Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

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franktoast
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon franktoast » Mo 9. Okt 2017, 14:23

relativ hat geschrieben:(09 Oct 2017, 15:12)

Frag mal lieber wieviele dieser Länder wieder ins Chaos zurückgefallen sind , nachdem ihre stabile Phase zuende war.

Ich weiß nicht, wie viele denn?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Maltrino
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Maltrino » Mo 9. Okt 2017, 14:30

Adam Smith hat geschrieben:(09 Oct 2017, 14:40)

Die Löhne in Afrika sind äusserst niedrig. Trotzdem bringen die chinesischen Firmen eigene Arbeitnehmer mit um in Afrika Eisenbahnen und Gebäude zu errichten.


Vielleicht ist das ja durchaus eine Lösung für viele Leute in Industrienationen, dass sie wirklich dort vor Ort arbeiten oder vielleicht sogar hinziehen... Wenn dort gebaut wird und hier nicht, dann kann man ja dort arbeiten... Stattdessen verfolgen wir ja das Konzept "Hilfe zur Selbsthilfe". Aber ist das sinnvoll? Wenn ich wirtschaftlich tätig bin, dann suche ich zwar auch nicht unbedingt Leute die mir sagen wie es geht, sondern ich such Leute die was tun. Vielleicht ist das was China macht ja sogar sinnvoller. Die tun was... Vielleicht ist das ja besserer Entwicklungshilfe als das was wir machen? Keine Ahnung. Aber die Eisenbahn und die Gebäude die stehen da erstmal. Die sind da.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Realist2014 » Mo 9. Okt 2017, 14:34

Maltrino hat geschrieben:(09 Oct 2017, 15:30)

Vielleicht ist das ja durchaus eine Lösung für viele Leute in Industrienationen, dass sie wirklich dort vor Ort arbeiten oder vielleicht sogar hinziehen... Wenn dort gebaut wird und hier nicht, dann kann man ja dort arbeiten... Stattdessen verfolgen wir ja das Konzept "Hilfe zur Selbsthilfe". Aber ist das sinnvoll? Wenn ich wirtschaftlich tätig bin, dann suche ich zwar auch nicht unbedingt Leute die mir sagen wie es geht, sondern ich such Leute die was tun. Vielleicht ist das was China macht ja sogar sinnvoller. Die tun was... Vielleicht ist das ja besserer Entwicklungshilfe als das was wir machen? Keine Ahnung. Aber die Eisenbahn und die Gebäude die stehen da erstmal. Die sind da.



hast du dich mit dem, was die deutsche Entwicklungshilfe so alles macht, eigentlich schon mal beschäftigt?
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Maltrino » Mo 9. Okt 2017, 14:45

relativ hat geschrieben:(09 Oct 2017, 14:27)

Worauf den sonst, meinst du wir bekommen die globalen Probleme kleinbürgerlich gelöst? Früher waren uns die globalen Abhängigkeiten nicht so bewusst, aber jetzt wo nur noch ein Blinder, oder ein Trump dies ignorieren kann, Ist eine globale Zusammenarbeit mehr als notwendig.


Bevor mein Gehirn durchbrennt noch einige Gedanken dazu:

Spontan dachte ich ja, dass eine Union der Entwicklungsländer was bringen würde, aber was? Die könnten dann zusammen Druck ausüben? Wenn ich mir aber die USA ansehe, dann sehe ich dort, dass viele, ganz unterschiedliche Regionen zusammen in einer Nation untergekommen sind. Vielleicht ist das die Lösung. Wir haben in den USA quasi Wüstengebiete und gemäßigte Zonen in einem Land. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass die WÜstengebiete in den USA nicht als Entwicklungsländer gelten? Was wäre wenn Nevada ein eigener Staat wäre? Würde dann Las Vegas boomen? Oder würde sich kein Amerikaner die Mühe machen nur zum Spaß in ein völlig anderes Land zu fahren und dort Geld ausgeben? Oder vielleicht gerade doch?

Beispiel Silicon Valley. Wäre dies möglich wenn Kalifornien ein eigener Staat oder gar dieses Tal ein eigener Staat gewesen wäre? Das Silicon Valley ist um einen Flughafen des US Militärs entstanden. Das heißt, das Geld für den Flughafen kam vom Gesamtbundesstaat. Auch die Landwirtschaft in Kalifornien ist nur möglich wenn Wasser aus angrenzenden Bundesstaaten genutzt werden kann. Wäre dies alles so möglich, wenn auf dem Territorium der USA 50 kleine einzelne Nationen um die Wette eifern würden? Hätte es den Flughafen beim Silicon Valley gegeben? Hätte das Kalifornische Militär sowas gebaut? Oder war das nur möglich weil die großen USA ihn gebaut haben? Was wäre wenn die USA 50 einzelne Nationen wären? Würde in den USA noch mehr erwirtschaftet werden als heute? Oder währen die Reibungsverluste (Jeder der 50 Staaten müsste ein eigenes Militär aufbauen) zu groß? Sind die USA wirtschaftlich stärker als es 50 einzelne Staaten wären? Wenn ja, dann würde das bedeuten, dass es wirtschaftlich gesehen sinnvoll wäre, wenn beispielsweise die EU und Nordafrika zu den "Vereinigten Staaten um das Mittelmeer" verschmelzen würden. Und dann könnte das gemeinsame Militär irgendwo in der Einöde von Algerien einen hochmodernen Flughafen bauen und darum herum würde sich dann vielleicht eine High-Tech Industrie entwickeln, dort wo heute nicht viel ist.

Tja, was sind das jetzt für Gedankengänge die ich hab? Faschistoide Größenwahnfantasien? Oder einfach nur realistisch? Wenn die Wüstengebiete der Welt nicht mehr Einöde und Entwicklungsland sein wollen, dann müssen sie Teil eines Superstaates werden indem es nicht nur Wüste sondern auch ganz viele andere Regionen gibt? So dass Ressourcen besser und zusammen genutzt werden können, ohne komplizierte Handelsverträge? Das hat sich ja mal wieder interessant entwickelt mein Thema hier ^^
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 9. Okt 2017, 14:55

Maltrino hat geschrieben:(09 Oct 2017, 13:55)

Meine Frage ist halt: WAS sollen die Entwicklungsländer produzieren damit sie mit "uns" auf Augenhöhe handeln können?

Warum müssen die denn mit uns auf Augenhöhe handeln? Die meisten Entwicklungsländer haben große Bevölkerungen, deren Bedarf an Konsumgütern gewaltig ist, also sollte man zuerst einmal eine Produktion zur Sättigung des eigenen Marktes aufbauen. Südkorea aber auch China haben vorgemacht, wie es geht.

Maltrino hat geschrieben:(09 Oct 2017, 13:58)

Also alle Menschen raus aus Nevada und Las Vegas, weil dort nur Wüste ist und alle Lebensmittel importiert werden müssen?

Die USA können ihre Bevölkerung selber ernähren, deswegen können sie sich auch den Luxus eines Las Vegas in der Wüste erlauben.

Oder China als Weltregierung führt die Ein Kind Politik weltweit ein, damit alle dort leben können wo Landwirtschaft in der Nachbarschaft ist?

In Entwicklungsländern gelten viele Kinder als Statussymbol und als Altersversorgung, von diesem Konzept muss man abkommen.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 9. Okt 2017, 15:00

relativ hat geschrieben:(09 Oct 2017, 14:50)

Was die Chinesen dort machen ist zu begrüßen, wenn es denn auch nachhaltig ist und da gibt es eben gute sowie schlechte Projekte.

Vllt. solltest du dich mal schlau machen, WAS genau die Chinesen in Afrika machen.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Quatschki » Mo 9. Okt 2017, 15:41

Maltrino hat geschrieben:(09 Oct 2017, 15:45)

Bevor mein Gehirn durchbrennt noch einige Gedanken dazu:

Spontan dachte ich ja, dass eine Union der Entwicklungsländer was bringen würde, aber was? Die könnten dann zusammen Druck ausüben? Wenn ich mir aber die USA ansehe, dann sehe ich dort, dass viele, ganz unterschiedliche Regionen zusammen in einer Nation untergekommen sind. Vielleicht ist das die Lösung. Wir haben in den USA quasi Wüstengebiete und gemäßigte Zonen in einem Land. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass die WÜstengebiete in den USA nicht als Entwicklungsländer gelten? Was wäre wenn Nevada ein eigener Staat wäre? Würde dann Las Vegas boomen? Oder würde sich kein Amerikaner die Mühe machen nur zum Spaß in ein völlig anderes Land zu fahren und dort Geld ausgeben? Oder vielleicht gerade doch?

Du kannst ja mal die Erschließung Sibiriens mit der Erschließung Alaskas vergleichen
Wo die Sowjets 1000 primitiv ausgerüstete Leute oder Zwangsarbeiter in eine Dauerfrost-Bergbauregion geschickt haben, waren 900 davon nur mit Holz hacken (wegen Heizmaterial) und Nahrungsbeschaffung beschäftigt, während vielleicht nur 100 zur eigentlichen Arbeit kamen. Und alle waren unterernährt.
Die Amis haben 10 Leute geschickt, dazu Nahrungskonserven, Heizöl und moderne Maschinen.
Die haben das gleiche geleistet wie die 1000 Russen. Weil nicht mehr als nötig Menschen in lebensfeindlicher Umgebung unterhalten werden mußten

Am Polarkreis braucht man einen riesigen Aufwand, um überhaupt erstmal Lebensgrundlagen herzustellen. In Mitteleuropa immerhin auch ein festes Haus, Heizmaterial und einen Satz warme Kleidung, um über den Winter zu kommen.
Am Äquator reicht eine Hütte, um vor dem Regen zu schützen. Die braucht noch nicht mal Seitenwände. Und Bekleidung wäre zur Not auch entbehrlich.
Deshalb wird es vergleichbare Slums und eine ähnlich große Armut wie in Bangladesh oder Afrika in Europa niemals geben. Solche Leute kämen nicht über den Winter.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Skull » Mo 9. Okt 2017, 17:50

Guten Tag,

und auch hier...massenweise Spam...entsorgt.

Der User relativ wird aufgefordert, seine explodierenden Ad-hominam Spam Postings umgehend zu unterlassen.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Adam Smith » Mo 9. Okt 2017, 18:24

Eine Möglichkeit die auf jeden Fall funktioniert wäre ein Gebiet als Freihandelszone auszuweisen. In diesem Gebiet brauchen auch nicht viele Menschen leben. Es muss nur gut mit Gütern versorgt werden können. Dann weist man dieses Gebiet als Freihandelszone aus. Steuern brauchen die Unternehmen für die nächsten 20 Jahre in diesem Gebiet nicht bezahlen. Eine große Armee (z.B. Vereinigte Afrikanische Armee) sichert das Gebiet vor Anschlägen, Gottesanbetern, etc. Danach baut man auf dem Gebiet Universitäten die nur die besten Afrikaner aufnehmen. Gemäß Kapitalismus siedeln sich dann in einigen Jahren in diesem Gebiet große ausländische Firmen an. Es entstehen aber auch inländische Firmen. Die Bevölkerung wächst nun sehr stark. Das Gebiet boomt und könnte Vorbild für ganz Afrika werden.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Maltrino » Mo 9. Okt 2017, 18:50

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Oct 2017, 15:55)

Warum müssen die denn mit uns auf Augenhöhe handeln? Die meisten Entwicklungsländer haben große Bevölkerungen, deren Bedarf an Konsumgütern gewaltig ist, also sollte man zuerst einmal eine Produktion zur Sättigung des eigenen Marktes aufbauen. Südkorea aber auch China haben vorgemacht, wie es geht.
...


Wenn ich richtig informiert bin sind große Teile Chinas und Korea keine Wüste, somit müssen sie sich wohl nicht durch Nahrungsmittelimport verschulden (?). Ich hab grad mit jemandem geschrieben der meinte es ist in bestimmten Ländern Afrikas unrealistisch, dass sich dort Industrie und Dienstleistung wie hier entwickeln. Was sollen die exportieren? Aber an und für sich bestätigst du meine Eingangsthese, dass die Entwicklungsländer in "High-Tech" investieren müssen. Aber tja, das würde bedeuten, dass sie und in diesen Bereichen ebenbürtig oder gar überlegen sind. Aber wie schafft man es, dass Mali, Burkina Faso, und sonstwelche Länder China und Korea nacheifern? Ist es überhaupt möglich? In Japan fiel die europäische Produktionsweise auf fruchtbaren Boden. Bei der Ankunft der Europäer waren die heimischen Handwerker sofort in der Lage die Gewehre zu kopieren und weiterzuentwickeln. Beispiel Südafrika: Europäische Auswanderer brachten den heutigen Fortschritt (?). Würden die anderen afrikanischen Staaten von solchen AUswanderern ebenso profitieren?

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Oct 2017, 15:55)

...


In Entwicklungsländern gelten viele Kinder als Statussymbol und als Altersversorgung, von diesem Konzept muss man abkommen.


Schwierig. Ist Bevölkerungskontrolle dieser Art emanzipatorisch und fortschrittlich? Oder tendentiell faschistoid und menschenfeindlich?

Zum Thema USA (Las Vegas). Ja, damit bestätigt du meine These. USA kriegen das hin, weil es viele unterschiedliche Regionen gibt und die Landwirtschaftsregionen die Wüsten mit "durchfüttern"....
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Maltrino » Mo 9. Okt 2017, 18:54

Adam Smith hat geschrieben:(09 Oct 2017, 19:24)

Eine Möglichkeit die auf jeden Fall funktioniert wäre ein Gebiet als Freihandelszone auszuweisen. In diesem Gebiet brauchen auch nicht viele Menschen leben. Es muss nur gut mit Gütern versorgt werden können. Dann weist man dieses Gebiet als Freihandelszone aus. Steuern brauchen die Unternehmen für die nächsten 20 Jahre in diesem Gebiet nicht bezahlen. Eine große Armee (z.B. Vereinigte Afrikanische Armee) sichert das Gebiet vor Anschlägen, Gottesanbetern, etc. Danach baut man auf dem Gebiet Universitäten die nur die besten Afrikaner aufnehmen. Gemäß Kapitalismus siedeln sich dann in einigen Jahren in diesem Gebiet große ausländische Firmen an. Es entstehen aber auch inländische Firmen. Die Bevölkerung wächst nun sehr stark. Das Gebiet boomt und könnte Vorbild für ganz Afrika werden.


Hm, denk ich mal drüber nach, wobei ich ja eigentlich Steuerwettbewerb für zweifelhaft halte. Aber wenn du Recht hast, dann hat Irland ja einiges richtig gemacht. Naja... Gute Nacht erstmal zusammen.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon KarlRanseier » Mo 9. Okt 2017, 18:59

Realist2014 hat geschrieben:(09 Oct 2017, 12:50)

wir heben einen globalen Wettbewerb

das scheinst du nicht verstanden zu haben



Das ist in gewisser Weise Augenwischerei, denn der "Wettbewerb" findet nicht auf Augenhöhe statt. So überschwemmt die EU die Weltmärkte mit billigen und hochsubventionierten Produkten, was jeglichen Wettbewerb unterbindet.

Deutschland überschwemmt die Märkte mit Billigprodukten, was nur durch die Niedriglohnpolitik möglich ist. "Exportweltmeister" wird man nicht, wenn man halbwegs anständige Löhne zahlt. Und erzähle nichts von "Tarifautonomie", die Gewerkschaften sind in der Bananenrepublik Deutschland häufig sogar von den Unternehmen gegründet worden!

Und nun der absolute Kracher: Die Bondskanzlerin fordert von anderen Ländern, ebenfalls Exportüberschüsse "zu erwirtschaften". Aber wenn alle Länder die Märkte mit billigen Produkten fluten und eine derart kaputte Handelsbilanz aufweisen wie Deutschland, wer soll den ganzen Scheiß dann kaufen? Die Marsianer? :?:
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Adam Smith » Mo 9. Okt 2017, 19:07

Maltrino hat geschrieben:(09 Oct 2017, 19:54)

Hm, denk ich mal drüber nach, wobei ich ja eigentlich Steuerwettbewerb für zweifelhaft halte. Aber wenn du Recht hast, dann hat Irland ja einiges richtig gemacht. Naja... Gute Nacht erstmal zusammen.

Nur das mit den Steuern. Mehr nicht. Googel mal nach Shenzhen und lies dir den Wikipedia Artikel zu der Stadt durch. Ich möchte Steuerparadies + Shenzhen + Silicon Valley.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Adam Smith » Mo 9. Okt 2017, 19:16

KarlRanseier hat geschrieben:(09 Oct 2017, 19:59)

Das ist in gewisser Weise Augenwischerei, denn der "Wettbewerb" findet nicht auf Augenhöhe statt. So überschwemmt die EU die Weltmärkte mit billigen und hochsubventionierten Produkten, was jeglichen Wettbewerb unterbindet.

Deutschland überschwemmt die Märkte mit Billigprodukten, was nur durch die Niedriglohnpolitik möglich ist. "Exportweltmeister" wird man nicht, wenn man halbwegs anständige Löhne zahlt. Und erzähle nichts von "Tarifautonomie", die Gewerkschaften sind in der Bananenrepublik Deutschland häufig sogar von den Unternehmen gegründet worden!

Und nun der absolute Kracher: Die Bondskanzlerin fordert von anderen Ländern, ebenfalls Exportüberschüsse "zu erwirtschaften". Aber wenn alle Länder die Märkte mit billigen Produkten fluten und eine derart kaputte Handelsbilanz aufweisen wie Deutschland, wer soll den ganzen Scheiß dann kaufen? Die Marsianer? :?:

Hollywood produziert Filme und Netflix Serien. Das ist schrecklich. Wer soll sich das denn ansehen? Ausseridische? Wäre es nicht besser, wenn die das sein lassen? Was bringt das? Und nun Tesla. Die Firma möchte Elektroautos produzieren. Wenn nun die Deutschen das auch machen. Schlimm. Wer soll das kaufen? Und die Mangas aus Japan. Es wird alles überschwemmt. Was ist mit den Comics? Und dann noch Computerspiele. PC und Playstation. Das geht doch nicht. Wer soll das kaufen? Kann man das nicht verhindern? Sollte der Staat nicht vorschreiben was ein jeder kaufen soll?
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 9. Okt 2017, 20:40

Maltrino hat geschrieben:(09 Oct 2017, 19:50)

Wenn ich richtig informiert bin sind große Teile Chinas und Korea keine Wüste, somit müssen sie sich wohl nicht durch Nahrungsmittelimport verschulden (?).

Kennst du die Geschichte Südkoreas? Das Land war mal das Armenhaus Asiens, es gibt in Südkorea kaum Bodenschätze, das musste und muss alles importiert werden. In China sind unter Mao ca. 45 Millionen Menschen verhungert.

Welche Staaten bestehen denn rein aus Wüste? Selbst Mali hat einen fruchtbaren südlichen Teil, dazu haben die Bodenschätze, sind drittgrößter Goldproduzent in Afrika, die haben Phosphat, Einsenerz, Bauxit, Mangan und viele andere Bodenschätze. Trotzdem ist Mali eines der ärmsten Länder der Welt. Könnte es vllt. auch hieran liegen: "Die Bevölkerung Malis gehört zu den am schnellsten wachsenden der Welt. Sie vermehrt sich jedes Jahr um 3,0 Prozent, zwischen 1950 und 2014 hat sie sich von 4,6 Millionen auf 17,4 Millionen nahezu vervierfacht" und https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... i_2016.png ?

Was sollen die exportieren?

Die sollen nichts exportieren, sondern erstmal für ihre eigene Bevölkerung produzieren. Warum gibt es noch kein afrikanisches Auto? Die brauchen keine Luxusschlitten, sondern robuste Autos, das ist kein Hexenwerk. In Afrika gibt es viel Sonnenernergie, die Autos könnten also elektrisch betrieben werden, das ist dann sogar noch einfacher zu bauen, weil man keine komplizierten Motoren und Getriebe braucht, außerdem wird das Auto dadurch billiger. Heizung, Klimaanlage, elektrischer Schnickschnack vorerst völlig unnötig, macht das Auto wieder günstiger, da kann kein europäisches Modell mithalten, auch kein Dacia. Dann müsste man noch einen einfachen, aber robusten Akkupack bauen, auch das muss kein Hochleistungsakku sein, sondern er muss günstig zu produzieren und schnell zu wechseln sein, damit man nicht lange "tanken" muss.

Ist es überhaupt möglich?

Es könnte in gewissen Kulturen auch ein Mentalitätsproblem sein.

Würden die anderen afrikanischen Staaten von solchen AUswanderern ebenso profitieren?

Schonmal was von Kolonialismus gehört?

Ist Bevölkerungskontrolle dieser Art emanzipatorisch und fortschrittlich?

Wenn man seine Nachkommen nicht ernähren kann, ist es wohl sehr fortschrittlich, dass man weniger davon in die Welt setzt. Normalerweise würde die Natur das von alleine regeln, Überpopulationen haben nie lange Bestand, aber der Westen kommt mit seinem Mitleid ja sofort angerauscht, wenn ein süßes schwarzes Kind mit Kulleraugen und dickem Hungerbauch zu sehen ist, und lässt die Spendenlawine rollen.

USA kriegen das hin, weil es viele unterschiedliche Regionen gibt und die Landwirtschaftsregionen die Wüsten mit "durchfüttern"....

Und wer seine Leute nicht durchfüttern kann, muss dafür sorgen, dass es nicht immer mehr Leute werden.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon relativ » Di 10. Okt 2017, 00:06

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Oct 2017, 16:00)

Vllt. solltest du dich mal schlau machen, WAS genau die Chinesen in Afrika machen.

Wie kommst du darauf, daß ich dies nicht gemacht habe?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon unity in diversity » Di 10. Okt 2017, 01:27

Realist2014 hat geschrieben:(09 Oct 2017, 12:50)

wir heben einen globalen Wettbewerb

das scheinst du nicht verstanden zu haben

Im globalen Wettbewerb gibt es Gewinner und Verlierer.
Welche grundlegenden Innovationen, oder gar Innovationsschübe, kamen in den letzten 10 Jahren aus Europa?
Man hat sich mit einer sinkenden durchschnittlichen, gesellschaftlichen Arbeitsproduktivität abgefunden und paßt die Rahmenbedingungen rein defensiv an die geänderte Entwicklung an.
So erklären sich neuerdings auch Sezessionsbestrebungen in den noch vorhandenen Wohlstandsinseln.
Man will sich nicht von der Umgebung runterziehen lassen.
Das ist eine "rette sich, wer kann" Defensivstrategie.
In nicht allzu ferner Zukunft könnte Europa etwas mehr Solidarität von Asien und den USA fordern.
Ursache ist evtl. der umfangreichere Wortschatz in anderen Ländern.
"Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon KarlRanseier » Di 10. Okt 2017, 07:47

Adam Smith hat geschrieben:(09 Oct 2017, 20:16)

Hollywood produziert Filme und Netflix Serien. Das ist schrecklich. Wer soll sich das denn ansehen? Ausseridische? Wäre es nicht besser, wenn die das sein lassen? Was bringt das? Und nun Tesla. Die Firma möchte Elektroautos produzieren. Wenn nun die Deutschen das auch machen. Schlimm. Wer soll das kaufen? Und die Mangas aus Japan. Es wird alles überschwemmt. Was ist mit den Comics? Und dann noch Computerspiele. PC und Playstation. Das geht doch nicht. Wer soll das kaufen? Kann man das nicht verhindern? Sollte der Staat nicht vorschreiben was ein jeder kaufen soll?



Ich bin sicher, dass auch Du eines Tages verstehen wirst, dass nicht alle Länder Exportüberschüsse haben können, solange Außerirdische nicht als Konsumenten gewonnen werden.
Merkels Forderungen sind gänzlich absurd. Und ohne die Verschuldung anderer Länder wäre Deutschland das bankrotteste Land der Welt.
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon Skull » Di 10. Okt 2017, 07:53

KarlRanseier hat geschrieben:(10 Oct 2017, 08:47)

Merkels Forderungen sind gänzlich absurd.

Und ohne die Verschuldung anderer Länder wäre Deutschland das bankrotteste Land der Welt.

Ich konnte nirgendwo lesen, das irgendjemand - oder Frau Merkel - gefordert hätte,
alle Ländern sollten Exportüberschüsse erzielen.

Und Dein zweiter Satz ist ebenfalls unsinnig. :)

mfg
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Re: Entwicklungspolitik sinnlos. Der wahre Grund warum "der Süden" immer ärmer sein wird als "der Norden"

Beitragvon franktoast » Di 10. Okt 2017, 16:38

Tom Bombadil hat geschrieben:(09 Oct 2017, 21:40)
Die sollen nichts exportieren, sondern erstmal für ihre eigene Bevölkerung produzieren. Warum gibt es noch kein afrikanisches Auto? Die brauchen keine Luxusschlitten, sondern robuste Autos, das ist kein Hexenwerk. In Afrika gibt es viel Sonnenernergie, die Autos könnten also elektrisch betrieben werden, das ist dann sogar noch einfacher zu bauen, weil man keine komplizierten Motoren und Getriebe braucht, außerdem wird das Auto dadurch billiger. Heizung, Klimaanlage, elektrischer Schnickschnack vorerst völlig unnötig, macht das Auto wieder günstiger, da kann kein europäisches Modell mithalten, auch kein Dacia. Dann müsste man noch einen einfachen, aber robusten Akkupack bauen, auch das muss kein Hochleistungsakku sein, sondern er muss günstig zu produzieren und schnell zu wechseln sein, damit man nicht lange "tanken" muss.

Hm und warum geschieht das nicht? Um das Auto einigermaßen kostengünstig zu bekommen, müsste man trotzdem erstmal viele Milliarden investieren(und wer hat die schon? Also müssten die aus dem Ausland kommen) und es dauert gerne mal 10 Jahre und mehr, bis das richtig rollt. Dazu müsste man erstmal zig Leute ausbilden. In Deutschland ist das relativ simpel, denn es gibt viele ausgebildete Kräfte und bei der Arbeit lernen die anderen davon. Also kämen da auch viel aus dem Ausland und wer will schon nach Afrika?
Und in 10 Jahren hat man wieder Bürgerkrieg oder einen verrückten Diktator und es ist wieder alles weg. Die hohe Korruption ist auch ein echtes Problem und könnte solche Investitionen extrem gefährden bzw. kostspielig machen.

Unterm Strich lohnt es dann womöglich doch mehr, die Milliarden wo anders zu investieren.

Glücklicherweise ist es nicht so schlimm wie beschrieben. Es passiert ja was in Afrika.

Das Ziel ist es aber nicht, jetzt möglichst alles selber herzustellen, was sonst aus dem Ausland käme, wie zB. Autos. Ziel ist es, sich auf bestimmte Branchen zu spezialisieren, darin extrem gut zu werden und entsprechend mit der Welt zu handeln. Das hat jedes heute reichere Land so gemacht. Auch Japan oder Südkorea.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.

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