da hilft "Lehrjahre sind keine Herrenjahre" wenig. Ich kann es da wirklich niemandem verdenken, wenn er sich etwas Besseres sucht. Für mich ein Zeichen von Intelligenz, Weitsicht und Verantwortung. Andere sprechen dann trotzig-bockig von "Weicheiern".


Bekanntlich ist das Netto bei Friseur und Koch (Lohnsteuerklasse 1) ein WELTWEITES GEH-HEIM-NIS. Topf Siegfried....!

....wer erst mit Ende der Ausbildung merkt ...dass man da NICHT gebraucht wird....KEIN Geld verdient... ist ein äahhhmmmm >> BILDUNGSFERNES Weichei.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon frems » Mi 11. Apr 2018, 17:38

Teeernte hat geschrieben:(11 Apr 2018, 18:31)

Bekanntlich ist das Netto bei Friseur und Koch (Lohnsteuerklasse 1) ein WELTWEITES GEH-HEIM-NIS. Topf Siegfried....!

....wer erst mit Ende der Ausbildung merkt ...dass man da NICHT gebraucht wird....KEIN Geld verdient... ist ein äahhhmmmm >> BILDUNGSFERNES Weichei.

Nichts zwangsläufig, wenn die Versprechen des Betriebs mit dem Arbeitsalltag nicht viel gemein haben. Und da geht's nicht ums Geld, das man nachlesen kann, sondern auch die Frage, wie viel Geld man (z.B. für eigenes Werkzeug) investieren muss und wie die Übernahmeperspektiven sind. Nun kann man gerne einem 16-jährigen Schüler vorwerfen, dass er noch nicht die Berufseinblicke eines 60-Jährigen hat. Aber das wäre ziemlich realitätsfern und anmaßend.
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Teeernte » Mi 11. Apr 2018, 18:17

frems hat geschrieben:(11 Apr 2018, 18:38)

Nichts zwangsläufig, wenn die Versprechen des Betriebs mit dem Arbeitsalltag nicht viel gemein haben. Und da geht's nicht ums Geld, das man nachlesen kann, sondern auch die Frage, wie viel Geld man (z.B. für eigenes Werkzeug) investieren muss und wie die Übernahmeperspektiven sind. Nun kann man gerne einem 16-jährigen Schüler vorwerfen, dass er noch nicht die Berufseinblicke eines 60-Jährigen hat. Aber das wäre ziemlich realitätsfern und anmaßend.


Der kommt - wie ein Friseur ? Meine Güte.

Hat der Schüler den Collektor nie vom Fachmann abdrehen lassen - und ist deshalb "Friseurfremd" ?

....Hat der Dummy NIE im Fach "probegearbeitet" ....sich NIE mit einem aus dem Fach unterhalten ?

Das "WERKZEUG für JEDEN" ist immer eine Hippe.... Je nach GEWERK ist dies mitzubringen.... - oder die Firma benötigt FACHLEUTE - denen wird Werkzeug gestellt // GEkauft (Werkzeuggeld)

Ansonsten von der Steuer absetzen.....und das Geld vom Amt holen. Ab erstem Arbeitstag ist man "Versichert" ...


Hat Dummy sich überall umgetan und um Hilfe gefragt ?
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon frems » Mi 11. Apr 2018, 18:54

Teeernte hat geschrieben:(11 Apr 2018, 19:17)
Hat Dummy sich überall umgetan und um Hilfe gefragt ?

Was ist denn nun dein Problem, wenn junge Menschen Ausbeutung nicht hinnehmen, sich was Besseres suchen und die Betriebe dann rumjaulen, dass sie keinen Nachwuchs finden? Mag ja sein, dass manch anderer mehr Glück hatte oder mangels Alternativen den Dummfick über sich ergehen lassen musste. Aber das muss ja jeder selbst entscheiden. Miese Bezahlung weiß man natürlich vorher, aber mit guten Perspektiven für sie Zukunft oder mit einer ordentlichen Vergütung schaut man ggf mal über Verstöße gegen den Arbeitsschutz hinweg. Aber so? Offensichtlich sind diese angeblich dummen Leute weder am Stoff der Ausbildung gescheitert, noch werden sie nicht anderswo erfolgreich glücklich.
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Misterfritz » Mi 11. Apr 2018, 19:18

Teeernte hat geschrieben:(11 Apr 2018, 19:17)
Ansonsten von der Steuer absetzen.....und das Geld vom Amt holen. Ab erstem Arbeitstag ist man "Versichert" ...
Also ein Azubi bezahlt bestimmt keine Steuern, also kann der Friseur-Azubi auch nix absetzen.

Es ist sicherlich sinnvoll, ein Praktikum im erwünschten Beruf zu machen. Aber ich glaube nicht, dass der Betrieb dem Praktikanten erzählt, dass Azubis im 1. Ausbildungsjahr bestimmt nicht an Kunden rangelassen werden, ausser zum Haare waschen. Medizinstudenten dürfen ja auch ned im 1. Semester schon an den Patienten.
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Teeernte » Mi 11. Apr 2018, 19:53

Misterfritz hat geschrieben:(11 Apr 2018, 20:18)

Also ein Azubi bezahlt bestimmt keine Steuern, also kann der Friseur-Azubi auch nix absetzen.

Es ist sicherlich sinnvoll, ein Praktikum im erwünschten Beruf zu machen. Aber ich glaube nicht, dass der Betrieb dem Praktikanten erzählt, dass Azubis im 1. Ausbildungsjahr bestimmt nicht an Kunden rangelassen werden, ausser zum Haare waschen. Medizinstudenten dürfen ja auch ned im 1. Semester schon an den Patienten.


Die Eltern....!!!!

....bei welcher Lehre kommt der Lehrling an die "Hebel" ?? ...Haare....Kunden -----WAS AUCH IMMER ?

Der trägt immer die TASCHE. Glotzt drauf...
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon Teeernte » Mi 11. Apr 2018, 20:02

frems hat geschrieben:(11 Apr 2018, 19:54)

Was ist denn nun dein Problem, wenn junge Menschen Ausbeutung nicht hinnehmen, sich was Besseres suchen und die Betriebe dann rumjaulen, dass sie keinen Nachwuchs finden? Mag ja sein, dass manch anderer mehr Glück hatte oder mangels Alternativen den Dummfick über sich ergehen lassen musste. Aber das muss ja jeder selbst entscheiden. Miese Bezahlung weiß man natürlich vorher, aber mit guten Perspektiven für sie Zukunft oder mit einer ordentlichen Vergütung schaut man ggf mal über Verstöße gegen den Arbeitsschutz hinweg. Aber so? Offensichtlich sind diese angeblich dummen Leute weder am Stoff der Ausbildung gescheitert, noch werden sie nicht anderswo erfolgreich glücklich.


Lehrling - das ist BELASTUNG .. Deppen das Arbeiten beizubringen, die zu Hause nicht mal den Müll runterbringen......

Jeden HANDSCHLAG debattieren wollen..... DAS ist eben NICHT. Feg den Hof.... ! und wenn er fragt ....dann schick ihn nochmal. ...solange bis er nicht mehr fragt...

Stoff der Ausbildung ? Niveau Zimmertemperatur. bei einigen Ausbildungsheften sind EXTRA Fehler drin.

Offensichtlich kann JEDER machen - was er will - NUR muss er das dann nicht auf ANDERE schieben...

Deppo-Dummy Haderloh ist derjenige der sich entscheidet... KEIN ANDERER.... JEDER ist seines Glückes Schmied !!
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon frems » Do 12. Apr 2018, 08:26

Teeernte hat geschrieben:(11 Apr 2018, 21:02)

Lehrling - das ist BELASTUNG .. Deppen das Arbeiten beizubringen, die zu Hause nicht mal den Müll runterbringen......

Tut mir leid, wenn Ihr aus Gründen nicht die Besten der Besten bekommt, sondern nur jene, die nichts Besseres fanden. Aber wenn man eine Einarbeitung günstiger Arbeitskräfte schon als "Belastung" ansieht, sollte man nicht später jammern, dass es an Nachwuchs mangelt. Dann gehen die "Deppen" halt studieren und werden später Vorgesetzter. Auch gut.
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Re: 26% der Azubis brechen ihre Lehre ab

Beitragvon jorikke » So 22. Apr 2018, 07:45

Würde ein gutes Viertel der Azubis letztlich keinen Lehrabschluss erreichen, es wäre fatal.
Diese 26 % sagen aber nur aus, man hat aus den unterschiedlichsten Gründen einen falschen Ausbildungsberuf gewählt.
Jemand, der sich als Sänger ausbilden lassen will und feststellen muss, dass seine Stimme höchstens zum Rindfleischessen taugt, wäre ein Dummkopf, würde er seine Ausbildung fortsetzen.
Ein Großteil dieser Abbrecher wechselt aber nur in eine andere Ausbildung oder einen anderen Ausbildungsbetrieb.
2009 (neuere Zahlen habe ich nicht gefunden) begannen 560.000 Azubis eine Ausbildung, 2011 wurden dann 500.000 Prüfungen bestanden.
D.h. gut 88% erreichten ihr Ausbildungsziel, knapp 12% scheiterten.
Ins Auge fällt dabei der große Unterschied zwischen Azubis mit gutem Schulabschluss und den weniger Begabten. (1:3)
Ein Indiz dafür, dass nicht unbedingt der Ausbildungsbetrieb verantwortlich ist.

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