Der Supermarkt der Zukunft

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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon H2O » Mi 24. Jan 2018, 16:53

pikant hat geschrieben:(24 Jan 2018, 15:50)

das kann ich verstehen, denn dort wo ich meist einkaufe, darf auch noch im Supermarché probiert werden, es darf gekostet werden und man haelt dann noch ein Schwaetzchen kostet dann noch den edlen frisch gepressten Orangensacht und schon laeuft einem die Zeit weg - man ist zwar dann zu Hause mit der Ware sehr zufrieden, hat neue Kontakte geknuepft , aber halt seine Zeit verschwendet.
Da lobe ich mir den neuen Onlinesupermarkt, wo man alles nach Hause geliefert bekommt, es zwar nicht so gut schmeckt, sich mal bei der Bestellung irrt , weil man die falsche Bestellnummer per Handy angegeben hat, selbst schuld, aber zeitlich geht das viel besser.


Also, ehrlich gesagt, das ist doch gar keine Zeitverschwendung, wenn man mit Gleichgesinnten auf dem Markt ein Schwätzchen hält. Ganztags ernsthaft, das geht doch gar nicht. Gut, ich bin Altersrentner und ich habe die Zeit... auch zu Hause beim Essen zubereiten. Ich kann mir vorstellen, daß einer berufstätigen Mutter diese Zeit fehlt. Ging uns früher ja auch nicht anders.

Aber mir würde auch so ein technischer Klimbimladen Spaß machen, vor allem, wenn er dann genau so spielt, wie sich die Erfinder das überlegt hatten. Vielleicht gibt es solche Spielhallen hier in nicht allzu langer Zeit!
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Raskolnikof » Mi 24. Jan 2018, 17:10

Für Nischenmärkte gibt es immer Platz und auch Kunden. So haben sich z.B. bis heute kleine Rundfunk- und Fernsehgeräteläden gehalten, die ihren kunden beispielsweise das neue Fernsehgerät im Wohnzimmer aufstellen, anschließen, die Grundeinstellung vornehmen und ihren Kunden die Funktionen des Geräts und die Fernbedienung erklären. dieser Service kostet dann eben etwas mehr.
Analog dazu wird es auch im Lebensmittel-Einzwelhandel auch dann noch den gewohnten Edeka-oder Spar-Markt geben mit gewohnter Kasse und Wohlfühlatmosphäre. Zumindest solange, wie sich dies für den Unternehmer rechnet. Letzteres ist allentscheidend.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon H2O » Mi 24. Jan 2018, 18:11

Ist denn inzwischen zum Supermarkt der Zukunft nicht wirklich alles und wohl auch von fast allen gesagt worden? Das ist mir beim Strang "Abschaffung des Bargelds?" auch schon aufgefallen. Und beim BGE ist das aus meiner Sicht nicht anders. Was für einen "anständigen" Schlußpunkt fehlt, das wäre eine sachliche Zusammenfassung der Standpunkte und der Argumente dafür und dagegen... eine wohl unzumutbare Aufgabe!
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Raskolnikof » Mi 24. Jan 2018, 19:58

Nein, einen Schlusspunkt kann es noch nicht geben. Einfach deshalb, weil sich der Supermarkt der Zukunft ohne Kassenband gerade erst in der Findungsphase befindet und noch längst nicht sicher ist, welche Techniken sich da zur Kunden- und Warenerkennung letztendlich durchsetzen werden. Deutschland bzw. Europa ist nicht USA. Wir haben ein anderes Einkaufsverhalten. Und ob sich die Amazon-Technik in europäischen Märkten durchsetzt ist auch fraglich. Bislang lief hier die Entwicklung in Richtung RFIC. Und dann der Datenschutz, der insbesondere in Deutschland viele Bürger bei jeder technischen Neuerung auf den plan ruft.
Da bleibt das Thema weiterhin spannend, auch wenn wir uns jetzt vielleicht ein wenig im Kreis drehen. Wenn zu jedem Thema nach zwei Tagen der Schlussstrich gezogen werden soll sähe es hier im Forum wohl ziemlich mau aus. Zudem ist doch niemand verpflichtet, sich hier zu Wort zu melden. Wer nichts neues zu vermelden hat lässt es eben, übergeht das Thema oder schaut alle 2 Wochen mal wieder vorbei.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 24. Jan 2018, 23:46

H2O hat geschrieben:(24 Jan 2018, 18:11)

Ist denn inzwischen zum Supermarkt der Zukunft nicht wirklich alles und wohl auch von fast allen gesagt worden?

Ja na sicher!!! Deswegen juckt es verschiedene User ja auch immer wieder unwiderstehlich, die Diskussion mal wieder auf was inhaltliches irgendwie packenderes und spannenderes zu lenken und deshalb muss das auch gerade in Threads zu Themenbereichen wie diesen wahrscheinlich auch so häufig entsorgt werden ... Auch wenn das völlig berechtigt ist.

Der "Supermarkt". Nun Gut. Also ich versuch mal ganz exakt beim Thema zu bleiben und dennoch - möglicherweise - mal ein Problem zu formulieren: "Supermarkt der Zukunft" oder doch eher "Zukunft des Supermarkts". Letzteres schließt - im Gegensatz zu ersterem - die prinzipielle Möglichkeit einer Nichtzukunft des Konzepts Supermarkts nicht mehr aus. Oh Gott! Was hat er da gesagt? Bedenkenträgertum gegen das Konzept "Supermarkt" als solches? Rückkehr zum Konzept Tante-Emma-Laden aus einem solchen - natürlich typisch deutschen - hysterischem Affekkt der Generation "Eine Tüte Mehl"? Oder doch umgekehrt: Anschwärzung des Konzepts Supermarkt als bereits selbst hoffnungslos dem Zeitgeist hinterherhinkend? ... Man weiß es nicht! Schauen wir einmal, wie man in Island oder Estland darüber denkt ...
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon immernoch_ratlos » Do 25. Jan 2018, 00:10

OK nun wissen wir alles :?:

Wer immer noch Lust hat kann sich ja mal diese Filmchen ansehen :
"What it's like to shop at an Amazon Go store" Video zum Beitrag

"Introducing Amazon Go and the world’s most advanced shopping technology" Video zum Beitrag

Wem das noch nicht genug Infos waren kann HIER noch mehr Filmchen finden

Da wäre noch die Berliner Morgenpost - leider ohne Datum - aber mit mehr Einzelheiten : ""Amazon Go" | Mit Gesichtserkennung, ohne Kasse: Amazons erster Supermarkt"

Hier noch eine Japanische Variante : Quelle : Golem (15.12.2016) "Supermarkt-Automatisierung: Einkaufskorb rechnet ab und packt ein" oder von "Computer Bild" :

Bezahlt und eingepackt | Panasonic Reji Robo: Automatisches Kassensystem

Weitere Varianten wird es sicher geben - in D wird so "richtig was Neues" wohl eher nicht erprobt - die lesen alle hier mit und wenden sich schaudernd ab .... :p
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon pikant » Do 25. Jan 2018, 11:17

immernoch_ratlos hat geschrieben:(25 Jan 2018, 00:10)

OK nun wissen wir alles :?:

Wer immer noch Lust hat kann sich ja mal diese Filmchen ansehen :
"What it's like to shop at an Amazon Go store" Video zum Beitrag

"Introducing Amazon Go and the world’s most advanced shopping technology" Video zum Beitrag

Wem das noch nicht genug Infos waren kann HIER noch mehr Filmchen finden

Da wäre noch die Berliner Morgenpost - leider ohne Datum - aber mit mehr Einzelheiten : ""Amazon Go" | Mit Gesichtserkennung, ohne Kasse: Amazons erster Supermarkt"

Hier noch eine Japanische Variante : Quelle : Golem (15.12.2016) "Supermarkt-Automatisierung: Einkaufskorb rechnet ab und packt ein" oder von "Computer Bild" :

Bezahlt und eingepackt | Panasonic Reji Robo: Automatisches Kassensystem

Weitere Varianten wird es sicher geben - in D wird so "richtig was Neues" wohl eher nicht erprobt - die lesen alle hier mit und wenden sich schaudernd ab .... :p


super, alles Zukunft

die Realitaet sieht so aus; Pikant ging gestern abend einkaufen und in einem Geschaeft konnte man nicht mit Karte bezahlen, das Geraet defekt.
der Einkauf konnte dennoch getaetigt werden, da ich Scheine dabei hatte :D
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Positiv Denkender » Do 25. Jan 2018, 11:56

immernoch_ratlos hat geschrieben:(23 Jan 2018, 20:19)

Und immer grüßt das Murmeltier...

Was einzelne nicht mögen oder vorziehen, mag sie selbst ja brennend interessieren. Der Titel "Der Supermarkt der Zukunft" wird niemanden fragen ob es ihm so oder so oder ganz anders passt. :dead:

Nach einer Testphase, kommt eine Phase mit der modifizierten Technologie - "fehlerarm" - Testen mit weit größerem "Publikum" - je nach dem was dabei herauskommt - Einführung der Methode in "ausgewählten Standorten - oder war nix - weg damit....

Sobald einer der "Mitbewerber" ein solches System mit Erfolg einsetzt, werden andere schon aus "Marktgründen" folgen.

Wenn die "Kette" von der Produktion - Lager - Versand - Läden - Verbraucher einheitlich nutzbar ist, dürfte das die Kosten massiv beeinflussen. Wem das nach Einführung nicht passt, der muss seine Einkaufsmethode finden. Ich wüsste keine Technologie, welche nach ihrer Einführung wieder abgeschafft worden wäre, nur weil eine kleine Anzahl von Sonderlingen die ablehnt.

Teilweise sicher auch eine Altersfrage, aber in Wahrheit eine Frage der Mentalität. Wer in jüngeren Jahren schon zu stetem Wandel - beruflich und privat - "innerlich und grundsätzlich" bereit war - wird dieses Verhalten auch im Alter beibehalten. Es gibt zwanzigjährige, die verhalten sich in solchen Dingen wie Greise. Andererseits, wer seine Fakultäten noch beisammen hat, für den ist das Alter eher kein Grund sich zu ändern. Wenn das "Neue" etwas taugt und messbare Vorteile hat - warum es dann ablehnen :?:

Dieser "Phase 2 Versuch" von „Amazon Go“ | Erster Amazon-Supermarkt ohne Kassen öffnet in Seattle Wenn sich das als lukrativer Erfolg herausstellt, wird sich diese oder eine anderer Variante sehr schnell verbreiten.

Was wünsche ich mir ? Nachdem einige das für wichtig fanden, will ich nicht zurückstehen. Beim Betreten des Ladens gehe ich durch eine Schleuse - dort wird meine Bezahlmethode erfasst und los geht´s. Also - ich packe meinen Einkauf in einen dafür "geeigneten Wagen" und mein "Warenkorb" macht das sichtbar - inkl. Addition - gern mittels RFID Chips (warum kommt noch). Dann passiere ich die Ausgangsschleuse welche den "Warenkorb" in Relation zu meiner Zahlweise erfasst und mich weiter lenkt - für Barzahler zum Zahlautomaten - auch so was gibt es schon lange - oder oder oder alles eine Frage der Technologie.

Wäre schön, wenn der RFID Chip in der Warenverpackung von meinem Gefrierschrank - Kühlschrank - Lagerregal beim Einsortieren erfasst wird und sich rechtzeitig meldet, wenn das Zeug z.B. seine Haltbarkeit erreicht hat oder ich die leere Verpackung in die jeweilige Tonne verbringe. Mein eigenes intelligentes häusliches Warenein- und -ausgangssystem nebst Kostenkontrolle - inklusive "Bestellzettel" auf Smartphone und oder PC der mit allem sowieso vernetzt ist.

Ach ja - in D - was passiert in D ? Offensichtlich hat die "Zukunft" schon begonnen. Quelle : Fokus (2018.01.11) Keine Lust auf Warteschlangen? Netto macht es Aldi und Lidl vor: Discounter landet revolutionären Coup Nun ja solche Kassen gibt es schon länger, aber in dt. Supermärkten erst jetzt...

Es gibt dort auch weiterhin Kassen die weitaus mehr frequentiert werden. Dort zahlen die Menschen Bar oder mit EC karte je nach Wunsch .
Gegen diese Möglichkeiten der freien Entscheidung darfst du weiterhin polemisieren nur letztendlich entscheiden die Verbraucher .
Du magst ja Spaß an einer leblosen Zukunft zu haben . Nur bitte überlasse es den Menschen selbst wo sie einkaufen wie sie einkaufen und wie sie was bezahlen, Trotz vieler SB Restaurants werden Restaurants mit Bedienung nicht aussterben .Du hast natürlich schon heute Möglichkeiten
dich in Schnellrestaurants zu bedienen . Vielleicht übernimmt ja irgendwann eine Maschine für dich die Nahrungsaufnahme .
Dein Hang zu immer mehr Unpersönlichkeit will doch niemand einschränken . Nur du solltest es anderen Menschen selbst überlassen
wie sie ihre Bedarfe decken und bezahlen. Deswegen muss man Technologien nicht einstampfen, Man muss es lediglich den Menschen überlassen ob und wieweit sie dieses nutzen . Was für Menschen einen persönlichen Nutzen bringt werden sie auch annehmen.
Sollte Bargeld abgeschafft werden hätten zig Millionen Menschen davon keinen Nutzen .
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon BlueMonday » Do 25. Jan 2018, 12:12

schokoschendrezki hat geschrieben:(24 Jan 2018, 23:46)

Ja na sicher!!! Deswegen juckt es verschiedene User ja auch immer wieder unwiderstehlich, die Diskussion mal wieder auf was inhaltliches irgendwie packenderes und spannenderes zu lenken und deshalb muss das auch gerade in Threads zu Themenbereichen wie diesen wahrscheinlich auch so häufig entsorgt werden ... Auch wenn das völlig berechtigt ist.
.


Man sollte sich als Moderator einer Diskussion aber auch bewusst sein, dass sich alles Sprechen und Denken immer nur im Analogieschluss bewegen kann, also nur in der Bezugnahme auf etwas anderes gehaltvoll sein kann. Andernfalls, wenn man das Sprechen auf genau ein Ding begrenzen will, wird das gehaltvolle Sprechen unmöglich, denn man endet bei Leeraussagen wie A=A oder dass ein Supermarkt ein Supermarkt ist und ein zukünftiger Supermarkt ist dann ein Supermarkt der Zukunft. Also gerade in der Abweichung davon, im "Abwegigen" ist einzig ein nennenswerter Gehalt in einer Diskussion zu erwarten.
Es ist dann sicherlich eine Ermessensfrage, wie weit diese Abwege und Umwege gehen dürfen. Für eine lebendige und gehaltvolle Diskussion sollte man den Rahmen aber nicht zu eng auslegen, sonst endet man im Schweigen oder leerem Gefasel.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Skull » Do 25. Jan 2018, 12:49

BlueMonday hat geschrieben:(25 Jan 2018, 12:12)

Man sollte sich als Moderator einer Diskussion aber auch bewusst sein, dass sich alles Sprechen und Denken immer nur im Analogieschluss bewegen kann, also nur in der Bezugnahme auf etwas anderes gehaltvoll sein kann.

Guten Tag.

Kein Widerspruch. In der Regel lasse ich (wir) auch einiges zu. Ist i.d.R. kein Problem.

Wenn aber User in allen möglichen Strängen Nebenthemen zu den immer wieder gleichen Hauptthemen
machen wollen, schreiten wir ein.

Nehme da das Posting direkt über dem Deinigen.
Da will der immer gleiche User, wie meist, zu seinem immer gleichen Thema Bargeld "schreiten".
Oder wenn User beispielsweise in diesem Thread -zusammenhanglos- von Ihren Spam-Werbemails berichten ... ebenfalls.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon schokoschendrezki » Do 25. Jan 2018, 14:20

BlueMonday hat geschrieben:(25 Jan 2018, 12:12)

Man sollte sich als Moderator einer Diskussion aber auch bewusst sein, dass sich alles Sprechen und Denken immer nur im Analogieschluss bewegen kann, also nur in der Bezugnahme auf etwas anderes gehaltvoll sein kann. Andernfalls, wenn man das Sprechen auf genau ein Ding begrenzen will, wird das gehaltvolle Sprechen unmöglich, denn man endet bei Leeraussagen wie A=A oder dass ein Supermarkt ein Supermarkt ist und ein zukünftiger Supermarkt ist dann ein Supermarkt der Zukunft. Also gerade in der Abweichung davon, im "Abwegigen" ist einzig ein nennenswerter Gehalt in einer Diskussion zu erwarten.
Es ist dann sicherlich eine Ermessensfrage, wie weit diese Abwege und Umwege gehen dürfen. Für eine lebendige und gehaltvolle Diskussion sollte man den Rahmen aber nicht zu eng auslegen, sonst endet man im Schweigen oder leerem Gefasel.

Das lässt sich sogar quantifizieren. Bezeichnet mit mit p einen Wert zwischen 0 und 1 und ordnet man dem Wert 0 (in irgendeiner zu definierenden Art) totales Chaos, höchste Überraschung und dem Wert 1 totale Ordnung, völlige Banalität zu (zum Beispiel wenn p die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ist), dann ergibt die Summe bzw. das Integral über -p log p bekanntlich die Gesamtentropie eines Systems von Zuständen mit diesen Wahrscheinlichkeiten. Den Anteil einer "Einzelwahrscheinlichkeit" an dieser Gesamtentropie (also -p log p) kann man dann (nach Bense, Franke u.a.) als "Auffälligkeitsmaß" für einen Zustand dieser Wahrscheinlichkeit interpretieren (https://de.wikipedia.org/wiki/Auff%C3%A4lligkeit_(Informationstheorie)). Und der wesentliche Punkt ist nun: Das Maximum dieses Werts wird für p=1/e~0.3679 angenommen. Die überraschendste Aussage liegt also nicht genau zwischen Banalität und Chaos (0.5) sondern etwas näher am Chaos. Wie zum Beispiel diese Aussage hier selbst. Mit der (ansonsten hoch interessanten) Frage der Nähe dieses Werts zum Goldenen Schnitt (~0.382) bin ich - mit Bezug zum Thema - sicher schon etwas zu weit in Richtung Chaos gegangen.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon schokoschendrezki » Do 25. Jan 2018, 14:30

So. Und wie kriege ich das jetzt wieder in Richtung auf das Thema gedreht? Ach ja: Fachfremde Menschen werden sich kaum vorstellen können, wieviel Zeit, Mühe und Geld aufgewendet wird, um solche Auffälligkeitsmaße in Hinsicht auf die Platzierung und Präsentation von Waren im "Supermarkt der Zukunft" für eine psychologische Manipulation von "Kaufwünschen" nutzbar zu machen. Verglichen damit ist es ziemlich nebensächlich, ob mit Karte oder Bar bezahlt wird.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Positiv Denkender » Do 25. Jan 2018, 17:33

Raskolnikof hat geschrieben:(23 Jan 2018, 17:19)

Das kann nicht passieren. Keine Bank wird einem Kind oder Jugendlichen ein Bankkonto mit einem Dispo einräumen, allenfalls ein Taschengeldkonto auf Guthabenbasis wo Papa den max. Abhebebetrag im Monat oder Woche bestimmt. Klappt in Dänemark wunderbar.
Aber auch wir driften ab in die Glaubenswelt der Bargeld- und Kreditkartenverfechter bzw. Fanatiker. Bleiben wir also besser beim Supermarkt der Zukunft. ;)

Wieso wir ? Dir ist es doch überlassen .Nur du erlebst den nicht mehr . Aber selbst wenn wird der auch nur einen Teil der Märkte ausmachen .
Sorry für freie Wahl bist du ja nicht zu haben . [Mod: Unterstellung entfernt] Trotz Onlinehandel gibt es immer noch EH .
Übrigens Onlinehandel macht weniger als 10 % der Gesamtumsatzes des traditionellen EH Umsatz.
Wie arm müssen Menschen sein die auf jegliche Beratung ,auf den Spaßfaktor einzukaufen verzichten wollen .
Sie dürfen schon heute .Da bleibt dann mehr Zeit um die PC und Onlinesucht auszuleben .
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon schokoschendrezki » Do 25. Jan 2018, 21:56

@raskolnikof: Bleib entspannt, Die Heftigkeit, mit der solche Glaubensdiskussionen pro irgendwas und kontra irgendwas anderes geführt werden, sind implizit ja bereits auch ein Teil der Antwort auf deine Frage.

Das Einkaufen selbst bereitet ja dem Kunden meist noch einen gewissen Spaß. Bei mir ist das jedenfalls so. Klar, in erster Linie arbeite ich meinen Einkaufszettel ab. Dabei schaue ich aber stets auch rechts und links neben meinen notierten Lebensmitteln vor dem Hintergrund, ob vielleicht eine neue Camembertsorte im Regal zu finden ist, die ich noch nicht kenne oder sonst etwas neues Leckeres zu entdecken gibt.

In einem Supermarkt der Gegenwart gibt es prinzipiell keine "neuen Camembersorten" sondern allenfalls "neu benannte Weichkäsemarken". Wenn ich wirklich aus Lebenslust neugierig auf eine neue Camembert- oder zumindest Weichkäsesorte (bei mir persönlich jedoch eher: auf eine neue Indie-Pop-Band) bin, dann habe ich allenfalls drei Möglichkeiten:
- ich fahre ziemlich weit weg, nach Südfrankreich oder Ostpolen.
- ich wohne in einer sehr großen Stadt, die nicht nur über Supermärkte sondern auch über eine Anzahl von sehr speziellen Geschäften verfügt
- ich benutze Online-Handel
Das Konzept "klassischer Supermarkt" ist dabei ohnehin raus. Und damit ist das Problem Kassen/Bezahlsystem in dieser Hinsicht einfach irrelevant. Es ist absolut keine Frage, dass ich mir mein Klopapier, mein Katzenfutter und mein Mineralwasser in irgendeiner Form völlig störungsfrei zukommen lassen kann. Und ebenso wenig ist es keine Frage, dass die Zeit, die ich mir für die Auswahl einer guten Weinsorte oder eines guten Vinyl-Albums zu nehmen habe, ohnehin immer weit über der liegen wird, die ich brauche, um das - in welcher Form auch immer - zu bezahlen.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Tom Bombadil » Do 25. Jan 2018, 22:21

Positiv Denkender hat geschrieben:(25 Jan 2018, 17:33)

Wie arm müssen Menschen sein die auf jegliche Beratung ,auf den Spaßfaktor einzukaufen verzichten wollen .

Warum muss man dafür "arm" sein? Ich bin genervt vom einkaufen und allem, was damit zusammen hängt. Ich kaufe alles, was geht, online, und ich freue mich auf den Tag, an dem Discounter und Supermärkte ausliefern. Was will ich mit Beratung? Der Verkäufer will nur eins: verkaufen. Und auch wenn der Anzug an mir scheiße aussieht, wird er ihn trotzdem verkaufen wollen. Von den Verkäufern bei Media Markt und Co. gar nicht erst zu reden, mit den Sachen kenne ich mich gut aus und ich merke direkt, wenn da einer Unsinn erzählt, nur um die Provision in die Höhe zu schrauben. Ausführlich über Wochenmärkte zu schlendern, dafür fehlt mir die Zeit, vllt. mach ich sowas als Rentner, wenn es diese Märkte dann noch gibt.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 26. Jan 2018, 09:07

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Jan 2018, 22:21)

Warum muss man dafür "arm" sein? Ich bin genervt vom einkaufen und allem, was damit zusammen hängt. Ich kaufe alles, was geht, online, und ich freue mich auf den Tag, an dem Discounter und Supermärkte ausliefern. Was will ich mit Beratung? Der Verkäufer will nur eins: verkaufen. Und auch wenn der Anzug an mir scheiße aussieht, wird er ihn trotzdem verkaufen wollen.

Ja na sicher. Deshalb läuft das mit diesem Thread vielleicht auch nicht so gut. "Zukunft des Supermarkts" ist vielleicht tatsächlich eher die Frage als "Supermarkt der Zukunft". Auch wenn ich bei schnell verderblichen Lebensmitteln weit eher auf den Aufstieg von solchen Dingen wie Direktverkauf, Fabrikverkauf, Kauf direkt beim Bauern oder zumindest sowas wie Lebensmittelkorbabonnements hoffe. Dass irgendein Lieferfahrzeug losfährt, nur weil mir nach Chicken Madras ist, find ich irgendwie bekloppt.

Jedenfalls. Der klassische Supermarkt ist - hoffentlich! - ein Auslaufmodell.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 26. Jan 2018, 10:46

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Jan 2018, 22:21)

Warum muss man dafür "arm" sein? Ich bin genervt vom einkaufen und allem, was damit zusammen hängt. Ich kaufe alles, was geht, online, und ich freue mich auf den Tag, an dem Discounter und Supermärkte ausliefern. Was will ich mit Beratung? Der Verkäufer will nur eins: verkaufen. Und auch wenn der Anzug an mir scheiße aussieht, wird er ihn trotzdem verkaufen wollen. Von den Verkäufern bei Media Markt und Co. gar nicht erst zu reden, mit den Sachen kenne ich mich gut aus und ich merke direkt, wenn da einer Unsinn erzählt, nur um die Provision in die Höhe zu schrauben. Ausführlich über Wochenmärkte zu schlendern, dafür fehlt mir die Zeit, vllt. mach ich sowas als Rentner, wenn es diese Märkte dann noch gibt.

Na bei Elektronik kaufe ich auch online. Wenn ich Komponenten für einen neuen PC brauche krieg ich die gewünschten Teil meist nur Online.
Aber bei Hosen oder Schuhen muß ich im Laden probieren. Online sehen die Artikel immer toll aus. Aber live dann eben doch nicht. Ode der Schuh ist etwas zu schmal. Dann muß man alles wieder zurückschicken. Davon bin ich genervt. Dann kauf ich lieber zweimal im Jahr den ganzen Tag ein. Setz mich noch in ein Eiscafe oder Speiselokal und hab einen schönen Tag.

Man muß sich manchmal auch die Zeit nehmen. Einen Gang zurückschalten.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon H2O » Fr 26. Jan 2018, 14:16

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Jan 2018, 10:46)

Na bei Elektronik kaufe ich auch online. Wenn ich Komponenten für einen neuen PC brauche krieg ich die gewünschten Teil meist nur Online.
Aber bei Hosen oder Schuhen muß ich im Laden probieren. Online sehen die Artikel immer toll aus. Aber live dann eben doch nicht. Ode der Schuh ist etwas zu schmal. Dann muß man alles wieder zurückschicken. Davon bin ich genervt. Dann kauf ich lieber zweimal im Jahr den ganzen Tag ein. Setz mich noch in ein Eiscafe oder Speiselokal und hab einen schönen Tag.

Man muß sich manchmal auch die Zeit nehmen. Einen Gang zurückschalten.


Mit den Kleider- und Schuhgrößen habe ich nach einmaligem Probelauf auch online-Möglichkeiten gefunden. Oberbekleidung von Walbusch und Schuhe von Avena. Die beiden halten seit Jahrzehnten die passenden Größen vor. Schuhe und aus meiner Sicht "gediegene" Herrensandalen extrabreit für meine Bauernfüße.

Also suche ich mir eine andere Ausrede, wenn ich einmal Lust auf ein Eis oder auf ein Essen habe, das man sich zu Hause so doch nicht zubereitet. Die Zeit nehme ich mir, und meine Nabenschaltung am Fahrrad drehe ich dann auch einen Gang zurück. :)
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Alter Stubentiger » Fr 26. Jan 2018, 15:11

H2O hat geschrieben:(26 Jan 2018, 14:16)

Mit den Kleider- und Schuhgrößen habe ich nach einmaligem Probelauf auch online-Möglichkeiten gefunden. Oberbekleidung von Walbusch und Schuhe von Avena. Die beiden halten seit Jahrzehnten die passenden Größen vor. Schuhe und aus meiner Sicht "gediegene" Herrensandalen extrabreit für meine Bauernfüße.

Also suche ich mir eine andere Ausrede, wenn ich einmal Lust auf ein Eis oder auf ein Essen habe, das man sich zu Hause so doch nicht zubereitet. Die Zeit nehme ich mir, und meine Nabenschaltung am Fahrrad drehe ich dann auch einen Gang zurück. :)

Gerade bei Schuhen habe ich ein echtes Problem was wirklich Bequemes zu finden. Und wie gesagt. Ich finde es befremdlich daß so vielen das hin und herschicken nicht auf die Nerven geht.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon H2O » Fr 26. Jan 2018, 15:22

Alter Stubentiger hat geschrieben:(26 Jan 2018, 15:11)

Gerade bei Schuhen habe ich ein echtes Problem was wirklich Bequemes zu finden. Und wie gesagt. Ich finde es befremdlich daß so vielen das hin und herschicken nicht auf die Nerven geht.


Ging mir genau so. Bei meinen Schuhkäufen kam ich wieder und wieder mit zu langen Schuhen nach Hause, weil mein Fuß ziemlich kräftig gebaut ist. Dabei gibt es systematisch auch breitere Ausführungen. Nur eben nicht in den Ladenketten der Innenstadt. Wenn Sie wirklich geschlagen sind mit breiten Füßen, dann versuchen Sie einmal meine online-Empfehlung. Ich bin seit Jahren nicht mehr in ein Ladengeschäft gegangen, um Schuhe zu kaufen.

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