Handelskrieg

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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Di 19. Jun 2018, 11:07

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Jun 2018, 10:41)

Nun, Flassbeck gehört zu den Ökonomen, für die sich die meisten ökonomischen Probleme einer Volkswirtschaft einfach durch eine Erhöhung der Staatsverschuldung lösen lassen, während eine Erhöhung der Staatsverschuldung vollkommen unproblematisch ist. Das kann man so sehen, muss man aber nicht.
Da kommt ihm Trump natürlich mit seiner Aktion entgegen. Kein Wunder also, dass er sich dahingehend äußert, findet er doch hier wieder Unterstützung für seine Thesen.

Prinzipiell muss man aber schon sagen, dass Trump auch gar nicht soooo Unrecht hat. Zumindest mal, wenn man sich die Militärausgaben ansieht und das was in der Nato vereinbart wurde. Deutschland liegt deutlich unter den vereinbarten 2% des BIP, während die USA deutlich darüber liegen. Oder anders ausgedrückt: Die USA machen Schulden um damit Arbeitsplätze in Deutschland zu finanzieren.

Die hohen Militärausgaben der USA haben definitiv nicht den Sinn, fehlende Militärausgaben anderer Partner zu ersetzen. Sie haben schlicht den Sinn, die Rolle der USA als Weltmacht zu stützen. Auch, wenn z.B. deutsche Militärausgaben steigen, würden die USA die ihrigen sicher nicht senken. Hinzu kommt, daß in den USA z.B. die Subventionskosten für ihre bei Partnern stationierten Soldaten ebenso aus dem Militärhaushalt entnehmen, wie auch z.B. die Mieten für Häuser, die Soldaten anmieten, die nicht auf den Stützpunkten leben wollen. Man sollte daher auf tatsächlich den Streitkräften und ihrer Kampfkraft steigernde Ausgaben abstellen, um erst mal auf eine gemeinsame Basis der Berechnung von Militärausgaben zu kommen. Schulen für die Kinder von Soldaten z.B. würden in Deutschland nicht in den Militärhaushalt eingestellt.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 19. Jun 2018, 11:18

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Jun 2018, 10:49)

Nun, den "richtigen" Einsatz von Staatsmitteln möchte ich hier eigentlich nicht diskutieren. Ich habe lediglich auf die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge aufmerksam gemacht. Und die sind nun mal gegeben.

Die volkswirtschaftlichen Gründe für die miese Handelsbilanz sind nicht bei den Militärausgaben der Europäer zu suchen. Die miese Handelsbilanz hat man ja auch gegenüber China.
Wenn Amerika will dass mehr US-Waren gekauft werden muß es die eigene Wettbewerbsfähigkeit hinterfragen. Und auch mal darüber nachdenken was heimische Handelskonzerne wie Amazon und Wal-Mart so treiben. Die verlangen Einkaufspreise von den Produzenten die mit "Made in USA" nicht machbar sind. Viele dieser Lieferanten blieb da nur der Weg in die Insolvenz oder ins billige Ausland.
Eigentlich müßten Amazon und Wal-Mart nach dem Sherman-Act zerschlagen werden.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 19. Jun 2018, 11:24

zollagent hat geschrieben:(19 Jun 2018, 12:07)

Die hohen Militärausgaben der USA haben definitiv nicht den Sinn, fehlende Militärausgaben anderer Partner zu ersetzen. Sie haben schlicht den Sinn, die Rolle der USA als Weltmacht zu stützen. Auch, wenn z.B. deutsche Militärausgaben steigen, würden die USA die ihrigen sicher nicht senken. Hinzu kommt, daß in den USA z.B. die Subventionskosten für ihre bei Partnern stationierten Soldaten ebenso aus dem Militärhaushalt entnehmen, wie auch z.B. die Mieten für Häuser, die Soldaten anmieten, die nicht auf den Stützpunkten leben wollen. Man sollte daher auf tatsächlich den Streitkräften und ihrer Kampfkraft steigernde Ausgaben abstellen, um erst mal auf eine gemeinsame Basis der Berechnung von Militärausgaben zu kommen. Schulen für die Kinder von Soldaten z.B. würden in Deutschland nicht in den Militärhaushalt eingestellt.


Das war nur ein Beispiel. Mir geht es dabei nicht um den Sinn von Staatsausgaben, sondern nur um mögliche aussenwirtschaftliche Konsequenzen. Und die sind mal unbestritten.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 19. Jun 2018, 11:31

Alter Stubentiger hat geschrieben:(19 Jun 2018, 12:18)

Und auch mal darüber nachdenken was heimische Handelskonzerne wie Amazon und Wal-Mart so treiben. Die verlangen Einkaufspreise von den Produzenten die mit "Made in USA" nicht machbar sind. Viele dieser Lieferanten blieb da nur der Weg in die Insolvenz oder ins billige Ausland.


Naja ... Walmart ist in Deutschland wohl kein Thema. Vor allem wenn man ich ansieht, wie viele Filialen z.B. Aldi in den USA hat.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Jun 2018, 11:33

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Jun 2018, 10:41)

Nun, Flassbeck gehört zu den Ökonomen, für die sich die meisten ökonomischen Probleme einer Volkswirtschaft einfach durch eine Erhöhung der Staatsverschuldung lösen lassen, während eine Erhöhung der Staatsverschuldung vollkommen unproblematisch ist. Das kann man so sehen, muss man aber nicht.
Da kommt ihm Trump natürlich mit seiner Aktion entgegen. Kein Wunder also, dass er sich dahingehend äußert, findet er doch hier wieder Unterstützung für seine Thesen.
Mir ging es ja weniger um die Thesen Flassbecks als vielmehr um seinen Hinweis auf Obama und Clinton. Wenn die Leute "Trump" hören, schalten sie sich kategorisch ab, wenn sie aber "Obama" hören, sind sie wieder wach. ;)
Da sieht man mal, was bereits wenige Buchstaben in der Politik ausmachen können.
Abgesehen davon gibt es so einige, die Investitionen in Infrastruktur für notwendig halten oder auch weniger auf den Handelsüberschuss starren als vielmehr auf die Konsumkraft.

Prinzipiell muss man aber schon sagen, dass Trump auch gar nicht soooo Unrecht hat. Zumindest mal, wenn man sich die Militärausgaben ansieht und das was in der Nato vereinbart wurde. Deutschland liegt deutlich unter den vereinbarten 2% des BIP, während die USA deutlich darüber liegen. Oder anders ausgedrückt: Die USA machen Schulden um damit Arbeitsplätze in Deutschland zu finanzieren.

Eben. Man sollte sich darauf einigen, die Zölle anzugleichen und die Sicherheitsarchitektur auf die gemeinsamen Interessen festzurren.
Darüber hinaus wäre noch eine Übereinstimmung in der Iran- und Nahost-Politik zu empfehlen.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Jun 2018, 11:51

Alter Stubentiger hat geschrieben:(19 Jun 2018, 07:52)

US-Firmen generieren 150 Miliarden mehr Gewinne in Europa als europäische Firmen in Amerika. Wenn du über Ungleichgewichte neu verhandeln willst muß natürlich auch über die Gewinne von US-Firmen und deren Besteuerung verhandelt werden. Um das Ungleichgewicht abzubauen.

Ist dir diese Zahlenangabe im Traum erschienen ?
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Re: Handelskrieg

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 19. Jun 2018, 12:01

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Jun 2018, 12:33)

Mir ging es ja weniger um die Thesen Flassbecks als vielmehr um seinen Hinweis auf Obama und Clinton. Wenn die Leute "Trump" hören, schalten sie sich kategorisch ab, wenn sie aber "Obama" hören, sind sie wieder wach. ;)
Da sieht man mal, was bereits wenige Buchstaben in der Politik ausmachen können.
Abgesehen davon gibt es so einige, die Investitionen in Infrastruktur für notwendig halten oder auch weniger auf den Handelsüberschuss starren als vielmehr auf die Konsumkraft.


Wie bereits vorher geschrieben ist die Kritik der USA an den zu hohen Handelsbilanzüberschüssen Deutschlands letzendlich eine Kritik an zu niedriger Staatsverschuldung. Dessen sollte man sich schon bewusst sein.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Jun 2018, 12:06

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Jun 2018, 13:01)

Wie bereits vorher geschrieben ist die Kritik der USA an den zu hohen Handelsbilanzüberschüssen Deutschlands letzendlich eine Kritik an zu niedriger Staatsverschuldung. Dessen sollte man sich schon bewusst sein.

Du meinst, um 12 % Zoll auf US-Weintrauben beispielsweise auf 6 % zu senken müsste die Staatsverschuldung angehoben werden ?
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Everythingchanges » Di 19. Jun 2018, 12:09

Orbiter1 hat geschrieben:(19 Jun 2018, 07:00)

Trump hat hier nochmal nachgelegt und aus den 100 Mrd $ Vergeltung mal eben 200 Mrd $ gemacht. https://amp.tagesspiegel.de/wirtschaft/ ... 06982.html Da kann China nicht mehr mithalten. Die haben ja im gesamten letzten Jahr gerade mal Waren im Wert von 130 Mrd $ aus den USA importiert, aber Waren im Wert von 505 Mrd $ in die USA exportiert. Bei diesem extremen Mißverhältnis wird den Chinesen gar nichts anderes übrig bleiben als Trump massiv entgegenzukommen.


Das muss es auch nicht. China wird asymetrisch antworten, wie sie es das schon im ersten Schritt getan haben.

Zb. Zölle auf US-Elektroautos bedeutet systematische Schwächung der USA in einem Zukunftsfeld. Da spielt der aktuelle Umfang kaum eine Rolle, sondern es geht um den Zugang zum weltgrößten Automarkt.

Dazu kommt, dass die Bedeutung des Exports generell und speziell der Export gen USA in seiner Wichtigkeit maßlos übertrieben dargestellt wird. Der Anteil dieser 505 Mrd am BIP von China beträgt gerade mal noch etwas mehr als 3%. Bei Russland hießt es seinerzeit bei ähnlichen Werten, dass das für Dtl. gut zu handhaben wäre. Der Gesamtexport Chinas bewegt sich zw. 20 und 10% am BIP.

Sprich die Chinesen müssen Trump nicht wegen wirtschaftlicher Zwänge entgegenkommen und aus Imagegründen spricht auch vieles dafür, dass sie das nur tun, wenn die Gegenleistungen stimmen.
Am Ende passen viele Interessen gut zusammen. Die USA und Südkorea haben gerade angekündigt ein Manöver ausfallen zu lassen. Das wird China schon ein paar Symbolgesten für Trump wert sein...
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Re: Handelskrieg

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Di 19. Jun 2018, 12:12

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Jun 2018, 13:06)

Du meinst, um 12 % Zoll auf US-Weintrauben beispielsweise auf 6 % zu senken müsste die Staatsverschuldung angehoben werden ?


Es geht natürlich nicht um Zölle, sondern um den Ausgleich der Handelsbilanz (Leistungsbilanz um genau sein). Und da ist natürlich die Staatsverschuldung ein probates Mittel. Um nichts anderes geht es Trump ja. Was er letztendlich kritisiert ist ja, dass sich die USA verschulden und damit den Exportüberschuss von Deutschland finanzieren.
Wohl gemerkt, das betrifft die Kritik am Handelsbilanzüberschuss von Deutschland.

In Beezug auf China liegt die Kritik wohl eher auf den Subventionen.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Di 19. Jun 2018, 13:18

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Jun 2018, 12:33)

Mir ging es ja weniger um die Thesen Flassbecks als vielmehr um seinen Hinweis auf Obama und Clinton. Wenn die Leute "Trump" hören, schalten sie sich kategorisch ab, wenn sie aber "Obama" hören, sind sie wieder wach. ;)
Da sieht man mal, was bereits wenige Buchstaben in der Politik ausmachen können.
Abgesehen davon gibt es so einige, die Investitionen in Infrastruktur für notwendig halten oder auch weniger auf den Handelsüberschuss starren als vielmehr auf die Konsumkraft.


Eben. Man sollte sich darauf einigen, die Zölle anzugleichen und die Sicherheitsarchitektur auf die gemeinsamen Interessen festzurren.
Darüber hinaus wäre noch eine Übereinstimmung in der Iran- und Nahost-Politik zu empfehlen.

Ob Trump da mitmacht, wenn auch noch andere mitbestimmen? ;)
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 19. Jun 2018, 13:55

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Jun 2018, 12:31)

Naja ... Walmart ist in Deutschland wohl kein Thema. Vor allem wenn man ich ansieht, wie viele Filialen z.B. Aldi in den USA hat.

Wal-Mart ist aber seit vielen Jahren ein Problem für vornehmlich amerikanische Erzeuger. Die haben die Firmenchefs einzeln vorgeladen in ihre Zentrale und die Preise diktiert die Wal-Mart zu zahlen bereit ist. Und wre da nicht mithalten konnte wurde durch ausländische Konkurrenz ersetzt. Dem konnten sicher gerade mal die Konzerne widersetzen die selber ausreichend Marktmacht besaßen. Diese Praktiken sind alle gut dokumentiert. Das angelsächsische Verständnis von Marktwirtschaft zeigt da sein finsteres Gesicht.

Ich denke nicht dass Zölle die Konzerne dazu bringen diese Praktiken zu ändern. Denn auch wenn Firmen wie eben Wal-Mart das System exzessiv mißbrauchten ist es im Prinzip unverzichtbar. Der amerikanische Staat müsste wirklich intelligente Wege finden um nur die Firmen zu strafen die die Marktregeln massiv zu ihren Gunsten verbiegen.

Es gibt auch Firmen wie Apple die in China produzieren lassen . Die große Wertschöpfung aber findet bei Apple statt. China profitiert viel weniger weil so viele Teile für ein Apple-Produkte im Ausland zugekauft werden müssen.

Beim iPhone handelt es sich nicht um ein komplett in China aus chinesischen Komponenten hergestelltes Produkt. Es wird dort eigentlich nur aus zahlreichen global eingekauften Bauteilen zusammengesetzt – was in den USA deutlich teurer wäre. Abgesehen von wenigen chinesischen Bauteilen bekommen Apples Herstellerfirmen wie Foxconn für dieses Assemblieren etwa 8 bis 15 Dollar pro iPhone. Weit höhere Beträge gehen dagegen an die Hersteller der vielen Bauteile. Besonders wertvoll sind laut Analysefirmen wie IHS etwa die Displays, die von den koreanischen Firmen LG und Samsung stammen. Aus Japan wird der teure Speicher bezogen, aus Europa ebenfalls einige Bauteile, nicht zu vergessen das Modem der US-Firma Qualcomm. Ein Großteil der Wertschöpfung erfolgt ja in den USA aber über die Entwicklung, Forschung, Werbung und Vertrieb – so kostet das iPhone X ja vielleicht 400 Dollar in der Herstellung, wird aber für 1150 Dollar in den USA verkauft. Dabei wird es nach unserer Meinung noch einmal komplizierter, wenn man die von Apple selbst hergestellten Komponenten wie die CPU in dieser Rechnung auftauchen sollen.
https://www.macwelt.de/a/iphones-aus-ch ... ht,3438752
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Jun 2018, 13:59

zollagent hat geschrieben:(19 Jun 2018, 14:18)

Ob Trump da mitmacht, wenn auch noch andere mitbestimmen? ;)

Man muss es eben so machen, dass eine Negation nicht vermittelbar wäre.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Di 19. Jun 2018, 14:01

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Jun 2018, 14:59)

Man muss es eben so machen, dass eine Negation nicht vermittelbar wäre.

Bei allem Verständnis, Trump ist nicht argumentativ oder logisch beizukommen. Der ist die Negation persönlich. Und dabei ist ihm völlig wurscht, wem was vermittelt werden soll. ;)
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Jun 2018, 14:03

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Jun 2018, 13:12)

Es geht natürlich nicht um Zölle, sondern um den Ausgleich der Handelsbilanz (Leistungsbilanz um genau sein). Und da ist natürlich die Staatsverschuldung ein probates Mittel. Um nichts anderes geht es Trump ja. Was er letztendlich kritisiert ist ja, dass sich die USA verschulden und damit den Exportüberschuss von Deutschland finanzieren.
Wohl gemerkt, das betrifft die Kritik am Handelsbilanzüberschuss von Deutschland.

Den Vorschlag, die Zölle abzuschaffen, könnte man aufgreifen.
Trump schlägt zollfreie G7-Zone vor
https://www.mdr.de/nachrichten/wirtscha ... n-100.html

In Beezug auf China liegt die Kritik wohl eher auf den Subventionen.

Die Subventionen hatte Macron auch schon bemängelt.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Jun 2018, 14:04

zollagent hat geschrieben:(19 Jun 2018, 15:01)

Bei allem Verständnis, Trump ist nicht argumentativ oder logisch beizukommen. Der ist die Negation persönlich. Und dabei ist ihm völlig wurscht, wem was vermittelt werden soll. ;)

Er wird aber Wähler brauchen. Und im November ist bereits irgendeine wichtige Wahl.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon zollagent » Di 19. Jun 2018, 14:25

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Jun 2018, 15:04)

Er wird aber Wähler brauchen. Und im November ist bereits irgendeine wichtige Wahl.

Da wird er wieder Sprüche machen. Wie sein Klientel anzusprechen ist, weiß er ja.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Kölner1302 » Di 19. Jun 2018, 14:38

So nun ist die erste Stufe der weltweiten Wirtschaftskrise gestartet. Die Börsenkurse sacken weltweit ab wegen des Proktionismus: China - 4 %, Deutschland und Japan -2 %, US-Börse hat noch nicht geöffnet, aber man darf gespannt sein...
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 19. Jun 2018, 14:43

Kölner1302 hat geschrieben:(19 Jun 2018, 15:38)

So nun ist die erste Stufe der weltweiten Wirtschaftskrise gestartet. Die Börsenkurse sacken weltweit ab wegen des Proktionismus: China - 4 %, Deutschland und Japan -2 %, US-Börse hat noch nicht geöffnet, aber man darf gespannt sein...

1929. Trump hat es geschafft. Weltwirtschaftskrise. Inflation. Depression. Weltkrieg. Das letzte Jahrhundert wiederholt sich. Irgendwie taucht immer ein Irrer auf der die Welt in den Abgrund reißt.
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Re: Handelskrieg

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 19. Jun 2018, 14:46

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Jun 2018, 15:03)

Den Vorschlag, die Zölle abzuschaffen, könnte man aufgreifen.
https://www.mdr.de/nachrichten/wirtscha ... n-100.html


Die Subventionen hatte Macron auch schon bemängelt.


Das war kein Vorschlag. Er hat einfach was in den Ring geworfen. Hat aber nicht geklappt. Also vergiss es.
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