Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

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Maltrino
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Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Maltrino » Di 13. Feb 2018, 23:27

Also ich hör ja, inzwischen eigentlich von fast jeder Partei, dass "gute Wirtschaftspolitik" eine "Kernkompetenz" ist. Auffällig ist, dass kaum noch jemand darüber redet was genau damit gemeint ist. Bevor ich hier lange rede: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"? Und jetzt bitte nicht mit Schlagworten kommen sondern immer erklären was dahinter steht.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Gody
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Gody » Mi 14. Feb 2018, 07:27

Es kommt natürlich auf die Sichtweise an. Aus der Sichtweise unsere Neoliberalen Regierungsparteien sind es dinge wie Steuergeschenk für reiche und Unternehmen. Es ist genauso eine Floskel wie dieser Partei der Mitte Blödsinn. Die Mehrheit weis das sie davon nichts zu erwarten hat daher redet auch niemand darüber.
Egal wie tief man die Messlatte des geistigen Verstandes eines Menschen legt..es gibt jeden Tag jemanden, der bequem darunter durchlaufen kann!
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Wähler » Mi 14. Feb 2018, 08:17

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/w ... -1.3865499
SZ 13. Februar 2018 Aber macht die große Koalition den Unternehmen wirklich das Leben schwerer?
Die zwei Milliarden Euro für den Ausbau der Ganztagsbetreuung in den Grundschulen kommen auch den Unternehmen zugute: Mütter und Väter können dann eher in Vollzeit arbeiten - in Zeiten des Fachkräftemangels sehr im Sinne der Wirtschaft.

Die Bauwirtschaft darf sich über den Koalitionsvertrag freuen - schon wegen der zwei Milliarden Euro, die der Bund für den sozialen Wohnungsbau bereitstellen will. Auch der geplante Zuschuss für bauwillige junge Familien, das "Baukindergeld", dürfte die gute Baukonjunktur weiter anheizen. Insgesamt 1,5 Millionen Wohnungen soll die "Wohnraumoffensive" der neuen Regierung schaffen.

Der Abbau des Soli beginnt 2021, in einem ersten Schritt sollen die unteren 90 Prozent der Soli-Zahler von der Sonderabgabe befreit werden.

Auf der Habenseite kann die Wirtschaft die steuerliche Forschungsförderung für kleine und mittlere Firmen verbuchen. Außerdem: Gründer sollen in den ersten beiden Jahren von der monatlichen Voranmeldung der Umsatzsteuer befreit werden. Prüfen wollen Union und SPD, Wagniskapitalgebern ihr Tun steuerlich zu versüßen. Versicherungen und Pensionsfonds sollen sich über einen nationalen Digitalfonds an der Finanzierung von Start-ups beteiligen können.

Dazu zählt ein Anreizprogramm für den Umstieg auf umweltfreundlichere Autos, etwa bei Taxen, Bussen oder Carsharingflotten. Zudem will der Bund den schleppenden Ausbau der Elektromobilität mit einem Förderprogramm und dem Aufbau von mindestens 100 000 Ladesäulen unterstützen.

Das sind fünf postive Punkte für die Unternehmen. Zu den unangenehmen Punkten gehört die Einschränkung der sachgrundlosen Befristung, die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung der Krankenkassenbeiträge, das Erreichen der Klimaschutzziele bis spätestens 2030 und das Zurückdrängen der Dieselmotortechnik.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon zollagent » Mi 14. Feb 2018, 09:49

Gody hat geschrieben:(14 Feb 2018, 07:27)

Es kommt natürlich auf die Sichtweise an. Aus der Sichtweise unsere Neoliberalen Regierungsparteien sind es dinge wie Steuergeschenk für reiche und Unternehmen. Es ist genauso eine Floskel wie dieser Partei der Mitte Blödsinn. Die Mehrheit weis das sie davon nichts zu erwarten hat daher redet auch niemand darüber.

Gute Wirtschaftspolitik ist eine Politik, die es ALLEN Gesellschaftsschichten ermöglicht, von wirtschaftlichen Aktivitäten zu profitieren. Gody, "neoliberal" ist ein Schlagwort, von dem viele, die es gebrauchen, nicht mal definieren können, was es aussagt. Wenn du neoliberale Wirtschaftspolitik at its best sehen willst, schau über den großen Teich.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Dampflok94
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 14. Feb 2018, 09:54

Welche Wirtschaftspolitik gut war, erkennt man hinterher. Vielleicht! ;)

Mal ernsthaft, die entscheidende Frage ist halt "Gut für wen?". Am idealsten wäre natürlich eine, die gut für alle ist. Schwer vorstellbar. Dazu kommt, daß die Politik in einem marktwirtschaftlichen System nur beschränkt Einfluß hat. Außerdem haben viele andere Politikfelder Wirkung auf die Wirtschaft. Sei es Bildung, Finanzen oder Infrastruktur.
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 14. Feb 2018, 10:54

Maltrino hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:27)

Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Für mich bedeutet gute Wirtschaftspolitik, wenn der erwirtschaftete Reichtum so gleichmäßig wie möglich bei den Wirtschaftssubjekten ankommt. Sicherlich wird es niemals eine gleiche Verteilung des Reichtums geben können, aber je geringer die Diskrepanz, desto besser.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon pikant » Mi 14. Feb 2018, 11:02

Dampflok94 hat geschrieben:(14 Feb 2018, 09:54)

Welche Wirtschaftspolitik gut war, erkennt man hinterher. Vielleicht! ;)

Mal ernsthaft, die entscheidende Frage ist halt "Gut für wen?". Am idealsten wäre natürlich eine, die gut für alle ist. Schwer vorstellbar. Dazu kommt, daß die Politik in einem marktwirtschaftlichen System nur beschränkt Einfluß hat. Außerdem haben viele andere Politikfelder Wirkung auf die Wirtschaft. Sei es Bildung, Finanzen oder Infrastruktur.


die meisten Bundesbuerger profitieren von einer guten Wirtschaftspolitik mit ansehnlichen Loehnen und Wohlstand.
darum sind von der Politik die Interessen der Wirtschaft zu beachten, denn ohne eine starke Wirtschaft mit vielen guten, sicheren Arbeitsplaetzen kann man unseren Wohlstand nicht halten.
Wenn die Gewinne der Unternehmen sprudeln, dann bekommt der Staat viele Steuereinnahmen und kann den Sozialstaat noch fester machen fuer die, die nicht so sehr vom Wirtschaftsaufschwung profitieren.
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Skull » Mi 14. Feb 2018, 11:03

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Feb 2018, 10:54)

Für mich bedeutet gute Wirtschaftspolitik, wenn der erwirtschaftete Reichtum
so gleichmäßig wie möglich bei den Wirtschaftssubjekten ankommt.

Jein.

Das Ausgangslevel ist da doch eher entscheidend.

In armen Ländern oder VÖLLIG ungleich verteilten Ländern,
will und wird man wohl "überproportional" verteilen wollen.

In "eher gleichmässig" verteilen Ländern
(Beispiel der ehemaligen sozialistischen Länder) eher das Gegenteil.

Wenn es immer "nur" gleichmässig" verteilt werden würde,
würde sich ja niemals etwas in der Verteilungsstruktur ändern.

Daher...mal so, mal so...meine Meinung jedenfalls dazu.

mfg
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Boracay » Mi 14. Feb 2018, 11:16

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Feb 2018, 10:54)

Für mich bedeutet gute Wirtschaftspolitik, wenn der erwirtschaftete Reichtum so gleichmäßig wie möglich bei den Wirtschaftssubjekten ankommt. Sicherlich wird es niemals eine gleiche Verteilung des Reichtums geben können, aber je geringer die Diskrepanz, desto besser.


Widerspricht sämtlichen Erkenntnissen zum menschlichen Verhalten und zur Menschlichen Natur. Der Mensch will keine Gleichheit und sucht den Wettbewerb.

Was es nicht mehr geben darf und leider nach wie vor der Hauptgrund für Arbeitslosigkeit ist: Menschen verdienen mit Sozialleistungen (+ legalem Zuverdienst + Schwarzarbeit) mehr als sie auch nur Ansatzweise mit Erwerbseinkommen haben könnten. Besonders bei [Mod: Hetze entfernt] Ein höherer Mindestlohn hilft da nix, den müsstest du dann verdoppeln.
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Boracay » Mi 14. Feb 2018, 11:19

zollagent hat geschrieben:(14 Feb 2018, 09:49)
Wenn du neoliberale Wirtschaftspolitik at its best sehen willst, schau über den großen Teich.


So weit musst du nicht schauen. Einfach nur ein Blick nach CH wo es noch viel liberaler zugeht als in den USA.

- Kein Kündigungsschutz
- Kopfpauschale in der KV
- Mini Steuern
- Kein Elterngeld oder sonstige Späße
- Keine Betriebsräte
- Sozialleistungen die kaufkraftbereinigt ein Witz sind
-....

Geht es den Schweizern jetzt so schlecht?
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon pikant » Mi 14. Feb 2018, 11:30

Boracay hat geschrieben:(14 Feb 2018, 11:16)

Widerspricht sämtlichen Erkenntnissen zum menschlichen Verhalten und zur Menschlichen Natur. Der Mensch will keine Gleichheit und sucht den Wettbewerb.

Was es nicht mehr geben darf und leider nach wie vor der Hauptgrund für Arbeitslosigkeit ist: Menschen verdienen mit Sozialleistungen (+ legalem Zuverdienst + Schwarzarbeit) mehr als sie auch nur Ansatzweise mit Erwerbseinkommen haben könnten. Besonders bei [Mod: Hetze entfernt] Ein höherer Mindestlohn hilft da nix, den müsstest du dann verdoppeln.


das ist bei Straftaten oft so und darum muss mehr kontrolliert werden!
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 14. Feb 2018, 11:36

pikant hat geschrieben:(14 Feb 2018, 11:02)

die meisten Bundesbuerger profitieren von einer guten Wirtschaftspolitik mit ansehnlichen Loehnen und Wohlstand.
darum sind von der Politik die Interessen der Wirtschaft zu beachten, denn ohne eine starke Wirtschaft mit vielen guten, sicheren Arbeitsplaetzen kann man unseren Wohlstand nicht halten.
Wenn die Gewinne der Unternehmen sprudeln, dann bekommt der Staat viele Steuereinnahmen und kann den Sozialstaat noch fester machen fuer die, die nicht so sehr vom Wirtschaftsaufschwung profitieren.

3 Euro ins Phrasenschwein

Wer bitte ist den DIE Wirtschaft? Die Unternehmen? Oder nicht doch eher alle Wirtschaftsteilnehmer. Nur weil es den Unternehmen gut geht heißt das noch lange nicht, es geht auch den Mitarbeitern gut. Da hat sich in den letzten 20 Jahren viel verändert. Und was genau heißt gut gehen? Sind damit die Renditeerwartungen eines Herrn Ackermann gemeint? Oder was?
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon pikant » Mi 14. Feb 2018, 11:40

Dampflok94 hat geschrieben:(14 Feb 2018, 11:36)

3 Euro ins Phrasenschwein

Wer bitte ist den DIE Wirtschaft? Die Unternehmen? Oder nicht doch eher alle Wirtschaftsteilnehmer. Nur weil es den Unternehmen gut geht heißt das noch lange nicht, es geht auch den Mitarbeitern gut. Da hat sich in den letzten 20 Jahren viel verändert. Und was genau heißt gut gehen? Sind damit die Renditeerwartungen eines Herrn Ackermann gemeint? Oder was?


Sieht man doch aktuell an den Tarifverhandlungen, dass die AN real einen grossen Schluck aus der Pulle bekommen - Inflation unter 2% und man schliesst groesstenteils ueber 4% ab!
von der guten Wettbewerbsfaehigkeit der Wirtschaft profitiert der AN in der grossen Mehrheit und das ist richtig gut so und die Arbeitslosigkeit ist auf Tiefststand seit ueber 25 Jahren und wir haben einen starken Mindestlohn :thumbup:
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Dampflok94 » Mi 14. Feb 2018, 11:47

pikant hat geschrieben:(14 Feb 2018, 11:40)

Sieht man doch aktuell an den Tarifverhandlungen, dass die AN real einen grossen Schluck aus der Pulle bekommen - Inflation unter 2% und man schliesst groesstenteils ueber 4% ab!
von der guten Wettbewerbsfaehigkeit der Wirtschaft profitiert der AN in der grossen Mehrheit und das ist richtig gut so und die Arbeitslosigkeit ist auf Tiefststand seit ueber 25 Jahren und wir haben einen starken Mindestlohn :thumbup:

Die momentane wirtschaftliche Lage in D ist eine gute. Jedenfalls für die Unternehmen. Für die Arbeitnehmer gilt das nur zum Teil. Deswegen ja z. B. der Ansatz was Befristungen angeht oder auch die Teilzeit. Und ob und in welchem Umfang die Wirtschaftspolitik dazu beigetragen hat, ist doch arg umstritten. Das läßt sich nämlich objektiv nicht festlegen. Siehe nur den Streit über die Agenda 2010. Da haben dann nur diese oder jene Wirtschaftswissenschaftler unterschiedliche mehr oder weniger gut begründete Meinungen.
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Realist2014 » Mi 14. Feb 2018, 12:13

Tom Bombadil hat geschrieben:(14 Feb 2018, 10:54)

Für mich bedeutet gute Wirtschaftspolitik, wenn der erwirtschaftete Reichtum so gleichmäßig wie möglich bei den Wirtschaftssubjekten ankommt. .


Erwirtschaftet wird PRO Unternehmen

somit hat der Taxifahrer oder die Putzfrau in München NICHTS mit der "Verteilung" des Erwirtschafteten der BMW Group zu tun

Genau so wenig wird INNERHALB des jeweiligen Unternehmens "gleichmäßig" verteilt

das wäre ja kompletter Nonsens
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Realist2014 » Mi 14. Feb 2018, 12:14

Dampflok94 hat geschrieben:(14 Feb 2018, 11:47)

Die momentane wirtschaftliche Lage in D ist eine gute. Jedenfalls für die Unternehmen. Für die Arbeitnehmer gilt das nur zum Teil. Deswegen ja z. B. der Ansatz was Befristungen angeht oder auch die Teilzeit. n.



ist die Bezahlung in den jeweiligen Unternehmen bei "Befristeten Verträgen" schlechter als bei "unbefristeten"?
Gleiche Firmenzugehörigkeit vorausgesetzt?
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Skull » Mi 14. Feb 2018, 17:44

Guten Tag,

einen Spam-Beitrag entfernt.

Desweiteren möchte ich auf das ThreadTHEMA verweisen.
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Woppadaq » Mi 14. Feb 2018, 17:52

Maltrino hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:27)

Also ich hör ja, inzwischen eigentlich von fast jeder Partei, dass "gute Wirtschaftspolitik" eine "Kernkompetenz" ist. Auffällig ist, dass kaum noch jemand darüber redet was genau damit gemeint ist.


Aus gutem Grund. Jede Partei behauptet, gute Wirtschaftspolitik zu machen, im Wissen darum, dass die Wirtschaft gerade sowieso gut läuft, man das aber als eigene Stärke verkaufen will. Dabei gehen die Meinungen selbt auf wissenschaftlicher Ebene auseinander, was eigentlich gute Wirtschaftspolitik ist.

Manche meinen, dass die Umwandlung Deutschlands in ein Billiglohnland gute Wirtschaftspolitik sei.
Manche meinen, dass gute Wirtschaftspolitik gewährleisten muss, dass die grossen Firmen im Land bleiben, weil davon auch die kleinen Firmen profitieren.
Manche meinen, dass das Schaffen oder Aufrechterhalten der sekundären Wirtschaftsstruktur - also Infrastruktur, Bildung, hohe Qualitätsauflagen, schlanke Bürokratie - gute Wirtschaftspolitik ausmacht.
Manche meinen, dass die Mischung aus hohen Steuern bei gleichzeitig weitreichenden Subventionen hohe Steuereinnahmen garantieren, ohne dabei die Wirtschaft abzuzwürgen - was gute Wirtschaftspolitik wäre.

Manche meinen aber auch, dass Sachen wie Mindestlohn, Kündigungsschutz, hohe Umweltauflagen, Betriebsräte und weitreichende Rechte für Gewerkschaften guter Wirtschaftspolitik im Weg stehen.

Letztendlich ist vieles in der Wirtschaftspolitik aber eine Gewissensfrage.
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Realist2014 » Mi 14. Feb 2018, 18:41

Woppadaq hat geschrieben:(14 Feb 2018, 17:52)

Manche meinen, dass die Umwandlung Deutschlands in ein Billiglohnland gute Wirtschaftspolitik sei.
.



D ist ein HOCH-Lohnland...

allerdings nicht bei den Jobs mit geringer Wertschöpfung für die jeweiligen Unternehmen..

logischerweise
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"?

Beitragvon Realist2014 » Mi 14. Feb 2018, 18:43

Maltrino hat geschrieben:(13 Feb 2018, 23:27)

Also ich hör ja, inzwischen eigentlich von fast jeder Partei, dass "gute Wirtschaftspolitik" eine "Kernkompetenz" ist. Auffällig ist, dass kaum noch jemand darüber redet was genau damit gemeint ist. Bevor ich hier lange rede: Was ist "gute Wirtschaftspolitik"? Und jetzt bitte nicht mit Schlagworten kommen sondern immer erklären was dahinter steht.



ganz einfach

Die Grundlage von Wohlstand ist die Wertschöpfung

DIE gibt es aber nur in Unternehmen..

somit findet diese nur statt, solange unternehmerisch "investiert" wird
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden

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