Ende der Dieselsubventionen?

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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon jorikke » Do 14. Dez 2017, 17:42

Teeernte hat geschrieben:(14 Dec 2017, 17:30)

Jou... Du als Wähler - :thumbup: - nur wenn Gro.KO. das so beschliesst - Du hast (K)EINE Alternative ??


Ich hab die Karre gekauft, da galt man als Dieselfahrer noch als Saubermann.
Als frems mich darauf hinwies, was für eine Umweltpestbeule ich bin, habe ich das Auto sofort in Zahlung gegeben und mir einen sauberen Benziner gekauft. Der ist so sauber, kostet obwohl 110 PS und Spitze über 200 nur noch 42,-€ Steuern im Jahr.
Wird aber erst in knapp drei Monaten geliefert.
So lange bleiben die Diesel Preise noch "untersteuert".
Basta.
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon frems » Do 14. Dez 2017, 17:50

Teeernte hat geschrieben:(13 Dec 2017, 18:21)

Der VW-Betrüger schreit - haltet den Dieb - der hat MEIN Messer im Rücken.

::Dass der Deutsche Staat GELD (Steuergeld/Subvention) an die Ölmultis zahlt - ist mir neu.

Diesel-Subventionen - (Ein Linksgrüner Kampfbegriff)

Subvention heißt nicht nur, dass man öffentliche Gelder direkt reinpumpt. Eine Begünstigung gegenüber "Konkurrenzprodukten" ist ebenfalls eine Subvention. Davon abgesehen ist jeder private Pkw in Deutschland subventioniert, weil die Gesellschaft mehr Geld fürs Verkehrswesen ausgibt als Autohalter über Steuern, Versicherungen etc. reinzahlen. (Und nicht herumbölken: das ist okay, da Mobilität auch ein soziales Gut ist; heißt aber nicht, dass man nicht verkehrslenkend in die Mobilität eingreifen solle)
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon Teeernte » Do 14. Dez 2017, 17:55

frems hat geschrieben:(14 Dec 2017, 17:50)

Subvention heißt nicht nur, dass man öffentliche Gelder direkt reinpumpt. Eine Begünstigung gegenüber "Konkurrenzprodukten" ist ebenfalls eine Subvention. Davon abgesehen ist jeder private Pkw in Deutschland subventioniert, weil die Gesellschaft mehr Geld fürs Verkehrswesen ausgibt als Autohalter über Steuern, Versicherungen etc. reinzahlen. (Und nicht herumbölken: das ist okay, da Mobilität auch ein soziales Gut ist; heißt aber nicht, dass man nicht verkehrslenkend in die Mobilität eingreifen solle)



Wer ist von den Treibstoffverkäufern (gegenüber "Konkurrenzprodukten") nun dadurch begünstigt ?
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon frems » Do 14. Dez 2017, 19:09

Teeernte hat geschrieben:(14 Dec 2017, 17:55)

Wer ist von den Treibstoffverkäufern (gegenüber "Konkurrenzprodukten") nun dadurch begünstigt ?

Wer redet denn von den Zwischenhändlern? Wie auch immer: begünstige ich Diesel steuerlich gegenüber Benzin, ist das eben auch eine Subvention. Die Formulierungen in der Presse sind nur halt oftmals ungünstig, da Benzin ja auch subventioniert wird -- nur eben nicht ganz so stark.
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon frems » Do 14. Dez 2017, 19:21

jorikke hat geschrieben:(14 Dec 2017, 17:42)

Ich hab die Karre gekauft, da galt man als Dieselfahrer noch als Saubermann.
Als frems mich darauf hinwies, was für eine Umweltpestbeule ich bin, habe ich das Auto sofort in Zahlung gegeben und mir einen sauberen Benziner gekauft. Der ist so sauber, kostet obwohl 110 PS und Spitze über 200 nur noch 42,-€ Steuern im Jahr.
Wird aber erst in knapp drei Monaten geliefert.
So lange bleiben die Diesel Preise noch "untersteuert".
Basta.

Jetzt gib nicht mir die Schuld, dass Du zukünftig das Klima killst und noch immer, wenn auch weniger stark, Deine Mitmenschen vergiftest. :x
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon H2O » Do 14. Dez 2017, 20:05

frems hat geschrieben:(14 Dec 2017, 19:09)

Wer redet denn von den Zwischenhändlern? Wie auch immer: begünstige ich Diesel steuerlich gegenüber Benzin, ist das eben auch eine Subvention. Die Formulierungen in der Presse sind nur halt oftmals ungünstig, da Benzin ja auch subventioniert wird -- nur eben nicht ganz so stark.


Wie das? Ich hatte mir einen Spruch an der Tankstelle gemerkt, daß der Betreiber Kraftstoffe verkaufen wollte und sich nun als Steuereintreiber fühlt. Und 75% des Abgabepreises sind Steuern... habe ich nicht geprüft.

So werden wir Dieselfahrer der AfD in die Arme getrieben... oder wollen die auch Diesel höher besteuern? :cool:
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon jorikke » Do 14. Dez 2017, 20:22

frems hat geschrieben:(14 Dec 2017, 19:21)

Jetzt gib nicht mir die Schuld, dass Du zukünftig das Klima killst und noch immer, wenn auch weniger stark, Deine Mitmenschen vergiftest. :x


Auch du bist mein Mitmensch.
So gesehen, eine gute Tat.
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon frems » Do 14. Dez 2017, 20:35

H2O hat geschrieben:(14 Dec 2017, 20:05)

Wie das? Ich hatte mir einen Spruch an der Tankstelle gemerkt, daß der Betreiber Kraftstoffe verkaufen wollte und sich nun als Steuereintreiber fühlt. Und 75% des Abgabepreises sind Steuern... habe ich nicht geprüft.

So werden wir Dieselfahrer der AfD in die Arme getrieben... oder wollen die auch Diesel höher besteuern? :cool:

Jedes Fahrzeug, auch mit Akku oder Gas, wird im Schnitt mit 2000 Euro pro Jahr subventioniert. Das "wie" ist relativ unspektakulär: die Gesellschaft gibt mehr Geld für den motorisierten Individualverkehr aus als der Staat über Steuern einnimmt. Ich weiß, zum löchrigen Sommer kommt mal die BILD, NTV, die WELT oder der FOCUS daher und berichten das Gegenteil, aber das sollte man nicht ernstnehmen.
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon H2O » Do 14. Dez 2017, 20:48

frems hat geschrieben:(14 Dec 2017, 20:35)

Jedes Fahrzeug, auch mit Akku oder Gas, wird im Schnitt mit 2000 Euro pro Jahr subventioniert. Das "wie" ist relativ unspektakulär: die Gesellschaft gibt mehr Geld für den motorisierten Individualverkehr aus als der Staat über Steuern einnimmt. Ich weiß, zum löchrigen Sommer kommt mal die BILD, NTV, die WELT oder der FOCUS daher und berichten das Gegenteil, aber das sollte man nicht ernstnehmen.


Ok, kann man vermutlich auch begründen: Jeder Gewerbebetrieb ist auf diese Infrastruktur angewiesen, sogar der Pflegefall bei "Essen auf Rädern". Oder der akut Erkrankte, damit ihm rechtzeitig geholfen werden kann. Dann die Online-Händler und ihre Zusteller. Wer Milch und Gemüse haben möchte, der braucht nicht nur Wiesen und Äcker. Dann das Tafelwasser aus den Vogesen... das muß man in Flensburg haben, so wie "Flens" im Allgäu.

Ich schlage vor, wir schaffen alle Steuern rund ums Auto ab, und wir bezahlen auskömmliche und benutzungsgerechte Straßenbenutzungsgebühren. Wird jährlich ausgerechnet, und dann ab die Post! :cool: Jean Claude Juncker... wäre das nix für ganz Europa?
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon frems » Do 14. Dez 2017, 20:56

H2O hat geschrieben:(14 Dec 2017, 20:48)

Ok, kann man vermutlich auch begründen: Jeder Gewerbebetrieb ist auf diese Infrastruktur angewiesen, sogar der Pflegefall bei "Essen auf Rädern". Oder der akut Erkrankte, damit ihm rechtzeitig geholfen werden kann. Dann die Online-Händler und ihre Zusteller. Wer Milch und Gemüse haben möchte, der braucht nicht nur Wiesen und Äcker. Dann das Tafelwasser aus den Vogesen... das muß man in Flensburg haben, so wie "Flens" im Allgäu.

Wie gesagt, Mobilität ist wichtig und daher ist nichts dagegen einzuwenden, wenn die Gesellschaft etwas draufzahlt. Ich wollte nur sagen, dass diese "Melkkuh der Nation"-Story, die manchmal durch die seichten Gazetten geistert, fernab der Realität sind. Da kommt halt manchmal ein fachfremder Journalist daher, schaut auf die Einnahmen durch Steuern und setzt sie in Vergleich zu den Bundesausgaben für Neu- und Ausbau. Blöderweise ignoriert man betriebswirtschaftliche Kosten durch Betrieb (Sanierung, Verkehrspolizeien, ...), durch Investitionen durch Länder und Kommunen komplett sowie die volkswirtschaftlichen Kosten durch Unfälle, Lärm, Versiegelung etc. pp.

Ich schlage vor, wir schaffen alle Steuern rund ums Auto ab, und wir bezahlen auskömmliche Straßenbenutzungsgebühren. Wir jährlich ausgerechnet, und dann ab die Post!

So eine Echtzeitmaut wird auch immer wieder diskutiert und langfristig will man in Europa eine nutzerorientierte Finanzierung anstelle einer steuerlichen. Aber das ist ein sehr zäher Prozess, da Autofahrer bekanntlich große Schwierigkeiten mit Veränderungen haben. Ich habe mich übrigens leicht geirrt. Nicht 2.000 Euro, sondern ca. 2.100 Euro sind es pro Pkw bzw. 88,3 Mrd. Euro, die die Gesellschaft mehr zahlt als Autofahrer und Versicherungen abdrücken (http://www.qucosa.de/fileadmin/data/quc ... sts_EN.pdf). Und das sind nur die Externalitäten, sodass die Gesamtsumme nochmal etwas höher ausfällt. Man möge es mir verzeihen.
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon H2O » Do 14. Dez 2017, 21:04

frems hat geschrieben:(14 Dec 2017, 20:56)

Wie gesagt, Mobilität ist wichtig und daher ist nichts dagegen einzuwenden, wenn die Gesellschaft etwas draufzahlt. Ich wollte nur sagen, dass diese "Melkkuh der Nation"-Story, die manchmal durch die seichten Gazetten geistert, fernab der Realität sind. Da kommt halt manchmal ein fachfremder Journalist daher, schaut auf die Einnahmen durch Steuern und setzt sie in Vergleich zu den Bundesausgaben für Neu- und Ausbau. Blöderweise ignoriert man betriebswirtschaftliche Kosten durch Betrieb (Sanierung, Verkehrspolizeien, ...), durch Investitionen durch Länder und Kommunen komplett sowie die volkswirtschaftlichen Kosten durch Unfälle, Lärm, Versiegelung etc. pp.


So eine Echtzeitmaut wird auch immer wieder diskutiert und langfristig will man in Europa eine nutzerorientierte Finanzierung anstelle einer steuerlichen. Aber das ist ein sehr zäher Prozess, da Autofahrer bekanntlich große Schwierigkeiten mit Veränderungen haben. Ich habe mich übrigens leicht geirrt. Nicht 2.000 Euro, sondern ca. 2.100 Euro sind es pro Pkw bzw. 88,3 Mrd. Euro, die die Gesellschaft mehr zahlt als Autofahrer und Versicherungen abdrücken (http://www.qucosa.de/fileadmin/data/quc ... sts_EN.pdf). Und das sind nur die Externalitäten, sodass die Gesamtsumme nochmal etwas höher ausfällt. Man möge es mir verzeihen.


Freut mich aber wirklich, daß die EU über eine benutzungsgerechte und kostendeckende Maut nachdenkt. Warum konnte bloß unser aller Dobrindt damit nichts anfangen?
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon frems » Fr 15. Dez 2017, 11:17

H2O hat geschrieben:(14 Dec 2017, 21:04)

Freut mich aber wirklich, daß die EU über eine benutzungsgerechte und kostendeckende Maut nachdenkt. Warum konnte bloß unser aller Dobrindt damit nichts anfangen?

Weil er sich in den Kopf gesetzt hat, ein total wirres Mautsystem auf den Weg zu bringen, das nicht ansatzweise irgendwelche Ähnlichkeiten mit Systemen in anderen Ländern hat. Zudem sind Veränderungen im Verkehrswesen immer sehr unbeliebt. Selbst wenn die motorisierten Volkszertreter Geld sparen könnten, würden sie bei einer Umstellung erstmal Sturm laufen. Das ist eine sehr emotionale, erotische Angelegenheit in Deutschland. Die Leute würden eher ihre Ehefrau als ihr Auto als hässlich bezeichnen.
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon yogi61 » Fr 15. Dez 2017, 11:56

frems hat geschrieben:(15 Dec 2017, 11:17)

Weil er sich in den Kopf gesetzt hat, ein total wirres Mautsystem auf den Weg zu bringen, das nicht ansatzweise irgendwelche Ähnlichkeiten mit Systemen in anderen Ländern hat. Zudem sind Veränderungen im Verkehrswesen immer sehr unbeliebt. Selbst wenn die motorisierten Volkszertreter Geld sparen könnten, würden sie bei einer Umstellung erstmal Sturm laufen. Das ist eine sehr emotionale, erotische Angelegenheit in Deutschland. Die Leute würden eher ihre Ehefrau als ihr Auto als hässlich bezeichnen.


Wobei man fairerweiser betonen sollte, dass es nicht unbedingt die Schuld der Autofahrer ist, wenn Teile des Hirns bei diesen Themen nicht mitspielen, weil sie in diesem Land in der Regel schon seit der Kindheit mit dem Auto-Fetisch aufgewachsen sind und entsprechend konditioniert wurden. So eine Hirnwäsche muss normalerweise gesamt psychiatrisch gesehen werden und müsste eigentlich auch so therapiert werden.
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon H2O » Fr 15. Dez 2017, 15:56

frems hat geschrieben:(15 Dec 2017, 11:17)

Weil er sich in den Kopf gesetzt hat, ein total wirres Mautsystem auf den Weg zu bringen, das nicht ansatzweise irgendwelche Ähnlichkeiten mit Systemen in anderen Ländern hat. Zudem sind Veränderungen im Verkehrswesen immer sehr unbeliebt. Selbst wenn die motorisierten Volkszertreter Geld sparen könnten, würden sie bei einer Umstellung erstmal Sturm laufen. Das ist eine sehr emotionale, erotische Angelegenheit in Deutschland. Die Leute würden eher ihre Ehefrau als ihr Auto als hässlich bezeichnen.


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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon KarlRanseier » Mo 18. Dez 2017, 22:05

Die Staaten lenken die Nachfrage. In Deutschland wollte man lange Zeit, dass die Menschen, besonders die Vielfahrer, Diesel-PKW kauften. Das war im Sinne der Automobilindustrie, der sich die deutsche Politik traditionell verpflichtet fühlt. Ungeniert vergab man großzügige Subventionen, wie z.B. die "Abwrackprämie", damit sich die Leute neue Autos kauften. Die Frage, ob es die Aufgabe des Staates ist, die Profite der Konzerne zu sichern, darf gestellt werden.

In Norwegen werden prozentual viel mehr Elektrofahrzeuge neu zugelassen als bei uns. Auch das geschieht durch steuerliche Anreize und andere Vergünstigungen für Fahrer von Elektrofahrzeugen.

Diesel-PKW sind absurd und sollten möglichst schnell von den Straßen verschwinden. Benziner könnten später folgen. Allerdings ist Deutschland ein bitterarmes Land und kann es sich, im Gegensatz zu Norwegen, zweifellos gar nicht leisten, auch nur auf einen kleinen Teil der Mineralölsteuer, die für dieses Land nach Einkommen- und Mehrwertsteuer die drittgrößte Einnahmequelle darstellt, zu verzichten. An jedem Liter in Deutschland verkauften Benzins "verdient" dieses Land mehr als Ölkonzern und Herkunftsland ZUSAMMEN. Und Strom wird man nicht so leicht hoch besteuern können...

Unfair ist allerdings der Umgang mit den Menschen, die auf die Betrügereien einiger deutscher Automobilkonzerne hereingefallen sind. In Rechtsstaaten ist die Situation so, dass man, wenn man den Betrug eines Herstellers nachweist, MINDESTENS den Kauf rückgängig machen kann. In einer Bananenrepublik allerdings, der die Konzerne ganz besonders am Herzen liegen, ist es anders, da müssen die Betrugsopfer die Suppe auslöffeln...
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon immernoch_ratlos » Di 19. Dez 2017, 10:33

Du magst ja im großen Ganzen mit den Motiven richtig liegen - nur wer Benzin produziert, hat ein "Problem". Rohöl wird "destiliert" (verdampft) und beim kondensieren werden die leichte Bestandteile von den "mittleren" und "schweren" getrennt. Die "Leichten" das ist in etwa Benzin.

Wohin aber mit dem "Rest" - tja leichtes Heizöl oder Diesel ? Jedenfalls, je mehr Benzin, desto mehr Heizöl und Diesel. Was bringt allen Beteiligten mehr ein - besonders der Saft, der sich gut beteuern lässt ? Was ist dann "wünschenswert" für alle Beteiligten ? Womit lässt sich der Absatz steigern ? Von denen die zwar viel brauchen, aber relativ wenige sind ? Eher nicht - teilweise muss da auch anderen gründen steuerlich subventioniert werden - dort geht also nicht gerade viel. Bleiben noch die bei geschicktem Marketing deutlich erhöhbaren privaten PKW - beide "Interessenten" haben so etwas davon. Das erklärt sich auch die enge Symbiose. So richtet in der "sozialen Marktwirtschaft" das "Soziale" eben auch den Markt.

Dumm nur - die gute Nachricht - in einem Liter Diesel stecken 13 Prozent mehr Energie als in einem Liter Benzin, weil Diesel einfach dichter ist. Nun die schlechte Nachricht - wenn der dichtere Diesel verbrannt wird, entstehen dabei entsprechend mehr Abgase.

Das wurde wohl "nicht vom Ende her gedacht". Nun ist mit reichlich Millionen von Dieselfahrzeugen das (realistische) Ende nah. In einem endlichen "Luftkörper" kann man eben nicht unendlich viele Abgase "über die Zeit" einbringen. Speziell nicht, wenn man dabei an "ungünstigen Orten" (Städte genannt) diese "unerwünschten Nebenwirkungen" konzentriert - sicher nicht willentlich, aber so ist die Natur eben - völlig unpolitisch und Geld kennt sie auch nicht.

So hängst wieder mal alles mit allem höchst unerfreulich zusammen. Wer nach wie vor glaubt, nur weil ein Staat eine eigene Hymne, eine eigene Verfassung und "Grenzen" hat, könne der immer noch wie sehr viel früher entscheiden was im Lande geschieht, hat das mit der "Globalisierung" nicht wirklich begriffen. Die "Tommys" versuchen das gerade mit der "Unabhängigkeit" - wenigstens ist dort viel Wasser zwischen UK und der "globalen Welt". Anders D, unsere Grenzen haben riesige Löcher - wie sonst sollte der "Welthandel" funktionieren :?: Wer glaub, im eigenen Land noch alles beliebig steuern zu können, dem läuft "seine" längst nicht mehr "nationale Industrie" samt der Arbeitsplätze einfach davon oder eben gerade begonnen, kommt mit immer weniger "Personal" aus :(

Politik versucht mehr oder weniger erfolgreich das irgendwie im Griff zu behalten. Ist "man" zu national, mag das ja die "Zustimmung" erfreulich nach oben treiben. Können die Unternehmen - die wirklich großen - da nicht genug verdienen, sind sie längst prächtig und "global" aufgestellt. Was "muss" - was "wird" - denn noch in D selbst produziert werden :?: Besonders dann, wenn die o.g. "Symbiose" nicht mehr funktioniert :?: Gegenwärtig läuft das so prächtig, weil "wir" die Welt beliefern und nicht umgekehrt. Ein Blick in die Länder, welche eben noch aus D ihre Produkte beziehen zeigt, auch Hartgesottenen (wenn sie das sehen WOLLEN), wie man lebt, wenn nur noch das was man gerade bezahlen kann aber dann von Anderen geliefert wird.

Wie sieht es dort dann mit den "sozialen" Möglichkeiten des ach so unabhängigen Staates aus :?: Das Problem mit Nationalisten und Pseudokommunisten ist immer das Selbe - sie "denken die Sache eben nicht vom Ende her". Einfach mal beobachten was in UK passiert, wenn sie sich mal probeweise von der Welt trennen. Immerhin erleichtert das Meer vieles, aber das sie keineswegs ganz alleine klarkommen, haben dt. U-Boote im WW II doch schon mal sehr drastisch vorgeführt. Die Inseln können sich ohne Importe weder ernähren, noch sonst wie gedeihen. Nur damals brauchte die Welt wohl UK noch - doch wie ist das in 20xx ?

"Uns" fehlt sogar das Meer "ringsum" und so ganz "national unabhängig" wird es also eher nicht funktionieren - sprich "wir" sind vollkommen abhängig und es ist lediglich eine Frage des politischen Geschicks wie "gut" wir damit (über)leben. Von dem was D alleine "hergibt" reicht es noch nichteinmal für "geregelte Mahlzeiten". Auch mit allem sonst sieht es sehr, sehr mager aus - auch da hilft ein Blick zurück in den WW II.... :dead:
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 19. Dez 2017, 16:49

KarlRanseier hat geschrieben:(13 Dec 2017, 18:35)

1. "Linksgrün" ist ein inhaltsleerer Begriff der AfD-Dumpfbacken, der alles beinhaltet, was denen nicht passt.

2. Natürlich ist Diesel nicht subventioniert, aber er ist, weil die Steuern darauf niedriger sind, in Deutschland deutlich billiger als Benzin. Und dafür gibt es keinen nachvollziehbaren Grund. Im Gegenteil, aufgrund der Umweltbelastung müsste Diesel deutlich teurer sein als Benzin. Diesel-PKW sind vollkommen absurd, es gibt sie auch nur in Ländern, die die Dieselpreise vergleichsweise niedrig halten.

Es gibt einen Grund .Den Wettbewerb im Transportgewerbe .
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon Teeernte » Di 19. Dez 2017, 16:57

immernoch_ratlos hat geschrieben:(19 Dec 2017, 10:33)

Du magst ja im großen Ganzen mit den Motiven richtig liegen - nur ...
Dumm nur - die gute Nachricht - in einem Liter Diesel stecken 13 Prozent mehr Energie als in einem Liter Benzin, weil Diesel einfach dichter ist. Nun die schlechte Nachricht - wenn der dichtere Diesel verbrannt wird, entstehen dabei entsprechend mehr Abgase.

Das wurde wohl "nicht vom Ende her gedacht". Nun ist mit reichlich Millionen von Dieselfahrzeugen das (realistische) Ende nah. In einem endlichen "Luftkörper" kann man eben nicht unendlich viele Abgase "über die Zeit" einbringen. Speziell nicht, wenn man dabei an "ungünstigen Orten" (Städte genannt) diese "unerwünschten Nebenwirkungen" konzentriert - sicher nicht willentlich, aber so ist die Natur eben - völlig unpolitisch und Geld kennt sie auch nicht.



Nein...... Thermodynamik 1. Sem.

Der Benzinmotor braucht mehr Benzin zum "kühlen" des Motors beim verbrennen.
Da ist jede Menge Platz für Weiterentwicklung. Nur die Plürre ist soooo verdammt billig um daran mit nem doppelt so teueren Auto zu sparen...(Strom)

Deshalb braucht der Merkelstaat den Diesel - um die CO2Emissionen niedrig zu halten.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 19. Dez 2017, 17:45

Teeernte hat geschrieben:(19 Dec 2017, 16:57)

Nein...... Thermodynamik 1. Sem.

Der Benzinmotor braucht mehr Benzin zum "kühlen" des Motors beim verbrennen.
Da ist jede Menge Platz für Weiterentwicklung. Nur die Plürre ist soooo verdammt billig um daran mit nem doppelt so teueren Auto zu sparen...(Strom)

Deshalb braucht der Merkelstaat den Diesel - um die CO2Emissionen niedrig zu halten.

Wo liegt dieser Staat? Diesel wurde schon steuerlich bevorzugt da hat hier an Frau Merkel noch niemand gedacht .
Man stelle sich vor die LKW´s Deutschen Speditionsunternehmen würden alle mit Super Benzin fahren .
Auf Dieseltechnik kann man vorerst nicht verzichten . Einige Panikmacher, die das Aussterben Deutschlands durch Abgase von Diesel PKW´s vorhersagen
sollte man reden lassen . Unser Wohlstand und die Automobilindustrie sind halt untrennbar Panikmacher sollten Mundschutz tragen.
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Re: Ende der Dieselsubventionen?

Beitragvon KarlRanseier » Di 19. Dez 2017, 18:55

H2O hat geschrieben:(14 Dec 2017, 21:04)

Freut mich aber wirklich, daß die EU über eine benutzungsgerechte und kostendeckende Maut nachdenkt. Warum konnte bloß unser aller Dobrindt damit nichts anfangen?



Dobrindt ist so richtig genial. Seine Maut wird unter dem Strich gar nichts bringen, im Gegenteil, sie kostet sogar mehr als sie einbringt! :thumbup: :thumbup: Aber sie richtet sich gegen "die Ausländer", wodurch die CSU auf Stimmen hoffen kann.

Etwas Vergleichbares hat bisher eigentlich nur der Genosse der Bosse geschafft, und zwar mit seiner "Rentenreform". Obwohl die Leute mehr in die Rentenversicherung einzahlen und teilweise auch privat "vorsorgen", steigt die Altersarmut. Das Geld verschwindet allerdings nicht, sondern es landet in Form von Subventionen bei den Privatversicherungen... :thumbup: :thumbup: :thumbup:

Aber der Steuerzahler hat es doch, das Geld wächst ihm zu den Ohren heraus. Da ist ein wenig Misswirtschaft á la Dobrindt oder Schröder durchaus gut!

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