Warnstreiks der IG Metall

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Skull
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Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Skull » Di 30. Jan 2018, 22:04

Der Tarifkonflikt geht in die nächste Runde:

IG Metall beginnt 24-Stunden-Streiks schon am Abend

Die Eintagesstreiks der Metaller beginnen etwas früher als angekündigt und dauern auch etwas länger. Mehrere Arbeitgeber kündigen Klagen an.

Tarifkonflikt: Die IG Metall will ab dem Abend deutschlandweit in Warnstreik treten
Die IG Metall will ab dem Abend deutschlandweit in Warnstreik treten

Im Tarifkonflikt mit den Arbeitgebern will die IG Metall mancherorts schon heute Abend mit ihren eintägigen Warnstreiks beginnen. Am späten Abend sollen nach Angaben der Gewerkschaft Beschäftigte von Firmen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bremen die Arbeit für 24 Stunden niederlegen, teilten die Bezirksleitungen der IG Metall mit. Die Streiks würden sich außerdem bis zum Samstagmorgen hinziehen. Zunächst hatten die Gewerkschafter die Warnstreiks zwischen Mittwoch und Freitag angekündigt.

Insgesamt sollen mehr als 250 Betriebe im gesamten Bundesgebiet bestreikt werden. Dazu gehörten etwa in Baden-Württemberg Heidelberg Manufacturing und Huber Packaging. In Bayern soll am Mittwoch unter anderem beim Lkw-Bauer MAN und bei einer Kion-Tochter die Arbeit niedergelegt werden. In Baden-Württemberg sollen dann die Autozulieferer ZF Friedrichshafen und Bosch sowie der Maschinenbauer Heidelberger Druck bestreikt werden.

Am Freitag will die IG Metall die großen Mercedes-Werke Sindelfingen und Untertürkheim lahmlegen, in Zuffenhausen das von Porsche. Auch BMW und das Logistikunternehmen Schnellecke müssten ab Freitagmorgen damit rechnen, dass bei ihnen die Arbeit bis Samstagmorgen ruht, hieß es von der IG Metall. Zugleich bereiten die Gewerkschafter mögliche flächendeckende Streiks ab kommender Woche vor.

Vorher müssten die Metaller den Arbeitskampfmaßnahmen in einer Urabstimmung zustimmen, das ist bei den nun vorgesehenen Warnstreiks nicht nötig. Die Gewerkschaft hatte nach eigenen Angaben die Beschäftigten in den betroffenen Betrieben gefragt und dort jeweils klare Mehrheiten für die 24-Stunden-Aktionen erhalten. Die Streikteilnehmer erhalten im Unterschied zu kürzeren Warnstreikaktionen von der Gewerkschaft einen finanziellen Ausgleich für ihre Lohnverluste.


http://www.zeit.de/wirtschaft/2018-01/t ... den-streik

Was meinen die User zu diesem aktuellen Thema ?
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Misterfritz
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Misterfritz » Di 30. Jan 2018, 22:14

Skull hat geschrieben:(30 Jan 2018, 22:04)
Was meinen die User zu diesem aktuellen Thema ?

Ich bin gespalten bei den Forderungen. Sicherlich, mehr Geld ist gut und berechtigt, schliesslich geht es der dts. Wirtschaft nicht wirklich schlecht.
Aber die Forderung nach der temporären Arbeitszeitverkürzung bei kaum Lohnkürzung, halte ich für schwierig, wenn sie nur zwischen Tarifpartnern abgeschlossen werden sollte.
Wenn das gesamtgesellschaftlich gewünscht würde, müsste Politik das regeln. Aber nicht mal bei den Metall-Arbeitnehmern ist die Mehrheit für so eine Forderung.
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Skull » Di 30. Jan 2018, 22:24

Misterfritz hat geschrieben:(30 Jan 2018, 22:14)

Ich bin gespalten bei den Forderungen. sicherlich, mehr Geld ist gut und berechtigt,
schliesslich geht es der dts. Wirtschaft nicht wirklich schlecht.
Aber die Forderung nach der temporären Arbeitszeitverkürzung bei kaum Lohnkürzung,
halte ich für schwierig, wenn sie nur zwischen Tarifpartnern abgeschlossen werden sollte.

ICH...sehe das übrigens genauso.

Nach dem Jahrzehnt der Lohnzurückhaltung habe ich vollstes Verständnis
für eine deutliche Partizipation der Beschäftigten an der positiven Unternehmenslage.

Bei den Forderungen Arbeitszeitverkürzungen bin ich eher kritisch.

Warnstreiks...geschenkt.
Streiks nach Urabstimmung...ebenfalls.

Aber eintägige umfängliche Warnstreiks, da bin ich ebenfalls kritisch.

mfg
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon SpukhafteFernwirkung » Di 30. Jan 2018, 23:12

vor 10 jahren hab ich ne 70qm wohnung verkauft an ein pärchen. beide produktionsmechaniker bei bmw mitte 30. die hatten bei der finanzierung keine probleme, da sie zusammen fast 6000.-euro netto verdient haben und 30% eigenkapital hatten.
2016 hab ich ne 27qm wohnung verkauft. den zuschlag bekamen 4 vietnamesen, die zusammen knapp 4500.- euro netto verdient haben und nur 20% eigenkapital hatten.

was ich damit sagen will, ist folgendes: die reallöhne sinken in deutschland seit jahrzehnten drastisch und die vorgeblichen erfolge einer relativen starken gewerkschaft wie der igm (3,5% über 2 jahre lol, das is ned mal die inflation) täuschen nur darüber hinweg.
immer mehr alte arbeitsverträge werden durch leiharbeiter und werksverträge ersetzt und im durchschnitt nagt das heftig an den reallöhnen.
wenn ich einen gebrauchtwagen verkaufen will über 4000.- euro, hab ich ohne finanzierung als privatmann kaum eine chance. die leute haben kein geld mehr.
...- :mad:
IT'S A LONG WAY TO THE TOP (IF YOU WANNA ROCK 'N' ROLL) - AC DC!!
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Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Skull » Mi 31. Jan 2018, 00:14

Guten Abend,

den ersten Spam-Beitrag in diesem Thread...in die Ablage entsorgt.
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Senexx » Mi 31. Jan 2018, 00:58

Aha.

[Mod: editiert]

Es ist aber "politische Diskussion", wenn man meint sein ganz persönliches EMpfinden mitteilen zu müssen, dass es "falsch" oder "überzogen" sei.

Bei Tarifverhandlungen gibt es aber nur mal kein richtig oder falsch, sondern es ist ein Verteilungskonflikt, ein Teil des Klassenkampfes.

Dass unsere Presse meint, sich immer wieder zum Richter aufspielen zu müssen und steht auf einem anderen Blatt.

Und einfache Gemüter folgen gern diesen "Bedenken".
Zuletzt geändert von Skull am Mi 31. Jan 2018, 07:55, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Spam entfernt
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon jorikke » Mi 31. Jan 2018, 08:10

Senexx hat geschrieben:(31 Jan 2018, 00:58)

Aha.

[Mod: editiert]

Es ist aber "politische Diskussion", wenn man meint sein ganz persönliches EMpfinden mitteilen zu müssen, dass es "falsch" oder "überzogen" sei.

Bei Tarifverhandlungen gibt es aber nur mal kein richtig oder falsch, sondern es ist ein Verteilungskonflikt, ein Teil des Klassenkampfes.

Dass unsere Presse meint, sich immer wieder zum Richter aufspielen zu müssen und steht auf einem anderen Blatt.

Und einfache Gemüter folgen gern diesen "Bedenken".


Wenn du deutsche Streiks, diesen ritualisierten Reklamerummel, für Klassenkampf hältst, dann ist das ein Indiz das es keine Klassen mehr gibt.
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Senexx » Mi 31. Jan 2018, 08:17

Was wäre dann richtiger Klassenkampf?
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Wähler » Mi 31. Jan 2018, 09:01

SpukhafteFernwirkung hat geschrieben:(30 Jan 2018, 23:12)
was ich damit sagen will, ist folgendes: die reallöhne sinken in deutschland seit jahrzehnten drastisch und die vorgeblichen erfolge einer relativen starken gewerkschaft wie der igm (3,5% über 2 jahre lol, das is ned mal die inflation) täuschen nur darüber hinweg.
immer mehr alte arbeitsverträge werden durch leiharbeiter und werksverträge ersetzt und im durchschnitt nagt das heftig an den reallöhnen.
wenn ich einen gebrauchtwagen verkaufen will über 4000.- euro, hab ich ohne finanzierung als privatmann kaum eine chance. die leute haben kein geld mehr.
...- :mad:

Einem Niedriglohnsektor wurde zwar durch das Hartz-I-Gesetz Vorschub geleistet, die EU-weite Digitalisierung der Wirtschaft und die damit verbundene Vertiefung des Bildungsgefälles verstärken auch so den Trend bei den Einkommens- und Vermögensunterschieden. Da hilft nur technische und finanzielle Bildung, um mit Genossenschaftsgründungen für den Wohnungsbesitz und vielleicht einem Staatsfonds auf Aktienbasis wie in Norwegen für die ergänzende Altersvorsorge gegensteuern zu können.

Die SPD-nahen Gewerkschaften sind inzwischen so schwach, dass sie in Tarifverträgen ein Hinausschieben des Equal-Pay-Prinzips für Leiharbeiter von 9 auf 12 und der Begrenzung der Arbeitnehmerüberlassung von 18 auf 24 Monaten regelmäßig vereinbaren.
siehe auch:
Wähler hat geschrieben:(30 Jan 2018, 12:38)
http://www.faz.net/aktuell/politik/die- ... 03153.html
FAZ 22 November 2017 Die SPD muss wieder zum Anwalt der Arbeiter werden
Ein guter zahlenmäßiger Überblick eines Gastbeitrages in der FAZ zum Prekariat in Deutschland.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Skull » Mi 31. Jan 2018, 12:12

Arbeitgeber reichen erste Klagen gegen Streiks ein

Nach dem Start der 24-Stunden-Streiks der IG Metall reichen erste Arbeitgeber nun offiziell Klage ein.
Die Forderung nach einem Teillohnausgleich sei rechtswidrig.

Die Gewerkschaft beklagt ein Versteckspiel der Metaller.


http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 10598.html

Da scheinen sich beide Seiten wohl eher...voneinander zu entfernen.

mfg
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Dampflok94 » Mi 31. Jan 2018, 12:21

Misterfritz hat geschrieben:(30 Jan 2018, 22:14)
Wenn das gesamtgesellschaftlich gewünscht würde, müsste Politik das regeln. Aber nicht mal bei den Metall-Arbeitnehmern ist die Mehrheit für so eine Forderung.

Also da möchte ich mal sehen was hier im Forum abgeht, wenn die Politik per Gesetz Arbeitgeber verpflichtet Teilzeit zu subventionieren. Scheint mir auch nicht die gelungenste Idee zu sein. Ich wüßte nicht, warum die Tarifpartner das nicht klären könnten. Viel mehr finde ich das Argument überzeugend, daß jetzige Teilzeitkräfte davon gar nichts haben. Die schauen in die Röhre. Da hätte man sich was besseres einfallen lassen sollen.
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon relativ » Mi 31. Jan 2018, 12:39

Skull hat geschrieben:(31 Jan 2018, 12:12)

Arbeitgeber reichen erste Klagen gegen Streiks ein

Nach dem Start der 24-Stunden-Streiks der IG Metall reichen erste Arbeitgeber nun offiziell Klage ein.
Die Forderung nach einem Teillohnausgleich sei rechtswidrig.

Die Gewerkschaft beklagt ein Versteckspiel der Metaller.


http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 10598.html

Da scheinen sich beide Seiten wohl eher...voneinander zu entfernen.

mfg


Die Forderung der Gewerkschaft nach flexiblerer Arbeitszeit/weniger Arbeitszeit mit Lohnausgleich sehe ich auch eher Skeptisch, auch die Forderungen der SPD , die ja auch in den Forderungskatalog der Gewerkschaften passt, daß sachgrundlose Befristung angeht halte ich mom. nicht für Zukunfstorientiert, da durch den globalen Wettbewerb und der vergleichsweisen hohen Lohnnebenkosten, Deutschland ein Wettbewerbsnachteil entstehen würde, wenn Unternehmen dort wieder in ein starres Korsett gezwängt werden. Nur dann sollte eine genauere Prüfung der Arbeitsverdichtung und des Überstundenpotential der Belegschaften gegen gerechnet werden und natürlich auch die Bezahlung für das mehr an Unsicherheit für die Beschäftigten. Die Politik und die Wirtschaft sollten aus Eigeninteresse darauf achten, daß diese Lebensunsicherheit nicht dazu führt, daß Menschen keine Familien mehr gründen wollen, oder nach beendigung einer Befristung zu lange ohne Beschäftigung bleiben.

Die Klagen der Unternehmer sind aus meiner Sicht albern, aber da sieht man mal, was das Verhalten der damaligen Bundesbahnleitung und der Politik beim GDL Streik nun ausgelöst hat. Jetzt glaubt jeder, er könne die Rechte der Gewerkschaften irgenwie durch Gerichte, oder Politik stoppen. Schlimme Entwicklung, wie ich finde.
Übrigens muss man sich ja nicht wundern, daß Gewerkschaften mittlerweile solche "Sparstreiks" organisieren. Jahrzehntelang hat man versucht die Gewerkschaften zu schwächen, nun da es ganz gut gelungen ist, wundert man sich, daß diese Reste an Arbeitnehmervertretern auch neue Wege gehen.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Misterfritz » Mi 31. Jan 2018, 12:48

Dampflok94 hat geschrieben:(31 Jan 2018, 12:21)

Also da möchte ich mal sehen was hier im Forum abgeht, wenn die Politik per Gesetz Arbeitgeber verpflichtet Teilzeit zu subventionieren. Scheint mir auch nicht die gelungenste Idee zu sein. Ich wüßte nicht, warum die Tarifpartner das nicht klären könnten. Viel mehr finde ich das Argument überzeugend, daß jetzige Teilzeitkräfte davon gar nichts haben. Die schauen in die Röhre. Da hätte man sich was besseres einfallen lassen sollen.
Ich hatte nicht geschrieben, dass Politik das subventionieren soll oder gar muss, sondern dass das geregelt werden müsste, gesetzlich, wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und so.
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Dampflok94 » Mi 31. Jan 2018, 12:51

Misterfritz hat geschrieben:(31 Jan 2018, 12:48)

Ich hatte nicht geschrieben, dass Politik das subventionieren soll oder gar muss, sondern dass das geregelt werden müsste, gesetzlich, wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und so.

Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zahlt ja auch der Arbeitgeber bis zu 6 Wochen. Ist ja auch eine Art Subventionierung. Irgendjemand müßte es jedenfalls bezahlen. Und warum sollten nicht die Tarifpartner aushandeln wer das ist?
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Polibu » Mi 31. Jan 2018, 12:52

Skull hat geschrieben:(30 Jan 2018, 22:04)


Was meinen die User zu diesem aktuellen Thema ?


Ist okay. Im Endeffekt streikt nicht die Gewerkschaft, sondern die Arbeitnehmer. Und wenn die das wie die Gewerkschaft sehen, dann finde ich es okay, wenn sie streiken.
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon relativ » Mi 31. Jan 2018, 12:52

Dampflok94 hat geschrieben:(31 Jan 2018, 12:21)

Also da möchte ich mal sehen was hier im Forum abgeht, wenn die Politik per Gesetz Arbeitgeber verpflichtet Teilzeit zu subventionieren. Scheint mir auch nicht die gelungenste Idee zu sein. Ich wüßte nicht, warum die Tarifpartner das nicht klären könnten. Viel mehr finde ich das Argument überzeugend, daß jetzige Teilzeitkräfte davon gar nichts haben. Die schauen in die Röhre. Da hätte man sich was besseres einfallen lassen sollen.

Die nicht organisierten Arbeitnehmer schauen immer öfter in die Röhre. Nun Teilweise sind die Arbeitnehmer selbst schuld, aber das Grundübel rührt eher noch von Schröders Liberalisierung des Arbeitsmarktes und das ausscherern aus den Tarifgemeinschaften.
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Polibu » Mi 31. Jan 2018, 13:02

relativ hat geschrieben:(31 Jan 2018, 12:52)

Die nicht organisierten Arbeitnehmer schauen immer öfter in die Röhre.
Das ist auch richtig so. :) . Schmarotzen ist unfair. Wer was haben will, der soll dafür kämpfen.
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon relativ » Mi 31. Jan 2018, 13:05

Polibu hat geschrieben:(31 Jan 2018, 13:02)

Das ist auch richtig so. :) . Schmarotzen ist unfair. Wer was haben will, der soll dafür kämpfen.

Nunja das ist eben auch nur zum Teil richtig, die Begründung dafür habe ich ja mitgeliefert. Es gibt in vielen Betrieben einfach keine Gewerkschaft mehr und/oder die Unternehmen sind in keiner Tarifgemeinschaft und was macht der Arbeitnehmer dann? Keine Arbeit annehmen? Schmarozen bis er eine Arbeit bekommt, damit du ihn nicht mehr Schmarozer schimpfen darfst?
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon Polibu » Mi 31. Jan 2018, 13:11

relativ hat geschrieben:(31 Jan 2018, 13:05)

Nunja das ist eben auch nur zum Teil richtig, die Begründung dafür habe ich ja mitgeliefert. Es gibt in vielen Betrieben einfach keine Gewerkschaft mehr und/oder die Unternehmen sind in keiner Tarifgemeinschaft und was macht der Arbeitnehmer dann? Keine Arbeit annehmen? Schmarozen bis er eine Arbeit bekommt, damit du ihn nicht mehr Schmarozer schimpfen darfst?


Ich war auch jahrelang in einem Unternehmen, welches in keiner Tarifgemeinschaft war. Wir waren trotzdem organisiert und haben den Laden trotzdem bestreikt. Und es gab trotzdem mehr Geld. :)

Jammern kann man viel, wenn der Tag lang ist.

Wer heutzutage noch in einer Drecksbude arbeitet, die wirklich gar nicht mit sich reden lässt, der ist entweder zu faul sich was anderes zu suchen oder unterqualifiziert.
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Re: Warnstreiks der IG Metall

Beitragvon becksham » Mi 31. Jan 2018, 13:15

relativ hat geschrieben:(31 Jan 2018, 13:05)

Nunja das ist eben auch nur zum Teil richtig, die Begründung dafür habe ich ja mitgeliefert. Es gibt in vielen Betrieben einfach keine Gewerkschaft mehr und/oder die Unternehmen sind in keiner Tarifgemeinschaft und was macht der Arbeitnehmer dann? Keine Arbeit annehmen? Schmarozen bis er eine Arbeit bekommt, damit du ihn nicht mehr Schmarozer schimpfen darfst?

Jeder hat das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Je mehr organisiert sind, umso einfacher wird es, einen Tarifvertrag durchzusetzen. Eine Tarifgemeinschaft braucht es dazu auch nicht. Es geht ja auch ein Haustarifvertrag.

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