Der Supermarkt der Zukunft

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Raskolnikof
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Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Raskolnikof » Mo 22. Jan 2018, 15:02

In den USA gibt es sie bereits und in der EU ist der Durchbruch ebenso zu erwarten: Supermärkte und Discounter ohne klassische Kasse.

Das Einkaufen selbst bereitet ja dem Kunden meist noch einen gewissen Spaß. Bei mir ist das jedenfalls so. Klar, in erster Linie arbeite ich meinen Einkaufszettel ab. Dabei schaue ich aber stets auch rechts und links neben meinen notierten Lebensmitteln vor dem Hintergrund, ob vielleicht eine neue Camembertsorte im Regal zu finden ist, die ich noch nicht kenne oder sonst etwas neues Leckeres zu entdecken gibt.
Irgendwann ist der Einkaufswagen dann gut gefüllt, besonders zum Wochenende. Es geht zur Kasse. Uff, eine lange Schlange und alle Einkaufswagen vor mir sind auch voll. „Siehe können schon an die letzte Kasse gehen“ ruft da die Kassiererin in die wartende Schlange. Ein Ruck geht in die Warteschlange. Ein Wagen kollidiert mit der Wade des Vordermannes. Aber das ist jetzt egal; Hauptsache man ist erster an der freien Kasse.
Ergo: Das ist ätzend!

Dies wissen auch die Konzernchefs der Supermarktketten und Discounter. Seit vielen Jahren schon arbeiten sie an der Kassiererlosen Kasse, an der selbst das Auspacken und wieder Einpacken der Ware hinfällig wird. In den USA gibt es sie schon. In Versuchsmärkten werden auch in Deutschland bereits verschiedene Datenerfassungs-und Bezahlsysteme getestet. Hier ist da die Metro-Gruppe und der Einkaufswagenhersteller Wanzl führend.
Ich will an dieser Stelle nicht die unterschiedlichen Techniken erklären. Dies würde hier zu weit führen. Nur so viel: Der Kunde entnimmt dem SB-Regal eine beliebige Ware und legt sie in seinen Einkaufswagen. Diese Handlung wird von dem Warenerfassungssystem genau erkannt und registriert. Der Kunde kann dies auf einem großen Display am Einkaufswagen (alternativ auch auf dem eigenen Smartphone oder Laptop) genau verfolgen. Eine evtl. vom Einkaufswagen ins Regal zurückgelegte Ware wird genau so erfasst.
An der Kasse gibt’s dann kein Fließband mehr, an der die Ware aus dem Einkaufswagen erst aus- und dann wieder eingepackt werden muss. Die eingesackte Ware ist ja längst erfasst und der Kunde weiß bereits genau, was er zu bezahlen hat. Er geht an den Bezahlomaten und zahlt da mit seiner Karte oder wahlweise mit dem Smartphone und der MobilePay-App.

Als Zwischenlösung zu diesem Supermarkt der Zukunft, der uns in den nächsten Jahren beschert wird hält derzeit die SB-Kasse Einzug. Ikea hat es mit seiner Expresskasse vorgemacht. Man geht an die Kasse, scannt seine Ware selbst und zahlt anschließen mit seiner Giro-, Kredit- oder Kundenkarte (Family-Card). In Dänemark hat sich diese Bezahlform in den größeren Filialen der Supermarktketten längst eingebürgert. Während die älteren Menschen da überwiegend beim alten gewohnten System bleiben nutzen da jüngere Menschen mehr und mehr die SB-Kasse. Diese SB-Kassensysteme finden jetzt zunehmend auch in deutschen Supermärkten Einzug, z.B. bei Real.
Trotz enormer Investitionen für derartige SB-Kassen scheint sich das für die Handelsketten infolge Personaleinsparung zu rentieren.

Natürlich sehe auch ich die Nachteile dieser Entwicklung. Die Kassiererin scheint eine aussterbende Spezies zu sein und muss sich nach einem anderen Niedriglohnjob umschauen. Noch hat sie aber etwas Zeit. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Falls zu diesem Thema Diskussionsbedarf besteht: Auch wenn bargeldloses Bezahlen nicht von der Supermarktkasse der Zukunft zu trennen ist, soll es hier nicht vordergründig um Bargeldlosen Zahlungsverkehr mit seinen Vor- und Nachteilen gehen. Dafür gibt es einen eigenen Thread. Ich bitte freundlichst, dieses zu beachten:
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 22. Jan 2018, 15:09

So etwas fände ich auch toll, ich verstehe auch nicht wirklich, warum so etwas nicht schon lange funktioniert, an der Technik kann es imho nicht liegen. Und wenn es einen Bezahlautomaten gibt, wo man selbst tätig werden muss, dann kann der auch Bargeld fressen, das wäre doch gar kein Problem. Aber wie ist das mit Ladendiebstahl? Kann man den vollen Einkaufswagen auch ohne Zahlung aus dem Supermarkt schieben oder gibt es da eine Art Schleuse? Das wäre dann wieder ein Punkt, wo es sich stauen könnte.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon frems » Mo 22. Jan 2018, 15:12

Anfangs haperte die Detektion noch. Der Test ist aber auch nicht schlecht:

Die Eröffnung des Ladens war bereits vor rund einem Jahr erwartet worden. Die Technik hatte jedoch Probleme, bei größeren Menschenmengen den Überblick zu behalten. Diese seien inzwischen behoben, hieß es. Den Härtetest habe die Technik bestanden, als mehrere verkleidete Mitarbeiter in gleich aussehenden Kostümen des Pokémon Pikachu reingeschickt worden seien.

https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 47448.html
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Excellero » Mo 22. Jan 2018, 15:17

HMM wenn die auf einen Kassierer verzichten, wirds dann auch günstiger oder wirft der Laden dann nur mehr Geld ab?
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 22. Jan 2018, 15:19

Bei den Discountern wird der Preiskampf dann sicher in eine neue Runde gehen.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon frems » Mo 22. Jan 2018, 15:29

Excellero hat geschrieben:(22 Jan 2018, 15:17)

HMM wenn die auf einen Kassierer verzichten, wirds dann auch günstiger oder wirft der Laden dann nur mehr Geld ab?

Naja, ohne Personal kommt das Konzept nicht aus. Andererseits fallen ja nicht nur die Kosten für die Kassierer weg, sondern weitere systembedingte Nachteile, z.B. Aufwand für Sicherung des Geldes, Fehler bei der Ausgabe von Wechselgeld, Betrug mit un- bzw. zu spät erkanntem Falschgeld, Zeitaufwand für Kontrolle der Kassen, An- und Abtransport von Scheinen und Münzen, damit man stets genug auf Lager hat, Kosten des Wechselns bei der Bank bzw. Dienstleister usw. usf.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Raskolnikof » Mo 22. Jan 2018, 15:41

Tom Bombadil hat geschrieben:(22 Jan 2018, 15:09)

So etwas fände ich auch toll, ich verstehe auch nicht wirklich, warum so etwas nicht schon lange funktioniert, an der Technik kann es imho nicht liegen. Und wenn es einen Bezahlautomaten gibt, wo man selbst tätig werden muss, dann kann der auch Bargeld fressen, das wäre doch gar kein Problem. Aber wie ist das mit Ladendiebstahl? Kann man den vollen Einkaufswagen auch ohne Zahlung aus dem Supermarkt schieben oder gibt es da eine Art Schleuse? Das wäre dann wieder ein Punkt, wo es sich stauen könnte.

Bei den Kassiererlosen Kassen soll grundsätzlich bargeldlos bezahlt werden. Die Handelsketten wollen da nicht weiter mit Bargeld hantieren wollen (siehe Ikea-Expresskasse).
Der Ladendiebstahl wird schwierig bis unmöglich. Wenn du etwas aus dem Warenregal nimmst ist die bereits als entnommen registriert. Steckst du die in die Jackentasche, wird sie trotzdem deinem Warenkorb hinzugefügt.
Dann gibt es noch zwei grundsätzlich unterschiedliche Systeme, die derzeit in der Praxis erprobt werden: Ein System funktioniert so, dass der Kunde anonym den Supermarkt betritt, alle Waren in den Einkaufswagen legt und sich dann zur Kasse begibt. Da gibts dann in der Tat eine Schleuse, die sich erst nach dem Bezahlvorgang öffnet und dann wieder schließt.
Ein anderes Modell (z.B. "Amazon go") machts noch einfacher: Der bei der jeweiligen Handelsgruppe registrierte Kunde wird im Eingangsbereich entweder automatisch personalifiziert oder mit Hilfe seines Smartphones und einer entsprechenden App erfasst. Der Kunde kauft wieder ganz normal ein und verlässt den Markt so einfach wie er ihn betreten hat. Nicht einmal ein Stop an der Kasse ist erforderlich. Die gibt es ja nicht mehr. :)
Der Rechnungsbetrag wird in Echtzeit vom Konto des Kunden abgebucht und befindet sich bereits auf dem Konto des Unternehmers, noch bevor der Kunde seine Waren im Wagen verstaut hat.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 22. Jan 2018, 15:51

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Jan 2018, 15:41)

Bei den Kassiererlosen Kassen soll grundsätzlich bargeldlos bezahlt werden.

"Soll" ist ja schön und gut, da müssen die Kunden dann aber auch mitspielen.

Bei Amazon Go entfällt die Wartezeit weitgehend, man muss trotzdem eine Schranke öffnen, aber das ist trotzdem schonmal eine Beschleunigung. Man müsste halt mal sehen, wie sich das System an einem Samstag morgen in einem proppevollen deutschen Supermarkt schlägt.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Raskolnikof » Mo 22. Jan 2018, 16:09

Nun ist es so, dass die Supermarktketten nicht nur die Vorteile ihrer Kunden im Fokus haben. In erster Linie denken die natürlich an ihre Vorteile.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Misterfritz » Mo 22. Jan 2018, 16:23

Wenn man mal von dem ganzen Bezahlvorgang absieht, der heutzutage evtl. nervig sein kann (der geübte Einkäufer plant die Zeit an der Kasse mit ein ;) ), dürfte so ein Supermarkt noch mehr Verpackungsmüll produzieren. Und das vor dem Hintergrund, dass diese Entwicklung gestoppt werden soll, ja gar eine Plastiksteuer angedacht ist, fragt sich, ob es in solchen Supermärkten dann wirklich noch preiswerter wird.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon frems » Mo 22. Jan 2018, 16:31

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Jan 2018, 15:41)
Steckst du die in die Jackentasche, wird sie trotzdem deinem Warenkorb hinzugefügt.

Genau genommen ist das nicht nur die Absicherung gegen Diebstahl, sondern Ziel des Systems. Wer nur kleinere Einkäufe hat, geht in den Laden, steckt sich die Zigaretten in die Jackentasche und die XXL-Kondome flink in den Rucksack, um sofort wieder rauszugehen. So spart man sich auch die Betriebskosten, wenn es nur wenige/keine Einkaufswagen gibt.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Raskolnikof » Mo 22. Jan 2018, 17:07

Misterfritz hat geschrieben:(22 Jan 2018, 16:23)
Wenn man mal von dem ganzen Bezahlvorgang absieht, der heutzutage evtl. nervig sein kann (der geübte Einkäufer plant die Zeit an der Kasse mit ein ;) ), dürfte so ein Supermarkt noch mehr Verpackungsmüll produzieren...

Wieso das?
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Raskolnikof » Mo 22. Jan 2018, 17:14

frems hat geschrieben:(22 Jan 2018, 16:31)

Genau genommen ist das nicht nur die Absicherung gegen Diebstahl, sondern Ziel des Systems. Wer nur kleinere Einkäufe hat, geht in den Laden, steckt sich die Zigaretten in die Jackentasche und die XXL-Kondome flink in den Rucksack, um sofort wieder rauszugehen. So spart man sich auch die Betriebskosten, wenn es nur wenige/keine Einkaufswagen gibt.

Du kannst ganz sicher sein, dass die Marktstrategen auch dieses Problem im Auge haben. Eine 100-prozentige Absicherung gegen Diebstahl ist nur bei einem System möglich, bei dem der Kunde bereits beim Betreten des Marktes personalifiziert wird. Dann kann er sich die geklauten Lümmeltüten hinstecken wo er will, die sind registriert.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon H2O » Mo 22. Jan 2018, 17:16

Aus meiner Sicht muß doch die Identität des Kunden entweder mit dem Einkaufswagen verbunden sein, oder aber er trägt eine Kennung mit sich herum, die vom Regal gelesen werden kann, wenn er Ware entnimmt oder zurück legt. Im ersten Fall müßte doch der Wagen praktisch "am Mann" sein, um die Zuordnung zum Entnehmer her zu stellen. Im zweiten Fall wäre der Mann zugleich "der Wagen".

Ich vermute, daß die Regale vernetzt sind und daß von dort die Informationen zur automatischen Kasse laufen. Ist das vielleicht schon eine erste Anwendung von SIGFOX, dem Internet der Dinge?
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Raskolnikof » Mo 22. Jan 2018, 17:34

Wie ich eingangs sagte gibt es da verschiedene Techniken. Eine ist die, dass jede Ware bereits vom Lieferanten aus mit einem aufgedruckten RFID-Chip versehen ist. In Millionenauflage schlägt der kostenmäßig kaum noch zu Buche. Geht der Kunde dann mit seine 45 Waren zur Kasse scannt diese in Sekundenschnelle alles und der Bezahlvorgang erfolgt. Eine Kontrolle hat der Kunde immer über das Displayam Einkaufswagen oder seinem Smartphone.
Eine andere Möglichkeit ist die, dass jeder registrierte Kunde (verpflichtend) im gesamten Markt ununterbrochen von Sensoren erfasst ist die jede Entnahme einer Ware aus einem Regal erfassen. Auch kombinierte Systeme sind möglich. Das alles klingt reichlich kompliziert, ist es in Wirklichkeit aber nicht. Es gilt jetzt eigentlich nur noch, derartige Systeme effizent und möglichst kostengünstig zu gestalten. Anfangs wird es da bestimmt unzählige Pannen geben. davon bin ich überzeugt. Dies wird man aber in den Griff bekommen.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 22. Jan 2018, 17:46

Raskolnikof hat geschrieben:(22 Jan 2018, 17:34)

Das alles klingt reichlich kompliziert, ist es in Wirklichkeit aber nicht. Es gilt jetzt eigentlich nur noch, derartige Systeme effizent und möglichst kostengünstig zu gestalten. Anfangs wird es da bestimmt unzählige Pannen geben. davon bin ich überzeugt. Dies wird man aber in den Griff bekommen.


Eine Vorstufe hab ich neulich schon bei Declathon gesehen. Da ist wohl alles mit einem RFID-Chip versehen. Da schmeißt der Kunde seine Ware sowohl an der richtigen Kasse (also der mit Kassierer) als auch am kassiererlosen Bezahlsystem nur noch in eine in so eine Art Box in der die Ware dann automatisch erkannt wird. Ich vermute aber mal, dass da noch ein Abgleich über das Gewicht erfolgt um Missbrauch auszuschließen.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon Raskolnikof » Mo 22. Jan 2018, 17:50

Das Umpacken der Ware an der Kasse ist aber nicht Sinn des Ganzen.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon H2O » Mo 22. Jan 2018, 17:58

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(22 Jan 2018, 17:46)

Eine Vorstufe hab ich neulich schon bei Declathon gesehen. Da ist wohl alles mit einem RFID-Chip versehen. Da schmeißt der Kunde seine Ware sowohl an der richtigen Kasse (also der mit Kassierer) als auch am kassiererlosen Bezahlsystem nur noch in eine in so eine Art Box in der die Ware dann automatisch erkannt wird. Ich vermute aber mal, dass da noch ein Abgleich über das Gewicht erfolgt um Missbrauch auszuschließen.


Ich habe Schwierigkeiten, mir vor zu stellen, auf welche Weise viele RFIDs zugleich oder nacheinander im Einkaufswagen auf dem Haufen liegend erfaßt werden können. Das "DECATLON-Verfahren" vermeidet dieses Durcheinander durch den Käufer an der Kasse. RFID-Chips dienen auch zur digitalen Kennung von Haustieren. Denen wird am Hals der Chip eingespritzt, und dann kann man mit einem speziellen Lesegerät in geringem Abstand die Kennung auslesen. Eine ganze Schafsherde wird man sicher nicht mit einem Schlage erfassen können.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Mo 22. Jan 2018, 18:04

H2O hat geschrieben:(22 Jan 2018, 17:58)

Ich habe Schwierigkeiten, mir vor zu stellen, auf welche Weise viele RFIDs zugleich oder nacheinander im Einkaufswagen auf dem Haufen liegend erfaßt werden können. Das "DECATLON-Verfahren" vermeidet dieses Durcheinander durch den Käufer an der Kasse.


Grundsätzlich ist das kein Problem. Erkannt wird das schon. Letztendlich erfolgt bei Declaton ja auch nur noch eine Bestätigung des Einkaufs, dadurch, dass die Ware nochmal extra in eine Schale gelegt wird. Erkannt wird das heute aber schon. Und letztendlich ist es wohl auch vielmehr eine Frage, dass sich der Käufer daran gewöhnt und vor allem auch dem System vertraut.
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Re: Der Supermarkt der Zukunft

Beitragvon jack000 » Mo 22. Jan 2018, 18:07

Generell ist es so, dass das Kassierpersonal verschwinden wird. SB-Kassen sind da allerdings nicht der Ersatz sondern nur eine vorübergehende Erscheinung mit der nicht wirklich Änderungen kommen werden, da auch diese entsprechende Nachteile haben.
=> Es wird das System kommen welches die Waren im Einkaufswagen automatisch registrieren und dann bargeldlos bezahlt werden. Alles andere ist Quatsch oder eine Zwischenlösung!

Aber in der Tat sehe ich da auch keine großen Anstrengungen in Deutschland das umzusetzen. Es scheint so, dass die Kosten fürs kassieren nicht so sehr ins Gewicht fallen, dass kein hoher Druck herrscht da Änderungen / Investitionen (Die neue Technik gibt es ja nicht geschenkt) vorzunehmen.
=> Sobald das aber ein Supermarkt hat, das die Kunden nur noch den Wagen durch einen Scanner schieben müssen wird das der "Dammbruch" sein ... wer dann nicht mitzieht wird dann weg vom Fenster sein.
Es wird sogar nicht mehr im PF geleugnet: "Ja die Gewalt gegen Frauen hat bedingt durch Zuwanderung zugenommen, und jetzt?"

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