Verdi: Warnstreik noch im März?

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6% und mind. 200 Euro brutto mehr sind...

zu wenig
6
30%
angemessen
9
45%
etwas zu viel, Hälfte reicht
2
10%
viel zu hoch
1
5%
sonstiges -> Kommentar
2
10%
 
Abstimmungen insgesamt: 20
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frems
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Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon frems » Di 27. Feb 2018, 10:26

Kaum sind die Streikaktionen und Tarifverhandlungen der IG Metall (s. viewtopic.php?f=4&t=65404&p=4117627) vom Tisch, deuten sich die nächsten Auseinandersetzungen an. Diesmal betrifft es insb. öffentliche Einrichtungen und Unternehmen, deren Arbeitnehmer durch Verdi vertreten werden:
Frank Bsirske glaubt, dass im Öffentlichen Dienst deutlich mehr Lohn gezahlt werden muss. Wer ist der 66-Jährige und was steckt hinter seiner Forderung? [...] „Wir haben Festtagsstimmung in der deutschen Wirtschaft“, sagte Bsirske in einem Interview am Montag im ZDF. Der Öffentliche Dienst profitiere nicht von den „sprudelnden Steuereinnahmen“ des Staates.
http://www.augsburger-allgemeine.de/wir ... 34706.html

Nach einer ergebnislosen ersten Runde der Tarifverhandlungen für die 2,3 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für März Warnstreiks angekündigt. Ein Arbeitgeberangebot war ausgeblieben. [...] Die Gewerkschaften fordern ein Lohnplus von sechs Prozent, für die unteren Lohngruppen jedoch monatlich mindestens 200 Euro mehr. Die Arbeitgeber lehnen dies als zu hoch ab. [...] Die Gewerkschaften verhandeln unter anderem für Erzieher und Sozialarbeiter, Mitarbeiter von Müllabfuhr, Straßenreinigung, Krankenhäusern und Stadtverwaltungen, Feuerwehrleute und Bundespolizisten.
https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag ... ienst.html

"Sechs Prozent ist viel zu viel", entgegnete VKA-Chef Böhle. Den Mindestbetrag lehnt die VKA komplett ab. Die unteren Lohngruppen würden im Vergleich ohnehin schon besser bezahlt. "Der Mindestbetrag führt dazu, dass den Kommunen Dienstleistungen wegbrechen, befördert Outsourcing, befördert die Gründung von Tochtergesellschaften und ähnliches, was wir eigentlich nicht wollen", sagte Böhle.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 95559.html

Rechnet Ihr damit, dass es zu größeren Streikaktionen kommen kann? Und sind die 200 Euro, die bspw. für Pflegehilfskräfte gerne eine Lohnsteigerung (brutto) von über 10% bedeuten können, für zu hoch und seht die Gefahr, dass öffentliche Dienstleistungen zunehmend outgesourct werden? Und haltet Ihr die Forderung von 6%, die erfahrungsgemäß am Ende bei der Hälfte landen könnte, für angemessen? Oder verdienen die Angestellten bereits genug und man muss sich nicht sorgen, gute Fachkräfte zu finden? Und ist so ein Prozent-Gießkannenprinzip, wo -- von den 200 Euro Mindestbetrag abgesehen -- die höheren Lohngruppen am meisten Geld extra erhalten würden, sinnvoll?
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon relativ » Di 27. Feb 2018, 10:59

frems hat geschrieben:(27 Feb 2018, 10:26)

Kaum sind die Streikaktionen und Tarifverhandlungen der IG Metall (s. viewtopic.php?f=4&t=65404&p=4117627) vom Tisch, deuten sich die nächsten Auseinandersetzungen an. Diesmal betrifft es insb. öffentliche Einrichtungen und Unternehmen, deren Arbeitnehmer durch Verdi vertreten werden:

Rechnet Ihr damit, dass es zu größeren Streikaktionen kommen kann? Und sind die 200 Euro, die bspw. für Pflegehilfskräfte gerne eine Lohnsteigerung (brutto) von über 10% bedeuten können, für zu hoch und seht die Gefahr, dass öffentliche Dienstleistungen zunehmend outgesourct werden? Und haltet Ihr die Forderung von 6%, die erfahrungsgemäß am Ende bei der Hälfte landen könnte, für angemessen? Oder verdienen die Angestellten bereits genug und man muss sich nicht sorgen, gute Fachkräfte zu finden? Und ist so ein Prozent-Gießkannenprinzip, wo -- von den 200 Euro Mindestbetrag abgesehen -- die höheren Lohngruppen am meisten Geld extra erhalten würden, sinnvoll?

1. Aus Erfahrung weiss man doch, daß die ersten Forderungen und Angebote sowieso nicht ausgehandelt werden, also ist die Frage zu hoch oder nicht, eher uninteressant.
2.Die Angestellten im öffenlichen Dienst verdienen vergleichsweise schon immer weniger als Angesetllte in der freien Wirtschaft , ausgenommen mittlerweile, bzw. seit Schröder in den niedrig qualifizierten Berufen.
3. Daher wird es für den öffenlichen Dienst immer schwerer gutes qualifiziertes Personal zu finden
4. Es wird im öffentlichen Dienst ja schon über Jahrzehnte outgesourct, egal wie hoch der Abschluss der Tarifgemeinschaften auch war.
5. Bei den Pflegekräften kommt ja noch ein besonderes Hindernis dazu, die möglichen Lohnsteigerungen werden ja bis jetzt von den Versicherten getragen und da tun sich natürlich alle schwer Erhöhungen bei diesem Betrag mit zu tragen
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon frems » Mi 14. Mär 2018, 15:29

Mal sehen, was sie sich genau einfallen lassen.

Massive Warnstreiks vor Ostern angekündigt
Im Tarifstreit um den öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften massive Warnstreiks noch vor Ostern angekündigt. Verdi-Chef Frank Bsirske sagte am Dienstag in Potsdam, die Ausstände sollten in der gesamten Breite des betroffenen öffentlichen Dienstes der Kommunen und des Bundes stattfinden.

http://www.maz-online.de/Nachrichten/Wi ... gekuendigt

Verdi kündigt Warnstreiks im öffentlichen Dienst an
Auch in der zweiten Tarifrunde des öffentlichen Dienstes sind Gewerkschaften und Arbeitgeber nicht weitergekommen. Daher drohen nun Warnstreiks, zum Beispiel an Kitas, aber auch an Flughäfen. Und das schon recht bald, sagt Verdi-Chef Frank Bsirske.

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag ... ks-an.html
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 15:39

frems hat geschrieben:(14 Mar 2018, 15:29)

Mal sehen, was sie sich genau einfallen lassen.

Da wird es hier wieder ne Menge user mit Schnappatmung geben. ;)
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon frems » Mi 14. Mär 2018, 15:47

relativ hat geschrieben:(14 Mar 2018, 15:39)

Da wird es hier wieder ne Menge user mit Schnappatmung geben. ;)

Wenn mein Flieger in zehn Tagen ausfällt, gehöre ich auch dazu. :p
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon relativ » Mi 14. Mär 2018, 15:49

frems hat geschrieben:(14 Mar 2018, 15:47)

Wenn mein Flieger in zehn Tagen ausfällt, gehöre ich auch dazu. :p

Oder die Bahn. Ich weiss daher ja meine Luftmine :D
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon Kamikaze » Mi 14. Mär 2018, 16:41

Angesichts einer brummenden Wirtschaft und sprudelnden Steuereinnahmen, gepaart mit einem Mangel an qualifiziertem Personal im ÖD habe ich ein zwiegespaltenes Verhältnis zur 6%-Forderung:
Einerseits bedeuten pauschale Prozent-Abschlüsse automatisch ein weiteres auseinanderklaffen der Bezüge von hohen und niedrigen Einkommensgruppen.
6% von 1500€ sind nun mal weniger als 6% von 4500€.
Da halte ich die 200€ Mindesterhöhung für einen Schritt in die richtige Richtung, wobei auch das sicher nicht das Ideal abbildet. Ich persönlich wäre ein Freund von generellen Pauschal-Erhöhungen.
Mit Outsourcing zu drohen halte ich auch für scheinheilig, da im ÖD schon seit Jahren alles Outgesourct wird, was unpopulär und/oder unrentabel ist.
Auch die Automatisierung macht vor dem ÖD nicht halt - egal wie die Verhandlungsergebnisse und -Forderungen aussehen.
Ich bin der Meinung, dass der ÖD ein wichtiger Stützpfeiler für das Funktionieren der Gesellschaft ist. Das sollte auch entsprechend honoriert werden.
Dass ein Alten- und Krankenpfleger (ein nachweislich drastisch unterbesetztes Berufsfeld mit körperlich und geistig anspruchsvoller Arbeit) nur ca. 2100€/Monat Brutto(!) verdient (>Link<), empfinde ich das als nicht angemessen.
Wenn es dadurch für Arbeitgeber interessant wird, Dienstleistungen zu automatisieren, dann sei es so. Ein Freibrief zum Verharren in der Vergangenheit sollte ein Job im ÖD nicht sein.
Outsourcing wird übrigens inzwischen immer öfter auch "zurückgebaut", weil es oft genug einfach nicht funktioniert (wobei das rechtlich wohl ein ziemlicher Akt ist). Insbesondere gilt das für Projekte, die nur Zuschuss-Finanziert funktionieren können, wie z.B. Schwimmbäder, kleinere Sportstadien, etc.
Dazu kommt, dass Polizei und Feuerwehr aktuell Unsummen an Überstunden vor sich her schieben, weil es nicht genug Kollegen gibt. Um hier attraktiver zu werden ist also eine ordendliche Erhöhung der Bezüge dringend geboten. Gerade für diesen Personenkreis halte ich 6% für klar zu wenig. (Wäre doch schade, wenn es brennt und keiner kommt...)
Wer viel kluges sagt ist klug,
wer zuhört ist weise.
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon frems » Mi 14. Mär 2018, 17:23

relativ hat geschrieben:(14 Mar 2018, 15:49)

Oder die Bahn. Ich weiss daher ja meine Luftmine :D

Was ich als Außenstehender, der die Verhandlungen nur aus der Presse kennt, aber etwas kurios finde: die Arbeitgeberverbände haben nun mehrmals mitgeteilt, dass ihnen die Forderung zu hoch ist, insb. der Mindestbetrag von 200 Euro. Nun gab's die zweite Verhandlungsrunde, die wohl zwei Tage ging. Und bis heute haben besagte Verbände gar keinen Vorschlag bzw. ein eigenes Angebot vorgelegt. Wie es ein Leser bei der ZEIT veranschaulichend schrieb:

Gewerkschaft: Wir wollen sechs Prozent!

Arbeitgeber: Viel zu viel! Unbezahlbar!

Gewerkschaft: Ok, was habt ihr euch vorgestellt?

Arbeitgeber: Sagen wir nicht!

http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-03/t ... d-18706152
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon jorikke » Mi 14. Mär 2018, 20:58

Ein Sockelbetrag für die unteren Lohngruppen, der über der ausgehandelten prozentualen Erhöhung liegt, ist auf jeden Fall gerechtfertigt.
Beispiel:
A hat 2000,-
B hat 4000,-
Die Differenz beträgt 2000,-
Nach einer angenommenen Lohnerhöhung von 10% hat:
A 2200,-
B 4400,-
Die Differenz beträgt dann 2200,- und die Schere zwischen Gering-u. Besserverdienenden hätte sich weiter geöffnet.
Das kann ja wohl kein gewerkschaftliches Ziel sein.
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon relativ » Do 15. Mär 2018, 00:27

frems hat geschrieben:(14 Mar 2018, 17:23)

Was ich als Außenstehender, der die Verhandlungen nur aus der Presse kennt, aber etwas kurios finde: die Arbeitgeberverbände haben nun mehrmals mitgeteilt, dass ihnen die Forderung zu hoch ist, insb. der Mindestbetrag von 200 Euro. Nun gab's die zweite Verhandlungsrunde, die wohl zwei Tage ging. Und bis heute haben besagte Verbände gar keinen Vorschlag bzw. ein eigenes Angebot vorgelegt. Wie es ein Leser bei der ZEIT veranschaulichend schrieb:


http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-03/t ... d-18706152

Diese Taktik einiger Arbeitgeberverbände kann man schon seit einigen Jahren beobachten. Ich habe die Vermutung, daß sie somit Streiks provozieren wollen, um dann die öffentliche Meinung gegen die Gewerkschaften zu lenken. Hat ja z.B. bei der Bahn und bei andere Gelegenheiten im öffentlichen Dienst auch funktioniert. Somit schwächt man gleichzeitig die Gewerkschaften. Ziemlich perfide falls dieser Verdacht zutrifft, aber die Indizien sind m.M. schon erdrückend.
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon Boraiel » Do 15. Mär 2018, 22:56

frems hat geschrieben:(14 Mar 2018, 17:23)

Was ich als Außenstehender, der die Verhandlungen nur aus der Presse kennt, aber etwas kurios finde: die Arbeitgeberverbände haben nun mehrmals mitgeteilt, dass ihnen die Forderung zu hoch ist, insb. der Mindestbetrag von 200 Euro. Nun gab's die zweite Verhandlungsrunde, die wohl zwei Tage ging. Und bis heute haben besagte Verbände gar keinen Vorschlag bzw. ein eigenes Angebot vorgelegt. Wie es ein Leser bei der ZEIT veranschaulichend schrieb:


http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-03/t ... d-18706152

Was werden sich die Arbeitgeber wohl vorgestellt haben?
Nix. Alternativ: Maximal den Inflationsausgleich. :D
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Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon rain353 » Fr 16. Mär 2018, 01:58

Ich sehe den Streik vor allem gegen die eigene Kundschaft gerichtet....
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon relativ » Fr 16. Mär 2018, 09:08

rain353 hat geschrieben:(16 Mar 2018, 01:58)

Ich sehe den Streik vor allem gegen die eigene Kundschaft gerichtet....

Was stellst du dir denn vor, wie so ein Streik ablaufen muesste um seinen Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen?
Zuletzt geändert von relativ am Fr 16. Mär 2018, 13:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon rain353 » Fr 16. Mär 2018, 12:55

relativ hat geschrieben:(16 Mar 2018, 09:08)

Was stllst du dir denn vor, wie so ein Streik ablaufen muesste um seinen Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen?


Der Streik gegen Erhards Aufhebung der Preisbindung hat sich auch als falsch erwiesen, da er sich bewusst war, dass er dem sozialen Frieden nur mithilfe einer Marktwirtschaft gewährleisten könnte...
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon relativ » Fr 16. Mär 2018, 13:30

rain353 hat geschrieben:(16 Mar 2018, 12:55)

Der Streik gegen Erhards Aufhebung der Preisbindung hat sich auch als falsch erwiesen, da er sich bewusst war, dass er dem sozialen Frieden nur mithilfe einer Marktwirtschaft gewährleisten könnte...

Willst du meine Frage noch beantworten?
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon rain353 » Fr 16. Mär 2018, 14:55

relativ hat geschrieben:(16 Mar 2018, 13:30)

Willst du meine Frage noch beantworten?


Die können doch erstmal die Tarifverhandlungen abwarten, sonst sind die Gewerkschaftler der Genossenschaft so stolz auf ihre Sozialpartnerschaft, die sie selbst doch immer oft loben...
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon relativ » Fr 16. Mär 2018, 16:20

rain353 hat geschrieben:(16 Mar 2018, 14:55)

Die können doch erstmal die Tarifverhandlungen abwarten, sonst sind die Gewerkschaftler der Genossenschaft so stolz auf ihre Sozialpartnerschaft, die sie selbst doch immer oft loben...

Auf was sollen die denn warten? Es gab ja schon Verhandlungen aber eben kein Angebot der Arbeitgeber. Welche Gewerkschaft macht den vor der ersten Verhandlung schon Warnstreiks?
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon rain353 » Fr 16. Mär 2018, 16:50

relativ hat geschrieben:(16 Mar 2018, 16:20)

Auf was sollen die denn warten? Es gab ja schon Verhandlungen aber eben kein Angebot der Arbeitgeber. Welche Gewerkschaft macht den vor der ersten Verhandlung schon Warnstreiks?


Ein Streik findet eben während den Verhandlungen statt..... Aber in anderen Orten ist Verdi ganz abgehauen... Die wollen doch nur das beste der Belegschaft, ihr Geld(DIESE GENOSSENSCHAFT)..
Deswegen und nur deswegen treten immer mehr aus der Gewerkschaft aus..
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon frems » Mi 21. Mär 2018, 11:21

Zu 200 Kilometern Stau ist es in NRW am Morgen gekommen, weil Busse und Bahnen bestreikt werden. Beschäftigte des öffentlichen Dienstes fordern sechs Prozent mehr Lohn.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-03/t ... enst-verdi

In Hamburg soll heute auch gestreikt werden. Habe Mut noch nicht gehört, welche Unternehmen und Behörden anfangen. Stadtreinigung soll aber wahrscheinlich sein.
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Re: Verdi: Warnstreik noch im März?

Beitragvon relativ » Mi 21. Mär 2018, 11:33

rain353 hat geschrieben:(16 Mar 2018, 16:50)

Ein Streik findet eben während den Verhandlungen statt..... Aber in anderen Orten ist Verdi ganz abgehauen... Die wollen doch nur das beste der Belegschaft, ihr Geld(DIESE GENOSSENSCHAFT)..
Deswegen und nur deswegen treten immer mehr aus der Gewerkschaft aus..

Die Aussage ist so formuliert Komplett und Grundfalsch.
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