Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon H2O » Di 12. Sep 2017, 10:02

Realist2014 hat geschrieben:(12 Sep 2017, 10:50)

ja

Bayern bzw. Oberbayern

nur gelten diese NICHT für Unternehmen aus Sachsen, die in München Aufträge erledigen

deswegen gibt es immer noch Millionen Pendler zwischen Ost & West bzw. Nord & Süd...

und daran wird sich auch nichts ändern


Das ist Ihre Sicht der Dinge; aber dieser auch insgesamt ungute Zustand wird sich durch Gesetz verändern (müssen). Präsident Macron wird's richten... :)

Dann werden Gewerke eben in Sachsen oder sonstwo ganz ohne Gewalttouren auf Autobahnen abgearbeitet, oder die "Münchner" verzichten auf dieses Geschäft. Auch da hätte die Bundesregierung, Sozialdemokraten insbesondere, schon längst etwas unternehmen müssen.

Ein großer Anteil an der Verödung von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern ist auf diese anhaltend idiotische Raumordnungspolitik zurück zu führen. Die AfD dankt!
Zuletzt geändert von H2O am Di 12. Sep 2017, 10:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Sep 2017, 10:09

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2017, 11:02)

Das ist Ihre Sicht der Dinge; aber dieser auch insgesamt ungute Zustand wird sich durch Gesetz verändern (müssen). Präsident Macron wird's richten... :)

Dann werden Gewerke eben in Sachsen oder sonstwo ganz ohne Gealttouren auf Autobahnen abgearbeitet, oder die "Münchner" verzichten auf dieses Geschäft. Auch da hätte die Bundesregierung, Sozialdemokraten insbesondere, schon längst etwas unternehmen müssen.


sorry

eine derartige "Gleichmacherei" wird es ganz sicher nicht geben in D.

da gibt es auch nichts für die Bundesregierung zu tun

das gleiche haben wir ja auf EU Ebene

dein Vorschlag wäre das Ende der Freizügigkeit

das wird ganz sicher NICHT passieren

entspricht übrigens den AfD Vorstellungen..


was in D gilt, ist folgendes:

http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Arbeit ... &nn=144400
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon H2O » Di 12. Sep 2017, 10:32

Realist2014 hat geschrieben:(12 Sep 2017, 11:09)

sorry

eine derartige "Gleichmacherei" wird es ganz sicher nicht geben in D.

da gibt es auch nichts für die Bundesregierung zu tun

das gleiche haben wir ja auf EU Ebene

dein Vorschlag wäre das Ende der Freizügigkeit

das wird ganz sicher NICHT passieren

entspricht übrigens den AfD Vorstellungen..


was in D gilt, ist folgendes:

http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Arbeit ... &nn=144400


Natürlich sind unsere Arbeitsgesetze so wie sie sind. Sie sind aber nicht, wie sie einmal waren und auch nicht, wie sie irgendwann sein werden. Warten wir doch ab, was aus dem angepeilten EU-Gesetz: "Gleicher Lohn bei gleicher Arbeit am gleichen Ort" in wenigen Monaten wird. Für Präsident Macron hängt davon einiges ab, und das war der Kandidat in Frankreich, der die EU weiter entwickeln will. Alle übrigen wollten die EU abwickeln.

EU-Gesetze werden aber in nationale Gesetze überführt, wenn sie denn einmal gemeinschaftlich mit qualifizierter Mehrheit beschlossen wurden.

Völlig richtig; dieses Gesetz wäre das Ende der Freizügigkeit durch Lohndumping. Das ist ja der Sinn des Gesetzes. Ansonsten können Menschen und Dienstleistungen und Kapital frei im Binnenmarkt verkehren. Und jeder kann "zu Hause" unter seinen Bedingungen Leistungen erbringen und Erzeugnisse herstellen und dann anbieten. Aber eben nicht dort leisten und herstellen, wo andere Bedingungen herrschen. Was ist denn daran so schwer zu verstehen?
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 12. Sep 2017, 10:41

Realist2014 hat geschrieben:(12 Sep 2017, 09:35)

es gibt kein "Lohndumping"

es gibt nur marktkonforme Löhne

das war ja auch der Grund der Einführung der Agenda2010

der "Glaube" der Bezieher von hoher Arbeitslosenhilfe, sei hätten eine "Recht auf hohe Löhne", sonst arbeiten sie nicht...

die Agenda2010 hat dann klar gemacht, was marktgerechte Löhne sind


Marktkonformität ist kein Qualitätsmerkmal. Ein Markt kann nur funktionieren wenn die Marktteilnehmer über gleich starke Möglichkeiten verfügen. Die Marktmacht eines Arbeitnehmers ist aber sehr überschaubar. Die Marktmacht von Tönnies alles verschlingend. Solange Menschen wie du dies billigend in Kauf nehmen besteht das Risiko daß Menschen sich an die wenden die angeblich ihre Interessen vertreten. An Links oder Rechtsradikale. Du schaffst erstmit deinem Beharren auf dem freien Spiel der freien (Markt)Kräfte das Klima das die Radikalen immer stärker werden läßt.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Sep 2017, 10:47

Alter Stubentiger hat geschrieben:(12 Sep 2017, 11:41)

Marktkonformität ist kein Qualitätsmerkmal. Ein Markt kann nur funktionieren wenn die Marktteilnehmer über gleich starke Möglichkeiten verfügen. Die Marktmacht eines Arbeitnehmers ist aber sehr überschaubar.ßt.


Langzeitarbeitslose sind keine Arbeitnehmer ( mehr)

es gibt kein Grundrecht jahrelang mit hohen Sozialbezügen ( damals diejenigen mit HOHER Arbeitslosenhilfe basierend auf einem Prozentsatz des vorherigen hohen Netto) sozusagen "auf der Ocuhc" zu hocken und auf "gutbezahlte Jobs" zu warten, die es für diese nicht mehr gab bzw. gibt.


Das war ja eine der Gründe für die Agenda2010
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Sep 2017, 10:51

Alter Stubentiger hat geschrieben:(12 Sep 2017, 11:41)

. Ein Markt kann nur funktionieren wenn die Marktteilnehmer über gleich starke Möglichkeiten verfügen. t.



sorry

es gibt natürlich keine "gleich starken Möglichkeiten" für ALLE Arbeitnehmer

das entscheidet jeweils die ökonomisch relevante Kompetenz des Einzelnen

daher haben diejenigen mit geringen oder falschen ( = nicht nachgefragten) Kompetenzen eben gar keine andere "Möglichkeit" als eben JEDEN Job anzunehmen, der gesetzeskonform ist.

die "Möglichkeiten" und somit auch das Gehalt steigen logischerweise mit diesen ökonomisch relevanten Kompetenzen

Als Ergebnis haben wir ja auch die divergente Entwicklung bei den Reallöhnen...
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Sep 2017, 10:54

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2017, 11:32)

. Warten wir doch ab, was aus dem angepeilten EU-Gesetz: "Gleicher Lohn bei gleicher Arbeit am gleichen Ort" in wenigen Monaten wird. ?



das gibt es ja nicht mal in gleichen Ort in D.

Nicht mal innerhalb der Unternehmen

Wird es auch NIE geben

das wären EINHEITSlöhne.

Was wir haben, sind Tariflöhne als Untergrenze

alles was darüber ist , ist Sache der Unternehmen
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon H2O » Di 12. Sep 2017, 11:02

Alter Stubentiger hat geschrieben:(12 Sep 2017, 11:41)

Marktkonformität ist kein Qualitätsmerkmal. Ein Markt kann nur funktionieren wenn die Marktteilnehmer über gleich starke Möglichkeiten verfügen. Die Marktmacht eines Arbeitnehmers ist aber sehr überschaubar. Die Marktmacht von Tönnies alles verschlingend. Solange Menschen wie du dies billigend in Kauf nehmen besteht das Risiko daß Menschen sich an die wenden die angeblich ihre Interessen vertreten. An Links oder Rechtsradikale. Du schaffst erstmit deinem Beharren auf dem freien Spiel der freien (Markt)Kräfte das Klima das die Radikalen immer stärker werden läßt.


So ganz Unrecht hat der Realist aber auch nicht. Wir hatten in der Tat eine Lage aufgebaut, in der Menschen viele Jahre (nicht Monate) darauf bestanden, nur für einen ihnen gemäßen Lohn arbeiten zu wollen. Das wäre ja nicht weiter aufregend, wenn sie nicht darauf bestanden hätten, daß die Gemeinschaft der Arbeitenden sie weiterhin entsprechend vergangener Entlohnung zu versorgen hätte. Dort hinein spielte auch das Thema "Qualifikation", "akademische Abschlüsse" und ähnliche Erwartungshaltungen und entsprechendes Anspruchsdenken. Dazu kamen noch Spätfolgen der Wiedervereinigung.

Kurzum, der Arbeitsmarkt war keiner mehr. Damit hat Bundeskanzler Schröder aufgeräumt, und das bleibt sein Verdienst. Allerdings haben nachfolgenden Bundesregierungen erkennbaren Mißbrauch dieser Gesetze nicht schleunigst eingedämmt, sondern sich im Glanze einer wachsenden Wirtschaft gesonnt. Na schön, schwierige Zeiten waren das ja auch... Finanzkrise, Eurokrise... Da will ich meine Kritik dann doch etwas dämpfen.

Im zugelassenen Lohndumping sehe ich aber auch eine Quelle des Unfriedens und der Politikverdrossenheit, daß "die da oben" eben machen, wozu sie gerade Lust haben. Im Inland sehe ich auch Politikversagen in der Raumordnung für das Wirtschaften. Da wäre sicher mehr Ausgleich möglich im Sinne von Lebensqualität.
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon H2O » Di 12. Sep 2017, 11:06

Realist2014 hat geschrieben:(12 Sep 2017, 11:54)

das gibt es ja nicht mal in gleichen Ort in D.

Nicht mal innerhalb der Unternehmen

Wird es auch NIE geben

das wären EINHEITSlöhne.

Was wir haben, sind Tariflöhne als Untergrenze

alles was darüber ist , ist Sache der Unternehmen


Sie erfinden Probleme, die es überhaupt nicht gibt! Wer in einem Betrieb für einen Betrieb arbeitet, der soll den Lohn erhalten, den seine Kollegen auch bekommen. Und wer einen gewerblichen Betrieb in einem Tarifgebiet gründet, der muß mindestens den Tariflohn bezahlen. Wenn er dafür Mitarbeiter interessieren kann.
pikant
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon pikant » Di 12. Sep 2017, 11:12

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2017, 12:06)

Sie erfinden Probleme, die es überhaupt nicht gibt! Wer in einem Betrieb für einen Betrieb arbeitet, der soll den Lohn erhalten, den seine Kollegen auch bekommen. Und wer einen gewerblichen Betrieb in einem Tarifgebiet gründet, der muß mindestens den Tariflohn bezahlen. Wenn er dafür Mitarbeiter interessieren kann.


so ist es!
gleicher Lohn fuer gleiche Arbeit, was es leider erst nach Monaten bei Leiharbeitsfirmen gibt.
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon BlueMonday » Di 12. Sep 2017, 11:22

Warum wird der User Realist2014 immer so als "marktradikal" hingestellt? Er vertritt doch völlig gemäßigte Ansichten. Gemäßigt im Sinne des Abstands zum deutschen Status quo und der ist nun fernab irgendeines "freien Marktes". Es gibt kaum etwas Regulierteres als den deutschen Arbeitsmarkt.

Und in Frankreich? Selbst so ein Linker wie Macron will zurückrudern, den aufgeblähten Staatsapparat abbauen, den Arbeitsmarkt "flexibilisieren" - also wenn es selbst so einem zuviel an Regulierung ist und er da Widerstände und Stress ohne Ende riskiert... Praktisch wird er den Weg Schröders gehen und wenig Dank ernten, falls er überhaupt so weit kommt.
But who would build the roads?
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon franktoast » Di 12. Sep 2017, 11:25

Boracay hat geschrieben:(11 Sep 2017, 17:55)

Zu den 30%:

Hier steht jeder vierte, aber ich hatte auch schon 30% gelesen
https://www.merkur.de/wirtschaft/daenem ... 65686.html
In Dänemark ist zwar wegen des lockeren Kündigungsschutzes jeder vierte Däne durchschnittlich einmal im Jahr arbeitslos.

Hier sind es zwischen 28,5% und 42%
http://www.tagesspiegel.de/politik/hint ... 71356.html
Der dänische Arbeitsmarkt ist in hohem Maße flexibel. Rund 800.000 der 2,8 Millionen Stellen werden jährlich neu besetzt. Jeweils 300.000 Stellen fallen pro Jahr weg und werden neu geschaffen

Zum Schweizer Kündigungsschutz:

Ist ganz einfach - es gibt keinen
https://www.justlanded.de/deutsch/Schwe ... Kuendigung
In der Schweiz herrscht der Grundsatz der Kündigungsfreiheit. Arbeitnehmer wie Arbeitgeber haben jederzeit das Recht, einen Arbeitsvertrag zu kündigen. Triftige Gründe für eine ordentliche Kündigung sind nicht erforderlich. Sie kann schriftlich, aber auch mündlich erfolgen.

Besondere Regeln gibt es nur für besondere Gruppen wie Schwangere. Fristlos kündigen geht nicht, an die Frist muss man sich schon halten, aber das wird in der Rege mit Freistellungen gemacht. Normal ist in CH - pack deine Sachen und geh. Völlig Grundlos und problemlos.


Danek für deine Quellen.
Also in der Schweiz gelten ähnliche Kündigungsfristen wie in Deutschland. Wenn du in der Schweiz 13 Monate angestellt bistr, hast du sogar 2 Monate, in Deutschland nur 1 Monat.
https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnd ... er_Schweiz

Die Frage, was ein Kündigungsgrund ist, ist eine ganz anders und wohl auch etwas komplexer.
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon pikant » Di 12. Sep 2017, 11:26

BlueMonday hat geschrieben:(12 Sep 2017, 12:22)

Warum wird der User Realist2014 immer so als "marktradikal" hingestellt? Er vertritt doch völlig gemäßigte Ansichten. Gemäßigt im Sinne des Abstands zum deutschen Status quo und der ist nun fernab irgendeines "freien Marktes". Es gibt kaum etwas Regulierteres als den deutschen Arbeitsmarkt.

Und in Frankreich? Selbst so ein Linker wie Macron will zurückrudern, den aufgeblähten Staatsapparat abbauen, den Arbeitsmarkt "flexibilisieren" - also wenn es selbst so einem zuviel an Regulierung ist und er da Widerstände und Stress ohne Ende riskiert... Praktisch wird er den Weg Schröders gehen und wenig Dank ernten, falls er überhaupt so weit kommt.


die grosse Mehrheit der Fransosen sieht Macron nicht als links an und das ist er auch wirtschaftspolitisch nicht.
Gerade heute ist Grosskampftag in Frankreich gegen die Reform von Macron von den Gewerkschaften angezettelt.
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Sep 2017, 11:31

franktoast hat geschrieben:(12 Sep 2017, 12:25)

Danek für deine Quellen.
Also in der Schweiz gelten ähnliche Kündigungsfristen wie in Deutschland. Wenn du in der Schweiz 13 Monate angestellt bistr, hast du sogar 2 Monate, in Deutschland nur 1 Monat.
https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnd ... er_Schweiz

.



nein

in D kann man nur BEGRÜNDET kündigen

entweder verhaltensbedingt- oder betriebsbedingt

und dann geht es bei zweitem nicht um die Kündigungsfrist- sondern um Abfindungen
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Sep 2017, 11:35

BlueMonday hat geschrieben:(12 Sep 2017, 12:22)

Warum wird der User Realist2014 immer so als "marktradikal" hingestellt? Er vertritt doch völlig gemäßigte Ansichten. Gemäßigt im Sinne des Abstands zum deutschen Status quo und der ist nun fernab irgendeines "freien Marktes". Es gibt kaum etwas Regulierteres als den deutschen Arbeitsmarkt.

t.



meine "Gegner" mögen meine fokussierter Präzisierung der Gründe für gewisse Sachverhalte nicht, welche das "linke Spektrum" gerne als "änderungsnotwendig" anführt

Speziell meine diesbezüglichen "Wortkonstruktionen" sind auch bei der Moderation nicht gerne gesehen..

da habe ich schon eine lange "schwarze Liste"

das erst Wort war übrigens "Froschteichbewohner"... :D
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Sep 2017, 11:37

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2017, 12:06)

Sie erfinden Probleme, die es überhaupt nicht gibt! Wer in einem Betrieb für einen Betrieb arbeitet, der soll den Lohn erhalten, den seine Kollegen auch bekommen. Und wer einen gewerblichen Betrieb in einem Tarifgebiet gründet, der muß mindestens den Tariflohn bezahlen. Wenn er dafür Mitarbeiter interessieren kann.


das habe ich noch in keinem Unternehmen erlebt ( IT-Hersteller, Airline, Beratungshaus usw..)

gibt es auch nirgends

auch nicht in der Industrie

da gibt es Bewertungen, die auch bei "gleicher Tätigkeit" in den Stundenlohn einfließen
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Sep 2017, 11:39

H2O hat geschrieben:(12 Sep 2017, 12:02)



Im zugelassenen Lohndumping sehe ich aber auch eine Quelle des Unfriedens und der Politikverdrossenheit, .



was genau ist denn nun für DICH "Lohndumping"?

Unter der Prämisse, das in den Unternehmen dort gültige Tarifverträge eingehalten werden.
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon franktoast » Di 12. Sep 2017, 11:50

Realist2014 hat geschrieben:(12 Sep 2017, 12:31)

nein

in D kann man nur BEGRÜNDET kündigen

entweder verhaltensbedingt- oder betriebsbedingt

und dann geht es bei zweitem nicht um die Kündigungsfrist- sondern um Abfindungen


Ehrlich gesagt ist mir das zu abstrakt. Theoretisch könnte man ja alles als Grund nehmen. Du hast da womöglich mehr Erfahrung.
Beispiel: Du hast eine Firma mit 100 Mitarbeitern. Ein Arbeiter davon ist unbefristet eingestellt. Dieser leistet sich immer wieder Fehler, die aber nicht als grob fahrlässig durchgehen. Auch ansonsten ist er nicht grad helle. Ein Bekannter von dir könnte den Job besser machen und sucht grad Arbeit.
Dein Unternehmen hat im Vergleich zu 2007 zwar den Umsatz gesteigert, allerdings sinkt der Umsatz seit 3 Jahren und letztes wie auch dieses Jahr schreibst du ein Minus.
Kannst du diesem Arbeiter kündigen?
Ein freier Mensch muß es ertragen können, daß seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muß sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen.
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Orwellhatterecht » Di 12. Sep 2017, 11:52

Alter Stubentiger hat geschrieben:(12 Sep 2017, 09:27)

Weil deren Probleme auch unsere sind. Wenn bulgarische Schlachter mit Werksvertrag deutsche Arbeitnehmer verdrängen ist dies ein volkswirtschaftliches Problem.
Und vor allem bringst du wieder nur Häme für Opfer des Systems. Solange es dich nicht trifft ist wohl alles egal.



Das hast Du wieder mal ganz richtig erkannt! Sogar etliche deutsche Unternehmer verwahren sich gegen das Lohndumping mit den billigen "Arbeitsskaven", weil es die Wettbewerbsfähigkeit reell zahlender Unternehmen verzerrt.
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
(Friedrich Schiller)
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Re: Verbot von Lohndumping ins Grundgesetz schreiben

Beitragvon Realist2014 » Di 12. Sep 2017, 11:55

franktoast hat geschrieben:(12 Sep 2017, 12:50)

Ehrlich gesagt ist mir das zu abstrakt. Theoretisch könnte man ja alles als Grund nehmen. Du hast da womöglich mehr Erfahrung.
Beispiel: Du hast eine Firma mit 100 Mitarbeitern. Ein Arbeiter davon ist unbefristet eingestellt. Dieser leistet sich immer wieder Fehler, die aber nicht als grob fahrlässig durchgehen. Auch ansonsten ist er nicht grad helle. Ein Bekannter von dir könnte den Job besser machen und sucht grad Arbeit.
Dein Unternehmen hat im Vergleich zu 2007 zwar den Umsatz gesteigert, allerdings sinkt der Umsatz seit 3 Jahren und letztes wie auch dieses Jahr schreibst du ein Minus.
Kannst du diesem Arbeiter kündigen?


du kannst ihm betriebsbedingt kündigen.
Wenn die Sozialauswahl passt ( ein eigenes schwieriges Thema...)

nur zahlst du dann halt für die 10 Jahre Betriebszugehörigkeit zwischen 5 und 10 Monatsgehälter Abfindung

Und ja, ich habe da meine Erfahrungen.

wobei die Sache mit der "Neueinstellung" für die gleiche Stelle das nächste Problem wäre...
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