Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

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Orwellhatterecht
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Orwellhatterecht » Sa 7. Okt 2017, 15:28

Realist2014 hat geschrieben:(06 Oct 2017, 20:25)

seit wann sind die deutschen DAX-Unternehmen darunter?

und ja, momentan geht es "mit rechten" Dingen zu, weil sich alle Internetkonzerne an gültige Gesetze halten

Wobei ich die Idee der EU für richtig halte

nur müssen da eben Irland und Holland mitspielen...




Vielleicht sollte dann Deutschland als Nettozahler ein klein wenig bis etwas stärker mal nachhelfen, dass so etwas niemals wieder passieren kann!

http://www.focus.de/finanzen/banken/deu ... 26021.html
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Realist2014 » Sa 7. Okt 2017, 15:31

Orwellhatterecht hat geschrieben:(07 Oct 2017, 16:28)

Vielleicht sollte dann Deutschland als Nettozahler ein klein wenig bis etwas stärker mal nachhelfen, dass so etwas niemals wieder passieren kann!

http://www.focus.de/finanzen/banken/deu ... 26021.html



den alten Käse brauchst du nicht auspacken...

da geht es um Banken- nicht um die Besteuerung von Internetkonzernen
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 7. Okt 2017, 16:57

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(07 Oct 2017, 16:06)

Das wird so nicht kommen, vergiss es. Das wird dir jeder bestätigen, der ein bisschen Ahnung von internationaler Besteuerung hat. Zu komplex sind die Themen, zudem müsste man alle OECD-Richtlinien zur internationalen Besteuerung, die man die letzten 15 Jahre mühsam in nationales Recht umgesetzt hat über den Haufen werfen und alle Doppelbesteuerungsabkommen, die ja immer nur bilateral sind, kündigen und neu machen. Dann viel Spaß. Um Ende des Tages wird man feststellen, dass es nicht nur Internetunternehmen betrifft, sondern auch andere Unternehmen. Ich möchte nur Mal anmerken, dass auch das deutsche mittelständische Maschinenbauunternehmen mit einer Exportquote von 60%, wohl etwa 60% seines Gewinnes im Ausland erwirtschaftet ohne dort auch nur 1 Cent an Steuern zu zahlen.

Und ja ich bin für gleiche Rahmenbedingungen und daher auch der Meinung, dass die Besteuerung von Unternehmen nicht mehr zeitgemäß ist und man mittelfristig darüber nachdenken sollte, das auch bleiben zu lassen.

Wen willst du denn besteuern? Nur noch die Arbeitnehmer?
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 7. Okt 2017, 17:09

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Oct 2017, 17:57)

Wen willst du denn besteuern? Nur noch die Arbeitnehmer?


Einkommensteuer wird nicht nur auf Löhne und Gehälter bezahlt. Eine höhere Besteuerung von Kapitalerträgen wäre eine Option.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Alter Stubentiger » Sa 7. Okt 2017, 18:56

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(07 Oct 2017, 18:09)

Einkommensteuer wird nicht nur auf Löhne und Gehälter bezahlt. Eine höhere Besteuerung von Kapitalerträgen wäre eine Option.

Das hast du letztens noch bis aufs Blut bekämpft.

Ich denke im übrigen nicht daß es nur damit getan ist. Die EU-Kommision hat schon den richtigen Vorschlag gemacht.

Da in Zukunft ohnehin eine de-Fakto-Pflicht zu elektronischen Kassensystemen besteht die nachträgliche Tricksereien mit dem Umsatz verhindern soll dürfte es ja im übrigen nicht so schwierig sein auch den Umsatz der Internet Konzerne der im Inland entsteht zu ermitteln und entsprechend den Umsatz zu besteuern. So allmählich dürfte der Leidensdruck der Staaten groß genug sein. Zuviel Geld geht dem Fiskus verloren während Schulen verfallen, die Straßen zerbröseln und immer mehr Alte ihre Altersbezüge erhalten wollen.

Die EU muß was tun. Man steht unter Zugzwang. Kann man ja auch daran sehen das die EU Irland dazu zwingt Steuern einzutreiben.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon 3x schwarzer Kater » Sa 7. Okt 2017, 19:48

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Oct 2017, 19:56)

Das hast du letztens noch bis aufs Blut bekämpft.

Ich denke im übrigen nicht daß es nur damit getan ist. Die EU-Kommision hat schon den richtigen Vorschlag gemacht.

.


Nö hab ich nicht. Wenn du die Zusammenhänge richtig verstehst, die ich ja oft genug erklärt habe.

Und noch gibt es keinen Vorschlag der EU-Kommission, sondern nur einen Vorstoß von ein paar Finanzministern, der so nicht umsetzbar ist, sondern nur hirnrissig.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon immernoch_ratlos » Sa 7. Okt 2017, 20:13

franktoast hat geschrieben:Sorry, ich kann dir nicht folgen. Der Staat sammelt Steuern ein und tätigt damit sein Ausgaben, also ua. bezahlt er das Gehalt des Hochschulprofessors.
Ja, "der Staat sammelt Steuern ein"
Das genau ist der Punkt - nun könnte man es damit bewenden lassen - das Geld für eine ganze Reihe von Arbeitsplätzen - nicht nur die Bezahlung - wird ausschließlich mit vom Staat eingesammelten Steuern bezahlt / finanziert. Einiges davon allerdings auch per "Neuverschuldung".

Stellt sich - jedenfalls für mich - die Frage - WOHER kommen diese Steuern :?:

Nehmen wir mal jemanden, der komplett aus Steuermitteln alimentiert wird. Ein Teil des Geldes fließt bei jeglichem Konsum sofort wieder (MwSt.) zur Quelle zurück. Andere Ausgaben landen bei Marktteilnehmern z.B. als Miete - daraus werden indirekt Steuern generiert - die ebenfalls wieder bei der Quelle landen. Ein bestimmter Teil der ursprünglichen Steuern ist "dauerhaft weg" und ist nicht "recycelbar".

Wo ist in einem solchen Fall - außer Steuern "hin und her" fließen zu lassen ein Beitrag zur Finanzierung des Staates geleistet worden :?: Hat der Empfänger irgend eine "steuerwerte" Leistung erbracht :?:

Wohl eher nicht. Ihm wurde eine Summe Geldes zur Verfügung gestellt, die teilweise direkt und teilweise indirekt als Steuern zurückfließt. Die Produktivität ist Null.

So kann man jede einzelne Person in einem Staat daraufhin untersuchen a) wer bezahlt die Alimentierung / Arbeitsleistung, ? b) Woher stammt das Geld für Alimentierung / Arbeitsleistung ?

Wird dies beantwortet, kann man Bilanz ziehen. a) Wie groß ist der Anteil derer, welche ausschließlich über Steuermittel finanziert werden ? Dabei ist zunächst völlig gleichgültig worin seine steuerfinanzierten Aktivitäten bestehen. b)Wie viele erzeugen "echte" Steuern, im Gegensatz zu den "recycelten" Steuerzahlungen.

Es dürfte klar sein, ein Staat in dem die Ausgaben - die ja ausnahmslos aus Steuern / Abgaben finanziert werden (falls der Staat andere Einnahmequellen hat - welche sind das - wie relevant sind sie), wird ausschließlich durch Unternehmer - Unternehmen deren "Produkte" diesen "internen Kreislauf" verlassen, finanziert. Ein nicht geringer Teil fließen dem Staat durch die DORT beschäftigten AN / nichtselbständige Führungskräfte über die unterschiedlichen Steuern zu, bei denen es sich NICHT um "recycelte" Steuern handelt. In gewissem Sinn also "neues Geld" (nicht mit aus Kredit entstehenden "neuen Geld" zu verwechseln) .

Es gibt aus beiden Bereichen "hybride" Verhältnisse. So ist die Infrastruktur, das Bildungswesen usw. notwendig um Unternehmen überhaupt in die Lage zu versetzen "etwas zu produzieren". Also alle Aufgaben die einen Staat "ausmachen". Dort ist es sicher schwieriger eine Trennung der Geldflüsse bis ins Detail vorzunehmen.

Doch auch ohne solche Feinheiten - ein Staat, der keine "positive Bilanz" aufweist, wird sich immer stärker verschulden und wie Realist bereits eigentlich unmissverständlich ausführte, führt das zu immer geringeren Leistungen bei allen die ausschließlich über Steuermittel finanziert werden.

Was kann ein Staat "tun" um das zu verhindern ? Im Prinzip versuchen die "Rahmenbedingungen" so anzupassen, dass möglichst wenig "Reibung" aka Bürokratie entsteht. Das die Infrastruktur die Unternehmungen nicht behindert, sondern soweit überhaupt möglich, "vorausschauende" Anpassungen vornimmt. Das Bildungssystem ebenfalls "vorausschauende" Anpassen. Eine zugegeben grobes Bild, aber es liegt bei jedem seine Vorstellung einzubringen und dabei zu überprüfen woher das Geld tatsächlich kommt und ob daraus nicht recycelte Steuereinnahmen entstehen...

Was "DIE Digitalisierung" angeht, ein äußert "schwammiger Begriff" Für die einen ist es Geschäftsfelder über digitale Werkzeuge zu verbinden - bearbeiten usw. Für andere bedeutet es eine völlige Vernetzung von Produktion und Logistik. Noch andere Bereiche ersetzen zunehmend bislang menschliche Arbeitskräfte in den Produktionsalgorithmen durch Maschinen / Roboter usw.

Während völlig klar ist, diese Veränderungen laufen bereits, sind bereits allgegenwärtig und ich wüsste nicht, was diese aufhalten könnte UND warum man sie aufhalten sollte, wenn das denn möglich wäre.

Lediglich eines ist klar sichtbar, mit dem Bildungs- / Wissensstand derer, welche z.Z. in den noch existierenden Strukturen arbeiten, sind zukünftige Anforderungen eher nicht zu meistern. Wie auch immer - hier wird da notwendige "neue Steuergeld" erwirtschaftet....

Hier noch etwas zu dem was innerhalb von recht kurzer Zeit zu "erwarten sein wird". Die Chance, dass dies alles NICHT stattfindet scheint mir eher gering...

Lünendonk ® -Studie 2017 Seite 25

Abildung 17 : Welche Branchen digitalisieren in den kommenden zwei Jahren besonders stark ?


(die Branchen und zugehörigen Prozentsätze stammen aus dem Balkendiagramm der zitierten "Lünendonk Studie" )

    Aus Sicht der IT-Dienstleister sind folgende Branchen „sehr stark“ von der Digitalisierung betroffen :
    .
  1. Handel = 69 %
    .
  2. Telekomunikation / IT = 69 %
    .
  3. Autoindustrie = 68 %
    .
  4. Versicherungen = 66 %
    .
  5. Banken = 63 %
    .
  6. Medien = 55 %
    .
  7. Energie = 46 %
    .
  8. Maschinenenbau = 39 %
    .
  9. Verkehr / Logistik = 37 %
    .
  10. Gesundheitswesen = 23 %
    .
  11. Chemie / Pharma = 13 %
    .
  12. Behörden / öffentlicher Dienst = 13 %
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Tom Bombadil » So 8. Okt 2017, 09:13

franktoast hat geschrieben:(06 Oct 2017, 15:33)

Das beantwortet meine Frage, weil ich sagte, dass es auch andere Gründe gibt, die zu Arbeitslosigkeit füghren wie zB. der Mindestlohn oder jemand will nicht umziehen oder jemand sucht eben erstmal ein paar Monate, um wieder den passenden Job zu finden.

Das sidn Gründe, warum es in Deutschland resp. andere Industrienationen Arbeitslosigkeit gibt. Aber warum gibt es in Kroatien (~16%) oder Gambia (~30%) AL? Gibt es da keine "Wünsche"? Oder werden deren Wünsche von deutschen und chinesischen Werkbänken aus bedient?

Wenn der einzige Grund zur Arbeitslosigkeit die Automatisierung wäre...

Hatte das jemand behauptet?

Weil "die Unternehmer" kein Monolith sind, die gemeinsam gegen den Rest der Welt kämpfen. Wenn es in einer Branche hohe Margen gibt, dann preschen in die Branche so lange neue Unternehmen vor, bis die Marge wieder gering ist.

Wo es hohe Margen zu verdienen gibt, wird versucht, diese beizubehalten, auch mit Konkurrenz, auch von der Konkurrenz. Sicher würden die Preise sinken, aber imho nicht um 50%.

Ich finde, du siehst das schon etwas eindimensional. Als ob die technologie nur einzig und allein da wäre, um Arbeitsplätze zu vernichten.

Dein Problem ist, dass du verzweifelt etwas suchst, um gegen mich argumentieren zu können und deshalb Strohmänner mit Behauoptungen aufstellst, die ich nie getätigt habe, so wie jetzt das Unterstrichene. Warum auch immer du das tun musst. Ich finde den technischen Fortschritt grandios und wenn der Mensch dadurch von Schweinearbeit erlöst wird, umso besser.

Dass man dieses Wissen über interaktive Kontaktlinsen abrufen kann, halte ich realistischer als dass ein Roboter einen Alten wäscht.

Warum sollte es nicht beides geben? Das sind ja keine sich gegenseitig ausschließenden Technologien. Augmented Reality ist bereits Realität und auch Roboter, die sich um alte Menschen kümmern sind bereits Realität.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Tom Bombadil » So 8. Okt 2017, 09:15

Realist2014 hat geschrieben:(06 Oct 2017, 15:34)

mit welchen Kunden sollen die Unternehmen denn den Profit erwirtschaften?

Auch du bedienst den Strohmann.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Eisvogel » So 8. Okt 2017, 09:58

Kann es vielleicht angehen, dass ihr euch hier Gedanken macht um Dinge die überhaupt nicht so dramatisch sind ? Bei VW gibt es schon seit Jahrzehnten Roboter für Arbeiten die früher vom Gastarbeiter aus der Türkei erledigt wurden, na und ? Fachkräfte sind mehr gefragt, das ist kein Stammtischspruch das ist eine Tatsache. Natürlich wird der Mitarbeiter aus der Automobilbranche in Niedersachsen keine 35 Stunden Woche, bei einem Verdienst von 3000 Euro mehr haben. Aber in anderen Branchen, auch Abseits von Bildung und Chemie werden weiterhin Händeringend Fachkräfte gebraucht werden.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Realist2014 » So 8. Okt 2017, 11:39

Alter Stubentiger hat geschrieben:(07 Oct 2017, 19:56)

Das hast du letztens noch bis aufs Blut bekämpft.

.





hat er nicht und ich auch nicht


WENN es keine Besteuerung der Unternehmen ( hier Kapitalgesellschaften) mehr geben würde, dann gäbe es ja keine Körperschaftssteuer und keine Gewerbesteuer mehr

DANN würden auch die Dividenden mit dem persönlichen Steuersatz verrechnet werden, OHNE das vorherige Steuern auf diesen ausgeschütteten Gewinn berücksichtigt werden müssten...
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Realist2014 » So 8. Okt 2017, 11:40

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Oct 2017, 10:15)

Auch du bedienst den Strohmann.



welchen Strohmann`


Beim Szenario "hohe Arbeitslosigkeit" bricht ja die Nachfrage weg...

also nix mit "hohen Gewinnen " mit den Roboter-Dienstleistungen...
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Skull » So 8. Okt 2017, 13:45

Guten Tag,

die letzten 2 Beiträge in die Ablage versenkt.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Tom Bombadil » So 8. Okt 2017, 21:06

Realist2014 hat geschrieben:(08 Oct 2017, 12:40)

Beim Szenario "hohe Arbeitslosigkeit"...

Von wem stammt dieses Szenario? Von mir jedenfalls nicht.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Boracay » Mo 9. Okt 2017, 07:28

Eisvogel hat geschrieben:(08 Oct 2017, 10:58)

Kann es vielleicht angehen, dass ihr euch hier Gedanken macht um Dinge die überhaupt nicht so dramatisch sind ? Bei VW gibt es schon seit Jahrzehnten Roboter für Arbeiten die früher vom Gastarbeiter aus der Türkei erledigt wurden, na und ? Fachkräfte sind mehr gefragt, das ist kein Stammtischspruch das ist eine Tatsache. Natürlich wird der Mitarbeiter aus der Automobilbranche in Niedersachsen keine 35 Stunden Woche, bei einem Verdienst von 3000 Euro mehr haben. Aber in anderen Branchen, auch Abseits von Bildung und Chemie werden weiterhin Händeringend Fachkräfte gebraucht werden.


Die Siguation ist im Süden schon bei einfachsten Hilfsjobs dramatisch. Hier gibt es viele Regionen mit einer ALG Quote von 1,X %, da bekommst du nicht mal Putzfrauen oder Alkoholiker.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon franktoast » Mo 9. Okt 2017, 07:39

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Oct 2017, 10:13)
Das sidn Gründe, warum es in Deutschland resp. andere Industrienationen Arbeitslosigkeit gibt. Aber warum gibt es in Kroatien (~16%) oder Gambia (~30%) AL? Gibt es da keine "Wünsche"? Oder werden deren Wünsche von deutschen und chinesischen Werkbänken aus bedient?

Ja was denkst du denn? Warum ist sie in Kroatien so hoch, und ich Thailand oder Rumänien so niedrig? Warum steigt die weltweite Arbeitslosenrate nicht?

Wo es hohe Margen zu verdienen gibt, wird versucht, diese beizubehalten, auch mit Konkurrenz, auch von der Konkurrenz. Sicher würden die Preise sinken, aber imho nicht um 50%.

Es kommt drauf an. Aber es ist jetzt nicht so, dass die Telekom-Preise für immer gleich bleiben, obwohl die Kosten dort immens sinken und die Anbieter dort eine goldene Nase verdienen.


Dein Problem ist, dass du verzweifelt etwas suchst, um gegen mich argumentieren zu können und deshalb Strohmänner mit Behauoptungen aufstellst, die ich nie getätigt habe, so wie jetzt das Unterstrichene. Warum auch immer du das tun musst. Ich finde den technischen Fortschritt grandios und wenn der Mensch dadurch von Schweinearbeit erlöst wird, umso besser.

Dann passts ja. Wenn es andere Ursachen für Arbeitslosigkeit gibt, woher weißt du dann, was Einfluss auf Arbeitslosigkeit hat? Ich denke, das ist eher Wunschdenken von dir, dass irgendeine Gegebenheit dann auch die Arbeitslosigkeit in die eine oder andere Richtung verschiebt.

Warum sollte es nicht beides geben? Das sind ja keine sich gegenseitig ausschließenden Technologien. Augmented Reality ist bereits Realität und auch Roboter, die sich um alte Menschen kümmern sind bereits Realität.

Naja, bedingt. Aber das wird kommen. Die Frage in dem Thread war ja, ob auch weniger gut ausgebildete Personen noch einen Job finden. Und wenn diese eben zB. über Augmented Reality bei der Tätigkeit angeleitet werden, sage ich natürlich ja. Aber auch ohne, denn Automatisierung ist nicht kostenlos und Unternehmer müssen sich an Arbeiter anpassen (und umgekehrt), damit beide möglichst viel davon haben. Von ungewollter(!) Arbeitslosigkeit hat niemand was.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Skull » Mo 9. Okt 2017, 08:17

Boracay hat geschrieben:(09 Oct 2017, 08:28)

Hier gibt es viele Regionen mit einer ALG Quote von 1,X %, da bekommst du nicht mal Putzfrauen oder Alkoholiker.

Übertreibungen sind wenig hilfreich.

Hast Du mal eine Aufstellung der VIELEN Regionen in Deutschland mit einer ALG Quote von 1,x Prozent ?

Danke.

mfg
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Realist2014 » Mo 9. Okt 2017, 08:29

Tom Bombadil hat geschrieben:(08 Oct 2017, 22:06)

Von wem stammt dieses Szenario? Von mir jedenfalls nicht.



aber sicher doch:

"Wie sehr Industrie 4.0 die Wirtschaft verändern wird, wurde ja auch schon häufig diskutiert. Menschen, die dann noch Arbeit haben (am wahrscheinlichsten im kreativen Bereich), werden auch mehr wie die "digitalen Nomaden" arbeiten, sie haben keinen festen Job mehr, sondern arbeiten an verschiedenen Projekten mit verschiedenen Auftraggebern überall auf der Welt.

Ich bin davon überzeugt, dass sich die Zeit der Massenarbeit dem Ende entgegen neigt, ob es möglich sein wird, dass jeder als Einzelkämpfer sein Feld findet, wird man abwarten müssen. Unser Sozialstaat sollte sich aber darauf vorbereiten, außer von Nahles hört man aus der Richtung sehr wenig von der Politik"

Bedeutet zusammengefasst:

Der "Sozialstaat" soll sich darauf vorbereiten, dass möglicherweise nicht mehr alle Arbeit haben, auch weil möglicherweise nicht jeder Einzelkämpfer sein Feld findet...

üblicherweise bezeichnet man das dann als "arbeitslos"...
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 9. Okt 2017, 09:42

franktoast hat geschrieben:(09 Oct 2017, 08:39)

Ja was denkst du denn?

Ich hatte DIR eine Frage gestellt.

Es kommt drauf an. Aber es ist jetzt nicht so, dass die Telekom-Preise für immer gleich bleiben, obwohl die Kosten dort immens sinken und die Anbieter dort eine goldene Nase verdienen.

Nicht? 2,7 Mrd. € bei der Telekom ist schon beachtlich und es wäre ohne den Brexit noch mehr gewesen.

Ich denke, das ist eher Wunschdenken von dir, dass irgendeine Gegebenheit dann auch die Arbeitslosigkeit in die eine oder andere Richtung verschiebt.

Und der nächste behämmerte Strohmann.

Die Frage in dem Thread war ja, ob auch weniger gut ausgebildete Personen noch einen Job finden. Und wenn diese eben zB. über Augmented Reality bei der Tätigkeit angeleitet werden, sage ich natürlich ja.

Die Frage ist nur, warum sich der Unternehmer die Mühe machen sollte, wenn der Roboter das besser, schneller, ausdauernder machen kann. Ich frage mich, was ihr dagegen habt, dass der Mensch von schwerer Arbeit entlastet wird. Ist das Zukunftsangst, Angst um den eigenen Job? Pfeifen im Walde wird nichts nutzen.
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Re: Automatisierung: Werden einfache Tätigkeiten stärker oder weniger stark nachgefragt?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 9. Okt 2017, 09:50

Realist2014 hat geschrieben:(09 Oct 2017, 09:29)

üblicherweise bezeichnet man das dann als "arbeitslos"...

Wie du irgendwas bezeichnest ist irrelevant. Mit "Arbeit haben" meinte ich eine Festanstellung bei einem Unternehmen, das hatte ich ja auch schonmal in Sachen "Massenarbeit" erläutert, aber okay, bei dir muss man sich eben öfter mal wiederholen, schon der TE hat von freischaffenden Youtube-bloggern und Produktdesignern geschrieben... Wenn du der Meinung bist, dass 10 oder 20 oder XY Mio neue Kleinunternehmer keine Auswirkungen auf die Gesellschaft haben, dann ist das ja auch okay, ich hoffe nur weiterhin darauf, dass die Politik klüger und weitsichtiger ist.
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