Gemeinwohlökonomie

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Sorgenking
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Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Sorgenking » Mo 19. Mär 2018, 13:13

So auf ein neues, ich hoffe das ich jetzt die Mindestanforderungen erfüllen kann.
Mich würde interessieren, wie hier im Forum die Gemeinwohlökonomie bewertet wird. ISt sie eine alternative zur aktuellen sozialen MW? Kann man das flächendeckend überhaupt umsetzen? Ist es überhaupt erwünschenswert?

Ich finde dass dies ein sehr interessanter Ansatzpunkt ist.
Fakt ist, dass es vorallem 2 große Probleme an einer MW gibt. Die steigende Ungleichheit & die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen. Ob eine soziale MW die Ungleichheit schon am besten bekämpft ist sicherlich schwierig zu beurteilen. Allerdings bin ich der Meinung, dass eine GWÖ hier noch deutlich mehr erreichen könnte, durch begrenzung der Managergehälter oder einen höheren Mindestlohn. Ob es allerdings funktioniert, wenn jedes Unternehmen nach diesen Prinzipien wirtschaftet ist sicherlich eine empirisch zu beantwortende Frage.
Aktuell wird es ja in der GWÖ so gehandhabt, dass die Unternehmen die ein gutes Ranking erzielen, steuerliche Vergünstigungen erhalten und dementsprechen mehr verkaufen können. Auch hier stellt sich die Frage, wie macht man so eine Berwertung wirklich gerecht und unabhängig von Schmiergeldern?
Geht man weg vom sozialen Aspekt, wird denke ich deutlich,d ass eine Art GWÖ sehr wohl nötig ist. Suffizienz ist einer der wichtigsten Begriffe der Zukunft. Wenn man so weiter macht wie bisher, ist der Planet irgendwann leer. Deshalb muss gerade hier ein Umdenken irgendwann einsetzen und da wäre eine GWÖ einer der interessantesten Ansatzpunkte.
Seine Berechtigung hat die GWÖ aufjedenfall, alleine um Alternativen aufzuzeigen und zum Nachdenken anzuregen, aber ist sie wirklich als Wirtschaftssystem möglich und wünschenswert?

https://www.youtube.com/watch?v=c76ryayERaI&t=1s
https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinwohl-%C3%96konomie
https://www.ecogood.org/de/
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 19. Mär 2018, 13:23

Weil du Gehälter ansprichst. Was die Einkommensverteilung angeht, ist die im internationalen Vergleich Deutschland eher wenig ungleich. Da gibt's nur wenige Länder, die eine ähnlich ungleiche Verteilung haben. Und ansonsten verstehe ich noch nicht, worauf du hinaus willst. Uns geht's doch gut.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Sorgenking » Mo 19. Mär 2018, 13:35

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Mar 2018, 13:23)

Weil du Gehälter ansprichst. Was die Einkommensverteilung angeht, ist die im internationalen Vergleich Deutschland eher wenig ungleich. Da gibt's nur wenige Länder, die eine ähnlich ungleiche Verteilung haben. Und ansonsten verstehe ich noch nicht, worauf du hinaus willst. Uns geht's doch gut.


Deshalb finde ich die soziale MW ja auch nicht schlecht, ich denke nur das es noch besser gehen könnte.
Wen meinst du denn mit uns? Ich denke nicht jedem in Deutschland geht es gut und das ist doch schonmal ein Ansatzpunkt.
Außerdem geht es hier mehr um diese neue Wirtschaftsform und mich interessiert einfach was andere davon halten.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 19. Mär 2018, 14:27

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 13:35)

Ich denke nicht jedem in Deutschland geht es gut


Objektiv betrachtet geht es jedem in Deutschland gut. Selbst wer in Deutschland an der "Armutsgrenze" lebt, hat weltweit einen Standard der über dem liegt, den 90% der Menschheit hat bat.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Sorgenking » Mo 19. Mär 2018, 14:55

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Mar 2018, 14:27)

Objektiv betrachtet geht es jedem in Deutschland gut. Selbst wer in Deutschland an der "Armutsgrenze" lebt, hat weltweit einen Standard der über dem liegt, den 90% der Menschheit hat bat.


Umso erschreckender für die 90%.
Nur weil es anderen noch schlechter geht, muss die eigenen Situation ja nicht gleich gut sein oder?
Außerdem geht diese Diskussion vollends am Thema vorbei.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 19. Mär 2018, 14:57

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 14:55)

Nur weil es anderen noch schlechter geht, muss die eigenen Situation ja nicht gleich gut sein oder?


Woran macht man denn sonst fest, ob es jemanden "gut" geht?
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Sorgenking » Mo 19. Mär 2018, 15:01

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(19 Mar 2018, 14:57)

Woran macht man denn sonst fest, ob es jemanden "gut" geht?


Wenn man seine Bedürfnisse bestmöglich oder zumindest ausreichend befriedigen kann.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 19. Mär 2018, 15:47

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 15:01)

Wenn man seine Bedürfnisse bestmöglich oder zumindest ausreichend befriedigen kann.


auch das funktioniert nur in der Relation zu anderen ...
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon franktoast » Mo 19. Mär 2018, 16:18

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 15:01)

Wenn man seine Bedürfnisse bestmöglich oder zumindest ausreichend befriedigen kann.

blub
Das kann ja viel bedeuten. Also ich bedarf einen Privatjet und einem Schloss. Eigentlich will ich deutlich mehr, aber das würde mich zumindest ausreichend befriedigen.

Diese 90% sind fast alle besser dran als 99% vor 500 Jahren. Ich meine, wenn eine Bevölkerung wächst. Vor 500 Jahren und die 10 000 Jahre davor gab es praktisch kein Bevölkerungswachstum, weil die Bevölkerung schlichtweg zu arm war.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Sorgenking » Mo 19. Mär 2018, 16:26

franktoast hat geschrieben:(19 Mar 2018, 16:18)

blub
Das kann ja viel bedeuten. Also ich bedarf einen Privatjet und einem Schloss. Eigentlich will ich deutlich mehr, aber das würde mich zumindest ausreichend befriedigen.

Diese 90% sind fast alle besser dran als 99% vor 500 Jahren. Ich meine, wenn eine Bevölkerung wächst. Vor 500 Jahren und die 10 000 Jahre davor gab es praktisch kein Bevölkerungswachstum, weil die Bevölkerung schlichtweg zu arm war.


Trotzdem muss diese Entwicklung ja noch nicht das Nonplusultra sein. Es gibt immer noch Menschen, die auch in Deutschland am Kulutrellen Leben nicht teilhaben können oder noch schlimmer, sich nichtmal die Basics wie Essen oder eine schöne Wohnung leisten können.
Im finde ich die GWÖ vorallem im Hinblick auf die Suffizienz sehr wichtig!
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon franktoast » Mo 19. Mär 2018, 16:53

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 16:26)

Trotzdem muss diese Entwicklung ja noch nicht das Nonplusultra sein. Es gibt immer noch Menschen, die auch in Deutschland am Kulutrellen Leben nicht teilhaben können oder noch schlimmer, sich nichtmal die Basics wie Essen oder eine schöne Wohnung leisten können.
Im finde ich die GWÖ vorallem im Hinblick auf die Suffizienz sehr wichtig!

Ja ok. wie ist das bei der GWÖ. Unternrehmen bekommen eine Steuervergünstigung. Wer bestimmt das und wie legt man das fest? Lobbyisten?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Skull » Mo 19. Mär 2018, 17:00

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 16:26)

oder noch schlimmer, sich nichtmal die Basics wie Essen oder eine schöne Wohnung leisten können.

Ich finde es übrigens normal, das sich eine Menge Menschen keine SCHÖNE Wohnung leisten oder leisten können.
"Schöne" Wohnungen, gerade in Bezug auf Lage und Aussicht sind begrenzt. :)

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 15:01)

Wenn man seine Bedürfnisse bestmöglich oder zumindest ausreichend befriedigen kann.

Eines der wesentlichen Dinge über Menschen und deren wirtschaften ist,
das die Bedürfnisse der Menschen deren tatsächliche Befriedigung übersteigen.

Ich kenne kaum jemanden deren "umfassende" Bedürfnisse eben auch umfassend befriedigt werden können.
Die meisten Menschen streben nach mehr, als deren Situation gewährt.

mfg
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Sorgenking » Mo 19. Mär 2018, 17:13

franktoast hat geschrieben:(19 Mar 2018, 16:53)

Ja ok. wie ist das bei der GWÖ. Unternrehmen bekommen eine Steuervergünstigung. Wer bestimmt das und wie legt man das fest? Lobbyisten?


Jedes Unternehmen erstellt seine Gemeinwohlbilanz, welche dann von externen geprüft wird und dann veröffentlicht werden kann.
Das Unternehmen die da die besten Punktergebnisse haben, am Ende wirtschaftliche Vorteile haben. Dies ist zumindest das Ziel, umgesetzt wird das noch nicht.
Das größte Problem sehe ich auch, wie man die Überprüfung gestaltet. Solang dies aber sehr Transparent ausfällt, bin ich der Meinung, dass dies gut klappen kann. Man braucht aber zwingend noch eine weitere Kontrollinstanz für die Kontrolle. Also quasi 2 unabhängige Kontrollinstanzen.

Skull hat geschrieben:(19 Mar 2018, 17:00)

Ich finde es übrigens normal, das sich eine Menge Menschen keine SCHÖNE Wohnung leisten oder leisten können.
"Schöne" Wohnungen, gerade in Bezug auf Lage und Aussicht sind begrenzt. :)


Eines der wesentlichen Dinge über Menschen und deren wirtschaften ist,
das die Bedürfnisse der Menschen deren tatsächliche Befriedigung übersteigen.

Ich kenne kaum jemanden deren "umfassende" Bedürfnisse eben auch umfassend befriedigt werden können.
Die meisten Menschen streben nach mehr, als deren Situation gewährt.

mfg


Der Mensch will immer mehr, trotzdem sollte man ja sicherstellen,dass er zumindest jeder eine gewisse Grundbasis bekommt.
Hat jetzt aber auch mit dem Thema nicht viel zu tuen. Es geht mir eher darum, dass die soziale MW nicht sozial gesehen das Nonplusultra ist. Gerade wenn es um begrenzung von Managergehältern geht oder einen höheren Mindestlohn, gibt es ja durchaus auch andere Modelle.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Skull » Mo 19. Mär 2018, 17:22

Du solltest Dir mal das GG (inhaltlich) grundsätzlich zu Gemüte führen.


Unser GG schützt das Individium VOR dem Staat.
Das Individuum ist NICHT der Erfüllungsgehilfe DES Staates.


Dieses einmal zur Grundsätzlichkeit. :)

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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon jorikke » Mo 19. Mär 2018, 17:41

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 17:13)

Jedes Unternehmen erstellt seine Gemeinwohlbilanz, welche dann von externen geprüft wird und dann veröffentlicht werden kann.
Das Unternehmen die da die besten Punktergebnisse haben, am Ende wirtschaftliche Vorteile haben. Dies ist zumindest das Ziel, umgesetzt wird das noch nicht.
Das größte Problem sehe ich auch, wie man die Überprüfung gestaltet. Solang dies aber sehr Transparent ausfällt, bin ich der Meinung, dass dies gut klappen kann. Man braucht aber zwingend noch eine weitere Kontrollinstanz für die Kontrolle. Also quasi 2 unabhängige Kontrollinstanzen.



Der Mensch will immer mehr, trotzdem sollte man ja sicherstellen,dass er zumindest jeder eine gewisse Grundbasis bekommt.
Hat jetzt aber auch mit dem Thema nicht viel zu tuen. Es geht mir eher darum, dass die soziale MW nicht sozial gesehen das Nonplusultra ist. Gerade wenn es um begrenzung von Managergehältern geht oder einen höheren Mindestlohn, gibt es ja durchaus auch andere Modelle.


Was für großartige Modelle sind denn notwendig um so banale Dinge wie Managergehälter und Mindestlohn zu regeln?
Ist Regelbedarf da, genügt ein einfaches Gesetz.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Wähler » Mo 19. Mär 2018, 17:43

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 17:13)
Jedes Unternehmen erstellt seine Gemeinwohlbilanz, welche dann von externen geprüft wird und dann veröffentlicht werden kann.
Das Unternehmen die da die besten Punktergebnisse haben, am Ende wirtschaftliche Vorteile haben. Dies ist zumindest das Ziel, umgesetzt wird das noch nicht.
Das größte Problem sehe ich auch, wie man die Überprüfung gestaltet. Solang dies aber sehr Transparent ausfällt, bin ich der Meinung, dass dies gut klappen kann. Man braucht aber zwingend noch eine weitere Kontrollinstanz für die Kontrolle. Also quasi 2 unabhängige Kontrollinstanzen.

Im Genossenschaftsrecht gibt es auch Gemeinnützigkeitsregeln. Die Bilanz wird vom Genossenschaftsverband geprüft.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon jorikke » Mo 19. Mär 2018, 18:27

Wähler hat geschrieben:(19 Mar 2018, 17:43)

Im Genossenschaftsrecht gibt es auch Gemeinnützigkeitsregeln. Die Bilanz wird vom Genossenschaftsverband geprüft.


Gemeinnützigkeitsregeln einer Genossenschaft sind die Regeln, die für die Mitglieder einer Genossenschaft gleiche Behandlung und gleichen Nutzen sicherstellen sollen. Regeln also, die für die Mitglieder gelten.
Führt übrigens immer mal wieder zu Zwistigkeiten mit den Finanzämtern, die Gemeinnützigkeit als Nutzen für alle auslegen und da einen Widerspruch zu den begrenzten Kreis der Nutznießer einer Genossenschaft sehen.

Mit dem Begriff Gemeinwohlbilanz kann ich nichts anfangen, wäre für eine unblumige Erklärung aber dankbar.
Für mich ist es eher ein Fall fürs Phrasenschwein.
Wenn überhaupt, kann nur eine Behörde, nicht aber ein Unternehmen selber eine ökonomische Nützlichkeit (um den Begriff Gemeinwohlbilanz zu vermeiden) feststellen.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Sorgenking » Mo 19. Mär 2018, 18:34

jorikke hat geschrieben:(19 Mar 2018, 17:41)

Was für großartige Modelle sind denn notwendig um so banale Dinge wie Managergehälter und Mindestlohn zu regeln?
Ist Regelbedarf da, genügt ein einfaches Gesetz.


Natürlich, die Frage ist, warum wird das nicht gemacht? Weil es die Politik nicht für nötig hält und wir in einer Plutokratie leben.
In einer GWÖ würde dies vermutlich freiwillig ohne Gesetze durchgesetzt. Weil es besser für die Unternehmen ist.
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Sorgenking » Mo 19. Mär 2018, 18:35

Skull hat geschrieben:(19 Mar 2018, 17:22)

Du solltest Dir mal das GG (inhaltlich) grundsätzlich zu Gemüte führen.


Unser GG schützt das Individium VOR dem Staat.
Das Individuum ist NICHT der Erfüllungsgehilfe DES Staates.


Dieses einmal zur Grundsätzlichkeit. :)

mfg


Die GWÖ ist wesentlich näher dran am GG, als unsere aktuelle Wirtschaftsform.
Nur mal so grundsätzlich:)
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Re: Gemeinwohlökonomie

Beitragvon Skull » Mo 19. Mär 2018, 19:17

Sorgenking hat geschrieben:(19 Mar 2018, 18:35)

Die GWÖ ist wesentlich näher dran am GG, als unsere aktuelle Wirtschaftsform.
Nur mal so grundsätzlich:)

Phrasen und Wünsche ersetzen keine tatsächlichen rechtlichen Betrachtungen.

Damit belasse ich es. :)

mfg
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