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franktoast
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon franktoast » Mo 6. Nov 2017, 16:24

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Nov 2017, 16:12)

Das sind die glitzernden Inseln. Du solltest wirklich nicht zu viel darauf geben. Und Firmen wie Uber sind vor allem fragwürdig. Die zerstören die Arbeitskultur und schaffen viele neue Nichtjobs. Das bringt die Firma Uber weiter. Aber nicht die vielen Fahrer die zu schlechten Bedingungen und ohne jede soziale Absicherung von Uber ausgebeutet werden. Subway ist auch so ein Fall wo reihenweise Franchisenehmer in die Pleite getrieben werden. Und Apple ist sicher ein Edelstein in silicon valley. Aber die Werkbank steht in Asien. Was hat das arbeitende Amerika davon? Das Problem Amerikas ist daß es zu viele Verlierer gibt und ein wenig Pech im Leben schon ausreicht um zum Verlierer zu werden. Immer mehr Universitätsabsolventen in den USA bleiben auf ihren horrenden Kosten fürs Studium sitzen weil ihnen die Kontakte in die Buisnesswelt fehlen. Ich kann deine Begeisterung fürs US-Wirtschaftssystem nicht teilen.

In Sachsen haben wir übrigens das größte "silicon valley" in Europa. Sowas wird auch gern übersehen.


Es kommt drauf an. Amazon ist ja auch böse, aber womöglich bringen die auch doch Vorteile. Mit Uber, AirBnB etc. ist das nicht anders. Wenn jemand glaubt, bei Uber lässt sich da nix verdienen, weiß ich nicht, wie Uber so viele Fahrer bekommt. Und natürlich lässt Apple wo anders produzieren. Die USA ist viel besser in kreativen als produzierenden Tätigkeiten. In China ist es genau anders herum. Arbeitsteilung.

Was hat die USA von Apple? Idealerweise nicht recht viel mehr als Deutschland oder Schweden. Denn deren I-Phones kann man ja überall kaufen.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 6. Nov 2017, 18:06

franktoast hat geschrieben:(06 Nov 2017, 16:24)

Es kommt drauf an. Amazon ist ja auch böse, aber womöglich bringen die auch doch Vorteile. Mit Uber, AirBnB etc. ist das nicht anders. Wenn jemand glaubt, bei Uber lässt sich da nix verdienen, weiß ich nicht, wie Uber so viele Fahrer bekommt. Und natürlich lässt Apple wo anders produzieren. Die USA ist viel besser in kreativen als produzierenden Tätigkeiten. In China ist es genau anders herum. Arbeitsteilung.

Was hat die USA von Apple? Idealerweise nicht recht viel mehr als Deutschland oder Schweden. Denn deren I-Phones kann man ja überall kaufen.


Versuch doch mal Informationen von Leuten zu kriegen die wirklich mit Amazon oder Uber zusammenarbeiten. Vielleicht dämpft das dann deine Begeisterung. Oder noch besser: Arbeite mal selber für Uber. Dann stellt sich die Frage ob solche Innovationen nicht in eine gesellschaftliche Sackgasse führen. So etwas zerstört Gesellschaften.

Der Preisunterschied lässt sich mit mehr erklären, als einer eingesparten Telefonzentrale und wegfallenden Standzeiten. Die meistgenannte Ersparnis sind die Sozialabgaben an die Fahrer: Uber zahlt weder AHV noch Pensionskasse, denn der Fahrdienst sieht sich nicht als Arbeitgeber.

Uber bezahlt aber auch keine Mehrwertsteuer. Etwa für die Strassen, die ihre Fahrer nutzen, oder die Prüfung, die ihre Fahrer ablegen müssen. Und Uber bezahlt auch keine Versicherungen, für den Schadenfall seiner Fahrer. Auch bei einem Unfall steht der Arbeitnehmer alleine da, denn der Fahrdienst wehrt sich nach Kräften gegen die Suva. Uber foutiert sich um das Personenförderungsgesetz, das besagt, dass jede Person transportiert werden muss.

Uber betrügt nicht nur die Fahrer, die auf der Suche nach einfachem Geld ihr längerfristiges Handeln nicht bedenken – etwa, wenn ihnen die AHV fehlt oder sie sich ungenügend gegen einen Unfall versichern, der sie in den Ruin treibt. Uber betrügt die Allgemeinheit, die Sozialabgaben zahlt, die Mehrwertsteuern zahlt, die sich ein Gesetz über die Personenbeförderung gegeben hat.

https://www.bzbasel.ch/kommentare-bz/ub ... =131027319
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon franktoast » Di 7. Nov 2017, 08:20

Alter Stubentiger hat geschrieben:(06 Nov 2017, 18:06)
Versuch doch mal Informationen von Leuten zu kriegen die wirklich mit Amazon oder Uber zusammenarbeiten. Vielleicht dämpft das dann deine Begeisterung. Oder noch besser: Arbeite mal selber für Uber. Dann stellt sich die Frage ob solche Innovationen nicht in eine gesellschaftliche Sackgasse führen. So etwas zerstört Gesellschaften.

Warum soll ich denn da arbeiten? Es genügt Leute zu fragen, warum sie für Amazon arbeiten bzw. für Uber fahren. Du scheinst da Experte zu sein. Was antworten die denn da?

Der Preisunterschied lässt sich mit mehr erklären, als einer eingesparten Telefonzentrale und wegfallenden Standzeiten. Die meistgenannte Ersparnis sind die Sozialabgaben an die Fahrer: Uber zahlt weder AHV noch Pensionskasse, denn der Fahrdienst sieht sich nicht als Arbeitgeber.

Uber bezahlt aber auch keine Mehrwertsteuer. Etwa für die Strassen, die ihre Fahrer nutzen, oder die Prüfung, die ihre Fahrer ablegen müssen. Und Uber bezahlt auch keine Versicherungen, für den Schadenfall seiner Fahrer. Auch bei einem Unfall steht der Arbeitnehmer alleine da, denn der Fahrdienst wehrt sich nach Kräften gegen die Suva. Uber foutiert sich um das Personenförderungsgesetz, das besagt, dass jede Person transportiert werden muss.

Uber betrügt nicht nur die Fahrer, die auf der Suche nach einfachem Geld ihr längerfristiges Handeln nicht bedenken – etwa, wenn ihnen die AHV fehlt oder sie sich ungenügend gegen einen Unfall versichern, der sie in den Ruin treibt. Uber betrügt die Allgemeinheit, die Sozialabgaben zahlt, die Mehrwertsteuern zahlt, die sich ein Gesetz über die Personenbeförderung gegeben hat.

https://www.bzbasel.ch/kommentare-bz/ub ... =131027319

Das ist genau der Punkt. Uber als Technologie ist ja toll, die Vorteile sind klar. Wird ja auch im ersten Satz beleuchtet. Idealerweise expandiert Uber schnell, damit die Technologie von vielen genutzt werden kann. Das geht logischerweise nicht so schnell, wenn Uber durch steuerliche bzw. arbeitsrechtliche Restriktionen gebremst wird.
Ich persönlich sehe da kein Problem. Uber sagt: "Hey, ich hab hier ne App. Du kannst hier fahren und x€ verdienen. Du hast die Rechte und die Pflichten. Wollt ihr mitmachen?". Wenn du nun mitfährst, kannst du dich beschweren, dass es nur x€ sind?

Genau darum geht es aber. Neue Technologien bringen oft enorme Vorteile, aber es gibt immer irgendwas, was man kritistieren kann. Und deswegen neigt man dazu - wie etwa du - die ganze Technologie in den Dreck zu ziehen. In den USA ist man da lockerer, weswegen diese Innovationen auch von dort kommen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 7. Nov 2017, 09:45

franktoast hat geschrieben:(07 Nov 2017, 08:20)

Warum soll ich denn da arbeiten? Es genügt Leute zu fragen, warum sie für Amazon arbeiten bzw. für Uber fahren. Du scheinst da Experte zu sein. Was antworten die denn da?


Das ist genau der Punkt. Uber als Technologie ist ja toll, die Vorteile sind klar. Wird ja auch im ersten Satz beleuchtet. Idealerweise expandiert Uber schnell, damit die Technologie von vielen genutzt werden kann. Das geht logischerweise nicht so schnell, wenn Uber durch steuerliche bzw. arbeitsrechtliche Restriktionen gebremst wird.
Ich persönlich sehe da kein Problem. Uber sagt: "Hey, ich hab hier ne App. Du kannst hier fahren und x€ verdienen. Du hast die Rechte und die Pflichten. Wollt ihr mitmachen?". Wenn du nun mitfährst, kannst du dich beschweren, dass es nur x€ sind?

Genau darum geht es aber. Neue Technologien bringen oft enorme Vorteile, aber es gibt immer irgendwas, was man kritistieren kann. Und deswegen neigt man dazu - wie etwa du - die ganze Technologie in den Dreck zu ziehen. In den USA ist man da lockerer, weswegen diese Innovationen auch von dort kommen.


Ich beschwere mich weil so die soziale Absicherung der Menschen zerstört wird. Dieser Nachteil ist durch die realistisch gesehen geringen Vorteile die eben Uber gegenüber normalen Taxidiensten nicht wettzumachen. Und außerdem haben alle Firmen sich ans Steuer und Arbeitsrecht zu halten. Wenn Uber dies nicht tut ist dies schlicht kriminell. Möchtest du eigentlich das dein Arbeitgeber dir sagt daß deine Arbeitnehmerrechte jetzt nicht mehr gelten weil die Firma so schneller expandieren kann? Dann freust du dich sicher. Weil ja so die Innovationen deines Arbeitgebers sich schneller verbreiten. Du findest es dann bestimmt gut in so einer innovativen Firma zu arbeiten. Ich gönne es dir. Vor allem wenn du mal alt oder krank wirst.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon franktoast » Di 7. Nov 2017, 10:32

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Nov 2017, 09:45)

Ich beschwere mich weil so die soziale Absicherung der Menschen zerstört wird. Dieser Nachteil ist durch die realistisch gesehen geringen Vorteile die eben Uber gegenüber normalen Taxidiensten nicht wettzumachen. Und außerdem haben alle Firmen sich ans Steuer und Arbeitsrecht zu halten. Wenn Uber dies nicht tut ist dies schlicht kriminell. Möchtest du eigentlich das dein Arbeitgeber dir sagt daß deine Arbeitnehmerrechte jetzt nicht mehr gelten weil die Firma so schneller expandieren kann? Dann freust du dich sicher. Weil ja so die Innovationen deines Arbeitgebers sich schneller verbreiten. Du findest es dann bestimmt gut in so einer innovativen Firma zu arbeiten. Ich gönne es dir. Vor allem wenn du mal alt oder krank wirst.

Was Uber im Endeffekt macht ist, dass sie eine Dienstleistung über Fahrer und Mitfahrer anbieten. Ich frage mich, was daran kriminell sein soll. Der monopolistischen Struktur der Taxiunternehmen passt das natürlich recht wenig.

Ich meine, du kommst mir mit Arbeitsrecht und sozialer Absicherung. Inwiefern kann es besser sein, wenn ein Taxifahrer im Schnitt die Hälfte seiner Arbeitszeit nur wartet anstatt zB. nur ein Viertel seiner Arbeitszeit? Wenn eine Fahrt zum Bahnhof, Flughafen oder sonst wo hin statt 10€ nur noch 5€ kostet, ist das jetzt nicht gerade ein "minimaler Vorteil". Das kann eine Ersparnis von mehreren Hundert Euro im Jahr bedeuten (zB. wenn man sich aufgrund dessen gegen ein eigenes Auto entscheidet). Und das obwohl Fahrer nicht schlechter verdienen (wobei es da wie auch bei Taxifahrern sicherlich Auswüchse gibt, die dann in den Medien sind), da dieser in der gleichen Zeit trotzdem das gleiche verdienen.

Wenn dann Uber noch mehr Leute nutzen, weil es sich etabliert und die App verbessert wird, kann der Taxipreis halb so hoch wie heute sein und die Fahrer trotzdem deutlich mehr als heute verdienen.

Nun, Uber macht aktuell immens viel Miese. Dass es Uber in 5-10 Jahren noch gibt, ist relativ unwahrscheinlich (es gibt ja Konkurrenz). Müssten die nun auch noch alle Fahrer anstellen und versichern, gäbe es Uber und somit die Technologie wohl gar nicht.
-> Das ist der Punkt.

Wie siehst du das zB. beim Thema Youtuber: Ich will nun hauptberuflich Youtuber werden. Ich arbeite meine 8std täglich, aber Youtube zahlt mir aufgrund geringer Clicks nur 1€ pro Stunde. Dazu muss ich mich auch noch selber versichern. Sollte hier auch das Arbeitsrecht und Mindestlohn gelten?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 7. Nov 2017, 10:44

franktoast hat geschrieben:(07 Nov 2017, 10:32)

Was Uber im Endeffekt macht ist, dass sie eine Dienstleistung über Fahrer und Mitfahrer anbieten. Ich frage mich, was daran kriminell sein soll. Der monopolistischen Struktur der Taxiunternehmen passt das natürlich recht wenig.

Ich meine, du kommst mir mit Arbeitsrecht und sozialer Absicherung. Inwiefern kann es besser sein, wenn ein Taxifahrer im Schnitt die Hälfte seiner Arbeitszeit nur wartet anstatt zB. nur ein Viertel seiner Arbeitszeit? Wenn eine Fahrt zum Bahnhof, Flughafen oder sonst wo hin statt 10€ nur noch 5€ kostet, ist das jetzt nicht gerade ein "minimaler Vorteil". Das kann eine Ersparnis von mehreren Hundert Euro im Jahr bedeuten (zB. wenn man sich aufgrund dessen gegen ein eigenes Auto entscheidet). Und das obwohl Fahrer nicht schlechter verdienen (wobei es da wie auch bei Taxifahrern sicherlich Auswüchse gibt, die dann in den Medien sind), da dieser in der gleichen Zeit trotzdem das gleiche verdienen.

Wenn dann Uber noch mehr Leute nutzen, weil es sich etabliert und die App verbessert wird, kann der Taxipreis halb so hoch wie heute sein und die Fahrer trotzdem deutlich mehr als heute verdienen.

Nun, Uber macht aktuell immens viel Miese. Dass es Uber in 5-10 Jahren noch gibt, ist relativ unwahrscheinlich (es gibt ja Konkurrenz). Müssten die nun auch noch alle Fahrer anstellen und versichern, gäbe es Uber und somit die Technologie wohl gar nicht.
-> Das ist der Punkt.

Wie siehst du das zB. beim Thema Youtuber: Ich will nun hauptberuflich Youtuber werden. Ich arbeite meine 8std täglich, aber Youtube zahlt mir aufgrund geringer Clicks nur 1€ pro Stunde. Dazu muss ich mich auch noch selber versichern. Sollte hier auch das Arbeitsrecht und Mindestlohn gelten?


Ja. Mindestlohn uns Sozialversicherung sind nicht zu diskutieren. Wenn ein digitaler Dienstleister nur existieren kann wenn er das Arbeitsrecht umgeht hat er am Markt wo es Regeln für alle gibt die für alle gelten keine Existenzberechtigung. Und Uber nutzt die "mit Speck fängt man Mäuse" Strategie um Fahrer zu gewinnen. "Sei dein eigener Boss" heißt es. Was dies in der Praxis bedeutet ist vielen Fahrern die eben keine Business-school besucht haben doch gar nicht klar. Denn zunächst kommt bei ihnen ordentlich Geld an. Die ganzen Abzüge fallen ja weg. Das das gar nicht so toll ist wird vielen erst später klar....wie übrigens auch vielen anderen die sich als One-man-Unternehmer in anderen Branchen versuchen.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon franktoast » Di 7. Nov 2017, 12:25

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Nov 2017, 10:44)

Ja. Mindestlohn uns Sozialversicherung sind nicht zu diskutieren. Wenn ein digitaler Dienstleister nur existieren kann wenn er das Arbeitsrecht umgeht hat er am Markt wo es Regeln für alle gibt die für alle gelten keine Existenzberechtigung. Und Uber nutzt die "mit Speck fängt man Mäuse" Strategie um Fahrer zu gewinnen. "Sei dein eigener Boss" heißt es. Was dies in der Praxis bedeutet ist vielen Fahrern die eben keine Business-school besucht haben doch gar nicht klar. Denn zunächst kommt bei ihnen ordentlich Geld an. Die ganzen Abzüge fallen ja weg. Das das gar nicht so toll ist wird vielen erst später klar....wie übrigens auch vielen anderen die sich als One-man-Unternehmer in anderen Branchen versuchen.


Also ist das Problem die Eigenverantwortung. Denn wie du schon erkannt hast, hat kein Unternehmer Anspruch auf Mindestlohn oder Sozialversicherung. Und va. beim Start bedeutet das erstmal einige Monate oder gar Jahre rote Zahlen (wie noch bei Uber, wenn alles nach Plan läuft, verdienen die auch schon mal Geld). Wenn sich jemand entscheidet, Unternehmer zu werden, sollte man erstmal einen Abschluss einer Businessschool nachweisen.

Wir sollten das niedere Volk auch nach Maß behandeln. Also bei jedem Schritt und Tritt sollte Vater Staat überprüfen, ob das für die Person nun Sinn macht. Besteht eine Gefahr, sollte der Schritt unterbunden werden.

In der Schweiz verdienen Uberfahrer zB. im Schnitt 21-22 Franken. Der Mindestlohn liegt aber bei 22,3 Franken. Wenn das kein Fall für Superman Staat ist!
https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft ... 98#overlay

Hast du gewusst, dass man bei Uber jeder Zeit fahren kann wie man grad lustig ist? Hey, ich hab am Wochenende Bock etwas Geld dazu zu verdienen. Ok, Uber App an und los gehts. Einfacher gehts nicht. Das kann kein Arbeitgeber bieten.

Man kann immer nur die negativen Seiten sehen...
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 7. Nov 2017, 12:28

franktoast hat geschrieben:(07 Nov 2017, 12:25)

Also ist das Problem die Eigenverantwortung. Denn wie du schon erkannt hast, hat kein Unternehmer Anspruch auf Mindestlohn oder Sozialversicherung. Und va. beim Start bedeutet das erstmal einige Monate oder gar Jahre rote Zahlen (wie noch bei Uber, wenn alles nach Plan läuft, verdienen die auch schon mal Geld). Wenn sich jemand entscheidet, Unternehmer zu werden, sollte man erstmal einen Abschluss einer Businessschool nachweisen.

Wir sollten das niedere Volk auch nach Maß behandeln. Also bei jedem Schritt und Tritt sollte Vater Staat überprüfen, ob das für die Person nun Sinn macht. Besteht eine Gefahr, sollte der Schritt unterbunden werden.

In der Schweiz verdienen Uberfahrer zB. im Schnitt 21-22 Franken. Der Mindestlohn liegt aber bei 22,3 Franken. Wenn das kein Fall für Superman Staat ist!
https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft ... 98#overlay

Hast du gewusst, dass man bei Uber jeder Zeit fahren kann wie man grad lustig ist? Hey, ich hab am Wochenende Bock etwas Geld dazu zu verdienen. Ok, Uber App an und los gehts. Einfacher gehts nicht. Das kann kein Arbeitgeber bieten.

Man kann immer nur die negativen Seiten sehen...


Uber versucht die Fahrer zu motivieren dann zu fahren wann sie es wollen. Auch dafür gibts Zückerchen. Du mußt wissen mit wem du zusammenarbeitest.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon franktoast » Di 7. Nov 2017, 12:35

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Nov 2017, 12:28)

Uber versucht die Fahrer zu motivieren dann zu fahren wann sie es wollen. Auch dafür gibts Zückerchen. Du mußt wissen mit wem du zusammenarbeitest.

Ja klar. Uber spielt ja zu seinem Vorteil und ist nicht von der Wohlfahrt. Was ist denn aber nun mit der Eigenverantwortung?
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 7. Nov 2017, 15:26

franktoast hat geschrieben:(07 Nov 2017, 12:35)

Ja klar. Uber spielt ja zu seinem Vorteil und ist nicht von der Wohlfahrt. Was ist denn aber nun mit der Eigenverantwortung?


Eigenverantwortung hört sich so vernünftig an. Und so einfach. Viele Freiberufler in allen möglichen Branchen verunmöglicht dies aber eine vernünftige Lebensplanung. In der Realität sind sie so ganz auf sich allein zurückgeworfen nur Spielball der Unternehmen/Behörden/Dienstleister für die sie "frei" arbeiten.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 7. Nov 2017, 15:27

Skull hat geschrieben:(07 Nov 2017, 15:05)

Guten Tag,

das Threadthema HIER ist ... weder Uber, noch die Arbeitsbedingungen dort.
Man kann dazu gerne einen neuen Thread aufmachen.

Ab sofort wird (leider nun auch hier) threadzerstörender und themenfremder Spam notiert.

Entschuldige habe ich zu spät gesehen.........Könnte man das vielleicht in einen anderen Thread verschieben. Das Thema an sich ist ja von einigem Interesse.
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Uber als Diskussionsthread

Beitragvon Skull » Di 7. Nov 2017, 16:27

Guten Tag,

habe mal ein paar Beiträge als eigenständiges Thema ausgelagert.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » Di 7. Nov 2017, 16:44

franktoast hat geschrieben:(06 Nov 2017, 16:24)

....bringen die auch doch Vorteile. Mit Uber, .


Welchen VORTEIL hat Uber ? ....zB in Berlin ?

In Berlin vermitteln wir über die uberTAXI-Option Fahrten an reguläre Taxiunternehmer und über die uberX-Option vermitteln wir Fahrten an professionelle Beförderungsanbieter. Bei uberTAXI entsprechen die Preise den offiziellen Taxitarifen. Gemäß der Berliner Taxitarifordnung fällt für bargeldlose Zahlungen zusätzlich eine Gebühr von 1,50 EUR an.
https://www.uber.com/info/uber-in-berlin/

Ich kann leider KEINEN Vorteil für mich erkennen....
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 7. Nov 2017, 16:51

franktoast hat geschrieben:(07 Nov 2017, 12:25)

Also ist das Problem die Eigenverantwortung. Denn wie du schon erkannt hast, hat kein Unternehmer Anspruch auf Mindestlohn oder Sozialversicherung. Und va. beim Start bedeutet das erstmal einige Monate oder gar Jahre rote Zahlen (wie noch bei Uber, wenn alles nach Plan läuft, verdienen die auch schon mal Geld). Wenn sich jemand entscheidet, Unternehmer zu werden, sollte man erstmal einen Abschluss einer Businessschool nachweisen.

Wir sollten das niedere Volk auch nach Maß behandeln. Also bei jedem Schritt und Tritt sollte Vater Staat überprüfen, ob das für die Person nun Sinn macht. Besteht eine Gefahr, sollte der Schritt unterbunden werden.

In der Schweiz verdienen Uberfahrer zB. im Schnitt 21-22 Franken. Der Mindestlohn liegt aber bei 22,3 Franken. Wenn das kein Fall für Superman Staat ist!
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Hast du gewusst, dass man bei Uber jeder Zeit fahren kann wie man grad lustig ist? Hey, ich hab am Wochenende Bock etwas Geld dazu zu verdienen. Ok, Uber App an und los gehts. Einfacher gehts nicht. Das kann kein Arbeitgeber bieten.

Man kann immer nur die negativen Seiten sehen...

Uber ist verboten . Verbotenes muss auch niemand bieten . Ohne Personenbeförderungsschein auch keine Beförderungserlaubnis .
Was machst du denn im Falle von einem Umfall ? Keine Insassenversicherung kommt für die Schäden auf bei illegaler Personenbeförderung .
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » Di 7. Nov 2017, 17:00

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Nov 2017, 16:51)

Uber ist verboten . Verbotenes muss auch niemand bieten . Ohne Personenbeförderungsschein auch keine Beförderungserlaubnis .
Was machst du denn im Falle von einem Umfall ? Keine Insassenversicherung kommt für die Schäden auf bei illegaler Personenbeförderung .


Uber DARF fahren lassen....mit richtigem Taxi (Konzession) zum (Taxi) Tarif...
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 7. Nov 2017, 17:04

Teeernte hat geschrieben:(07 Nov 2017, 16:44)

Welchen VORTEIL hat Uber ? ....zB in Berlin ?

https://www.uber.com/info/uber-in-berlin/

Ich kann leider KEINEN Vorteil für mich erkennen....


Doch. Du bist versichert falls was passiert. Billig ist die Fahrt dann nicht mehr. Uber kann eben nur funktionieren wenn Kosten auf den Fahrer und Risiken auf Fahrer + Fahrgast verlagert werden.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 7. Nov 2017, 17:17

Teeernte hat geschrieben:(07 Nov 2017, 17:00)

Uber DARF fahren lassen....mit richtigem Taxi (Konzession) zum (Taxi) Tarif...

machen sie aber nicht . Als Taxihalter darf man .Nur genau das ist nicht das Konzept dieses halbseidenes Unternehmen .
Die gehen kein Risiko ein .Die kommen weder für die Autos auf noch sind die Fahrer dieses Unternehmens sozialversichert .
Dieses Unternehmen bietet nichts ,keine Leistungen und kassiert auf Kosten der Fahrer dafür Geld ..Natürlich kann dieses Unternehmen
Taxis aufkaufen und diese dann nach gleichen Bedingungen wie alle anderen Taxiunternehmen einsetzen .Da in fast allen
Städten keine zusätzlichen Lizenzen mehr ausgegeben werden ist das nicht so einfach . Vorteile hat ,außer Uber selbst, niemand .
Weder die Fahrer die alle anfallende Kosten selbst tragen müssen die Kunden schon gar nicht . Die sind nicht einmal versichert .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Di 7. Nov 2017, 17:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » Di 7. Nov 2017, 17:20

Positiv Denkender hat geschrieben:(07 Nov 2017, 17:17)

machen sie aber nicht . Als Taxihalter darf man .Nur genau das ist nicht das Konzept dieses halbseidenes Unternehmen .
Die gehen kein Risiko ein .Die kommen weder für die Autos auf noch sind die Fahrer dieses Unternehmens sozialversichert .
Dieses Unternehmen bietet nichts ,keine Leistungen und kassiert auf Kosten der Fahrer dafür Geld ..Natürlich kann dieses Unternehmen
Taxis aufkaufen und diese dann nach gleichen Bedingungen wie alle anderen Taxiunternehmen einsetzen .Da in fast allen
Städten keine zusätzlichen Lizenzen mehr ausgegeben werden ist das nicht so einfach . Vorteile hat nur Uber sonst niemand .
Weder die Fahrer die alle anfallende Kosten selbst tragen müssen .Vom Mindestlohn bleibt da nichts mehr .


Berer VERMITTELT in Berlin TAXI fahrten zu TAXI Preisen. Das darf man...

Ohne die von Dir beschriebenen Dinge.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Positiv Denkender » Di 7. Nov 2017, 17:24

Teeernte hat geschrieben:(07 Nov 2017, 17:20)

Berer VERMITTELT in Berlin TAXI fahrten zu TAXI Preisen. Das darf man...

Ohne die von Dir beschriebenen Dinge.

Fahrer von Taxis benötigen einen Personenbeförderungsschein . Wer den nicht hat ,der darf
auch nicht kommerziell Fahrdienste anbieten . Mag ja in Berlin sein .Nur in anderen Städten ist Uber verboten .
Neue Taxilizenzen werden nicht vergeben .
Zuletzt geändert von Positiv Denkender am Di 7. Nov 2017, 17:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elon Musk - Wann platzt die Blase?

Beitragvon Teeernte » Di 7. Nov 2017, 17:24

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Nov 2017, 17:04)

Doch. Du bist versichert falls was passiert. Billig ist die Fahrt dann nicht mehr. Uber kann eben nur funktionieren wenn Kosten auf den Fahrer und Risiken auf Fahrer + Fahrgast verlagert werden.


NOCHMAL die vermitteln in Berlin nur an Taxiunternehmen zu Taxi-Preisen was soll da schief gehen ??
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