Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

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Loki
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Loki » Do 9. Nov 2017, 18:01

Die zu denen in den jeweiligen Geldzinsthreads. Liest Du überhaupt mit ??
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3x schwarzer Kater
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Do 9. Nov 2017, 18:04

Loki hat geschrieben:(09 Nov 2017, 18:01)

Die zu denen in den jeweiligen Geldzinsthreads. Liest Du überhaupt mit ??


du hast da was vorgerechnet? Da muss mir was entgangen sein....
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 9. Nov 2017, 19:59

Wer kann, hat schon eine. Dem Rest lohnt es nicht. Der DGB hat keine mehr. Sachsen auch nicht. Mitsaubishi hat
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Boraiel
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Boraiel » Do 9. Nov 2017, 20:14

Ich glaube, so einfach bekommt man eine Banklizenz gar nicht. Einige große Unternehmen haben deswegen extra kleine, alte Privatbanken aufgekauft, nur um an eine solche Lizenz zu kommen.
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Lesen und verstehen: http://www.feynmanlectures.caltech.edu/I_01.html
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Sole.survivor@web.de » Do 9. Nov 2017, 20:31

Boraiel hat geschrieben:(09 Nov 2017, 20:14)

Ich glaube, so einfach bekommt man eine Banklizenz gar nicht. Einige große Unternehmen haben deswegen extra kleine, alte Privatbanken aufgekauft, nur um an eine solche Lizenz zu kommen.

An denen herrscht immer noch kein Mangel.
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Rote_Galaxie » Do 9. Nov 2017, 21:55

franktoast hat geschrieben:(09 Nov 2017, 16:21)

In dem Forum gibt es oft das Märchen, dass ja eine Bank da aus dem Nichts Geld drucken könnte und darauf Zinsen kassiert? Natürlich wäre das unfair.

VW, BMW und Daimler haben zB. jeweils ne eigene Bank gegründet. Ich würde behaupten, weil deren Kunden sehr oft auf Pump kaufen und es somit SInn machen kann, dass man das eigenständig abwickelt. Synergieeffekte. Andere könnten behaupten: Ah, Geld drucken.

Warum hat SAP oder die Lufthansa keine eigene Bank? 5Mio. Startkapital wäre ja nix. Dann könnte sich die einfach ne neue Flugzeugflotte kaufen, aus dem Nichts.

Oder FC Bayern München. Eigene Bank, 500Mio. nach Paris Saint Germain und Neymar für in Bayern.


Man muss kein Kommunist sein um zu erkennen dass das ungerecht ist...
Und wer kontrolliert die Kontrolle?
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Skull » Fr 10. Nov 2017, 00:19

Guten Abend,

Spam Beiträge entfernt.
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon franktoast » Fr 10. Nov 2017, 08:09

Skull hat geschrieben:(09 Nov 2017, 17:11)

An so einer Stelle würde ich eher meinen, es ist weder für eine Volkswirtschaft,
noch langfristig für ein Unternehmen sinnvoll,
Kredittätigkeit und Kreditvergaben im eigenen Geschäft selbst zu betreiben und zu vermengen.

Zum einen...verliert man die Objektivität (als wenn es eine "fremde" Bank bewertet)
Zum anderen bedeuten höhere Chancen da eben auch ... höhere Risiken.

Und oftmals ist es besser die RISIKEN auf andere (Banken) -durchaus gegen Entgelt- zu verlagern. :)

mfg


Ja das sehe ich auch so. Eigentlich heißt es immer: Auf Kernkompetenzen konzentrieren, Rest - wenn geht - auslagern. Immerhin gibt es spezialisierte Wettbewerber, die darum kämpfen, dass du sein Kunde wirst. Andererseits macht man sich abhängig. Oft haben es Unternehmen bereut, Verträge mit gewissen Zulieferern eingegangen zu sein. Deswegen will Tesla wohl auch seine Batterien selber herstellen. Oder es macht einfach Sinn das Geschäftsfeld selber durchzuführen, da man auf dem Gebiet selber gar nicht so viel schlechter ist (kaum Wettbewerbsvorteile für spezialisierte Anbieter) - wie eben Banken. Deswegen haben die Autokonzerne auch jeweils ne eigene Bank. Das wiederum führt natürlich zu einem höheren Risiko, weil man - liegt in der Natur der Sache - weniger Eigenkapital hat. Die Autokonzerne haben kaum Cashflow und machen hauptsächlich Buchgewinne. Wenn der eigentliche Absatz aber sinkt, kann immer noch viel Kohle reinkommen, da Autokäufer der letzten Jahre ja noch abbezahlen.

Aber bei einer Telekom oder Lufthansa macht eine eigene Bank sehr wenig Sinn, da kaum ein Kunde auf Kredit kauft.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon franktoast » Fr 10. Nov 2017, 08:18

Boraiel hat geschrieben:(09 Nov 2017, 20:14)

Ich glaube, so einfach bekommt man eine Banklizenz gar nicht. Einige große Unternehmen haben deswegen extra kleine, alte Privatbanken aufgekauft, nur um an eine solche Lizenz zu kommen.

Liegt das nicht eher daran, weil der Kauf einer Bank deutlich einfacher und schneller geht als ne Neue aufzumachen?
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon franktoast » Fr 10. Nov 2017, 08:30

Loki hat geschrieben:(09 Nov 2017, 17:19)
Mit welchem Geld erwirbt die Bank z. B. ein Auto ?
Meine ursprüngliche Frage bezog sich auf diesen Text von Dir: "Die Bank bekommt 10 000€ vom Kreditnehmer und kauft sich vom Kreditnehmer zB. ein Auto
Die 10.000 Euro sollen offenbar ein Tilgungsbetrag sein.

Ich kann dir nicht folgen. Die Bank hat 10 000€ in bar, Zentralbankgelt und verleiht 100 000€ und will 150 000€ zurück. Dann hat der Kreditnehmer ein Guthaben von 100 000€ und kann 10 000€ in Cash verfügen und wieder an die Bank zurück bezahlen.

Von und mit welchen Geld soll da von der Gemeinschaft der Banken ein Buchgewinn eingefahren worden sein ? Das Geld hierfür (die 10 Euro) wurden nie (mit)geschöpft.
Man kann nicht (hinzu)gewinnen, was nicht existiert.

Ich denke, du hast keine Ahnung, was ein Buchgewinn oder gar Cashflow ist? Schonmal was von GuV gehört? Wenn die Bank dir einen Kredit von 100€ gibt und 110€ von dir zurück haben will, hat sie 10€ Buchgewinn eingefahren. Entstehen dabei Kosten von 7€, sind es eben 3€ Buchgewinn. Sollte der Kreditnehmer davon nix bezahlen können, wäre das 107€ Buchverlust.

Gebe das mal einem Buchhalter in die Hand.

Ich bin Buchhalter. Ne im ernst. Ich gehe schwer davon aus, dass du von Buchhaltung keinerlei Ahnung hast. Doppelte Buchführung? Ich denke, dein Wissen auf das Gebiet hast du allein von schuldgeldkritischtischen Quellen. Deswegen kannst du diese Schritte auch nicht angreifen.

Doch, in Punkt 2 ist mindestens ein Fehler. Ich gebe Dir mal etwas Zeit dafür, ob Du selbst herausfindest, warum an dieser Stelle noch keine Bilanzverkürzung bei der Bank stattfindet.

Boah, sind wir hier im Kindergarten? "Ich weiß, was du falsch gemacht hast, aber ich verrate es dir nicht. lalala".
Entweder du hast was, und sagst es, oder eben nicht. Ich persönlich würde auch fragen, wie du dir die Schritte von Kreditvertrag bis Tilgung in der Bilanz der Bank vorstellst, aber darauf hat sich noch kein selbsternannter Zinskritiker eingelassen. Warum wohl nicht? *vormichdahinpfeif*

Ich weiß an dieser Stelle nicht, was das
a) haargenau mit dem Threadthema zu tun haben soll
und b) etwas daran ändert, daß im Zuge der (Giral-)Geldschöpfung Kreditinstitute bspw. Immos aufkaufen dürfen und dafür dem Immo.-Verkäufer einfach ein paar Zahlen auf dessen Konto gutschreiben; und der ganze Vorgang erhöht das, was als Geldmenge definiert ist.

Spätestens wenn der Immoverkäufer diese paar Zahlen ausgeben will (zu einer anderen Bank) oder wenn er sein Konto eh bei einer anderen Bank hat, sind es eben nicht nur ein paar Zahlen. Dann braucht die Bank Zentralbankgeld.


Das ist nicht die Tilgung des Kredites, den die Bank ihrem Kunden gewährte.
Willst Du mich veralbern ?

Durch Schritt 3 fließt der Bank aber das Zentralbankgeld wieder zu. Der Kreditnehmer kann doch nicht heiße Luft überweisen.

Das ist bei Schneeballsystemen und ähnlichen Sperenzien unerheblich.

Ein einfaches "Nein, kann ich nicht erläutern, da bei 200 Währungen in den letzten 100-150 noch nie vorgekommen", hätte es auch getan. Oder ein "es gibt absolut keinen Grund, warum keiner mehr Geld nutzen sollte".
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Loki » Fr 10. Nov 2017, 16:47

franktoast hat geschrieben:(10 Nov 2017, 08:30)

Ich kann dir nicht folgen. Die Bank hat 10 000€ in bar, Zentralbankgelt und verleiht 100 000€ und will 150 000€ zurück. Dann hat der Kreditnehmer ein Guthaben von 100 000€ und kann 10 000€ in Cash verfügen und wieder an die Bank zurück bezahlen.

Du willst jetzt nicht ernsthaft behaupten, die Bank nutzt Tilgungsbeträge, so daß dann, sobald jemand bei der Bank einen Kredit in Höhe von einer Millionen Euro "zurückzahlt", die Bank diesen Koffer voll Geld für eigene Zwecke nutzen kann, diese eine Millionen nun das Geld der Bank seien ??
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Adam Smith » Fr 10. Nov 2017, 16:53

Loki hat geschrieben:(10 Nov 2017, 16:47)

Du willst jetzt nicht ernsthaft behaupten, die Bank nutzt Tilgungsbeträge, so daß dann, sobald jemand bei der Bank einen Kredit in Höhe von einer Millionen Euro "zurückzahlt", die Bank diesen Koffer voll Geld für eigene Zwecke nutzen kann, diese eine Millionen nun das Geld der Bank seien ??

Die Bank erhält Geldscheine und kann nun diese Geldscheine anderen Personen geben.
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Loki » Fr 10. Nov 2017, 16:54

franktoast hat geschrieben:(10 Nov 2017, 08:30)

Ich denke, du hast keine Ahnung, was ein Buchgewinn oder gar Cashflow ist? Schonmal was von GuV gehört?

Du könntest Dir in deine persönliche GuV auch einen Wunschertrag von 3 Trillionen einbuchen; dieser wird allerdings nur dann erfüllt, wenn dieser Betrag überhaupt existieren würde.

Doch genau ähnliches könnten sonstige Großkonzerne als Absicht haben, wenn sie nun ins Bankengeschäft einsteigen: Sie buchen sich Wunschzinserträge immer dann in die GUV, wenn sie Kredite gewährten; d. h. auch sie "fordern mehr zurück", mehr als sie als Teil einer Monopolgesellschaft herausgaben.
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon franktoast » Fr 10. Nov 2017, 16:58

Loki hat geschrieben:(10 Nov 2017, 16:47)

Du willst jetzt nicht ernsthaft behaupten, die Bank nutzt Tilgungsbeträge, so daß dann, sobald jemand bei der Bank einen Kredit in Höhe von einer Millionen Euro "zurückzahlt", die Bank diesen Koffer voll Geld für eigene Zwecke nutzen kann, diese eine Millionen nun das Geld der Bank seien ??

Ich hab dir doch erklärt, was alles alles passiert. Soll ich die 4 Schritte nun noch weiter ausführen in der Hoffnung, dass du was davon verstehst. Soll ich jetzt die Basics der doppelten Buchführung erklären?

Wenn eine Bank einen Kredit vergibt und das Geld vom Kreditnehmer ausgegeben wird(auf das Kontoeienr anderen Bank überwiesen wird) , dann fließt der Geschäftsbank Zentralbankgeld (Cash, kann ja auch digigal sein) ab.
Und wenn der Kredit getilgt wird, muss der Bank wieder Zentralbankgeld vom Kreditnehmer zufließen!

Ich weiß nicht, was man daran nicht verstehen kann...
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon franktoast » Fr 10. Nov 2017, 17:04

Loki hat geschrieben:(10 Nov 2017, 16:54)
Du könntest Dir in deine persönliche GuV auch einen Wunschertrag von 3 Trillionen einbuchen; dieser wird allerdings nur dann erfüllt, wenn dieser Betrag überhaupt existieren würde.

Nein, kann ich nicht. Ich kann doch in meine GuV nicht ne x-beliebige Zahl schreiben. Allerdings kann ich dir genauso wie eine Bank einen Kredit über 3 Trillionen geben, und du schuldest mir 4 Trillionen. Dann hab ich ziemlich viel Gewinn gemacht. Du würdest dich aber wohl beschweren, wenn du das Geld ausgeben wolltest, denn ich hab nicht so vielm, also kannst du das Geld auch nicht ausgeben.

Doch genau ähnliches könnten sonstige Großkonzerne als Absicht haben, wenn sie nun ins Bankengeschäft einsteigen: Sie buchen sich Wunschzinserträge immer dann in die GUV, wenn sie Kredite gewährten; d. h. auch sie "fordern mehr zurück", mehr als sie als Teil einer Monopolgesellschaft herausgaben.

Das ergibt einfach keinen Sinn. Eine Bank kann nicht einfach unabhängig von anderen Personen einen Ertrag einbuchen. Was sie aber können ist, Kredite zB. an Autokäufer zu geben und so Buchgewinne zu erzielen. Aber erstmal fließt Cash ab, denn die Herstellung eines Autos kostet ja.
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Loki » Fr 10. Nov 2017, 17:05

Adam Smith hat geschrieben:(10 Nov 2017, 16:53)

Die Bank erhält Geldscheine und kann nun diese Geldscheine anderen Personen geben.

Eine Kredittilgung ist kein Geschenk an die Bank.

Die Großkonzerne gründen nicht Banken, weil sie darauf hoffen, daß sobald die von ihnen gewährten (und somit geschöpften) Kredite getilgt wurden, ihr persönliches Firmenvermögen um die Höhe dieses Kreditbetrages gewachsen ist; und sie mit diesem Mehr an Vermögen in Form von Geld tun und lassen können was sie wollen.
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Adam Smith » Fr 10. Nov 2017, 17:08

Loki hat geschrieben:(10 Nov 2017, 17:05)

Eine Kredittilgung ist kein Geschenk an die Bank.

Die Großkonzerne gründen nicht Banken, weil sie darauf hoffen, daß sobald die von ihnen gewährten (und somit geschöpften) Kredite getilgt wurden, ihr persönliches Firmenvermögen um die Höhe dieses Kreditbetrages gewachsen ist; und sie mit diesem Mehr an Vermögen in Form von Geld tun und lassen können was sie wollen.

Die Banken erhalten nur ihr Geld zurück. Geld wird mit den Zinsen oder Gebühren verdient.
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Loki » Fr 10. Nov 2017, 17:30

franktoast hat geschrieben:(10 Nov 2017, 17:04)

Nein, kann ich nicht. Ich kann doch in meine GuV nicht ne x-beliebige Zahl schreiben.

Natürlich könntest Du Dir als Bank einen x-beliebigen Zinsertrag reinschreiben; genau so wird es doch gemacht!
Daß dafür bzw. dabei die Höhe eines Zinssatzes im Voraus festgelegt wurde, ist hierbei unerheblich.

Die Großkonzern-Bank fordert 105 zurück, 5 sind als x-beliebige Zahl in der GuV unter dem Punkt Zinsertrag, als Wunsch.
Allerdings kann ich dir genauso wie eine Bank einen Kredit über 3 Trillionen geben, und du schuldest mir 4 Trillionen. Dann hab ich ziemlich viel Gewinn gemacht.

Ein Wunschgewinn; gemacht hättest Du den Gewinn erst, wenn ich 1 Trillion illegal drucke; oder Du mir eine Trillion schenkst... welche ich dann hernehme, um Geldzinsen Dir bezahlen zu können.
Vielleicht habe ich auch einen unkonzentrierten Tag und nehme nochmals einen Kredit auf; in Höhe von eienr Trillionen, nur um Deinen Wunschzinsertrag zahlen zu können.
Gewiss wird die zweite Kreditaufnahme auch zinsbehaftet sein ?
Schließlich ist Dein Konzern ein gewinnorientiertes Unternehmen.

Du würdest dich aber wohl beschweren, wenn du das Geld ausgeben wolltest, denn ich hab nicht so vielm, also kannst du das Geld auch nicht ausgeben.

Du bist ein Groß-Konzern und ich kaufe mit dem bei Deiner Konzernbank aufgenommen Kredit Produkte anderer Art (Autos?) im Wert von 3 Trillionen; da bleibt das Geld vorerst bei Deiner Konzernbank, sofern Du Dein Konto bei Deiner eigenen Bank hast...

Das ergibt einfach keinen Sinn. Eine Bank kann nicht einfach unabhängig von anderen Personen einen Ertrag einbuchen.

Die Konzernbank gibt dem anderen Teil des Konzerns (dem Autobauerteil des Konzerns) einen Kredit, falls derartiges in irgendeiner Form möglich ist. Der Großkonzern ist doch nahezu ein und dieses juristische Person, mit dem gleichen Namen xyz.

Unabhängig von anderen Personen stimmt ja so nicht, wenn sie jemanden einen Kredit gewähren und von diesem Jemanden früher oder später gerne einen bestimmten Zinsertrag erhalten möchten.

Man wird in der Realität kaum von sich selbst mehr (zurück)fordern, mehr als man sich selbst gab.
Würde mich natürlich freuen, wenn ich mir einen Cent in die Hosentasche stecke
und nach Ablauf einer gewissen Zeit aus meiner eigenen Hosentasche 2 Cent herausbekomme. Anstelle Taschenbillard war das dann mal vorgelebte Wertschöpfung.


Was sie aber können ist, Kredite zB. an Autokäufer zu geben und so Buchgewinne zu erzielen. Aber erstmal fließt Cash ab, denn die Herstellung eines Autos kostet ja.

Der Sinn von zusätzlich Banken bei sonstigen Konzernen ist somit: Erhöhung der Gewinne beim Kerngeschäft (z. B. dem Verkauf von Autos) und zusätzlich dem Einfahren von Zinserträgen aus dem konzerneigenen Bankengeschäftsteil.
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Loki » Fr 10. Nov 2017, 17:32

Adam Smith hat geschrieben:(10 Nov 2017, 17:08)
Die Banken erhalten nur ihr Geld zurück.

Ob das so stimmig ist, das mit dem "ihr Geld" ?


Da hat nun die Bank des Großkonzerns eigene Goldbestände genutzt, um damit Geld (Zentralbankgeld, Scheine) von der Notenbank, der Zentralbank zu erhalten.
Sie hat einen Aktivatausch vollzogen: Gold gegen Zentralbankgeld. In der Kasse der Konzernbank ist nun Geld vorhanden. Die Geldmenge ("im gesamten System") ist damit gestiegen.
Der Sinn soll nun sein, daß dieser Geldbetrag dafür genutzt wird, um den (zukünftigen) Kreditnehmern der Konzernbank zu ermöglichen, sämtliche Zinsverpflichtungen zahlen zu können ?
Zuletzt geändert von Loki am Fr 10. Nov 2017, 17:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum gründet nicht jeder Konzern eine eigene Bank?

Beitragvon Adam Smith » Fr 10. Nov 2017, 17:34

Loki hat geschrieben:(10 Nov 2017, 17:32)

Ob das so stimmig ist, das mit dem "ihr Geld" ?

Ansonsten würden sie es ja nicht zurückerhalten.

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